Jeden Tag steh ich auf, mach mir einen Kaffee und rauch eine in der Küche. Ich sehe aus dem Fenster und gerade jetzt in der kalten Zeit wird mir immer wieder bewusst, wie Wichtig ein zuhause ist. Doch im Laufe des Tages, wenn es stressig wird und ich schon wiedermal nicht weis wo mir der Kopf steht, sitz ich in eben dieser selben Küche, rauch eine, sehe aus dem Fenster und denke mir: "Ich will nach Hause"
Momentan ist es eine sehr schwere Zeit. Das Gefühl als würde ich meine ganze Engerie schon verbrauchen beim Aufstehen wird von Tag zu Tag schlimmer.
Ich hab Frei. Jeder würde sich darüber freuen aber irgendwie will keine Freude aufkommen. Denn ich hab so oder so genug um die Ohren. Matura, Uni, Arbeit, Freund (Fernbeziehung), ...
Soviel Stress und soviel zu tun das ich gleich gar nichts mache. Einfach nur im Bett liegen und meinen Tagträumen hinter her hängen ... und schon sind wieder 3 Stunden vergangen, draußen ist es dunkel und ich hab nichts mitbekommen von dem Tag.
Am Abend wieder der Vorsatz: Morgen früher aufstehen, putzen, Einkaufen, Freunde anrufen und lernen ... Doch morgen wird es dasselbe sein wie die letzten Tage. Für was mir eigentlich noch Mühe geben, Listen zu schreiben und Vorsätze zu machen?
Für was eigentlich kämpfen, wenn ich noch nichtmal zuhause bin ...
geschrieben von: ArrogantNick
Es gab Zeiten, da habe ich mich das auch gefragt. Dann habe ich aufgehört zu kämpfen und das Ende vom Lied war, dass ich völlig versackte. Das war dann nicht mehr nur eine Nichtteilnahme am Tagesgeschehen, sondern irgendwann so tiefgreifend, dass ich richtig krank wurde. Ich weiß nicht, ob man wirklich erst so weit (runter)kommen muss, wie ich es tat. Vielleicht....
....aber wünschen tue ich es keinem Menschen. Ich habe dann irgendwann festgestellt, dass es mir extrem gut tut, so ich es schaffe, etwas für mich zu tun. Und dass dieses 'für mich', kurioserweise aus Dingen besteht, die ich früher, als ich sie musste (gezwungenermaßen als Kind), schon aus Prinzip gehasst habe. Dazu gehört das Aufstehen, das Putzen, die Erledigung und Abbarbeitung diverser Pflichen. Dadurch fand ich eine Art von Zuhause, nämlich einen Halt und eine Struktur im Alltag und damit auch irgendwo in mir. Es ist nicht das Ultimative, aber es ist eine Basis. Und für diese lohnt es sich mE zu kämpfen, zumal wenn man die Alternative(n) sich vor Augen führt.
Lieben Gruß
Mischa
PS: Falls es Dich hier stört ~> kurze PN und ich lösche es sofort wieder.
....
geschrieben von: Seelenwächterin
Frohe Weihnachten erstmals jeden :)
Ich freue mich immer über Kommentare andererseits. Ich habe schon oft gehört wie dumm oder überflüssig meine Gedanken und Gefühle sind. Der Satz "Du denkst zuviel nach" hängt mir schon beim Hals raus ... soll mir doch jemand mal sagen wie man Gedanken einfach abstellt?
Jedenfalls bin ich froh, wenn jemand meine Gefühle nachvollziehen kann bzw. vielleicht auch mal einen anderen Standpunkt hat, der neue Denkanstöße gibt ... :)
Weihnachten hab ich zum Glück gut überstanden. Die Feiertage sind wieder ein anderes Kapitel aber ich gebe mein bestes soviel zu tun wie möglich. Nicht zuletzt weil meine Mutter bei mir ist. Sie weiß zwar von meiner Winterdepression weil ich die als Kind schon hatte, aber sie muss nicht wissen das es dieses Jahr sehr schlimm ist. Ich möchte sie nicht verletzten wenn sie mich so sieht ...
Die Arbeit in letzten Tagen hat mir gut getan. Ich musste aufstehen und ich musste etwas tun. Ein "geregelter" Alltag tut schon gut. Ich denke die Kunst des Lebens liegt darin Alltag und das Gefühl Frei zu sein unter einen Hut zu bekommen. Beides darf nicht überhand nehmen ...
In nicht mal 36 Stunden sehe ich meinen Freund wieder. Ich freu mich schon sehr darauf aber irgendwie auch ein eigenartiges Gefühl was ich nicht beschreiben kann ... Ob es wohl Angst ist? Es gibt soviel zu besprechen.