[15 Tote bei Loveparade Duisburg] - German Gothic Board

German Gothic Board

sinistre Kultur
Gothic Forum & Gothic Chat
auf dem Portal von Nachtwelten

German Gothic Board Chat Gothic 500 - Topliste by nachtwelten

Nachtwelten | Gothic Board | Gothic Chat | Boardarchive





Seiten:1 2 3



15 Tote bei Loveparade Duisburg

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Demon17

Mindestens 15 Tote und wahrscheinlich 100 Verletzte durch Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg. Die Stadt hatte ein abgesperrtes Gelände zur Verfügung gestellt, das maximal für 350 000 gereicht hätte, bei 1 Million Besucher definitiv zu wenig. In einem Tunnel der als Zugang diente kam es dann zur Massenpanik als das Gelände wegen Überfüllung geschlossen wurde. Die Ordner am Tunneleingang waren zuvor überrannt worden. Die Menge drängte einfach weiter nach ...

Übrigens: Die Party geht weiter:
Zitat:
Duisburg (dpa) - Die Loveparade wird nach dem Unglück mit mindestens zehn Toten vor dem Partygelände nicht abgebrochen, um eine mögliche weitere Panik zu verhindern. «Der Krisenstab der Stadt Duisburg hat sich entschlossen, aus Sicherheitsgründen die Veranstaltung zurzeit nicht zu beenden», erklärte Stadtsprecher Frank Kopatschek. Die Notausgänge des Geländes wurden aber inzwischen geöffnet. Zahlreiche Besucher nutzen bereits die Gelegenheit
... zum Beispiel über die gesperrte A59 zu entkommen.

http://www.spiegel.de/images/image-114223-panoV9-pztl.jpg



geschrieben von: fxsend

Von organisatorischen Fehlern im Vorfeld bis zu einer individuellen Fehlentscheidung vor Ort kann alles die Ursache gewesen sein. Oder es sind verschiedene Faktoren zusammen gekommen und es war schlicht ein Unglück. Vollständig rekonstruieren wird man es wahrscheinlich nie können, aber hoffentlich daraus Erkenntnisse für die Zukunft gewinnen.

Dass die Veranstaltung weiterläuft ist richtig und vernünftig. Man kann nur hoffen, dass sich die Situation am Hauptbahnhof entspannt.

Der Mensch ist gut im Verdrängen von Risiken. Damit meine ich nicht die Organisatoren von Massenveranstaltungen, sondern die Besucher. Eigentlich ist es verrückt: Die Leute haben Angst vor allen möglichen völlig abstrakten Gefahren, aber begeben sich ahnungslos in Lebensgefahr.



geschrieben von: Demon17

Der einzige Ein- und Ausgang zum Gelände für eine Million Besucher.

http://www.spiegel.de/images/image-114241-galleryV9-evqw.jpg



geschrieben von: fxsend

Wenn man sich das umgeknickte Verkehrsschild, die umgebogenen Heras-Zäune und das zerquetschte Dixi anschaut, kriegt man eine Ahnung davon, welche Druckkraft Menschenmassen haben. Und das sind noch die Stellen, an denen der Druck nicht am höchsten gewesen sein wird, weil sie nicht in Lauf- oder Fluchtrichtung liegen.

Das ist einer von zwei Tunneln, by the way. Die Frage ist: Weshalb waren so viele Leute gleichzeitig an der Stelle? Dazu müsste man einen kompletten Geländeplan mit allen Absperrungen, Verkehrswegen und -flächen haben. Wo war der eigentliche Einlass? Davor oder dahinter? Wie sind Vereinzelungsanlagen dimensioniert? Usw. usw.

Nächste Frage: Was ist der Impuls gewesen? Dem Bild nach könne auch jemand beim Klettern abgeschmiert sein und hat es dadurch ausgelöst.

Alles wilde Spekulation.

1,4 Millionen feierwütige zum Teil betrunkene Leute. Lässt sich alles auf die politische Entscheidung zurückführen, die Veranstaltung überhaupt durchzuführen, weil man das Risiko für überschaubar hielt? Die Stadt Bochum kann sich im Nachhinein bestätigt fühlen, dass sie im letzten Jahr abgesagt hat, trotz harscher Kritik an der Entscheidung.



geschrieben von: Black Moni

Habe gerade den Bericht auf WDR2 gesehen. Und ich bin betroffen. Da gehen Menschen auf eine Riesenparty und dann gibt es 15 Tote, 45 Schwer- und unzählige "Leicht" - Verletzte, und vermutlich Hunderte von Traumatisierten. Die Zahlen werden sicherlich noch , leider, noch oben korrigiert werden.
Wie kann ein Veranstalter in Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg so etwas planen und viel schlimmer durchführen? Das Gelände ausgelegt für 500.000 Menschen, das zur Love - Parade locker eine Million kommen ist nicht erst seit gestern bekannt. Und die sollen alle... ankommende und weggehende durch einen TUNNEL? Das ist nicht nachzuvollziehen für mich. Große Teile des Geländes massiv umzäunt. Kaum Ausweichmöglichkeiten.
Ich fasse es nicht, das war in meinen Augen ein unverantwortliches Risiko, das dort eingegangen wurde. Und ein vermeidbares dazu. Im WDR - Beitrag sprach jemand (ich glaube es war Dr. Motte) von Profitgeilheit... ich denke er hat Recht. Was sind schon ein paar Menschenleben und Hunderte von Verletzten an Körper und Seele gegen einen satten Gewinn. *zyn*

Geschrieben während FXsend gepostest hat
Also Nachtrag: Ausgelöst wurde die Panik wahrscheinlich, weil zeitgleich Leute rein und raus wollten und einige (viele?)kollabierten und andere über sie hinweg gelaufen sind. Die Luft im Tunnel... eigentlich gab es keine mehr.



geschrieben von: Demon17

Zitat:
20.22 Uhr] Augenzeuge: Gelände war viel zu klein

Das Gelände für die Love Parade in Duisburg war für die erwarteten Besucherzahlen möglicherweise viel zu klein. Ein Augenzeuge, der sich selbst in dem Unglückstunnel befunden hatte, sagte im Nachrichtensender n-tv, es habe kein Entrinnen gegeben. Am Ausgang des Tunnels sei das Gelände abgesperrt gewesen, und von hinten seien immer mehr Menschen nachgekommen. Das Areal sei eigentlich nur für 350.000 Menschen ausgelegt. Von den anderen Love Paraden wisse man aber, dass bis zu eine Million Menschen kommen.



Ich verstehe auch nicht warum die Loveparade überhaupt eingezäunt wird. Ist doch eine Straßenparty. Es können auch mal 1,5 Millionen kommen. Das kann keiner vorher wissen.



geschrieben von: fxsend

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Ich verstehe auch nicht warum die Loveparade überhaupt eingezäunt wird. Ist doch eine Straßenparty. Es können auch mal 1,5 Millionen kommen. Das kann keiner vorher wissen.


Bloß das es in Duisburg keine Straße des 17. Juni mit Ausweichflächen links und rechts ohne Ende gibt. Zumindest nicht in der Nähe des Hauptbahnhofs. Man könnte vermuten, dass erst die Entscheidung gefallen ist, auf das Gelände zu gehen und dann der Rest drum herum gebastelt wurde. Auf dem Gelände geht es nicht ohne Zäune.

Hätte, sollte, könnte, wenn und aber ...

Auch wenn es jetzt angesichts der Opfer pietätlos und zynisch klingt, das Problem bei Massenveranstaltungen sind immer die Massen. Absolute Sicherheit gibt es dabei nicht. Wer daran teilnimmt, gefährdet sich selbst. Es ist den Leuten nur nicht bewusst. Selbst den Leuten, die in einer Menschenmasse johlend anfangen zu drängeln und zu schubsen ist nicht klar, was sie da machen (sofern sie überhaupt nüchtern genug dazu sind).

Die Verantwortung der Veranstalter für Leib und Leben der Besucher ist davon unbenommen. Wenn keiner Plakate an die Wand klebt und die Musik anmacht, dann kommen auch keine 1,4 Millionen Leute auf die Idee gleichzeitig nach Duisburg zu fahren.



geschrieben von: Demon17

Tatsache ist jedenfalls, das das Unglück dadurch entstanden ist, dass man große Menschenmengen auf engstem Raum zusammengepfercht hat und keine weiträumige Zugangsbegrenzung organisiert worden war.



geschrieben von: fxsend

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Tatsache ist jedenfalls, das das Unglück dadurch entstanden ist, dass man große Menschenmengen auf engstem Raum zusammengepfercht hat und keine weiträumige Zugangsbegrenzung organisiert worden war.


Eine große Menschenmenge auf engem Raum war die notwendige Bedingung für das Unglück. Falls es eine Zugangsbegrenzung vorgesehen war, hat sie nicht funktioniert. Letzteres ist dann wahrscheinlich auf einen handwerklichen Fehler zurückzuführen, ersteres resultierte aus der grundsätzlichen Entscheidung, diese Veranstaltung dort durchzuführen.

Solche Ereignisse haben nie nur eine Ursache.

...

Gerade lief die erste Pressekonferenz. Es seien kletternde Leute abgestürzt, was dann der Auslöser für die Panik gewesen sei.

Die Frage ist, ob die rein wollten oder nur irgendwie aus der Menge raus. So oder so: Hätte es den enormen Stau nicht gegeben, wäre keiner von den Leuten auf die Idee gekommen und die Aktion hätte nicht diese Folgen gehabt.



geschrieben von: |Dunkelschön|

Ein Auslöser war dass das Gelände schon voll war und keiner mehr reingelassen wurde.

Irgendwann bekamen einige Leute (eingepfercht in nem Tunnel nachvollziehbar) woll Panik, Platzangst und so nahm es seinen Lauf....

Und man konnte es ja schon verhersagen:

Aus den Forum von http://www.derwesten.de - man beachte das Datum des Postings.

Zitat:

sehe ich das richtig, dass die versuchen 1 million menschen über die 1-spurige! TUNNELSTRAßE! Karl-Lehr-Straße mit zwischendurch 2 kleinen trampelpfaden hoch zum veranstaltungsgelände zu führen?
also in meinen augen is das ne falle. das kann doch nie und nimmer gut gehen. wer in essen und dortmund dabei war weiß, wie groß das gedränge schon auf recht weitläufigen zugangswegen war. das war ne katastrophe und die wollen ernsthaft den zugang über nen einspurigen TUNNEL leiten?
ich fass es nicht!!!!

ich seh schon tote wenn nach der abschlußkundgebung alle auf einmal über diese mickrige straße das gelände verlassen wollen.
#18 von klotsche , am 22.07.2010 um 17:08


Mein Nachbar arbeitet bei der Feuerwehr. Er hat auch gesagt, daß das eigentlich gar nicht erlaubt sein dürfte, man mache sich ernsthaft Sorgen, wieviele Knochenbrüche, Bänderdehnungen und Gelenkzerrungen auf die Helfer und umliegenden Krankenhäuser zukommen werden. Das Gelände sei außerdem viel zu klein und habe nur einen offiziellen Zugang, wie da im Falle einer Panik reagiert werden soll, wisse man auch nicht. Noch schlimmer ist, daß man die baufälligen Gebäude drum herum nur notdürftig mit normalen Bauzäunen abgesperrt habe - dort sollen noch nicht einmal mehr Übungen der Feuerwehr durchgeführt werden, weil die Gebäude einsturzgefährdet sind. Wenn mit 500.000 Menschen der Platz voll ist, werden die restlichen 1.000.000 Besucher (siehe Besucherzahlen der Vorjahre) sich wohl drum herum Ausweichmöglichkeiten suchen, da sollen Bauzäune noch abhalten? Das ist lebensgefährlich! Und sowas soll offiziell erlaubt sein? Duisburg hätte gut daran getan, die Veranstaltung sein zu lassen oder zumindest wie letztes Wochenende auf einem Gelände wie der A40 mit genügend Platz (auch für die Umzugswagen), ausreichend Zugang für Rettungskräfte und vor allem deutlich besserem Untergrund zu veranstalten - für das Still-Leben war es möglich, für die internationale Loveparade der jungen und jung gebliebenen Leute ist aber sowas scheinbar nicht drin - Lobbyisten lassen grüßen. Das Geld für die "Aufbereitung" des Geländes hätte man sich sparen und in sanitäre Einrichtungen sowie Hilfskräfte stecken sollen. Ich bin dafür, daß alle Kosten, die aufgrund von Verletzungen, die durch das absurde Gelände auf die Krankenkassen und Arbeitgeber zukommen, von der Stadt bezahlt werden müssen - einschließlich Schmerzensgeld. Dann würde man es sich hundertmal überlegen, so etwas in professionelle Hände zu geben statt es mediengeilen, dickköpfigen Politikern zu überlassen, die nicht wissen, was sie da tun. Duisburg wird sich spätestens am Sonntag sehnlichst wünschen, die Loveparade nicht ausgerichtet zu haben. Nur für die Geschädigten ist es dann zu spät. Wieder einmal hat die Politik eine aus den einfachen Schichten des Bürgertums entspringende Bewegung erfolgreich kastriert, demontiert und ad absurdum geführt. Ohne diese Menschen, die einfach nicht eingestehen können, daß man es nicht kann und unfähig sind, es in Hände zu legen, die es können und wollen, wäre es ein schönes Event geworden. So wird es ein Desaster. Danke auch.

#22 von Donnerbalken , am 22.07.2010 um 18:25




hätte nur was anders sein können, ein Kabelbrand auf einem der Wagen oder Bühne der sich unbemerkt ausweitet, dann wäre das Desaster perfekt.



geschrieben von: Demon17

Inzwischen sind es 17 Tote. Aktuelle Meldung im Spiegel, Duisburg die Menschenfalle:

http://www.spiegel.de/images/image-114255-videopanoplayer-drmu.jpg

Zitat:
Sie wurden erdrückt oder stürzten beim Fluchtversuch in die Tiefe: Bei der Love Parade in Duisburg sind 17 Menschen gestorben, Dutzende wurden verletzt. In der Stadt hatte es heftige Debatten gegeben, ob eine Mega-Party mit mehr als einer Million Ravern zu verantworten sei - doch Bedenken wurden ignoriert.


Alle Bilder aus der Fotostrecke "Tunnel des Todes"



geschrieben von: AlienSexFiend

...18...herzlichen Glückwunsch, Duisburg, zu solch einer "Meisterleistung"...:rolleyes:



geschrieben von: Demon17

Offenbar war das eigentliche alte Bahnhofsgelände ja gar nicht so überfüllt, aber man hatte die Leute trotzdem schon zwei Stunden einfach in und vor den Tunneln stehen lassen, als das Unglück geschah, anstatt gleich die Notausgänge auf dem Gelände freizugeben. Da sind dann wohl einigen die Sicherungen durchgebrannt. Eine Sicherung mit Bauzäunen ist aber auch sehr provisorisch bei den Mengen. Insofern hat die Polizei wohl erheblich zur Verschärfung der Lage beigetragen und die kritische Situation im Zugangsbereich vor und in den Tunneln erst hervorgerufen.


http://www.spiegel.de/images/image-114257-videopanoplayer-zpor.jpg

Zitat:
Nach Darstellung des Leiters des Krisenstabes der Stadt Duisburg, Wolfgang Rabe, hat sich die Massenpanik bei der Loveparade außerhalb des Tunnels zum Festgelände ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen wollten nach dem Tunnel Menschen die Absperrungen an den Seiten überwinden und seien dabei abgestürzt, sagte Rabe am Samstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Durch diese Situation sei offenbar die Panik ausgelöst worden. Rabe wies zugleich Berichte zurück, dass es auf dem Gelände zu diesem Zeitpunkt schon voll gewesen sei. Nach seinen Erkenntnissen sei es nur zur Hälfte besetzt gewesen. Tatsächlich hatte die Polizei aber kurz vor dem Unglück mitgeteilt, das Gelände werde wegen Überfüllung gesperrt.


Die Polizei meint nun wieder, die Leute hätten sich nicht schnell genug auf dem Gelände verteilt und deshalb sei es nicht weiter gegangen. :rolleyes:

Zitat:
Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP: "Alle wollten noch auf das Gelände. Damit es schneller geht, sind einige auf die Treppe ausgewichen." Diese führt von der Unterführung direkt zum Güterbahnhof, doch "von hinten drückten immer mehr nach". Es habe 40 Minuten nur Panik gegeben, erst dann habe eine Rettungsgasse gebildet werden können. Für viele kam die Hilfe zu spät. Dustin: "Neben mir ist ein Mädchen gestorben." Es sei einfach erdrückt worden. Ein weiteres Mädchen habe neben ihm gelegen und sei schon blau angelaufen gewesen. Mit Mund-zu-Mund-Beatmung habe er sie wiederbeleben können. "Auf mir lagen noch zwei Menschen." Teilweise seien fünf bis sechs Personen übereinandergeschoben worden. Schließlich hätten ihn Rettungssanitäter herausgezogen. Es sei so eng gewesen, dass seine Schuhe zwischen den Menschen steckenblieben: "Ich hatte schon mit dem Leben abgeschlossen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch Luft bekomme."





geschrieben von: Fuck up Evil

19 Tote mittlerweile... :(



geschrieben von: fxsend

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Offenbar war das eigentliche alte Bahnhofsgelände ja gar nicht so überfüllt, aber man hatte die Leute trotzdem schon zwei Stunden einfach in und vor den Tunneln stehen lassen, als das Unglück geschah, anstatt gleich die Notausgänge auf dem Gelände freizugeben. Da sind dann wohl einigen die Sicherungen durchgebrannt. Eine Sicherung mit Bauzäunen ist aber auch sehr provisorisch bei den Mengen. Insofern hat die Polizei wohl erheblich zur Verschärfung der Lage beigetragen und die kritische Situation im Zugangsbereich vor und in den Tunneln erst hervorgerufen.

...

Die Polizei meint nun wieder, die Leute hätten sich nicht schnell genug auf dem Gelände verteilt und deshalb sei es nicht weiter gegangen. :rolleyes:



Ohne jetzt darüber urteilen zu können, ob die Polizei tatsächlich taktische Fehler gemacht hat:

- Das Gelände war zwar wohl noch nicht befüllt, aber da die Leute nicht weiter nach hinten durchgegangen sind, kam keiner mehr weiter. Aber woher hätten sie auch wissen sollen, wo sie hin sollen?

- Diese Art von Zäunen ist in der Tat auch mehr symbolisch zu verstehen. Zumal wenn die Absperrung nicht ausreichend bemannt ist.

Was das Verhalten der Polizei allgemein angeht: Welche Informationen hatte die Einsatzleitung? Welche Kompetenzen hatte die Führung direkt am Tunnel? Hat die Kommunikation technisch funktioniert?

(Nebenbei: Ich argumentiere nicht gegen Dich, Demon, Ich sehe nur ein paar weitere Aspekte, die zum einem Gesamtbild dazu gehören. Ich versuche gerade zu verstehen, was da passiert ist.)



geschrieben von: |Dunkelschön|

hier mal aus nem anderen Forum (jemand der persönlich dort war):

http://www.gtrp.de/showthread.php?3...l=1#post1347857

Auch die Polizei wußte vorher bescheid ... aber lieber erst die Lemminge in den Tod rennen lassen :rolleyes:



geschrieben von: Demon17

Das sieht man auch auf den Fotos, dass der Zugang nach dem Tunnel mit Polizeiwagen zugestellt war. während die Luftaufnahmen noch große freie Flächen auf dem Platz zeigen ...

Es sind wohl ingesamt jetzt 19 Tote und 342 Verletzte. Laut Welt war der Platz nur für 250 000 Menschen geeignet, andere Zahlen lauten 500 000 - 800 000. Die Poilizeikräfte kannten die Situation vor Ort wohl nicht, sagten Anwohner. Sonst hätten sie die Leute vor den Tunnels abgefangen.

Artikel zum Unglück aus der Welt



geschrieben von: Mondenkind79

Mich beschäftigt diese Sache auch gerade... ich hoffe ich bekomme bald eine Antwort von meinem Exfreund, dass es ihm gut geht. Gar nicht so unwahrscheinlich, dass er dort war...

Wenn ich mir das vorstelle... einfach schrecklich. Ich war selbst mal eine Weile in der Technoszene unterwegs, auch öfter auf einer Parade, aber so derart beengt war es dort nie.
Nur einmal, auf einem Großevent... da war es so, dass im Vorfeld fast perfekt gefälschte Karten auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden und da dies erst sehr spät bemerkt wurde, weit mehr Leute auf das Gelände gelassen wurden, als geplant. Auf's Klo und zurück brauchte man eine gute Stunde und gelangte nur über eine Treppe dort hin. Abgesehen davon, dass es die ersten Stunden in dem Gebäude generell eng war, war es auf dieser Treppe schlicht unerträglich... hätte manchmal auch nicht viel gefehlt, dass Panik ausbricht, hingefallen sind dort auch schon welche. Kann das Gefühl in dem Tunnel denke ich einigermaßen nachvollziehen - grausam.

Und dann nicht zu vergessen, dass wohl ein sehr großer Teil der Tekker auf Drogen gewesen sein dürften. Das hat die Situation sicher nicht grad erleichtert. Ecstasy entzieht dem Körper bekanntlich Wasser, von dem "Film" darauf ganz zu schweigen...

Und das alles, also dass sehr wahrscheinlich über eine Million Menschen kommen werden - die nie und nimmer alle Platz auf dem Gelände finden - und dass viele von ihnen Drogen konsumieren werden, war den Veranstaltern bekannt.

War wohl allzu verlockend, Geld in die Kassen der Kommune zu bringen...



geschrieben von: ExAnimo

Also das schärfste ist doch das von manchen gewissenslosen Menschen, der Masse selbst die Schuld gegeben wird!

Alles nach dem Motto wenn sie dort nicht hochgeklettert wären und gefallen wären, wäre das alles nicht passiert!!
Doch ist doch einfach unfassbar!

Sie sollten sich vielleicht mal die Frage stellen warum die Menschen dort hochgeklettert sind!
Warum das schon am Anfang einer Veranstaltung passieren kann!
Warum Sie alles wie nach Zeugenaussagen auch noch alles künstlich verengen!!
Warum keiner gehört hat als selbst die Polizei gesagt hat das dies nicht tragbar ist!!

Soviele Fragen die offen sind und letztendlich ist ja doch wieder keiner Schuld, ausser die Menschen die die Panik ausgelöst haben (die aber am wenigstens Schuld tragen, weil sie nur versucht haben da raus zu kommen!!)!!!



geschrieben von: |Dunkelschön|

Jetzt läuft gerade ne Pressekonferenz auf N-TV

"Die Loveparade wirds in dieser Form nicht mehr geben"



geschrieben von: Krea

Zitat:
Alles nach dem Motto wenn sie dort nicht hochgeklettert wären und gefallen wären, wäre das alles nicht passiert!! Doch ist doch einfach unfassbar!


Naja, im Prinzip ist das so schon richtig - wären sie nicht geklettert, hätten sie nicht fallen können... und wäre keine Panik entstanden, hätte es zum Klettern auch keinen Grund gegeben, es wäre wohl niemand auf die Idee gekommen einfach mal so da herum zu kraxeln. Das ist also kein Argument.
Der entscheidende Punkt ist nämlich, dass ein Mensch in Panik versucht, sich so schnell wie möglich in Sicherheit zu begeben, ist doch klar. Ob er dabei dann auf mögliche Risiken achten kann, ist fraglich.



geschrieben von: ExAnimo

Doch die Panik ist nach Berichten erst entstanden als sie gefallen waren!!
Doch letztendlich wollten diese Menschen doch einfach nur raus aus dieser Masse und das sie dann Wege nehmen die sehr riskant sind ist doch verständlich!!
Das sind doch Urinstinkte!!
Wenn ich eingeengt werde und ich mich nicht frei bewegen kann will ich raus!!
Und es ist auf der Pressekonferenz bestätigt worden das dieser Tunnel zu dem Zeitpunkt des Unglücks der einzige Ein und Ausgang war!!



geschrieben von: pulSar

Unfassbar... Was für eine krasse sinnlose katastrophe. Es gibt noch mehr teils wirklich unglaubliches.

Quellen müsst ich im detail rausfischen - hab aber keine muse dazu... Halt die üblichen verlage und portale. Auch bild, spon, focus


Was viel krasser ist, ist twitter - da gibt es vermissten-tweets bzw links aund eben ruchtig aufruhr und bestürzung... die meisten vermissten tauchten auf.

Blogs sind auch krass unter dem nun traurig-berühmten keyword (loveparade) zu hauf da und teils sehr plastisch geschildert.

Manche zitate aus der pressekonfi vor allem vom ob sauerland lassen einen fassungslos und wütend werden.

Ich will nicht begreifen und kann nicht nachvollziehen, wie man durch einen tunnel mit 30.000 leuten pro stunde kapazität auf einen platz mit 300-500 tsd menschen fassungsvermögen ernsthaft mehr als 1 mio menschen auch noch in eine umzäunung pferchen wollte....

Das ganze ist mehr als unglück - es ist das ende der parade und auch das ende der szene-skala was kommerzialisierung angeht...
Und der anfang einer politisch-juristischen lawine...

Immerhin hatte polizei und feuerwehr ein ternatives sicherheitsklnzept erearbeutet, das eben das nadelöhr vermeiden wollte durch mehrere zugänge. Das hätte 1400 mann mehr bedarft und wurde von der stadt abgelehnt.

....die duisburger stadtseckel können so gut mega-parties ausrichten, wie die köllner u-bahnen bauen.

Das ist grob fahrlässig!!



geschrieben von: hagzissa13

erinnert mich an meinen San-Dienst bei der love-Parade in Berlin. Damals hatte man zuerst nicht bedacht, daß die Menschenmassen nach dem Spektakel auch wieder heim wollen. Massen von Menschen strömten in den Bahnhof, von unten drängten die Leute nach und schoben die Leute oben auf die Gleise..... Es dauerte etwas, bis Absperrgitter und massenhaft Ordnungskräfte die Meute unten kontrolliert reinlassen konnte.



geschrieben von: ExAnimo

Zitat:
erinnert mich an meinen San-Dienst bei der love-Parade in Berlin. Damals hatte man zuerst nicht bedacht, daß die Menschenmassen nach dem Spektakel auch wieder heim wollen. Massen von Menschen strömten in den Bahnhof, von unten drängten die Leute nach und schoben die Leute oben auf die Gleise..... Es dauerte etwas, bis Absperrgitter und massenhaft Ordnungskräfte die Meute unten kontrolliert reinlassen konnte.


Da hast du, denke ich, zum Teil recht!
Aber der Unterschied zu Berlin war das es dort genug Fluchtwege gab und nicht immer mehr und mehr Menschen in den Bahnhof wollten wenn sie von draussen nicht mehr reinkamen hatten sie die Möglich keit sich draussen zu verteilen!!
Und der nächste Unterschied ist das die Stadt und der Veranstalter durch die Jahre zuvor genug Erfahrung hatten um zu wissen das das so nicht funktioniert und das sie es absagen müssen!!
Aber wäre da das liebe Geld nicht!!!!



geschrieben von: Black Moni

Zitat:
Original geschrieben von pulSar
Unfassbar... Was für eine krasse sinnlose katastrophe. Es gibt noch mehr teils wirklich unglaubliches.
...
Manche zitate aus der pressekonfi vor allem vom ob sauerland lassen einen fassungslos und wütend werden.
...
Das ganze ist mehr als unglück - es ist das ende der parade und auch das ende der szene-skala was kommerzialisierung angeht...
Und der anfang einer politisch-juristischen lawine...

Immerhin hatte polizei und feuerwehr ein ternatives sicherheitsklnzept erearbeutet, das eben das nadelöhr vermeiden wollte durch mehrere zugänge. Das hätte 1400 mann mehr bedarft und wurde von der stadt abgelehnt.
....

Das ist grob fahrlässig!!



Wütend, ja, schon lange haben mich Nachrichten nicht mehr so wütend gemacht. (Von Sparpaketen und ähnlichem kappes mal abgesehen, aber das gehört hier nicht her) Allerseits medienwirksame Betroffenheit, durch alle poltischen Parteien. Sogar von Merkel... um dann zu den Wagner - festspielen zu reisen. Sehr glaubwürdig! Und auf der Pressekonferenz wurde ja alle Schuld von sich gewiesen, gestern hatte die Polizei noch Besucherzahlen genannt, die eindeutig über den 105.000 lag, die da heute genannt worden sind. (die per Bahn angereisten, waren wohl die Einzigen!) Heute hatten die wohl Schweigegebot.
Es ist eine unglaubliche Sauerei, was da passiert.
Wäre schön, wenn es "... der anfang einer politisch-juristischen lawine..." wäre, aber ich glaube nicht daran. Es sieht nicht so aus.
Und das verordnete allgemeine Schweigen wird fadenscheinig mit "laufende Ermittlungen" entschuldigt. Vertuschen trifft es m.E. besser.

Aber Geld regiert die Welt, was zählen schon ein paar Menschenleben und Hunderte von Verletzten und Hunderte von traumatisierten Menschen (nicht nur Ravern, sondern lt. Medienaussagen auch Rettungskräften und Polizisten). Das Risiko war kalkulierbar, Warnungen gab es reichlich, wie Pulsi auch sagte von Polizei und Feuerwehr. Aber das Risiko wurde schöngeredet und die Warnungen in den Wind geschlagen...
Geld, Geld, Geld... weiter nichts.



geschrieben von: ExAnimo

Geld regiert die Welt!!!
Ob wir das ändern könnten??
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht!!!
Aber ich hoffe die Opfer tun es oder die angehörigen von jenen die nicht mehr sprechen können!!

Aber seinen wir uns sicher ein schuldiger wird schon gefunden dessen kopf für alle anderen rollen kann, damit alle wiede ihre weisse weste putzen können!!

Die hauptverantwortlichen trifft es sowieso nie, würde mich wundern wenn es diesmal anders wäre!!

Hiermit von mir mein Beleid für alle Betroffenen die am eigenen Leib spüren mussten wie wichtig das Geld im Leben mancher ist!!!



geschrieben von: blue79

Hinzu kommt das man schon lange einen grund gesucht hatte die Parade abzuschaffen.
Bei der letzten Parade in Berlin wurden ja schon stimmen laut deswegen
Da die Menschen massen einfach auch zuviel negatives mitbrachten
Drogen ,Müll, Urienieren in den vorgärten wir kennen das ja.
Und jetzt ist der grund da.
Leider ist es so zu ende gegangen
Ich hätte es auch lieber gesehen das es anders gekommen wäre.
Und bei diesen Menschen massen ist es ein wunder das nicht schon früher was passiert ist.
Fakt ist einer muss den Kopf hinhalten und vergessen ist die sache.
Und ein ära die eigentlich mit Liebe und Frieden angefangen hat geht zu ende.
Ich wäre gern mal hingegangen.



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Berlin (Reuters) - Nach der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. ... Das Sicherheitskonzept der Veranstalter und der Stadt Duisburg sei noch am Wochenende beschlagnahmt worden. Das Sicherheitskonzept für die Musikveranstaltung wies offenbar Mängel auf: Ein internes Verwaltungsdokument zeigt nach Informationen von Spiegel Online, dass das Festgelände für maximal 250.000 Menschen freigegeben war. Die Veranstalter rechneten aber mit deutlich mehr als einer Million Teilnehmern. Das Schriftstück vom 21. Juli 2010 trage den Titel "Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung" und richte sich an die Berliner Lopavent GmbH, die Veranstalter der Love-Parade, berichtete der Internetdienst. Die Behörden hätten darin die Organisatoren von bestimmten Vorschriften für Fluchtwege befreit und auch auf Feuerwehrpläne verzichtet. Dafür gaben sie den Ausrichtern der Party vor, dass die maximale Personenzahl, die sich gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten darf, auf 250.000 Personen begrenzt werden müsse. Nach einer auch von der Polizei verbreiteten Schätzung der Veranstalter waren am Samstag rund 1,4 Millionen Menschen in die Ruhrgebietsstadt gekommen - eine Zahl, die die Polizei am Sonntag nicht mehr bestätigen wollte.



Quelle: Reuters

Der Schwachpunkt war wohl die Rampe, die am Ende der beiden Tunnels zum Veranstalungsgelände führte. Dort trafen von beiden Seiten die Massen aufeinander. Zusätzlich wollten noch Leute das Veranstaltungsgelände durch die Tunnels wieder verlassen.



Zitat:
Drei Teilnehmer der Riesenparty erlagen im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, zwei starben an einer Plakatwand, 14 weitere wurden an ein und demselben Ort gefunden: an der Rampe, die aus den beiden Tunnelröhren zum Veranstaltungsgelände führte.


Zitat:
Das Sicherheitskonzept geriet schon im Vorfeld zur Farce. Lokaljournalisten, die die Örtlichkeiten bestens kannten, wunderten sich über die Wahl des Veranstaltungsortes. Ihre Kritik auf Pressekonferenzen wurde abgewehrt. Polizei und Feuerwehr legten ein Konzept vor, dass die Sicherheit der Love-Parade-Besucher gewährleistete - ohne Nadelöhr-Situation. "Ich weiß, dass es ganz konkrete Vorschläge gab, die allesamt abgebügelt wurden", sagte ein Beamter SPIEGEL ONLINE. Stadtverwaltung und Veranstalter hätten ihr Veto eingelegt und das mit "Mehrkosten" begründet.

"Sicherheit kostet Geld", konstatiert Panikforscher Michael Schreckenberg, Professor für Physik von Transport und Verkehr, im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Er hatte das vorgelegte Sicherheitskonzept abgenickt. Von ihm erwähnte Kritikpunkte bezüglich des Umfelds seien vorher berücksichtigt worden, sagt er. Wichtig sei gewesen, die Besucher in der Stadt aufzuhalten, damit der Zugang zum Tunnel nicht verstopft wird. "Das Problem ist nicht die Masse, sondern die Dichte", sagt der Physiker, der bereits das Konzept für das Red Bull Air Race in Berlin-Tempelhof testete. Ab sechs, sieben Personen pro Quadratmeter könnten Situationen eskalieren

Quelle: Spiegel



Ehrlich gesagt, ist das eine ganz große Verarsche. Wer auf solche Veranstaltungen geht liefert sein Leben der Gier der Organisatoren aus. Aber gut, das mit der Verarsche und der Gier ist ja nichts neues in der Technoszene.



geschrieben von: Krea

Zitat:
Wer auf solche Veranstaltungen geht liefert sein Leben der Gier der Organisatoren aus. Aber gut, das mit der Verarsche und der Gier ist ja nichts neues in der Technoszene.


Hm... wenn Du mir nun noch erklären wüdest, in welcher Szene mit größeren Veranstaltungen es DAS nie gibt, wäre ich Dir dankbar...

-------

Es hat, so wie ich gehört habe, im Vorfeld tatsächlich genug Kritik betreff diese Tunnels als Zu- und Abgang zu diesem Gelände gegeben. Leider hat man die Kritiker nicht Ernst genommen. Das Debakel kam also, wie es eigentlich kommen mußte.

Der Hohn und Gipfel der Geschmacklosigkeit war dafür dann diese unsägliche Pressekonferenz, bei sich keiner eines Fehlers bewußt war, und darum auch niemand auch nur den Hauch eines Schuldgefühls zu haben schien. :q



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Hm... wenn Du mir nun noch erklären wüdest, in welcher Szene mit größeren Veranstaltungen es DAS nie gibt, wäre ich Dir dankbar...

Keine Szene ist jemals so kommerzialisiert worden wie Techno. Wir selbst haben das zu spüren bekommen, als die Technos in die schwarze Szene drängten, weil sie nichtmal kleine Clubs dauerhaft füllen konnten. Das heißt, es geht nur noch um Wirtschaftsinteressen und auch wenn man glaubt, das sei doch normal, werden auch noch die letzten Skrupel abgebaut. Zum Beispiel gegen den Rat vieler Experten das Leben von Menschen aufs Spiel zu setzen, indem aus Kostengründen Menschenfallen konstruiert werden, in die man hunderttausende von Menschen quetscht, obwohl es Konzepte von Polizei und Feuerwehr gab dieses zu vermeiden.

Hinter der Loveparade steckt ein Herr Schaller. Der Gründer der Fitnesscentergruppe McFit. Er hat mit drei Millionen das Event für 1,4 Millionen ins Leben zurückgerufen. Ich meine das sind 2,14 Euro pro Kopf für Werbung, Musik, Organisation und Sicherheit, incl. Müllbeseitigung etc.

Zitat:
Den Grund für sein Engagement bei der Love Parade erklärte Schaller 2009 im "Handelsblatt" so: "Wir wollten mit einem relativ kleinen Budget einen hohen Bekanntheitsgrad (für McFit) erzielen. Wir haben uns lange überlegt, was wir denn Verrücktes machen können, um bekannter zu werden. Wir haben uns für die Love Parade entschieden."


Die Katastrophe und der Mann von McFit


Es lebe der Mainstream. Ich denke die schwarze Szene sollte endlich mal die Lehren aus Techno ziehen und sich nicht länger selbst Technoisieren lassen! Habt ihr immer noch nicht kapiert das Cyber und und aktueller EBM der Versuch sind, auf eine ganz billige Tour Kasse zu machen, ohne den entsprechenden Gegenwert zu liefern?

Das das eine totale Verarschung ist, sieht man doch schon am Sicherheitskonzept. erst lockt man 1,4 Millionen menschan nach Duisburg. Dann sieht aber das Sicherheitskonzept vor, das maximal 250 000 davon die Veranstaltung auch besuchen können, der rest sollte schon im Vorfeld am betreten des Geländes gehindert werden ...

Wer es jetzt immer noch nicht kapiert, ist einfach zu blöd um schwarz zu sein.



geschrieben von: Krea

Zitat:
Das heißt, es geht nur noch um Wirtschaftsinteressen und auch wenn man glaubt, das sei doch normal, werden auch noch die letzten Skrupel abgebaut.


Du kannst mir nicht erzählen, dass das nicht überall so ist - und vor allem so wie es ist, auch hingenommen wird. Das Geschrei setzt erst dann ein, wenn etwas Unangenehmes, das den Ballon platzen lässt, passiert ist.

Zitat:
Habt ihr immer noch nicht kapiert das Cyber und und aktueller EBM der Versuch sind auf eine ganz billige Tour Kasse zu machen, ohne den entsprechenden Gegenwert zu liefern?


Nö - denn Cyber und EBM interessieren mich nicht die Bohne.

Ich finde auch nicht, dass es da um diese oder jene "Szene" speziell geht, eben weil es solche schlimmen Unglücke überall und bei jeder Gelegenheit geben kann, weil immer wieder jemand da sein wird, der seinen Job als Veranstalter nicht richtig auf die Reihe bekommt, nur an seinen Profit denkt, oder was auch immer sonst für Gründe in Frage kommen.

-----

Und das ist nun wieder mal eine neuer Gipfel:


http://www.taz.de/1/leben/alltag/ar...aft-die-suender


Da kann ich nur sagen: Tschüß, Gehirn...! :rolleyes:



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Ich finde auch nicht, dass es da um diese oder jene "Szene" speziell geht, eben weil es solche schlimmen Unglücke überall und bei jeder Gelegenheit geben kann, weil immer wieder jemand da sein wird, der seinen Job als Veranstalter nicht richtig auf die Reihe bekommt, nur an seinen Profit denkt, oder was auch immer sonst für Gründe in Frage kommen.



Klar aber bei Techno ist das halt von vornherein Programm, billigst produzierten Lärm teuer zu verkaufen. Eine "Szene" die sich darauf reduziert ist am Ende.

Ich weiß, Du versuchtst da jetzt eine generelle Systemkritik draufzusatteln, was ich auch wiederum billig finde, denn so extrem wie bei Techno hat man es in Subkulturen selten, wo es Leute mit nichtmateriellen Werten gibt. Sich für so eine auszugeben, ist der Fake am Techno, der zunehmend auf die schwarze Szene übertagen wird. Die erste Love Parade lief unter dem Motto, "Friede, Freude Eierkuchen" Das heißt, es gibt nicht mal ansatzweise ein Programm, welche der freien Entfaltung der Profitgier irgendwie im Wege stünde.

Mit welchem Programm lässt sich die Downloaddatei in deinem Link denn öffnen?



geschrieben von: Krea

Entschuldige, dass ich Dir da jetzt nicht ganz folgen kann... 'sich für so eine auszugeben'?? Wer gibt sich für wen oder was aus?

Zitat:
Klar aber bei Techno ist das halt von vornherein Programm, billigst produzierten Lärm teuer zu verkaufen. Eine "Szene" die sich darauf reduziert ist am Ende.


Und? Selbst wennn es so ist - was bitte hat das mit dem Unglück an sich zu tun? Wenn ich mich erinnere, hat sich bisher auf einer Love - Parade nie etwas derartiges ereignet. Das Wort "Massenpanik" steht dafür trotzdem im Zusammenhang mit dem Wort "Großveranstaltung" - und zwar unabhängig von der Art der Veranstaltung. Wo siehst Du also den Unterschied? Bzw. beziehst Du dieses Unglück einzig auf den Kommerz? Mit anderen Worten, wäre Techno weniger kommerziell, wäre nix passiert???

Übrigens, generelle Systemkritik ist sehr wohl angebracht - ob Du das als billig empfindest, oder nicht.

ähm.. Da gibts irgendwie nichts für einen download, das ist eine ganz normale taz Seite...
2. Versuch:

http://www.taz.de/1/leben/alltag/ar...ft-die-suender/



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Das Wort "Massenpanik" steht dafür trotzdem im Zusammenhang mit dem Wort "Großveranstaltung" - und zwar unabhängig von der Art der Veranstaltung.


Da hast Du ja ganz recht, aber um solche Massen zu mobilisieren muss man halt die ganze Geschichte auf den intellektuellen Nullpunkt runterfahren. 1,4 Millionen kriegst Du im Deutschland der Gegenwart mit keinem Sound zusammen, der auf irgendeine Art und Weise zum Denken oder Fühlen anregt. Denn das schließt gleich wieder etliche aus.



geschrieben von: Demon17

Deswegen kriegt Techno ja auch keine stabile Szene zustande, weil es einfach zu wenig Leute gibt, die sich auf Dauer am intellektuellen Nullpunkt aufhalten können.



geschrieben von: Krea

Zitat:
Da hast Du ja ganz recht, aber um solche Massen zu mobilisieren muss man halt die ganze Geschichte auf den intellektuellen Nullpunkt runterfahren. 1,4 Millionen kriegst Du im Deutschland der Gegenwart mit keinem Sound zusammen, der auf irgendeine Art und Weise zum Denken oder Fühlen anregt. Denn das schließt gleich wieder etliche aus.


Aha - und Du glaubst also, das nun so beurteilen zu können? Ich will Dir jetzt nicht zu nahe treten, aber das spreche ich Dir jetzt einfach mal ab. Vor allem, wenn ich mir Deine anscheinend negative Einstellung zu Cyber und EBM ansehe.
Den Intellekt eines Menschen mache ich nicht doch an seiner Szenezugehörigkeit, ebenso nicht an seinem Musikgeschmack fest...



geschrieben von: softcake

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Deswegen kriegt Techno ja auch keine stabile Szene zustande, weil es einfach zu wenig Leute gibt, die sich auf Dauer am intellektuellen Nullpunkt aufhalten können.


sag mal, was soll das denn? es sterben menschen, hunderte sind verletzt und du hast nix besseres zu tun als dich über eine szene auszulassen und diese als verblödet darzustellen?

finde ich genauso daneben wie die aussagen von frau hermann. ist die gleiche schieflage.

soft



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Den Intellekt eines Menschen mache ich nicht doch an seiner Szenezugehörigkeit, ebenso nicht an seinem Musikgeschmack fest...


Dumme Musik für Dumme Menschen. Ich habe dir eben gerade erklärt, das die Tekke Szene die intellektuellen Ansprüche an ihre Mitglieder auf null gebracht hat, ebenso den intellektuellen Input. Wem so etwas gefällt, dem fehlt wohl nichts.


Zitat:
hunderte sind verletzt und du hast nix besseres zu tun als dich über eine szene auszulassen und diese als verblödet darzustellen?


Ja klar, ich halte das Bedürfnis nach dem intellektuellen Nullpunkt für eine zentrale Voraussetzung, um 1,4 Millionen Menschen zu einer Veranstaltung ohne jeden intellektuellen Anspruch zu bekommen. Selbst Ballermannlieder haben einen Text ... Es geht wirklich darum das Hirn auszuschalten und Gefühle sehr oft chemisch zu stimulieren. Hinzu kommt das Phänomen, dass die Intelligenz einer Masse, weit unter der ihrer einzelnen Mitglieder liegt. Die Massen sind auch hinter Hitler hergerannt. Wer der Masse folgt handelt meistens instinktiv und schaltet das Hirn aus.

Zitat:
finde ich genauso daneben wie die aussagen von frau hermann. ist die gleiche schieflage.


Ich finde dein Vergleich hinkt. Die Strafe Gottes ist keine Analyse der tieferen Ursachen. Religion war schon immer der Ersatz für Logik. Ich finde Deine Haltung, lässt sich eher mit der Gedankenlosigkeit vergleichen, die zu dem Unglück führte. Nach dem Motto, "Wir sind jetzt alle tief betroffen und wer über Ursachen nachdenkt ist böse." Du bist allenfalls bereit organisatorische Ursachen zu akzeptieren und nicht grundlegende Tendenzen, wie bewusste (Selbst-) Verblödung zu kritisieren.



geschrieben von: Krea

Zitat:
Dumme Musik für Dumme Menschen. Ich habe dir eben gerade erklärt, das die Tekke Szene die intellektuellen Ansprüche an ihre Mitglieder auf null gebracht hat, ebenso den intellektuellen Input. Wem so etwas gefällt, dem fehlt wohl nichts.


Selbstredend - die Techno Szene bringt ihre Mitglieder auf den Nullpunkt ihrer intellektuellen Ansprüche/Inputs... und andere Szenen tun natürlich ganz das Gegenteil, nicht (wie gut, dass sie das nun über andere hebt*Heiligenschein drüberhalt)?
Das klingt - oder besser: ist - ganz schön überheblich.

Vergiss nicht, dieses "Wem so etwas gefällt, dem fehlt wohl nichts" kann auf alles und jeden bezogen werden.



geschrieben von: Demon17

Zitat:
die Techno Szene bringt ihre Mitglieder auf den Nullpunkt ihrer intellektuellen Ansprüche/Inputs... und andere Szenen tun natürlich ganz das Gegenteil
Techno hat das nun echt auf die Spitze getrieben. Aber ich konstatier ebenso intellektuelle Verfallstendenzen in der schwarzen Szene, die teilweise durch die gleichen Leute, Sounds und Mechanismen hervorgerufen werden, wie in der Tekkerszene. Es wäre schön, wenn einige Leute aus Duisburg was lernen würden.



geschrieben von: Krea

Zitat:
Es wäre schön, wenn einige Leute aus Duisburg was lernen würden.


Absolut richtig!!

Nämlich große Veranstaltungen bis ins kleinste Detail zu planen und dabei realistisch zu bleiben um zu sehen, dass zB solche engen Durchgänge für Massen einfach nicht geeignet sind.



geschrieben von: Selene71

Es ist wirklich schrecklich, was da passiert ist. Auch wenn das so überhaupt nicht meine Musik ist und ich auch nie zu einer der Veranstaltungen war.

Der Sohn meines Lebensgefährten war auch dort und wir konnten ihn über einen langen Zeitraum nicht erreichen. Das waren die längsten Stunden unseres Lebens...
Aber es geht ihm gut und er ist mit heiler Haut da raus gekommen. Er sagte auch, die Polizei war völlig überfordert mit der ganzen Situation...was natürlich deren Verhalten nicht rechtfertigt. Menschen an einer möglichen Flucht zu hindern...das ist unvorstellbar!!

Was ich nicht begreife: es waren Leute da mit Kindern, sogar mit Säuglingen...und mit Hunden. Einer hatte einen völlig verängstigen Hundewelpen im Arm.
Wie kann man so verantwortungslos sein? Selbst wenn nichts passiert wäre, allein die Lautstärke gerade bei der Loveparade...
Wenn ich Kinder habe, dann kann ich nun mal nicht überall hin, das ist eben so. Dann muss ich auch mal mit meinem Arsch zuhause bleiben!!

Mein Mitleid gilt allen, die jemanden verloren haben bei dieser Tragödie.



geschrieben von: rainraven

Zitat:
Original geschrieben von softcake
sag mal, was soll das denn? es sterben menschen, hunderte sind verletzt und du hast nix besseres zu tun als dich über eine szene auszulassen und diese als verblödet darzustellen?

finde ich genauso daneben wie die aussagen von frau hermann. ist die gleiche schieflage.

soft




Danke. Mehr kann man dazu nicht hinzufügen.



geschrieben von: Selene71

@Demon17: "Dumme Musik für Dumme Menschen. Ich habe dir eben gerade erklärt, das die Tekke Szene die intellektuellen Ansprüche an ihre Mitglieder auf null gebracht hat, ebenso den intellektuellen Input. Wem so etwas gefällt, dem fehlt wohl nichts"

Ich bin auch überhaupt kein Fan dieser "Musik", aber trotzdem gönne ich niemandem das, was da passiert ist.
Und sag deinen Satz mal jemandem, der am Samstag einen Freund oder eine Freundin dort verloren hat.



geschrieben von: pulSar

Zitat:
Unterdessen geraten die Veranstalter der Großparty zunehmend in Bedrängnis. Nach Informationen von "Spiegel Online" belegt ein internes Verwaltungsdokument aus Duisburg die Schwachstellen des Sicherheitskonzepts. Aus dem Schriftstück mit dem Titel "Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung" gehe hervor, dass der Veranstalter die sonst vorgeschriebene Breite der Fluchtwege nicht habe einhalten müssen. Gleichzeitig sei das Gelände laut Dokument ausdrücklich nur für 250.000 Menschen zugelassen gewesen. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Duisburger Stadtführung um Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU). Bochums früherer Polizeipräsident Thomas Wenner will Sauerland anzeigen. Einer Tageszeitung sagte Wenner, eine solche Veranstaltung sei in Duisburg nie realisierbar gewesen. Wenner hatte als amtierender Polizeipräsident die für Bochum geplante Loveparade 2009 abgesagt. Auch die Kölner Polizei, die im Vorfeld der Partyveranstaltung um ihre Meinung gefragt wurde, habe laut WDR-Informationen die Zugangswege als nicht ausreichend bezeichnet.


http://www.wdr.de/themen/panorama/u...de/100726.jhtml

Zur Szene und dem, was ich aus einem Gespräch mit einem Freund und "alten Techno von Damals" mitnahm ein ander mal mehr...
Bin erstmal froh, dass die Ravers um mich herum alls wohlauf sind und daheim blieben....



geschrieben von: Demon17

Ja klar und damit wird mal wieder jede Eigenverantwortung geleugnet. Natürlich hat es Planungsfehler gegeben. Das bestreite ich nicht. Doch zur Verarschung gehören immer zwei Seiten. Es ist doch wieder mal typisch. Man pickt sich ein paar wenige Sündenböcke raus und weigert sich einfach ganz empört den Verstand einzuschalten. Das ist echt so typisch ... und weiter werden sie wie die Lemminge der Masse hinterher trotten.

Viel Spaß dabei und bumm, bumm bumm. :rolleyes:



geschrieben von: AlienSexFiend

...inzwischen wurde die Zahl der Verletzten auf 511 korrigiert...angesichts der Tatsache, dass ich aus sicherer Quelle weiß, dass die Rettungsdienste über 700 Einsätze gefahren sind, glaub ich nicht daran, dass das schon die ganze Wahrheit ist...



geschrieben von: xMoriturusx

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Viel Spaß dabei und bumm, bumm bumm. :rolleyes:


Besser: Hyper hyper - live happy die fast ;)

Übrigens, Tote - auch in dieser Anzahl - gab es bei Raves schon immer (das soll jetzt die Sache nicht beschönigen) - sei es bedingt durch Drogenexzesse oder weil Anfang der 90er noch in ungesichterten und baufälligen Abrissbuden und Bunkern gefeiert wurden. Ein Bekannter von mir könnte da so einge Anekdoten erzählen. Nur wurde darum nie so ein großer Medienrummel veranstaltet !



geschrieben von: Demon17

Der Duisburger Massenforscher Schreckenberger hat die Intelligenz der Teilnehmer offensichtlich überschätzt:

Zitat:
Der Duisburger Wissenschaftler Michael Schreckenberg verteidigte unterdessen sein Sicherheitskonzept. Der Tunnel, in dem es zur Massenpanik gekommen war, sei groß genug ausgelegt gewesen, so der Professor für Physik von Transport und Verkehr. Laut Schreckenberg hatten kurz vor dem Unglück einzelne Jugendliche ein Gitter überrannt und eine ungesicherte Treppe gestürmt. Damit hätten die Organisatoren nicht rechnen können.


Die Polizei wusste es vorher schon:

Zitat:
"Man kann bei der Love Parade nicht auf die Vernunft der Teilnehmer vertrauen", sagte hingegen ein erfahrener Polizist SPIEGEL ONLINE. "Das funktioniert so nicht."

Die LP braucht eine Art Gummizelle. Am besten einen riesigen Acker mit Bahnanschluss, damit sie nicht alle den Führerschein verlieren.

Nur um Missverständnissen vorzubeugen. Ich finde das Titelbild, mit dem Bild heute seine Zeitung verkauft auch entsetzlich. Mehrere Reihen Menschen aufeinandergestapelt und unten sieht man in die Gesichter der Toten. Aber ich finde ätzende Kritik ist wesentlich besser geeignet, so etwas in Zukunft zu vermeiden als Mitleid. Jeder, der da war hat sich selbst in diese Lage gebracht und sie mitverschärft.

Doch was immer auch geschehen ist, jetzt beginnt die große Vertuschung:



Zitat:
Wie SPIEGEL ONLINE erfuhr, wurden in einer Dienststelle der Bundespolizei inzwischen sämtliche Unterlagen zur Love Parade - Einsatzbefehle, Lagemeldungen, Karten - von den Computern der Beamten sowie aus deren E-Mail-Accounts gelöscht. "Da kam sehr schnell der ganz große Staubsauger", sagte ein Beamter, der sogar eine konzertierte "Vertuschungsaktion" im Gang wähnt.

Nach der rückhaltlosen Aufklärung, von der Bundespräsident Wulff doch so salbungsvoll gesprochen hatte, sieht das jedenfalls nicht aus.







vBulletin Copyright ©2000 - 2003, Jelsoft Enterprises Limited.
vB Easy Archive Final








eXTReMe Tracker