[Mylene Farmer] - German Gothic Board

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Mylene Farmer

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geschrieben von: Seneca

Etwas stimmt mich nachdenklich in diesem "Tonwerk". Nachdem sie zwar schon ein paarmal in einigen Beiträgen als Randnote erschien, wunder es mich das dieses Forum och kein Thema zu Mylene Farmer hatte.

Wie sich bereits in der Wahl ihres Künstlernamens andeutet, der eine Hommage an die in Psychiatrien misshandelte amerikanische Filmschauspielerin Frances Farmer ist, greift Mylène Farmer in ihren Liedern durchgängig ernsthafte, persönliche Themen wie Depression, Tod, Trauer, Religion, Liebe, Sex oder Gewalt auf.

Ist wohl nicht "Goth" genug, oder was ist der Grund für die regelrechte Ignoranz. Oder liegt es daran das sie keine Personekult um sich betreiben lässt?

Nun ja, hier ist sie.

Eigentlixch wollte ich mal vor Jahren eine Thread zum Thema "Popmusik die inhaltlich und musikalisch düsterer als Mainstream Goth ist" machen...neben Faithless und Tanita Tikaram wäre an Platz eins bei mir Mylene Farmer vorgekommen.

Im Goth Genre regt mich nur einfach zunehmen diese Pseudepathetische pseudo Betroffenheit oder Antagonie gegenüber allem.



geschrieben von: Rookie

Ach, ich glaub schon, das auch andere solche Musik hören. Nur über anspruchsvolle Sachen diskutiert man halt nicht so gerne. Über Dead Can Dance schreibt auch keiner was. Das sind halt Größen, da steht fest, dass das gute Musik ist.

Ich hab auch ein paar "Faithless" CD's zu Hause, aber ich bin kein Maßstab, da ich nicht zur Szene gehöre und auch Sachen höre, die damit nicht mal annähernd was zu tun haben.:D



geschrieben von: belladonna

Ich bin ebenfalls ein Mylene Farmer Fan :) Vielen ist sie hier leider kein Begriff - in Frankreich ist sie ein Star, aber hierzulande leider zu unbekannt. So ist das eben mit anspruchsvoller Musik...Dead Can Dance ist ja vielen jüngeren auch kein Begriff mehr, wie ich schon öfter feststellen musste. Könnte auch an dem momentanen Überangebot und der aggressiven Bewerbung von weitaus minderwertigeren Bands liegen. :rolleyes: Da geht so was einfach unter :(

Und Rookie hat schon recht - über gute Bands wird einfach weniger geschrieben, da dort wohl weniger Lästerpotential vorhanden ist ;) Mal ehrlich am lebhaftesten sind doch immer genau die Threads, wo mal ordentlich auf Band XY geschimpft werden kann. Obwohl ich diesen Irrsinn nicht verstehe - da stecken die Leute Zeit und Energie in viele Beiträge über Bands die sie hassen, und unterstützen diese so unbewusst. Denn die gleiche Zeit und Energie könnten sie doch besser in die Unterstützung von Bands investieren, die ihnen wirklich am Herzen liegen. :rolleyes:



geschrieben von: JohnSteed

Ja, hat was............

tres charmant.



geschrieben von: medievalklaus

Ich kann mich erinnern, dass über Mylène Farmer vor Jahren schon mal öfter was in diesem Forum zu lesen war. Gothic ist es sicher nicht, auf ein bestimmtes Genre wird sie ohnehin schwer festzulegen sein. Es ist eine Art 'ernsthafter Pop' oder 'Erwachsenen-Pop', so würde ich ihre Musik mal charakterisieren. Um die Texte genau zu verstehen, kann ich leider zu wenig Französisch, allerdings ist leicht zu merken, dass sie teils recht heftig sind. Um wirklich über die Dame zu diskutieren, müsste man die Texte wahrscheinlich besser verstehen. Ich habe die beiden Alben 'Anamorphosée' und 'Innamoramento', und finde sie eigentlich recht gut. Vor allem der Song 'Innamoramento' hat doch ziemliches Hitpotenzial :)

Generell ist das sicher richtig, dass über gute Bands und Künstler hier (und anderswo) viel weniger diskutiert wird als über schlechte oder umstrittene. Teils mag es ja auch daran liegen, dass diese Musiker einfach zu unbekannt sind. Zu Songs, die in aller Munde sind, hat auch jeder eine Meinung, mag sie auch noch so flach gelagert sein ;)
Sich zu Bands wie Dead can Dance, Miranda Sex Garden, Qntal, Deine Lakaien, This Mortal Coil oder Black Tape for a Blue Girl eine Meinung zu bilden, ist ja schon gar nicht mal so einfach. Es setzt eine mehr oder minder intensive Beschäftigung mit anspruchsvoller Materie voraus ... und erst DANN kann man anfangen zu diskutieren ... jedenfalls auf einem der Musik auch angemessenen Niveau ... bei Myléne ist es ähnlich ... über Scooter dagegen kann man sofort 'diskutieren', ebenfalls auf einem denen angemessenen Niveau ;)



geschrieben von: JohnSteed

Ja klar "Hyper Hyper" kann man sicher auf 10 Alben pressen.
Obs was bringt, ist eine andere Frage............



geschrieben von: Caranaldion

Für mich macht es immer einen Unterschied, ob in einem Lied lediglich ein "Text" vertont wird, oder eine Geschichte musikalisch erzählt wird.
Mylene Famrer beherrscht Letzteres für mich in Perfektion, was einer der Gründe ist, warum ich ihre Musik so schätze.
Das findet sich auch in den Videos wieder, die ihre Lieder nicht nur begleiten, sondern noch einmal neu und anders inszenieren.
Darüber hinaus klingt ihr Französisch Sprache sehr angenehm für mich.

Gründe für die 'Ignoranz' ?
Möglicherweise die Sprachbarriere, keine grosse 'öffentliche' Wahrnehmung hierzulande, für manches Gemüt vielleicht auch einfach zu schwer und/oder komplex.



geschrieben von: Ronin76

Zitat:
Ist wohl nicht "Goth" genug, oder was ist der Grund für die regelrechte Ignoranz. Oder liegt es daran das sie keine Personekult um sich betreiben lässt?

Daran liegt es wohl auch. Ist ungefähr so wie du damals den Scooter-Beitrag von Gothanthrop kritisiert hattest. ;)

Mylene Farmer polarisiert wohl stark. Entweder man mag sie oder man mag sie überhaupt nicht. Ich kenne Jemanden der ist ein eingefleischter Mylene Farmer Fan und er hat alle Alben einschließlich der original Französischen. Ich persönlich finde Francoise Hardy oder auch Patricia Kaas interessanter aber das ist eben Geschmacksache. Höre ich aber Beide äußerst selten.



geschrieben von: aurora borealis

mit Gothic bzw. in einem Gothic Forum an sich hätte ich Mylene aber auch nicht verortet.
Meinereins kam in der Kindheit / Jugend mit dem Album "ainsi soit je" in Berührung, "sans cantrefacon" kam damals im Musik-TV - war für mich Pop, wenngleich das Album experimentelle Züge trägt.
Album hab ich immer noch und mag es sehr. Weiter verfolgt hab ich es bislang nicht, warum, kann ich gar nicht beantworten.
Aber hierzulande ist die Sprachbarriere sicherlich ein Grund und dass es im "Mainstream"-Radio/Musik-TV nicht kommt. Aber das geht anderen Formationen ebenso.



geschrieben von: Nebelland

Kann mich erinnern das Lied aus dem 1. Beitrag mal auf meinem Schüleraustausch in Frankreich gehört zu haben. :) Hab damals nur leider kaum verstanden um was es geht.



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von aurora borealis
...
Aber hierzulande ist die Sprachbarriere sicherlich ein Grund und dass es im "Mainstream"-Radio/Musik-TV nicht kommt. Aber das geht anderen Formationen ebenso.



Muss nicht sein, Qntal wird auch-gerade hier- sehr viel gekauft und damit wohl gehört.

Was heisst schon immer Gothic.
Mit Alanis Morisette kann ich auch einiges anfangen.
Oder mit Tori Amos.



geschrieben von: poison

die sprache wäre für mich kein hinderungsgrund, wobei es natürlich bedauerlich ist, die texte nicht zu verstehen, aber der klang ist wundervoll, musik und stimme passen absolut dazu
mein englisch reicht meist leider auch nur, um den sinn der songs grob zu erfassen - hätte in der schule mehr aufpassen sollen ...
bands, die alte sprachen ausgraben oder latein singen - mag ich sehr. obwohl ich da nun wirklich null verstehe - hört sich aber einfach interessant an
und zurzeit geniesse ich viel deutsche texte (bestes beispiel - immortelle rauf und runter und wieder von vorn



geschrieben von: aurora borealis

Zitat:
Original geschrieben von JohnSteed
Muss nicht sein, Qntal wird auch-gerade hier- sehr viel gekauft und damit wohl gehört.



ja, aber unterschätze nie den franko-phoben Faktor...

Die Hochzeit der "starken Frauen" wie es so schön heißt, war sowieso eher in den 90ern (Tanita T., Tory Amos, Tracy Chapman, ...)

Und Frau Morrisette konnte ich bislang lediglich in "Dogma" tolerieren, im Radio nie.



geschrieben von: medievalklaus

Zitat:
Original geschrieben von aurora borealis
ja, aber unterschätze nie den franko-phoben Faktor...

Die Hochzeit der "starken Frauen" wie es so schön heißt, war sowieso eher in den 90ern (Tanita T., Tory Amos, Tracy Chapman, ...)

Und Frau Morrisette konnte ich bislang lediglich in "Dogma" tolerieren, im Radio nie.



Von Alanis Morissette habe ich nur die 'MTV Uplugged' behalten, die fand ich als einzige Scheibe wirklich gut ...

In diesem Genre gibt es in meinen Ohren so viel Besseres, nicht nur die erwähnte Tori Amos (allerdings da vor allem die frühen Alben), sondern vor allem auch Heather Nova und die viel zu wenig bekannte Natalie Merchant. Auch die ersten beiden Alben von Fiona Apple gehören hierher.

Das ist zwar alles kein Gothic, aber die häufig sehr melancholische Stimmung dieser Musik sollte sie doch eigentlich für dieses Forum interessant machen. Zumindest für mich ist das so. Und ob bewusst oder unbewusst, Emilie Autumn scheint mir viel von diesen Leuten abgeguckt zu haben.





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