Ich weiß nicht, irgendwie habe ich es satt. Ich entschuldige mich schon mal im Forum für meinen eventuell etwas seltsamen Ton, ich bemühe mich, meiner Trauer und Verzweiflung nicht Ausgang in meiner Ausdrucksweise zu verschaffen.
Es mag nun für Außenstehende, die zufällig mal dieses Forum besuchen und das hier lesen, typisch klingen, weil es ja das ist, mit dem „wir“ immer wieder verbunden werden, daher tut es mir leid, dass ich das hier schreibe und deren These damit stütze, aber momentan versinke ich in Depressionen. Die Schule habe ich vor einem Dreivierteljahr in der Oberstufe abgebrochen, weil es mir elend ging (was aber wohl bald wieder anders sein wird, weil ich in ein paar Wochen wieder Schule habe), ich habe seit ein paar Wochen das Haus nicht mehr verlassen, mein vermeintlicher Freundeskreis ist auf ganz Deutschland verteilt, weshalb ich nur selten mal jemanden treffen kann, und mein Freund, den ich noch immer liebe, hat vor zwei Monaten mit mir Schluss gemacht, weil ich unter Selbsthass-Attacken gelitten habe und ihm das wehgetan hat, außerdem hatte er Angst, dass ich mir irgendwann mal etwas antue. Psychologen beißen sich an mir die Zähne aus, von denen hat mir bis heute niemand helfen können. Und da psychische Beeinträchtigungen in meiner gesamten Familie verbreitet sind, gehe ich davon aus, dass das auch bei mir nur schwer zu beseitigen sein wird...
Ja, das Leben spielt so, das durfte ich mittlerweile einige Male merken. Aber dennoch will ich nicht aufgeben, ich weiß momentan nur nicht weiter. Ich will mehr Leute kennen lernen, die Schule ordentlich weitermachen, mit meinem Schatz wieder zusammenkommen… aber ich weiß, dass die Chance, dass ich das wirklich schaffe, recht gering ist. Auch in dieser Szene konnte ich bisher nur wenige Leute finden, mit denen ich es geschafft habe, klarzukommen.
Ich weiß auch, dass es sehr viele Menschen gibt, denen es schlechter geht als mir. Das ist mir durchaus bewusst. Aber ich bin so eine arg sensible Person, dass mir solch eigentlich nicht schwerwiegende Dinge sehr, sehr nahe gehen.
Schon wieder so ein egozentrischer Thread, tut mir leid. Irgendwie geht es mir momentan zu beschissen, als dass ich etwas anderes zustande kriegen könnte. Tut mir leid, dass ich das Forum damit zumülle. >_<
So. Was ich mit diesem Thread nun bezwecken will,weiß ich auch nicht so wirklich.
Aber irgendwie tat es gut, das mal loszuwerden…
Danke an die, die das trotzdem gelesen haben. :)
Marty
geschrieben von: thanatos4life
ziele sind gut auch wenn sie hoch gesteckt erscheinen. lass das tut mir leid weg und mach aus dem was dich umgibt das beste was dir damit einfällt. schon hast du wieder ein paar millimeter gewonnen.
(ich habs niemals geschrieben wenn du keine antworten willst. kurze pn und ich entferne mich)
lg t4l
geschrieben von: ShainaMartel
Danke :)
Na ja, gegen Antworten sträuben tu' ich mich definitiv nicht. ;)
Das Ganze ist schon nicht einfach. Anstatt ständig zu sagen, dass es mir leid tut, das hier gepostet zu haben, sollte ich mich lieber mal mehr darum bemühen, diese Sachen zu realisieren...
Nun denn, ich mache mich mal daran und schreibe einen Brief *mich noch an diversen Schulen bewerben muss, weil mich momentan keine nehmen möchte, wie es aussieht :(*
:)
geschrieben von: ShainaMartel
Es geht wieder los. Das erste Mal seit einem Jahr habe ich wieder Panikattacken und Zusammenbrüche.
Ich habe gedacht, dass es mir mittlerweile psychisch so gut ginge, dass sowas nicht mehr passieren könne, aber scheinbar habe ich mich getäuscht.
Die Trennung von meinem Freund und andere persönliche Probleme haben mich irgendwie zu sehr mitgenommen. Meine Psyche war die ganze Zeit über angeknackst, aber nun geht es total bergab.
Mittlerweile fehlen mir nicht mehr nur die Tränen zum Weinen, das Atmen wird wieder schwerer... :(
Und das, obwohl ich eigentlich noch einige Sachen zu bearbeiten hätte. Ich kann mich momentan auf nichts konzentrieren, was ich machen muss, ob es nun darum geht, Sachen zu lektorieren, oder darum, Briefe zu beschreiben. Ich schaffe es einfach nicht...
geschrieben von: ShainaMartel
Nun stehe ich hier. Mit meinen dreißig Jahren - alleine und verzweifelt.
Ich denke über das nach, was ich in all den letzten Jahren geschafft habe.
Meine Jugend… so viele Ziele hatte ich mir gesteckt.
Damals hätte ich gelacht, wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich alle diese Ziele niemals erreichen werde, weil ich der Vergangenheit zu sehr nachhänge – Moment, war es nicht so, dass mir das tatsächlich einige Leute gesagt haben? Menschen, die mir wichtig waren, denen ich vertraut habe – Menschen, die mir helfen und mich davor bewahren wollten? Und dass ich nur nicht wahrhaben wollte, dass ich ein unreifes kleines Kind war, das nicht begreifen konnte und wollte, dass der ständige Wechsel etwas ist, das das Leben kennzeichnet und ausmacht? Dass es genau das ist, mit dem man im Leben klarkommen lernen muss?
Wie schmerzvoll es ist, heute, nach zwölf Jahren, zugeben zu müssen, dass ich gescheitert bin. Bereits damals habe ich behauptet, dass mir meine Vergangenheit meine Zukunft kaputt macht. Dies war damals auch geschehen. Meine vermurkste Kindheit und Jugend haben mir einen elementaren Punkt meiner Zukunft, meine Traumbeziehung mit einem wundervollen und einzigartigen Menschen, kaputt gemacht.
Doch was habe ich daraus – aus diesem sich auf mich fatal auswirkenden Fehler - gelernt? Rein gar nichts! Ich habe denselben Fehler immer und immer wieder gemacht. Ich habe mich von meiner ersten Beziehung nicht lossagen können, weil ich Angst hatte, dass ich meine große Liebe niemals vergessen können werde.
Weil ich Angst hatte, dass ich eine eventuelle zweite Chance verpassen könnte – bei der ich mir nahezu sicher war, dass ich sie nie bekommen würde.
Weil ich blind, stur und gedankenlos weiterhin das Feuer geschürt habe, ohne zu merken, dass eigentlich nur noch die Glut des Vergangenen übriggeblieben war.
Alles geht weiter. Alles unterliegt einem stetigen Wandel. Alles ändert sich. Das Einzige, was mir zu stagnieren scheint, ist mein Leben – weil ich es so will. Will? Kann hier wirklich von Wollen die Rede sein? Kann ich bei einer Handlung, die ich instinktiv und intuitiv begehe, von meinem wahren Willen sprechen?
Ich will, dass es wieder wie damals wird.
Genau wie ich damals wollte, dass es wieder wie zuvor wird.
Ich begehe den Fehler, den ich in meinem Leben schon so viele Male begangen habe und heute zutiefst bereue, erneut…
Und doch kann ich nicht anders.
Zwölf verlorene Jahre.
All die Jahre, die ich genießen und dazu nutzen wollte, mir die Träume zu erfüllen, die ich mir meine ganze Jugend über gewünscht hatte, sind verloren.
Was tue ich?
Welchen Schritt gehe ich nach vorne – den in mein Leben, oder den in den Tod?
Den mentalen oder den physischen Schritt…?