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Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
DU nimmst deinen Glauben aber sehr ernst Knöselerna
ah, ok :) ich kann halt auch teilbereiche diskutieren, wenn man grad drauf kommt.Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Vielleicht mal zur Klärung: Ich diskutiere konsequent zum Thema GLAUBEN ALS SOLCHES und nicht zu einer einzelnen Religion, die ich per se niemals als repräsentativ ansehen würde.
zB aufs dach des world trade center?Zitat:
Wo kämen wir hin, müsste man sich für seinen Glauben rechtfertigen?
also praktisch ein fach á la "glauben" im allgemeinen? nja, da realistisch betrachtet glauben immer vorkommt, könnte das evtl. ne lösung sein. allerdings kann ich die diskussion um die lehr-inhalte jetzt schon hören... :DZitat:
Ich persönlich wäre dafür, dem Religionsunterricht den gleichen Stellenwert einzuräumen wie z. B. Biologie, Chemie usw. Dann könnte in einem reformierten Religionsuntericht die Glaubensbildung generell gelehrt werden. [...]
das waren ja auch keine wissenschaftlichen masstäbe, sondern in genau diesem bereich. ich kann selbst in der, ich nenn sie mal "religionsblase", also der teilmenge der bestimmten religion, fragen aufwerfen, das machen theologen auch andauernd, innerhalb des kontexts diskutieren. deswegen meinte ich ja: folge-konsequent. nach "wissenschaftlichen masstäben" muss man ja erstmal wieder ganz an den anfang zurück.Zitat:
Ich erklärte bereits, warum man eine explizite Religion nicht mit solchen (wissenschaftlichen) Maßstäben in Kontext stellen kann. Tut man es doch, so kann dabei nur herauskommen, dass es sich widerspricht. Auch das erklärte ich bereits vor einigen Seiten. Darum sind die Fundis ja auch so gefährlich für das wissenschaftliche Denken und umgekehrt. ;-)
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
hm, keine ahnung? wie merke ich denn den unterschied? ich hab meines nächsten hof (also gut, weib :D) begehrt, und dann...?
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
das ist prima. dann brauch ich das mit den 10 geboten ja auch nicht. denn wenn meine "erfahrung" oder mein innerstes mir sagt, dass gott doch gerne ab und an menschenopfer hätte, ur um der alten zeiten willen, dann ist das also ok? überspitzt formuliert?
ich könnte sie ihm ausspannen und trotzdem glücklich leben (egal wie er das findet) und ich möchte behaupten, ich wäre nicht der erste mensch, der damit durchs leben käme.Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
Wirst du feststellen, dass du das Ziel - das der Engel bei Bethlehem als "Friede auf Erden" formuliert - wohl verfehlen wirst. Du begehrst sie aber hast sie nicht, du machst ihr schönen Augen und hast ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Nachbarn... Was andern gehört zu begehren ist ein ziemlich sicheres Rezept für Unfrieden, erst mal in dir und die Chance ist gross, dass du ihn dann auch noch auf deinen Mitmenschen ablädst.
es geht nicht um "die meisten", sondern in dem fall um mich (als beispiel). und die stelle überles ich einfach, da es ohnehin mehr auf mein innerstes ankommt. zufällig find ich friede und einigkeit mit gott durch menschenopfer.Zitat:
Die meisten Menschen können nicht wirklich damit umgehen, jemanden anderen umzubringen. Nicht einmal dann, wenn sie - zb wie im Krieg - die politische und moralische Legitimation und den offiziellen Auftrag dazu bekommen. Menschenopfer sind für den inneren Frieden äusserst undienlich, und somit nicht sinnvoll zum Erreichen dessen, was die Bibel als Ziel des Menschen nennt - Friede und Einigkeit. Und sonst kann man auch lesen "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer" (Hosea 6.6, Matthäus 9.13 und 12.7)
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
ich könnte sie ihm ausspannen und trotzdem glücklich leben (egal wie er das findet) und ich möchte behaupten, ich wäre nicht der erste mensch, der damit durchs leben käme.
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
es geht nicht um "die meisten", sondern in dem fall um mich (als beispiel). und die stelle überles ich einfach, da es ohnehin mehr auf mein innerstes ankommt. zufällig find ich friede und einigkeit mit gott durch menschenopfer.
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
das ist jetzt natürlich ein komplett konstruiertes beispiel, zeigt aber die problematik. selbst wenn ich eine kombination aus "eigener erfahrung", "inneres" und bibel nehme, sind die möglichkeiten gegeben.
seeehr diplomatische antwort :DZitat:
Original geschrieben von LaChatte
vielleicht. "damit durchkommen" ist das Eine - glücklich werden im Wissen, jemandem ein Unrecht getan zu haben, das gelingt kaum jemandem. Aber es gibt bestimmt Umstände, wo dieses Handeln vollkommen gerechtfertigt wäre.
nö, ich mach das zu ehren meines gottes(bildes).Zitat:
Wenn es tatsächlich so wäre und du dazu stehen könntest, mit klarem Bewusstsein deiner Handlungen und ihrer Konsequenzen, gut, dann sei es.
da geb ich dir recht. und ein blick ins geschichtsbuch zeigt, das wir insgesamt eine sehr verdrehte, perverse spezies sind.Zitat:
Aber erlaube mir, daran zu zweifeln. Nach allem, was ich weiss, sind Menschen nicht zum Töten gemacht. Nicht wegen irgendwelche Gesetzen, sondern weil wir einfach nicht so konstruiert sind. Es muss jemand schon sehr stark verdreht (pervertiert) sein, mit verdrängten Emotionen und fixen Gedanken, damit Töten einigermassen funktioniert.
genauä, da stimm ihc dir mal zu. da behaupte ich: es ist völlig wurscht, ob jemand religiös ist oder nicht. entweder man ist ein drecksack oder nicht. und ersterer findet immer ne möglichkeit, seine drecksackigkeit auszuleben, mit oder ohne von gott legitimiert. bohnhoeffer wäre auch als atheist zwar aus ner anderen richtung, aber zum fast selben ergebnis gekommen.Zitat:
ja, dieses Problem gibt's natürlich immer. Allerdings dürfte das ein religiöser Mensch genau gleich beantworten wie ein nicht religiöser Mensch: im Zweifelsfall zählt das eigene Gewissen, die eigene Verantwortung. Und nicht, was ein Pfarrer oder Polizist oder Wissenschaftler oder eine sonstige Autorität sagt.
sone ähnliche ausrede hab ich mal im reli-unterricht wg vergessener hausaufgaben gebracht. und was soll ich dir sagen? sie hat nicht funktioniert!Zitat:
Als Gläubiger kann man auch immer beten: Lieber Gott, wenn du nicht gewollt hättest, dass ich diese Entscheidung treffe, hättest du mich eben anders machen müssen.
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
seeehr diplomatische antwort :D
aber dass es "kaum jemanden gelingt", bezweifle ich ganz stark.
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
nö, ich mach das zu ehren meines gottes(bildes).
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
da behaupte ich: es ist völlig wurscht, ob jemand religiös ist oder nicht. entweder man ist ein drecksack oder nicht. und ersterer findet immer ne möglichkeit, seine drecksackigkeit auszuleben, mit oder ohne von gott legitimiert. bohnhoeffer wäre auch als atheist zwar aus ner anderen richtung, aber zum fast selben ergebnis gekommen.
Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
sone ähnliche ausrede hab ich mal im reli-unterricht wg vergessener hausaufgaben gebracht. und was soll ich dir sagen? sie hat nicht funktioniert!
Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
Die Bibel hat natürlich auch so ne Geschichte, ...
Zitat:
meinetwegen. Aber du musst immer noch selbst dazu stehen, dass du das zu Ehren deines Gottes machst.
und "alltag" ist das, was wir die meiste zeit über erleben. es gibt tatsächlich sowas wie eine "universelle ethik", die antworten auf sog. "ethische dilemmas" waren überall auf dem globus gleich.Zitat:
ja, für den Alltag sind die Regel überall etwa gleich, egal ob religiös oder säkular.
oooder mein reli-lehrer war ein heimlicher atheist :DZitat:
nun ja, hinderlich kann durchaus sein, dass Gott andere Leute eben auch so gemacht hat, wie sie sind *g*
Zitat:
und "alltag" ist das, was wir die meiste zeit über erleben. es gibt tatsächlich sowas wie eine "universelle ethik", die antworten auf sog. "ethische dilemmas" waren überall auf dem globus gleich.
das wra ein bericht im spiegel, es ging in der studie um konkrete körperliche dysfunktionen im gehirn und die juristischen implikationen. die fragen waren, wenn ich mich recht erinner, sowas wie "wenn man einen zug voller leute retten könnte, indem man einen unbekannten aufs gleis wirft, mache sie das?" und die variation davon "...die leute im zug retten, indem sie weichen umstellen, aber auf dessen gleis ein unbekannter steht" ect. ersteres wurde überwiegend mit nein, letzteres mit ja beantwortet. sowas in der richtung.Zitat:
Original geschrieben von Scheol
Das würde mich interessieren. Kannst du aus dem Stehgreif irgendwelche Schlüsselworte nennen oder gar Studien sagen? Würde da gerne mal reinschauen.
Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
ja, dies hab ich auch gesehen.
je näher der Mensch, desto grösser der Widerwille, ihn zu töten.
Einer, der gleich neben mir steht, den ich sehen und hören und riechen kann - das ist wichtiger und geht mir näher als ein paar Hundert in einem Zug, die ich nicht sehe, oder ein Mensch etwas weiter weg, den ich vielleicht als Umriss wahrnehme, aber ohne Details.
grüsse, barbara
Zitat:
Original geschrieben von JohnSteed
Wie soll das gehen, die Menschheit lieben?
Zitat:
Original geschrieben von LaChatte
man kann nicht die ganze Welt lieben, das geht
technisch nicht.
Zitat:
Original geschrieben von La Vie En Rose
In der heutigen Zeit fällt es sehr schwer, die Menschheit zu lieben. Die Menschheit ist nicht mehr das, was sie mal war. Dank sei der Politik, Mördern, Vergewaltigern etc
Wie soll man so eine Menschheit noch lieben?
Zitat:
Original geschrieben von La Vie En Rose
In der heutigen Zeit fällt es sehr schwer, die Menschheit zu lieben. Die Menschheit ist korrupt und der Sinn für Richtig und Falsch, für Wahrheit und Lüge, getrübt.
Die Menschheit ist nicht mehr das, was sie mal war. Dank sei der Politik, Mördern, Vergewaltigern etc.
Wie soll man so eine Menschheit noch lieben?
Zitat:
Na, unter der Prämisse ist Glaube mehr Leistung als Nichtglaube. Genau wie ein Führerschein mehr Leistung erfordert als kein Führerschein.
Zitat:
Oder dem Fußgänger/Radfahrer mehr abverlangt da er auf die Autofahrer/Führerscheinbesitzer aufpassen muss, damit er nicht überfahren wird?
Zitat:
Original geschrieben von Seidenspinner
Ich kann mich noch an die Widerstände erinnern, die sich in einem anderen Thread regten, als ich Intelligenztests als probates Mittel zur Messung der Lernfähigkeit eines Menschen anpries. Das fanden diverse Mitnutzer mal so gar nicht in Ordnung. Da wurde ich aber sofort als angepasster und menschenverachtender Spießer der Leistungsgesellschaft identifiziert.
Zitat:
Original geschrieben von Synergie
Echt? :D Cool. Haste mal den Link?