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Poetry

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geschrieben von: Kurai-sama

Brennende Gewissheit

Ich habe geträumt,die Welt ertränke in Blut,
zersplittere in tausend Scherben
die sich in das Fleisch der Menschheit bohren.
Die Meere sind die Tränen all derer,die ihr Schicksal beweinen.
Die Schwerter,die umbringen,
sind die scharfen Zungen,die unsre Sinne spalten.
Die Sonne ist die brennende Gewissheit
Was wir taten
was uns angetan wurde
Aus Asche erheben wir uns und töten das Gewissen,
das längst schon tot gewesen...

http://users.animanga.com/LikeADream/bilder/kamui1.jpg



geschrieben von: Kurai-sama

Das verlorene Paradies

Die,die das Meer zur Farbe von Blei,
Wälder zu Sand,
Wind zu Staub,
den Himmel zu Asche verbrannten
Adams erstes Weib
Lilith,die Sünderin
die Dämonenbraut
die Ungebändigte
Der dessen Glanz wie kein anderer den Himmel erhellte
Wunderschöner Luzifer,der Abtrünnige
Jene,die wieder und wieder den Teufelskreis beschreiten
Hört den Klagegesang der geflügelten Wesen,
die hoch am Himmel sind
Vom Herrn erschaffen,das letzte Gericht zu verkünden
Weder Götter noch Menschen...
Ihr Name ist Engel...

http://users.animanga.com/LikeADream/bilder/kaine-cover.jpg



geschrieben von: Kurai-sama

Die Klinge

Dort liegt sie, die Klinge.
Liegt neben mir auf dem Tisch,
ich starre sie an.
Greife sie mit zitternder Hand
Freude,
Vorfreude durchflutet meine Gedanken,
meinen Körper,
meine Seele.
Ich setzt sie am Arm an
spüre nur die Kälte der Klinge.
Drücke sie in das Fleisch hinein,
spüre keine Schmerz mehr,
es tut gut.
Blut quillt aus meinem Arm raus,
fließt auf das weiße Bettlaken.
Hinterlässt eine Spur
sickert in das Bett ein.
Ich liege da.
Schaue dem Blut zu, wie es aus mir herausfließt.
Und mit dem Blut fließt mein Schmerz aus mir heraus.
Es geht mir gut.
Fühle mich geborgen,
geborgen im eigenen Blut.
Meine Hand zittert nicht mehr,
ich lege die Klinge wieder auf den Tisch,
es ist noch Blut dran.
Ich schließe die Augen,
schlafe ein.
Schlafe gelöst von Angst und Schmerz.

http://users.animanga.com/LikeADream/bilder/ab47_small.jpg



geschrieben von: Kurai-sama

Der (T)Raum der Wahrheit

Vor mir,
Im Dunkel des nächtlichen Traumes,
Erscheint eine schwarze Türe.
Sie ist umgeben von blauen Flammen,
Die den Rahmen umzüngeln.
Ich strecke die Hand aus,
Geife an die Klinke, drücke sie schliesslich hinunter.
Sie ist kalt,
Kalt wie Eis und brennt trotzdem wie Feuer in meiner Hand,
Erschrocken weiche ich zurück.
Die Türe verschwindet vor meinen Augen,
Die blauen Flammen schwirren hinfort in das Dunkel des Traumes.
Meine Hand umfasst nun ein Messer.
Ein Messer mit einem schwarzen Griff und einer Klinge aus schwarzem Metall.

Ich hebe den Blick, vor mir erscheinen langsam die Umrisse einer kleinen Kammer.
Alle Sachen in dieser Kammer und die Wände sind abgegrenzt durch blaue Flammen.
In der Mitte dieses Raumessteht ein Bett aus schwarzem Ebenholz.
Es ist bezogen mit schwarzem Satin,
Decke und Kissen sind ebenfalls aus diesem schwarzen, schimmernden Stoff.
Das Bett ist umringt von schwarzen Kerzen,
Die in einem dunklen, bläulichen Licht brennen.
Über dem Bett hängt ein schwarzer Spiegel.
Doch anstatt mein Antlitz in diesem zu erblicken, sehe ich Nebenschwaden.
Sie wirbeln umher, als umgäben sie einen Gegenstand.

Ich blicke auf das Bett.
Die Wahrheit liegt auf ihm, sie schläft.
Ihre Haut schimmert weiß im dunklen Schein der schwarzen Kerzen.
Ihr Gesicht ist zart und wunderschön wie das eines Engels.
Es wird umgeben von goldenen Locken,
Die der Wahrheit bis weit über die Schultern reichen.
Sie scheint so rein und unschuldig zu sein, dass es mir schwarz vor Augen wird.
Wut und Hass steigen in mir auf.
Mein Blut brodelt, mein Herz rast und ich beginne zu zittern.
Ich umkralle das schwarze Messer in meiner Hand, halte mich daran fest.
Doch ich kann mich nicht mehr halten.
Stürze zwischen den Kerzen hindurch auf das Bett zu.
Werfe dabei einige Kerzen um.
Der ganze Raum steht in Flammen,
Wird erfüllt durch das blaue Feuer.
Nur das Bett ist noch unversehrt.
Ich werfe mich auf das Bett,
Steche mit dem Messer immer und immer wieder in das Herz der schlafenden Wahrheit ein.
Gold-schimmerndes Blut tritt aus ihr heraus.
Doch ich steche immer weiter zu,
Die Wahrheit ist längst tot,
Doch ich mache immer weiter,
Befinde mich in Trance.
Das Bett und scheinbar der ganze Raum werden von dem goldenen Blut überströmt.
Erschöpft sinke ich auf das Bett herab,
Liege nun auf dem getöteten Leib der Wahrheit.

Ich habe die Wahrheit getötet.
Habe sie feige im Schlafe überrascht,
Habe sie kaltblütig abgestochen.
Noch ein letztes Mal blicke ich auf,
Schaue in den Spiegel.
Der Nebel ist verschwunden,
Hat den Blick auf ein rotes Herz freigegeben.

Ich habe die Wahrheit getötet.
Ich bin die Lüge.

Dann wache ich auf.
Mein Atem geht schwer, mein Puls rast.
Alles nur ein Traum, denke ich.
Dann blicke ich herab auf meine Hände,
Immernoch klebt das goldene Blut der Wahrheit daran...

http://users.animanga.com/LikeADream/bilder/xwing.jpg



geschrieben von: Kurai-sama

Allein

Ich stehe unter tausenden von Menschen.
Sie reden, lachen, kümmern sich nicht um die Sorgen, die sie haben.
Ich fühle mich alleine.
Allein gelassen von den Menschen, die ich einst liebte.
Allein gelassen von Gott?
Nein, es gibt keinen Gott.
Kein Beschützer, kein Helfer, kein Allmächtiger.
Wir sind auf uns gestellt.
Jeder ist für sich selbst verantwortlich.
Keiner kümmert sich um den Anderen.
Wir sind alleine.
Ich stehe unter tausenden von Menschen,
Fühle mich trotzdem alleine.
Vernachlässigt,
Gepeinigt,
Schutzlos.

http://users.animanga.com/LikeADream/bilder/sanct11_small.jpg



geschrieben von: Kurai-sama

Die Stille ist wieder da

Da ist sie wieder,
Die Stille,
die mein Herz ausfüllt und die Schale um mich herum weiter wächsen lässt.
Da ist sie wieder,
Die Einsamkeit, die mir die Luft raubt,
Die es mir schwarz vor Augen macht.
Hervorgerufen durch Dich,
Du, der Du mir weh tust.
Ich sehe Dich da stehen,
Flüsterst einer Anderen die Worte ins Ohr,
Für die zu hören ich Alles geben würde.
"Ich liebe Dich von Herzen", sagst Du zu ihr.
Wirst es niemals mehr zu mir sagen.
Sagst, es täte Dir sehr weh.
Warum?
Warum lässt Du die Stille wieder in mich zurückkehren?
Warum gibst Du der Einsamkeit eine weitere Chance, in mich einzudringen?
Warum hälst Du mich nicht einfach fest, liebst mich einfach nur.
Nein, Du tust es nicht.
Du tust es einfach nicht.

Also greife ich zur Klinge.
Führe sie an meinem Arm,
An die Stellen, an denen früher die Narben waren,
Die Narben, die Du mit Deiner Liebe geheilt hast.
Jetzt kommen sie wieder, die Narben.
Ich füge mir neue hinzu,
Wegen Dir.
Du hast die anderen Narben geheilt und lässt die Nächsten wieder entstehen...
Doch Du merkst es nicht.
Deine Augen sind verschlossen, durch die Liebe zu der Anderen.
Verschlossen vor der Wirklichkeit!

Und so setze ich die Klinge an,
Führe sie an meinen Arm,
Schneide in das Fleisch.
Für kurze Zeit, hört der Schmerz der Stille und der Einsamkeit auf.
Für kurze bin ich frei!
Das Blut quillt hervor,
Doch nimmt es dieses Mal nicht die Sorgen mit.
Die Sorgen bleiben zurück und zerstören mich.
Die Sorgen bilden eine feste Schale um mich herum,
Die nur noch von der Liebe durchbrochen werden kann.
Doch weiß ich nicht,
ob ich jemals wieder werde lieben können.

...

http://users.animanga.com/LikeADream/bilder/sanct13.jpg



geschrieben von: Kurai-sama

An die Einsamkeit und die Stille

Oh Einsamkeit,
Oh teure, liebe Einsamkeit,
Komm zu mir, fülle meine Seele mit deiner Schönheit!

Oh Einsamkeit,
Oh teure, liebe Einsamkeit,
Hast mich mein ganzes Leben lang begleitet.

Oh Einsamkeit,
Oh teure, liebe Einsamkeit,
verlass' mich nie wieder,
Fülle meine Gedanken mit deiner Anwesenheit.

Oh Einsamkeit,
Oh teure, liebe Einsamkeit,
Führe mich durch mein Leben,
Und ich werde Dich begleiten bis in den Tod!

Oh Einsamkeit,
Oh teure, liebe Einsamkeit,
Bleib bei mir und verbünde Dich mit der Stille!

Oh Einsamkeit,
Oh Stille,
Bleibt bei mir und erfüllt meine Seele mir eurer Schönheit und Macht!
Begleitet mich in den Tod!

Oh Einsamkeit,
Oh Stille,
Ihr seid meine Herrscher,
Ich werde tun, was ihr verlangt!

http://users.animanga.com/LikeADream/bilder/sample2b.jpg



geschrieben von: Kurai-sama

Das Gewitter oder Der Streit

Schon von weitem ist das Donnergrollen zu hören.
Dunkles, angsteinjagendes Grollen,
Dass einem das bevorstehende Gewitter ankündigt.
Tiefschwarze Wolken stehen am Himmel.
Schwarz und so voll von Geheimnissen und Unruhen wie meine Seele.
Ziehen sich zusammen,
Bilden scheinbar unzerstörbare Gebirge.
Ein Blitz zuckt am Himmel auf,
Erhellt für kurze Zeit den nächlichen Himmel.
Zeigt damit die Schattengestalten um mich herum.
Erste Regentropfen fallen hinab.
Treffen auf den Boden, auf die Menschen, auf die Bäume und Sträucher.
Schnell saugen die Monster des trockenen Erdreiches die ersten Tropfen auf
Verschlingen sie regelrecht,
Führen sie hinab in die Tiefe.

Weitere Blitze zucken hervor,
Erhellen für eine kurzen Augenblick die Schatten um mich herum.
Donnergrollen folgt.
Sie kämpfen gegeneinander.
Versuchen sich durch Lautstärke und Helligkeit zu übertrumphen.
Immer heller werden die Blitze.
Immer lauter der Donner.
Ein lauter Streit spielt sich über mir am Himmel ab,
In den dichten, dunklen Wolken.
Die Abstände zwischen den Widersprüchen werden immer kürzer.
Der Regen wird stärker, überflutet das Erdreich,
Ertränkt die gierigen Monster.
Blitz und Donner erscheinen gleichzeitig,
Geben immer wieder contra.
Auf einmal ein lauter Knall.
Grelles Licht blendet für einen Augenblick meine schwarzen Augen.
Als ich sie wieder öffne, steht der Baum vor mir in Flammen.
Er wurde genau in der Mitte vom Blitz gespalten, mitten durchs Herz.
Flammen schießen aus seinem Inneren hervor,
Als wären sie schon immer in ihm drin gewesen.
Die Flammen fressen ihn auf.

Doch der Streit geht weiter.
Immer wieder erhellen Blitze die nächtliche Schwärze.
Immer wieder durchdringt der Donner die nächtliche Stille.

Der Streit wird schwächer.
Seltener erhellen nun die Blitze den Himmel über mir.
Der Donner verliert seine Lautstärke.
Auch der Regen lässt nach, lässt die überfluteten Monster der Erde zur Ruhe kommen.
Noch ein Paar letzte, dunkel leuchtende Blitze sind in der Ferne zusehen.
Der Donner gibt ein letztes Grollen von sich,
stirbt dann.

Der Streit ist aus.

Bis zum nächsten Mal.

http://users.animanga.com/LikeADream/bilder/seimaden1.jpg





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