©.. Mondfeuerelfe, ..Juli 2009
>>. Seelenlicht. <<
Wer bin ich ?
Bin ich, wer ich denke, das ich bin ?
Oder bin ich, was die Außenwelt mir reflektiert, wer ich bin ?
Die Jahre,
sie fließen so schnell dahin,
unaufhaltsam, gefühlsarm, grausam.
Das einst in mir erstrahlende Licht
verliert sich zu dem Abglanz
einer längst verlorenen Vergangenheit.
So fremd auf diesem Planeten,
so fremd in dieser Welt,
mit all meiner Sehnsucht nach Leben,
meiner Sprache, meiner Wortart, meinen Gedanken,
welche in der modernen Zeit nicht mehr erwünscht
und leider so oft falsch verstanden,
fühle ich mich nicht mehr
dazugehörig.
Umherirrend
unter fahlem Schein des Mondes,
mein einzig treuer Gefährte in der Dunkelheit,
schreite ich durch den verlassenen Garten der Melancholie.
Eingehüllt in den schützenden Umhang aus fließenden Tränen,
erhebe ich meine mit Sternenlicht übersäten Augen
auf die ewig steinerne Schönheit einer Statue,
in dessen engelsgleichem Antlitz
sich spiegelt der abgrundtiefe Schmerz
meiner langsam erlöschenden
Seele.
Weit entfernt
von heimatlicher Geborgenheit,
aus einer so ganz anderen Zeit kommend,
aus jener vergessenen Epoche der Vergangenheit,
zwischen den Welten aus Licht und Schatten wandelnd
und von uralten Erinnerungen sich nährend,
bin ich ausgestorben.
Ein seltsam anmutendes Fossil,
argwöhnisch, verwirrt, mitleidig betrachtet
und als viel zu kompliziert erachtet,
zu anstrengend, zu zeitraubend,
ist es der Mühe nicht wert,
hinter all dem so einfach Vordergründigen
noch viele andere unzählige Facetten zu entdecken.
Und so schwindet immer mehr und mehr
der Feuerschein meiner Augen .....
Das Licht stirbt.
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