... und die immer größer werdenden Konflikte zwischen Macht und Unterdrückung. Worum es um Second Version auf Ihrem lang erwarteten zweiten Longplayer "Mind Control" geht, ist klar und wird uns schon seit längerem in den Medien regelmäßig serviert.
Verbesserung? Änderung? Fehlanzeige. Stattdessen schiebt jeder dem anderen die Schuld in die Schuhe, sowohl auf den Entscheidungsetagen als auch in tieferen Schichten. Politisch sind Second Version nicht. Sie greifen lediglich Grundbedürfnisse, Ängste und Wünsche einer jeden einzelnen Persönlichkeit dieser Gesellschaft auf, die sich versucht in Ihrer Welt zurecht zu finden, immer im Zwiespalt mit Manipulation und Anpassung. Problematiken Einzelner am Rande der Gesellschaft sind Problematiken aller in der Gesellschaft.
Mind Control - ein einfaches Konzeptalbum? Wohl kaum. Second Version leben jeden Ihrer Titel und setzten sich mit jeder einzelnen Thematik über Wochen auseinander. Die Songs bestechen durch nie da gewesene Tiefe verpackt in metaphorischen Floskeln und dennoch unmissverständlichen Sprachbildern. So verarbeitet die Band im Song "24 Hours 24 Years" den Inzestfall von Österreich aus dem Jahr 2008 oder befasst sich in "Autist" mit dem Asperger-Syndrom und sozialer Interaktion. Auf der anderen Seite drehen sich Songs wie "Kartenhaus auf Glas" oder "Im selben Boot" um die Verantwortung gegenüber dem anderen und prangern Missstände der heutigen Gesellschaft an.
"Mind Control" ist nicht einfach nur ein Album, das man hört und danach ausschaltet. Andys eindringliche Stimme sowie die tief greifenden Texte beschäftigen den Hörer immer wieder. Die geschickt auf die Thematiken abgestimmten Klangelemente schaffen Soundbilder, die in der elektronischen Musiklandschaft vergeblich seinesgleichen suchen dürften. Anleihen der Texte könnte man maximal noch bei Janus oder Lacrimosa finden. Verpackt in einer Mischung aus Electro, Synth, EBM und Industrial ziehen Second Version somit ihren Hörer vollends in den Bann.
PS: Schön, dass ihr Euch über den Inhalt Gedanken macht, aber die Musik ist Kacke und hat einen Scheiß mit Industrial zu tun. Vielleicht sucht Chris Pohl noch einen Songwriter ?
Ich schwankte zwischen Schließen (als reiner Werbethread eines Einmalposters) und Verschieben ...
Aber bitte, Leute, wenn ihr schon sowas loslassen müsst, postet doch wenigstens im richtigen Forum.
geschrieben von: Celtvis
Und ich hab's zu spät gesehen... ist aber m.E. nicht schade drum, ich habe bei myspace reingehört und bin etwas erschrocken.
Da gibt es Leute, die keine CD rausbringen und um Längen besser sind und besorgt Euch doch bitte bitte einen neuen Sänger, der trifft die Töne nicht und wenn das gewollt ist, dann lasst ihn wenigstens nicht englische Texte singen, die Aussprache ist grauenhaft.
Sich mit jeder einzelnen Thematik Wochen auseinander setzen, wie geil, ich bin richtiggehend beeindruckt. :D ;)