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Gegensätze … oder doch alles relativ?

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: AnsiaDeVivir

Heyho,

Im Moment beschäftigt mich die Frage:
Gibt es wirklich Gegensätze oder sind die vermeintlichen Gegensätze dieser Welt vielleicht mal wieder bloß eine Erfindung der Menschheit, um alles in schöne bequeme Schubladen zu stecken?

Gut und schlecht, arm und reich, schön und hässlich, dick und dünn, klein und groß, falsch und richtig – ist das wirklich so einfach?

Nehmen wir mal als Beispiel klein und groß:

Für eine Maus wäre, wenn sie in diese Dimensionen unterteilen würde, ein Mensch mit Sicherheit groß.
Würde man aber einen Elefanten fragen, würde er uns wohl eher als klein bezeichnen. Klar, das ist eben relativ, d.h. es hängt von der jeweiligen Perspektive ab.
Um etwas als groß oder klein abstempeln zu können, muss man es aber in Relation zu etwas anderem setzen.
Ohne groß also auch kein klein...

Die Vorstellung von groß und klein z.B. aber kann man jederzeit überspielen oder erneuern. Man selbst verändert sich schließlich auch (man wächst beispielsweise bis zu einem bestimmten Alter) und damit variiert auch der Blick auf die Umwelt.


Wie seht ihr das?

Ich bin verwirrt, ich hoffe, ihr versteht das "Problem".

Liebe Grüße!



geschrieben von: JohnSteed

Es muss Gut UND Böse geben, damit man den Unterschied erkennt und eine Entscheidung treffen kann.
"Sinn des Lebens" sind wohl diese Entscheidungen...
Somit kann sich aus Ja/Nein erst etwas entwickeln.
Würde alles sich in der Schwebe befinden, entsteht nichts.



geschrieben von: noire désir

Wobei imho klar sein muss, daß es sich um Konzepte handelt und dass ohne das Eine das Andere nicht existieren kann. Groß gibt es nur, weil es etwas gibt, das im Verhältnis zu dem anderen, dem Kleinen, groß ist. Es ist also immer relativ.

Also sie dienen dazu, die Welt zu beschreiben und einzuordnen, besitzen aber ansonsten keine Relevanz und sind keine absoluten Wirklichkeitsbeschreibungen. :)



geschrieben von: ExiledArchangel

Zitat:
Original geschrieben von AnsiaDeVivir
Heyho,

Im Moment beschäftigt mich die Frage:
Gibt es wirklich Gegensätze oder sind die vermeintlichen Gegensätze dieser Welt vielleicht mal wieder bloß eine Erfindung der Menschheit, um alles in schöne bequeme Schubladen zu stecken?

Gut und schlecht, arm und reich, schön und hässlich, dick und dünn, klein und groß, falsch und richtig – ist das wirklich so einfach?

Nehmen wir mal als Beispiel klein und groß:

Für eine Maus wäre, wenn sie in diese Dimensionen unterteilen würde, ein Mensch mit Sicherheit groß.
Würde man aber einen Elefanten fragen, würde er uns wohl eher als klein bezeichnen. Klar, das ist eben relativ, d.h. es hängt von der jeweiligen Perspektive ab.
Um etwas als groß oder klein abstempeln zu können, muss man es aber in Relation zu etwas anderem setzen.
Ohne groß also auch kein klein...

Die Vorstellung von groß und klein z.B. aber kann man jederzeit überspielen oder erneuern. Man selbst verändert sich schließlich auch (man wächst beispielsweise bis zu einem bestimmten Alter) und damit variiert auch der Blick auf die Umwelt.


Wie seht ihr das?

Ich bin verwirrt, ich hoffe, ihr versteht das "Problem".

Liebe Grüße!



Vgl. Jonathan Swift - "Gullivers Reisen"...in keinem anderen Buch wird die Relativität von "Größe" im physischen wie im metaphysischen Sinne verstanden - wie die von Erkenntnissen an sich - so brillant thematisiert wie hier....einmal ist Gulliver "Menschenberg" im Reich der Zwerge - ein andermal ein Zwerg im Land der Riesen...ebenso austauschbar und vom jeweiligen Bezugssystem abhängig sind die Gegensatzpaare "Gut" und "Böse", "Oben" und "Unten", "Schön" und "Hässlich" - was in dem Buch auch sehr deutlich zum Ausdruck kommt...



geschrieben von: Elathir

Also ich finde, dass diese ganzen Begriffe am Anfang wohl nur "erdacht" wurden, um bestimmte Sachen auszudrücken. Zum Beispiel, wenn der Steinzeitmensch einem anderen erklären wollte, wie eine Maus aussieht, muss er ja zwangsläufig erwähnen, dass eine Maus viel "kleiner" ist als ein Mensch. Etc. Ich denke natürlich auch, dass es die Gegensätze braucht (also groß-klein, Liebe-Hass etc) ansonsten funktioniert das ganze System nicht. Ich denke, das Problem entsteht dann, wenn wir Menschen diese Begriffe Werten. Wer gibt uns das Recht, zu sagen, dass groß besser ist als klein, dass Liebe gut und Hass schlecht ist, dass schön wünschenswert und hässlich abstossend ist. Diese Wertungen sind für mich das Problem an der Sache, nicht die Begriffe an sich.



geschrieben von: StandAloneKmplx

Ich denke, dass die Abgrenzung der jew. Begriffe zueinander notwendig ist, um eine moeglichst fehlerfreie Kommunikation zu ermoeglichen.
Man kann den (wahrscheinlichen) gedanklichen Entstehungsprozess anschaulich mit der Mathematik erklaeren. Man definiert eine Obergrenze und eine Untergrenze und beschreibt dann das, was sich dazwischen befindet. Natuerlich ist alles, was erklaert wird nur innerhalb der definierten Grenzen in Relation zueinander. Werden die Grenzen ueberschritten, braucht man wohl eine neue Grenze, um das 0 System mit dem Neuen in Relation zu setzen (zB: gross -> riesig)...

Fuer eine Wertung ist natuerlich der persoenliche Standpunkt entscheidend und wem du diesen mitteilen willst...



geschrieben von: Ronin76

Duale Begriffe wie Gut und Böse sind Orientierungspunkte und bieten den meisten Menschen ein Identifikationsbewußtsein. Dies geschieht vermutlich aufgrund des Grundbedürfnisses nach Sicherheit. Zu wissen was förderlich und was schädlich ist. Ich würde duale Begriffe nicht Gegensätze nennen, sondern Bezugspunkte. Bezugspunkte sind relativ auch wenn sie oft als Konstante gedeutet werden. Es ist daher auch eine Frage des subjektiven Standpunktes ob diese Bezugspunkte überhaupt als Gegensätze gedeutet werden.

Beispiel Wassertemperatur:

Welche Temperatur hat es ?
Ist es heiß oder kalt ?

Ein Mensch hat im Wachzyklus eine Körpertemperatur von ca 37° Celsius. Wasser deren Temperatur darunter liegt wird dualistisch ausgedrückt als kalt empfunden. Eine höhere Temperatur als heiß. Nur es gibt auch noch relative und fließende Zwischenstufen wie warm oder kühl. Selbst eine absolute Temperaturangabe ist relativ zu ihrer Bezugsgröße/Maßeinheit.



geschrieben von: Odessa

Ronin hat es imho perfekt auf den Punkt gebracht, ich sehe es genauso und das Beispiel mit der Temperaturangabe verdeutlicht das sehr treffend.

Es mag manche "Gegensätze" geben die wirklich dazu dienen sollen, den Gegensatz herauszustellen, besagtes "Gut" oder "Böse" (mit der schon erwähnten Einschränkung, daß dies relativ, subjektiv und je nach Kulturkreis, Zeitalter und sonstiger Variablen auch völlig wandelbar ist). Aber in den meisten Fällen erachte ich diese Bezeichnungen auch nur als quasi Orientierungsangabe, wie besagte Temperaturangabe oder "ist es groß oder klein" und wie ordne ich etwas "dazwischen" ein.



geschrieben von: WhiteRabbit

Tja, die Welt lebt von ihren Grautönen, nicht von Schwarz/Weiss.



geschrieben von: Nix

Zitat:
Gibt es wirklich Gegensätze oder sind die vermeintlichen Gegensätze dieser Welt vielleicht mal wieder bloß eine Erfindung der Menschheit, um alles in schöne bequeme Schubladen zu stecken?


Kommt drauf an.
Ist Nein das Gegenteil von Ja?

Zitat:
Original geschrieben von AnsiaDeVivir

Für eine Maus wäre, wenn sie in diese Dimensionen unterteilen würde, ein Mensch mit Sicherheit groß.
Würde man aber einen Elefanten fragen, würde er uns wohl eher als klein bezeichnen. Klar, das ist eben relativ, d.h. es hängt von der jeweiligen Perspektive ab.



Auch davon, ob man eine Maus, ein Elefant oder ein Mensch ist. Die Frage ist im Kern sophistisch, denn die Antwort könnte lauten: "Dieser Mensch ist 1,83m groß." Ob 1,83m groß ist, müsste anhand eines Vergleiches beurteilt werden. "Groß" ist daher immer relativ.

Ein Mensch kann jedoch kaum ein bisschen schwanger sein. Oder ein bisschen tot. Auch Mäuse und Elefanten nicht. - Keine Ahnung, wer das erfunden hat.



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Gibt es wirklich Gegensätze oder sind die vermeintlichen Gegensätze dieser Welt vielleicht mal wieder bloß eine Erfindung der Menschheit, um alles in schöne bequeme Schubladen zu stecken?


Vielleicht klingt der Gedanke blöd aber wir Menschen scheinen immer viel mehr damit beschäftigt, Unterschiede zu finden, anstatt gemeinsamkeiten auszumachen.

Deswegen stelle ich mir manchmal vor die Erde würde unter dem Angriff von Außerirdischen stehen, deren Ziel unsere Versklavung oder Ausrottung ist. Im Kampf ums überleben, da wären wir wahrscheinlich über jeden Menschen mit 2 Armen und 2 Beinen froh.

Nicht jeder Mensch ist zu einer höheren Stufe der Selbstreflexion und Erkenntnis befähigt. Menschen die es jedoch sind, wissen wie albern es ist, z.B. Menschen auszugrenzen, weil sie einen anderen Musikgeschmack haben oder ein paar Kilo zuviel oder zu wenig auf den Rippen.

Andererseits haben wir ja auch den natürlichen Drang nach Selbstbestätigung. Unterschiede festzumachen und diese möglichst als Schwäche, bei sich selber aber als Stärke darzustellen scheint wohl eine gute Methode zu sein, sich selbstzubestätigen.

Nicht zuletzt hat sich innerhalb der letzten Jahrhunderte eine Ich-bezogene Gesellschaft entwickelt, wie sie früher nur Herrschern und Adeligen vorbehalten war.

Die Suche nach einer Identität, eines Merkmals dass einen von der grauen Masse abhäbt und die eigene Existenz von der Beliebigkeit der breiten Masse abhebt kann eine starke Triebfeder für das eigene Handeln sein. Ich denke gerade in diesem Forum ist dieser Drang stärker repräsentiert als anderswo.

Insofern sind gut und schlecht mitunter nur verschiedene Auswüchse eines ähnlichen Gefühls.



geschrieben von: JohnSteed

@Kampfsau:

gute Analyse, aber die Reihenfolgen stimmen nicht ganz.

Nicht jeder Mensch ist zum Individualisten geboren und geschaffen.
Gleichwohl gibt es solche Menschen, aber diese sind weder besonders überdurchschnittlich intelligent noch wirklich bösartig egoistisch.
Es ist eine Variante, eine Spielart und diese sucht man sich kaum aus.
Im Gegensatz zum Egoisten, das kommt nämlich dabei raus, wenn Lieschen Müller meint, eine Art Individualist zu sein, es geht nämlich gar nicht.......
Ansonsten stimme ich dir zu, aber jede menschliche Kohorte hat Spezialisten...vielleicht 70,80 Prozent Jasager, Kulturfolger und Spätzünder, dafür aber auch
Sonderlinge, die alles in Frage stellen und damit eine Art Desensibilisierung oder Trainingslager für die Realitäten des Lebens aufbauen.
Alles, was es gibt, ist in Ordnung so.



geschrieben von: Demon17

Das Denken in Antagonismen hat sich vor einigen tausend Jahren im Mittelmeerraum und im Nahe Osten entwickelt. Einerseits ist es ein Fortschritt, denn wir können (sprachlich) nur anhand von Differenzen neue Aspekte thematisieren. Auch lassen sich alle wichtigen Funktionssysteme der (post)modernen Gesellschaft auf binäre Codes zurückführen. In der Wirtschaft ist es Zahlung/Nichtzahlung, in der Wissenschaft wahr/unwahr, im Gesundheitsystem krank/gesund usw.auch die gesamte EDV basiert auf binären Codes, der einfachsten Form der Unterscheidung. Sie stellt die größtmögliche Reduktion von Komplexitär dar. Ein Sachverhalt, ein Gegenstand ein Mensch oder Tier wird nach einem einzigen Kriterium bewertet und entsprechend operationalisiert. Das Vereinfacht das Ganze, macht es Vergleichbar und ermöglicht auf diese Weise den Aufbau neuer Komplexität. Die Realität wird analytisch in ihre Atome zerlegt und zu einer Beobachtung anhand vorgefertigter logischer Strukturen rekonstruiert. Der Effektivitätsgewinn dieser zielgerichtet vereinfachten Wahrnehmung ermöglicht zum Beispiel die Schaffung eines Rechtssystem mit der Leitdifferenz Recht/Unrecht zur Eindämmung der Gewalt. Schließlich war Mord und Totschlag lange Zeit der Normalzustand, wenn es um knappe Ressourcen ging und Kriege an der Tagesordnung. Keine Hochkutur, die nicht permanent welche führte. Insofern hat das Denken in Antagonismen einen echten Fortschritt gebracht.

Das Problem ist nur, wenn nicht genug differenziert wird und Menschen sich der Beschränktheit ihrer Wahrnehmung nicht bewusst sind. Die notwendigen Differenzen in der Organisation der Gesellschaft verschärfen und zur Unterdrückung und Ausbeutung anderer nutzen. Die Tatsache der grundsätzlichen Gleichberechtigung aller Menschen ignorieren und in die Grundrechte der Einzelnen eingreifen. Diese Gefahr besteht in der modernen Gesellschaft in erster Linie durch Anomie (Verwahrlosung und dem partiellen Zusammenbruch der gesellschaftlichen Ordnung, aber ebenso in der Hirarchie, wo die Über- und Unterordnung bei einigen Menschen zur Deformation des Charakters führt. Zumindest im letzten Fall basiert das Fehlverhalten auf antagonistischem Denken und der Hypostasierung (Überschätzung) der Macht/Ohnmacht Differenz (Politik).



geschrieben von: glasblume

also ich denke man kann das nicht einfach so sagen.
z.b. habe ich heute meine eltern angerufen und meine mutter war beschäftigt,daraufhin fragte mich mein vater: ist es denn wichtig?

hm,...naja dazu müßte man erst einmal genauer definieren was ''wichtige'' dinge sind.insofern ist eigentlich alles in dieser hinsicht schwer zu entscheiden.
ich z.b. finde meine größe immer noch ok und normal für eine frau,dagegen bin ich die kleinste in meiner familie,und wenn ich ne freundin besuche bin ich die größte:rolleyes:

ich glaube es muß immer ein besser/schlechter gut/böse groß/klein geben um dinge zu beschreiben allerdings wird sich der mensch immer selbst im weg stehe da jeder die dinge aus einem anderen blickfeld sieht.



geschrieben von: JohnSteed

Wenn du damit umgehen kannst, sozusagen auch mal kleiner zu sein als andere, dann bist du wirklich gross.

Sorry, soll jetzt kein Humor auf deine Kosten sein, ist bei 2x 3x Lesen auch eher anders zu verstehen....

Napoleon stand mit einem Gardisten in seiner Bibliothek und wollte ein Buch ganz weit oben zu fassen kriegen, was naja...nicht gelang.
Der Gardist zog das Buch heraus und sagte erklärend:
"Lasst mich das Buch herausnehmen Sir, ich bin grösser"
Worauf Napoleon grinste und sprach: "Er meinte wohl: höher...!"



geschrieben von: DarkHaze

Dass in der menschlichen Wahrnehmung Bezugspunkte gesucht und gefunden werden, ist hier bereits ausführlich beschrieben worden. Die ganze Geschichte ergibt sich aus den Mechanismen der Diskrimination (bedingt durch die Notwendigkeit, gewisse Reize auseinander zu halten) und der Generalisierung (bedingt durch die Notwendigkeit, gewisse Reize als gleichartig zu beurteilen).

- Bsp.: So gibt es eine recht universelle Grenze, die Menschen ziehen, ab welchem Hautfarbton jemand als "schwarz" oder "weiß" gibt, obgleich manchmal die "Differenz" der Hautfarbe einzelner Individuen innerhalb einer Gruppe größer ist als die Differenz der Hautfarbe einzelner Individuen beider Gruppen.

Das Ganze hat natürlich einen Zweck - ontogenetisch wie phylogenetisch. Ich würde diese Einteilung von Reizen, etwa in Dichotome wie heiß/kalt oder auch in mehrere nichtvereinte Mengen wie kochend/heiß/warm/lauwarm/kühl/kalt/eiskalt, demnach als natürlichen Mechanismus bezeichnen. Dieser macht nicht nur das menschliche, sondern auch das tierische Leben und Überleben überhaupt erst möglich. Ohne Bezugspunkte keine Orientierung, ohne Orientierung keine Adaption, ohne Adaption kein Überleben. (Natürlich besteht für uns Menschen aber dank ausreichender Hirnwindungen die Möglichkeit und somit, da eingefordert, auch die Nötigkeit, sich diese Prozesse bewusst zu machen und zu überwinden - genauer gesagt den Mechanismus der Diskriminierung).

Interessanter finde ich bei dieser Diskussion jedoch weniger die subjektive Wahrnehmung von gewissen Merkmalsausprägungen (wie die Wassertemperatur). Interessanter finde ich abstraktere, allgemeinere Eingrenzungen wie "Ja" und "Nein", "1" und "0".

Im Grunde wird ein "Ja" geantwortet, sobald eine Wahrnehmungsschwelle überschritten ist. Phänomene, die einem nicht auffallen, lassen sich nicht (ehrlich) bejahen. Ist ein Ton zu leise, um ihn zu hören, wird ein Mensch auf die Frage: "Hörst du einen Ton?" (eine Ermangelung an Tinnitus und Einbildung vorausgesetzt) "Nein" antworten.

Je abstrakter man jedoch die Beispiele wählt, desto schwieriger ist es, diesen Gedanken so fortzuführen.

Wenn mir ein Computer nach einigen Stunden komplexer Berechnungen auf die Frage "Wird es morgen regnen?" ein "Nein", also eine "0" ausgibt - was ist das dann? Ist diese 0 eine mathematische Aussage? Ein wertloses Zeichen? Oder ein echter Gegensatz zu 1? Oder der Computer gibt mir gar aus, die Wahrscheinlichkeit liege bei genau 50%, also genau zwischen "Ja" und "Nein"...

Das Problem könnte sein, dass man hierbei den Ansatz der Wahrnehmung (wie werden Gegensätze wahrgenommen und warum) durcheinander bringen könnte mit der allgemeinen Diskussion darüber, ob es so etwas wie Gegensätze gibt.





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