[Nachhalle aus dem Nichts] - German Gothic Board

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Nachhalle aus dem Nichts

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geschrieben von: atras|X lilium

Eine neue Nacht... beginne

Noch vor kurzem wolltest du tausende Wege gehen...

Du wolltest die Welt zum Leben drehen...

Wolltest du die Welt bewegen...

es hätte niemals vorbei sein können. Es gab kein Ende.

Wie viel Zeit ist seit damals vergangen? Wie viele Wochen... wie viele Tage? Wie viele Momente sind seit dem vergangen? Jetzt liegst du da. Kannst nicht mal mehr die Augen schließen. Versteinert für immer. Versteinert in einem Augenblick. Kein Blick von dir. Kein Lebewohl. Wir konnten uns nicht verabschieden. Jetzt ist es zu spät. Uns bleibt nur noch eine leere Hülle von dir... wir können dir nicht mal mehr die Augen schließen.
Können dir nicht den letzten Frieden geben.

Du wolltest nicht dieses Leben verlassen... Du wolltest höher fliegen als du es dir jemals geträumt hättest...
Du hattest zu viele Träume...
Du hast viel zu viel bedauert
Du hast viel zu lang gewartet
dich viel zu oft verletzt
nun wird nichts mehr sein wie es war.
Keine Gedanken so frei wie der Wind. Du wolltest fliegen und doch fällst du in die endgültige Tiefe.

Kalte Steine... versteinerte Engel... sollen nun bei dir sein... sie scheinen die falschen Begleiter zu sein. Du warst freundlich und liebevoll.

Nun lässt du uns hier stehen... bald überlassen wir dich dem Feuer... try to forgive vergib der Zeit. Try to forgive vergib uns für die kurze Zeit. Mir bleiben keine Erinnerungen... mein Herz und meine Seele sind ein leeres Blatt... Vergib!

Du hinterlässt nur ein Loch ins Nichts... strömend rauscht der Wind vorbei im Fall... einladend. Er lädt ein sich der Endlosigkeit des Falles hinzugeben.

Fallend.

Die Zeit dreht sich rückwärts...
Im Versuch die Uhr des Lebens zu fangen...
dringt man immer mehr in die Erinnerungen ein...
Die Vergangenheit versucht mich umzubringen!
Kann man die Vergangenheit nicht einfach zerstören?
Ich wollte vergessen... doch die Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen zu einem reißenden Strudel... versinkend in ihm werde ich konfrontiert mit der Endlichkeit der einzelnen Leben... ich wollte nie wieder so einen Abschied. Wollte mich... verabschieden. Wollte die Versprechen halten.

Wishing you were somehow here again
knowing we must say goodbye
Try to forgive, teach me to live
give me the strength to try

Auf dass du ein neues Leben leben kannst... auf, dass du frei sein mögest... will ich, für dich, mitleben...
Leben ohne Bereuen
so leben... dass ich mit einem Lächeln sterben kann.
so leben... dass ich meine Augen schließen kann.


Nun schließe die Augen.



In Gedenken an Werner Hagl, meinen Vater, einen Freimaurer, Sozialisten. Ruhe.


Bis eine neue Geschichte aus dem Nebel komme... nächste Nacht will ich euch auf eine neue Reise in meine Welt mitnehmen.



geschrieben von: atras|X lilium

Eine neue Nacht... beginne


Unendliche Leere... ewiges Nichts

Erstickend. Keine Luft zum Atmen
schweift hastig der Blick in die Ferne
alles was das Auge erblickt
versinkt in grauem Sand.
Durch das Herz kann man nichts mehr erkennen.
Verschlossen durch Angst.
Will man nichts sehen.
Verschlossen um zu leben.
Will man nicht mehr fühlen.
Vergessen was das Leben bedeutet
wurde das Herz vergessen.

Wie eine steinerne Statue steht man im Regen... der Wind weht grausam um einen... Jahre vergingen.
Unbeweglich geht man einen Weg den man nicht sieht... den man nicht sehen will.
Keine Gefühle. Keine Erinnerungen. Keine Zeit.
Um zu überleben... um weiterzumachen...
tötete man sich selbst... fror man das Leben ein...

Jetzt wird der Preis bezahlt... begleiche die Schuld die am Leben selbst begangen wurde.
Nichts was das Leben ausmachen würde
Keine Erinnerungen... nichts was einen ausmacht...
ist man ein Nichts getragen von der Zeit.
Geht man dahin... irgendwohin
Ohne Sein... ohne Empfindungen... ohne dem wahren ich

Sämtliche Erinnerungen...
verschwinden. Im Lauf des Lebens fortgetragen.
Mit der Zeit... vergingen die Gefühle
nichts mehr das man empfinden kann.
Keine Tränen die man mehr vergießen kann.

Haltlos... ohne Sein... ohne Leben
wird man fortgerissen im erbarmungslosem Strudel
nichts zu halten... niemand der einem die Hand reicht. sieht man keinen Ausweg... hält man jedoch an diesem trostlosen Leben fest. Das einzige das einen hält, die Hoffnung auf Glück. Verschwindet diese immer mehr.
Zu viele Jahre wurde die Schmerzen zurück gekämpft.
Warum kann die Vergangenheit nicht einfach sterben?

Warum kann es niemand sehen wenn Welten untergehn? Warum gibt es keine Hand zum halten?
viel zu oft geglaubt... viel zu oft gehofft... viel zu oft vertraut... viel zu oft verraten... viel zu oft verletzt... viel zu oft verloren...
will ich glauben. will ich hoffen. will ich vertrauen
Reicht mir jemand die Hand zu halten? Lass es jemanden sehen... wenn Welten untergehen.


Bis eine neue Geschichte aus dem Nebel komme... nächste Nacht will ich euch auf eine neue Reise in meine Welt mitnehmen.





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