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"Fremde" musik in der szene oder X-Rx die IIte ^^

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: CryoniC

So dann wollen wir ma was neues öffnen....

Hier soll es um diverse musikrichtungen gehen, die eurer meinung nach "unpassend" in der szene sind.

Was ich hier bis jetzt alles aus dem bereich gelesen habe:

Technoide musik: Aggrotech/hellektro, Rhytm`n Noise, Breakcore, TBM & co.
Das ganze wird allgemein als EBM & Industrial vermarktet, aber da ich hier keine grundsatzdiskussion zu dem thema will, verzichtet bitte drauf, und nennt die sachen beim namen!

Techno: Angefangen von Scooter über eurodance/trance bis hin zu hardstyle/core/tekk (alles schon gehört, Chris Liebling, Showtek und Marc Acardipane und natürlich Scooter).
Da dies nicht als "Industrial/EBM" vermarktet wird, wird es hier bitte einzeln aufgeführt, dies ist wirklich wildfremde musik.

Metal&co. Gehörte ja auch mal nicht zur szene. Ist aber nicht meine baustelle, daher habe ich da nicht viel zu sagen.

Mittelalter&co. Siehe: Metal... Auch hier habe ich nicht viel zu sagen.

Diverse andere richtungen, die mir gerade entfallen sind.

Da ich selbst sehr nahe am bereich "cyber" bin, interessiert mich die diskussion über "düstertechno" am ehesten.

! Hier geht es nicht um "gothic", sondern um die schwarze. Sprich auch gemischtpartys, events ala WGT usw...

! Hier sollten keine persönlichen angriffe stattfinden, ich möchte den thread offen haben, die mods sind in letzter zeit bissl pingelig hier ^^

! An die moderation: lasst wenigstens diesen thread leben, solange er nicht komplett ins offtopic geht oder unter die gürtellinie.

! Da es hier nur um musik geht: diskussionen über cyber, raver, tekker, sonstwen > nicht hier^^

P.S.: tschuldigung für kleinschreibung^^



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Dazu braucht es keinen Thread. Das kann jeder mit etwas thematischer Beschäftigung selbst herausfinden. Das Problem ist vielmehr die Beschäftigungsfaulheit, wie sie schon seit Jahren an den Tag gelegt wird.

Eine Schwarze Szene wird übrigens von vielen verneint. Die und ein Zusammenhang mit dieser wird doch fast ausschließlich vorgegaukelt, um irgendein Produkt zu vermarkten.



geschrieben von: CryoniC

@Vorwärts FDJ!

Aber jeder hat eine eigene meinung zu dem thema, was dazu gehört und was nicht. Ausserdem soll hier auch geschrieben werden, was das "schlimmste" war, was im club oder auf einem event von der jeweiligen person erlebt wurde.

Es ist mir auch bewusst das die schwarze szene eigentlich nur der vermarktung dient, um eine "community" zu haben wo man diverses zeuch ohne viel arbeit absetzen kann > die leute übernehmen die halbe arbeit^^

Trotzdem sehen sich einige leute als teil davon, und deren meinung will ich lesen, auch aus der sicht der vermarktung - was passt, was passt nicht und soll gefälligst bei den ravern/tekkern/metalheads/usw vermarktet werden...

Man braucht eigentlich zu keinem thema nen thread - fast alles ist schon im internet mehr als ausfühlich behandelt, mit google&co findet sich auch alles.
Schaden tut es aber auch nicht.

Ich will einfach verstehen, warum die eine hälfte der szene die aktuelle entwicklung in clubs verteufelt, die andere aber "JA!" schreit und sich brav mit CDs eindeckt ^^



geschrieben von: vengeance

ich fand schon Blümchen arg schlimm..

allgmein dieser ganze Elektrokram, der so absichtlich auf "böse" getrimmt wird (abgesehen von Blümchen ;) )



geschrieben von: medievalklaus

Zitat:
Original geschrieben von CryoniC

! An die moderation: lasst wenigstens diesen thread leben, solange er nicht komplett ins offtopic geht oder unter die gürtellinie.



Na schaun mer mal, wie er sich entwickelt ;)



geschrieben von: Todessehnsucht

Beine! so nu musst du schliessen das war unterhalb des Gürtels :P



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von CryoniC
Aber jeder hat eine eigene meinung zu dem thema, was dazu gehört und was nicht.

Meinungen? Denen kommt bei solch einem Thema nur bedingt Bedeutung zu. Sonst bin ich nämlich schnell mal der Meinung, dass Techno in den Metal-Bereich gehört. Es gibt gute Gründe und weitere zu berücksichtigende Faktoren, weshalb er das gerade nicht tut. Da interessieren mich Meinungen herzlich wenig. Meinungen sind gerade das, was von Leuten herumposaunt wird, die sich am wenigsten mit der Sache beschäftigen. Ich muss mir keine Meinung bilden zu etwas, das offensichtlich ist und sich in einem bestimmten Kontext bewegt.



geschrieben von: CryoniC

@Vorwärts FDJ!

Spielverderber^^

Gut, das ist deine entscheidung.
Stimmt, es sind alles tatsachen, wo was hingehört.
Und trotzdem streiten sich die leute.
Da die threads nicht unbeliebt sind, schein es bedarf zu geben, also warum nicht einen erstellen ?))


@medievalklaus

Wenns dann zu sehr abrutscht, bitte saubermachen, nicht gleich vorhängeschloss dran. Sonst tut jemand wieder einen öffnen^^

@vengeance

Blümchen... Marusha.. Solche sachen sind mir in letzter zeit nicht in die ohren gekommen, aber ich bin mir sicher das irgendein DJ sich den spaß bestimmt nicht entgehen lässt^^


Das schlimmste was ich eben im (düster)club hatte, war ein grauenhafter schranz-mix auf Nightwish - end of all hope (glaub ich).
Idee ist an sich ja nicht schlecht, aber die umsetzung war so "gut", das sich meine ohren zusammengerollt haben xD



geschrieben von: belladonna

Zitat:
Die und ein Zusammenhang mit dieser wird doch fast ausschließlich vorgegaukelt, um irgendein Produkt zu vermarkten.


Ein Schenkelklopfer...versuch mal ein Produkt mit dem Etikett "Gothic" an einen Radiosender zu kriegen :rolleyes: Da ist es eher ratsamer für seinen Musikstil ein Prädikat zu verwenden das nicht gleich auf den ersten Blick nach "schwarz" aussieht. Sonst heißt es nämlich: "sehr interessant, aber passt nicht zu unserer Senderfarbe."....

Und das Märchen von der Bedeutung ausgerechnet der Gothicszene in Sachen Musikvermarktung kann doch nun wirklich keiner glauben...
Schwarzgefärbte Castingbands zielen meiner Meinung nach weniger auf die "Heerscharen" von Konsumenten in der schwarzen Szene ab, sondern vielmehr auf stinknormale Teenager die sich gern ein pöses Image (aber nicht zu böse - damit Mutti nicht das Taschengeld streicht) verpassen möchten, um damit Altersgenossen zu beeindrucken. Musik von Vorzeigebösewichten für pubertierende Möchtegernrebellen ;)
Und die haben schließlich nichts mit der Szene zu tun. In meinem (schwarzen und auch nichtschwarzen :D ) Bekanntenkreis gibt es jedenfalls niemanden der ganz scharf auf Eisblume oder Tokio Hotel ist.

Daß allerdings tatsächlich Scooter in den Clubs der schwarzen Szene läuft, finde ich nun wirklich sehr traurig. Der gehört nun wirklich nicht dahin. Aber ich wette die Tanzfläche ist dann sogar noch voll...



geschrieben von: Seneca

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Der gehört nun wirklich nicht dahin. Aber ich wette die Tanzfläche ist dann sogar noch voll...
Roger that...
Und wenn man sich was von Bacio di Tosca wünscht spielen die einen krammschen Remix. Im Übrigen ist die Tanzfläche auch bei den 69 eyes leer, fällt einfach aus dem Schema. Abe mehr als einmal muss man auch nicht in einen Laden gehen in dem das passiert. Gut die weinen zwar langsam deutlich hörbar dem alten Publikum hinterher, aber wer nicht auflegen kann muss wohl fühlen.



geschrieben von: Demon17

Ach kja, nach 7-8 jahren wo ich ein-dreimal die Woche tanzen gegangen bin, tut eine kleine Pause auch mal ganz gut. Bei dem miesen Fernsehprogramm fange ich sogar an zu lesen. Es kommen auch wieder bessere Tage.



geschrieben von: Seneca

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Es kommen auch wieder bessere Tage.
Ja, regemäßig alle 28 Tage.



geschrieben von: CryoniC

Nuja, ganz so düster ist das ganze nicht, in sachsen habe ich 2-3 wave/gothrock/darkwave/postpunk partys im monat gezählt, dauerhaft und im umkreis von ~ 100km (was noch zumutbar ist um regelmässig besucht zu werden).
Dazu kommen noch gut 8-10 gemischte und eventuell 1-2 mit ausgefallenen elektronischen sachen bzw krach, auch reine Industrial & EBM partys finden statt.
Kein grund sich zu beschweren, praktisch jede woche kann man weggehen, ohne mit grendel, agonoize, X-Rx oder gar scooter beschallt zu werden^^
Natürlich ist dies mit rumfahren verbunden, aber 1 autostunde ist noch angemessen.

Was Scooter mit solchen sachen wie "Lass uns tanzen" oder "Maria i like it loud" angeht, so ist zumindest auf cyberpartys die tanzfläche rammelvoll.
Erschrekenderweise auch zu "Was geht ab?!"....

Hab vor ner weile auch n lustiges experiment gestartet > gemischte party, 2 floors. Im 2en laut flyer EBM/Industrial/Elektro. Hab dem DJ nen sampler (Generation Hardstyle vol2) in die hand gedrückt. Blademasters - Masterblade wurde gespielt. Hab dann leute rumgefragt... Anstatt hardstyle oder wenigstens techno als beschreibung zu hören, hat die mehrheit das zeug für *düsterelektro* gehalten...
So viel zum thema "unterschiede" ^^

@belladonna

Es geht nicht um Nu Pagadi, TH oder andere casting-bands... Es geht einfach um die tatsache, das qualitativ schlechter techno, bei dem 95% der DJs nen herzinfarkt kriegen würden, sich wunderbar als EBM/Industrial vermarkten lässt. Diese projekte würden sich in der techno bzw tekkno szene kaum vermarkten lassen, da ist die konkurenz um welten höher und die ansprüche der leute auch.

Die schwarze szene ist natürlich nicht so gewichtig, das man damit die einnahmen der pop, rock oder RnB abteilung vergleichen kann, aber es gibt auf jeden fall noch genug geld in der szene, um einiges an gewinn rauszukriegen. Chris Pohl hats z.B. verstanden und nutzt es aus xD



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Und das Märchen von der Bedeutung ausgerechnet der Gothicszene in Sachen Musikvermarktung kann doch nun wirklich keiner glauben...

Das war zu Beginn der 90er vielleicht noch der Fall. Du wirst ja wohl kaum leugnen können, dass viele Gruppen und Labels ihren mittelmäßigen Mist an den Mann bringen, indem sie Etiketten wie Gothic oder Industrial draufkleben und versuchen, damit eine bestimmte Hörerschaft zu erreichen und deren Interesse zu wecken. Und so mikrig ist diese Hörerschaft nicht - ganz anders als in den 90ern.

Oomph! sind da ganz sicher nicht das letzte Beispiel, wenn auch nicht das beste. HIM, 69 Eyes, Blutengel, und und und. Glaubst du, denen würde auch nur ein Hauch Beachtung geschenkt, wenn sie ihren Kram als Deutschrock, Pop, Schlager-Techno oder Heavy Rock verkaufen würden, eben das, was es tatsächlich ist? Dass ich nicht lache... In diesen Milieus würden sie mit ihrer Musik glatt durchfallen. Schwarz verpackt verkauft sich dieser Mist doch viel besser.

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Schwarzgefärbte Castingbands zielen meiner Meinung nach weniger auf die "Heerscharen" von Konsumenten in der schwarzen Szene ab, sondern vielmehr auf stinknormale Teenager die sich gern ein pöses Image (aber nicht zu böse - damit Mutti nicht das Taschengeld streicht) verpassen möchten, um damit Altersgenossen zu beeindrucken. Musik von Vorzeigebösewichten für pubertierende Möchtegernrebellen ;)
Und die haben schließlich nichts mit der Szene zu tun.


Ich fürchte DAS IST die "Schwarze Szene". Such mir mal 'nen waschechten Grufti unter den ganzen Zahnspangenhüpfern da draußen. Sowas siehste vereinzelt noch in diversen Dissen übers Land verteilt und auf dem WGT, wenn sich alle chic machen.

Unheilig, ASP, StS... das wird von stinknormalen Leuten gehört, die glauben, zur Schwarzen Szene zu gehören, wenn sie sich 'nen Rammstein-Album kaufen und sich 'n Mono-Inc.-Shirt überziehen, weil die ja so furchtbar gruftig und ultra-provokativ sind. Über all die Jahre, die durch Ab- und Zuwanderung geprägt sind, haben sich diese Leute zur Schwarzen Szene entwickelt. Und die werden durch solch reißerische Etiketten wie "Gothic" oder "Industrial" angelockt.

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Daß allerdings tatsächlich Scooter in den Clubs der schwarzen Szene läuft, finde ich nun wirklich sehr traurig.

Eine Begleiterscheinung deiner "Schwarzen Szene". Die kümmert ganz sicher nicht dein Bekanntenkreis.

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Der gehört nun wirklich nicht dahin. Aber ich wette die Tanzfläche ist dann sogar noch voll...

Ja, warum wohl... "Voll krazzer Trü-Power-Noise-Industrial" würde wohl ein Gothanthrop dazu sagen.
Scooter läuft dort, weil sich deren Musik kaum von dem unterscheidet, was in den trendy Clubs seit Jahren als "Elektro" oder "Industrial" dargeboten wird. Da fällt ein HP Baxxter kaum noch auf.



geschrieben von: Goat93

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Ein Schenkelklopfer...versuch mal ein Produkt mit dem Etikett "Gothic" an einen Radiosender zu kriegen :rolleyes: Da ist es eher ratsamer für seinen Musikstil ein Prädikat zu verwenden das nicht gleich auf den ersten Blick nach "schwarz" aussieht. Sonst heißt es nämlich: "sehr interessant, aber passt nicht zu unserer Senderfarbe."....

Und das Märchen von der Bedeutung ausgerechnet der Gothicszene in Sachen Musikvermarktung kann doch nun wirklich keiner glauben...
Schwarzgefärbte Castingbands zielen meiner Meinung nach weniger auf die "Heerscharen" von Konsumenten in der schwarzen Szene ab, sondern vielmehr auf stinknormale Teenager die sich gern ein pöses Image (aber nicht zu böse - damit Mutti nicht das Taschengeld streicht) verpassen möchten, um damit Altersgenossen zu beeindrucken. Musik von Vorzeigebösewichten für pubertierende Möchtegernrebellen ;)
Und die haben schließlich nichts mit der Szene zu tun. In meinem (schwarzen und auch nichtschwarzen :D ) Bekanntenkreis gibt es jedenfalls niemanden der ganz scharf auf Eisblume oder Tokio Hotel ist.

Daß allerdings tatsächlich Scooter in den Clubs der schwarzen Szene läuft, finde ich nun wirklich sehr traurig. Der gehört nun wirklich nicht dahin. Aber ich wette die Tanzfläche ist dann sogar noch voll...



Zum Radio:
DAS ist das kleinste Problem. Es werden allerdings nur die+
"großen"=marketingtauglichsten Bands als Goth verkauft und
betitelt. Him, Nightwish, Rasmusen und sonstige Kapellen
werden im normalen radio nicht nur gespielt, beworben und
abgefeiert, sondern auch als Goth verkauft ;)
Blöd Metalbands wie Dimmu Borgir, Im mörtel sowie super
goth Bands sind seit etlichen Jahren Standartvertreter in
den Charts, solltest dir bei den Bands mal so die Weltweiten
Charteinträge ansehen und dann auch ansehen, ab wieviel
man welche Auszeichnung bekommt. Da gehen ein paar
Hunderttausend Scheiben über den ladentisch, manchmal
auch über einer Million, natürlich nicht wirklich viel, wenn
man bedenkt das die Gold+Platin auszeichnungen in den letzten
jahren wegen verkaufsmangel runtergeschraubt wurden.
Lables wie Nuclear Blast können sich Werbung leisten, die sonst
Madonna hat....

Ville Vallo war mit Summer Wine auf Platz 2 der Deutschen Charts
;)

edit:
Das ASP, Samsas TRaum und andere in den Charts waren, ist
eigentlich auch ersichtlich ;)



geschrieben von: CryoniC

Lasst doch ma die populären bands links liegen^^
Die vermarktung der unbekannten richtungen/bands ist deutlich interessanter.
Aus Aggrotech wird EBM gemacht. Aus TBM auch. Unter Industrial wird alles mögliche vermarktet, bis hin zu Rhytm`n`Noise (siehe XoToX).

Diese sachen tauchen selbst in den DAC selten auf, in den normalen charts schon gar net.

Trotzdem wird das zeug zu tode ausgequetscht und vermarktet mit allen erdenklichen mitteln^^

Und aus der szene kann man einiges rausholen. WGT kriegt glaub ich über 25 000 leute zusammen. Gut 50% davon hören mittlerweile alles, was denen als EBM/Industrial vermarktet wird.
Ist schon eine anständige menge^^



geschrieben von: logic_system

egal wie mans nennt. der meiste kram ist niveauloser, auf hochglanz polierter und groß beworbener müll. egal ob mit e-gitarre oder laptop zusammengestöpselt.

bands wie him und nightwish können ja gar nichts dafür, dass man sie so bewirbt. die weigern sich ja tlw. sogar als sowas bezeichnet zu werden.
nicht, dass ich sie jetzt deswegen mögen würde, aber das liegt beim marketing und den ganzen unreflektierten consumer bitches.



geschrieben von: CryoniC

Zitat:
Original geschrieben von logic_system
egal wie mans nennt. der meiste kram ist niveauloser, auf hochglanz polierter und groß beworbener müll. egal ob mit e-gitarre oder laptop zusammengestöpselt.

bands wie him und nightwish können ja gar nichts dafür, dass man sie so bewirbt. die weigern sich ja tlw. sogar als sowas bezeichnet zu werden.
nicht, dass ich sie jetzt deswegen mögen würde, aber das liegt beim marketing und den ganzen unreflektierten consumer bitches.



Stimmt. Ist leider nur so, das die schlimmsten sachen am besten gepusht werden, und sich dann auf ein mal in DAC und auch in den clubs befinden, und das ganz traurige > das zeug wird ja auch noch von den "massen" für gut befunden und verbreitet :D

Ich verstehe nur eins nicht, müll vermarkten ist ja heutzutage gang und gebe, aber wieso ausgerechnet in der schwarzen szene ? Metaller wehren sich z.B. gegen schlechtes zeug > es wird einfach ignoriert, egal wie fett und poliert die werbung sein mag.. Und auch in der tekknoszene wird qualität sehr groß geschrieben (da achten aber auch die DJs extrem drauf, durch deren hände geht ja auch das meiste an releases zuerst durch). Nur in der schwarzen szene lässt sich mist³ irgendwie besser vermarkten als woanders.

Liegts an leuten ? Selbst wenn die hälfte der konsumenten unter 18 ist, sollten die doch gewisse ansprüche auf qualität haben...



geschrieben von: belladonna

Zitat:
Die vermarktung der unbekannten richtungen/bands ist deutlich interessanter.


Unter dem Etikett Gothic hat man da wirklich keine Chance als Newcomer - ich weiß wovon ich rede. Und sogar eine Band wie VNV Nation (wars glaub ich...) hat das geschnallt und umschreibt ihren Stil bei der Radiopromo möglichst so, daß man es nicht zuallererst in der dunklen Ecke der Musikwelt vermutet...

Die Radiosender wollen halt einfach nix falsch machen und spielen eine Band in der Regel (welche durch Ausnahmen bestätigt wird - aber nur wenn nicht Gothic drauf steht :D ) erst wenn der Erfolg schon da ist - das ist sogar einer stinknormalen Band wie Ich und Ich so gegangen. Bemerkenswert auch daß trotz Erfolg ein Song von denen dennoch nicht im Radio lief nur weil die Zeile "wenn ich tot bin" drin vorkam :rolleyes:



geschrieben von: CryoniC

@belladonna

je nach dem um welche radios es geht.
Normale sender kann man eh knicken.
Bleibt also nur stream - und da unterscheidet man zwischen den großen dingern und den hobbyprojekten mit spaß an der sache.

Die großen brauchen nix vermarkten, die kann man gleich abschreiben. Die kleinen machen es dafür sehr gerne^^



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von CryoniC
Nur in der schwarzen szene lässt sich mist³ irgendwie besser vermarkten als woanders.

Liegts an leuten ? Selbst wenn die hälfte der konsumenten unter 18 ist, sollten die doch gewisse ansprüche auf qualität haben...


Liegt wirklich an den Leuten und vor allem daran - das wurde ja nun oft genug angesprochen - dass sie sich einfach nicht bilden. Die wissen nicht, was Gothic oder Industrial ist. Wie wollen sie diese Musik dann bitte von anderer unterscheiden? Dumm konsumierende Äffchen.



geschrieben von: CryoniC

Na im zeitalter des internets kann so was doch nicht mehr vorkommen, google.bla aufmachen und begriff eingeben, spätestens beim 3en treffer kommt das raus was man sucht...

Ich habe die frage auch anders gemeint, mir geht es nicht um etikettenschwindel, sondern um die qualität der musik, egal wie man die jetzt nennt.
Die qualität sinkt seit jahren, was eigentlich unmöglich ist - in jeder anderen szene geht die qualität der musik nach oben oder bleibt zumindest dauerhaft auf dem selben level....
Bei vielen bands merkt man es, es kommt nix neues, die alte schiene wird plattgefahren - es verkauft sich ja^^



geschrieben von: belladonna

Zitat:
Nur in der schwarzen szene lässt sich mist³ irgendwie besser vermarkten als woanders


Vielleicht scheint das auch nur so, denn ich frage mich angesichts der Tatsache daß gerade die Gothicszene nicht eben ein dankbares Publikum darstellt - schon auf Grund ihrer Zersplitterung in viele kleine Gruppen mit teilweise total unterschiedlichen Ansichten und Geschmäckern - wie sich da überhaupt irgendetwas halbwegs vermarkten lässt. Ich denke nicht selten ist da der nach außen präsentierte "Erfolg" tatsächlich höchstens nur halb so groß, wie es scheint.

Aber zum Thema: Mir ist gerade so in den Sinn gekommen, was eigentlich ein Metaller sagen würde, wenn er zu einer Metalparty geht und dort den ganzen Abend Hip Hop läuft...Ich meine wenn man eine Veranstaltung mit "Gothic" überschreibt sollte selbiges auch geboten werden. Aber ich habe schon "Gothic"-Parties erlebt auf denen es zuging wie auf der Loveparade. Mit Trillerpfeifen, fröhlich dem DJ zujohlenden und zu reinstem Techno abzuckenden Gestalten...Häh? Da fällt man echt vom Glauben ab. Ein Metaller würde dem DJ der es wagt auf eine Metalparty Hip Hop aufzulegen wahrscheinlich eine reinhauen und alle die tatsächlich dazu auf der Tanzfläche gebangt haben umgehend aus dem Club werfen :D. Das Gothicpublikum (einschließlich mir :D ) zieht sich still in sein Kämmerlein zurück um den alten Zeiten nachzuweinen und dem neonfarben blinkenden Volk das Feld zu überlassen...

Ich meine, ich höre auch einiges an szenefremder Musik und käme trotzdem nicht auf die Idee mir das auf einer Gothicparty zu wünschen. Im stillen Kämmerlein hat doch jeder die Gelegenheit zu hören was er will, aber bei Veranstaltungen mit einem speziellen musikalischen Thema sollte man sich da schon weitestgehend in seinen Musikwünschen auf selbiges beschränken, damit die für die Veranstaltung angestrebte Stimmung nicht flöten geht. Wenn es nur um Tanz und Spaß geht, kann man ja auch genauso gut zum Karneval gehen, da kann man sich dann auch schön bunt anziehen :D
Aber schon als ich mit 16 meine ersten Ausflüge machte, gab es für mich nicht viel zu tanzen bei Parties...Auf Dead Can Dance, Christian Death, Nick Cave etc. konnte man lange warten...Wurde manchmal einfach nur als "Rausschmeißer" gespielt. Das Gefällige das mit einem Bein schon im Mainstream stand und auch schon mal einen Beitrag in der Bravo bekam lief dafür umso mehr. Die Diskussionen um den Niedergang der Szene und deren Musik ist also gar nicht wirklich so neu :D
Wie meinte noch eine Freundin von mir so treffend: "Es gibt von oben bis unten gepiercte und tätowierte Spießer!" und diese scheinbar auch sehr zahlreich in der schwarzen Szene und deren Musikgeschmack muß ja auch bedient und sollte auf keinen Fall übefordert werden :D

Aber ich hör jetzt mal auf zu posten - ich habe das Gefühl ich schweife zu sehr ab...:rolleyes:



geschrieben von: CryoniC

Die sachsen lassen sich wunderbar vermarkten, cyber gibt es mittlerweile viele und auch ein nicht gerade kleiner teil der anderen - die hören alle dieselbe elektronische musik. Diese dann zu vermarkten ist ein kinderspiel, und die zahlen sind größer als man denkt^^

Der vergleich mitm metaller hinkt an beiden seiten.
Der besagte metaller würde sich eher an die bar setzen und erstmal das halbe sortiment an hoch% durchprobieren.

Ausserdem sind die veranstaltungen schon lange nicht mehr als "goffik" ausgeschrieben, wo hat man denn so was gelesen :P
Das einzige was beschrieben wird, sind musikstile aufm flyer (die eh nicht befolgt werden), mehr nicht^^
Und wo kein goffik drauf, da kein goffik drin.
Es gibt massenhaft gesonderte veranstaltungen, die sich mit bestimmten musikrichtungen beschäftigen und andere gar nicht zulassen.

Und zu guter letzt - ich gehe sehr gerne auf hardstyle events, goa partys oder hardtrance/hardhouse.

Ganz einfach aus dem grund:
Das ewig totgespielte gejodel aka feindflug, combikreischt, bluteckel, lackier mich rosa und kollegen - hängt irgendwann mal sonstwo raus.
Die DJs auf tekk/techno events verstehen ihr handwerk deutlich besser als die "goffik"DJs. Übergänge, beatmatching &co sind in der schwarzen szene leider grottig oder nicht vorhanden^^
Die musik ist auch deutlich angenehmer auf der tanzfläche, weil auch nicht zwischen stilen gewechselt wird.

Aber wo man am ende als cyber feiern geht, ist egal - für eine tanzbewegung zählt im club an sich nur musik, ne gute anlage, platz, LJ/VJ(die was aufm kasten haben) und vor allem gute DJs.
Das zeug im anderen floor, andere gestalten usw - stören nicht (solange die eben nicht stören^^), da können die meinetwegen alle in rosa statt schwarz rumlaufen^^



geschrieben von: Goat93

belladonna:

Was dir wohl bei der Vermarktung fehlt ist ein (geldgeiles)
Label, was die Sachen verbreitet. Gothic ist seit Anfang an
in der Bravo als Thema drin, die ganz alten bis zu den ganz
neuen sind alle in der Bravo vorhanden, ebenso auch Metal
oder HipHop. Schwerpunkt liegt immer auf den aktuellen Trends,
das ist überall, aber vermarktet wird das andere ebenso.

Metaller kaufen auch nur das, was ihnen als Toll und Wunderbar
vermarktet wird, da ist nichts anders wie im Goth Bereich. Nur
das man Metal anhand der Gitarren schneller "definieren" kann
für außenstehende.

Wenn du es etwas genauer wissen willst, der Sänger von
Six feed under Ex Cannibal Corpse ist auf einigen HipHop
Alben drauf und wird im Techno auch oft mal gesamplet.
Der Sänger von Dimmu Borgir ist auf einem Norwegischen
HipHop Album drauf und in der Freundescrew von Aggro Berlin
tummeln sich einige Metaller sowie Black Metaller. Zudem kommt
dann eine ganze Musikunterkategorie von HipHop einflüßen
im Metal und die Uralten Geschichten wie Anthrax/Aerosmitsh/
Beastie Boys oder Ice T (Body Count ist sein Hop Metal Projekt
was damals sehr viel Anklang fand), Public Enemy.
Wirklich direkt ist z.B Slayer mit Ice T auf dem Judgement Day
Sampler oder halt das überall bekannte Aerosmith/Run DMC
"Walk this way"...



CryoniC:

Zu google und co:

http://www.verloreneseelen.net/cms/index.php?coID=10
http://www.gothic-aid.com/german/menu06_019.htm

Das ging vor ein paar Jahren durch etliche Bereiche, einige
Online Magazine haben das als Etxtra Rubrik auf ihren Seiten
gehabt, ich hatte eine davon auch mal angeschrieben aber
man hat das lieber ignoriert ;)

Man kann davon ausgehen, das Leute mi Keiner Ahnung Sachen
vermarkten wovon sie auch keine Ahnung haben und mit bands
denen es egal ist solange der gehaltcheck stimmt ;)

Wäre mal so eine Möglichkeit, wenn man sich z.B Das ich
ansieht XD

wie FDj das schon geschrieben hat, die Masse konsumiert
mit mehr oder minder dynamischen Interesse die Musik und
das drumherum, meistens um sich selbst darzustellen und
Spaß zu haben. Das funktioniert als "szene" auch solange, wie
es genügend andere als gegengewicht gibt, die der ober-
flächlichkeit einhalt gebieten. Das gibt es heute weder im
Metal, Punk, Goth. Jeder will cool sein, dabei sein und einfach
Megawichtig sein ;)



geschrieben von: CryoniC

Zitat:
Original geschrieben von Goat93
CryoniC:

Zu google und co:

http://www.verloreneseelen.net/cms/index.php?coID=10
http://www.gothic-aid.com/german/menu06_019.htm

Das ging vor ein paar Jahren durch etliche Bereiche, einige
Online Magazine haben das als Etxtra Rubrik auf ihren Seiten
gehabt, ich hatte eine davon auch mal angeschrieben aber
man hat das lieber ignoriert ;)

Man kann davon ausgehen, das Leute mi Keiner Ahnung Sachen
vermarkten wovon sie auch keine Ahnung haben und mit bands
denen es egal ist solange der gehaltcheck stimmt ;)

Wäre mal so eine Möglichkeit, wenn man sich z.B Das ich
ansieht XD

wie FDj das schon geschrieben hat, die Masse konsumiert
mit mehr oder minder dynamischen Interesse die Musik und
das drumherum, meistens um sich selbst darzustellen und
Spaß zu haben. Das funktioniert als "szene" auch solange, wie
es genügend andere als gegengewicht gibt, die der ober-
flächlichkeit einhalt gebieten. Das gibt es heute weder im
Metal, Punk, Goth. Jeder will cool sein, dabei sein und einfach
Megawichtig sein ;)




Nuja, beide links geöffnet... Was sehe ich: Industrial: Mischung zwischen Elektro und Techno.

An sich bullsh*t - aber auf das was heute unter dem tag verkauft wird, passt es komischerweise perfekt.
Zu EBM wird nix gesagt.
Die links helfen eventull nem stino, der vom dorf kommt, wo gothic für ne krankheit gehalten wird... mehr auch nicht^^

Nuja, den bands ist es nicht egal - viele bands stellen das auch mit absicht rein (myspace und diverse andere profile im internet, werden ja meist vom projekt/band betrieben).
Wenn bei X-Rx das wort "industrial" gefühlte 20 mal im profil auftaucht, wird der eine oder andere schon daran glauben...
Ich halte die schwarze szene an sich immer noch für "zu klein" um hier als projekt oder band viel geld zu machen... Allerdings ist es deutlich einfacher, da die konkurenz kleiner ist und die ansprüche der masse noch geringer als woanders.
Vor allem als tekker merkt man es deutlich.. Die hälfte der projekte (newcomer) laden als demos bei den DJs, die schütteln den kopf, quetschen das ganze vll 1-2x ins set und schmeissen die CD dann ausm fenster...
Und da die DJs dort fast alle releases als demos durch clubs prügeln, merken die sehr schnell wie die leute darauf reagieren - entsprechendes feedback geht an die projekte. Ja, auch solcher wie "Selten so nen rotz gehört!".

So was wünscht man sich auch in der szene^^



geschrieben von: belladonna

Zitat:
Was dir wohl bei der Vermarktung fehlt ist ein (geldgeiles) Label, was die Sachen verbreitet. Gothic ist seit Anfang an in der Bravo als Thema drin, die ganz alten bis zu den ganzneuen sind alle in der Bravo vorhanden, ebenso auch Metal
oder HipHop. Schwerpunkt liegt immer auf den aktuellen Trends,
das ist überall, aber vermarktet wird das andere ebenso.


Also mir persönlich feht schon mal gar nix ;) Aber man bekommt so einiges mit, wenn man sich selbst ein wenig im Musikgeschäft rumtreibt...besonders was das Thema Tonträgerhandel angeht. Also wenn da sogar schon Sony stöhnt weil es inzwischen schon einige nicht mal unbekannte Bands gibt, mit Titelstorys und auch großen Berichten sogar in der Bravo und die dann trotzdem verkaufszahlenmäßig total einbrechen - da kann mir eben keiner erzählen daß ausgerechnet das Etikett Gothic ein besonders guter Garant für eine profitable Vermarktung sein soll ;)

Und ich bin übrigens ein wenig auf Kriegsfuß mit solchen Formulierungen wie "geldgeile Labels". Ein Label ist nunmal ein ganz normales Unternehmen, daß sich doch auch irgendwo noch rentieren soll und nicht die Wohlfahrt ;) Es ist doch klar daß gerade in der heutigen Zeit wo es dank Internet für den physischen Tonträgerhandel so schlecht aussieht, ein Label in der Regel bemüht ist auf Nummer sicher zu gehen. Geld hat schließlich niemand zu verschenken und bei größeren Labels hängen immerhin auch noch ein paar Arbeitsplätze dran...Leider schadet daß inzwischen sehr der Qualität der Produkte :(

Wie gesagt, seit ich mich in der Szene bewege ist permanent von deren Verfall und Untergang die Rede. Ich kanns nicht mehr hören und habe schon langsam ein wenig den Eindruck, das gehört in unseren Kreisen einfach zum guten Ton. Niemand will wirklich daß es besser wird, dann hätte man ja nichts mehr zum beklagen und beweinen :D

Oder um es mit Storms Worten zu formulieren "Vom Unglück erst zieh ab die Schuld, was übrig bleibt trag in Geduld" :D



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Ein Label ist nunmal ein ganz normales Unternehmen, daß sich doch auch irgendwo noch rentieren soll und nicht die Wohlfahrt

War früher mal anders. Da wurden Bands veröffentlicht, weil man seinen favorisierten Musikstil fördern und sich nicht die Taschen füllen wollte. Dahinter standen ideelle Werte. Zu solchen Labels gehörten für mich IRRE Tapes, Art Konkret, Beton Tapes, No Control Torture oder Kugelblitz Records. Danse Macabre waren da wieder ganz anders. Bruno Kramm wollte immer nur Hits mit Blick auf die Charts. Die Bands Mitte der 90er mit den meisten Plattenverkäufen waren dann auch Das Ich, Deine Lakaien und Project Pitchfork.

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Wie gesagt, seit ich mich in der Szene bewege ist permanent von deren Verfall und Untergang die Rede.

Weil es Auf- und Abschwung gibt. Ich ordne dich jetzt einfach mal in das Ende der 80er ein. Damals gab's 'nen Abschwung. Anfang der 90er gab's Aufschwung. Mitte/Ende der 90er Abschwung, Anfang 2000er Aufschwung im kleinen Rahmen (oder nennen wir es besser 80s Revival).

Das, was die heutige Zeit von der früheren unterscheidet, ist die Entstehung einer simultanen Szene, die mit dem, was Gothic/Wave eigentlich ist, nichts zu tun hat. Dazu zählen in erster Linie diese Cyber-Leute, die Metaller, die NDH-Schlümpfe etc. Ein Großteil dessen, was hier als "Schwarze Szene" tituliert wird, hat mit Wave- und Gruftitum nur im entfertesten etwas zu tun. Logisch, dass diese "Schwarze Szene" blüht, denn die Musik ist etwas völlig anderes - ein an jedweden Trend und populären Musikstil angepasster Sound (Metal, Dance, Schlager etc.). Wirf aber mal einen Blick auf das, was dir als Gothic/Wave in Erinnerung geblieben ist. Was ist denn davon noch vorhanden?



geschrieben von: CryoniC

Nuja, die szene ist derzeit wie sie ist, von den ursprünglichen sachen wie Gothrock, New Wave und Batcave ist praktisch ein bruchteil übrig.
Und die clubs spiegeln das nur > wo nix nachfrage, da nix angebot^^

Die leute wundern sich das einige sachen verschwinden, dabei sehen sie nicht wieviele leute diese sachen noch wollen (und wieviele nicht, die hälfte weiss doch net ma was new wave is^^).

Daher kann ich das gemecker nicht verstehen. Ihr wollt doch underground, da habt ihr underground. Jetzt wird gemeckert das man über 100km rammeln muss wegen partys, und das in den großen schuppen kein angebot da ist (dann zählt mal aus spaß die cyber und als gegensatz dazu die waver/batcaver).

Wenn ihr was ändern wollt, müsst ihr nur die nachfrage steigern. Sobald diese über den anderen abteilungen liegt (metal, elektro, mittelalter), kriegt ihr einen entsprechenden anteil an musik zu hören^^



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Wenn das Underground ist, frag ich mich, wo der Overground ist. Den gab es nur in den 80s mit Siouxsie, Cure und Sisters. Szenefremdes kann nicht der Overground sein. Das ist, als würd ich meinen, Black Metal sei der Underground zum Hip-Hop-Overground. Tatsache ist jedoch, dass Hip Hop sowohl einen Underground als auch einen Overground besitzt. Das ist bei Gothic nicht der Fall. Es gibt keine Gothic- oder Industrial-Band in den Charts. Und wenn, habe ich sie offenkundig übersehen.

Der jetzige "Untergrund" kann zudem nicht bestehen, wenn man ihm den Nährboden stiehlt. Und das fängt bei den stark umfochtenen Genre-Etiketten schon an. Je mehr Leute Pseudo-Industrial und Pseudo-Gothic kennen lernen, desto weniger Leute gibt es, die Zugang zum wirklichen Industrial/Gothic bekommen. Es wird ein neuartiges, verzerrtes Bild einer Szene/Musikrichtung gezeichnet, zu der andere keinen Zugang mehr finden ("Industrial ist doch scheiße. Macht immer Bumm-Bumm").



geschrieben von: CryoniC

Goffik ist für mich derzeit underground > man sieht nix, man liest nix und wenn doch, dann ists nur bockmist oder n WGT bericht (der auch bockmist ist).

Die alten genres tauchen nirgendwo mehr aktiv auf, wenn die schwarzen leute schon die wurzeln vergessen bzw ignorieren^^

Das mit dem nährboden ist falsch - es gab früher leute die sich für "seltsames" zeug interessierten, die gibt es immer noch und wird es immer geben. Es sind nur weniger als bei den derzeit populären genres.
Auf die kann man zählen. Euch geht der neuzugang nicht aus, es wird nur weniger.

Verzerrtes bild bietet sich nur denen, die blind den medien vertrauen (sei es nu jegliche werbung oder auch diverse internet-quellen), wer genau hinsieht, findet auch die (tonnenweise vorhandenen) quellen mit richtigen infos, von entstehung der szene bis hin zum heutigen zeitpunkt.
Es ist auch eine seltsame situation, es gibt für die alten genres nur noch die wahl zwischen untergehen oder mit ach&krach wegrennen.

Es ist schon in vielen orten getrennt von der gesamten schwarzen szene.
Wenns überall so ist (nur sonderpartys, dresscode, eingeweihte DJs mit hirn usw), wird das ganze relativ unbeschadet überleben.
Wenn aber auf krampf versucht wird, das zeug wieder in alle clubs zu prügeln und den etikettenschwindel zu bekämpfen, geht das ganze mit nem feuerwerk unter, und paar monate später wirds vergessen^^



geschrieben von: Goat93

Cryonic:

Ich wollte mit den Links zeigen, das es nicht reicht google
anzuwerfen und zu glauben, das man damit allwissend ist.
Mindestens sollte man Wikipedia anwerfen XD

Die Bands packen das rein, was ihnen als "DAS ding" auch
vorgemacht wird. Im Falle vin X-RX wurde dem armen Jungen
ja der Techno schon als Industrial verkauft, wir reden hier
von der 10. oder 15. Musikgeneration (nicht Menschengeneration)
der Musiksparte. Die "neuen" kommen dementsprechend durch
Techno an Technomusik als Industrial verkauft. DAS ist seit
etlichen jahren normal und wird bis zum Exzess betrieben.
Ein gewisser Teil der "neuen" geht über kurz oder lang auch
auf die "dunkle seite des Industrial" über, aber die HüpfHoppel
Masse bleibt beim Techno. Oder Rave oder Aggrotech, wie man
das auch nennen will :) (Ich mag das Wort Aggrotech lieber XD)

Die Leute in den Clubs sind schon lange jene, die nur Techno
hören und die dementsprechend auch einen gewissen Grundsatz
darin haben, der wiederum den Dj's ja auch angelastet wird.
Das Tanzen...was die Tanzfläche voll macht ist Cool, wer als
DJ was werden will muß die Tanzfläche voll machen. Nunja,
weder im Industrial, Power Eletronics oder im Noise braucht
man Tanzflächen, geschweige denn das man so eine Fläche
auch noch voll bekommen wollte o_0
Schonmal jemand so richtig zu Grunt ähhhhh "gestompt"? XD

Mir als Konsument ist das Tanzen aber ehrlich gesagt
unwillkommen und scheißegal, wenn es um diese Musik-
richtungen geht, denn das was ich höre, braucht keine
Tanzbarometer oder Dj Verträge mit Erfolgsklauseln ;)

belladonna
Das Sony heult ist logisch, allein schon durch das Downloaden.
Im Pop Bereich und im Kiddiehi Hop und Techno hat man diese
"Sammelleidenschaft" nie reingepackt, was im Goth, Metal,
OI und Punk irgendwann immer die Szene überspülte. Das
bedeutet, den durchschnittlichen Sony Konsumenten ist es
egal ob es ein Download oder eine CD ist, was sie konsumieren.
Dieses Problem wird immer größer in den kleineren Bereichen,
keine Frage, aber eben noch lange nicht so schlimm wie bei
den Top of the Pops.
Label machen kann jeder und es gibt unzählige Labels, die
mehr Unkosten haben, statt das es was reinbringt. Es gibt
einige kleinere oder Mittelgroße Labels, die es schaffen davon
zu leben und trotzdem sich deswegen nicht verkaufen müßen,
da ist es oftmals einfach Ausdauer und Wirtschaftsplanung.
Anders sieht es bei Labels aus, die dafür gegründet werden,
Geld einzuspielen oder die sich in dieser Richtung entwickeln.
Bei jeder Gruppe gibt es irgendwann einen sogenannten
"Break even point", der Begriff ist normal mit Tonträgerverkäufen
gekoppelt, es ist der Punkt, wo man mit einem Tonträger auf
+/- Null ist. Bei den Gruppen ist es der Punkt, wo sie so bekannt
sind, das sie von der Musik leben können oder könnten. Das
bedeutet, sie haben genügend hohe Absatzzahlen und müßen
sich überlegen nun als Vollzeitband weiterzumachen oder den
sogenannten "richtigen" erfolg bleiben zu lassen und weiter
Jobs nachgehen. Wenn sich eine Band dafür entscheidet Vollzeit
Musik zu machen, haben sie den ZWANG, dementsprechend
einen Absatzmarkt zu bedienen, damit sie von dem Geld leben
können. Bei den labels ist es ebenso. Wenn sie eine Band
soweit unterstützen das sie davon leben kann, muß das Geld
eben definitiv reinkommen um Band+Label mitzufinanzieren.
Das ist gaaanz sicher nicht wenig geld. Eigentlich sogar eine
Ganze Menge. Denn dadurch steigen meistens auch die
Studiokosten, von z.B 5.000€ aus der eigenen Tasche bezahlt
ein Mittelgroßes Label dann halt 50.000€ für das Studio.
Das sind Summen von Mittelgroßen Bands, große wie z.B
aus dem Metalbereich genannt Manowar haben gleich ein
eigenes komplettes Studio ;)
Es ist also ein Unterschied, ob jemand ein label aus Enthusiasmus
macht (und dabei meistens die Sachen recht billig abgeben kann,
weil es direkt und im "underground" verteilt wird, werbung und
so spart man sich halt) oder ob es wirklich um Geld geht. Als
kleine Anektode, eine DinA4 Seite Werbung + Interview in
einer der Marktgroßen Zeitungen kostet zwischen 3.000 und
10.000€...Ich muß ganz schön lange für 10.000€ arbeiten ;)



geschrieben von: smart_hicks

Es wird ja immer darüber gestritten, wieso der Metal in die Gothic-Szene Einzug hält. Was soll ich sagen, umgekehrt ist es ja auch der Fall, nur stört sich kein Metaller daran, wenn z.B. Katatonia "fremde" Musik in ihre Songs einbauen. In den frühen Achtzigern wäre sowas wahrscheinlich undenkbar gewesen, aber ich kenne mich mit diesem Jahrzehnt ja nur wenig aus.



geschrieben von: logic_system

schonmal bauhaus, the vanishing oder chants of maldoror in ein metalset eingebaut?

musikalisch sind das zwei welten, das passt einfach nicht in nem club zusammen. deswegen meide ich parties mit "gothic" / metal-schittstellen, weil da dann eh nur so düster-schlager-kram á la samsas traum, asp etc. läuft.

nur weil ich puppetmastaz, cypress hill, thomas d. etc. liebe, spiel ich davon auch nichts auf nem "schwarzen" abend (naja...ok "krieger" vielleicht schon..), weils einfach nicht passt.

nach außen und v.a. für "jugendliches" nachwuchspotential geht aber genau die andere seite der szene unter, weil die "deutungshoheit" von marketing-schnöseln an sich gerissen wurde und eben zu jenem - oben schon beschriebenen - "gothic? ist doch eh nur metal mit frauengesang" oder "industrial? ich mag keinen schranz" kommt.

wenn ich jetzt einen flyer verteile, auf dem musikrichtungen stehen (was wir bei uns bis auf 1334:resurrection eh komplett unterlassen), dann erwartet auch jeder hanswurst was anderes oder absolut gar nichts, wenn er eben "gothic" oder "industrial" liest. das steht nämlich auf jedem flyer, egal ob da nun den ganzen abend xr-x / asp / anderer abfall kommt oder dinge, bei denen diese plakette gerechtfertigt ist.

zusätzlich ist noch das problem, dass jeder vollidiot heute dj ist, um sich beliebt zu machen und "cool" zu fühlen. und einen großteil dieser ganzen cybergoten-tunten können auch nicht mehr als playlist shufflen oder orkus-sampler mischen. mit richtigem auflegen hat das auch nichts zu tun. wenn techno, dann bitte gut gemacht á la tresor o.ä.



geschrieben von: smart_hicks

Hab mir auf Youtube ein Lied ("Sometimes a Poison" von Chants of Maldoror angeschaut. Könnte ich mir auch mit wuchtigeren Gitarren vorstellen. Aber jetzt genug, ich muss unbedingt pennen :).



geschrieben von: CryoniC

Zitat:
Original geschrieben von Goat93
Cryonic:

Ich wollte mit den Links zeigen, das es nicht reicht google
anzuwerfen und zu glauben, das man damit allwissend ist.
Mindestens sollte man Wikipedia anwerfen XD

Die Bands packen das rein, was ihnen als "DAS ding" auch
vorgemacht wird. Im Falle vin X-RX wurde dem armen Jungen
ja der Techno schon als Industrial verkauft, wir reden hier
von der 10. oder 15. Musikgeneration (nicht Menschengeneration)
der Musiksparte. Die "neuen" kommen dementsprechend durch
Techno an Technomusik als Industrial verkauft. DAS ist seit
etlichen jahren normal und wird bis zum Exzess betrieben.
Ein gewisser Teil der "neuen" geht über kurz oder lang auch
auf die "dunkle seite des Industrial" über, aber die HüpfHoppel
Masse bleibt beim Techno. Oder Rave oder Aggrotech, wie man
das auch nennen will :) (Ich mag das Wort Aggrotech lieber XD)

Die Leute in den Clubs sind schon lange jene, die nur Techno
hören und die dementsprechend auch einen gewissen Grundsatz
darin haben, der wiederum den Dj's ja auch angelastet wird.
Das Tanzen...was die Tanzfläche voll macht ist Cool, wer als
DJ was werden will muß die Tanzfläche voll machen. Nunja,
weder im Industrial, Power Eletronics oder im Noise braucht
man Tanzflächen, geschweige denn das man so eine Fläche
auch noch voll bekommen wollte o_0
Schonmal jemand so richtig zu Grunt ähhhhh "gestompt"? XD

Mir als Konsument ist das Tanzen aber ehrlich gesagt
unwillkommen und scheißegal, wenn es um diese Musik-
richtungen geht, denn das was ich höre, braucht keine
Tanzbarometer oder Dj Verträge mit Erfolgsklauseln ;)




Nicht jede musik ist zum tanzen gemacht. Metal, rock, diverse krach-sachen, experimentelles, viele andere sachen - die sind wirklich zum hören gemacht, wenn leute drauf auch noch tanzen, dann passts auch.

Aber solche scherze wie aggrotech, TBM & konsorten sind genau wie techno&dancefloor > reine tanzmukke.
Bei denen müssen die DJs schuften - das publikum ist meist wählerisch und kennt sich mindestens genau so gut aus wie der DJ selbst.
Dir mags zwar bummi sein, ob tanzfläche vorhanden ist, und wenn ja - wer da rümhüpft... Aber mir als cyber ist das wichtig - das ist das einzige wozu ich in clubs gehe. Saufen & labern kann ich in ner kneipe. Leute treffen auch, und net nur dort^^

Und was die musikgeneration angeht, mags auch die 20e sein, es gehört sich trotzdem net. Im tekkno-bereich wird auch bissl was falsch genannt ( Industrial anstatt Industrial Hardcore - das abkürzen hat ne ordentlich verwirrende wirkung), aber das meiste ist richtig, und vor allem kennt sich die masse erstaunlich gut aus.
Auch die metaller wissen ganz genau was sie hören, und die haben auch massenhaft unterarten an metal. Und ich hab da nie ne beschwerde gehört, das eine richtung ausgeschrieben wäre, aber nicht bedient wurde oder falsch. Trotz angetrunkener DJs usw :P

Und was die leute angeht, sie hören verdammt noch mal kein techno. Ich weigere mich, die aktuell in düsterclubs laufenden tracks als techno zu bezeichnen, das ist ne beleidigung für techno (mit wenigen ausnahmen. Aber selbst Andy LaPlegua[sollte richtig sein^^] von Combichrist hat ein techno/trance projekt am laufen: Scandy).
Das ist maximal dancefloor oder schlechter trance^^

Die leute in club kennen eben nur das. Leider. Und die, die richtig in der technoszene waren, schütteln auch den kopf > vor allem die, die goa, full on oder guten DnB gehört haben...

Übrigens, wenn man düstertechno hören will, so sucht man bei youtube nach "darkcore" und wird fündig. Das ist der gegensatz zu der fröhlichen hüpfmukke auf der loveparade.
Und es ist besser als 75% der aktuellen elektrotracks in den clubs ^^



geschrieben von: TheTurningPoint

Zitat:
Original geschrieben von belladonna
Also wenn da sogar schon Sony stöhnt weil es inzwischen schon einige nicht mal unbekannte Bands gibt, mit Titelstorys und auch großen Berichten sogar in der Bravo und die dann trotzdem verkaufszahlenmäßig total einbrechen - da kann mir eben keiner erzählen daß ausgerechnet das Etikett Gothic ein besonders guter Garant für eine profitable Vermarktung sein soll ;)
SONY/BMG brauchen nicht zu stöhnen, die sind mit ihrem "Kopierschutz"-Wahn selbst schuld am Einbruch. Und ein "Untergrund"-Publikum auf den Titelseiten von Massenmedien erreichen zu wollen, ist eine ziemlich schwachsinnige (und noch dazu teure) Werbe-"Strategie". Die wissen einfach nicht, was sie wollen - das ist das ganze Dilemma.

Zitat:
Und ich bin übrigens ein wenig auf Kriegsfuß mit solchen Formulierungen wie "geldgeile Labels". Ein Label ist nunmal ein ganz normales Unternehmen, daß sich doch auch irgendwo noch rentieren soll und nicht die Wohlfahrt ;)
"Geldgeile Labels" sind solche, die das Geld in den Vordergrund stellen, und darüber die Produkte vergessen, die sie eigentlich verkaufen wollen. Manche Handwerksbetriebe, die gleichbleibend gute Produkte liefern, existieren ohne teure Werbungsaktionen schon seit mehreren Jahrhunderten.

Zitat:
Es ist doch klar daß gerade in der heutigen Zeit wo es dank Internet für den physischen Tonträgerhandel so schlecht aussieht, ein Label in der Regel bemüht ist auf Nummer sicher zu gehen.
Schuld am Einbruch ist nicht das Internet, sondern der "Kopierschutz"-Wahn. Im Gegenteil, über das Internet können Künstler selbst viel engere Kommunikation zu ihren potentiellen Fans aufnehmen. Und Labels sind gut beraten, diese Kommunikation zu fördern und nicht zu stören, weil sie sonst (von beiden Seiten) als Störfaktor empfunden und aus dem Kommunikationsprozess ausgeschlossen werden.

Und was das "auf Nummer sicher" betrifft: Die Produzenten von The Cure sind gerade mit den Platten reich geworden, die anfangs als "wirtschaftlicher Selbstmord" eingestuft wurden. Wo es um Kunst geht, da bringt eben nicht "das Bewährte" voran, sondern das Neue, bisher Unbekannte.

Zitat:
Wie gesagt, seit ich mich in der Szene bewege ist permanent von deren Verfall und Untergang die Rede.
Zugegebenermaßen gab es früher nicht solche Unmassen an Müll, in denen man das Wertvolle wie eine Nadel im Heuhaufen suchen muss.

Zitat:
Oder um es mit Storms Worten zu formulieren "Vom Unglück erst zieh ab die Schuld, was übrig bleibt trag in Geduld" :D
Da hat der Herr Storm vollkommen Recht. Wem etwas am Niveau der Szene liegt, der kauft eben nicht Alles, was lauthals "mit Titelstorys und auch großen Berichten sogar in der Bravo" angepriesen wird, sondern nur das, was seinen eigenen Ansprüchen an Qualität genügt - oder wenigstens entwicklungsfähig scheint, den Ansprüchen in Zukunft zu genügen. Soll heißen, ich kaufe auch oft CDs, die noch etwas "holprig" sind, wenn die Musiker nicht schon glauben, sie seien bereits die neuen Superstars.



geschrieben von: logic_system

Zitat:
Schuld am Einbruch ist nicht das Internet, sondern der "Kopierschutz"-Wahn. Im Gegenteil, über das Internet können Künstler selbst viel engere Kommunikation zu ihren potentiellen Fans aufnehmen. Und Labels sind gut beraten, diese Kommunikation zu fördern und nicht zu stören, weil sie sonst (von beiden Seiten) als Störfaktor empfunden und aus dem Kommunikationsprozess ausgeschlossen werden.


Das ist Blödsinn. Gerade im Underground-Bereich jenseits der Künstler mit massivem Marketing-Backup sind alle Labels am stöhnen, weil viele die Musik hören, sie nur keiner kauft. Egal wie hochqualitativ Produktion, Packaging und wie andersartig und cool die Musik ist. Das ist im Gothic-Bereich so, im Lärmsektor und vereinzelt bei den Minimal-Labeln etc.

Die Leute saugen tlw. Sachen wie blöd, aber gekauft wird dann doch lieber die völlig überteuerte Klamotte.



geschrieben von: Todessehnsucht

Dem gegenüber stehen übrigens die immer grösser werdende Menge an CC- Lizensierten Bands ... so schlimm kanns also nich sein wenn der Bereich wächst und qualitativ gut ist und sich auch langfristig hält ...

Des weiteren werde ich nie wieder ner Band Geld in den Rachen werfen die ich nich Probe hören konnte, da hab ich schon zu viel Pleiten erlebt am ende war dann nur der Schnipsel en man mal gehört hat gut ...

Aber das gehört glaub ich alles gar nich zum Thema ^^



geschrieben von: logic_system

CC schön und gut, wird aber von den meisten Konsumenten immer wie das goldene Kalb vornweg getragen.



geschrieben von: Goat93

Zitat:
Original geschrieben von logic_system

schonmal bauhaus, the vanishing oder chants of maldoror in ein metalset eingebaut?



Ich kenn Bands die haben Burzum und Joy Division miteinander
verschmolzen XD


du hast allerdings vollkommen recht ;)

CryoniC

Tjo, du schreibst ja genau das, was den Streit zwischen Industrial
GothNoiseund Cyber ausgelöst hat. Leider sehen das die Masse
derCyber/Ravegoth nicht so und leider ist den meisten die
Musik völlig egal. Den Unterschied, wie Logic_system das
auch erklärt, das man zwar alles hören kann aber eben auch
dann auf jeweilige partys, wollen die Leute nicht. Es ist einfacher
alles toll zu finden alles zu sein und über die "anderen" und
meistens auch die "kiddis" zu lästern um sich toll zu fühlen.
Das ganze ist in meinen Augen innerhalb der Clubszene
(also die Besucher dort) ein riesiger Kindergarten geworden
wo der Soziale Punkt das wichtigste ist. Da das mit dem Musik
oder der Intention nichts zu tun hat, kann man den Leuten
die Unterschiede aber auch nicht erläutern.

edit:

Mit dem Kopierschutz und so:

Die meisten Labels haben schon in den 80ern gestöhnt,. wie die
Masse an leuten auf tape gezogen haben, Auf einer Venom
LP gibt es z.B dieses "taping is killing mUsic" logo drauf ;)
Der Kopierschutz ist Banane, juckt keinen mehr, der i-net hat.
Kopiert wurde früher genauso wie heute gedownloadet wird,
nur das heute die Bandbreite viel größer geworden ist und
der "zwang" sich die Musik zu kaufen, nachläßt...



geschrieben von: CryoniC

@Goat93

Nuja, das einer tanzbewegung die musik egal ist, das kann ich so nicht unterschreiben. Cyber haben ja sonst nix ausser mukke, und da achten die schon drauf (zumindest viele die ich kenne, und vor allem die, die vorher durch tekkno oder rave gegangen sind und erst dann die düsterclubs gefunden haben).

Lästern über andere, insbesondere anfänger oder anders aussehende > das liegt in der menschlichen natur, das hat man in jeder szene und ausserhalb.
An die tol(l)eranz der szene glaub ich schon lange nicht mehr^^

Und diesen kindergarten gibts in jeder szene zwischen den verschiedenen abteilungen (rave VS tekk, nu-metal VS alter stoff usw). Irgendwo versteh ich das ganze ja, immerhin ist es lustig mit anzusehen, wie sich verschiedene abteilungen angiften, als gäbe es kein morgen^^

An sich sind cyber auch aus dem grund "unbeliebt", weil das wirklich reine partyleutz sind, da gibts wenig unterschiede zu den ravern... Anstatt "Peace Love Unity Respect" ists halt "Sex, Drugs & Industrial", viel mehr unterschiede gibts net (ausser das die raver anspruchsvoller sind was mukke angeht^^).

ich denke das ist halt der grund, warum goths & EBMler so ne abneigung haben - weil da keine ideologie bzw botschaft drine steckt^^

Das einzige was helfen könnte > cyber würde sich von der szene lösen. So schnell wird das aber nicht passieren, denn die masse wird in clubs gut bedient (die betreiber wollen die dauergäste halten, da blinken dollarzeichen in den augen^^) und die medien helfen kräftig nach...



geschrieben von: Red_Sparrow

Zitat:
Original geschrieben von CryoniC
"Sex, Drugs & Industrial"



Also Alkohol ist auch eine (relativ harte) Droge und das "Industrial" in eurem Motto ist sowieso eine Lüge/ein Irrtum, ähnlich wie das "Techno" bei Blümchen. Wobei "Blümchen" ist eigentlich noch zu nett, das Niveau ist eher bei "Mickey Krause". Wo ich direkt bei meinem eigentlichen Ziel bin "Sex, Drugs & Prollmusik", das ist das Thema von:

a) Karneval
b) Ballermann
c) der "neuen" schwarzen Szene

Ein Trend, der in diesen Zeiten boomt: Das totale Abwenden vom ernsthaften Denken, die Dekadenz, das Abschalten echter Gefühle, die totale Reduktion zum reinen Triebwesen.

Ich bin beleibe kein scheinheiliger Verfechter irgendwelcher "straight edge"-Predigten und bin Genußmitteln und Trieben nicht abgeneigt, aber die Reduktion darauf ist mir ein Dorn in allen Sinnesorganen und nicht kompatibel mit meiner Weltsicht, in der der Mensch wenigstens nach irgendetwas Höherem streben sollte als der Befriedigung niederster Instinkte.



geschrieben von: CryoniC

Ist ja auch schön das du, Red_Sparrow, so eine ansicht hast.

Das ist deine, cyber haben meist ne andere. Und deswegen denen ans bein zu pinkeln ist pfuj^^

Und trance bzw technoide musik gleich mit ballerman im gleichen satz zu nennen, ist auch pfuj>die sachen haben nix gemeinsames.

Der "trend" ist nicht neu > mitm rave hats angefangen = rave ist tot, jetzt führen viele cyber die "tradition" weiter. Wenn sich bei dir der magen umdreht, die augen verschliessen und der geruchssinn was falsches wittert > dann gugg doch net hin, niemand zwingt einen dazu.


Was ich erreichen will - cyber, metalheadz, goths, visus und diverse andere gestalten in einer szene, die nicht dafür bekannt ist, das sich die abteilungen gegenseitig angiften xD
Bissl mehr ruhe würde keineswegs schaden. Und zwar jeder abteilung.



geschrieben von: logic_system

Oberflächlichkeit und Bildungsverweigerung darf man immer anprangern, egal was der Pöbel dazu sagt.

Ich fänds sehr angenehm, wenn diese ganzen unterbelichteten Idioten - egal wie angezogen - wieder aus der Szene verschwinden. Der gefühlte Durschnitts-IQ ist in den letzten acht Jahren um 20-30 Punkte gefallen. Überall treibt sich D-Max-Publikum-in-schwarz herum, ist laut und vor allem dumpf. Inhaltsbefreit, ungebildet, eindimensional. Überflüssig. Die bringen dann ihre ebenfalls inhaltsbefreite, zumindest unglaublich eindimensionale Musik mit und BÄNG! Willkommen im Jahr 2009. Stichwort: Eisbrecher, Unheilig etc.

Wir haben eine (danke mal wieder an Trent Reznor) "Downward Spiral" in Sachen Nachwuchs (aller Altersstufen).

Darum geh ich auch immer weniger weg. Ich will keine Leute um mich haben, nur weil sie eventuell "nett" sind, aber sonst zu dumm zum Schuhe binden. Leute, die beim Denken über ihre Genitalien und wahlweise Klamottenauswahl stolpern und dort dann erstmal liegen bleiben. "Nette" Menschen gibt es viele, deswegen muss ich sie weder mögen, noch überhaupt etwas mit ihnen zu tun haben.

Ich schäme mich mittlerweile, wenn mich Leute im Gespräch in die Gruftie-Ecke schieben (ohne eben das böse zu meinen) und versuche das soweit es geht zu relativieren.

np: Boyd Rice & Friends - People

edit:

Und ja, viele haben ein Recht sich darüber zu echauffieren. Wenn du dir jahrelang ehrenamtlich den Arsch aus rein idealistischen Motiven für das "Kulturleben" der Szene aufreißt, dann ist das ziemlich berechtigt. Denn die "Neuen" warten auf ein Buuum oder Bäääng, ein "Haaassss", "Traaaaauuuuuuuer", "Paaaaaaaaarty" oder "Lieeeebe" und sind nicht mehr in der Lage komplex artikulierte Emotionen (die man gerade über multimediale Performances - wenn gut - vermitteln kann) zu dekodieren. Nicht weil sie dazu nicht grundsätzlich fähig wären, sie müssen es nur nirgendwo anders mehr. Lauter 0en und 1en. Daher kommt auch die immer grassierendere Metaphern-Armut in der hiesigen Musiklandschaft.

Und wäre dem nicht so, dann würden T.Raumschmiere und Aphex Twin die Tanzflächen rocken, nicht Scooter, Agonoize und XR-X.

In wieweit das nun eine Szenespezifikum ist und wie weit das ein höchst bedauerlicher gesamtgesellschaftlicher Trend ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen. Wobei ich davon ausgehe, dass uns lediglich die Realität eingeholt hat. "Cyber" ist auf jedenfall genau ein Ausdruck dessen und das Gegenteil der interessanteren Leute, die ich aus dem Szene-Umfeld kenne.

Ich plädiere dafür, dass man wieder versucht mehr in die Tiefe als in die Breite zu gehen. Elitarismus ist gelegentlich tatsächlich was feines ;)

Ja, ich bin intolerant. Nein, ich werde diese Aussage nicht überdenken.



geschrieben von: CryoniC

@logic_system

Teilweise stimmt das ganze ja auch > aber vergiss nicht, nicht jeder cyber ist dumm wie stroh´, anspruchslos usw.

Es gibt genug (ältere) die ein beträtliches wissen im bereich elektronische musik besitzen, anspruch haben, und daber keineswegs eindimensional sind.
Gut, sie gehören trotzdem zu einer tanzbewegegung, also benehmen sie sich beim ausgehen entsprechend.

Um in die tiefe zu gehen (zumindest in der musik), wären für mich sachen wie breakcore/Industekk/Rhytm`n Noise wichtig - man kriegt die sachen aber selbst dann nicht durchgeprügelt, wenn man die im original dem DJ vorlegt.
Ergebniss = DJ will cyber behalten (denn 75% von denen laufen bei den genannten stilen weg).
Problem an der sache > es rennen dafür dann andere weg, die nicht anspruchslos alles fressen, was auf den teller kommt.

Ich finde es an sich aber auch nicht schlimm, wenn die leute in der szene nicht so viel nachdenken, weniger diskutieren, aber dafür mehr feiern würden (im club rumsitzende gestalten, am quatschen usw.. ich käme nie auf die idee im club rumzusitzen, wenn ich doch tanzen kann^^). Viele sehen das anders, die jugend ist aber gott sei dank auf der schiene unterwegs xD



geschrieben von: CryoniC

@Seneca
Ist natürlich schlecht das bei euch da leute fehlen und ihr deswegen nicht tanzen tut (was man eben auch wunderbar alleine machen kann^^)....

Es geht hier im thread um hauptsächlich tanzbare musik, die als "fremd" in der szene empfunden wird.
Der einzige sinn und zweck dieser musik - tanzflächen-füller.
Und da cyber eine tanzbewegung ist, wollen sie dies auch machen. Die hören die musik nicht um sitzen oder stehen im club. Die gehen eben weg um sich bei pumpenden bässen zu 4/4 takt auszupowern.

Das ganze hat eben direkt mit der fremden musik zu tun, es hängt alles zusammen. Keine tanzfläche > keine cyber. Keine elektronische musik > auch weit und breit kein cyber xD


Edit: Net löschen, das ist doch laaaaangweilig so. Will den beitrag wieder dahin wo der war^^



geschrieben von: logic_system

@cryonic: ich habe den gesamten schwarzen zuwachs gemeint, nicht die glühwürmchen im speziellen.

und gerade das nachdenken und diskutieren ist für mich der grund gewesen, vor 10 jahren überhaupt mich in diesen kreisen aufzuhalten. da konnte man über etwas "tieferen" kram reden, während alle anderen jugendlichen fleißig feiern und saufen waren. das ist für mich das besondere gewesen, da das nun weg ist, finde ich auch die szene scheiße. weil alles anspruchs- und niveaulos geworden ist.

ich lege seit jahren elektronische musik auf und kam prima ohne cybergoten zurecht. aphex twin statt agonoize.



geschrieben von: CryoniC

@logic_system

Schön, das es sich noch leute finden die gute musik hören - deren aussehen ist doch egal.
Der allgemeine neuzugang in der szene ist nun mal nicht tiefgründig, egal welche abteilung. Die szene verkommt zu dem, was andere szenen schon lange sind: feiern, saufen, f*cken und was weiss ich noch dazu.

Ob das gut oder schlecht ist > da sind die meinungen gespalten.


Ausserdem, braucht man fürs diskutieren über tiefgründige themen überhaupt eine szene ? Im zeitalter vom internet ?
Es ist nicht verkehrt wenn man einen bereich hat, in dem man das ganze live austragen kann. Da die nachfrage danach aber sinkt, kann man nicht viel machen.

Und was die glühwürmchen, marsmännchen, knicklichtschwinger usw angeht - das ist eben meine abteilung, deswegen versuche ich auch viele sachen aus der sicht eines cyber zu sehen - und über uns hört man deutlich mehr gemecker als über den "normalen" neuzugang in der szene^^



geschrieben von: logic_system

sorry, ich bin nicht tolerant. ich nehme so ne scheiße nicht hin.

und dein sprucht mit dem internet ist ein armutszeugnis hoch fünf.





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