[Nalini Singh - Die Changeling-Saga] - German Gothic Board

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Nalini Singh - Die Changeling-Saga

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geschrieben von: Hrefnadis

Ich möchte hier einmal eine Bresche für eine hierzulande wenig bekannte Autorin und ein wenig bekanntes Literaturfeld schlagen, der erotischen Fantasyliteratur nämlich.

Im Gegensatz zu der gerade sehr umhypten Twighlight-Serie, die sehr keusch daher kommt, geht Nalini Singh ganz andere Wege. Für ihre wilden Charaktere wären die Vampire wohl zu blutarm ;), deshalb wandte sie sich den Gestaltwandlern zu und schuf für sie ein völlig neues Universum, in dem es neben diesen leidenschaftlichen Wesen auch noch die kalten, gefühllosen Medialen (Menschen mit verschiedensten paranormalen Fähigkeiten) und normale Menschen gibt, die in der Regel zwar auf Distanz, aber friedlich zusammen leben. Die Changeling-Saga ist die Geschichte hauptsächlich von Mitgliedern des DarkRiver-Leopardenrudels, Gestaltwandlern also, die sich in Leoparden verwandeln. Die einzelnen Charaktere sind liebevoll und lebensnah beschrieben, man kann sich leicht mit ihnen identifizieren. Über die Bücher hinweg wird die gesamte komplexe Struktur deutlich, in der die Hauptakteure agieren - eine gesamte, fremde Welt für sich. Dabei ist diese Welt nur quasi der Rahmen für die eigentliche Handlung, die pro Buch die Liebesgeschichte eines Paares heraus greift. Rückblicke in die Vergangenheit, Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Charakteren bilden ein glaubwürdiges soziales Netz zwischen den einzelnen Figuren. Sehr schön sind ihre Beschreibungen des Umgangs der unterschiedlichen Rassen miteinander und untereinander, die durchaus psychologischer Natur sind. Auch tiefe Einblicke in der Innenleben der Hauptfiguren fehlen nicht und geben dem Leser das Gefühl, mit deren Gefühlsleben zusammen Achterbahn zu fahren. Obwohl die Paargeschichte das Hauptsächliche ist, braucht man eine vernünftige Handlung nicht zu missen - i.d.R. Mord und Totschlag nämlich, hinzu kommen Intrigen, Machtspiele, Mysterien. Am Schluss sind alle Beteiligten an den Ereignissen merklich gereift, haben sich im besten Fall selbst und einander gefunden, wobei doch viele Wendungen so nicht zu erwarten sind.

Ich finde die Serie toll. Sie ist leichte Kost mit ordentlich erotischem Pfeffer und im Nachhinein doch schwieriger zu verdauen, als ursprünglich angenommen. Nalini Singh ist gebürtige Indonesierin und viel im asiatischen Raum unterwegs gewesen, derzeit lebt sie in Neuseeland. Ihre fremde Art der Wahrnehmung - bedingt durch die kulturelle Schranke - scheint mir erfrischend neue Sichtweisen in ein viel beliehenes Motiv zu bringen. Die DarkRiver-Leoparden erscheinen exotisch, sinnlich, liebenswert und doch verlieren sie nie ihre Gefährlichkeit, ihren Biss. Die Frauen sind ohne Ausnahme starke Persönlichkeiten, die mit viel Fingerspitzengefühl, aber manchmal auch List und Tücke ihre Raubtiere zu bändigen wissen. Die Interaktionen zwischen den Charakteren sind so zutiefst menschlich teilweise, das es schmerzt. Vielleicht, weil wir erst einmal das Tier in uns selbst akzeptieren müssten, um menschlich zu sein?

Ich halte die Serie für absolut lesenswert, wenn vielleicht auch nicht für überragend. Für alle Freunde sinnenreicher Lektüre und für alle Raubtierfans ein Muss. :)

Erschienen sind in deutscher Sprache bisher 4 Bände:

Leopardenblut

Jäger der Nacht

Eisige Umarmung

Im Feuer der Nacht


Alle Bände sind derzeit als Paperback im Handel erhältlich.


Wer Im Übrigen die Bücher kennt, kann selbst gerne mal ein eigenes Statement dazu hinterlassen, außerdem würde ich mich freuen, wenn jemand noch andere Autoren in diesem Bereich vorstellen könnte.



geschrieben von: Janelle

Hallo,

also ich kenne diese Bücher und finde sie wirklich gut. Hier und da kann man zwar immer bisschen kritisieren und meckern, aber im Großen und Ganzen haben diese Bücher meine Abende schön bereichert .

Ich habe nur das erste Buch auf Deutsch gelesen, die restlichen wollte ich hier einfach nicht abwarten und habe sie mir auf Englisch als E-books geholt.
Das letzte Buch,was ich aus dieser Reihe gelesen habe war "Blaze of Memory" und nun warte ich ungeduldig auf Juli bis "Bonds of Justice" endlich erscheint.

Ich finde, es ist endlich mal was anderes und nicht immer diese non-stop Vampirgeschichten, die sich eigentlich immer und immer wieder um das Gleiche drehen, ganz zu schweigen von den Werwolfsagas. :D
Anhand von meinem Geschreibe hier, kann man also sehen,dass ich die Changeling-Saga auf jeden Fall jedem, der mit solchen oder ähnlichen Büchern was anfangen kann, weiterempfehle.

Was ich von der gleichen Schriftstellerin allerdings auch super finde,ist ihre neue Guild Hunter-Serie. ;)



geschrieben von: DobermannDiva

Hi meine Lieben!

Auch ich bin auf diese Saga gestoßen, und habe mir Teil 1 gekauft. Da ich Ihn bis jetzt nicht fertig lesen konnte, kann ich noch keine endgültige Bewertung abgeben.
Bis jetzt finde ich die Geschichte an sich gut- allerdings vom Stil her etwas flach geschrieben. Mal sehen wie sich die Serie noch entwickelt!

DobermannDiva





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