[Kleinstlebewesen Retter ?] - German Gothic Board

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Kleinstlebewesen Retter ?

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: archon

ich bin heute wieder mal im regen mit meinem hund gassi, bzw. kurz nachher und mir fiel wieder mal auf, dass eine UNMENGE an regenwürmern auf dem gehsteig sich tümmeln, die wohl aus den wiesen neben den gehsteigen aus der erde kriechen und sich auf den gehsteig "verirren".
da sind wirklich stattliche exemplare dabei, die gut 20 cm lang und fast finger dick sind - oft frag ich mich dann, ob sie wohl wieder den weg zurück in die wiese finden, oder auf der strasse/gehsteig verenden, weil sie nicht mehr wissen, wo es zur wiese geht. ja, ich weiss, seltsame gedanken... aber mir tut halt so ein schöner wurm dann auch irgendwie leid... er kann ja nix dafür, dass wir die ganze umgebung zupflastern und er dann seinen weg ins gras nimmer wiederfindet.
jedenfalls, ich achte dann immer sehr drauf, dass ich auf keinen solchen wurm drauftrete, was teils garnicht so einfach ist, in der dunkelheit der strassenlaternen, oder gar auf unbeleuchteten feldwegen. ein regenwurm ist zwar sehr regenerationsfähig (siehe Wikipedia) aber sicher fühlt er auch schmerz, wenn man auf ihn tritt und ihn zerquetscht. oft denke ich dann "hoffentlich kommt die nächsten stunden keiner mit dem fahrrad da lang!" :D fast wäre ich ja geneigt, jeden wurm den ich sehe zu packen und in die wiese zu verfrachten! :D das geht natürlich auch nicht.

aber mich würde mal interessieren, ob ihr teils auch so denkt?

oder ist euch der wurm auf der strasse egal, oder die hummel, oder die wespe, die spinne... oder sonstiges getier? ich muss zugeben, dass ich ab und an zum kleinstlebewesen retter werde... ertrinkende fliegen/hummeln/wespen ausm teich rette... oder den fast 10 cm durchmesser "weberknecht", der bei geöffnetem fenster in die wohnung kroch... auch grosse asseln hab ich schon mal gerettet... :D

das einzige was ich praktisch nie rette sind spinnen - ausser wie gesagt diese dürren weberknechte. gegen andere spinnen habe ich eine abneigung, weil sie meist so "flink rumflitzen" und da nehm ich dann doch "den schuh" zur hand.... während ich den weberknecht einfach mit der hand sanft packe... tja. selbst wespen in der wohnung, an der scheibe versuche ich immer "heil rauszubuxieren", bzw. fange sie mit einem drübergestülpten glas und schiebe ein papier als deckel drunter um sie dann draussen freizulassen... :D

wie geht ihr mit solchen kleinlebewesen um, seid ihr eher retter oder eher "zerquetscher" ? :D



geschrieben von: Creobotra

gerade weberknechte solltest du nicht mit der hand fassen, denn die verlieren leicht die beine. spinnen rett ich eher denn fliegen, denn erstere sind wesentlich nützlicher.
regenwürmer, die auf der strasse rumliegen sind zwar gutes futter für viele vögel, aber in der natur sollten es nicht soviele sein. die dickeren, grösseren leg ich auch auf die wiese zurück, damit sie den fortbestand sichern können :)
sonstiges flattergeviech in meiner wohnung ist potentielles futter für meine spinnen :)



geschrieben von: solipsismus

*meld* Ich bin gerade dabei, einen ganzen Ameisenstaat nach draußen zu befördern, der sich in meiner Küche versorgen wollte. Nachdem das Verschließen ihrer Höhle im Gemäuer durch Halbherzigkeit nicht funktioniert hat, setze ich sie jetzt einzeln nach draußen. Funktioniert sehr gut - dauerft ewig.

Ich schmeiße auch größere Tierchen, die mich abstoßen mit Glas und Deckel 'raus. Einfach, weil ich nicht möchte, dass sie sich im gleichen Zimmer wie ich aufhalten.



geschrieben von: JohnSteed

Gehört vielleicht nicht ganz hierher, aber das rote Eichhörnchen kämpft um sein Überleben.
Der Amieindringling Grauhörnchen bringt es systematisch um.
Das Grauhörnchen gehört daher ausgerottet.
Insofern teile ich mit dem Prinzen von Wales
diese Ansicht:
http://www.blick.ch/people/royals/p...en-krieg-120716



geschrieben von: Demon17

Also ich verlasse mich da lieber auf die hygienische Kraft von Insektensprays und scharfen Haushaltsreinigern was Kleinstlebewesen in der Wohnung angeht. Bei Fruchtfliegen lass ich auch gern ein paar Flaschen mit einem Rest Wein offen rumstehen. Das wirkt Wunder.



geschrieben von: Creobotra

Zitat:
Original geschrieben von shadowflower
@ Creobotra
Warum sollten denn nicht zu viele Regenwürmer in der Natur sein??? Außer das sie die Vögel und Maulwürfe verspeisen, sind sie doch sehr nützlich indem sie die Erde auflockern und die Pflanzen besser wachsen können … außerdem essen die auch altes Laub und machen wieder Erde daraus.


das war missverständlich, ich meinte durch strassen und gehwege sind zuviele regenwürmer auf offenem boden.

und ja, es sind keine spinnen, gehören aber in dieselbe klasse Arachnida wie spinnen und skorpione. (und sie haben im normalfall 8 beine :D)

Zitat:
Ich hab mal beim Regenwetter eine dicke schleimige Kröte von der Strasse weggetragen … das war total eklig … aber ich hab mich überwunden, bevor sie vom nächsten Auto platt gefahren wird.

mach mal wache bei ner krötenwanderung, das ist dann lustig.


@demon: gegen fruchtfliegen ist nichts besser als essig. dafür lassen sie sogar wein stehen (den sie eh nur wg der essigsäure anfliegen). da sind sie schwuppdiwupp alle drin. und wenn man das dann in der sonne trocknen lässt, hat man köstlich-saure fliegen-drops.



geschrieben von: Demon17

Zitat:
@demon: gegen fruchtfliegen ist nichts besser als essig. dafür lassen sie sogar wein stehen (den sie eh nur wg der essigsäure anfliegen). da sind sie schwuppdiwupp alle drin. und wenn man das dann in der sonne trocknen lässt, hat man köstlich-saure fliegen-drops.
Essig sagst du. Na ja ich trinke ja sehr trockenen Wein und wenn erst ein paar hundert Fruchtfliegen darin ertrunken sind und das Ganze leicht zu gären anfängt, so dass es schäumt, steigert sich die Anziehungskraft auf die kleinen Biester ja exorbitant. Es ist so praktisch, ein Schlückchen für die Fliegen und einfach die leeren Flaschen stehen lassen und für die kleinen Tierchen ist es sicher ein schöner Tod. Aber danke, ich werde Essig testen in den nächsten Wochen.



geschrieben von: Odessa

Kein Mensch mit Verstand und Herz tritt absichtlich oder absolut unachtsam Regenwürmer platt oder auch sonstiges Kleingetiert.
---

Da gibt es diesen unglaublich süssen Spot (ich glaube für eine Versicherung?), worin ein kleiner Junge mitten im hektischen Großstadtdschungel einen Regenwurm aufnimmt und in den Rasen trägt. Gefällt mir, denn es lässt mich nicht allein "blöd dastehen" und zum Gelächter einiger dahingehend eher ignoranter Zeitgenossen werden, wenn ich und/oder Marinus oft über Minuten oder auch mal eine halbe Stunde irgendwo stehen, nur um einen verirrten Käfer oder eine Biene aus z. B. einem Lokal zu befreien (wenn selbige am Fenster schwirrend oder am Boden krabbelnd verzweifelt versuchen, wieder ins Freie zu finden).

Da wir hier sehr ländlich wohnen und es völlig normal ist, daß der Verkehrsfunk über lokale Radiosender sowas wie "Achtung, eine Entenfamilie spaziert auf der Bundesstraße nach Gmund/Tegernsee, bitte fahrt vorsichtig, Leute, und erschreckt die Donalds nicht" durchgibt, komme ich auch öfter in den Genuß solch tierischer Rettungsaktionen, wie das schon erwähnte Kröten über Straßen tragen (wir spannen hier auch so "Krötentunnel" an den Straßen, letztes Monat erst wieder), vom Nest gefallene Turmfalken in speziellen Vogelstationen aufpäppeln, Bienen- und Wespenvölker "umsiedeln" weil sie sich zu gerne in unseren Holzhäusern/-Balkonen hier einnisten usw.

Spinnen fürchte ich, fasse sie daher auch nicht an, aber Marinus trägt sie dann immer raus und setzt sie ins Gras.



geschrieben von: Creobotra

@odessa: ich bin mittlerweile der retter aller krabbler hier im büro.
nicht zu fassen dass die damen hier angst vor nem käfer haben...

Zitat:
Spinnen fürchte ich, fasse sie daher auch nicht an, aber Marinus trägt sie dann immer raus und setzt sie ins Gras.

jaklar, wozu sind denn kerle sonst gut, wenn nicht als rittersheld, der einen vor ungeheuer bewahret :D

@shadowflower: dein kollege wird mit grösster wahrscheinlichkeit ne "normale" hauswinkelspinne ( Tegenaria domestica ) gehabt haben (die gross werden können), aber keine wolfspinne, die a) sehr selten sind und b) nicht in siedlungsgebiete gehen. ausserdem sind sie viel kleiner.
aber natürlich hört sich "wolfspinne" viiiel cooler an als "hauswinkelspinne" :D



geschrieben von: poison

ich zähle mich auch eher zu den rettern
die fruchtfliegen-drops dürft ihr aber gern allein verspeisen
essig-fliegen im wein sind übel - seitdem schenke ich mir nie wieder im dunkeln aus einer flasche ein und achte penibel darauf, sämtliche reste zu vreschliessen
allerdings setze ich gegen sämtliche arten von läusen - sei es auf pflanzen oder köpfen von kindern -rabiat und gnadenlos sämtliche hilfsmittel ein, zur not auch chemische keulen

hi shadowflower
wer weiss, auf wievielen beinen spinnen plötzlich laufen. wenn der genuss von wein ausartet ...



geschrieben von: rainraven

@ Odessa:
der süße Spot mit dem kleinen Jungen kommt derzeit recht oft und wirbt für einen namhaften angeblich günstigen Brillenhersteller. :) ("Für alle, die nicht nur mit dem Herzen gut sehen" oder so ähnlich).
Ich mußte daran denken, weil ich auch kaum vorankam die letzten Tage, da ich immer mal wieder so einen gigantischen Wurm vom Gehsteig zurück in die Wiese legen mußte, was mir oft irritierte Blicke zuträgt :). Letztens auch an der Bushaltestelle neben den anderen Passanten, da kroch während des Wartens so ein Teil auf meinen Schuh zu und ich hab ihn mühevoll vom Boden aufgezuppelt, denn der war so lang und dünn :) und ich hab ihn ewig nicht gegriffen bekommen.

Ich seh das neben meiner "tierlieben Ader" auch pragmatisch. Ich ekel mich brutal vor zerquetschten Insekten und anderen Wirbellosen und möchte dies tunlichst vermeiden. Deshalb lege ich alles, was mir im Weg liegt, wieder zurück dahin, wo es hergehört, wenn ich guter Laune und nicht in Eile bin. Wenn ich schlecht gelaunt oder in Hetze bin, kann es halt sein, daß ich die Tiere einfach übersehe oder sich selbst überlasse, aber aktiv kaputtmachen tu ich sie dennoch nicht. Ich meine, hey, warum sollte etwas sinnlos sterben müssen? Das ist doch blöd.

Ich hab da aber auch einen gewissen Gewissenskonflikt, denn wenn ich ein solches Kleintier "rette", nehme ich vielleicht einem Vogel, für mich den vollkommensten Geschöpfen dieser Erde, das Futter weg, und da ich selber jedes Jahr Jungvögel am Balkon habe und bange, sie mögen doch genug gefüttert werden (es wären nicht die ersten, die verhungern oder erfrieren), kann ich ja schlecht dagegen arbeiten.

In meiner Wohnung mag ich aus obigem Grund (Ekel vor zerquetschten Insekten, erst recht an meinem Körper) auch keine Wirbellosen, das Meiste schmeiß ich mit Papier und Glas zum Balkon raus, Silberfischchen dürfen bleiben, sind mehr oder weniger geduldet, weil die sich schnell genug verziehen und meist nicht zertreten werden. Irgendwie wohnen die ja auch bei uns und stellen nichts an, gehen nachts nicht bei mir im Zimmer rum, sondern bleiben hauptsächlich im Sanitärbereich. :) Stubenfliegen sind auch nicht so schlimm, die hocken sich hin und schlafen nachts auch (wie mehrmals beobachtet), da muß ich nicht Angst haben, die kommen mir in den Mund rein oder so, wenn ich penne. Aber alles andere und alles, was nervt, fliegt raus.

Nur bei Kleider-und Lebensmittelmotten und Kakerlaken bin ich gnadenlos, die mach ich platt, weil ich einen horrormäßigen Ekel und Haß auf die habe, die vernichten meine Kleider, belästigen meine Vögel, machen mir Gänsenhaut und Brechreiz und verunreinigen Lebensmittel. Das kann ich nicht haben. :( Die müssen in meiner Wohnung ausgerottet werden, denn wenn sie sich einmal eingerichtet haben, wird man sie nicht mehr los. Ich weiß, wovon ich spreche, und ich möchte nicht mehr das ganze Vogelzimmer bis auf die Möbel ausräumen und vergasen müssen...



geschrieben von: Ronin76

Zitat:
*meld* Ich bin gerade dabei, einen ganzen Ameisenstaat nach draußen zu befördern, der sich in meiner Küche versorgen wollte. Nachdem das Verschließen ihrer Höhle im Gemäuer durch Halbherzigkeit nicht funktioniert hat, setze ich sie jetzt einzeln nach draußen. Funktioniert sehr gut - dauerft ewig.

Du scheinst viel Zeit zu haben :D. Ich hatte letztes Jahr im Frühling, als es so extrem feucht war, das gleiche Problem. Nur eine ganze Ameisenstraße abzupassen und in den Garten, ein paar Stockwerke weiter unten zu befördern war da nicht möglich. Am Ende waren es dann doch um die 50-100 tote Ameisen, das hatte die aber auch nicht abgeschreckt. Selbst Haarspray, Essig usw um die Pheromonspur zu beseitigen hatte nicht geholfen. Erst als der Kammerjäger ein paar Giftköder an der Innenmauer im Hausflur ausgelegt hatte war Schluß.

Ansonsten rette ich die meisten Tiere, wenn sie mich nicht gerade extrem belästigen. So wie zB die extrem vermehrungsfreudigen Drosophila melanogaster, welche mich auch letztes Jahr im Sommer heimgesucht hatte, nachdem ein paar Bananenschalen in meinem Mülleimer verottet sind. Manchmal sieht man schon nach dem Öffnen einer Banane so ein Insekt herausfliegen. Und aus Einem werden dann ganz schnell Hunderte. Da hilft nur noch der Staubsauger...



geschrieben von: solipsismus

Hm nein, nur zu viel Einrichtung. Habe letztens ein Glas dabei kaputt gemacht. Das Problem ist, dass sie im Haus sind. Ausschließlich. Aber wenn man an die richtige Stelle Süßes legt, kann man sie von dort immer bequem rausschmeißen.



geschrieben von: Ronin76

Eine Lösung ist das aber nicht, denn du fütterst dadurch den Staat und es werden immer mehr kommen. Evtl einen Kammerjäger einschalten und die Nahrungsquellen müssen beseitigt und unerreichbar werden. Vielleicht auch mal im Garten ungiftige Köder auslegen, so daß sie die kürzeren Wege bevorzugen werden. Teppichleisten entfernen, Ritzen versiegeln, etc. Die Spur lässt sich anhand der Straße zurückverfolgen. Bei mir kamen sie damals auch aus einer beschädigten Innenwand und sie sind dann unter den Wohnungstüren hindurch gewandert.



geschrieben von: solipsismus

Danke für die Tips, aber du hast keine Vorstellung von der Größe des Hauses. Des Weiteren hat es überall Löcher in den Wänden und ich wohne hier nur zur Miete. Auch nicht mehr lange.
Vor allem lassen sich inzwischen nur noch wenige Ameisen blicken. Das könnte darin begründet liegen, dass ich die meisten sofort rausschmeiße, wenn sie gefuttert haben bzw. gerade dabei sind. Da ich schon lange nicht mehr 40 auf einem Haufen gesehen habe, bilde ich mir ein, erfolgreich gewesen zu sein. (Die Futterquellen sind übrigens, bis auf den Köder, alle eliminiert.)



geschrieben von: rainraven

...ich hatte früher auch schon bis in den 6. Stock hoch in meinem Zimmer eine Ameisenstraße...und auf dem Balkon waren sie sowieso. Da hat mich auch nichts am Köderfallenauslegen gehindert.



geschrieben von: Demon17

Das Beste war, als ich nachts in einem Bauernhaus aufwachte und sich in meinem Bett ein großer Feldhamster befand, der über ein Loch in der Wandverkleidung am Kopfende meines Bettes floh. Also Hygiene muss sein, bei aller Tierliebe. Deshalb stehe ich auch nicht auf Haustiere. Ich mache selber Dreck genug.



geschrieben von: Ronin76

Wie süß, ein Dämon und ein Hamster teilen sich das Bett. Das hätte ich gern gesehen. Vielleicht wollte er dir nur das Frühstück bringen. :D



geschrieben von: Odessa

:D Ich habe die Nacht heute schlaflos mit einer Maus verbracht. Also mit einer klitzekleinen süssen Feldmaus, die im Schlafzimmer logierte anscheinend schon seit Tagen und was ich erst gestern nacht, selbst dort wieder schlafend, bemerkte. Ich wurde wach, weil es neben mir im Bett - Ralf mit seiner Schlafmaske schlafend - seltsam unruhig wurde. Als ich das Licht anmachte, sah ich auf Ralfs Schlafmaske ein daumengroßes Wesen mit Riesenohren und großen Knopfaugen sitzen. Das Mausgetier schaute mich genauso überrascht an wie ich es anstarrte, und floh dann über die Bettdecke Richtung Kleiderschrank. Dieser ist bei uns offen, also nur mit langen Vorhängen verschlossen, und so krabbelte die Maus von ca. 23.30 Uhr bis 2 Uhr früh mehrmals an den Vorhängen hoch, turnte kopfüber und kopfunter zu meiner Belustigung wie ein Eichhörnchen auf Speed durch die (Stoff-)Gegend und ließ sich willig fotografieren.

Leider nur fotografieren aber nicht einfangen, obwohl ich es mit Hand und Salatsieb versuchte. Irgendwann gegen halb vier in der Früh war das Mäuserl dann vom wiederholten "aufs Bett springen, über Ilos - in Starrposition verharrend gewesener - Beine in Sekunden turnen, wieder auf Ralfs Brust und Schlafmaske im Gesicht rumklettern" so erschöpft, daß sie für einige Minuten still in einem meiner Hausschuhe saß. Ich griff danach, an meine Brust gedrückt, und öffnete die Schlafzimmertür um die Maus hinauszutragen ins Freie. Leider sprang sie aus dem Schuh heraus, auf den Boden, und lief dann hinaus in den Stall. Ob sie von dort den Weg nach draußen fand oder es sich in den Heuresten (von den Kaninchen noch da) nun bequem macht - ich werde es anhand angeknabberter zerfressener Wäschestücke, die dort zum Trocknen hängen, ggf. merken ;-)



geschrieben von: Feuerschatten

lol , das ist ja mal eine Geschichte! Und wie hast du den nächsten Tag herumgebracht, mit Augen auf halbmast?



geschrieben von: Odessa

:D Du ich schlafe eh fast nichts, seit ich 16, 17 bin. Drei bis vier Stunden maximal und das auch nur (meist) alle 2 Nächte im Sinne von "durchgehend", ohne Störungen... und ich fühle mich topfit wie ein Turnschuh. Ich werde richtig lätschert-depressiv, wenn ich mal 6 Stunden durchschlafe. Von daher war das nicht so das Problem mit dem fehlenden Schlaf, sondern eher mit dem nervigen wenngleich auch goldigem Geräusch kleiner tapsender Füß auf Laminat bzw. Wuselrennmausfüßchen kratzend auf Stoff und Bettdecke. Außerdem hab ich ja eine Katze (die bringt ihre Lebensmittel - Maus - gerne lebendig mit in die Wohnung, Vorratshaltung nach Art "ich züchte mir mein Essen im Haus" oder so, so ganz peil ich das System noch nicht *g*) und wenn die das Schlafzimmer geentert hätte, wäre es noch unruhiger und unschöner geworden ;-).



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von poison
ich zähle mich auch eher zu den rettern
die fruchtfliegen-drops dürft ihr aber gern allein verspeisen
essig-fliegen im wein sind übel - seitdem schenke ich mir nie wieder im dunkeln aus einer flasche ein und achte penibel darauf, sämtliche reste zu vreschliessen
allerdings setze ich gegen sämtliche arten von läusen - sei es auf pflanzen oder köpfen von kindern -rabiat und gnadenlos sämtliche hilfsmittel ein, zur not auch chemische keulen

...



Eigenwillig, auf Geheiss mancher Leute aus der Familie war ich früher ein perfider und gemeiner Wespenmassenmörder. Mit hilfe von Zuckerlösung.
Irgendwann habe ich erkannt, dass dies ein Fehler war, hab also versucht irgendwie meinen Frieden zu machen...
Der Wendepunkt kam an einer Autobahnraststätte.
Dort gab es ein eigenwilliges Büffet mit Meeresfrüchten, Salaten und Zeug.
Kaum sass ich, waren schon drei oder vier Wespen da.
Nach dem stillschweigenden Vertrag, den ich quasi geschlossen hatte, liess ich sie gewähren.
Sie brachen grosse Fleischstücke aus den Speisen, die am Teller ausgebreitet waren und flogen damit in ihr
naja...was weiss ich...Regionalvorratszentrum.
Getan haben sie mir nix.



geschrieben von: archon

ich merke schon es gibt mehr RETTER als zertRET(T)ER ! :D

maus muss ich auch ab und an retten, wenn es nicht zu spät ist und die katze sie schon "erlegt" hat. oft spielt sie damit nur rum und zerrt natürlich die viecher ins haus... doofes vieh.



geschrieben von: rainraven

Zitat:
Original geschrieben von JohnSteed
Sie brachen grosse Fleischstücke aus den Speisen, die am Teller ausgebreitet waren und flogen damit in ihr
naja...was weiss ich...Regionalvorratszentrum.
Getan haben sie mir nix.




Das befolge ich inzwischen auch, seit ich mal beobachtet habe, was die Wespen eigentlich wollen. Bei Fisch im Biergarten oder Leberkässemmeln beim Baden hat man schnell so summende Gesellschaft, und ich ziehe es vor, ihnen ein Stück abzugeben und sie damit verschwinden zu lassen, da ich mich auch nicht aufs Essen konzentrieren kann, wenn mein Partner neben mir rumhaut und fuchtelt und die Wespen weiß Gott wo sind und aggressiv reagieren. Außerdem ekelt es mich wie gesagt vor zerquetschten Insekten und das wäre das Letzte, was ich an meinem Eßtisch haben wollen würde. Leider sitzt man ab und zu neben Menschen mit einer Wespenallergie, die einen für bekloppt halten und deswegen blöd anmachen, wenn man die Tiere eher fressen läßt als gegen sie ankämpft, obwohl das genau das Falsche ist...:(



geschrieben von: Sunnhilda

Oh, die Mäusegeschichte ist ja so süüüüß! Als Mäuseretter hab ich mich früher öfter gezeigt, wir hatten in den 90ern ein Geschäft nahe Wald & Wiese, in das sich die Tierchen zum Winter gerne verzogen haben. Im Aufenthaltsraum für die Arbeiter befand sich eine Spüle, im Schrank darunter ein alter Aluminiumtopf und lauter alte Lappen, teils getränkt mit Möbelpolitur (war ein Möbelladen) - und in diesem Schrank hatten sich einmal gleich mindestens zwei Sippen von Mäusen eingenistet. Einige waren Hausmäuse, die anderen Waldmäuse. Da ich die Tierchen so süß finde, habe ich nur Lebendfallen geduldet, bei Klappfallen oder Gift hätte ich protestiert!
Ein in der Lebendfalle gefangenes Mäuschen hätte ich gerne zu meinem Haustier gemacht - hatte schon mal Renn- und Farbmäuse und aus dieser zeit noch einen Käfig. Aber der Freiheitsdrang des Tierchens war größer als das Bedürfnis nach einer warmen Behsausung und Futter satt, und so hab ich sie dann in unserem Schrebergarten ausgesetzt. Mein damaliger Mann hat mich fast für bekloppt erklärt, andere Leute tun alles, damit sie keine Mäuse im Garten haben, und ich bringe auch noch eine mit... :D

Mäuse hab ich in meiner jetzigen Wohnung keine, aber ab und zu mal kleineres Getier... Spinnen und Käfer, oder auch mal eine verirrte Hornisse rette ich meistens mit einem Glas und befördere sie auf den Balkon, bei Fliegen kenne ich aber kein Pardon - ich gebe ihnen eine Chance, ins Freie zu fliegen, aber wenn sie die nicht nutzen, haben sie Pech gehabt und könnten der Klatsche zum Opfer fallen. Ich hab einen Wahnsinnsekel vor Maden, außerdem habe ich zwei kleine Kaninchen (Kaninchen können ganz böse von Maden befallen werden, das kann tödlich ausgehen), deshalb bin ich bei Fliegen so heikel.
Ameisen hab ich alljährlich im Frühling, so kleine, und das vor allem in der Küche, das muß natürlich auch nicht sein (letztens sind die Biester sogar in ein angebrochens, aber zugeschraubtes Honigglas gekrochen!) - ich legen dann Backpulver und Ameisenköder aus, und nach 4-6 Wochen verschwinden sie dann auch wieder.
Und bei Mücken kenne ich gar kein Pardon, da wird sofort zugeschlagen... aber ansonsten rette ich eigentlich das meiste an Viechern.

Bei Spinnen bin ich sogar ein wenig abergläubisch... früher hab ich zwar vor Schreck geschrien wenn ich eine dicke Spinne sah, heute assoziiere ich sie mit den Nornen, den Schicksalsgöttinnen der nordischen Mythologie, die die Schicksalsfäden spinnen, und daraus folgernd habe ich ein ungutes Gefühl dabei, eine Spinne zu töten. Anfassen mag ich sie nicht *brrr* - aber zum Glück gibt es Gläser und Pappe, und damit lassen sie sich gut einfangen und an die frische Luft befördern :)



geschrieben von: Odessa

Hallo Sunnhilda :),

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außerdem habe ich zwei kleine Kaninchen (Kaninchen können ganz böse von Maden befallen werden, das kann tödlich ausgehen), deshalb bin ich bei Fliegen so heikel.
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Oh das kenne ich auch noch, aus der leider viel zu kurzen Zeit als ich selbst vier dieser göttlichen springlebendigen kätzisch-neugierigen süssen Tunnelgräber und Luftsprung-Artisten hier bei mir am Hof hatte. Und da auch absolut rigoros vorging gegen Insekten, sprich ich habe den Stall der Karniggels (die hatten bei mir, zu ihren ca. 600 qm WaldWiesen-Freilauf täglich, für nachts einen 40qm-Stall) mit Fliegennetzen geschützt, habe täglich Heu und Stroh ausgewechselt, Zitronenverbene/Melissen-Kräutermischungen untergemischt etc. nur um ja diese ekelhaften Blutsauger fernzuhalten. Da ich am Hof auch über den Sommer Kälber habe, sind jede Menge Fliegen und Mücken da, die Mensch und Tier zusetzen ohne Ende gerade im hier immer feuchten (viel Regen) Klima... und da muß ich ehrlich sagen, daß ich schon auch mal - wenn eine Fliege/Mücke sich nach ca. 10, 15 Minuten nicht verjagen läßt Richtung Fenster oder Tür - zur Klatsche greife und zum Mörder werde bzw. wurde. Bevor meine hilflosen Kaninchen diesen Krankheitsüberträgern zum Opfer fielen, entschied ich "eigenmächtig" tatsächlich, daß mir deren Leben wichtiger ist als das einer Fliege.

Ich hoffe, "Gott oder wer immer" wird mir das im Jenseits nicht allzu übel nehmen, ansonsten hab ich echt die Arschkarte, rechne ich mal über 46 Lebensjahre so einige getötete Fliegen und Stechmücken zusammen.... :eek: :cool:



geschrieben von: Arya

Schädlinge und Mücken töte ich auch wenn diese Tierchen eigendlich nichts dafür können eben Schädlinge oder Mücken zu sein. Alle anderen Tiere werden von mir freundlich nach draußen geleitet bzw. bleiben solange im Zimmer bis sie sich von selbst hinausfindeen. Ich passe auch möglichst auf, auf keine Schnecken oder Regenwürmer zu treten. Als Grundschulkind bin ich mal eine halbe Stunde zu spät in den Hort gekommen weil ich alle Regenwürmer aufgesammelt und auf die Wiese gesetzt habe. Das selbe tat ich neulich auch mit eine dicken, feuerroten Raupe die auf den Radweg zukroch (desswegen wurde ich fast von einem Radfahrer umgefahren).

LG Arya



geschrieben von: Töggelie

Ich rette so ziemlich alles: Würmchen, Kröten, Schmetterlinge, Weberknechte,...Spinnen lasse ich retten. Ich kann sie nicht töten, will sie aber auch nicht unbedingt in meiner Nähe haben. Ich saß einmal nachts am Computer, als eine hyperaktive Spinne in mein Zimmer fetze, die Wand entlang spurtete, sich gelegentlich von der Wand warf, um sich an einem kleinen Faden aufzufangen und wieder weiterzuhechten. Ich weiß nicht, was mit ihr los war, aber es gibt doch auch Leute, die in Städten rumturnen und sich an Mauern hochziehen und abgehen wie Schnitzel, und genau daran hatte mich diese Aktion schwer erinnert. Ich war so perplex, ich konnte nicht mehr tun, als ihren Spurt entgeistert zu verfolgen und dafür zu sorgen, dass meine Bettwäsche die Wand nicht berührte (um ungeplante Abstecher spinnerseits zu verhindern und sie nicht zu gewagten Improvisationen zu verleiten). Irgendwann war sie dann hinter meinem Schrank und da ich nicht schlafen wollte, wenn sowas Irres in meinem Zimmer rumtobte, setzte ich mich vor den Fernseher und hoffte, dass sie a.) einen Abgang machen würde oder b.) sie vielleicht wieder auftauchte. Irgendwann schanzte sie dann tatsächlich über meinen Computer-Monitor, seilte sich ein Stück vom Schreibtisch ab, ließ sich dann vollends auf den Boden plumpsen und wollte wohl gerade ansetzen, diese Nummer von vorne abzuziehen. Das war dann aber wirklich zu viel für meine Nerven. Ich stellte ein Glas über sie, wartete, bis sie sich beruhigte und geleitete sie Richtung Türe. Das ging, denn sie war nicht sooo sehr groß.

Und wo ich eben auch was von Mäuschen las:
Vor einiger Zeit bemerkte ich, dass es in einem der Heusäcke meiner Kaninchen immer ein bissel raschelte und etwas leise piepte. Nun lag der Verdacht natürlich nahe, dass sich eine Maus dort eingenistet hatte. Da aber genau dieser Sack aus einem sehr rutschigen Material bestand, dachte ich naiverweise, dass die Maus dort nicht mehr heraus kann. Ich schüttelte also ein bissel, worauf sie dann auch prompt erschien, um nachzugucken, was da so störte. Die Maus saß auf dem Präsentierteller, also versuchte ich, sie vorsichtig an der Hüfte zu greifen. Ich berührte die Maus also seeehr vorsichtig an der Hüfte, sie erschrak, fing an zu fiepen, wodurch ich ebenfalls erschrak und mitquietschte (aber nur ein wenig). -,- Danach das gleiche Schauspiel abermals. Irgendwann war die Maus so genervt von mir, dass sie mich leicht zwickte und sofort lockerleicht aus dem Sack kletterte. Das Versöhnungs-Apfelschnitzchen wollte sie dann auch nicht mehr annehmen.
Ein andermal hatte ich eine Spitzmaus gefangen, die gerade durch den Keller geflitzt war. Es hatte mich selbst gewundert, wie leicht dies durchführbar war, denn die Maus rannte und rannte und die Beine bewegten sich auch sehr schnell, nur schien der Körper nicht wirklich voranzukommen. Also musste ich nur ein Glas über sie stülpen. Vor der Haustüre ist sie mir dann irgendwie entwischt und in meinen Ärmel geflohen. Darüber erschrocken, schüttelte ich den Ärmel und die Maus fiel in das Gitter vom Schuhabtreter. Schuldbewusst wollte ich sie da wieder rausholen, woraufhin sie meine Hand übelst anpiepte und beschimpfte. Rausgeholt habe ich sie natürlich trotzdem irgendwie.



geschrieben von: archon

gestern musste ich abends den klein-lebewesen retter machen -
geh ich so mit meinem hund spazieren, auf einmal merke ich, dass er 20 meter von mir weg mit irgendwas in der wiese rumspielt - zuerst dachte ich es wäre wieder ein nachtfalter oder so, der da halb tot im gras "rumwuselt" und den er fängt.
bin dann aber doch hin, weil er gar so eifrig am rumspinnen war und ich mir dachte, vielleicht ist es ne kleine maus.
und was war es dann letztendlich?
ein frosch! glaub ne kröte. wohl sein erster frosch den er sah, und ich musste ihn dann auch sofort da weglotsen, denn sonst wäre es für den frosch sicher der letzte abend gewesen, so wie er mit den pfoten an ihm "rumhackte" ;)





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