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Die gezwungene Verschwendung unserer Zeit

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: GPD

Intensiv habe ich mir über dieses Thema Gedanken gemacht und bin zum Schluss gekommen, das ich dieses Verhalten sehr traurig und unlogisch finde.

Wie viele Menschen, gerade in den „zivilisierten“ modernen Metropolen, gehen täglich Ihren vorgeschriebenen Tagesablauf nach? Alles unter der Aussage, das es „normal“ ist und eben so ist.
Auf gewisser weise verschwenden Sie ihre kostbare Lebenszeit, mit dem „vorgegaukelten“ Ziel, erfüllt zu Leben. Doch ist dieses DIN-Norm Leben wirklich erfüllend?

Ich sage ganz klar Nein!
Begründung: Unser bestehendes Gesellschaftssystem, was unter dem Deckname „Dienstleistungsgesellschaft“ steht, ist nichts anderes als ein „Systemfehler“.
Weil sich nun mal im Laufe der Jahrhunderte, dieses Gesellschaftsmodel etabliert hat und in gewisser- bedauerlicherweise auch funktioniert heißt es nicht, das es auch das Beste ist. Es basiert auf Zwang. Wer sich nicht wie eine Marionette eingliedert in dieses System, hat verloren und geht langfristig in Phasen unter.

1. Phase: Gesellschaftlich zählt man als Querulant, nicht Gesellschaftsfähig, was absolut unlogisch ist, wenn man keine alternativen Modelle zur Auswahl hat.

2. Phase: Leistungen werden eingeschränkt, man verliert Jahr für Jahr mehr Rechte. Das wird durch die staatliche Bürokratie gefördert, in dem man dadurch den betroffenen überfordert, bis er selbst aufgibt.

3. Phase: Selbst aufgeben, Eingliederung in Subkulturellen Kreisen oder Isolation. Häufig Verlust der Lebensfreude und Abstieg bis hin zum Suizid. (keine Seltenheit)

Das System, sieht den Einzelfall, wie beschrieben nicht als Verlust an, sondern als Befreiung. Anders formuliert und zwischen den Zeilen gelesen in staatlichen Schriften zu finden. Stärkere Individuen der menschlichen Spezies, zählen als Protestanten. Diese werden durch Zensur Mundtot gemacht. (Etwas Recherchieren und man findet genügend Beispiele) Um es knallhart auszudrücken, das bestehende System ist nichts anderes als eine verniedlichte moderne Sklaverei. Andere würden sogar von einer Mini Diktatur sprechen. So weit, will ich an dieser stelle aber nicht gehen.

Wir arbeiten zu ca. 60% für das erhalten dieses Systems und die restlichen ca. 40% für unsere Lebenserhaltung.

Ich sage, wir müssen weg von diesem veralteten System und hin zu einem neuen, was sich Selbstverwirklichung nennt. Der Mensch braucht Zeit um sich selbst zu finden, sich selbst zu entfalten, sich selbst zu erfüllen. Das leben beschreiten mit den Fähigkeiten die ihm gegeben wurden. Was jeder einzelne daraus macht ist jedem selbst überlassen.

Wie viel Zeit haben wir wirklich für eine Selbstverwirklichung?
Wir stehen meistens Früh auf, gehen 8 bis 10 Stunden Arbeiten + Fahrweg, + Zeit für alltägliche Pflichten die bei jedem unterschiedlich sind usw. Wie viel Zeit bleibt dann noch übrig für sich selbst? Teilt man diese noch, um sich zu erholen… KEINE! Das ist mehr als unlogisch und selbst die wahren Christen, haben diesbezüglich recht.

Wenn der Sinn des Lebens ist zu Leben, wie der Sinn des Sterbens ist zu Sterben. Dann sollte man doch eigentlich annehmen, das es sinnvoll ist sein Leben mal zu überdenken. Denn ein erfülltes Leben in dieser Dienstleistungsgesellschaft ist es gewiss nicht.

Das neue System sollte „SELBSTVERWIRKLICHUNG“ heißen, in dem jeder einzelne sich individuell entfalten kann. Dies benötigt aber Zeit, die dieses bestehende System nicht zur Verfügung stellt. Jeder Mensch wurde mit Fähigkeiten geboren, die er ausleben sollte. Der Mensch sollte Erfahrungen Sammeln dürfen, positive wie negative, er sollte sich Bilden um sich so selbst zu perfektionieren. Alles auf freiwilliger Basis natürlich.

Der Staat müsste die Pflicht haben, dieses zu ermöglichen. Utopie? Nein! Definitiv Nein! Die vom technischen Fortschritt geprägte Zeit, bietet jetzt schon genügend Möglichkeiten, um diese in ein neues System einzubinden.
Wirtschaftlicher Profit, darf darin nicht behindernd wirken. Wissenschaft und Forschung müssen Prioritätsstatus bekommen um den Weg Richtung Zukunft zu gehen. Futurologisches Denken wird hier nötig sein. Weg vom alten hin zum neuen, zu alternativen. Die Dienstleistungsgesellschaft hat allmählich ausgedient.
Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, und die Gegenwart nutzen um die Zukunft zu lenken!

Selbstverwirklichung soll das neue Ziel heißen.

Um dieses zu erreichen müssen wir anfangen, das Fundament zu legen, das in der Erziehung unseres Nachwuchs zu finden ist. Die nachfolgende Generation, sprich unsere Kinder, müssen schon bei der Erziehung auf das neue Gesellschaftssystem vorbereitet werden. Sie werden so, die eigentlichen Entwickler dieses neuen Gesellschaftssystems, in dem sie es aufbauen und perfektionieren. Sie sind es, die einen neuen historischen Grundstein setzen, der eine neue Zeitära verspricht.
Es liegt jetzt an den Eltern unserer Zeit, den Schritt zu gehen, in dem sie ihre Kinder auf das neue Gesellschaftssystem zugeschnitten erziehen. Kinder brauchen Liebe, Vernunft und eine Leitperson, an der sie sich orientieren können und das sollten die Eltern sein, die die Basis des neuen Gesellschaftssystems vorleben im Alltag. Das Kind lernt, verhält sich angemessen, entwickelt sich weiter und gibt dieses erlernte ebenfalls weiter… Der so genannte Lawineneffekt. Es liegt an uns, diese Lawine ins rollen zu bringen.

Es ist der einzige Weg ein neues Gesellschaftssystem zu erschaffen. Es ist ein sehr langer anstrengender Weg, dessen Ergebnis unsere Generation nicht mehr erleben wird, aber wir können mit Stolz sagen, das wir die verantwortlichen Urväter sind, die es erst ermöglicht haben.

Alle anderen Wege, wie die Hauruck Methode z.B. mit Gewalt das System zu stürzen, bringt rein gar nichts. Radikale Lösungen sind nicht immer die besten und würde in diesem Falle nur Nachteile mit sich bringen. Wenn die Mehrheit der Bürger Angst hätte, hätten wir diese verloren. Den Angst führt zu Hass und Hass führt zu Aggressionen und Gewalt. (siehe Nationalsozialismus). Es bringt nichts!

Genau so wenig würde der Weg, der Vernunft was bewirken. Jemanden, der Jahre lang, seinen gewohnten Alltag lebt, den kann man nicht einfach heraus reißen. Diese Umstellung wäre nicht zumutbar. Selbst mit noch so logischen und vernünftigen Argumenten, das ein neues alternatives Gesellschaftssystem für jeden einzelnen besser wäre, da man in ihm sich individuell verwirklichen kann. Würde bei bestehender Generation auf Ablehnung stoßen. Nicht zuletzt, da unsere Generation sich in einer gezwungenen Neuorientierung befindet. Die Schere zwischen Armut und Reichtum, das mittlere Stück, teilt sich in den kommenden Jahren immer weiter auf. Das ist nun mal Fakt. So besteht die Angst, das es einen schlechter gehen könnte bei einer, Veränderung des gewohnten, was ja oberflächlich betrachtet ja zu funktionieren scheint. Die Menschheit ist keineswegs dumm, sie wurde nur falsch manipuliert, von Kapitalisten, die wie wir schon früh erkannt haben, das die wenigsten Menschen für sich selbst alleine leben können. Sie haben Angst alleine zu sein, selbst Verantwortung zu übernehmen, Angst ihr wertvolles Leben selbst zu leben usw. diese Tatsachen, kann man sich mit „schwarz“ psychologischen Mitteln zur Nutze machen, in dem man die Ängste der Betroffenen benutzt um ein Ziel zu erreichen. Es ist keinesfalls unmenschlich, sondern ein Naturgesetz was sich im laufe der Evolution so entwickelt hat bei der Spezies Mensch. - Finde die Ängste, benutze sie und nehme sie weg, so erhältst du einen treuen Gefährten. Und zusätzlich noch das Rudelprinzip. In Gemeinschaft fühlt er sich am besten, gemeinsam ist man stark. (siehe NS Regime oder die Welle). Diese Formeln sind so alt wie die Menschheit selbst.

Wie man an den zwei Beispielen erkennt, führen sie nicht zu einem zwingend positiven Erfolg. Einzig das erste Konzept, was auf die Erziehung des Nachwuchs baut, ist auf lange Sicht betrachtet sinnvoll.
Doch selbst hier sind einige Vorbereitungen zu treffen um ein unproblematischen Ablauf zu gewährleisten.

1. Die Isolation von der gegnerischen Fraktion:
Zu erreichen, in dem man das „Home Schooling“ gesetzlich erlaubt. Hierfür muss z.B. im § 42 Berliner SchulG eine Änderung erzielt werden. So wie im Art. 7 Abs. 1 GG um die gesamte Bundesrepublik einzubinden.
Befürworter für ein neues Gesellschaftssystem, müssen darauf acht geben, das der Nachwuchs nicht verführt wird und fehl gebildet. Daher ist dieses Ziel notwendig.

2. Kompetente Argumentation, die gegen das bestehende System sprechen:
Es gibt genügend Beispiele, die gegen dieses bestehende System sprechen, ein permanentes vorzeigen der Fehler und als vergleich die positiven Eigenschaften des neuen, führen automatisch zur logischen Erkenntnis.

3. Belohnung:
Belohnung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wer sich gut und korrekt verhält, muss belohnt werden. Dies führ zu einem Zyklus, gerade im Entwicklungsstadium, was wichtig ist.

Dieses sind grob gesagt die entscheidenden Punkte um das Fundament zu legen.
Es ist nicht sicher, ob dieses Gesellschaftssystem Früchte tragen wird und ob es wirklich besser ist, bezogen auf die Menschheit im allgemeinen, ob sie schon in der Lage dafür ist. Doch wer alternativen und Versuche von Anfang an verhindert, wird sicht stets im Kreis drehen und sich nie weiter entwickeln. Und das ist es doch, was schließlich unlogisch und traurig ist.

Nur wo Bewegung ist, ist auch Energie um was verändern zu können. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, Gleichgesinnte zu finden, die die gleiche Denkweise vertreten, die es satt haben, angepasst als Marionette, seine Lebenszeit zu verschwenden, wo man sie doch so sinnvoll nutzen könnte.

In diesem Sinne…
Mit dunklen Grüßen: GPD :cool:



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von GPD
Selbstverwirklichung soll das neue Ziel heißen.



ich frag mich grad, wer sich als kanalarbeiter selbstverwirklichen möchte...
wenn der abfluß mal überläuft, wirds lustig.


Zitat:
Weil sich nun mal im Laufe der Jahrhunderte, dieses Gesellschaftsmodel etabliert hat und in gewisser- bedauerlicherweise auch funktioniert heißt es nicht, das es auch das Beste ist. Es basiert auf Zwang. Wer sich nicht wie eine Marionette eingliedert in dieses System, hat verloren und geht langfristig in Phasen unter.

was ist denn das "system" für dich genau? definier das mal bitte, ich hör das immer nur als schwammigen oberbegriff, der alles und nix bedeutet.



geschrieben von: Xenomorph

Hallo,

... kann so ziemlich jeden einzelnen Punkt unterschreiben...ich habe die von dir beschriebenen drei Phasen der Entfremdung, der Distanzierung und des Ausschlusses aus dieser Gesellschaft komplett so durchgemacht, wie du sie genannt hast - innere wie äußere Distanzierung - dazu Schikanen von außen, durch die lieben "Mitmenschen"...bis hin zur totalen Lebensverneinung...nur der Suizid - als folglich letzter Baustein der Kette - fehlt mir noch...

..die Gedankenkette, was daraus folgen und was an die Stelle der jetzigen Gesellschaft treten könnte - kann ich gut folgen...es gab solche vielversprechenden Ansätze zu neuem Denken ja auch schon früher gelegentlich - z.B. bei Rudolf Steiner, der als einer der ersten erkannt hat, dass der Weg zum neuen Menschen bei einer neuen Erziehung anzusetzen habe: weg vom auf die Erfüllung von Kapitalinteressen und Verwertungslogik zugerichteten dressierten Massenmenschen hin zum freien Geist...und das lässt sich langfristig und nachhaltig nur über ein neues Erziehungsmodell erreichen, das die kapitalistische Zwangsherrschaft, Zwangsverwertung des Menschen zwecks Kapitalakkumulation - als die Lüge erkennt und demaskiert - und die kapitalistische Ausbeuterklasse als die blutgierige Demagogenmeute entlarvt die sie ist...

...denn es ist höchst unwahrscheinlich, dass eine komplette Neuorientierung der Menschheit noch von der Generation der heutigen Erwachsenen ausgehen kann...denn die meisten sind viel zu fest in ihrem systemkonformen Denkkorsett befangen, in welches sie von Erziehung, Medien und Staat von Kindesbeinen auf gezwängt worden sind...wenn du dich allein mal in diesem Forum hier umschaust, wirst du schnell feststellen, was ich meine...die Zahl der Leute, die das bestehende System ebenso radikal kritisieren wie du oder ich es tun, kannst du fast an einer Hand abzählen...

P.S:

...da siehst du bereits was ich meine: der Typ, der direkt vor mit geantwortet hat...du tust gut daran, ihn sofort auf deine "Ignore" _Funktion zu setzen...glaub mir...



geschrieben von: GPD

@ Creobotra
Hi, als System würde in diesem Zusammenhang das bezeichnen, was wir Menschen in der Gesellschaft uns aufgebaut haben über die Generationen hinweg.

Nach dem Motto, es ist halt da, also nutzen wir es (oder besser noch „Leben“ wir es).

@Xenomorph
Danke für deine Antwort.
Finde ich schön, das du meinen Ansatz unterstreichst.

Die Zeit wird kommen, auch wenn wir sie vielleicht nicht mehr erleben dürfen. Aber ein Umdenken hat schon stattgefunden. Die Unzufriedenheit wird immer größer und unsere Vorgängergeneration stirbt bald aus. Das ist der Zeitpunkt, wo wir (die freien Geister) den Krieg beginnen sollten um es dramatisch auszudrücken.

Jemanden auf Igno setzen?
Na warten wir mal ab, ich höre mir alle Meinungen und auch Kritikpunkte an, wer sich vernünftig an einer Diskussion beteiligt ist immer willkommen. Die Verständigung ist doch das höchste Gut auf friedliche Einigungen.
:D



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von GPD
@ Creobotra
Hi, als System würde in diesem Zusammenhang das bezeichnen, was wir Menschen in der Gesellschaft uns aufgebaut haben über die Generationen hinweg.

Nach dem Motto, es ist halt da, also nutzen wir es (oder besser noch „Leben“ wir es).



achso. tut mir leid, mir ist das zum einen zu oberflächlich betrachtet, zum anderen die definition zu wischiwaschi. xeno ist da ja eher ansprechpartner, ich halt mich jetzt raus.

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
..da siehst du bereits was ich meine: der Typ, der direkt vor mit geantwortet hat...du tust gut daran, ihn sofort auf deine "Ignore" _Funktion zu setzen...glaub mir...


probiers doch :D :p



geschrieben von: Seneca

Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
probiers doch :D :p
Das ist fies Creo, das probiert er bei mir auch schon ständig und fragt sich warum es nicht klappt.



geschrieben von: ArrogantNick

Ich hab's bei TTP versucht. Und ich weiß nun warum's nicht klappt, aber ich sag's nicht. Ätsch! :D

****

@Thema,-
es gibt durchaus andere Möglichkeiten/Ausstiegsmöglichkeiten aus der Gesellschaft, man hat also durchaus die Wahl und genau daran scheitert dieses ganze Gedankengebäude, während es andererseits doch auch schon längst Realität ist, denn wir entwickeln uns nun einmal weiter. So sehr 'sich selbst verwirklichen', wie das heute möglich ist, davon konnten die Menschen vor einigen Generationen nur träumen, denn da hatten sie noch viel weniger Zeit für sich und viel weniger Möglichkeiten. Und ich denke, in weiteren.... hm.... 100 Jahren, werden die Menschen das Gleiche von sich sagen. Wir sind auf einem guten Weg!

;-)

Tante Edith sagt: Kleiner Nachtrag ~> Im hiesigen Kontext vielleicht interessant. Es geht, das kristallisiert sich nach einigen Minuten heraus, um den Zusammenhang zwischen 'ewiger Beschleunigung' der Gesellschaft und den (möglicherweise) auftretenden Nebenwirkungen für die Menschen. Dort kommen auch Ärzte zu Wort, die das Ganze etwas entwirren und relativieren.

....



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Das ist fies Creo, das probiert er bei mir auch schon ständig und fragt sich warum es nicht klappt.


...weil es wie überall sonst auch läuft...weil die Machthaber überall nur nach ihren Regeln spielen - die sie sich selbst gemacht haben...und zwar für sich...und diese ausser Kraft setzen, zu ihren Gunsten abändern - oder sich neue ausdenken, wenn sie es für nötig erachten...sobald nämlich die Gefahr besteht, dass ihre Interessen kein Gehör mehr finden...Big Brother will dich nicht nur immer sehen - er und seine Propaganda sollen auch immer und von jedem - auch denen, die es nicht wollen - gehört werden...auch hier grüßt der Mikrokosmos der Gesellschaft...die Machthaber vertragen es nicht, es ist mit ihrem Ego und ihrem Machtanspruch unvereinbar, dass man sie einfach links liegen lässt...so und nicht anders funktioniert Faschismus...



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
...weil es wie überall sonst auch läuft...weil die Machthaber überall nur nach ihren Regeln spielen - die sie sich selbst gemacht haben...und zwar für sich...und diese ausser Kraft setzen, zu ihren Gunsten abändern - oder sich neue ausdenken, wenn sie es für nötig erachten...sobald nämlich die Gefahr besteht, dass ihre Interessen kein Gehör mehr finden...Big Brother will dich nicht nur immer sehen - er und seine Propaganda sollen auch immer und von jedem - auch denen, die es nicht wollen - gehört werden...auch hier grüßt der Mikrokosmos der Gesellschaft...die Machthaber vertragen es nicht, es ist mit ihrem Ego und ihrem Machtanspruch unvereinbar, dass man sie einfach links liegen lässt...so und nicht anders funktioniert Faschismus...


Meine Fresse, Xeno -
jetzt krieg Dich doch mal wieder ein. Du karikierst Dich ja schon selbst. Der Grund ist, dass man Moderatoren nicht ignorieren kann und das ist softwareseitig bereits eine Grundkonfiguration. Kein Mensch hat hier irgendwelche Einstellungen aufgrund seines Egos vorgenommen, sondern es ist eine rein praktische Überlegung und daraus resultierende Option der Software.

:rolleyes:

....



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Meine Fresse, Xeno -
jetzt krieg Dich doch mal wieder ein. Du karikierst Dich ja schon selbst. Der Grund ist, dass man Moderatoren nicht ignorieren kann und das ist softwareseitig bereits eine Grundkonfiguration. Kein Mensch hat hier irgendwelche Einstellungen aufgrund seines Egos vorgenommen, sondern es ist eine rein praktische Überlegung und daraus resultierende Option der Software.

:rolleyes:

....



...ja klar...die Software ist ja auch einfach so vom Himmel gefallen - auf direktem Wege vom Lieben Gott...Menschen hatten rein gar nichts damit zu tun, sie so zu entwickeln und zu konfigurieren...ja, genau...entscguldige bitte, wie hatte ich etwas so offenkundiges nur vergessen können...?



geschrieben von: ArrogantNick

Was ist unverständlich an meiner Erklärung? Praktische Überlegung bedeudet, dass ein Mensch, in diesem Falle der/die Softwareentwickler, diese angestellt haben. Ja, das sind Menschen, was auch sonst, Kichererbsen? Denen ging es nicht um Macht, sondern um Funktionalität.



geschrieben von: Seneca

Hallo liebe Freunde der gepflegten Fledermaushöhle

Ich bin zwar nicht ohne jede Schuld, und ich darf eigentlich nicht mit Steinen werfen...allerdings muss ich darauf bestehen daß diese Diskussion sich wieder in die Richtung des eigentlichen Themas bewegt.

Vielen Dank für's Lesen, speziell auch an Xenomorph.



geschrieben von: ÂmeNoir

@GPD

Ich kann Deine Einstellung gut nachvollziehen und auch teilen, so manches was Du hier geschrieben hast, habe ich mich auch schon gefragt und ich finde es ausgesprochen schade, daß so viel Zeit den Bach runterläuft, die man sinnvoller hätte investieren können. Oft geht es nicht mehr um die eigentlichen Dinge, also um das Wesentliche, sondern nur noch um Chaosbewältigung (bestes Beispiel ist die immer komplizierter werdende Computerwelt, vor allem die Software bestimmter Hersteller sorgt dafür, daß Unmengen an Zeit verloren geht, um Fehler zu suchen und zu beheben) oder Verwaltungskram (Beispiel DQS, früher ging es auch ohne und lief gut, wenn nicht sogar wesentlich besser als jetzt). Es gibt viele Dinge, die die Welt in der jetzigen Form nicht braucht. Dinge die einen an der Besinnung auf das Wesentliche hindern, bzw. von denen man sich hindern läßt.

Eine Sache gibt mir allerdings ein bißchen zu denken und das ist die Selbstverwirklichung. Wenn sich jeder selbst verwirklichen möchte, geht das schnell auf Kosten anderer und der Umwelt und zwar dann, wenn Selbstverwirklichung zum Egotrip wird. Ich halte es für wichtig, einen Weg zu finden, der Selbstverwirklichung und Rücksichtnahme beinhaltet.

Letztendlich fängt alle Veränderung jedoch immer bei einem selbst an und irgendwann - davon bin ich überzeugt - erdrückt sich auch das jetztige System von selbst, weil die Kosten ins immense steigen und die Verwaltung die Verwaltung der Verwaltung verwaltet.



geschrieben von: Kampfsau

Zum Punkt der Selbstbefriedigung

Selbst wenn immer weniger Menschen die Grundbedürfnisse befriedigen die ein Volk hat, es gibt genug Jobs, die eigentlich niemand freiwillig machen will.

Irgendwer muss immer noch was machen und seien es die Menschen die die Maschinen instandhalten und programmieren. Der Bauer der sein Feld bearbeitet, der Kanalarbeiter der unser Abwassersystem aufrecht erhält.

Das sind vor allem auch Aufgaben die nicht jeder erfüllen KANN.

Was ist daran gerecht wenn bestimmte Menschen solche Aufgaben übernehmen müssen und die anderen machen können was sie wollen. Das ist noch viel schlimmere Sklaverei als die jetzige.

Und wer sagt, dass jeder auch gut indem ist,was er macht? Wir haben immer noch viel mehr Geisteswissenschaftler als wir brauchen.

Alle wollen Journalisten, Künstler, Musiker, Redakteure, Psychotherapeuten und dergleichen werden, niemand will sich noch die Hände schmutzig machen.

Das ist halt das Problem, irgendwer muss es ja machen



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau
Zum Punkt der Selbstbefriedigung

Selbst wenn immer weniger Menschen die Grundbedürfnisse befriedigen die ein Volk hat, es gibt genug Jobs, die eigentlich niemand freiwillig machen will.

Irgendwer muss immer noch was machen und seien es die Menschen die die Maschinen instandhalten und programmieren. Der Bauer der sein Feld bearbeitet, der Kanalarbeiter der unser Abwassersystem aufrecht erhält.

Das sind vor allem auch Aufgaben die nicht jeder erfüllen KANN.

Was ist daran gerecht wenn bestimmte Menschen solche Aufgaben übernehmen müssen und die anderen machen können was sie wollen. Das ist noch viel schlimmere Sklaverei als die jetzige.

Und wer sagt, dass jeder auch gut indem ist,was er macht? Wir haben immer noch viel mehr Geisteswissenschaftler als wir brauchen.

Alle wollen Journalisten, Künstler, Musiker, Redakteure, Psychotherapeuten und dergleichen werden, niemand will sich noch die Hände schmutzig machen.

Das ist halt das Problem, irgendwer muss es ja machen [/B]


...gerade die, die derartige Forderungen aufstellen - dass "irgendjemand so etwas ja tun müsse" - sollten hier endlich mal mit gutem Beispiel vorangehen und sich umgehend auf dem Bau oder bei der Müllabfuhr melden...arbeitest du dort...? wenn ja, so will ich gegen dich nichts negatives gesagt haben - wenn nicht, worauf wartest du noch...? Oder bist du vielleicht auch nur so ein verkappter "Geisteswissenschaftler", - oder noch schlimmer, irgendso ein abgefuckter Bürohengst oder Juristenfuzzi, der noch nie einen Hammer in der Hand gehabt und einen Nagel in die Wand geklopft hat....? denn gerade diese Leute, die immer am schnellsten mit der Forderung zur Stelle sind, der Einzelne müsse sich unbedingt dem "Allgemeinwohl" verpflichten, sollten mit gutem Beispiel vorangehen, von ihrem sauberen Schreibtisch aufstehen, sich aus ihrem Sesselfurzerstuhl erheben und die Ärmel hochkrempeln...aber die haben ja bekanntlich keine Motivation, sich freiwillig "richtiger" Arbeit zuzuwenden - weil sie ja für ihre "Tätigkeit" mehr als großzügig bezahlt werden, von dieser Gesellschaft, die immer danach schreit, dass sich jemand um die elementaren Aufgaben kümmern müsse - die diejenigen aber, die es tun - und zwar meistens, weil sie dazu genötigt werden - mit Hungerlöhnen abspeist - während sie dem Juristen, Banker, Manager einen Goldbarren nach dem anderen in den Allerwertesten schiebt...dieses besserverdienende Schnöselpack hat dann natürlich gar keine Lust auf dem Bau die Kelle zu schwingen - rate mal warum...? weil Paragrahenbücher auswendig zu lernen so viel sauberer und bequemer - und vor allem profitabler ist, als sich die Hände mit "niederer Arbeit" schmutzig zu machen, die gefälligst die zu erledigen haben, die nicht so erleuchtet sind...

...dafür wurde ja das soziale Selektionssystem - Schule, Zensuren, und später die Hochschulen - etc. erst geschaffen, um diese letztlich zwangsweise - Zuteilung der Menschen in begehrte und weniger begehrte Jobs erst zu ermöglichen...

...wenn du dich so um das Wohl und die Weiterexistenz dieser Gesellschaft sorgst - dann wärest du auch berteit, schon morgen bei der Müllabfuhr oder beim Tiefbauamt für einen Job als Müllmann oder Kanalarbeiter vorzusprechen...denn, wenn du an diesen Mist von zwangsweise zugeteilter Arbeit, die angeblich sonst niemand freiwillig machen würde ernsthaft glaubst, müsstest du der erste sein, der sich freiwillig "an der Front" meldet - denn andernfalls fällt der Vorwurf auf dich selbst zurück, nämlich anderen etwas zuzumuten, wozu du selber niemals bereit wärst...

...ich bin mir im übrigen sicher, dass es keinen Mangel an Freiwilligen geben würde - wenn die soziale Anerkennung und der Lohn dem der "angesehenen" Berufsgruppen, wie etwa Ärzten oder Juristen - mindestens ebenbürtig wären...

...weiterhin muss hier - zum wiederholten Male - eine Grundsatzfrage gestellt werden: ist diese Gesellschaft es überhaupt wert, dass man sich für sie, ihr Überleben und ihren Fortbestand, einsetzen müsste...? Oder noch grundsätzlicher gefragt: ist der Mensch an sich es wert, der Mensch, der selber auf Kosten und zu Ungunsten der meisten anderen Arten diese Welt ausblutet und zerstört...? Oder muss im Menschen an sich nicht ein Problem gesehen werden...? doch dazu wäre es natürlich vonnöten, den gewohnten anthropozentrischen Dünkel über Bord zu werfen, der uns vorgaukelt, der Mensch sei als Art auf dieser Welt unbedingt vonnöten und bevorzugt - und sein Fortbestand daher erhaltenswert...doch diese Ansicht ergibt sich nicht aus der Natur der Dinge an sich heraus...nur der Mensch möchte seine Existenz um jeden Preis erhalten...mit jedem Haus, das irgendwo gebaut, mit jedem Tunnel, der gegraben wird - findet ein schädlicher Eingriff in die Natur zu ungunsten anderer Arten statt, vernichtet der Mensch Tiere oder Pflanzen, die schon vor ihm da waren...insofern muss die Frage gestellt werden, ob menschliches Leben nicht insgesamt als minderwertig und lebensunwert zu betrachten ist...die Forderung, die Gesellschaft und das Weiterleben der verfehlten Schöpfung Mensch ( E. Cioran) zu fordern, vor diesem Hintergrund nicht bereits ein Verbrechen ist...



geschrieben von: Ark

Zum Thema Selbstverwirklichung zitiere ich mal eine sehr passende Textpassage (gekürzt):

Zitat:
Aus "Die Industrielle Gesellschaft und ihre Zukunft" von Ted kaczynski

SELBSTVERWIRKLICHUNG (Power Process) 33.
Menschen haben ein Bedürfnis - möglicherweise biologisch bedingt - nach etwas, das wir den "power process" - Selbstverwirklichung - nennen wollen. Es ist eng verbunden mit dem Bedürfnis nach Macht - weithin bekannt - aber es ist nicht damit gleichzusetzen. Der Power Process besteht aus vier Elementen. Die drei am deutlichsten erkennbaren nennen wir Ziel, Anstrengung und Erreichen des Ziels. (Jeder braucht Ziele, die Anstrengungen erfordern und muß wenigstens beim Erreichen einiger seiner Ziele erfolgreich sein). Das vierte Element ist schwieriger zu definieren und vielleicht nicht für jeden notwendig. Wir nennen es Autonomie und werden darüber später sprechen (§ 42-44).
34. Nehmen wir den hypothetischen Fall eines Menschen, der alles, was er sich wünscht, bekommt. Dieser Mensch hat zwar Macht, aber er wird schwere psychologische Probleme bekommen. Am Anfang wird es ihm Spaß machen, aber nach und nach wird er Langeweile empfinden und demoralisiert werden. Vielleicht wird er krankhaft depressiv. Die Geschichte zeigt, daß die müßige Aristokratie schließlich dekadent wurde, nicht aber die um ihre Macht kämpfenden Aristokraten. Die Aristokratie, die nicht um ihre Macht kämpfen mußte, wurde trotz ihrer Machtfülle hedonistisch und demoralisiert. Das macht deutlich, daß Macht allein nicht genügt, vielmehr muß sie zielgerichtet sein.
35. Jeder hat Ziele; selbst wenn diese nur darin bestehen, den lebensnotwendigen Unterhalt zu erlangen: Nahrung, Wasser, Kleidung und dem Klima angemessene Unterkunft. Der müßigen Aristokraten hatte diese Dinge ohne eigene Anstrengungen, daher seine Langeweile und der Sittenverfall.
36. Das Nichterreichen lebenswichtiger Ziele endet mit dem Tod, wenn es sich dabei um physisch notwendige Ziele handelt, und mit Enttäuschung, wenn das Nichterreichen der Ziele gleichbedeutend mit dem Überleben ist. Ständiges Scheitern beim Versuch seine Ziele zu erreichen, führt schließlich zu Niedergeschlagenheit, geringem Selbstbewußtsein oder Depression.
37. Um ernsthafte psychologische Probleme zu vermeiden, muß ein Mensch Ziele haben, deren Erreichen Anstrengung verlangt, und er muß wenigstens teilweise erfolgreich beim Erreichen dieser Ziele sein.

ERSATZHANDLUNGEN (Surrogate Activities)
38. Nicht jeder müßige Aristokrat muß Langeweile empfinden. Kaiser Hiroshito widmete sich der Meeresbiologie anstelle einem dekadenten Hedonismus zu verfallen und wurde auf diesem Gebiet sogar sehr anerkannt. Wenn Menschen ohne physische Anstrengung ihre körperlichen Bedürfnisse befriedigen können, schaffen sie sich künstliche Ziele. Meistens verfolgen sie diese Ziele mit derselben Energie und emotionalem Einsatz, wie sie diese sonst für das Erreichen physischer Notwendigkeiten eingesetzt hätten. So beschäftigten sich die Aristokraten des Römischen Reiches mit Literatur, vor einigen Jahrhunderten widmete sich die europäische Aristokratie intensiv der Jagd. Andere Aristokratien versuchten ihr Ansehen zu vergrößern, indem sie ihren Reichtum vermehrten, und einige Aristokraten, wie Hirohito, wandten sich der Wissenschaft zu.
39. Mit dem Begriff "Ersatzhandlung" (Surrogate Activity) bezeichnen wir eine Handlung, die sich auf ein künstliches Ziel richtet, welches sich Menschen nur deshalb setzen, damit sie etwas haben, wonach sie streben können. Mit anderen Worten, es geht ihnen bei der Erreichung des Ziels letztlich nur um die "Durchführung". Hierin besteht die Faustregel der Identifikation mit den Ersatzhandlungen. Angenommen, ein Mensch widmet einem Ziel X viel Zeit und Energie, dann kann man sich fragen, ob derjenige, nachdem er seine Zeit und Energie ausschließlich dafür einsetzt, seine biologischen Bedürfnisse zu befriedigen, und diese Bemühungen seine körperlichen und geistige Fähigkeiten auf vielfältige Weise in Anspruch nehmen würden, enttäuscht wäre, wenn er das Ziel X nicht erreicht? Wenn die Antwort negativ ausfällt, kann man davon ausgehen, daß das Ziel X eine Ersatzhandlung für ihn bedeutet. Mit Sicherheit sind Hirohitos Studien der Meeresbiologie eine Ersatzhandlung, denn müßte Hirohito seinen Lebensunterhalt mit einer nicht- wissenschaftlichen Tätigkeit verdienen, würde er keinen Verlust darüber empfinden, daß er dann nichts über die Anatomie und Lebenszyklen von Meerestieren wüßte. Andererseits ist beispielsweise der Wunsch nach Sexualität und Liebe keine Ersatzhandlung. Die meisten Menschen würden es als Verlust empfinden, wenn sie ihr Leben ohne eine Beziehung zum anderen Geschlecht verbringen müßten, auch wenn sie alles andere hätten. (Übersteigt jedoch das Bedürfnis nach Sexualität das normale Maß, kann auch das zu einer Ersatzhandlung werden.)
40. In der modernen Industriegesellschaft sind nur geringe Anstrengungen notwendig, um die physischen Bedürfnisse zu erfüllen. Es ist ausreichend, in einer Ausbildung einige technische Fähigkeiten zu erwerben, pünktlich bei der Arbeit zu erscheinen und mit geringem Aufwand seinen Arbeitsplatz zu erhalten. Die einzige Anforderung besteht in einem bescheidenen Maß an Intelligenz, vor allem aber in UNTERORDNUNG. Wer das erfüllt, für den sorgt die Gesellschaft von der Wiege bis zum Grabe. (Sicher gibt es eine Unterschicht, deren physische Bedürfnisse nicht erfüllt werden, wir sprechen hier jedoch von der Durchschnittsgesellschaft). So ist es nicht verwunderlich, daß Ersatzhandlungen in der modernen Gesellschaft häufig vorkommen. Dazu gehören die wissenschaftliche Forschung, der Sport, der Einsatz für Menschenrechte, die künstlerische und literarische Produktion, der gesellschaftliche Aufstieg, der Erwerb von materiellem Reichtum und gesellschaftliche Aktivitäten, die sich mit Dingen beschäftigen, die für den Handelnden persönlich unwichtig sind, wie im Falle der weißen Menschenrechtler, die sich für die Rechte der farbigen Minderheiten einsetzen. Das sind nicht immer REINE Ersatzhandlungen, weil sie bei vielen Menschen teilweise aus anderen Motiven als aus dem Bedürfnis abgeleitet werden, irgendein Ziel zu haben. Ein Motiv der wissenschaftlichen Arbeit liegt teilweise in der Absicht, Prestige zu erlangen, künstlerische Kreativität will auch Gefühle zum Ausdruck bringen, militantes gesellschaftliches Vorgehen entsteht oft aus einer allgemeinen Feindseligkeit. Aber für die meisten Menschen, die diese Ziele verfolgen, sind alle diese Aktivitäten größtenteils Ersatzhandlungen. Die Mehrheit der Wissenschaftler wird beispielsweise darin übereinstimmen, daß für sie das "Vollbringen" wichtiger ist als Geld und Prestige, das sie dafür erhalten. 41. Für viele, sogar für die meisten Menschen, sind Ersatzhandlungen weniger befriedigend als das Streben nach realen Zielen (Ziele, die Menschen wirklich erreichen wollen, auch wenn ihr Bedürfnis nach Selbstverwirklichung (Power Process) schon erfüllt ist.) Das zeigt sich in der Tatsache, daß diejenigen Menschen, die sich mit Ersatzhandlungen beschäftigen, immer rastlos, niemals zufrieden sind. So wie der Geldgierige nach immer mehr Reichtum strebt, der Wissenschaftler, kaum daß er ein Problem gelöst hat, das nächste in Angriff nimmt, der Langstreckenläufer sich immer größere Schnelligkeit abverlangt. Viele Menschen, die sich Ersatzhandlungen suchen, werden behaupten, daß sie dadurch größere Zufriedenheit erlangen als durch die alltägliche Geschäftigkeit mit ihren biologischen Bedürfnissen. Das kommt daher, weil die Befriedigung biologischer Bedürfnisse in unserer Gesellschaft trivial geworden ist. Noch wichtiger ist, daß in unserer Gesellschaft Menschen ihre biologischen Bedürfnisse nicht mehr AUTONOM befriedigen können, sondern nur als Teil einer riesigen sozialen Maschinerie funktionieren. Dagegen können Menschen bei ihren Ersatzhandlungen ein großes Maß an Autonomie einbringen.

SELBSTBESTIMMUNG (Autonomy)
42. Autonomie als Teil der Selbstverwirklichung (Power Process) ist nicht für jeden einzelnen notwendig. Die meisten Menschen brauchen aber ein bestimmtes Maß an Selbstbestimmung, um ihre Ziele zu verwirklichen. Sie müssen in der Lage sein, ihre Leistungen durch eigene Entschlüsse zu verwirklichen und unter eigener Führung und Kontrolle durchzuführen. Dennoch sind die meisten Menschen als einzelne Persönlichkeiten nicht in der Lage, diese Initiative, Leitung und Kontrolle auszuüben. Gewöhnlich reicht es aus, als Mitglied einer KLEINEN Gruppe zu handeln. Wenn also ein halbes Dutzend Menschen untereinander ein bestimmtes Ziel diskutiert und gemeinsam erfolgreich durchführt, wird ihr Bedürfnis nach Selbstverwirklichung dadurch befriedigt. Müssen sie jedoch unter strenger Anweisung von oben arbeiten und es bleibt kein Raum für autonome Entscheidung und Eigeninitiative, dann wird das ihrem Bedürfnis nach Selbstverwirklichung nicht dienen. Dasselbe geschieht, wenn Entscheidungen auf kollektiver Basis getroffen werden und die Gruppe, die Entscheidungen trifft, so groß ist, daß jeder einzelne nur eine unbedeutende Rolle spielt.
43. Es stimmt, dass einige Menschen offenbar kein großes Bedürfnis nach Autonomie haben. Entweder ist ihr Wunsch nach Selbstverwirklichung nur schwach entwickelt oder sie können ihn befriedigen, indem sie sich mit einer starken Organisation, der sie angehören, identifizieren. Es gibt auch den völlig geistlosen, animalischen Typus, der nur eine physische Selbstverwirklichung anstrebt (der gute Kampfsoldat, der sein Machtgefühl durch Kampfgeschick erhält und diese Qualität in blindem Gehorsam für seine Vorgesetzten einsetzt).


Selbstverwirklichung ist heute schlicht nicht bzw. kaum möglich, solange es die industrielle Gesellschaft gibt!



geschrieben von: Philon

Ja genau! Was für einen Unsinn! Das gilt übrigens nicht nur für dich sondern auch für den Threadersteller und die Meisten hier. Euch fehlt das methodische Denken und das widerum erfordert tiefes Nachdenken...mehr dazu später!



geschrieben von: Philon

Jetzt möchte ich auch einmal hier richtig rumjammern…ich meine, wenn mich jemand fragt, wie ich heiße, dann antworte ich ohne nachzudenken…aber wenn man argumentiert, da muss man ein bisschen nachdenken.

Denn erstens musste bewiesen werden, dass das System bezüglich der Selbstverwirklichung tatsächlich schlecht ist. Insofern wären Zahlen bzw. Statistiken notwendig, die eindeutig dies begründen. Damit sind natürlich nicht die Meinungen oder die Empfindungen gemeint sondern inwiefern das System meine Ausführung zur Selbstverwirklichung bremst, also die Umsetzung meines Vorhabens.

Zweitens wäre zu beweisen, welches System besser sei, dazu braucht man Referenzen. Die einzigen Referenzen die hier existieren, sind die der Vergangenheit. Und die zeigen die Tatsache, dass der Bürger früher schlechtere Karten hatte. Noch nie war der Mensch so frei wie heute zur Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung sowie zur Meinungsäußerung und Selbstgestaltung. Sich das ideale System vorauszusetzen, das ist Ideologie bzw. Wunschdenken.

Und drittens, viele hier wissen gar nicht was Selbstverwirklichung heißt. Wen ich Kanalmitarbeiter bin und in meiner Freizeit Musikmelodien produziere die die Welt bewegen, dann habe ich mein Ziel erreicht!

Und jetzt will einer von euch mir erzählen, dass das System mich davon abhalten kann? Von Wissenschaft bis Hollywood, alle Berühmtheiten von heute sind zu 95% keine Adligen sondern einfache Bürger gewiesen!

Anscheinend ist der Threadersteller eine unzufriedene Jammerperson wie Xeno, denn das können die Deutschen am besten.
click

Warum ist der Brasilianer, Mexikaner. etc. viel besser gelaunt, ausgeglichener und zufriedener? Damit meine ich den Durchschnitt natürlich. Der Brasilianer steigt in dem Bus morgens und fängt an zu singen! Fahr mal morgens mit der Bahn oder mit dem Bus...die Leute sehen aus wie ausgebrannt, deprimiert. Ist das system dran schuld oder wie? Und wenn ja, warum ist der Brasilianer besser gelaunt? Hat er ein besseres System? Wohl kaum! Eher ein schlechteres, denn seine Kinder werden niemals die Gelegenheit bekommen etwas zu studieren, geschweige denn von Bafög, Krankenversicherung, etc.

Wenn ich sowas wie das hier lese…
Zitat:
Wie viel Zeit haben wir wirklich für eine Selbstverwirklichung?
Wir stehen meistens Früh auf, gehen 8 bis 10 Stunden Arbeiten + Fahrweg, + Zeit für alltägliche Pflichten die bei jedem unterschiedlich sind usw. Wie viel Zeit bleibt dann noch übrig für sich selbst? Teilt man diese noch, um sich zu erholen… KEINE!

Junge, Junge, was du für Probleme hast. Wie alt bist du? 18, 19, 23? Ich würde dir vorschlagen auszuwandern. Es gibt genug Länder, wo die Leute dort mit 8 Std. tägliche Arbeit vollkommen glücklich wären. Da merkt man wieder, wie gut dem Deutschen geht! Fahr mal nach Rumänien oder Moldawien, wo die Leute 12-14 Std. am Tag arbeiten und davon nichts haben, da das Geld noch nicht mal zum Existieren reicht. Oder was bleibt dem Afrikander zur Selbstverwirklichung übrig?

Im Groß und Ganzem besagt dieses Zitat alles:
Wahre Zivilisation besteht nicht in der Vervielfachung der Bedürfnisse, sondern in freiwilliger, wohlüberlegter Einschränkung der Wünsche. (Mahatma Gandhi)



geschrieben von: Xenomorph

Der Mensch ähnelt insofern längst den Termiten und Ameisen, alsdass der Einzelne im ganzen bedeutungslos ist und im Kollektiv untergeht...ein Mensch ist heute kaum noch autonomer als eine Drone in einem solchen Hive...nein, der einzelne Mensch von heute ist noch weit hilfloser...all seine Bedürfnisse werden von der Gesellschaft erfüllt - bzw. es wird von ihr vorgegeben, wie er sie zu befriedigen hat, dem Menschen somit die autonome Verfügungsgewalt darüber entzogen, er entmündigt...

..."du hast zu dienen", das wird von ihm wie in o.g. Texauszug schon erwähnt, als Gegenleistung für die Erfüllung seiner Bedürfnisse erwartet...doch im Gegensatz zur Hive-Drohne bei Insekten hat der Mensch ein Bedürfnis, seine längst nicht mehr vorhandene Individualität zu "verwirkichen" bzw, zurückzugewinnen...dieses Individualitätsgefühl läuft aber in der heutigen Gesellschaft auf eine atavistische Täuschung hinaus...da ich wirtschaftlich zu 100% von der Gnade dieser Gesellschaft abhängig bin, habe ich keine Möglichkeit, sie im Streben nach materieller Autonomie gegen dieses System und seine Ansprüche an mich zu verwirklichen, da sich sämtliche Produktionsmittel, die mir ein Leben in materieller Autonomie ermöglichen könnten, ausser Reichweite meiner Verfügungsgewalt, in fremden Händen befinden......also müssen die schon erwähnten Ersatzhandlungen her, die ausgeführt werden, um dieses Streben dorthin zu verlagern wo es mir gestattet ist, jenseits der von der Gesellschaft verwalteten materiell/elementaren Bedürfnisse meine Pseudo-Individualität auszuleben...zu keiner Zeit, während der ganzen Existenzspanne der Menschheit war der einzelne Mensch materiell so von der Gesellschaft abhängig, nie war der Mensch so klein wie heute...



geschrieben von: Keila

Also ist die menschliche Zivilisation eine Existenzpanne?...



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
... seine längst nicht mehr vorhandene Individualität zu "verwirkichen" bzw, zurückzugewinnen...dieses Individualitätsgefühl läuft aber in der heutigen Gesellschaft auf eine atavistische Täuschung hinaus...da ich wirtschaftlich zu 100% von der Gnade dieser Gesellschaft abhängig bin, habe ich keine Möglichkeit, sie im Streben nach materieller Autonomie gegen dieses System und seine Ansprüche an mich zu verwirklichen, da sich sämtliche Produktionsmittel, die mir ein Leben in materieller Autonomie ermöglichen könnten, ausser Reichweite meiner Verfügungsgewalt, in fremden Händen befinden......also müssen die schon erwähnten Ersatzhandlungen her, die ausgeführt werden, um dieses Streben dorthin zu verlagern wo es mir gestattet ist, jenseits der von der Gesellschaft verwalteten materiell/elementaren Bedürfnisse meine Pseudo-Individualität auszuleben...zu keiner Zeit, während der ganzen Existenzspanne der Menschheit war der einzelne Mensch materiell so von der Gesellschaft abhängig, nie war der Mensch so klein wie heute...

Ich stelle mir gerade eine Welt vor ohne Antidepressiva, wir hätten bestimmt jeden Tag Tote, Aktion Pur!



geschrieben von: Cagliostro

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
......

...weiterhin muss hier - zum wiederholten Male - eine Grundsatzfrage gestellt werden: ist diese Gesellschaft es überhaupt wert, dass man sich für sie, ihr Überleben und ihren Fortbestand, einsetzen müsste...? Oder noch grundsätzlicher gefragt: ist der Mensch an sich es wert, der Mensch, der selber auf Kosten und zu Ungunsten der meisten anderen Arten diese Welt ausblutet und zerstört...? Oder muss im Menschen an sich nicht ein Problem gesehen werden...? ...



Ad1: Nein, keine Gesellschaft, kein System ist es wert, weiterzubestehen.

Ad2: man muss es einzelnen Menschen selbst überlassen, ob sie für die Gesellschaft oder das System ihr Leben, ihr Hirn hergeben oder nicht.
Das haben wir eher nicht zu beurteilen.

Ad3: Der Mensch an sich ist so viel wert wie ein Fuchs, ein Igel, ein Rochen oder ein Einzeller.

Ad4: Grundsätzlich liegt im Menschen an sich ein Problem.
Allerdings handelt es sich um eine existierende Art, die man so nicht vernichten darf, weil die Architektur der Natur dann auch nicht mehr stimmen würde.
Was aber nötig ist: --->
Ad5: den Menschen in seinem Bestand sozusagen kleinzuhalten.

Der Mensch dürfte sich nicht mehr nennenswert vermehren.
Die Zahl der Menschen sollte sich letztlich bei etwa 500 bis 800 Milllionen einpendeln.
Mehr verträgt die Welt nicht.

Ad6:
Um dieses Ziel zu erreichen müssen alle organisierten Religionen aufgelöst werden, da ihr Credo vom
"Schutz des Lebens" veraltet ist.



geschrieben von: Philon

Nachdenken gilt nicht nur für die Anderen....

Zitat:
Ad1: Nein, keine Gesellschaft, kein System ist es wert, weiterzubestehen.

Unsinn1, wer sagt es?
Zitat:
Ad3:Der Mensch an sich ist so viel wert wie ein Fuchs, ein Igel, ein Rochen oder ein Einzeller.

Unsinn2, wer sagt es?
Zitat:
Der Mensch dürfte sich nicht mehr nennenswert vermehren. Die Zahl der Menschen sollte sich letztlich bei etwa 500 bis 800 Milllionen einpendeln. Mehr verträgt die Welt nicht.

Unsinn3, alle guten Dinge sind 3, wer sagt es?



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Cagliostro
Ad1: Nein, keine Gesellschaft, kein System ist es wert, weiterzubestehen.

Ad2: man muss es einzelnen Menschen selbst überlassen, ob sie für die Gesellschaft oder das System ihr Leben, ihr Hirn hergeben oder nicht.
Das haben wir eher nicht zu beurteilen.

Ad3: Der Mensch an sich ist so viel wert wie ein Fuchs, ein Igel, ein Rochen oder ein Einzeller.

Ad4: Grundsätzlich liegt im Menschen an sich ein Problem.
Allerdings handelt es sich um eine existierende Art, die man so nicht vernichten darf, weil die Architektur der Natur dann auch nicht mehr stimmen würde.
Was aber nötig ist: --->
Ad5: den Menschen in seinem Bestand sozusagen kleinzuhalten.

Der Mensch dürfte sich nicht mehr nennenswert vermehren.
Die Zahl der Menschen sollte sich letztlich bei etwa 500 bis 800 Milllionen einpendeln.
Mehr verträgt die Welt nicht.

Ad6:
Um dieses Ziel zu erreichen müssen alle organisierten Religionen aufgelöst werden, da ihr Credo vom
"Schutz des Lebens" veraltet ist.


Genau - denn alle drei Hauptreligionen des "einen Gottes" predigen jenen hemmungslosen Lebensfaschismus, heben den Menschen über alle anderen Arten als der vermeintlichen "Krone der Schöpfung" heraus...erheben den Menschen in einen bevorrechtigten Sonderstatus, dem dieser mitnichten gerecht wird und den er nicht verdient hat...ich dachte auch nicht daran, dass der Mensch ausgerottet werden müsse - doch hätte ich auch nichts dagegen, wenn der Mensch irgendwann von der Weltbühne abtritt - sei es durch Selbstabschaffung - etwa durch die Einsicht, dass der kollektive Suizid doch die beste Lösung ist -oder durch Naturkatastrophen...die Erde braucht den Menschen nicht, das Leben wird auch ohne ihn ebenso weitergehen wie nach dem Aussterben der Dinosaurier, ja vielleicht erst danach zu seiner vollen Herrlichkeit erblühen...denn der Mensch ist nicht mehr und nicht weniger als ein Produkt der Evolution - und ganz sicher nicht deren Ziel oder Endprodukt...

...denn der Mensch steht nicht über den anderen Arten, wie es die drei Hammelreligionen ihm seit rund drei Jahrtausenden weiszumachen versuchen...was könnte Gott dazu veranlasst haben, ausgerechnet ihn als auserwählte Art, als sein "Ebenbild" bestimmt zu haben...? welcher auch nur irgendwie logisch nachvollziehbare Grund sollte Gott - wenn man mal davon ausgeht, es gäbe tatsächlich einen - dazu veranlasst haben...? warum ist der "Messias" nicht in Gestalt eines Rädertierchens, eines Skorpions oder eines Krokodils "Fleisch geworden"...? warum ausgerechnet als zweibeiniger Affe, der zur Volksbelustigung an ein Kreuz gehängt wurde...? Wahrlich ein bekloppter "Gott", der sich solche Späße einfallen lassen würde...



geschrieben von: Cagliostro

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Nachdenken gilt nicht nur für die Anderen....


Unsinn1, wer sagt es?

Unsinn2, wer sagt es?

Unsinn3, alle guten Dinge sind 3, wer sagt es?



Durch das Stakkatoartige Wiederholen deiner Frage, kann ich erkennen, dass dein Nachdenken gar nicht so arg lang angehalten haben muss.........

Muss immer jemand etwas sagen, damit es Wahrheit wird?

Brauchen manche Menschen immer Befehle, in Form von Thora, Bibel oder Koran?

Es gibt zu viele Menschen auf dieser Welt.
Die Erde ächzt und knarzt, aber wir alle merken es nicht.



geschrieben von: Philon

Lerne zu argumentieren.

1. Nein, keine Gesellschaft, kein System ist es wert, weiterzubestehen
2. der Mensch an sich ist so viel wert wie ein Fuchs, ein Igel, ein Rochen oder ein Einzeller.
3. Der Mensch dürfte sich nicht mehr nennenswert vermehren. Die Zahl der Menschen sollte sich letztlich bei etwa 500 bis 800 Milllionen einpendeln. Mehr verträgt die Welt nicht.

Alle drei Sätze kann man beliebig verneinen, also worauf stützt sich deine Argumentation? Es ist nur eine Meinung, Deine, ansonsten keine Fakten.

Falls du es immer noch nicht verstanden hast; es gibt nicht die Antwort oder die Lösung hier, wenn ja, dann hättest du Recht.

Der Mensch hat Fehler gemacht, die er aber korrigieren kann. Der Mensch kann die Welt retten, verbessern, das System ändern, was auch immer. Es dreht sich nur um das Wann und Wie.

Wenn der Mensch scheiße bauen will dann kann er auch mit 500 Millionen Population die Erde vernichten.



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Lerne zu argumentieren.

1. Nein, keine Gesellschaft, kein System ist es wert, weiterzubestehen
2. der Mensch an sich ist so viel wert wie ein Fuchs, ein Igel, ein Rochen oder ein Einzeller.
3. Der Mensch dürfte sich nicht mehr nennenswert vermehren. Die Zahl der Menschen sollte sich letztlich bei etwa 500 bis 800 Milllionen einpendeln. Mehr verträgt die Welt nicht.

Alle drei Sätze kann man beliebig verneinen, also worauf stützt sich deine Argumentation? Es ist nur eine Meinung, Deine, ansonsten keine Fakten.




...und worauf stützt sich deine "Argumentation"...? von was für "Fakten" sprichst du...? wo ist bei dir etwas im Spiel, das etwas anderes als "Meinung" ist...? da du überhaupt keine Argumente hast, sondern dich nur darauf beschränkst, die Verfechter anderer Standpunkte persönlich niederzumachen...also her mit deinen tollen "Beweisen"...für was eigentlich...? dass Arbeit die Welt rettet und das Kapital der wahre Gott oder die bEstimmung des Menschen ist..?... dass Gott sie in sieben Tagen - oder sogar in nur sieben Stunden? - geschaffen hat...?

...alles dummer Glaube - dumme, halbesoterische Phrasendrescherei: "du musst mit deinem Leben glücklich sein, weil andere in deiner Situation es ja sind"...und jetzt zu deinen "Beweisen": beweist das irgendetwas...? beweist das, dass diese "Glücklichen" Recht haben...? und dass die Unglücklichen es nicht haben...? und demnach kein Recht, unglücklich zu sein...? müssen alle Menschen ihr Leben gleich bewerten, "Glück" oder "Unglück" an denselben Kriterien und Parametern festmachen...? was beweist dein Beispiel von den "glücklichen Mexikanern"...? nichts - aber auch rein gar nichts...

...aber Faschisten haben ja alle dasselbe Credo: "alle müssen gleich sein" - und alle haben dabei glücklich zu sein - wenn sie es von ihnen erwarten...



geschrieben von: Philon

Du fängst vom Gott und endest mit Faschismus...immer die gleiche CD, hast du auch was Neues zu sagen?

Der Unterschied zwischen uns beiden ist die: ich lache jeden Tag mindestens ein Paar Minuten, bin ausgeglichen und erlebe ich Selbstverwirklichung in vielen Dingen. Und das habe ich mir selber erarbeitet.

Ich kann nichts dafür, dass es dir nicht gut geht, aber mindestens deine Gejammer zu reduzieren, das wäre mal ein guter Anfang. Wenn etwas geschieht dann liegt es an uns Glück oder Unglück darin zu sehen. Was sagst du dazu...Freund?

Beweise? Die sind im Angebot für 1,99 Euro pro Kilo! Was hast du für Begrenzungen? Was willst du, was du nicht darfst? Was soll noch das System für dich tun? Sollen wir vlt. einen Sessel für dich bestellen?



geschrieben von: Cagliostro

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Lerne zu argumentieren.

1. Nein, keine Gesellschaft, kein System ist es wert, weiterzubestehen
2. der Mensch an sich ist so viel wert wie ein Fuchs, ein Igel, ein Rochen oder ein Einzeller.
3. Der Mensch dürfte sich nicht mehr nennenswert vermehren. Die Zahl der Menschen sollte sich letztlich bei etwa 500 bis 800 Milllionen einpendeln. Mehr verträgt die Welt nicht.

Alle drei Sätze kann man beliebig verneinen, also worauf stützt sich deine Argumentation? Es ist nur eine Meinung, Deine, ansonsten keine Fakten.

Falls du es immer noch nicht verstanden hast; es gibt nicht die Antwort oder die Lösung hier, wenn ja, dann hättest du Recht.

Der Mensch hat Fehler gemacht, die er aber korrigieren kann. Der Mensch kann die Welt retten, verbessern, das System ändern, was auch immer. Es dreht sich nur um das Wann und Wie.

Wenn der Mensch scheiße bauen will dann kann er auch mit 500 Millionen Population die Erde vernichten.



Als Subjektivist sehe ich in meiner Meinung schon (für mich) die Argumentation.Meine Intuition ist angesprochen für etwas oder gegen etwas zu sein,
die Argumente kann ich mir hinterher zurechtbiegen. Egal.
Dein Weltverbesserungsgeseiere sparst du dir lieber.

Systeme werden immer wieder Probleme bereiten.
Wie man sie dreht und wendet. Ach nein, jegliches System, jegliche Systemhaftigkeit ist das Problem an sich.
Das wird der Mensch aber niemals begreifen.

Es ist im Grunde völlig Egal, wie man Systeme ausstattet, sie sind immer falsch.



geschrieben von: ÂmeNoir

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Wen ich Kanalmitarbeiter bin und in meiner Freizeit Musikmelodien produziere die die Welt bewegen, dann habe ich mein Ziel erreicht!


Wenn Du damit zufrieden bist und jenes die Erfüllung Deines Lebens ist, dann ja. Sofern Du als Kanalarbeiter nach Feierabend überhaupt noch dazu fähig und nicht zu ko bist, so daß die Freizeit als Freizeit genutzt werden kann, um nem Hobby nachzugehen und nicht dazu, sämtliche schmerzende Kräten auszukurieren.

Zitat:
Anscheinend ist der Threadersteller eine unzufriedene Jammerperson wie Xeno, denn das können die Deutschen am besten.


Ich finde es nicht gut, jemanden der unzufrieden ist, pauschal als Jammerperson abzustempeln. Es gibt eben Menschen, die andere Ansprüche an das Leben stellen, die andere Wünsche und Ziele haben, als z. B. Du sie hast. Und was die Verschwendung unserer Zeit angeht ... es gibt durchaus Dinge, die einen ausbremsen, die unnötig viel Zeit kosten, verkrustete, alte Strukturen z. B., an denen aus Bequemlichkeit festgehalten wird, weil das halt schon immer so gemacht wurde oder auch die Beispiele, die ich bereits weiter oben genannt hatte.

Zitat:
Warum ist der Brasilianer, Mexikaner. etc. viel besser gelaunt, ausgeglichener und zufriedener? Damit meine ich den Durchschnitt natürlich. Der Brasilianer steigt in dem Bus morgens und fängt an zu singen!


Ein Brasilianer aus den Slums wird das wohl kaum tun, denn der kann sich nen Bus garnicht leisten und hat anderes im Kopf, als vor sich hinzusingen, wohl eher, irgendwo was zu beißen herzukriegen, damit der den Tag übersteht. Auch ich habe in anderen Ländern kennengelernt, daß die Menschen ausgeglichener und zufriedener sind. Das liegt aber auch daran, daß vieles unbürokratischer läuft und es nicht zigtausend Vorschriften für dies und jenes gibt, folgedessen Dinge auch einfacher, bzw. schneller erledigt und verwirklicht werden können. Zum anderen verstehen es manche Völker mehr in den Tag hinein zu leben und setzen völlig andere Prioritäten, als hier üblich sind, messen Arbeit nicht so viel Bedeutung bei. Für die bedeutet ein gemütliches Beisammensein bei ner Flasche Wein, Weißbrot und Käse mehr, als Karriere oder ne Urlaubsreise mit Fünfsternehotel oder der dicke Flitzer vor der Haustüre. Nur ... würde man denen die Zeit nehmen und ihr gemütliches Beisammensein unmöglich machen, wären wohl auch die unzufrieden.

Zitat:
Im Groß und Ganzem besagt dieses Zitat alles:
Wahre Zivilisation besteht nicht in der Vervielfachung der Bedürfnisse, sondern in freiwilliger, wohlüberlegter Einschränkung der Wünsche. (Mahatma Gandhi)


Da ist was dran, nur sind die Wünsche eben individuell verschieden. Man kann sich beschränken und nur einen einzigen Wunsch haben, der sich aber aufgrund von Zeitmangel nicht oder nur schwer erfüllen läßt. Ich denke es ist schon wichtig, sich immer auch vor Augen zu halten, was man hat und das es Menschen gibt, die sich mühsam das Nötigste zum Lebenserhalt täglich zusammensuchen müssen. Sogesehen kann man sich in Zufriedenheit üben. Das ist die eine Seite der Medaille. Das Leben hat aber noch mehr zu bieten, als die reine Befriedigung der Grundbedürfnisse, nämlich schöne Dinge, die der Seele gut tun und somit auch Zufriedenheit bringen. Der Mensch lebt nicht von Brot allein.
Oft "dürfen" wir Zeit mit Belanglosigkeiten verschwenden, als stünde sie uns endlos zu Verfügung. So man nicht an Wiedergeburt glaubt, tut sie das jedoch nicht. Zeit ist etwas sehr Kostbares und begrenzt ... so sehe ich es zumindest. Mein Arbeitsalltag sieht derzeit so aus, daß ich nen Job habe, der total stressig ist, oft nichtmal genug Zeit ist, sich ein paar Minuten am Tag privat mit Kollegen zu unterhalten oder mal in Ruhe die halbe Stunde Mittagspause zu machen, geschweige denn zur Besinnung zu kommen, um Arbeitsaufgaben zu durchdenken und systematisch anzugehen. Erschwerend kommt hinzu, daß ständig die EDV ausfällt, also das Handwerkszeug nicht optimal funktioniert, sondern nur blockiert, zudem gewisse Dinge durch Vorgesetzte mit Kunden nicht eindeutig/unmißverständlich geklärt sind, so daß ständig unnötige Nachfragen entstehen, die viel Zeit kosten und man nicht zügig vorwärts arbeiten kann. Vorschläge zu Verbesserungen werden von den Vorgesetzten als unnötig betrachtet und abgelehnt. Die Zeitnot und der damit verbundene, vermehrte Streß ist größtenteils hausgemacht. Morgens und abends bin ich zudem locker jeweils ne Stunde oder länger - je nach Verkehrssituation - für den Arbeitsweg unterwegs. Wenn ich abends heimkomme, bin ich total ko, so daß ich zu nix mehr zu gebrauchen bin, oft unfähig, noch irgendeinen klaren Gedanken zu fassen. An den 2 Wochenendtagen versuche ich die Dinge zu erledigen, die unter der Woche liegen geblieben sind. Ist ein tolles Leben und sooo erfüllend! Klar, es steht mir frei zu gehen und das werde ich bei passender Gelegenheit auch tun. Das ändert aber nichts daran, daß Zeit unnötig verschwendet wird, wie erwähnt z. B. durch die immer komplizierter werdende Technik und diversen Bürokratismus. Es wäre eben mal schön, wenn irgendwas im Laufe der sogenannten Weiterentwicklung einfacher und somit weniger zeitaufwendig werden würde, so daß für wesentliche Dinge mehr Zeit wäre. Das schafft Zufriedenheit. Zudem wäre mal interessant zu erfahren ... wenn Gandhi oder manch anderer Weise in unserem Kulturkreis gelebt hätte, ob diejenigen nicht auch von unserem Alltag erschlagen worden und irgendwann unzufrieden geworden wären, z. B. weil keine Zeit geblieben wäre, um zu meditieren, also zur Besinnung zu kommen.



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Philon
[B]Du fängst vom Gott und endest mit Faschismus...immer die gleiche CD, hast du auch was Neues zu sagen?


...nein, habe ich nicht - muss ich auch nicht und es wäre auch gar nicht sinnvoll...denn warum soll ich jemanden überhaupt mit "Neuem" behelligen, wenn noch nicht einmal das "Alte" verstanden worden ist...? also ist es wohl besser, das schon Bekannte immer und immer wieder durchzukauen, auch wenn das zwangsläufig zu solchen Wiederholungen führt...und wer bei Gott anfängt muss beim Faschismus enden - das wäre z.B. eine solche grundlegende Aussage....

Zitat:
Der Unterschied zwischen uns beiden ist die: ich lache jeden Tag mindestens ein Paar Minuten, bin ausgeglichen und erlebe ich Selbstverwirklichung in vielen Dingen. Und das habe ich mir selber erarbeitet.


...du hast überhaupt keine Argumente für deine Aussagen - nicht ein einziges...ausser, dass du dich vielleicht "glücklich" fühlst...nun, schön für dich, aber was weisst du dadurch über mich...? nichts...du kannst mein Leben nicht bewerten, weil du es nicht kennst...Werturteile wie "Gejammer" zu fällen - die auf mich persönlich zielen, nicht auf den Inhalt meiner Aussagen - sind daher eine Abqualifizierung meiner Person -ausgehend von deiner Befindlichkeit...wie gesagt, wenn du so glücklich bist - warum stören dich meine Ausführungen dann überhaupt...? warum rufen sie in dir dann so ein offenkundiges Unbehagen hervor...? wie du es hier in deinen Reaktionen ja zur Schau stellst...



geschrieben von: Philon

@AmeNoir

Stimmt vor vorne bis hinten nicht. Das ist gerade der Punkt, den viele nicht nachvollziehen können, weil er außerhalb ihres Horizonts ist. Das ganze hat mit Soziologie und Kulturpsychologie zu tun. Deutschland genauso wie andere Länder gehört zu den individualistischen Kulturen. Andere Länder wie Brasilien oder meine Heimat Griechenland gehören zu den kollektivistischen Kulturen, wo das Wir-Gefühl viel ausgeprägter vorhanden ist. Und das gilt für andere Eigenschaften, die für die Meisten hier nicht nachvollziehbar sind. Die Geborgenheit und der Zusammenhalt in der Familie sind Erfahrungswerte; Empfindungen und Lebenseigenschaften die nicht einfach so zu erklären sind. Das ist vergleichbar, wie wenn man einem Menschen, der von Natur aus ein Choleriker ist, das Gefühl des inneren Friedens vermitteln will.

Liebe, Geborgenheit, Familiensinn, etc. sind Begriffe, die von einem Deutschen anderes gewogen werden als von einem Brasilianer. Wenn du ein fremdes Land besuchst, betrachtest du es mit einem verzehrten Blick durch deine Voreingenommenheit; erstens die deiner persönlichen Erfahrung die wiederum von deiner Entwicklung innerhalb deiner Kultur abhängig ist.
Deshalb erklärt dies auch die Tatsache, warum ich, obwohl ich einen ähnlichen Alltag wie du habe, sie gar nicht als stressig empfinde. Stress, Jammern, Unzufriedenheit sind für mich ganz anderes definiert als für einen Deutschen, da ich in einer anderen Kultur groß geworden bin. Verstehest du jetzt den Punkt?

Dennoch das ist anderes Thema, das zur Kulturpsychologie gehört. Anderseits liefert dies die Antwort, dass der Mensch der zentrale Punkt ist und nicht das System.

Und bevor wieder irgendwelche Schwarzweiß-Argumente kommen, ich sage es nochmal; natürlich kann man einige Dinge bezüglich des Systems optimieren, das heißt aber nicht, dass der Mensch dadurch in der Lage wäre, sich selbst zu verwirklichen, das ist der absolute Quatsch überhaupt!! Denn das würde heißen, „besseres System = bessere Chancen zur Selbstverwirklichung“, das ist lächerlich!

Oder hat Einstein in ein besseres System gelebt? Und was ist mit Griechenland? Wir haben ein viel schlechteres System als Deutschland, geschweige von Ökonomie, Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssystem. Das für dich bürokratische System hier ist für mich das absolute Paradies! Philosophie ist zum Beispiel einer meiner Selbstverwirklichungspunkte, und das habe ich hier in Deutschland geschafft, in Griechenland hätte ich es mir aus Zeit- und Geldmangel nicht schaffen können. Ich sag es wieder, euch geht es zu gut hier!

Und noch etwas zu widerholen, Selbstverwirklichung betrifft nicht nur einen Punkt sondern mehrere. Und ein besseres System liefert nur die Mitteln, aber keine Garantie zur Selbstverwirklichung, denn dafür ist die Willensstärke verantwortlich. Der sog. amerikanische Traum ist der Beweis dafür; vom Tellerwäscher zum Hollywoodlegende, da gibt es viele Beispiele zu nennen. Und Tatsache ist ebenfalls, dass der Mensch innerhalb begrenzter Rahmen eher eine ungewöhnliche Willensstärke entwickelt als innerhalb „verwöhnter“ Ordnung.

@Cagliostro sorry, du kennst die Grundlagen nicht, denn du verwechselst Meinung mit Argumentation. Wikipedia liefert eine empfehlenswerte Ausführung.

Xeno, schreib mal ein Paar Punkte, dann können wir weiter reden. Argumentieren heißt z.B. dass 95% deiner Beiträge dieses Missfallen aufweisen, das nennt man zurecht Jammern. Zähl mal auf, wie oft du das Wort Fasch- ismus, isten in deinen letzten 50 Beiträge geschrieben hast.



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Xeno, (...) Zähl mal auf, wie oft du das Wort Fasch- ismus, isten in deinen letzten 50 Beiträge geschrieben hast.

86
zum glück gibts das nicht als verb.



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von ÂmeNoir
Mein Arbeitsalltag sieht derzeit so aus, daß ich nen Job habe, der total stressig ist, oft nichtmal genug Zeit ist, sich ein paar Minuten am Tag privat mit Kollegen zu unterhalten oder mal in Ruhe die halbe Stunde Mittagspause zu machen, geschweige denn zur Besinnung zu kommen, um Arbeitsaufgaben zu durchdenken und systematisch anzugehen. Erschwerend kommt hinzu, daß ständig die EDV ausfällt, also das Handwerkszeug nicht optimal funktioniert, sondern nur blockiert, zudem gewisse Dinge durch Vorgesetzte mit Kunden nicht eindeutig/unmißverständlich geklärt sind, so daß ständig unnötige Nachfragen entstehen, die viel Zeit kosten und man nicht zügig vorwärts arbeiten kann. Vorschläge zu Verbesserungen werden von den Vorgesetzten als unnötig betrachtet und abgelehnt. Die Zeitnot und der damit verbundene, vermehrte Streß ist größtenteils hausgemacht. Morgens und abends bin ich zudem locker jeweils ne Stunde oder länger - je nach Verkehrssituation - für den Arbeitsweg unterwegs. Wenn ich abends heimkomme, bin ich total ko, so daß ich zu nix mehr zu gebrauchen bin, oft unfähig, noch irgendeinen klaren Gedanken zu fassen. An den 2 Wochenendtagen versuche ich die Dinge zu erledigen, die unter der Woche liegen geblieben sind. Ist ein tolles Leben und sooo erfüllend!


Dafür schreibst Du hier aber zu allen möglichen Uhrzeiten, verflixt viele und vor allem lange Postings. :eek: Wie wäre es denn, wenn Du die Zeit die Du darauf verwendest, dazu nutzt, etwas von dem zu tun, was Du angeblich gerne tun möchtest/würdest? Zeitmanagement macht verflixt viel aus. Ich bin derzeitig auch mit Arbeit überfrachtet, richte es mir aber so ein, dass ich heute Nachmittag Zeit hatte für einige Stunden Gartenarbeit in strahlender Herbstsonne. Schön war's und ich bin äußerst zufrieden und ausgeglichen. Nachher arbeite ich noch ein bisschen und gut.

Ich habe über Jahre kontinuierlich darauf hingearbeitet, dass ich heute das Leben habe, das ich jetzt habe und was auch freie Zeiteinteilung beinhaltet. Klar, sowas kommt nicht einfach so vom Himmel gefallen, man muss lange darauf zusteuern, aber möglich ist es. Wie gesagt, anstatt Deine Unzufriedenheit in einem Forum zu pflegen, könntest Du stattdessen auf Deine Zufriedenheit hin arbeiten. Ansonsten wird sich nie was ändern. Es liegt nur an Dir.

Grüßle
Mischa



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von Philon
Was willst du, was du nicht darfst? Was soll noch das System für dich tun? Sollen wir vlt. einen Sessel für dich bestellen?


*sich gepflegt schlapplacht*

Für Xeno nur einen Ohrensessel! Den Extragroßen in tiefschwarz. :D

....



geschrieben von: Xenomorph

Zitat:
Original geschrieben von Philon
@AmeNoir

Stimmt vor vorne bis hinten nicht. Das ist gerade der Punkt, den viele nicht nachvollziehen können, weil er außerhalb ihres Horizonts ist. Das ganze hat mit Soziologie und Kulturpsychologie zu tun. Deutschland genauso wie andere Länder gehört zu den individualistischen Kulturen. Andere Länder wie Brasilien oder meine Heimat Griechenland gehören zu den kollektivistischen Kulturen, wo das Wir-Gefühl viel ausgeprägter vorhanden ist. Und das gilt für andere Eigenschaften, die für die Meisten hier nicht nachvollziehbar sind. Die Geborgenheit und der Zusammenhalt in der Familie sind Erfahrungswerte; Empfindungen und Lebenseigenschaften die nicht einfach so zu erklären sind. Das ist vergleichbar, wie wenn man einem Menschen, der von Natur aus ein Choleriker ist, das Gefühl des inneren Friedens vermitteln will.

Liebe, Geborgenheit, Familiensinn, etc. sind Begriffe, die von einem Deutschen anderes gewogen werden als von einem Brasilianer. Wenn du ein fremdes Land besuchst, betrachtest du es mit einem verzehrten Blick durch deine Voreingenommenheit; erstens die deiner persönlichen Erfahrung die wiederum von deiner Entwicklung innerhalb deiner Kultur abhängig ist.
Deshalb erklärt dies auch die Tatsache, warum ich, obwohl ich einen ähnlichen Alltag wie du habe, sie gar nicht als stressig empfinde. Stress, Jammern, Unzufriedenheit sind für mich ganz anderes definiert als für einen Deutschen, da ich in einer anderen Kultur groß geworden bin. Verstehest du jetzt den Punkt?

Dennoch das ist anderes Thema, das zur Kulturpsychologie gehört. Anderseits liefert dies die Antwort, dass der Mensch der zentrale Punkt ist und nicht das System.

Und bevor wieder irgendwelche Schwarzweiß-Argumente kommen, ich sage es nochmal; natürlich kann man einige Dinge bezüglich des Systems optimieren, das heißt aber nicht, dass der Mensch dadurch in der Lage wäre, sich selbst zu verwirklichen, das ist der absolute Quatsch überhaupt!! Denn das würde heißen, „besseres System = bessere Chancen zur Selbstverwirklichung“, das ist lächerlich!

Oder hat Einstein in ein besseres System gelebt? Und was ist mit Griechenland? Wir haben ein viel schlechteres System als Deutschland, geschweige von Ökonomie, Bildungs-, Sozial- und Gesundheitssystem. Das für dich bürokratische System hier ist für mich das absolute Paradies! Philosophie ist zum Beispiel einer meiner Selbstverwirklichungspunkte, und das habe ich hier in Deutschland geschafft, in Griechenland hätte ich es mir aus Zeit- und Geldmangel nicht schaffen können. Ich sag es wieder, euch geht es zu gut hier!

Und noch etwas zu widerholen, Selbstverwirklichung betrifft nicht nur einen Punkt sondern mehrere. Und ein besseres System liefert nur die Mitteln, aber keine Garantie zur Selbstverwirklichung, denn dafür ist die Willensstärke verantwortlich. Der sog. amerikanische Traum ist der Beweis dafür; vom Tellerwäscher zum Hollywoodlegende, da gibt es viele Beispiele zu nennen. Und Tatsache ist ebenfalls, dass der Mensch innerhalb begrenzter Rahmen eher eine ungewöhnliche Willensstärke entwickelt als innerhalb „verwöhnter“ Ordnung.



...deine billige, nationalistische, mit chauvinistischen Stereotypen und sämtlichen Klischees eines kapitalistischen Pseudoindividualismus durchsetzte Blut-und-Boden Ideologie kannst du behalten...da gibt es rein gar nichts zu "reden" für mich - und das gilt auch für deine sämtlichen Komplizen und Parteigänger, von denen du hier ja mehr als nur einen hast...naja, zwei gibt es mindestens....ist ja symptomatisch, dass du gerade die USA mit als Positivbeispiel aufgeführt hast - da gelingt "Selbstverwirklichung" ja am besten...es lebe der Triumph des (freien) Willens des Einzelnen in der kapitalistischen Martktwirtschaft, der alle Widerstände einebnet und dich schnurstracks zum reichen Schnösel macht.. nur wenn nicht, dann landest du in den Slums von L.A. oder der Bronx...so sieht deine Scheißfreiheit aus...sie sieht eben genauso aus: wie Scheiße...was sie ja auch ist...



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
nationalistische...chauvinistischen....kapitalistischen Pseudoindividualismus... Ideologie...Parteigänger...kapitalistischen Martktwirtschaft...

Du bist ein richtiges Lexikon für Begriffe politischer Natur!



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
*sich gepflegt schlapplacht*

Für Xeno nur einen Ohrensessel! Den Extragroßen in tiefschwarz. :D

....



Hey Micha, ich glaube, ich habe Lachatte in diesem Engelnsymposium gesehen!

Also da sieht man die Wirkung des Glaubens. Xeno hat Recht, dieser Kapitalismus macht alles kaputt!



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
.. nur wenn nicht, dann landest du in den Slums von L.A. oder der Bronx...so sieht deine Scheißfreiheit aus...sie sieht eben genauso aus: wie Scheiße...was sie ja auch ist...

Die Natur zeigt uns immer den richtigen Weg, nur die Starken überleben! Du hast die Wahl wie ein Lamm oder wie ein Löwe zu leben!

Hey Xeno, das war ein bisschen Spaß zum auflockern. Denk an die früheren Zeiten, du warst viel lockerer



geschrieben von: ÂmeNoir

Die Natur zeigt uns aber auch Folgendes ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Symbiose



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von ÂmeNoir
Die Natur zeigt uns aber auch Folgendes ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Symbiose



Die eine Art ist der Mensch - welche ist die Andere? Ich meine natürlich im hiesigen Kontext? Im Übrigen, ich mag mich nicht zu Symbiosen zwingen lassen, die ich selbst nicht als solche erkennen kann und ich sehe beim besten Willen keinen Vorteil darin, mich mit Leuten zusammen zu tun, die den lieben langen Tag rumheulen und klagen, anstatt anzupacken.

Du bist im Übrigen noch gar nicht auf meinen Vorschlag eingegangen, den ich Dir oben machte. Keine Lust? Lieber hübsch im Jammertal verweilen?

Ja ja.... :D

....

****

Philon,-

Zitat:
Die Natur zeigt uns immer den richtigen Weg, nur die Starken überleben!


....leider ist das in Gesellschaften wie der unsrigen, fast völlig ausgehebelt. Das sieht man sehr deutlich an all den Jammerarien. Anstatt den Rücken gerade zu machen und etwas zu tun, wird das Klagen kultiviert und das Selbstmitleid. Ich wage zu behaupten, dass der Deutsche sich seinen depressiven Volkscharakter regelrecht heranzüchtet und ironischerweise ist er dabei genau der, dem es im Vergleich der Nationen noch am Besten geht. Vielleicht wird es einfach nur Zeit, dass all die Jammerlappen einmal erfahren, wie es ist, wenn es ihnen WIRKLICH schlecht geht, dann würden sie vielleicht mal wieder ein bisschen runterkommen von ihrem hohen Ross.

Grüßle
Mischa

PS: Ich habe mit Brasilianerinnen gearbeitet. Selten so lebensfrohe und angenehme Menschen getroffen. :)



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
...ja klar...die Software ist ja auch einfach so vom Himmel gefallen - auf direktem Wege vom Lieben Gott...Menschen hatten rein gar nichts damit zu tun, sie so zu entwickeln und zu konfigurieren...ja, genau...entscguldige bitte, wie hatte ich etwas so offenkundiges nur vergessen können...?


Jetzt fällts mir wieder ein: Alle Softwareentwickler sind ...
Naja, jeder weiß, was sie sind. Erster Buchstabe ist übrigens ein F.

PS:
Gott ist auch F.
(Jaja, ich auch.)



geschrieben von: Gezeichneter

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Ich habe mit Brasilianerinnen gearbeitet.


Würde ich auch gerne.



geschrieben von: Philon

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Vielleicht wird es einfach nur Zeit, dass all die Jammerlappen einmal erfahren, wie es ist, wenn es ihnen WIRKLICH schlecht geht, dann würden sie vielleicht mal wieder ein bisschen runterkommen von ihrem hohen Ross.

Grüßle
Mischa

PS: Ich habe mit Brasilianerinnen gearbeitet. Selten so lebensfrohe und angenehme Menschen getroffen. :)


Stimme ich dir vollkommen zu. Die Leute sind verwöhnt, sozusagen!

Bezüglich des "wiklich schlecht geht", da gibt übrigens eine gute Geschichte dazu, die ich einmal gelesen habe:
Ein total unglücklicher Mann geht zum Meister.
- Meister hilf mir bitte, ich kann nicht mehr...ich lebe mit meiner Frau und 5 Kinder in einem Zimmer von 30 qm. Die Schwester meiner Frau ist mit ihrer ganzen Familie seit 3 Monaten zu uns gezogen, weil sie im Not war. Jeden Tag Lärm und Streit, die Kinder schreien, 12 Menschen in einem Raum, meine Nerven halten es nicht mehr aus, was soll ich tun?
- Hast du Tiere draußen?
- Ja. Eine Kuh eine Ziege 4 Hühner und einen Hund.
- Ja, dann stell sie alle drin in deiner Wohnung
- WAS? Aber dann wird noch schlimmer?
- Hör mal, du kammst zu mir, weil du eine Lösung haben wolltest oder?
- Ja Meister!
- Dann mach was ich dir sage, 1 Woche lang und dann komm wieder zu mir
- (Woche später) Meisteeer, biteee, ich kann nicht mehr, tue was bitte, der Gestank, das Geschrei, ich kann nicht mehr so leben!
- Nun, nimm alle Tiere raus aus der Wohnung und komm in einer Woche wieder.
- (Woche später) Meister! Was für eine Ruhe, was für einen Frieden! Kein Gestank mehr wir haben es so gut alle zusammen!!




geschrieben von: ArrogantNick

Philon! :D

Sehr gute Geschichte! Denn genau das ist es. Vielen Menschen fehlen einfach die Relationen. Ich habe sehr viele Jahre im Dreck zugebracht. In einem Milieu, wo ich eigentlich permanent gehetzt war, Angst hatte und niemals Ruhe und ein Zuhause fand. Das war zwar äußerst unschön, lehrte mich aber etwas, das heute eine tragende Säule meines Lebensglücks darstellt, nämlich Dankbarkeit. Ich bin dankbar für das was ich habe, kann mich auch an 'kleinen Dingen' freuen und genieße es, ja, bin zutiefst dankbar, all dieses Schreckliche hinter mir gelassen zu haben und heute mein kleines Glück leben zu dürfen. Das Leben lehrte mich, dass es auch anders geht, sehr viel anders. Ich selbst bezeichne mein heutiges Glück als den Lohn, dafür, dass ich in früheren Jahren soviel Lehrgeld in all dem Elend zahlte. Ich glaube, dass auch ich nicht so glücklich wäre wie heute, hätte ich diesen (direkten/gelebten) Vergleich nicht.

Das Schlechte was mir widerfuhr, ist heute eigentlich etwas Gutes, ja, hat sich in gewisser Weise 'gelohnt' und seit mir das gewahr ist, weiß ich, dass ich alles (für mich) richtig gemacht habe. :)

....



geschrieben von: Xenomorph

...was für eine dumme Geschichte...wie gut, dass ich keine Kuh habe...und dabei völlig unlogisch: denn die Tatsache, dass eine schlimme Situation sich noch verschlimmern kann - also der Umstand, dass es immer noch etwas schlechteres gibt - macht etwas schlechtes nicht zu etwas gutem...mich würden in in dem Zusammenhang nur die Möglichkeiten interessieren, die eine Änderung zum besseren herbeiführen - also eine Wohnung, ein Haus ohne Ziegen, Hühner und Kühe - wo für alle genügend Platz ist...

...aber das Beispiel ist ohnehin nur eine weitere Variante der idiotischen Zwei-Scheißhaufen-Logik der kapitalistischen Schönredner: "Es gibt immer einen noch größeren Scheißhaufen" -also sei froh, dass du nur den kleineren bekommst und bemal ihn dir mit rosa Zuckerguss, damit es nicht mehr nach Scheiße aussieht und nicht so stinkt -und schon bist du glücklich, bzw. du hast es zu sein..." doch Fakt ist: Scheiße bleibt Scheiße - egal wie sehr man sich auch bemüht, etwas anderes darin zu sehen...und ich will mich gar nicht bemühen...mich interessierren nur die Möglichkeiten, wie es wirklich besser sein könnte...

..auch illustriert die Geschichte mal wieder sehr gut die christliche Demuts- und Memmenhaltung: "Man muss alles hinnehmen, was einem geboten wird, es hat in jedem Falle "gut" zu sein und man hat das Leben trotz größter Widernisse zu schätzen und zu mögen...!" Denn die Christendemutsmemme bekommt dafür von ihrem Gott die große Belohnung spendiert, wenn sie erst über den Jordan gegangen ist: ein Himmel ohne Kühe - da Tiere als dem Menschen nicht gleichwertige Kreaturen bekanntlich keine Seele haben - und nicht in den Himmel kommen können...wie schade - dann gibt es im Himmel auch keine Milch und keine Eier für euch Christen - und natürlich auch kein Fleisch...das bedeutet, ihr müsst dort für alle Ewigkeit als Vegetarier leben...

...Muuuuuhhhh !!!! - so sagte die Kuh nur dazuuuu...



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
[Gaaaanz viel Xeno-Schelte]
...Muuuuuhhhh !!!! - so sagte die Kuh nur dazuuuu...


Also lieber eine Melkmaschine statt eines Ohrensessels? :D

Ach Xeno, Du oller Knötterkopp - *Knuff* - was mit Dir los ist, das verstehe irgendwer. ....



geschrieben von: ArrogantNick

Sooo,-
ich habe noch ein wenig Muße und somit einige Erklärungsworte.

Zitat:
Original geschrieben von Xenomorph
...was für eine dumme Geschichte...wie gut, dass ich keine Kuh habe...und dabei völlig unlogisch: denn die Tatsache, dass eine schlimme Situation sich noch verschlimmern kann - also der Umstand, dass es immer noch etwas schlechteres gibt - macht etwas schlechtes nicht zu etwas gutem...

[....] doch Fakt ist: Scheiße bleibt Scheiße - egal wie sehr man sich auch bemüht, etwas anderes darin zu sehen...und ich will mich gar nicht bemühen...mich interessierren nur die Möglichkeiten, wie es wirklich besser sein könnte...


Ich verstand die Geschichte eher so, dass das, was man womöglich als Scheißhaufen ansieht, nicht unbedingt ein solcher sein muss. Dass man sich um optimale(re) Lösungen bemüht, ist dabei ja nicht ausgeschlossen. Der Fokus liegt mE eher darauf, auch das was man bereits hat, nicht einfach als 'Scheiße' abzutun, sondern vielmehr darauf zu achten, ob es nicht auch etwas Brauchbares beinhaltet, das man schätzen lernen könnte um darauf dann weiter aufzubauen.

So habe ich es zumindest immer gehalten. Ich habe versucht, auch in der größten Scheiße, immer noch die eine Blume in all dem Modder zu erkennen und mich an ihr zu freuen. Das gab mir dann die Kraft, weiter auf eine ganze Blumenwiese hin zu arbeiten. Und was soll ich sagen, heute sitze ich auf dieser Wiese und mir scheint die Sonne aus dem Hintern. :) Aber ich glaube wirklich, dass ich das nur schaffte, weil ich eben nicht rigoros alles als 'Scheiße' abtat und dann daran verzweifelte.

Ich glaube Xeno, bei Dir trifft das Letztere eher zu. Das tut mir zwar irgendwo leid für Dich, aber so wie Du (zumindest im Netz) herumgiftest, habe ich den Eindruck, dass Du es auch gar nicht anders haben willst. Man könnte Dir quasi Dein Glück mitten auf die Brust tackern, Du würdest es mit der Beißzange rausreißen, auf den Boden schleudern und laut schimpfend zu Tode treten.

Grüßle
Mischa



geschrieben von: Philon

Es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen dem „die Dingen sehen wie sie sind“ und dem „Dingen sehen wie man sie sieht“.

Ich wollte eigentlich nichts weiter zum Thema schreiben… wie dem auch sei: (Xeno wollte ein Paar Argumente von mir)

Ebene1, Vergangenheit / Gegenwart

Erstens musste berechnet werden, wie vielen Menschen bzw. Bürgern die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung zur Verfügung steht. Damit ist nicht die Anzahl der Nutzer gemeint. Das Ergebnis sollte mit vergangenen Werten verglichen werden.

Zweitens Zeit, sachlich betrachtet, musste berechnet werden, wie viel Zeit „netto“ für den einzelnen Bürger übrig bleibt, prozentual natürlich. Anschließend musste man das Ergebnis mit vergangenen Werten vergleichen.

Ebene2, Gegenwart / Zukunft

Willkürliche Werte dürfte man gar nicht berücksichtigen sondern Werte die von der Vergangenheit ableitbar sind, insofern kommen die Wahrscheinlichen heran.

Mehr möchte ich Heute nicht schreiben.



geschrieben von: ÂmeNoir

Man muß garnichts hinnehmen, was einem geboten wird, denke ich.

Wie sind denn die Dinge? Nicht so, wie man sie sieht, bzw. wie man sie sehen will? Ich behaupte nun mal, sie entsprechen generell der eigenen Einstellung, Auffassung, Sichtweise, dem eigenen Empfinden.

Das soll heißen, was der eine als bedrückend empfindet (warum auch immer), muß für einen anderen noch lange nicht bedrückend sein (z. B. die gezwungene Verschwendung unserer Zeit). Und vor allem denke ich, kann nicht aufgrund von diversen Aussagen, die hier in Threads getätigt werden, daraus geschlossen werden, daß jemand unfähig ist und nur jammert, da keiner den anderen so gut kennt, um das überhaupt wissen, geschweige denn beurteilen zu können und auch keiner in des anderen Haut steckt und weiß, was derjenige alles erlebt hat und wie er zu seiner Ansicht und seinem Empfinden kam.

Zudem sehe ich es auch so, daß man, wenn man selbst mal im Sumpf steckte und man einen Weg daraus gefunden hat, mit der Begehung dieses Weges einen gewissen Entwicklungsprozeß durchlief (der vielleicht Jahre dauerte und während der Zeit man auch gejammert hat) und man sich dabei Lösungen bzw. Möglichkeiten erarbeitet hat. Nur weil man SELBST den EIGENEN Sumpf irgendwann hinter sich gelassen und einen Weg FÜR SICH gefunden hat, heißt das aber noch lange nicht, daß DIESER Weg für jemand anderen auch der richtige sein muß, schließlich sind Menschen ja bekannterweise individuell verschieden.

Und so sieht m. E. auch die Sache mit der Selbstverwirklichung aus. Pauschalantworten wären meiner Ansicht nach alles andere als gerecht, denn dem einem reicht vielleicht 1 Stunde am Tag, um sein Ding zu machen und derjenige gibt sich damit zufrieden und ist glücklich. Jemand anderer hat aber vielleicht Interessen, die zeitaufwendiger sind und 1 Stunde nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Außerdem kommt es auch ganz darauf an, welchen Job jemand hat. Selbst wenn zwei Menschen die gleiche Arbeitszeit haben und gesetz den Fall auch gleichviel Freizeit, kann der eine sich nach Feierabend topfit fühlen, weil sein Job eben lockerer ist oder er ihn z. B. gesundheitlich lockerer wegsteckt, der andere sich aber völlig ausgelaugt füht, weil er den ganzen Tag komplizierte Aufgaben zu lösen hatte oder körperlich schwer gearbeitet hat und erschwerdend vielleicht auch noch hinzukam, daß er gesundheitlich eingeschränkt ist.





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