Es ist ein schöner Ruhetag,
so wie ich ihn gerne mag.
Ich hoffe, das Du's ähnlich siehst,
auch wenn Du Kataloge liest
Der Herzinfarkt war halb gelungen,
wie Du dann auf mich zugesprungen,
mit einer großen Glanzbroschüre,
auf dass ich gleich von ihr erführe.
"Lass uns in den Urlaub fliegen,
statt ständig faul nur rumzuliegen."
Ich hab für uns was rausgesucht
und dieses Schnäppchen gleich gebucht!
Es sind ja auch 2 Wochen bloß.
Drum auf, der Flieger geht bald los,
dahin ins ferne Afrika,
wir waren schließlich noch nicht da!"
Ich dachte mir gleich auf der Stelle,
ich war auch noch nicht in der Hölle!
Doch hätte ich mich gern geirrt,
wenn DAS nicht ähnlich werden wird…
3 lange Stunden, Haut an Haut,
das Flugzeug ist sehr eng gebaut.
Der Typ der halbwegs auf mir pennt
ist auch unglaublich korpulent.
Früh morgends sind wir angekommen
müde und schon arg benommen.
Mein Koffer, wohl im falschen Flieger,
fand man später auf in Riga.
Er wird ja "schnellstens" nachgesendet
damit der Urlaub nicht gleich endet.
So geht es weiter zum Hotel
in einem Bus, der nicht sehr schnell.
Ich habe mich kaum aufgeregt,
weil unser Zimmer noch belegt.
Es ging los mit neuem Schwung,
zur ersten Stadtbesichtigung.
Diverse Tempel und Museen,
haben wir bald auch geseh'n.
Nicht, dass bei den 'Attraktionen',
Eintrittsgelder wirklich lohnen...
Ein Photo noch zur eig'nen Zier,
hier und da ein Souvenir,
weil man von Händlern arg bedrängt.
Das Zeug wird später eh verschenkt.
Was da noch als Letztes bliebe,
sind die Produktionsbetriebe.
Des Taxifahrers 3.Schwager
hat echt ein schönes Teppichlager.
So geht nun Tag für Tag vorbei
und erst am Abend ist man frei ?
Da mag man was Erholung haben,
jedoch der Pool wird erst gegraben.
Das Meer, zu dem es nicht sehr nah,
war auf dem Bild noch wunderbar.
Der Abfall und die toten Quallen
sind jedoch recht aufgefallen.
Du meinst, ich soll mich nicht so haben
und mich an 'all dem Schönen' laben.
Es stehe für Dich außer Frage,
noch zu verlängern um paar Tage.
Die Fernweh hin zum fernen Land,
sei als legendär bekannt.
Doch vor Ort am Ozean
habe ich nur eins im Plan.
An des Hafens ferner Pier
stand bald ein blinder Passagier.
Ich schrieb Dir noch ne schöne Karte,
dass ich zuhause auf Dich warte.
geschrieben von: Evillight
Ich bekomm leider irgendwie keine brauchbaren Valentinsgedichte zusammen :(
Valentine 1:
Da ich leider hässlich bin
kam mir heute in den Sinn,
passen würde ich zu Dir,
darum diese Zeilen hier.
Als ich Dich von Ferne sah,
fand ich Dich noch wunderbar.
Doch von Nahem dann betrachtet,
hat wohl die Schönheit Dich verachtet.
Deine Stimme, die Figur,
wie erträgst Du all dies nur ?
Deine Mimik und Dein Gang
machen den Betrachter krank !
Ich bin Deine letzte Wahl,
andern bis Du doch egal,
also komme in mein Nest
zum frankensteiner Liebesfest !
Valentine 2:
Langsam kommst Du in die Jahre,
wirst immer dicker, verlierst auch Haare
welche teils schon eh´ ergraut
und bist noch immer nicht getraut.
Gehst doch nunmehr Jahr für Jahr
fast in jede Singlebar,
in Schmuddel-Clubs und Swingersaunen
kommte man Dich schon bestaunen,
allein der Mann ´an Deiner Seite´
war jedes Mal die reinste Pleite.
Wenn Du des Suchens müde bist,
Deine Träume schnell vergisst,
dann nimm micht, ist doch egal,
wir sind halt nur die ´Dritte Wahl´
Valentine 3:
Liebster Schatz,
wir kenn´ uns so lang, so dass ich denke,
wir spar´n uns dies Jahr die Geschenke.
Ich mach´s Dir eh´ doch niemals recht,
was ich auch tu´, Du findest´s schlecht.
Nörgelst ewig an mir rum,
nennst mich notgeil, alt und dumm.
Sag ich ein Wort, dann ´such ich Streit´,
wenn ich was tu´, geh´ ich ´zu weit´
tue ich nichts und schweige nur,
bin ich dann ´faul´ und ´stell mich stur ´.
Aus ´heissem Feger´ wurd´ der ´Besen´
Dir das Leben, mir die Spesen.
und fühle ich mich doch mal wohl,
dann liegt´s bestimmt am Allolhol...
Valentine - Psycho:
Du kennst mich und Du kennst mich nicht
ich folge Dir voll Zuversicht
wenn ich in Deiner Nähe bin,
hat erst das Leben einen Sinn.
Wenn ich Dich nachts durch´s Fenster sehe,
im Bus in Deiner Nähe stehe,
mich an Dich drück´ dann wird mir heiss,
ich spür´ Dein Atem, riech´ Dein Schweiss
Du fliehst vor mir, doch Deine Flucht
entfacht in mir nur Eifersucht.
Was seh´ ich Angst in dem Gesicht ?,
Du brauchst mich, weisst es nur noch nicht !
Ich kann dem Drang nicht widersteh´n
heut´ Nacht werd´ ich Dich wiederseh´n,
der Tod allein kann uns nicht trennen,
Du wirst ihn bald beim Namen nennen...
geschrieben von: Evillight
Meine Vorschläge für die Konfirmationskarte wurden auch verworfen! :(
Lieber Konfirmand
Im Namen des Herrn
würden wir gern
zur Konfirmation
mit Tochter und Sohn
Dir gratulieren
und salutieren in Demut
als Protestant brauchst Du eh´ Mut.
Lieber Konfirmand
Luther einst mit seinen Thesen
war nie angenehm gewesen.
Doch planlos kommst nun Du daher,
darum mögen wir Dich sehr.
Auf Dein Wohl werden wir trinken,
bis wir dann zu Boden sinken,
denn eins haben wir erkannt,
Du bist ein rechter Protestant
Lieber Konfirmand
Ein Protestant hat allerhand.
Nimm die Gebote:
Vermeide Tote,
tu nicht lügen oder betrügen,
sollst Dich nicht hau´n oder, gar klau´n
und widerstehst Du all dem Bösen
klapp´s dann auch mit dem Erlösen.
Nimm es leicht mein lieber Freund!
Egal was gut Menschen machen,
lass es heute richtig krachen.
Lieber Konfirmand
Zu Deinem großen Feste
wünschen wir Dir nur das Beste
Haben stets an Dich gedacht
besorgt in Liebe Tag und Nacht.
Wenn Du hier meinst, dass wir hier lügen,
übertreiben oder gar betrügen,
woll´n wir uns DAS hier noch erlauben,
wer konfirmiert der wird´s schon glauben.
Lieber Konfirmand
Am Tage Deiner Konfirmation
wünschen wir Dir ohne Hohn,
dass Dir der Glaube Dein Leben lang
Halt gibt und sind fast krank
in der Gewissheit, dass es so ist,
dass Du ein Teil der Familie bist.
Im Namen des Vaters und des Sohn´
feierst Du die Konfirmation
und neben den Gästen, als ob Du´s nicht weißt,
feiert hier auch der Heilige Geist.
(Vers-Fassung einer offiziellen Karte)
Lieber Konfirmand.
der Herr erschien mir diese Nacht
Lass mich in Ruh hab ich gesagt.
Er sah mich an und hat gelacht
´So ´n Spruch hat niemand je gewagt´.
Drum höre was ich tue kund,
ein Engel ward uns einst geboren,
wird konfirmiert in ein paar Stund´.
Für mich klang Alles sehr verworren.
Er richtete noch Grüße aus,
ließ mich stundenlang nicht schlafen,
das machte ihm wohl kaum was aus,
warum tat er mich so bestrafen?
Er will mir mehrfach noch erscheinen,
ich hörte es, begann zu weinen.
Zur Firmung dann in ein paar Jahren
soll er sich Dir doch offenbaren.
geschrieben von: Evillight
Das Huhn 21.08.2003
Ein Bauernhof hab´ ich gefunden
wollt´ nie wieder von ihm gehn´
verbringe dort so viele Stunden,
wer Tiere mag wird sie verstehn´
Zu Mittag fing ich mir ein Huhn
wollt´ es in die Küche tragen
es fragte mich "Was willst Du tun ?"
konnt´ vor Erstaunen kaum was sagen!
Mit ´nem Huhn zu diskutieren
hat im Grunde kaum ein Sinn,
letztlich kann ich da nur verlieren,
weil ich doch hier ´der Böse´ bin.
Leise höre ich ein Flehn:
"Ich muss zurück zu meinem Ei,
will daher jetzt nicht mit dir gehn´,
drum sei so nett und lass mich frei !"
Bist Du schon mal am Lamentieren,
ist bald ´ne Reaktion von Nöten,
und redest Du dann noch mit Tieren,
ist es schwierig sie zu töten.
Die, die sich von Wurst ernähren,
können ohne Sorge sein,
keine Tiere, die sich wehren
und das Gewissen, das ist rein.
Das Huhn ist heute noch am Brüten,
doch eines hab´ich mir geschworen,
vor lebend´ Vieh werd´ ich mich hüten,
das nächste Huhn kauf´ ich gefroren...
geschrieben von: Evillight
Die Jagd, 26.08.2003
Fressen und gefressen werden,
das Leben kann so einfach sein,
das gilt für´s Leben hier auf Erden
und auch ich reih mich da ein.
Sein Essen holt man sich heut´ im Markt
verpackt und sauber, Massenwaren
niemand geht heut´ noch auf die Jagd,
so wie einst in dunklen Jahren.
Wieder wie ein Urmensch sein
und wie ein Raubtier sich benehmen,
ich suchte mir ´nen Jagdverein,
um bei ´ner Treibjagd teilzunehmen.
Mein Hallali bracht´ sie in Zorn,
der Beitrag war wohl nicht das Wahre,
alle bliesen in Ihr Horn,
nur ich spielte ´ne E- Gitarre
Ein Gewehr hat man mir anvertraut,
brauchte nicht mal´n Waffenschein...
o.k. ich hatte es geklaut,
denn ´ne Knarre muss wohl sein.
Hab auf die Lauer mich gelegt,
hielt stets Ausschau nach dem Wild,
beschoss all´ das, was sich bewegt,
hätt´ ein paar Treiber fast gekillt.
Wurd´ dann selbst etwas gejagt
nach wilder Flucht war ich gestellt,
Verhandlungskunst ist hier gefragt,
ich zahlte allen Schweigegeld.
Mied fortan das Unterholz,
gönnte mir nicht mal ´ne Pause,
hatte doch mein Jägerstolz,
wollt´ ohne Wildbrett nicht nach hause.
Grasend sah ich´s dann endlich stehn,
vor Freude wurd´es mir ganz heiss,
per Hüftschuss hab ich´s umgelegt,
ein Tier gepfleckt in schwarz und weiss.
Auf der Weide stand ein Bauer,
sprachlos sah er hin zu mir,
in seinem Augen sah ich Trauer,
darum schenkt´ ich ihm das Tier.
Das Jagen ist doch recht beschwerlich,
da lob ich mir den Supermarkt
und eines sage ich dir ehrlich,
´Das war meine letzte Jagd´
geschrieben von: Evillight
.. das war bereits vor dem großen Bankenkollapse geschrieben^^
Mein lieber Bankberater, 17.09.2003
ich habe Dich gefunden heut´
ich hatte Dich schon lang gesucht
drum hab ´ich mich auch sehr gefreut
hab´ viel zu lang schon Dich verflucht.
Wir trafen uns in einer Bank
ich nahm mein Geld, hab´s investiert
und sprach Dir aus den tiefsten Dank,
die Aktie war´s, "die nie verliert"
Du zeigtest mir all´ die Tabellen,
hast Diagramme aufgestellt,
im Grunde tat dies nichts erhellen,
das Bankgeschäft ist Deine Welt !
Du hast dann schließlich angeregt,
dass Immobilien führ´n zum Glück
ich hab´ das Geld so angelegt,
vielleicht krieg´ ich es einst zurück.
Natürlich abzüglich der Steuer,
wenn die feste Laufzeit endet,
auch Bankgebühren sind recht teuer
und das Grundstück schon gepfändet.
Ich möcht´ das nun mit Dir besprechen.
Keine Angst, Du brauchst nicht türmen,
ich werd´ Dir auch bestimmt nichts brechen.
Das tun meine Inkassofirmen
geschrieben von: Evillight
Der Trainer/ Coach 01.10.2003
Von Diplom- Soziopathen
quillt es über in der Welt,
sie wollen jeden stets beraten,
ganz gleich, ob´s einem auch gefällt.
Wie sind doch all die Pädagogen
vermehrt in den vergang´nen Jahren
durch das ganze Land gezogen
mit ihren Psychoseminaren.
Kennst Du im Reden die Mechanik ?
Hast Du Dir ein Ziel gestellt ?
Wie geh´st Du um mit Stress und Panik ?
Bist Du auch fit für diese Welt ?
Sie denken ´lösungsorientiert´
es gibt im Grunde kein Problem.
Wer dennoch fällt, den Halt verliert,
ist nur zum Stehen zu bequem.
Sie wollen auch der Welt erklären,
was Anstand und was Sitte ist,
fahren fort, uns zu belehren,
mit welchem Maß man wie bemisst.
Doch Einsicht lässt sich nicht erzwingen,
ich höre euch ja nicht mal zu,
werd´ eh nicht euer Liedlein singen,
drum lasst doch einfach mich in Ruh...
geschrieben von: Evillight
Der Polizist 07.12.2003
Traf heut´ wieder all die Leute,
dachte bei mir "so nette Beute,
die mir hier ausgeliefert ist".
Ich bin nämlich Polizist !!
Bei allen bin ich hier verehrt,
mein Dienst ist schließlich auch was wert.
So erhalt´ ich täglich meine Spenden,
zum Schutz vor Einbruch und vor Bränden.
Passiert dann dennoch ein Verbrechen,
werd´ ich mich am Täter rächen,
damit auch niemand je vergisst,
in wessen Reich er grade ist.
So schaffe ich mir den Respekt
und Konkurrenz ist abgeschreckt.
Verschwindet doch, wer sich beschwert,
manch´ Straße wurde neu geteert.
Man redet im Kollegenkreise
oft über mich und meine Weise
Ordnung zu schaffen auf der Welt.
So hat man mir wen beigestellt.
Mein Partner stellte zuviel Fragen,
war zuletzt kaum zu ertragen,
zur Meldung war er fest entschlossen,
wurd´ leider doch zuvor erschossen.
Der Zweite kam, bald ging auch er,
ihn loszuwerden war nicht schwer.
Zu oft hat er mich angelogen,
in seinem Spint fand man dann Drogen...
Auf den dritten kann ich nun hoffen,
ich legte ihm die Regeln offen,
alle bald sehr schweigsam sind,
erstreckt sich ´Schutz´ auf Frau und Kind.
Ich habe es schon weit gebracht,
doch hab´ ich nicht genügend Macht.
Das Staatssystem hat wenig Hürden,
bald seht ihr mich in Amt und Würden !!!
geschrieben von: Evillight
Der Strand 22.08.2003
Ich ruh' allein am Meeresstrand,
die Finger gleiten durch den Sand.
Erfüllt vom Wissen aus den Jahren,
das ich in mir konnte bewahren,
lieg' ich da und frage mich,
was genau ist denn das ICH ?
Was lässt mich lieben und was hassen,
zwingt mich zum Tun und Unterlassen ?
Wurd' ich durch 'nen Gott erschaffen,
oder stamm' ich ab vom Affen,
wo komm' ich her, wo geh' ich hin,
hat das Leben einen Sinn ?
Eine Stimme fragt "Was machst Du hier ?"
ich schrei's heraus: "Das sag´ ich Dir,
ICH BIN MENSCH UND ICH WILL LEBEN
NACH WAHRHEIT UND NACH WISSEN STREBEN
NICHT'S GIBT'S, WAS HIER JETZT NOCH ZÄHLT
DEN WEG ALLEIN ALS ZIEL GEWÄHLT"
Zwei Augen starren mich nun an,
nach langem Schweigen hör ich dann:
"Die Gegend hier ist Sperrgebiet,
wie man auf all' den Schildern sieht
und was denn nur in aller Welt
suchst Du in einem Minenfeld ???"
Man führt mich ab, zurück zum Zaun,
die könn' ein' echt den Tag versau'n,
der Strand der ist doch so schön leer,
nur hin zu kommen ist recht schwer.
Kurz nur fand ich hier mein Glueck,
sobald ich kann kehr' ich zurueck.
geschrieben von: Evillight
Wahrheiten 15.04.2004
Jeder, der sich Fragen stellt,
geht mit sich selber in´s Gericht,
hofft, dass die Antwort auch gefällt,
doch oftmals macht sie dieses nicht.
Steht die Antwort dann im Raum,
kann man sie meist nur schwer ertragen.
Ändern wird sie sich doch kaum,
wie kann man Fragen hinterfragen ?
Man kann es drehen oder wenden
und die Frage anders stellen,
sich seine Welt nun selbst verblenden
und ein neues Urteil fällen.
Die Wahrheit bleibt nur, wie sie ist,
drum stell Dich ihr und nehm´ sie an,
nur DER die Tatsachen vergisst,
wer mit Lügen leben kann...
geschrieben von: Evillight
Das Tier 27.05.2004
Das Tier wird seiner Einsamkeit
viel zu schnell schon wieder leid.
Es spürt die Sucht in jeder Phase,
lebt doch nur für die Extase.
Wenn dann die Fesseln die es binden
im Räderwerk der Zeit verschwinden,
zieht es los, um sich zu paaren,
will alles wieder neu erfahren.
Das Tier ist los und leitet mich
drum komm jetzt her, ich brauche Dich.
Wenn uns´re Leiber sich umschlingen,
pulsierend ineinander dringen,
zu einer Einheit wild verschmelzen
und sich auf dem Boden wälzen
gleichsam durch die Lüfte schweben,
den höchsten Sinnesrausch erleben,
wird ein Zustand bald erreicht,
der dann der Entspannung weicht,
die einen völlig seelig macht,
bis der Trieb erneut erwacht.
geschrieben von: Evillight
ES 10.06.2004
Ich bin alles, was Dich treibt,
wenn alles geht bei Dir verbleibt,
wenn Du des nachts alleine bist,
Dir alles zeigt, was Du vermisst
und lass Dich träumen von den Dingen,
die Dich in Extase bringen.
Ich bin auch das, was Dich frustriert,
wenn alles was Du tus´t verliert,
Dir erklärt, dass dann und wann
man einfach nicht gewinnen kann,
wenn ein Spiel zwar wohl durchdacht,
jedoch niemals für Dich gemacht.
Ich bin das Schöne und kein Biest,
auch wenn Du dieses anders siehst,
bin Deine Hölle, Deine Welt,
das was Dir Angst macht und gefällt,
denn was Du denkst, das sprech ich aus
und lass das Tier in Dir heraus.
Hat bislang ´die Vernunft´ gewonnen,
ist doch nur sinnlos Zeit verronnen !
Wer will sich denn mit Takt befassen,
oder auf das Recht verlassen,
wenn Deine Sehnsucht ungestillt
und letztlich noch als maßlos gilt...
Wenn Du Dich jetzt vom Grübeln trennst,
mir künftig folgst Du bald erkennst:
Ein Blatt das sich vom Baum gerissen,
mag diesen erstmals auch vermissen,
wird bald auch auf der Erde liegen,
zuvor jedoch, da konnt´ es fliegen !!!
geschrieben von: Evillight
Relativ 11.06.04
Alles sucht sich seinen Rahmen
und bekommt auch einen Namen,
der zur Unterscheidung reicht,
wo ein Ei dem and´ren gleicht.
Inhalt wird da oft unterstellt,
wo jeder Schein durch´s Raster fällt,
was wirklich ist, ist doch egal,
wen kümmert denn schon Maß und Zahl.
Wenn eins gleich zwei und zwei gleich drei,
ist es dann nicht einerlei,
was nun wer und wer nun was ?,
denk´ ich ohne unterlass...
Wenn Zeit und Raum nur relativ
läuft jede Grade einmal schief.
Wie soll man da ein Weg beschreiten,
oder Ihn nur vorbereiten ?
Auch Licht das durch ein Prisma fällt,
zeigt alle Farben dieser Welt.
Ist was ich seh´ denn wirklich wahr,
wenn Helligkeit nie rein und klar ?
Jede Norm, die uns bekannt,
hat nur in Ihrer Welt Bestand
und dort, wo sie zu Ende geht
bleibt nur Relativität.
Wie kann nun jede Frage sein
gibt´s stets als Antwort ja UND nein
Ich frag nie nach ´nem Sinn im Leben
wie soll es hier denn einen geben... ?
geschrieben von: Evillight
Ruhe 08.07.2004
Alles geht einmal vorbei,
man muss es einfach gehen lassen,
mach´ Dich von Gedanken frei,
jeder Zorn wird dann verblassen.
Genieße das, was Du schon hast
und erwarte niemals mehr.
Wenn nur ein Teil zum and´ren passt,
ist das Leben halb so schwer.
Lauf nicht weiter, bleibe steh´n,
zu lange bist Du schon gerannt.
Nimm Dir Zeit und Du wirst seh´n,
was aus dem Blick bislang verbannt.
Lass Dich seelig einfach sinken,
denn der Boden ist nicht hart.
Wer will in Sorgen schon ertrinken
und glaubt noch an die Gegenwart ?
Du musst nur die Augen schließen,
schau in Deiner Seele Bild.
Wenn Träume ineinander fließen,
siehst Du das, was Dir nur gilt.
Alles scheint in neuem Licht
und eine Melodie erklingt.
Woher sie kommt, das sieht man nicht,
weil sie aus Deinem Herzen dringt.
Wenn Dir der neue Tag erwacht,
wirst Du die Dinge klarer seh´n.
Das Leben auch mal für Dich lacht,
man muss es einfach nur versteh´n.
geschrieben von: Evillight
Nescis, quid vesper serus vehat - Du weißt nicht, was der späte Abend bringt -
Requiem 12.07.2004
Er war und ist ein stolzer Mann,
der es nicht ertragen kann,
das alles nun verloren geht,
für das sein ganzes Leben steht.
Da er den Verstand verliert,
hat man ihn an´s Bett fixiert.
Seit langem ist dies schon bekannt,
doch niemand hält ihm nun die Hand.
Er kann kaum trinken oder essen,
denn wie das geht hat er vergessen
und da er bei sich nichts halten kann
legte man ihm ´ne Windel an.
Die Panik steht ihm im Gesicht,
zu helfen ist ihm aber nicht.
Selbst die sich freundlich ihm bekennen
vermag er nicht beim Namen nennen.
Wie kann es sein, dass seit er Kind,
so viele Jahr´ vergangen sind.
Wo bleibt nur Mama, wo Papa,
warum sind sie jetzt nicht da ?
"...Ich muss doch gleich zur Arbeit gehn´,
will denn niemand das verstehn...´
...zu hause wartet man auf mich,
wo war das gleich ?, ich weiss es nicht...
... geh´ doch weg, fass mich nicht an,
da ich Dich nicht leiden kann...
... wer bin ich und wer bist Du ?...
ich will nicht mehr, lasst mich in Ruh´..."
Langsam scharren sich die Erben
um ihn herum, er liegt im Sterben.
´Erfüllt´ war seine Zeit auf Erden,
nun mag er wieder Asche werden.
Die Grabesrede war recht lang,
man sprach ihm aus den höchsten Dank,
nur wie er dann gestorben ist,
man gern verdrängt und schnell vergisst.
Ich glaube an ein ewig´ Leben,
also kann es das nicht geben,
dass die Seele sich zersetzt,
denkt das fromme Herz entsetzt.
Man hält gern an einem Glauben fest,
auch wenn die Logig zweifeln lässt.
Wer als SEIN Ebenbild geboren,
hat dies in der Demenz verloren.
geschrieben von: Evillight
Dies hab´ ich mal aus Frauensicht geschrieben, passte irgendwie besser
Verflucht 30.07.2004
Ich will mit Ihm mein Leben teilen,
doch will er sich nun von mir trennen,
möchte nicht mehr bei mir verweilen
will mich nicht einmal mehr kennen.
Ich kann Dein Lachen nicht ertragen
und nimmst Du ihn dann in den Arm,
will ich Dich einfach nur erschlagen,
Dich mit Deinem Hurencharme.
"Ihr versteht Euch ja so gut ?
Es sei einfach so passiert ?
Du verstündest meine Wut,
dies sei normal, wenn man verliert ?"
Fahr´ zur Hölle und schweig´ still,
wie kommt es, dass Du auch nur denkst,
dass ich Dir bald vergeben will,
wenn Du mir noch Dein Mitleid schenkst.
Wenn ich all die Stunden zähle,
die er nicht mehr bei mir ist,
mal ich mir aus, wie ich Dich quäle,
weil er mich nicht einmal vermisst.
Was hast Du, was ich nicht hab´,
Du bist so hässlich glaube mir.
Sink´ doch einfach in Dein Grab;
die letzte Ölung geb´ ich Dir.
Ich hasse Dich bis in den Tod
ich möchte, dass Du nie vergisst,
das alles was Dir von mir droht
gleich meiner eig´nen Hölle ist.
geschrieben von: Evillight
Orakel 31.07.2004
Wie soll man all die Fallen meiden,
die das Leben Dir bereitet ?
Um mich sicher zu entscheiden,
gibt es etwas, was mich leitet.
Drei Fragen sind es allgemein,
hab´ sie immer angewandt.
War die Antwort einmal ´nein´
war der Fehlweg leicht erkannt.
Ist was ich glaube wirklich WAHR,
kann es nicht auch anders sein;
ist meine Sicht denn frei und klar ?
Traue nie dem ersten Schein.
Ist das was ist auch für mich GUT
und kann ich wirklich damit leben ?
Wenn alles nur auf Leid beruht,
ist hier nichts mehr zu erstreben.
Als dritte Frage ist zu klären,
bringt es im Leben auch voran.
Wird es in ZUKUNFT sich bewähren
mit dem was hier entstehen kann ?
Kann die Antwort nicht besteht,
musst Du die inn´re Kälte finden,
das Herz missachtend fortzugeh´n.
Was sollst Du Dich hier sinnlos binden ?
Drei Fragen sind es, die bescheiden,
mir so oft die Klarheit geben,
werd´ ich glücklich, werd´ ich leiden,
sie leiten mich in meinem Leben...
geschrieben von: Evillight
Gold 01.08.2004
Gold fließt durch mein heisses Blut,
es hält mich fit, mir geht es gut.
Doch viel zu schnell baut es sich ab,
wo ich doch kaum Reserven hab´.
Ich habe derzeit etwas Stress,
den ich so gerne mal vergess´.
Alles ist gut, bin ich mal ´drauf
und wenn ich will, dann hör´ ich auf.
Ich ziehe los, muss was besorgen,
hab´ grad kein Geld, muss mir was borgen.
Und da es nun schon doch was eilt,
ist Freundschaft dort, wo man auch teilt.
Sie labern mich mit Sprüchen zu,
hab´ kein Problem, lasst mich in Ruh´.
Will den niemand mir was leih´n ?
Ich bin so sauer, könnte schrei´n.
Wie komme ich jetzt schnell an Geld,
die Ware ist doch schon bestellt ?
Hab´ kein Kredit, zu viele Schulden,
lange wird man dies nicht dulden...
Geb´t mir Stoff, es tut so weh !!
Da ich vor Schmerzen schier vergeh,
mach´ ich auch bald schon den Entzug...
Ist Euch das denn nicht genug ?
Bin schon am Betteln und am stehlen,
will mich nicht mehr länger quälen...
Für Geld mach´ ich Euch was Ihr wollt,
will doch nur schnell an mein Gold.
Wenn Du erst am Boden bist,
ist das Leben leer und trist,
irgendwann ist endlich Schluss,
dann setz´ ich mir den gold´nen Schuss.
geschrieben von: Evillight
Der Misantroph 10.08.2004
Wahrlich ja, von Zeit zu Zeit
erschreckt mich Deine Hässlichkeit,
die Du in Deinem Herzen trägst
und auch mit Deinem Umgang pflegst.
Manchmal widerst Du mich an,
so dass ich kaum begreifen kann,
was die Menschen an Dir finden
die sich in Freundschaft an Dich binden.
Du Misantroph in Reinkultur,
Du bist so ignorant und stur,
verwirrt scheint mir nur Dein Verstand
und so verdreht wie´n Möbiusband.
Du wirst sofort agressiv,
geht im Leben mal was schief,
bist dann zu jedem so gemein,
und wirst wohl bald sehr einsam sein.
Nur weil Du Dich oft selber hasst
und Dir Dein Leben dann nicht passt
verbreitest Du hier Leid und Angst
bekommst so nie, was Du verlangst.
Du siehst nicht, wie die Sonne scheint,
Du magst sogar, wenn jemand weint.
Was soll man denn nur mit Dir machen,
kannst ja nicht mal richtig lachen ?
Ich schreie es Dir in´s Gesicht:
"Nein, ich mag Dich einfach nicht,
ich kann und will Dich nicht versteh´n"
doch muss ich Dich im Spiegel seh´n.
geschrieben von: Evillight
Das Bild 15.08.2004
Ich habe nur Dein Bild gesehn´
und konnte es nicht recht verstehn´,
dass es wirklich sowas gibt,
ich kenn´ Dich nicht, bin doch verliebt.
Es ist so lieblich Dein Gesicht,
nur ein Lächeln fand ich nicht.
Dein Blick war leer und angewandt,
hab ihn so oft bei mir erkannt.
Verstehst Du mich und wo bist Du ?
Ein Schweigen nur, doch ich hör´ zu,
ergebe mich der Illusion,
Du bist so fern, was bleibt mir schon...
Ich kann Dich nicht beim Namen nennen,
denn lernen wir uns einmal kennen,
wirst Du mich bald nicht mehr betrachten,
bestimmt verschmähn oder verachten.
Ich will die Wahrheit nicht ertragen,
werd´ den ersten Schritt nicht wagen,
um einen Kontakt zu suchen
und im Stillen mich verfluchen.
Ich hoffe, Du kannst mir verzeihn´,
wir werden nie beisammen sein.
Meine Sehnsucht ist gestillt,
allein mit Deinem Ebenbild.
geschrieben von: Evillight
Die utimative Botschaft 31.08.2004
Sinn ist sinnlos, sinnentleert,
Verachtung achtet Achtsamkeit.
Der Reichtum ist doch garnichts wert,
so trauert auch die Heiterkeit.
Süßlich schmeckt das Lebensgift
der Wahnsinn wird nicht mehr beachtet,
wenn er Dich im Kerne trifft
und Dir nach Deinem Wesen trachtet.
Das Neue ist dort routiniert,
wo Dunkelheit die Augen blendet
und dann einfach nichts passiert
bis das die ganze Zukunft endet.
Kommt das Ende dann nach vorn,
weil es sich am Anfang misst,
ist es am Start doch bald verlor´n,
weil es ja das Ende ist.
Die Ewigkeit ist ein Moment,
Unendlichkeit ist noch zu nah,
Gemeinsamkeit ist das was trennt
und nur die Lügen sind noch wahr.
Wer dieses Werk jetzt noch versteht,
der tut mir irgendwie schon leid.
Du scheinst dann etwas durchgedreht,
so nimm zur Therapie Dir Zeit.
Bis zu ´nem gewissen Grad,
ist man grenzenlos beschränkt,
das schreibt Dir hier der Literat,
der den Blick nach oben senkt.
geschrieben von: Evillight
Worte 17.10.2004
Höre nicht, was ich Dir sag´,
da ist so viel, dass Dir nicht passt.
Doch es ist wahr, dass ich Dich mag,
ich sterb´ in Dir, wenn Du mich hasst.
Ich weiss kaum noch, was uns geschah,
dass Du nicht mehr mit Augen siehst,
die seh´n, was immer mit uns war
und fortan meine Nähe fliehst.
Will mit Dir reden, kann es nicht,
da ist kein Wort, dass ungebraucht,
will, dass diese Mauer bricht
und dass des Zornes Glut verraucht.
Ich war so mies, Du hast geweint,
doch kann ich nur ich selber sein,
ein böser Schalk, der Gutes meint,
Dein Sternenlicht und Sonnenschein.
Du quälst mich, wenn Du nunmehr schweigst.
Warum bist Du so gemein ?
Wo Du solche Kälte zeigst,
friert Deine Seele nicht allein !
Ich liebe Deiner Augen Glanz,
versüßt er doch die Einsamkeit.
Wo haben Worte Relevanz,
wenn nur ein Blick das Herz befreit.
In uns´ rer Welt der sanften Lügen
reich ich ein Kelch, der nie zerbricht.
Wir leeren ihn in vollen Zügen,
drum hör´ auf meine Worte nicht.
geschrieben von: Evillight
Der Workshop / Coach II 02.11.2004
Es lebe unser Teamevent !
Um den Teamgeist zu beschwören
muss es wohl dazugehören,
zumal man die Kollegen kennt.
Glaubt nicht, dass ich auf´s Team vertrau.
Was konstruiert und zweckvereint
bindet schließlich Freund und Feind !
Ihr seit es nicht, auf die ich bau´.
Wozu dient das Seminar ?
Was ist so neu, so relevant,
hilfreich und noch unbekannt ?
So richtig ist mir das nicht klar.
Der Pessimist ´sei schon verloren´.
Egal was Dir das Leben bringt,
zu meistern es nur dann gelingt,
folgst Du den ´Erfolgsfaktoren´.
Sei kreativ und kompetent,
dann wirst Du bald die Führungskraft,
die im Grunde alles schafft
und Gutes leicht vom Schlechten trennt.
Ich höre einfach nicht mehr zu,
hab´ genug von dem Geschwafel.
Schreibt Eure Thesen an die Tafel,
doch lasst mit Fragen mich in ruh´.
Ein Alptraum folgt, ich könnte schrein´.
Die Gruppe sei nun „nicht mehr frisch...“
drum fliegen Bälle über´n Tisch,
so peinlich könn´ nur Workshops sein.
Sie liegen sich jetzt in den Armen,
und jeder schreit nun „JA, ICH WILL“.
Ich mach´ nicht mit und bleibe still
und falle so schnell aus dem Rahmen.
Jetzt geht es in die letzte Runde.
Wenn man die Folien kurz vergleicht,
sieht man auch schnell, was heut´ „erreicht“,
doch reden wir noch eine Stunde.
Es ist vorbei, oh Gott sei Dank.
Die Botschaft aus dem Seminar
ist mir immer noch nicht klar.
Beim nächsten mal meld´ ich mich krank.
geschrieben von: Evillight
Das Virus 13.12.2004
Du hast mich noch nicht erkannt,
weisst nicht, wer sich Dir zugewandt.
Kannst mich nicht sehen, jedoch begreife,
dass ich langsam in Dir reife.
Persönlich ist es nicht gemeint,
nur was ich bin, macht mich zum Feind.
Ich habe mich hierher verirrt
und nehme Dich nun als mein Wirt.
Schon bald gehörst Du mir allein.
Noch unentdeckt nehm´ ich Dich ein
und folge meiner Lebensweise,
wenn ich Dich nach und nach verspeise.
Ich tränke mich mit Deinem Blut,
da ist viel Raum für meine Brut,
die sich hier so schön vermehrt
in jedem neuen Virenherd.
Mit der ganzen Medizin,
kannst Du mir jetzt nicht mehr entflieh´n.
Alles, was auf mich gehetzt,
hat meistens nur Dich selbst verletzt.
Du weisst, Du hast das Spiel verloren,
siehst, was in Dir neu geboren
und spürst, was Dir hier letztlich droht,
ich bleib´ Dir treu bis hin zum Tod.
Bei Deinem letzten Atemstoß
lass´ auch ich dann von Dir los.
Ich bin das Virus und so klein,
jedoch die ganze Welt ist mein !!!
geschrieben von: Evillight
Gaynominator 15.12.2004
Da Du keine Freundin hast,
habt Ihr einen Pakt verfasst.
Kannst Du kein Mädel an Dich binden,
sollst Du Dein Glück bei Männern finden.
Aus Spaß hat man Dich nominiert,
doch plötzlich ist es dann passiert...
Nicht nur die Wette war verloren,
Du hast den Frauen abgeschworen ?!
Zu Knaben suchst Du nun Kontakt.
Wie schön ist doch ein Männerakt
und nichts hat Dich so sehr erregt,
wie dass ein Freund sich zu Dir legt.
Du fühlst Dich wohl, so feminin
und wie unendlich liebst Du Ihn,
wenn er die Arme um Dich schlingt
und dann lustvoll in Dich dringt.
Say it clear, Say it loud,
"I´m gay and I´m proud !"
Das Ganze hatte einen Sinn:
Dein Verlust war Dein Gewinn !!!
geschrieben von: Evillight
Das Landvolk 11.01.2005
Ein Bauer liegt auf seinem Feld,
die Landwirtschaft ist seine Welt.
Seine Liebe gilt dem Vieh.
Es lebe hoch die Sodomie...
Der Bäuerin ist es so recht.
Sie treibt es eh´ nur mit dem Knecht.
Und wenn er mal zu streiken wagt,
dann kuschelt sie halt mit der Magd...
Das Eheleben wird erst schön,
kann man sich aus dem Wege geh´n.
Doch wahrt man stets den braven Schein,
zu täuschen kann so einfach sein !
So wird es im Verborg´nem bleiben,
was des nachts die Bauern treiben,
wohin sie ihre Samen säen,
bis morgens dann die Hähne krähen.
geschrieben von: Evillight
Fett 08.02.2005
Auf eines bist Du ganz versessen,
täglich gut und viel zu essen
und man sah es wirklich kommen,
Du hast entsetzlich zugenommen.
Als ich mich zuletzt beschwerte,
erklärtest Du, "die inn´ren Werte"
seien das, was wirklich zähle,
wofür mir das Verständnis fehle"
Die Bezeichnung "Rubensfrau"
trifft es leider nicht genau.
Wo sind denn all die Proportionen
die einer Betrachtung lohnen ?
Ich kann es wirklich nicht verstehn´,
warum lässt Du Dich so geh´n ?
Statt ständig hier nur rumzuhocken,
geh doch ab und zu mal joggen.
Warst doch früher so addrett,
passt heute grad´ ins Doppelbett.
Jedes Mal packt mich beim Sex
ein klaustrophobischer Komplex.
Für eines ist es nie zu spät.
Ich setze Dich jetzt auf Diät.
Auf das Du fortan Körner frisst,
bis dass Du wieder zierlich bist.
geschrieben von: Evillight
Liebe ist nur eine schlafende Hölle in Dir ...
Kalt 11.02.2005
Deine Hoffnung ist verloren,
wünschst, Du wärest nie geboren
und zu Deinem Hass gesellt
sich die Verachtung dieser Welt.
Weil Du innerlich verbrennst,
und jeden Tag auf´s neu erkennst,
dass die Sonne nicht mehr lacht,
versinkst Du in der Seelennacht.
Im Dunkeln findest Du kein Halt.
Das Herz erfriert und Dir wird kalt
während sich die Augen schließen
aus denen nie mehr Tränen fließen.
Schlafe wohl oh armes Wesen,
konntest einfach nicht genesen,
nicht sehen, was das Leben bot
so finde Frieden nun im Tod.
geschrieben von: Evillight
Vorbei 25.07.2005
Zur falschen Zeit am falschen Ort,
die falsche Tat, ein falsches Wort...
Die Summe, wo Du je´ geirrt,
bestimmt nun, wie Dein Leben wird.
Egal was redlich und was wahr,
das Leben ist recht sonderbar.
Einen Anlauf hast Du nur,
ohne die Chance zur Korrektur...
Ist Dein Wollen nun verfehlt,
bleibt nur Erinnerung die quält,
umgibt Dich, wie ein Hauch im Wind,
wo Würfel längst gefallen sind.
Gedanken bilden stummes Klagen,
Du geißelst Dich im Selbstversagen.
Dämonen die Dein Herz verbrennen,
kannst Du als Wut und Neid erkennen..
Die Nacht jedoch bleibt tränenreich,
sie ist so vielen schon so gleich
und von der Sehnsucht überwacht,
wo sich die Herzensglut entfacht.
Ein letzter Traum sei Dir vertraut:
"Du stirbst, bevor der Morgen graut,
Dein altes Selbst ist je verloren
und wirst zum Tag doch neu geboren !"
geschrieben von: Evillight
Ein Korn Wahrheit 01.08.2005
Verschönst mir schon so manchen Tag,
oh edle reine Himmelsgabe.
Und mein Verlangen ist so stark,
es ist so schön, dass ich Dich habe !
Ich denke ständig nur an Dich,
die Stunden kommen, wie sie gehen.
Die Einsamkeit ist nichts für mich,
so muss ich Dich bald wiedersehen.
Deinen Kelch trag ich verborgen.
Ein Kuss besänftigt meine Gier
und lindert meine Alltagssorgen,
in den ich mich doch sonst verlier.
Du kommst gerne zu Besuch
und bist in Maßen gut zu leiden,
doch in der Dosis liegt ein Fluch,
den die Menschen gerne meiden.
Längst hab ich schon festgestellt,
Du gibst dem Leben keinen Sinn,
nur einen Schleier für die Welt,
gibt man sich Deiner Liebe hin.
Deine Sorge in Prozent
bringt nur Wärme in Promille
und wer den Abgrund nicht erkennt
sinkt hinab in aller Stille.
Zu oft rief ich Dich Flaschengeist,
aus dem Reich der Suchtdämonen.
und Da Du mich fest an Dich reisst,
muss ich in Deiner Flasche wohnen.
geschrieben von: Evillight
Ich will 22.08.2005
Noch fliehst Du die intime Nähe,
sie sei nur "recht" im Bund der Ehe
und jedes Ding hat seine Zeit...
So übe ich Enthaltsamkeit.
Du fragtest: "Willst Du mit mir geh´n ?"
Das war wohl wörtlich zu versteh´n...
Ich hätte Dich so gern geliebt,
mit allem, was es Schönes gibt.
Die Bigamie bleibt nie zu zweit,
swingt gerne in Geselligkeit,
die oft in Lack und Leder ist,
so freut sich auch der Fetischist.
Viele nehmen´s nicht genau
und geben sich als Mann wie Frau.
Freut man sich auf den After nun,
kann man´s von vorn und hinten tun !
Sadisten toben in den Betten,
an die sich Masochisten ketten.
Wer sich hier als Sklaven bot,
hat Spaß daran und ist devot.
Auf Lande liebt man Hof und Vieh,
den stillen Hort der Sodomie.
Es ist so schmutzig und verkommen,
wird man von einem Tier genommen...
Ich bin schon etwas deprimiert,
weil alles ohne mich passiert.
Hab doch nur Dich und meine Treue...
Wie ich mich auf die Ehe freue !
Die Welt ist voll meiner Visionen,
die einer Entdeckung lohnen
und jedes Ding braucht seine Zeit.
Sag nur "ICH WILL" und sei bereit !!
geschrieben von: Evillight
Der Besuch 19.09.2005
´Betreten verboten !´
So sei es geboten,
doch bin ich so frei
und gehe vorbei...
Sieh doch nur ein kleiner Zaun,
schafft hier im Grunde kaum Vertrau´n.
Ich gebe Euch den guten Rat,
zurück hält meist nur Stacheldraht.
Eine kleine echte Plage
scheint mir die Alarmanlage.
Weil sie ohne Strom nicht geht,
hab ich den kurz abgedreht.
Die Haustür habt Ihr gut verschlossen,
denke ich schon halb verdrossen.
Mit dem Hebel der Gewalt,
öffnet sich ein Fenster bald.
Ich besuch Euch wirklich gerne,
treibt Ihr Euch rum in weiter Ferne.
Das hab´ ich stets an Euch geliebt,
denn seelig ist mir der, der ´gibt´.
geschrieben von: Evillight
Der Kamerad- ein Soldatenschicksal 19.12.2005
Ich kenne Dich schon lange Zeit
und nahm Dich früh schon an die Hand.
Die Welt war uns so unbekannt,
zu allem waren wir bereit…
Du standest immer Deinen Mann,
im Feuer gegen jeden Feind,
mit dem im Kampfe wir vereint,
wo man doch nie verlieren kann.
Was zum Siege Dich beglückt,
schriest Du oft in diese Welt,
die fremde Enge die gefällt
und die umschlingend so bedrückt.
Mein lieber treuer Kamerad,
die Fahnen weh´n, der Sturm bricht los,
die Schlacht beginnt… Wo bleibst Du bloß ?
Oh SCHANDE Deinem Hochverrat !!!
Ist das Ziel Dir nicht mehr klar ?
Nach Deinem Können fragt ein Kuss,
der bald erwidert werden muss,
doch schwach und kraftlos liegst Du da.
Ich will Dich fördern und massieren,
doch keine Spur der alten Härte,
die uns so manchen Rausch bescherte…
Wie kannst Du uns nur so blamieren ?
Werd´ mir nur nicht invalid !
Erhole Dich im Lazarett.
Das Schlachtfeld ruft Dich aus dem Bett,
ich brauche Dich in Reih und Glied !
geschrieben von: Evillight
Attentat 31.01.2006
Von der Dunkelheit bedeckt
liegt ein Wesen gut versteckt,
geduldig, ruhig, mit frischem Mut,
zu stillen seiner Gier nach Blut.
Ehre, Recht und Tapferkeit
sind nur noch Vergangenheit.
So bringt der Schwächeren Gewalt,
die Feigheit aus dem Hinterhalt.
Ein Fadenkreuz durchstreift die Nacht.
Es forscht und prüft sehr wohlbedacht
nach seinem Opfer eigner Wahl
für den gelenkten Feuerstrahl.
Ihm den Kelch des Todes reichen
und es aus allem Wissen streichen,
Vernichten, wo sein Name steht
sei es hier, worum es geht.
Das Opfer naht, schnell ist's fixiert
in aller Ruhe anvisiert
und ein gelöstes Projektil
bringt seinen letzten Gruß ans Ziel.
...
So soll es sein, ich sei erlöst...
Wo heut mir Angst noch eingeflösst
werde ich schon bald immun
und eines Tages werd ich's tun !
geschrieben von: Evillight
Gotteskrieger 18.04.2006
Wohin gehst Du, 'gottes Sohn'?
Dein armes Herz voll Wehmut lacht,
es hat zur Gabe sich gemacht,
zu finden aller Allmacht Lohn.
Das Böse hat sich neu 'verschworen',
ist dem Feinde Schild und Schwert,
wo er den falschen Glauben lehrt
und viele sind bereits 'verloren'.
Du hast es lange angesehn,
wie sie schon an allen Fronten,
Sieg um Sieg erringen konnten...
Wer kann dem Teufel widerstehn ?
Die letzte Botschaft weist den Sieg.
Im Land, dass Dir Dein Gott gegeben,
mag niemand Fremdes überleben,
das fordert nun der heil'ge Krieg !
Die Bombe riss den Markt entzwei
und dies ist nun der Orient,
wie ihn die Geschichte kennt,
statt Lachen gellt ein Todesschrei.
Die Seele, die sich selbst ergab,
nutzt die Menschen sich als Waffen
und will so gottes Werke schaffen ?
Es ist so sinnlos, wie sie starb !
Sein Sehnen wurde niemals wahr.
Als er den rechten Pfad verließ,
verschloss sich ihm das Paradies,
Ihm sei die Hölle, inch Allah...
geschrieben von: Evillight
Gratulation 12.05.2006
Auf dem Tisch liegt eine Karte
"Viel Glück in Ihrem weit'ren Leben
natürlich der Erfolg im Streben
und alles sonst, was man erwarte!!"
Denn wieder ist ein großer Tag,
wo viele Menschen gratulieren,
die sonst kein Wort an mich verlieren
und die man eigentlich nicht mag...
Es ist die alte öde Leier,
die Fragen gleich dem Ritual
nach meinen Jahren in der Zahl
und ob ich auch gehörig feier ?!
Ein kurzer Dank und "Man wird sehn..."
Bevor das Schweigen peinlich wird,
sind sie dann wieder abgeschwirrt
und lassen einen einfach stehn.
Was sinnfrei hier kommuniziert,
ist nur der Uso im Betrieb,
denn keiner hat mich wirklich lieb,
oder ist gar int'ressiert...
Als Diplomat, Kosmopolit
ist man doch gerne dort korrekt,
wo sonst kein Deut dahintersteckt,
denn alles zählt, was man nur sieht!
Ich find dies reichlich sonderbar
und danke allen Gratulanten,
die mich noch nie im Wesen kannten.
Man sieht sich dann im nächsten Jahr!
geschrieben von: Evillight
Briefe 10.07.2006
Hab gestern Dir ein Brief geschrieben
und hab ihn auch gleich abgeschickt.
Ich schrieb, ich würd Dich innig lieben,
drum hätt ich Dich auch gern ~ gefragt,
ob Dir mein Werben auch behagt !
Zu schön wär es, Dich bald zu sehn,
am Treffpunkt bei der Bahnhofsrampe,
doch lässt Du mich im Regen stehn.
So denk ich, ach Du arme kleine ~ Maid,
hast wohl auch heute keine Zeit !?
Tausendmal ruf ich Dich an.
Wo magst Du denn schon wieder stecken ?
Gehst ans Telefon nicht ran
und sollst von mir aus auch ~ nicht kommen.
Dies Recht sei Dir stets unbenommen !
Das Ganze ist mir echt zu dumm.
Wir könnten zwar darüber sprechen,
doch ist die Liebeszeit wohl um,
so dass nur bleibt mich hier zu ~ hüten,
in Wehmut vor mich hinzubrüten.
Morgen ist ein neuer Tag,
an dem ich wieder Briefe schreibe.
Und wenn mich wieder keine mag,
tu ich mir dann etwas ~ zur Labe,
Wie schön, dass ich zwei Hände habe!
geschrieben von: Evillight
Stille 18.05.2006
Ich bin Dir nah.
So wunderbar
ist sich verbinden,
Liebe finden.
Gegen Leid
der Einsamkeit,
brauch' ich Dich.
So liebe mich!
Oh, sprich mit mir!
Ich wart' doch hier,
in Dunkelheit
der stillen Zeit.
Die Nacht zu seh'n
heißt zu versteh'n,
dass das was brennt
auch Kälte kennt.
Kein Licht erbricht.
Du hörst mich nicht,
gleich dem Gebot
zur Liebe Tod.
Herz aus Stein,
so soll es sein.
Es bleibt auf Dauer,
nur noch die Trauer.
Die Grabesinschrift
Dich betrifft:
"Was ich gesucht
sei Dir verflucht!"
geschrieben von: Evillight
Der Teppich 11.07.2006
Ich will mir aus so vielen Leben
nun einen schönen Teppich weben.
Aus Leben, dass ich nun mal bin,
dem Sein von mir nach Deinem Sinn,
dem Schein, der nur nach außen dringt,
dem Plan, den mir die Zukunft bringt,
dem Schatten der Vergangenheit,
dem Nichts in der Verlorenheit
und er wird wirklich gut gewebt,
denn alles habe ich gelebt!
Ein Kunstwerk ist's aus schwarzem Samt,
mit jeder Faser schon verdammt,
verstrickt in alter Flüche Bann,
dass man ihn kaum erschaffen kann...
Doch wer den Lebensteppich knüpft,
wacht das kein Faden je entschlüpft
und ist er fertig einst erstellt,
so führt er mich aus dieser Welt.
geschrieben von: Evillight
Letzte Feste 08.08.2006
Sie lebt in der Erinnerung.
So vieles hatte seine Zeit
in dunkelster Vergangenheit
als sie noch glücklich war und jung!
Um tristen Dasein zu entfliehn,
lässt sie von allen Sorgen los
und mit dem Album fest im Schoß
sitzt Hilde abends am Kamin.
Im Zwielicht ruft der Feuerschein
dann längst verlorene Gespenster
zum Leben in die Bilderfenster
zu einem Tanz mit ihr allein.
Ein Feiern, wie sie nie vergaß
zum ach wievielten Hochzeitsfest
und als man hoch sie leben lässt,
dankt und trinkt sie noch ein Glas.
Wie schön, dass man beisammen ist.
Zu Dingen, die schon lange quälen
gibt's doch so vieles zu erzählen,
bis man das Leid der Welt vergisst.
Der Reigen in die Morgenstunden,
mit Eltern, Kindern und Verwandten,
nebst all den Freunden, die sie kannten,
ist dann mit Hildes Schlaf entschwunden.
Zum neuen Tag hat sie geweint.
Das Schicksal ihr ein Leben gab,
indem das was sie liebte starb,
in Bildern bleibt sie stets vereint.
geschrieben von: Evillight
Notfallmedizin 11.09.06
Wer hat mich nur so schön verziert,
ich liege hier frisch bandagiert!?
Aus meinem Mund und meinem Bauch
ragt so mancher weißer Schlauch,
der doch früher noch nicht da...
Ich find das alles sonderbar !!!
Ich weiß nur, dass es kurz geknallt
und mit heft'ger Sturzgewalt
bin ich auch kräftig aufgeprallt
auf des straßenwegs Asphalt.
Ja, so bin ich hier gestrandet,
und im Krankenbett gelandet.
Ich war gesund und etwas später
nur noch ein Fraß für Sanitäter.
Ich kann dem allen nicht entfliehn,
dies ist die Notfallmedizin !!!
Der Buchhalter 20.09.06
Die Buchhaltung, das ist mein Leben!
Es kann wohl kaum was Schönres geben,
wenn alles sauber aufgeschrieben.
Man sagt, dass mich die Zahlen lieben!?
So sitze ich hier vor Tabellen
die keine Frage je erhellen,
denn bei all den vielen Daten,
kann man die Botschaft nur erraten.
Doch ich bin lang auf SIE getrimmt,
und sorge, dass es passt und stimmt.
Der allerhöchste Arbeitslohn
ist mir ein Lob der Revision.
Ich bin der Letzte, der hier lacht,
denn Wissen ist bekanntlich Macht.
und bald schon habt auch Ihr erkannt,
ich hab Euch ALLE in der Hand !!!
geschrieben von: Evillight
Der Physik- Student 22.09.06
Ab heute seht Ihr mich gestresster,
es startet mein Physiksemester!
Früh schon hör ich voller Panik
was von thermischer Dynamik
und was nun echt kein Mensch versteht,
ist diese Kompressib'lität.
Niemals war ich in'tressiert,
was Fourier analysiert,
und wie ich mich auch noch gequält
war mein Abbild stets verfehlt!
Wozu in aller Konsequenz
braucht man im Plasma 'ne Frequenz ?
Strahlt da auch ein Höhenstrahl,
ist mir das sowas von egal...!
Nur elektronische Striktion
verstehe ich im Anfang schon,
doch Mößbauer mitsamt Effekt
blieben besser unentdeckt.
Ich versteh Physik wohl nie,
und wechsel besser zur Chemie!
Die Chemiker-Kantine 26.09.06
Seit früh am Morgen um halb sechs,
hatt ich 'nen Chelat- Komplex.
Hab dann bis etwa viertel sieben
der Synthese vorgeschrieben,
was man als Ergebnis findet
wo man sich mit Arsen verbindet.
Ich ging zu Tisch, an der Garderobe
ließ ich meine Beilsteinprobe
zu ihrem Schutz, es wär zu dumm,
zerfällt sie im Eutektikum!
Der Vorsicht hat es das bedurft,
weil die Titation rumkurvt
Im Essen hab ich dann entdeckt,
manch Lösungsmittel sein Effekt.
Das Säure-Base-Gleichgewicht
sieht man sonst in Speisen nicht!
Die Suppe ist des Kochs Erfindung,
mit Elektronen nun in Bindung.
Schließlich sah ich staunend nur,
das Highlight dieser Rezeptur!
Ethyl-Methyl-...
wär schon zu viel,
Imidazolium-...
hängt da weiter auch noch rum
und Trifluormethansulfonat
bringt es dann ganz zur Gegenwart...
Ich verzog hier keine Miene
und mich nur schnell aus der Kantine,
so sitze ich nun wie zuvor
nur hungrig im Chemielabor.
geschrieben von: Evillight
Die Bibliothek 09.10.2006
Die Werke vieler Literaten,
sind oftmals exzellent geraten.
Nur mag man selten Zeit verlieren,
sie auch in Gänze zu studieren!
Doch führt mich täglich auch ein Weg,
hinein in meine Bibliothek.
Dort findet sich so manche Kost
zusammen mit der Tagespost.
Im Leben fast ein ganzes Jahr,
verbringe ich in Muße da.
Ich glaube schon, ja jede Wette,
heut liest man meistens auf Toilette!
Und nehme ich dort gleich ein Bad,
so freut sich auch ein Literat,
da zwar sein Buch hierher verbannt,
doch dieses nun Beachtung fand!
Jedes Ding hat seine Zeit
und einen Ort zudem bereit.
Ich habe meinen Weg gefunden,
die Welt der Lyrik zu erkunden!
geschrieben von: Evillight
Ohne Worte 12.10.2006
In ruhevoller Einsamkeit
finde ich in vielen Fragen
die ich stets mit mir getragen
für eine Klärung meine Zeit.
Ich grübel ständig hin und her,
doch bei dem Wissen, dass ich horte,
fehlen mir noch immer Worte,
es ist verzwickt und ach so schwer...
Verquerter Weisheit sei der Dank,
dass man doch schließlich langsam ahnt,
wie alles ineinander zahnt
zum weiteren Zusammenhang.
Die Emsigkeit birgt in sich Klarheit.
Nach und nach, wird es schon Glücken,
es füllen sich die letzten Lücken,
zu jeder Antwort voller Wahrheit!
Ein letztes Wort noch und das war's.
Senkrecht, wie auch waagerecht,
war ich wieder gar nicht schlecht.
Das Kreuzworträtseln macht viel Spaß!
geschrieben von: Evillight
Ein nettes Geburtstagsgedicht
Liebes Fräulein ......... 14.12.2006
Es sind nun über 30 Jahre,
man fühlt sich jung und gottbewahre,
dass man zu genau es nimmt,
wo man sich noch als Mädel trimmt.
So frisch wie früher längst nicht mehr
fällt das Treppensteigen zwar schon schwer,
doch wie konnten Kinder wagen
und Dich 'Könn' wir helfen?' fragen !?
NEIN, Du bist noch nicht soweit,
dass man nach 'nem Pfleger schreit.
Da ist noch lange kaum ein Platz
für Krückenstuhl und Zahnersatz!
"Früher war schon alles besser!"
sagt der inn're Zeitbemesser
und eh man es sich recht besieht,
summst Du gleich ein Kinderlied.
Bald schon kommen auch die Gäste,
zum wieder neuen Wiegenfeste,
weil sie doch immer Dich besuchen,
gibt es mal Kaffee, Tee und Kuchen.
Du merkst, an manchen eignem Kind,
dass viele doch schon Eltern sind
und mancher, der die Party ziert
ist im Fell recht graumeliert.
Sie behaupten alle fest und steif,
Du seist nicht alt, nur reichlich reif !
Doch da man 'reife' Hirne kennt,
vergißt Du bald dies 'Kompliment'.
Die Feier läuft bis kurz nach zehn,
es ist 'schon spät', sie müssen gehn
und wieder läuft ein neues Jahr
wo alles glänzt, was früher war...
So läuft das Leben seine Bahnen
und mit der Zeit kannst Du erahnen,
einst rostet nunmal jedes Eisen...
Willkommen bei den Tattergreisen!!!
geschrieben von: Evillight
Weihnachten 2006 – zwei verworfene Gedichte
Vom Walde draußen… 02.01.2007
Durch den Wald, durch Schnee und Wind
stampft dahin das Weihnachtskind.
Mit Gaben voll und froher Kunde,
zieht es nun wieder seine Runde.
"Stille Nacht, heilige Nacht,
Tür und Hof jetzt aufgemacht !"
Da steht es umleuchtet mit goldenem Haar
und strahlt uns an: "ICH BIN WIEDER DA !!!"
Obwohl wir schon fröhlich beisammen sind,
erwartet hier keiner das Christenkind
und dennoch haben wir dies Glück,
es kommt tatsächlich noch zurück ?!
Wir dankten ihm für all die Gaben,
die wir ja sooo gerne haben,
bevor wir es ganz ungehindert
wie jedes Jahr dann ausgeplündert.
Mit seinem hellen Heil'genschein
und seiner Botschaft ganz allein,
zieht es fort mit letzter Kraft,
dahin zu uns'rer Nachbarschaft.
"Draußen vom Walde komme ich her
ich bringe Euch Freunde und hab' sonst nichts mehr!"
Ein Jubel erklingt und die Menschen sind froh,
sie kennen das Christkind ja immer nur so!
So feiern wir glücklich das Weihnachtsfest,
im Walde, wo man uns hausen lässt
und wo man sich schöne Geschenke erbeutet,
sobald 'unser Gast' an der Türe läutet.
Oh Tannenbaum 29.12.2006
Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum!
Da stehst Du nun als Lichtertraum,
wo alles leuchtet, Funken sprüh’n
und Kugeln sanft in sich verglüh’n.
Wir schmückten Dich so sehr von Herzen,
mit all den schönen Weihnachtskerzen
und als das Christkind ward verkündet,
wurden alle dann entzündet.
Doch was geschaffen voller Stolz,
besteht nun mal aus trocknem Holz.
So sahen wir bald wie gebannt,
was letztlich alles abgebrannt.
Verkohlt steht da in seinem Rauch,
der "immergrüne" Weihnachtsbrauch.
Er wurd' gelöscht in aller Eile
und tröpfelt daher noch 'ne Weile.
Im Aschenrest vom Tannenbaum
ist für Geschenke nun viel Raum.
So sorgt Euch nicht, es ist Advent,
wo immer auch ein 'Lichtlein brennt' !!!
geschrieben von: Evillight
Für die moderne Frau :-)
Der lieben Mutti zum Muttertag 13.05.2007
Der bunte frische Blumenstrauß
fiel heute morgen leider aus !?
So musst Du ihn schnell selber pflücken,
soll noch der Tag in Gänze glücken!
Zu Deinem schönsten Feiertage,
gibt es ein Fest, gar keine Frage.
So machst Du Dir seit früh'stem Morgen,
schon übers Essen Deine Sorgen.
Der allerliebste eig'ne Herd
ist schließlich auch des Goldes wert!
Man sieht, was alles in Dir steckt,
hast Du nur tüchtig aufgedeckt.
Der Lohn dabei ist es zumeist,
wenn alle Speisen aufgespeist,
wenn alle Teller wieder leer,
bis auf den Kuchen zum Dessert.
Ja, wir waren gut am naschen,
es blieb Dir nur noch abzuwaschen
und niemals hast Du Dich beschwert,
weil man Dein Können sooo geehrt !
Kochen, Waschen, Kleider bügeln,
Shoppen, putzen, Kinder prügeln...
Alles gleicht sich, Jahr für Jahr
wozu sind schließlich Mütter da ?
So feierst Du heut Deine Rolle,
auf dass sie niemals enden solle,
denn eines weisst Du ganz allein,
das Höchste ist doch 'MAMI' sein !!!
geschrieben von: Evillight
Die Einsicht 17.10.2007
"Ich weiß, es ist wohl meine Schuld!
Ich danke Euch, für die Geduld
und all den vielen guten Rat
und auch so manche Hilfetat…"
"Ich weiß, Ihr habt auch sicher Recht
und was ich tat, war einfach schlecht,
und so wenig rational,
sowie erheblich unsozial…"
"Ich werde künftig höflich fragen,
ob meine Schritte auch behagen,
denn was mich dies nun endlich lehrt,
ist was man macht, ist meist verkehrt…"
"Ich hätte letztlich auch beizeiten
besser aufgehört zu streiten,
weil man mich ja danach bemisst,
was nunmehr Eure Weisung ist..."
Ich weiß, Ihr wollt es von mir hören,
so werd ich es auch gerne schwören!
Hoffentlich macht dies auch Sinn,
da ich gern unbelehrbar bin !!!
geschrieben von: Evillight
Manchmal 08.01.2008
Manchmal ist die Sonne kalt,
manchmal jede Stimme leer...
Manchmal ist das Leben alt,
beschwerlich, trist, unendlich schwer.
Manchmal scheinen Augen blind,
die äußerlich so fest verschlossen,
für alle die Dir Freunde sind
und die Du in Dein Herz geschlossen.
Wenn manchmal einfach nichts mehr zählt,
was sonst des Lebens Wärme ist,
merkt nur noch jener, dass was fehlt,
der Dein Leuchten noch vermisst.
Oh kann doch manchmal niemals sein,
ein selten oder nur vielleicht.
Ich ließe keinen mehr allein,
der nicht von meiner Seite weicht.
Es ist dies Manchmal, das ich bin,
das existiert und mal entschwindet
in aller Leere ohne jeden Sinn
bis man es schließlich wiederfindet.
geschrieben von: Evillight
Ein Mensch 06.02.2007
Ein Mensch ist in dem Glauben frei,
das was er tut, doch wichtig sei
und merkt, wie er im Leben steht,
dass ohne ihn es auch noch geht.
Ein Mensch meint dennoch, was er spricht,
hat jedenfalls sehr viel Gewicht!
Doch was er sagt oder beschwört,
wird nie von irgendwem erhört.
Ein Mensch will gern sein Schicksal leiten
und fast den Schluss sehr früh bei Zeiten,
dass Pläne aus den jungen Jahren
wohl allesamt nur Träume waren.
Ein Mensch mag nicht mehr eifrig sein,
blieb er im Planen stets allein.
Es bleibt für ihn nur eine Lehre,
dass ohne ihn nichts anders wäre…
Ein Mensch lebt friedlich vor sich hin,
bekümmert nicht durch Ziel und Sinn.
Im Alter macht er sich's bequem,
die Welt ist nicht mehr sein Problem!