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... zum Beispiel über die gesperrte A59 zu entkommen.Zitat:
Duisburg (dpa) - Die Loveparade wird nach dem Unglück mit mindestens zehn Toten vor dem Partygelände nicht abgebrochen, um eine mögliche weitere Panik zu verhindern. «Der Krisenstab der Stadt Duisburg hat sich entschlossen, aus Sicherheitsgründen die Veranstaltung zurzeit nicht zu beenden», erklärte Stadtsprecher Frank Kopatschek. Die Notausgänge des Geländes wurden aber inzwischen geöffnet. Zahlreiche Besucher nutzen bereits die Gelegenheit
Zitat:
20.22 Uhr] Augenzeuge: Gelände war viel zu klein
Das Gelände für die Love Parade in Duisburg war für die erwarteten Besucherzahlen möglicherweise viel zu klein. Ein Augenzeuge, der sich selbst in dem Unglückstunnel befunden hatte, sagte im Nachrichtensender n-tv, es habe kein Entrinnen gegeben. Am Ausgang des Tunnels sei das Gelände abgesperrt gewesen, und von hinten seien immer mehr Menschen nachgekommen. Das Areal sei eigentlich nur für 350.000 Menschen ausgelegt. Von den anderen Love Paraden wisse man aber, dass bis zu eine Million Menschen kommen.
Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Ich verstehe auch nicht warum die Loveparade überhaupt eingezäunt wird. Ist doch eine Straßenparty. Es können auch mal 1,5 Millionen kommen. Das kann keiner vorher wissen.
Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Tatsache ist jedenfalls, das das Unglück dadurch entstanden ist, dass man große Menschenmengen auf engstem Raum zusammengepfercht hat und keine weiträumige Zugangsbegrenzung organisiert worden war.
Zitat:
sehe ich das richtig, dass die versuchen 1 million menschen über die 1-spurige! TUNNELSTRAßE! Karl-Lehr-Straße mit zwischendurch 2 kleinen trampelpfaden hoch zum veranstaltungsgelände zu führen?
also in meinen augen is das ne falle. das kann doch nie und nimmer gut gehen. wer in essen und dortmund dabei war weiß, wie groß das gedränge schon auf recht weitläufigen zugangswegen war. das war ne katastrophe und die wollen ernsthaft den zugang über nen einspurigen TUNNEL leiten?
ich fass es nicht!!!!
ich seh schon tote wenn nach der abschlußkundgebung alle auf einmal über diese mickrige straße das gelände verlassen wollen.
#18 von klotsche , am 22.07.2010 um 17:08
Mein Nachbar arbeitet bei der Feuerwehr. Er hat auch gesagt, daß das eigentlich gar nicht erlaubt sein dürfte, man mache sich ernsthaft Sorgen, wieviele Knochenbrüche, Bänderdehnungen und Gelenkzerrungen auf die Helfer und umliegenden Krankenhäuser zukommen werden. Das Gelände sei außerdem viel zu klein und habe nur einen offiziellen Zugang, wie da im Falle einer Panik reagiert werden soll, wisse man auch nicht. Noch schlimmer ist, daß man die baufälligen Gebäude drum herum nur notdürftig mit normalen Bauzäunen abgesperrt habe - dort sollen noch nicht einmal mehr Übungen der Feuerwehr durchgeführt werden, weil die Gebäude einsturzgefährdet sind. Wenn mit 500.000 Menschen der Platz voll ist, werden die restlichen 1.000.000 Besucher (siehe Besucherzahlen der Vorjahre) sich wohl drum herum Ausweichmöglichkeiten suchen, da sollen Bauzäune noch abhalten? Das ist lebensgefährlich! Und sowas soll offiziell erlaubt sein? Duisburg hätte gut daran getan, die Veranstaltung sein zu lassen oder zumindest wie letztes Wochenende auf einem Gelände wie der A40 mit genügend Platz (auch für die Umzugswagen), ausreichend Zugang für Rettungskräfte und vor allem deutlich besserem Untergrund zu veranstalten - für das Still-Leben war es möglich, für die internationale Loveparade der jungen und jung gebliebenen Leute ist aber sowas scheinbar nicht drin - Lobbyisten lassen grüßen. Das Geld für die "Aufbereitung" des Geländes hätte man sich sparen und in sanitäre Einrichtungen sowie Hilfskräfte stecken sollen. Ich bin dafür, daß alle Kosten, die aufgrund von Verletzungen, die durch das absurde Gelände auf die Krankenkassen und Arbeitgeber zukommen, von der Stadt bezahlt werden müssen - einschließlich Schmerzensgeld. Dann würde man es sich hundertmal überlegen, so etwas in professionelle Hände zu geben statt es mediengeilen, dickköpfigen Politikern zu überlassen, die nicht wissen, was sie da tun. Duisburg wird sich spätestens am Sonntag sehnlichst wünschen, die Loveparade nicht ausgerichtet zu haben. Nur für die Geschädigten ist es dann zu spät. Wieder einmal hat die Politik eine aus den einfachen Schichten des Bürgertums entspringende Bewegung erfolgreich kastriert, demontiert und ad absurdum geführt. Ohne diese Menschen, die einfach nicht eingestehen können, daß man es nicht kann und unfähig sind, es in Hände zu legen, die es können und wollen, wäre es ein schönes Event geworden. So wird es ein Desaster. Danke auch.
#22 von Donnerbalken , am 22.07.2010 um 18:25
Zitat:
Sie wurden erdrückt oder stürzten beim Fluchtversuch in die Tiefe: Bei der Love Parade in Duisburg sind 17 Menschen gestorben, Dutzende wurden verletzt. In der Stadt hatte es heftige Debatten gegeben, ob eine Mega-Party mit mehr als einer Million Ravern zu verantworten sei - doch Bedenken wurden ignoriert.
Zitat:
Nach Darstellung des Leiters des Krisenstabes der Stadt Duisburg, Wolfgang Rabe, hat sich die Massenpanik bei der Loveparade außerhalb des Tunnels zum Festgelände ereignet. Nach bisherigen Erkenntnissen wollten nach dem Tunnel Menschen die Absperrungen an den Seiten überwinden und seien dabei abgestürzt, sagte Rabe am Samstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Durch diese Situation sei offenbar die Panik ausgelöst worden. Rabe wies zugleich Berichte zurück, dass es auf dem Gelände zu diesem Zeitpunkt schon voll gewesen sei. Nach seinen Erkenntnissen sei es nur zur Hälfte besetzt gewesen. Tatsächlich hatte die Polizei aber kurz vor dem Unglück mitgeteilt, das Gelände werde wegen Überfüllung gesperrt.
Zitat:
Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP: "Alle wollten noch auf das Gelände. Damit es schneller geht, sind einige auf die Treppe ausgewichen." Diese führt von der Unterführung direkt zum Güterbahnhof, doch "von hinten drückten immer mehr nach". Es habe 40 Minuten nur Panik gegeben, erst dann habe eine Rettungsgasse gebildet werden können. Für viele kam die Hilfe zu spät. Dustin: "Neben mir ist ein Mädchen gestorben." Es sei einfach erdrückt worden. Ein weiteres Mädchen habe neben ihm gelegen und sei schon blau angelaufen gewesen. Mit Mund-zu-Mund-Beatmung habe er sie wiederbeleben können. "Auf mir lagen noch zwei Menschen." Teilweise seien fünf bis sechs Personen übereinandergeschoben worden. Schließlich hätten ihn Rettungssanitäter herausgezogen. Es sei so eng gewesen, dass seine Schuhe zwischen den Menschen steckenblieben: "Ich hatte schon mit dem Leben abgeschlossen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch Luft bekomme."
Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Offenbar war das eigentliche alte Bahnhofsgelände ja gar nicht so überfüllt, aber man hatte die Leute trotzdem schon zwei Stunden einfach in und vor den Tunneln stehen lassen, als das Unglück geschah, anstatt gleich die Notausgänge auf dem Gelände freizugeben. Da sind dann wohl einigen die Sicherungen durchgebrannt. Eine Sicherung mit Bauzäunen ist aber auch sehr provisorisch bei den Mengen. Insofern hat die Polizei wohl erheblich zur Verschärfung der Lage beigetragen und die kritische Situation im Zugangsbereich vor und in den Tunneln erst hervorgerufen.
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Die Polizei meint nun wieder, die Leute hätten sich nicht schnell genug auf dem Gelände verteilt und deshalb sei es nicht weiter gegangen. :rolleyes:
Zitat:
Alles nach dem Motto wenn sie dort nicht hochgeklettert wären und gefallen wären, wäre das alles nicht passiert!! Doch ist doch einfach unfassbar!
Zitat:
erinnert mich an meinen San-Dienst bei der love-Parade in Berlin. Damals hatte man zuerst nicht bedacht, daß die Menschenmassen nach dem Spektakel auch wieder heim wollen. Massen von Menschen strömten in den Bahnhof, von unten drängten die Leute nach und schoben die Leute oben auf die Gleise..... Es dauerte etwas, bis Absperrgitter und massenhaft Ordnungskräfte die Meute unten kontrolliert reinlassen konnte.
Zitat:
Original geschrieben von pulSar
Unfassbar... Was für eine krasse sinnlose katastrophe. Es gibt noch mehr teils wirklich unglaubliches.
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Manche zitate aus der pressekonfi vor allem vom ob sauerland lassen einen fassungslos und wütend werden.
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Das ganze ist mehr als unglück - es ist das ende der parade und auch das ende der szene-skala was kommerzialisierung angeht...
Und der anfang einer politisch-juristischen lawine...
Immerhin hatte polizei und feuerwehr ein ternatives sicherheitsklnzept erearbeutet, das eben das nadelöhr vermeiden wollte durch mehrere zugänge. Das hätte 1400 mann mehr bedarft und wurde von der stadt abgelehnt.
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Das ist grob fahrlässig!!
Zitat:
Berlin (Reuters) - Nach der Katastrophe bei der Love-Parade in Duisburg ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung. ... Das Sicherheitskonzept der Veranstalter und der Stadt Duisburg sei noch am Wochenende beschlagnahmt worden. Das Sicherheitskonzept für die Musikveranstaltung wies offenbar Mängel auf: Ein internes Verwaltungsdokument zeigt nach Informationen von Spiegel Online, dass das Festgelände für maximal 250.000 Menschen freigegeben war. Die Veranstalter rechneten aber mit deutlich mehr als einer Million Teilnehmern. Das Schriftstück vom 21. Juli 2010 trage den Titel "Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung" und richte sich an die Berliner Lopavent GmbH, die Veranstalter der Love-Parade, berichtete der Internetdienst. Die Behörden hätten darin die Organisatoren von bestimmten Vorschriften für Fluchtwege befreit und auch auf Feuerwehrpläne verzichtet. Dafür gaben sie den Ausrichtern der Party vor, dass die maximale Personenzahl, die sich gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelände aufhalten darf, auf 250.000 Personen begrenzt werden müsse. Nach einer auch von der Polizei verbreiteten Schätzung der Veranstalter waren am Samstag rund 1,4 Millionen Menschen in die Ruhrgebietsstadt gekommen - eine Zahl, die die Polizei am Sonntag nicht mehr bestätigen wollte.
Zitat:
Drei Teilnehmer der Riesenparty erlagen im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen, zwei starben an einer Plakatwand, 14 weitere wurden an ein und demselben Ort gefunden: an der Rampe, die aus den beiden Tunnelröhren zum Veranstaltungsgelände führte.
Zitat:
Das Sicherheitskonzept geriet schon im Vorfeld zur Farce. Lokaljournalisten, die die Örtlichkeiten bestens kannten, wunderten sich über die Wahl des Veranstaltungsortes. Ihre Kritik auf Pressekonferenzen wurde abgewehrt. Polizei und Feuerwehr legten ein Konzept vor, dass die Sicherheit der Love-Parade-Besucher gewährleistete - ohne Nadelöhr-Situation. "Ich weiß, dass es ganz konkrete Vorschläge gab, die allesamt abgebügelt wurden", sagte ein Beamter SPIEGEL ONLINE. Stadtverwaltung und Veranstalter hätten ihr Veto eingelegt und das mit "Mehrkosten" begründet.
"Sicherheit kostet Geld", konstatiert Panikforscher Michael Schreckenberg, Professor für Physik von Transport und Verkehr, im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Er hatte das vorgelegte Sicherheitskonzept abgenickt. Von ihm erwähnte Kritikpunkte bezüglich des Umfelds seien vorher berücksichtigt worden, sagt er. Wichtig sei gewesen, die Besucher in der Stadt aufzuhalten, damit der Zugang zum Tunnel nicht verstopft wird. "Das Problem ist nicht die Masse, sondern die Dichte", sagt der Physiker, der bereits das Konzept für das Red Bull Air Race in Berlin-Tempelhof testete. Ab sechs, sieben Personen pro Quadratmeter könnten Situationen eskalieren
Quelle: Spiegel
Zitat:
Wer auf solche Veranstaltungen geht liefert sein Leben der Gier der Organisatoren aus. Aber gut, das mit der Verarsche und der Gier ist ja nichts neues in der Technoszene.
Keine Szene ist jemals so kommerzialisiert worden wie Techno. Wir selbst haben das zu spüren bekommen, als die Technos in die schwarze Szene drängten, weil sie nichtmal kleine Clubs dauerhaft füllen konnten. Das heißt, es geht nur noch um Wirtschaftsinteressen und auch wenn man glaubt, das sei doch normal, werden auch noch die letzten Skrupel abgebaut. Zum Beispiel gegen den Rat vieler Experten das Leben von Menschen aufs Spiel zu setzen, indem aus Kostengründen Menschenfallen konstruiert werden, in die man hunderttausende von Menschen quetscht, obwohl es Konzepte von Polizei und Feuerwehr gab dieses zu vermeiden.Zitat:
Hm... wenn Du mir nun noch erklären wüdest, in welcher Szene mit größeren Veranstaltungen es DAS nie gibt, wäre ich Dir dankbar...
Zitat:
Den Grund für sein Engagement bei der Love Parade erklärte Schaller 2009 im "Handelsblatt" so: "Wir wollten mit einem relativ kleinen Budget einen hohen Bekanntheitsgrad (für McFit) erzielen. Wir haben uns lange überlegt, was wir denn Verrücktes machen können, um bekannter zu werden. Wir haben uns für die Love Parade entschieden."
Zitat:
Das heißt, es geht nur noch um Wirtschaftsinteressen und auch wenn man glaubt, das sei doch normal, werden auch noch die letzten Skrupel abgebaut.
Zitat:
Habt ihr immer noch nicht kapiert das Cyber und und aktueller EBM der Versuch sind auf eine ganz billige Tour Kasse zu machen, ohne den entsprechenden Gegenwert zu liefern?
Zitat:
Ich finde auch nicht, dass es da um diese oder jene "Szene" speziell geht, eben weil es solche schlimmen Unglücke überall und bei jeder Gelegenheit geben kann, weil immer wieder jemand da sein wird, der seinen Job als Veranstalter nicht richtig auf die Reihe bekommt, nur an seinen Profit denkt, oder was auch immer sonst für Gründe in Frage kommen.
Zitat:
Klar aber bei Techno ist das halt von vornherein Programm, billigst produzierten Lärm teuer zu verkaufen. Eine "Szene" die sich darauf reduziert ist am Ende.
Zitat:
Das Wort "Massenpanik" steht dafür trotzdem im Zusammenhang mit dem Wort "Großveranstaltung" - und zwar unabhängig von der Art der Veranstaltung.
Zitat:
Da hast Du ja ganz recht, aber um solche Massen zu mobilisieren muss man halt die ganze Geschichte auf den intellektuellen Nullpunkt runterfahren. 1,4 Millionen kriegst Du im Deutschland der Gegenwart mit keinem Sound zusammen, der auf irgendeine Art und Weise zum Denken oder Fühlen anregt. Denn das schließt gleich wieder etliche aus.
Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Deswegen kriegt Techno ja auch keine stabile Szene zustande, weil es einfach zu wenig Leute gibt, die sich auf Dauer am intellektuellen Nullpunkt aufhalten können.
Zitat:
Den Intellekt eines Menschen mache ich nicht doch an seiner Szenezugehörigkeit, ebenso nicht an seinem Musikgeschmack fest...
Zitat:
hunderte sind verletzt und du hast nix besseres zu tun als dich über eine szene auszulassen und diese als verblödet darzustellen?
Zitat:
finde ich genauso daneben wie die aussagen von frau hermann. ist die gleiche schieflage.
Zitat:
Dumme Musik für Dumme Menschen. Ich habe dir eben gerade erklärt, das die Tekke Szene die intellektuellen Ansprüche an ihre Mitglieder auf null gebracht hat, ebenso den intellektuellen Input. Wem so etwas gefällt, dem fehlt wohl nichts.
Techno hat das nun echt auf die Spitze getrieben. Aber ich konstatier ebenso intellektuelle Verfallstendenzen in der schwarzen Szene, die teilweise durch die gleichen Leute, Sounds und Mechanismen hervorgerufen werden, wie in der Tekkerszene. Es wäre schön, wenn einige Leute aus Duisburg was lernen würden.Zitat:
die Techno Szene bringt ihre Mitglieder auf den Nullpunkt ihrer intellektuellen Ansprüche/Inputs... und andere Szenen tun natürlich ganz das Gegenteil
Zitat:
Es wäre schön, wenn einige Leute aus Duisburg was lernen würden.
Zitat:
Original geschrieben von softcake
sag mal, was soll das denn? es sterben menschen, hunderte sind verletzt und du hast nix besseres zu tun als dich über eine szene auszulassen und diese als verblödet darzustellen?
finde ich genauso daneben wie die aussagen von frau hermann. ist die gleiche schieflage.
soft
Zitat:
Unterdessen geraten die Veranstalter der Großparty zunehmend in Bedrängnis. Nach Informationen von "Spiegel Online" belegt ein internes Verwaltungsdokument aus Duisburg die Schwachstellen des Sicherheitskonzepts. Aus dem Schriftstück mit dem Titel "Genehmigung einer vorübergehenden Nutzungsänderung" gehe hervor, dass der Veranstalter die sonst vorgeschriebene Breite der Fluchtwege nicht habe einhalten müssen. Gleichzeitig sei das Gelände laut Dokument ausdrücklich nur für 250.000 Menschen zugelassen gewesen. Im Mittelpunkt der Kritik steht die Duisburger Stadtführung um Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU). Bochums früherer Polizeipräsident Thomas Wenner will Sauerland anzeigen. Einer Tageszeitung sagte Wenner, eine solche Veranstaltung sei in Duisburg nie realisierbar gewesen. Wenner hatte als amtierender Polizeipräsident die für Bochum geplante Loveparade 2009 abgesagt. Auch die Kölner Polizei, die im Vorfeld der Partyveranstaltung um ihre Meinung gefragt wurde, habe laut WDR-Informationen die Zugangswege als nicht ausreichend bezeichnet.
Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Viel Spaß dabei und bumm, bumm bumm. :rolleyes:
Zitat:
Der Duisburger Wissenschaftler Michael Schreckenberg verteidigte unterdessen sein Sicherheitskonzept. Der Tunnel, in dem es zur Massenpanik gekommen war, sei groß genug ausgelegt gewesen, so der Professor für Physik von Transport und Verkehr. Laut Schreckenberg hatten kurz vor dem Unglück einzelne Jugendliche ein Gitter überrannt und eine ungesicherte Treppe gestürmt. Damit hätten die Organisatoren nicht rechnen können.
Die LP braucht eine Art Gummizelle. Am besten einen riesigen Acker mit Bahnanschluss, damit sie nicht alle den Führerschein verlieren.Zitat:
"Man kann bei der Love Parade nicht auf die Vernunft der Teilnehmer vertrauen", sagte hingegen ein erfahrener Polizist SPIEGEL ONLINE. "Das funktioniert so nicht."
Zitat:
Wie SPIEGEL ONLINE erfuhr, wurden in einer Dienststelle der Bundespolizei inzwischen sämtliche Unterlagen zur Love Parade - Einsatzbefehle, Lagemeldungen, Karten - von den Computern der Beamten sowie aus deren E-Mail-Accounts gelöscht. "Da kam sehr schnell der ganz große Staubsauger", sagte ein Beamter, der sogar eine konzertierte "Vertuschungsaktion" im Gang wähnt.
Nach der rückhaltlosen Aufklärung, von der Bundespräsident Wulff doch so salbungsvoll gesprochen hatte, sieht das jedenfalls nicht aus.