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Ein Tip, bitte

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geschrieben von: solipsismus

Dies wird wahrscheinlich ein Listenthread und auch die Diskussionswürdigkeit ist nicht hoch (wenn auch etwas Potential besteht). Ich würde die Mods trotzdem bitten, ihn wenigstens drei, vier Tage offen zu lassen.
Denn es ist schwer für mich, anderweitig eine Antwort darauf zu finden ... wie viel Nebenkosten eine Einzelperson im Westen Deutschlands so für Wasser, Strom und Gas zu zahlen hat.

Wenn jemand diskutieren möchte, wie man am besten Stromkosten spart oder in welche Stadt man sich wegen der Preise schon gar nicht verirren sollte (jaja, München), dann nur zu.

Es würde mich, davon abgesehen, sehr freuen, wenn mir jemand bezüglich meiner Frage einen Hinweis geben könnte.


Gruß
Sol



geschrieben von: Creobotra

es gibt sowas wien mietspiegel, wo zumindest grob die nebenkosten aufgeführt werden.
(http://www.miet-check.de/mietspiegel-uebersicht.php)
ist ja aber auch davon abhängig, wieviel personen, welche müllabfuhr, stromversorger, ob hausmeister etc...



geschrieben von: Demon17

Also ich hab alles in allem so etwas 150 NK incl. Strom, aber ohne Telekommunikation.



geschrieben von: Odessa

Nicht München, aber Oberbayern/Land, mit 2 Bewohnern auf ca. 65/70 qm Wohnfläche und unbeheizten 100 qm Stall:

- 130 Euro im Monat, ab Herbst voraussichtlich 150 Euro, für Heizung in der Wohnung (Gastank der 2 mal jährlich befüllt wird)

- 91 Euro im Monat für den nach Vergleich für uns derzeit am billigsten Nacht-Strom via Eon (80% hiervon entfallen auf den 80-Liter-Heisswasserboiler im Bad, uralt und 24/7 "in Betrieb" und auch nicht ausschaltbar dahingehend)

- 40 Euro im Monat für die von der Vermieterin umgelegten Kosten für Kaminkehrer, Steuern, Versicherungen

- knapp 50 Euro im Monat für die 2wöchentliche Leerung einer winzig kleinen Tonne für Restmüll (Papiertonne ist glaub ich kostenlos, zumindest erscheint sie nicht gesondert, und Biomüll entfällt da ja Bauernhof: alles findet tierische Abnehmer bzw. landet aufm Kompost)

- 10 Euro für Entwässerung, in dem Fall Leerung der Sickergrube alle 2 Jahre

Wasserkosten haben wir hier nicht, da eigene Wasserquellen am Hof und entsprechend kein Anschluß ans Wassernetz. Üblich wären aber für 2 Leute in etwa nochmal 30 bis 40 Euro im Monat. Hausmeister, Beleuchtung, Schneeräumen etc. entfällt ebenfalls, kann aber auch nochmal gute 20 bis 60 Euro hier kosten monatlich, je nach Größe und Umfang der zu "wartenden" Anlage bzw. ob noch sowas wie "Grünanlagen am Haus/Pflege" dazukommt (dann wirds oft richtig teuer wenn das alles ein Hausmeister macht: im Sommer wöchentlich Rasen mähen, Hecken zurückschneiden, Winterschutz für die nicht winterfesten Pflanzen, evtl. Spielplatz für die Mietergemeinschaft sauberhalten, Sand auswechseln dort usw.).

Die Nebenkosten werden hier gerne die "2. Miete" genannt, weil sie - wie bei uns - teilweise so hoch sind wie die Kaltmiete bzw. meistens gut 1/3 bis gar die Hälfte hiervon ausmachen.



geschrieben von: softcake

für meerbusch bei düsseldorf und einer einzelperson auf 68 qm hab ich:

70 eur nebenkosten, 50 eur strom.

und ich bin grade selber baff wie günstig... die wohung ist nämlich miserabel isoliert. 50er jahre werkswohnung. das sagt wohl alles..



soft



geschrieben von: Demon17

Das ist ja der totale Wucher, Odessa.



geschrieben von: Seneca

Ich zahle nur für Strom, Gewerbetarif ca. 180€ im Jahr. Grüßte Stromabnehmer bei mir sind Schweißanlage und Trennschleifer mit jeweils 2000 Watt. Wasseranschluss hab ich nicht, Abwasser fällt somit auch nicht an. Wasser kommt aus dem Brunnen, Holz zum Heizen kommt aus dem Wald...fällt beim Orkan meist von alleine runter da ich ja nur Fallholz Sammeln darf und keinen Einschlag betreibe.



geschrieben von: Odessa

Das ist ja der totale Wucher, Odessa.
---

Nee, das ist sensationell günstig für die Gegend (die Kaltmiete ist 350 Euro, dazu dann noch 50 Euro für den Stall und 40 Euro für die Garage), drum kriegt mich/uns hier ja auch keiner weg die nächsten Jahre;-) Das ist Tegernsee/Oberbayern, Chris, ähnlich wie der Starnberger See - DAS Touristen- und Wellness/Beauty-Farm-Gebiet, da zahl ich sonst leicht das Doppelte an NK für die Fläche, mit besagten Hausmeister-, Gartenpflege-, Aufzugwartungs- und Treppenhausreinigungskosten (wenn das eine Fremdfirma macht und nicht der "Hausel") dann mit dabei wie es bei Mietshäusern mit mehreren Parteien meist ist :).

Ich geh grad mal die NK unserer - anderen - Wohnung direkt am Schliersee durch, das sind 30 qm/1,5 Zimmer, und bis zur ersten Jahresabrechnung basierend auf den Werten der Vormieterin/1 Person sind die NK:

- 17 Euro im Monat für Gas (nur der Kochherd)
- 40 Euro im Monat Strom (2 Elektroheizgeräte, TV, Rechner, Stereoanlage, Staubsauger, kl. Kühlschrank, 1 Küchenboiler mit 5 Litern)
- 50 Euro NK für Müll, Versicherung, Steuern, Abwasser/Wasser generell


Gleiches Gebiet, nur 4 km weiter, und halt nur halb so groß und ohne den riesigen Warmwasserboiler im Bad als Stromfresser.



geschrieben von: Hrefnadis

Es kommt auch sehr stark drauf an, in WAS man wohnt. Hier in Berlin sind Altbauten zwar schicker, aber definitiv erheblich teurer in den Nebenkosten, Neubauten haben i.d.R. z.B. so tolle Sachen wie eine gute Isolierung und Zentralheizung, zudem sind Abwassergebühren und Müllgebühren viel niedriger, weil auf mehr Bewohner umgelegt. Wir zahlen für einen dreieinhalb-Personen-Haushalt auf knapp 90 qm (Neubau) 180 Euro Nebenkosten einschließlich Heizung, aber ohne Strom und Telefon. In der vorigen Wohnung waren es auf knapp 70 qm (Altbau) etwa 20 Euro mehr.



geschrieben von: solipsismus

Das ging ... schnell. Danke für die vielen Antworten und den Link, Creobotra.

Meine Frage ist damit (leider negativ) beantwortet, aber besser, man weiß vorher Bescheid ;)



geschrieben von: Demon17

Du musst den Boiler mit den 90 Euronen im Monat loswerden. Da gibt es bestimmt günstigere Lösungen. Sonst geht es ja. Nimm Dir mal ein Beispiel an Seneca, Miete zahlt der bestimmt auch nicht.



geschrieben von: Odessa

Es kommt auch sehr stark drauf an, in WAS man wohnt.
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Ja, ich denke das macht auch oft einen Unterschied bei den NK, und auch in welcher Klimazone man wohnt. Hier in den Voralpen z. B. sind die Heizkosten deshalb so hoch (und dieses Jahr wieder gestiegen), weil ich seit Beginn des letzten Winters bis noch vor ca. 3 Wochen geheizt habe und zwar fast durchgehend. Wir haben hier bis zu 8 Monate Schnee/Winter, mit Temperaturen wochenlang von - 5 bis - 25 Grad (v. a. nachts) oft noch weit in den März hinein, und die Sommer sind auch sehr kurz, dauerverregnet für gewöhnlich und immer wieder von Nächten, wo man auch im August mal heizen muß bei 0 Grad und Schneefall, unterbrochen. Das dürften die Bewohner einiger Gegenden in Thüringen, im Schwarzwald und im Harz auch so ähnlich kennen, wenngleich sicher nicht in der extremen Länge. Und dabei heize ich in meinen drei kleinen Räumen eh immer nur auf Stufe "2", das ist schon das Maximum - ich drehte noch nie auf 4 oder gar 5 hoch.

Und wegen des "in was man wohnt": hier sind viele, eigentlich die meisten, Häuser mit sehr viel Holz als Baumaterial gebaut. Die Schuppen und Ställe sind oft ganz aus Holz und auch neue Hotels und Kur-Bade-Anlagen werden, entsprechend dem "Dazupassen" zum restlichen Umland mit den teils jahrhundertealten Bauernhöfen, mit Holz zumindest in der oberen Hälfte und an den Balkonen gebaut. Allein die Feuer-Versicherungen sind da dann natürlich viel höher in der Prämie als z. B. die fürs Ruhrgebiet, wo es relativ selten Hunderte von Gehöfte aus Holz in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander geben dürfte und wo nicht mindestens ein mal pro Woche ein Brand ausbricht. Daß wir hier teilweise mehrmals wöchentlich Hagelunwetter haben mit taubeneigroßen Hagelkörnern, die jedesmal ganze Dächer, die Scheiben der Häuser und ältere dünnere Balkonbretter durchschlagen bzw. zum Einsturz bringen, wirkt sich auf die Versicherungen und somit auf die NK auch, wenngleich sicher in relativ vernachlässigbarer Höhe, aus :-).

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Du musst den Boiler mit den 90 Euronen im Monat loswerden. Da gibt es bestimmt günstigere Lösungen.
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Chris, da müßte die Vermieterin erst zustimmen, es ist IHR Boiler und die alte Dame ist etwas... nun ja... senil, störrisch, und generell mit ihren weit über 80 Jahren völlig überfordert mit der ganzen Vermietungssache. Wir überlegen aber schon seit Längerem, irgendwo einen gebrauchten "neueren" Boiler zu bekommen und ihn auf ihre Kosten, so sie dazu wenigstens zustimmt, dann installieren zu lassen :-).



geschrieben von: hagzissa13

Ich bezahle für meine knapp 120qm, die ich allein bewohne (i.d.R.) an die 250 € NK im Monat. Dabei sind mit drin:
-Hausmeister
-Aufzug
-Müll
-Versicherungen fürs Haus
-Wasser
-Abwasser
-Kabelanschluß
-Heizung
-Strom
-Telefon
-Putzdienst Flur und Gehweg
-Gärtner f. d. Rabatten
-Schornsteinfeger
-Tiefgaragenstellplatz

würde ich mal Dinge wie Tiefgarage, Kabel, Telefon mit rausnehmen, komme ich auf ca. 130€/Monat
Am Rest (Aufzug/Gärtner/Putzdienst) muß man sich hier beteiligen.



geschrieben von: Lord_Fallerton

Neubau von ca. 1980, insgesamt 60 Mietparteien, 2 Zimmer, 1 Bewohner.
Nebenkosten für Treppenhausreinigung, Fahstuhl, Müll, Versicherungen etc.: 85 Euro
Strom beim örtlichen Versorger: 40 Euro
Heizung (Fernwärme), Warmwasser vom selben Versorger: 68 Euro



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von solipsismus
... ... wie viel Nebenkosten eine Einzelperson im Westen Deutschlands so für Wasser, Strom und Gas zu zahlen hat.

...
Gruß
Sol



Das ist wie überall, die Nebenkosten sind in der Regel Verbrauchsabhängig bzw. auch Preisabhängig.
Einen "Regelsatz" kann man hier nicht angeben.
Davon würde ich eher nicht etwas abhängig machen, denn was nützen dir günstige Nebenkosten, wenn dir die entsprechende Stadt auf den Geist geht?

Vieles ist wichtig, nun ich persönlich würde 3,50EUR mehr bezahlten, wenn die entsprechende Stadt noch eigene Stadtwerke hat und kein Konzern(EnBW/RWE etc.) die Geschicke der Daseinsvorsorge lenkt.
Aber auch das ist Geschmackssache.



geschrieben von: Lord_Fallerton

Interessant sind auch die Preise für Grundmiete und ÖPNV, so man darauf angewiesen ist. Kosten halt, die man jeden Tag hat. Ich zahle 280 Euro Miete, die Monatskarte kostete mich 56 Euro als ich sie noch brauchte.



geschrieben von: Odessa

Oh ja, großer Faktor - nehme ich die Öffentlichen in München und Umland, bin ich sogar als Schüler/Student mit Abo weit über 100 Euro los im Monat bei entsprechender Lage (ca. 30 km vom Zentrum weg, etwas außerhalb in den umliegenden "Trabanten" wie Unterhaching, Taufkirchen, Sauerlach etc.). Für Nichtschüler können es schon mal über 200 Euro im Monat werden, hat man z. B. die Maximalanzahl von "Ringen"/Zonen zu nehmen weil man noch weiter außerhalb wohnt (30 bis 40 km vom Zentrum).

edit/Telefon-Nachtrag: ich habe hier die flatrate fürs Telefon/Festnetz national und internet, kostet bei der Telekom knappe 40 Euro, MWSt bereits inklusive.



geschrieben von: rainraven

64-Parteien-Hochhaus von 1963, ca. 85 qm Wohnung, zwei Personen.

Miete ca. 1000 Euro, Nebenkosten (Heizung, Aufzug, Kabelanschluß, Hausreinigung, Hausmeister, Müll, etc.) etwa 240 Euro. Dazu kommt noch ca. 50 Euro Strom und 30-40 Euro Telefon/Internet im Monat.

Alles andere wie Versicherungen, Fahrkarte, etc. ist ja individuell verschieden und bei uns wird auch nicht alles gleichermaßen durch zwei geteilt. Wir verbrauchen und verdienen ja auch unterschiedlich.


Für meine Heimatstadt wohnen wir noch finanziell günstig, auch angesichts der schönen und praktischen Lage. Nur das Heizenmüssen könnte meiner Ansicht nach weniger sein, aber mich friert es ja auch unter 25 Grad...



geschrieben von: Odessa

:eek: Aber holla die Waldfee, rain - das ist echt günstig für München und die geschilderte Lage. Meine Eltern zahlen mittlerweile für eine 3-Zimmer-Wohnung mit nur knappen 70 qm, München-Sendling/am Westpark, seit einigen Monaten "warm" auch schon knapp 1300 Euro, und das wird dieses Jahr wohl auch wieder erhöht wie sie mir vor Monaten schon frustriert erzählt hatten. Davon sind gute 350 Euro die Nebenkosten, obwohl meine Eltern, seit sie in Rente sind und das Geld damit noch knapper wurde, jedes Jahr für 5 Monate in Spanien bei einem Freund auf einem Campingplatz überwintern (kommt sie einfach billiger als in Oberbayern ein halbes Jahr lang heizen müssen) und somit null Heizkosten selbst haben/verursachen.





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