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Brauche eine Ausbildung

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geschrieben von: glasblume

hallo leute,

ich hab folgendes problem: ich war lange krank,mußte die schule abbrechen und hab nur extern nen quali mit gemacht und hab nene schwerbehinderten ausweis.

die arge schlurft seit 2 jahren rum mit einem rahaprogram etc. hat sich nicht mal die mühe gemacht mich zu vermitteln.
Allerdings finde ich alleine auch keine Ausbildung.

Also ich wohne in Bayern in Nürnberg und wenn jemand eine Stelle weiß wo man mich eventuell auch mit meinem verkorksten lebenslauf nehmen würde,würde ich bitte mir zu schreiben,bin echt am verzweifeln.

liebe grüße

glasblume.



geschrieben von: solipsismus

Hast du dich mal im Internet umgeschaut, welche Betriebe, Praxen, etc. es in deinem Umfeld gibt und es mit einer Initiativbewerbung/en versucht? Das heißt, selbst mal was schicken, auch wenn du nicht vom Betrieb d'rum gebeten wurdest.
So sonderbar das ist - es könnte sein, dass du durch deinen Behindertenausweis ganz gute Chancen hast, weil viele Betriebe eine Behindertenquote erfüllen müssen.

Ich würde vorschlagen, du denkst dir aus, was dir gefällt und suchst nach entsprechenden Betrieben in der Umgebung.



geschrieben von: hagzissa13

1.) Was bedeutet "Quali"?
2.) Schwerbehindert ist nicht gleich schwerbehindert. Es ist eine Frage der Art der Behinderung und der Prozentzahl.
3.) Was bist Du bereit zu tun für eine Ausbildung?
4.) Welche Bereiche interessieren Dich?



geschrieben von: Mord&Todschlag

Zitat:
Original geschrieben von hagzissa13
1.) Was bedeutet "Quali"?


Sie meint den "Qualifizierenden Hauptschulabschluss"



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von hagzissa13
1.) Was bedeutet "Quali"?
...



Abitur in NRW und Berlin.
Hauptschulabschluss in Bremen.
Darwinistisches Event in Bayern.



geschrieben von: Tapio Bearking

@JohnSteed: Wenn du nichts sinnvolles beizutragen hast, dann sei bitte einfach mal ruhig. Danke



geschrieben von: Ronin76

@glasblume

Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten für dich dein Leben zu gestalten ? Wieso willst du unbedingt eine Ausbildung machen ? Ich würde dir ja gerne meine Ausbildung geben, wenn ich dafür deinen Ausweis bekommen könnte.

Was für eine Aubildung willst du überhaupt machen ? Falls dir jemand etwas vermitteln soll, wäre diese Angabe notwendig.



geschrieben von: SchwarzePest

Zitat:
Original geschrieben von glasblume

Also ich wohne in Bayern in Nürnberg und wenn jemand eine Stelle weiß wo man mich eventuell auch mit meinem verkorksten lebenslauf nehmen würde,würde ich bitte mir zu schreiben,bin echt am verzweifeln.




Der Schwerbehindertenausweis kann auch von Vorteil sein. Weniger in der freien Wirtschaft aber im öffentlichen Dienst und Dienststellen des Bund. Mit Bund meine ich nicht nur die Bundeswehr sondern alles was unser Staat zu bieten hat. Die Stadt Nürnberg bildet sicher auch aus. Mach die Augen auf, leg eine saubere Bewerbung hin bereite dich auf die Vorstellungsgespräche ordentlich vor ( meistens sitzt du dann vor 3 - 6 Leuten). Arbeitsamt und Arge sind nur für die Erstattung der Bewerbungskosten gut. Bei deiner Bewerbung sind Zweifel nicht förderlich und sollten auch niemals erkennbar sein, ein "ICH WILL" kommt besser rüber.



geschrieben von: Demon17

Stöber mal die Site hier durch. Das ist ne Info über das staatliche Angebot zum Thema Ausbildung von schwerbehinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Bayern.

ZBFS Bayern



geschrieben von: Ronin76

Zitat:
Mach die Augen auf, leg eine saubere Bewerbung hin bereite dich auf die Vorstellungsgespräche ordentlich vor ( meistens sitzt du dann vor 3 - 6 Leuten). Arbeitsamt und Arge sind nur für die Erstattung der Bewerbungskosten gut. Bei deiner Bewerbung sind Zweifel nicht förderlich und sollten auch niemals erkennbar sein, ein "ICH WILL" kommt besser rüber.

Genau, sauber muß es sein, denn nur wer sauber ist, kann es zu was bringen. Sauber und eiskalt. :rolleyes: Sich immer schön so zurechtbiegen wie das System es fordert und ganz Opportunist sein. Ohne Charakter und ohne eigenen Willen. Ich kann nur jedem davon abraten sich selbst zu belügen denn es wird sich rächen. Zweifel haben eine Ursache und ihre Berechtigung. Wer weiß was er will wird dies automatisch umsetzen, ohne sich zu verbiegen.

Ich will, ich will,
Ich will, ich will,
Ich will, ich will, ich will

Ich will, ich will dass ihr mir vertraut
Ich will, ich will dass ihr mir glaubt
Ich will, ich will eure Blicke spüren
Ich will jeden Herzschlag kontrollieren

Ich will, ich will eure Stimmen hören
Ich will, ich will die Ruhe stören
Ich will, ich will dass ihr mich gut seht
Ich will, ich will dass ihr mich versteht

Ich will, ich will eure Phantasie
Ich will, ich will eure Energie
Ich will, ich will eure Hände sehen
Ich will in Beifall untergehen

Seht ihr mich?
Versteht ihr mich?
Fühlt ihr mich?
Hört ihr mich?



geschrieben von: solipsismus

Japp, Rammstein hat in dem Thread noch gefehlt.



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Genau, sauber muß es sein, denn nur wer sauber ist, kann es zu was bringen. Sauber und eiskalt. Sich immer schön so zurechtbiegen wie das System es fordert und ganz Opportunist sein. Ohne Charakter und ohne eigenen Willen. Ich kann nur jedem davon abraten sich selbst zu belügen denn es wird sich rächen.


Deine Kommentare sind nicht sehr hilfreich. Wenn du aus persönlichen Gründen entschieden hast, dass ein Leben ohne Ausbildung und Studium so viel besser ist, dann ist das deine persönliche Entscheidung, die dir niemand abnehmen kann. Wahrscheinlich geht das ja auch nur, weil du selber gesund bist, glaube ich mal.

Es gibt ja iimmer mal wieder auch Menschen, die sich auch ohne Ausbildung und Studium ein erträgliches Leben aufgebaut haben.

Wenn aber ein anderer Mensch eine Ausbildung erstrebt ist das absolut nachvollziehbar und legitim.

Dass man ein wenig Geld benötigt, um an den meisten Angeboten dieser Gesellschaft zu partizipieren ist leider auch wahr. Genauso wie die meisten Menschen ohne Ausbildung keine wirkliche berufliche Zukunft haben.

Und dass eine gewisse Flexibilität und Belastbarkeit gefordert wird, gehört auch zum Arbeitsleben dazu. Platitüden wie sich nicht auf keinen Fall den Erwartungen von irgendjemandem oder "dem System" anzupassen damit man ja so ein selbstbestimmter, authentischer Mensch ist, klingen vielleicht schön alternativ aber sind doch auch recht weltfremd.

Und gerade Leute, die so darherlabern und auch noch vom System auf das sie schimpfen am Leben gehalten werden weil sie alleine kaum dazu in der Lage sind, sind doch nicht ernstzunehmen.

Jedwede Form gesellschaftlichen Zusammenlebens ist immer nur ein Kompromiss aus eigenen Wünschen und den Anpassungen an die Wünsche anderer. Soll ich meine Kinder verlassen weil ich dann nicht genau sooo leben kann wie ICH das will? Soll ich es hassen, weil es nicht so sein will, wie ICH es erwarte oder wäre es nicht besser, sich selber etwas einzuschränken und auch auf seine Bedürfnisse einzugehen? Genauso bin ich froh, dass Polizisten und Ärzte nicht bei jeder Laune und Unannehmlichkeit sofort ihre Arbeit niederlegen. Genausowenig kann z.B. ein Team funktionieren, in der sich eine Person überhaupt nicht zu benehmen weiß

Folglich verstehe ich den Wunsch des TE. Fähigkeiten wollen ausgebildet und genutzt werden, man will sich beweisen,selber zumindest teilweise für seinen Lebensunterhalt aufkommen.

Um zum Thema zurückzukommen. Also ich kenne einen schwerbehinderten Rollstuhlfahrer, der praktisch gesehen ein ähnliches Problem hat. Dieser hat heute einen psychologischen Einstufungstest beim Arbeitsamt gemacht. Dort sollten halt seine intellektuelle Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit mit Tests und Gesprächen überprüft werden. Wie es scheint ist es nichtmal schlecht gelaufen.

Er wollte Mediengestalter werden und im Sauerland gibt es irgendwo eine Art Internat für Schwerbehinderte, die in einer Art Wohnheim leben, wo sie beruflich ausgebildet werden und wahrscheinlich wird er auch eine Möglichkeit finden.

Aber dabei kommt es wohl auch immer darauf an, wie schwer die eigene Behinderung ist. Wie lange man sich konzentrieren kann, ob man viel Betreuung braucht. Ist man zu sehr beeinträchtigt , wird man in ABMs gesteckt und nicht jeder hat einen IQ von 140 mit dem er noch die schwerwiegensten Behinderungen ausgleichen kann.

Mitunter haben viele auch Talente die erst entdeckt werden müssen. Wie sehr bist du denn noch belastbar Glasblume, wenn man das fragen darf oder ist das zu persönlich?



Zitat:
Zweifel haben eine Ursache und ihre Berechtigung. Wer weiß was er will wird dies automatisch umsetzen, ohne sich zu verbiegen.


Zweifel haben eben nicht immer eine Berechtigung. Viele Menschen sind viel besser als sie es sich selbst zutrauen. Nur versuch du mal so leicht ein natürliches, tief verwurzeltes Selbstbewusstsein zu behalten, wenn du solche Probleme durchlebt hast. Ein anderes Beispiel, wenn man einen Menschen wirklich lieben sollte und weiß er ist der/die absolut Richtige/r wird man es wohl trotzdem kaum einfach selbstbewusst hingehen, auch wenn man natürlich will. Dazu wiegen Jahre andersweitiger Prägung einfach zu schwer.

Ich lobe den Willen zur Veränderung aber wenn du meinst es wäre besser, der TE würde sich nicht mehr in diese Richtung engagieren und einfach nichts tun ist das natürlich eine Meinung die man vertreten kann. Was wäre denn eine bessere Möglichkeit, seine Zeit einzusetzen? Bevor man alles einfach nur schlechtredet, soll man selber erst Möglichkeiten überlegen. Aber das ist natürlich anspruchsvoller und folglich nicht so leicht dahergesagt.



geschrieben von: Ronin76

@Kampfsau

Zitat:
Wenn du aus persönlichen Gründen entschieden hast, dass ein Leben ohne Ausbildung und Studium so viel besser ist, dann ist das deine persönliche Entscheidung, die dir niemand abnehmen kann. Wahrscheinlich geht das ja auch nur, weil du selber gesund bist, glaube ich mal.

Ich hatte eine Ausbildung abgeschlossen und dies hatte ich auch erwähnt. Es spielt für ein gutes Leben gar keine Rolle ob man eine Ausbildung hat, sondern es kommt darauf an wie sich Menschen verhalten. Und natürlich ist Gesundheit letztendlich der wichtigste Faktor für ein gutes Leben. Ich weiß jedoch daß die meisten Menschen krank sind, weil sie sich hassen, berauben und bekriegen. Die Definition von Gesundheit laut WHO ist dir ja sicherlicht bekannt. Nun stellt sich die Frage was die Ursache für Haß, Raub und Krieg ist. Wird der Mensch so geboren oder wird er so erzogen und konditioniert ? Ich habe für mich herausgefunden daß Zweiteres die Ursache ist. Es fängt zB mit Besitzdenken an; in der Schule werden Mitglieder einer Zwangsgemeinschaft zu Konkurrenten und Egoisten erzogen; dies wird während einer Ausbildung noch verstärkt, und der Arbeitsmarkt ist dann die Arena wo der Kampf um Dominanz, Besitz und Überleben bis zum bitteren Ende und ohne Gnade ausgetragen wird. Wieso hat die Mehrheit der Beschäftigten und der Menschen Angst ihren Arbeitsplatz zu verlieren oder sich unbeliebt zu machen ? Etwas das aufgrund der Herrschaftsverhältnisse ihre Existenzgrundlage bedeutet. Wieso wollen junge Menschen eine Ausbildung machen ? Weil sie den Beruf interessant finden ? Mitnichten, machen wir uns doch nichts vor. Es bedeutet lediglich dadurch die eigenen Existenz und ein bisschen Wohlstand zu sichern. Arbeitslosen und auch oft Unausgebildeten wird dieses bisschen Wohlstand natürlich aus dem Grund nicht zugestanden und selbst ihr Existenzrecht wird ständig in Frage gestellt. Sie werden als Menschen zweiter Klasse behandelt.


Zitat:
Und dass eine gewisse Flexibilität und Belastbarkeit gefordert wird, gehört auch zum Arbeitsleben dazu. Platitüden wie sich nicht auf keinen Fall den Erwartungen von irgendjemandem oder "dem System" anzupassen damit man ja so ein selbstbestimmter, authentischer Mensch ist, klingen vielleicht schön alternativ aber sind doch auch recht weltfremd.

Ich nehme an daß du sehr gesund bist, denn aus deinen Worten spricht Unerfahrenheit. Mir geht es nicht darum authentisch zu sein sondern ich bin authentisch. So wie eigentlich jeder Mensch authentisch sein könnte, wenn er sich nicht ständig selbst verleugnen würde. Ich bin in der Tat welfremd wenn man Weltfremdheit an der Mehrheit der deutschen Bevölkerung mißt. Ich werde von einigen anderen Kulturen und Menschen jedoch bestimmt nicht als weltfremd bewertet. Es gibt auch noch eine Welt außerhalb von Deutschland und Kampfsauland. Und es gibt auch noch andere Welten und Planeten. Es wundert mich außerdem wie man in einer Welt wie der Erde überhaupt weltfremd sein kann. Dazu müsste ich schon von einem anderen Planeten kommen.. wer weiß.


Zitat:
Und gerade Leute, die so darherlabern und auch noch vom System auf das sie schimpfen am Leben gehalten werden weil sie alleine kaum dazu in der Lage sind, sind doch nicht ernstzunehmen.

So mag man denken wenn man Menschen nur nach ihrer Arbeitskraft bewertet, es gibt jedoch auch andere Werte die mindestens genausoviel bedeuten. Wenn man sich jedoch diesen Werten und Gedanken verschließt stirbt man selbst mit vielen Millionen auf dem Konto, arm und einsam. Vermutlich hast du dich noch nie gefragt wieso das System Menschen wie mich am Leben erhält. Einfach so aus gutmenschlichkeit und weil das System so toll und sozial ist ? Was passiert denn zB mit Menschen die einen Suizid ankündigen oder einen Versucht unternommen haben ? Wird ihnen das Sterben gestattet und ermöglicht ? Viele Fragen und du darfst nun mal ne Weile darüber nachdenken, denn die Antwort muß du schon für dich selbst herausfinden.


Zitat:
Folglich verstehe ich den Wunsch des TE. Fähigkeiten wollen ausgebildet und genutzt werden, man will sich beweisen,selber zumindest teilweise für seinen Lebensunterhalt aufkommen.

Oder die Person hat einen nachvollziehbaren aber nicht sehr förderlichen Minderwertigkeitskomplex.


Zitat:
Zweifel haben eben nicht immer eine Berechtigung. Viele Menschen sind viel besser als sie es sich selbst zutrauen.

Ja, wenn sie es denn wollen. Denn nicht Jeder will besser sein als Andere und über andere Menschen urteilen. Es sind immer Menschen die über gut und schlecht urteilen und verurteilen. Manchmal reicht schon allein Akzeptanz um eine Knospe zum Blühen zu bringen.


Zitat:
Nur versuch du mal so leicht ein natürliches, tief verwurzeltes Selbstbewusstsein zu behalten, wenn du solche Probleme durchlebt hast.

Ähnliche Probleme hatte ich selbst erlebt und daraus habe ich gelernt. Daher auch meine ersten Gedanken und vielleicht Ratschläge dazu auch wenn sie wohl nicht gleich nachvollziehbar sind.


Zitat:
Ein anderes Beispiel, wenn man einen Menschen wirklich lieben sollte und weiß er ist der/die absolut Richtige/r wird man es wohl trotzdem kaum einfach selbstbewusst hingehen, auch wenn man natürlich will. Dazu wiegen Jahre andersweitiger Prägung einfach zu schwer.

Da ist schon etwas dran, vielleicht ist die Liebe dann aber nicht stark genug. Scham und Schuldgefühl sind zB großes Hindernisse.


Zitat:
Ich lobe den Willen zur Veränderung aber wenn du meinst es wäre besser, der TE würde sich nicht mehr in diese Richtung engagieren und einfach nichts tun ist das natürlich eine Meinung die man vertreten kann. Was wäre denn eine bessere Möglichkeit, seine Zeit einzusetzen? Bevor man alles einfach nur schlechtredet, soll man selber erst Möglichkeiten überlegen. Aber das ist natürlich anspruchsvoller und folglich nicht so leicht dahergesagt.

Da der Themenersteller sich dazu noch nicht geäußert hat, kann ich dazu nichts schreiben. Es liegt ganz bei Diesem wie er sich entscheidet, ich biete nur Raum für andere Wege. Ich werde niemandem vorschreiben wie er seine Zeit einsetzen soll, da dies jeder für sich selbst entscheiden sollte. Es funktioniert nicht subjektive Lösungen vorzulegen, denn die Menschen sind zu unterschiedlich und auch nicht gerade belehrbar. Aber man kann Hinweise und Denkansätze bieten, denn es gibt immer verschiedene Möglichkeiten.



geschrieben von: solipsismus

Ronin, du hast für dich erlebt, dass du so gut leben kannst. Andere möchten nicht von einem Amt abhängig sein und ständig Formalitäten klären, sondern selbstbestimmt arbeiten. Und auch wenn das in deiner Weltauffassung nicht ganz passt: es gibt sie tatsächlich; die Menschen, die in einem Bereich ihrer Wahl arbeiten und diese Arbeit als so etwas wie erfüllend bezeichnen würden.
Ich verstehe nicht, warum du gerade in einem Thread wie diesem eine Grundsatzdiskussion starten muss? Um glasblume vor einem "Fehler" zu bewahren? Wohl kaum. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass du ihr einen Dienst tun willst, indem du die Existenz ihres Selbstbewusstseins in Frage stellst.
Also was zwingt dich dazu, immer wieder auf ein- und denselben Themenkomplex abzuschwenken, wenn es einfach nicht die Frage war?



geschrieben von: Ronin76

Hehe du bist lustig, denn zwingen lasse ich mich zu gar nichts. Es tut mir ja schrecklich leid daß meine Antwort nicht deiner Erwartungshaltung entsprochen hat. Ich mag es nicht wenn Leute mit so einem Geschwätz wie "du musst besser sein (als Andere)" und "Ich will kommt besser rüber" daherkommen. Ständig geht es nur um den eigenen Vorteil und es wird versucht Menschen diese aggressive Denkweise aufzudrängen.



geschrieben von: Tapio Bearking

Kehrt mal ganz schnell zum Thema zurück und das ist nicht Ronins Arbeitseinstellung
Danke



geschrieben von: Davy Crockett

Zitat:
Original geschrieben von solipsismus

Ronin, du hast für dich erlebt, dass du so gut leben kannst. Andere möchten nicht von einem Amt abhängig sein und ständig Formalitäten klären, sondern selbstbestimmt arbeiten. Und auch wenn das in deiner Weltauffassung nicht ganz passt: es gibt sie tatsächlich; die Menschen, die in einem Bereich ihrer Wahl arbeiten und diese Arbeit als so etwas wie erfüllend bezeichnen würden.


Schon allein der Terminus "selbstbestimmtes arbeiten" läuft innerhalb der existenziellen Rahmenbedingungen dieses Systems auf ein Oxymoron hinaus...und freie Wahl hat man/mensch dabei schon gar nicht, denn genau dafür sorgt das auf Systemnorm zugeschnittene Schul-/Ausbildungssystem, dass es die nicht gibt und nicht geben kann...was ja auch gar nicht erwünscht wäre, Selektion, so und nicht anders lautet hier das Zauberwort...oder mit den Woten von SG. Hartman aus "Full Metal Jackett": Meine Order lautet, alle Schlappschwänze gnadenlos auszusieben, die nicht kräftig genug sind für mein gelieptes Corps"...die Spreu vom Weizen zu trennen...und wer krank oder schwerstbehindert ist, hat sowieso schon schlechte Karten... gehört zur Spreu und nicht zum Weizen...und ich rede im Gegensatz zu dir nicht von Dingen, die ich nicht verstehe - da ich selber chronisch krank und schwer eingeschränkt bin...und wo siehst du einen nennenswerten Unterschied dabei, ob man von einem Arbeitgeber oder von irgendwelchen Amtsärschen abhängig ist...? Ist eine Abhängigkeit von einem anderen Subsystem des gleichen gesellschaftlichen Gefüges etwas anderes als Abhängigkeit...?



Zitat:
Ich verstehe nicht, warum du gerade in einem Thread wie diesem eine Grundsatzdiskussion starten muss? Um glasblume vor einem "Fehler" zu bewahren? Wohl kaum. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass du ihr einen Dienst tun willst, indem du die Existenz ihres Selbstbewusstseins in Frage stellst.
Also was zwingt dich dazu, immer wieder auf ein- und denselben Themenkomplex abzuschwenken, wenn es einfach nicht die Frage war?


...vielleicht besteht seine Absicht genau darin, ihm/ihr andere Wege aufzuzeigen...dass "Selbstbewusstsein" vielleicht nicht an eine Ausbildung oder den Erfolg in irgendeinem Beruf gekoppelt sein muss... das ist zwar das vorherrschende und erwünschte Denken in dieser Gesellschaft, dass man sich ohne Ausbildung, Studium, Lohn/Erwerbsarbeit klein, schwach, schmutzig, minderwertig, bedeutungslos, unnütz und überflüssig zu fühlen hat...das wird einem ja bereits als Kleinkind suggeriert, und wenn es dann nix wird - weil einem z.B. chronische Krankheit oder Behinderung einen Strich durch die Rechnung machen - es nicht mehr möglich ist, sich ein "Selbswertgefühl" in systemkonformer Weise durch Ellenbogen- und Konkurrenzgehabe, durch Gockelgebaren und permanente Onanie vor dem Mammonsgötzen anzueignen, hat man ohnehin verloren...



geschrieben von: Tapio Bearking

@Davy: Schreib ich Suaheli oder was?



geschrieben von: Kampfsau

Man kann sich ja darüber streiten ob Menschen ihren Wert zu sehr darüber definieren, ob sie arbeiten oder nicht. Ich finde in dem Punkt habt ihr mitunter Recht. Vor allem weil es einfach keine Vollbeschäftigung mehr geben wird.

Nur ist es doch falsch die Leute zu diskreditieren, die arbeiten. Für mich klingt das z.B. bei Davy eher nach Neid, denn nach einer wirklichen Meinung. Aber kann sich jemand echt vorstellen, dass der TE eine reelle Chance auf eine Ausbildung haben könnte und ihn diese Ausbildung etwas an Lebensfreude dazugewinnen lassen könnte ?

Ob diese Sichtweise richtig oder falsch ist, darüber kann man streiten aber warum kann das nicht im eigenen Ermessen liegen? Was habt ihr das zu entscheiden, könnt ihr nicht einfach den Wunsch akzeptieren?

Genauso könnte man einem Menschen auf Partnersuche ja auch versuchen das Heterosein zu verbieten, weil es ja ohnehin nur ein Ausdruck einer aufgezwungen Reihe von Handlungszwängen dieser Gesellschaft ist?



Naja, was könnte man noch für Ratschläge geben? Wenn das mit der Ausbildung nicht klappt, könnte man doch versuchen, erweiterte Schulabschlüsse nachzuholen. Wie wäre es als nächstes mit einem Realschulabschluss oder einem erweiterten Realschulabschluss? Mit einem Realschulabschluss steht einen z.B. schonmal der mittlere Beamtendienst zur Bewerbung frei,da hat man auch mit Einschränkungen gewisse Möglichkeiten und auch einige schulische Ausbildungen stehen dann frei.

Ein Realschulabschluss ist auch kein unrealistisches Ziel, mit einem Hauptschulabschluss bleiben einem ja eher körperliche Arbeiten . Für Verwaltung und Büroarbeit kommt dann mindestens ein Realschuler in Betracht.



geschrieben von: JohnSteed

@Kampfsau

Da hast du wohl Recht...

Die ungerechtfertigte religionsersatzmässige Mystifizierung der Arbeit hängt auch von dem Wollen der einzelnen ab, das System zu durchschauen oder nicht.

In keinem Land der Welt quatscht die sogenannte Wirtschaft dem Staat so in die Schule rein, wie in Deutschland.
Eine allgemeinbildende Schulbildung zum persönlichen Profit des einzelnen ist in D.kaum mehr möglich.
Aber stellen wir das mal beiseite.
Der mittlere Bildungsabschluss ist besser als sein Ruf und mich wundert die Abiturfixierung in der Gesellschaft manchmal.
Das Abitur ist sortenrein als Befähigung zum Hochschulbesuch zu sehen, nichts anderes.
Was haben Abiturienten in einer Floristenlehre zu suchen.
Da läuft einiges falsch in der Gesellschaft.
Und das Märchen von höheren Einkommen MIT Abitur kann jeder Akademiker der von HartzIV lebt entkräften.



geschrieben von: Ronin76

@Kampfsau

Zitat:

Was habt ihr das zu entscheiden, könnt ihr nicht einfach den Wunsch akzeptieren?

Genauso könnte man einem Menschen auf Partnersuche ja auch versuchen das Heterosein zu verbieten, weil es ja ohnehin nur ein Ausdruck einer aufgezwungen Reihe von Handlungszwängen dieser Gesellschaft ist?


Niemand will hier irgend etwas verbieten oder den Verfasser bevormunden und das ist in einer virtuellen Umgebung auch überhaupt nicht möglich. Es gibt keinen Grund Jemanden zu verteidigen der nicht angegriffen wurde. Ein Thema über Geschlechterrollen wäre tatsächlich mal interessant, denn ich vermute/glaube das gab es hier noch nicht.

Ich finde es es inzwischen ziemlich grotesk ständig über eine Person zu spekulieren die überhaupt nicht an der Diskussion teilnimmt und seit 8 Tagen inaktiv ist. Somit ist es lediglich wieder eine Grundsatzdiskussion und der TE das Alibi.



@Karpatenhund
Zitat:
Was haben Abiturienten in einer Floristenlehre zu suchen. Da läuft einiges falsch in der Gesellschaft. Und das Märchen von höheren Einkommen MIT Abitur kann jeder Akademiker der von HartzIV lebt entkräften.

Der beworbene Kuchen ist nicht groß genug für Alle uns soll es auch nie sein, denn nur so funktioniert das Spiel. Menschen werden mit leeren Versprechungen und Illusionen gelockt und geblendet damit sie gute Arbeitsdrohnen abgeben und sich vor lauter Wettstreit nur noch mit sich selbst und ihrem direkten Umfeld beschäftigen und so nicht auf "dumme Gedanken" kommen. Dazu werden Ideale benötigt und erschaffen. zB gut auszusehen, viel Geld zu haben, dadurch frei zu werden, etc. Die Idole sind dann Fußballmannschaften, Sportler, Promis, Pop-Bands, Markenartikel, etc.



geschrieben von: Tapio Bearking

Geschlossen.
Was gab es an den Moderativen Hinweisen nicht zu verstehen?
Das Thema war Ausbildung in Nürnberg mit Schwerbehinderung.






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