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Original geschrieben von l'ange obscur
vielleicht etwas weit hergeholt, aber beachtet man, dass in der natur eigentlich alles weiterverwertet wird, kann ich mir nicht vorstellen, dass es bei der psyche/seele/bewußtsein ( wie man es auch nennen mag) anders ist. der körper wird nach dem tod zersetzt und die bestandteile wiederverwertet - als bausteine von etwas neuem. wieso sollte die seele/bewußtsein/psyche also einfach aufhören zu sein ? wäre in meinen augen unlogisch.
nur das "was wird daraus" oder "wo" wird sich vermutlich nicht klären lassen.
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Original geschrieben von decay73
Hallo l'ange!
Schön, wieder was von dir zu lesen! :)
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Original geschrieben von Evillight
Das kann man so glauben, denn die Alternative ist trostlos und besteht aus einer Ewigkeit aus Nichts, so dass es auch nicht mehr darauf ankommt, dass man sich letztlich geirrt hat.
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Original geschrieben von Hellscream
Buddhisten streben gerade danach sich aufzulösen und nicht mehr zu sein. Würde ja mal gerne wissen wie die solche nah Tod Erlebnissen gegenüber stehen.
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Original geschrieben von Achatius
ist man einfach tod ist man einfach so von der welt weg oder lebt man irgendwo weiter?
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Original geschrieben von Nix
Es gibt kein "man" mehr. Das ist das Geile daran.
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Original geschrieben von ÂmeNoir
@ decay73
Das mit dem sinnvollen und mitfühlenden Leben kann auch so nicht schaden, unabhängig von Bardo und Nirvana.
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Original geschrieben von ÂmeNoir
@ Nix
Woher willst Du wissen, daß es kein "man" mehr gibt, hmm?
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Soweit alles sehr plausible Begründungen für die Nichtexistenz einer "Seele"...ich würde dir in allem unumwunden zustimmen, die einzige Nische, die es vielleicht noch geben könnte, wäre die - reichlich verschrobene und wissenschaftlich genaugenommen auch nicht zu begründende - Annahme, dass die "Seele" schon von Anbeginn vom Körper getrennt in einer Art "Parallelwelt" existiert hat - und mit dem Körper nicht auf physikalischer Ebene interagiert...sondern eine Art "Schatten" der körperlichen Existenz ist, aber dazu befägigt, sämtliche Informationen der "physischen" Existenz auch über deren Tod hinaus irgendwie zu speichern oder zu bewahren....
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Es gibt darüberhinaus gewisse neumoderne Theorien - von denn ich aber ebensowenig halte - wonach alles Leben letztendlich auf Informationsbausteine reduziert werden kann...nach der Überzeugung eines Physikers namens Frank J. Tipler beispielsweise - zerstreuen sich die Informationen, aus dem alles Leben, jedes"Individuum" sich zusammensetzt mit dessen Tod zwar zunächst in alle Winde...doch entwirft Tipler hier ein Gegenszenario, wonach all diese verstreuten Informationsfragmente am Ende aller Zeiten sich wieder zu einem Ganzen von nie dagewesener Informations- und Machtfülle zusammenfügen - da nach seiner Theorie das Universum einst in einer Art von End-Singularität, von ihm "Omega-Punkt" genannt, zusammenstürzen wird...wodurch sich sämtliche Informationsbruchstücke,die jemals darin existiert haben, wieder zusammenfügen...
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Original geschrieben von Elementarsatz
Tja, wie du selbst sagst... ziemlich verschroben ;)
Du meinst also, der Geist des Menschen ist während seines Lebens im Gehirn implementiert und zu Lebzeiten findet keine Körper-Geist-Interaktion statt. Aber der Geist "speichert" die Informationen des Gehirns und ermöglicht so ein Weiterleben nach dem Tod?
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Naja, das löst vielleicht das Problem des Interaktionismus. Aber es bleiben genug offene Fragen. Zum Beispiel die Frage, wie und warum sich eine solche Seele überhaupt entwickelt hat.
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Klingt ziemlich esoterisch. Ich wüsste nicht, welcher kausale Mechanismus so etwas ermöglichen sollte. Meines Wissens steht dem Universum eher der Wärmetod als der Punkt Omega bevor. [/B]
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Original geschrieben von Choro
[B]Die nicht existente Seele wiegt 21 Gramm!?
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychostasie Siehe hier für mehr Informationen.
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Zudem muss nicht alles was unsichtbar (war) auch nicht existent ein.
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Ich postuliere aber, daß man in diesem Leben durch seine Taten und sein Verhalten die Grundlage legt, in welcher Form man im nächsten Leben wieder Geburt annimmt. Man ist dann nicht mehr derselbe. Es kann sein, daß man als anderes Wesen wiedergeboren wird, je nach dem, was man in diesem Leben „geleistet“ hat.
Manche werden eine Amöbe, andere, glücklichere, wiederum bekommen die große Chance, noch einmal als Mensch geboren zu werden. Daher sind deine Einwände durchaus richtig, aber imho nicht alles.
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Die große Frage ist, was man für das wichtigere hält: Ist die Materie am Anfang aller Dinge oder vielleicht nicht eher das Bewußtsein (über die verschiedenen Bewußtseinsarten habe ich ja schon geschrieben).
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Interessant in diesem Zusammenhang ist für mich die Frage, wer denn nun die struktuellen Änderungen des Gehirn z.B. beim erlernen eines Instruments verursacht? Ändert sich die Materie selbst einfach so,
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oder steht nicht am Anfang meine Idee, mein Wunsch (wo auch immer der herkommt), ein Instrument erlernen zu wollen und dies auch umzusetzen und was ist die Ursache meines Wunsches?
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Zudem ist die Frage, wie aus den materiellen Objekten überhaupt ein Subjekt entsteht?
Bislang ist es meines Wissens nach noch niemandem gelungen darzulegen, wie das plötzliche Auftauchen eines Subjekts zustande kommen könnte.
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Original geschrieben von Grauauge
Wie kommst Du auf "durch"?
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Original geschrieben von Elementarsatz
Pardon, aber der Glaube an eine sozusagen physikalische Seele, die genau 21 Gramm wirkt, ist doch wirklich Köhler-Glaube ;) Vielleicht solltest du den Wikipedia-Artikel bis zum Schluss lesen.
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Original geschrieben von Elementarsatz
Natürlich nicht. Gilt auch für unsichtbare Einhörner. Aber solange es kein schlüssiges Anzeichen für die Existenz unsichtbarer Einhörner gibt, werde ich nicht daran glauben - und komme mir damit ganz vernünftig vor :)
Und bei der Seele ist es ja nicht nur so, dass es keine Anzeichen dafür gibt, sondern dass positive Argumente dagegen sprechen.
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Original geschrieben von Elementarsatz
Aber ist es nicht widersprüchlich, wenn du sagst "Man wird wiedergeboren" und gleichzeitig "Man ist nicht mehr derselbe" ?
Denn was soll es dann überhaupt bedeuten, dass man "wiedergeboren" wird? Sagen wir, ich sterbe in 20 Jahren. Fünf Jahre später wird in einem mexikanischen Misthaufen eine Fliege geboren, die für ein paar Tage lebt. Diese Fliege hat - natürlich - nicht meine Persönlichkeit, sie hat nicht meine Erinnerungen (wie könnte sie?), sie ist auch nicht meine körperliche Kontinuität...
Merkst du was? Alle typischen Kriterien personaler Identität sind nicht erfüllt. Also stellt sich wirklich die Frage: Was soll es eigentlich bedeuten, dass ich diese Fliege sein werde?
In meinen Augen ist die Reinkarnationslehre nicht mal falsch, sondern eher unverständlich.
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Bewusstsein ist nach allem, was wir darüber wissen, eine sehr komplizierte, komplexe Angelegenheit, die nur als Produkt einer langen Evolution in hochentwickelten materiellen Systemen auftritt. Es wäre sehr eigenartig, wenn das Bewusstsein in Wirklichkeit am Anfang stünde.
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Die Materie ändert nicht "sich", sondern in der Materie finden kausale Prozesse statt. Deine Absicht, das Instrument zu bedienen (ein Gehirnzustand) verursacht Fingerbewegungen, diese verursachen Töne, die wiederum dein Gehirn beeinflussen, das wiederum dein Verhalten beeinflusst.
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Die Ursache deines Wunsches sind teilweise die Inputs, die du von deinem Umfeld erhalten hast und teilweise ein angeborenes neurologisches Programm ("will meinem Umfeld gefallen, will beliebt sein, will Spaß haben"). Jedenfalls ist der Wunsch nichts, was sozusagen aus dem Nichts kommt.
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Das Subjekt taucht ja nicht aus dem Nichts auf. Sowohl evolutionär als auch ontogenetisch ist es ein langer Weg vom Einzeller bis zur Person. Aber das, was Personalität und Psyche ausmacht, lässt sich heute schon sehr weitgehend auf neuronaler Grundlage erklären.
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Jedenfalls hat die neuronale Erklärung einen erheblichen Vorsprung gegenüber spirituellen Erklärungen, die in Wirklichkeit gar nichts erklären. Die spirituellen Erklärungen sind so, als würde man die einschläfernde Kraft von Morphium damit erklären, dass Morphium eine Virtus Dormitiva (=einschläfernde Kraft) besitzt.
Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Die spirituellen Erklärungen sind so, als würde man die einschläfernde Kraft von Morphium damit erklären, dass Morphium eine Virtus Dormitiva (=einschläfernde Kraft) besitzt.