[Thesen der Nichtigkeit] - German Gothic Board

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Thesen der Nichtigkeit

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: MephistoX

Hier kurz ein neues Gedankenmodell von mir, das ich gelegentlich gerne praktiziere.

_____________________________________________
Die Thesen der Nichtigkeit
-distanziert vom Nihilismus a' Nietzsche etc.-
_____________________________________________
Grundsätze:


1) Alles ist NICHTS!
2) Das Leben, das Universum und der ganze Rest ergeben keinen Sinn und haben keinen Wert!
3) Es kann einem eigentlich so ziemlich alles EGAL sein, wenn man es grade so will.
4) Der Geist steht über allem anderen, da alles andere ja NICHTS und EGAL ist.

_____________________________________________
Präzisierte Schlussfolgerungen:


1) Sämtliche politische Meinungen, Modelle und Grundsätze sind NICHTS!

Daraus ergibt sich eine grundsätzlich unpolitsche Einstellung, da einem die permanente Wattebällchenschlacht irgendwelcher Dummschwätzer und Hochstapler EGAL sein kann.Man kann es spüren, wenn man an dutzenden Politständen sämlicher Parteien vorbeiläuft und einen dabei nichts stört, radikal politsch denken lässt oder Hass erzeugt.



2) Alle Menschgemachten Werte, Grenzen und Regeln sind NICHTS! Menschliche Moral ist NOCH WENIGER ALS NICHTS! (auch wenn das nicht geht, was aber eigentlich auch EGAL ist)

Daraus folgt eine Ablehnung aller Zwänge und Vorstellungen der menschlichen Rasse. Begriffe wie 'kranke Fantasie' oder 'Graußamkeit' sind menschlich und daher abzulehnen. Erzählt anderen Leuten von euren besten Foltermethoden, bis sie erbrechen.
Lauft rum wie ihr wollt! Die Vorstellungen der Gesellschaft, die am liebsten jeden in ein Allgemeinheitskonformes Gewand stecken würde, können euch EGAL sein!
Wenn euch jemand mit 'Moral' ankommt, haut ihm die Zähne raus!
Die Anthropologie wurde von ein paar senilen, konformen und echt langweiligen Menschenrechtler-Philosophen erfunden.
De facto sind eure erdgebunden Körper nur eine Evolution des Körpers eines Affens. Der Mensch ist NICHTS wert.
Die Kategorisierung in 'Mensch' und 'Tier' ist dekadent!
Leider hat sich eben jene zu sehr verallgemeinert.
Die Menschen sind einfach nur Tiere, die es nicht wahrhaben wollen, dass sie Tiere sind, und sich daher als etwas besseres darstellen.



3) Jegliche Glaubensvorstellungen sind dem Individuum selbst überlassen. Der Glaube anderer soll euch EGAL sein, genauso wie ihr wollt, dass euch niemand wegen eurem Glauben kritisiert. Wenn euch jemand seinen Glauben aufzwingen will, haut ihm die Zähne raus!

Demnach kann jeder glauben was er will(Gott/kein Gott/ viele kleine Puddingmonster) da Glaube nur ein gebündelter Gedankenkomplex ist. Jeder soll auch anbeten können was er will (Allah/Jesus/Satan/ein Puddingmonster von besonders schöner Färbung), aber muss sich dabei im klaren sein, dass es vielleicht überhaupt nicht stimmt und er sich nur selbst betrügt.



4) Vorurteile aller Art sind NICHTS und EGAL.

Das heißt, ihr könnt ruhig Vorurteile pflegen wenn euch das Spaß macht, müsst euch aber auch der Tatsache bewusst sein, das sie NICHTS sind. (Merke: Vorurteile können auch Spaß machen!)



5) Ob ihr lebt oder nicht ist auch ziemlich EGAL!

Demnach ist alles egal und ihr müsst euch niemals vor irgendjemandem verantworten wenn ihr nicht wollt.
Wenn ihr euch gerne aufhängen oder erschießen wollt, tut es und sucht nicht nach Gründen dafür oder dagegen! Wenn ihr leben wollt, dann tut es so, wie ihr das wollt und lasst euch von niemandem etwas vorschreiben!

6) Es kann mir, euch und jedem anderen EGAL sein ob ich, ihr oder jemand anderes diese Thesen befolgt, nur teilweise praktiziert oder überhaupt nicht mag, denn auch sie sind NICHTS, zwar in höchster Vollendung, aber das kann einem ja EGAL sein.

Das brauch man ja wohl nicht zu präzisieren.

7) Sadismus!

Was man jetzt macht, nachdem man erfahren hat, das alles wertlos ist und keinen Sinn macht? Das Leben mit möglichst viel Schadenfreude würzen. Vorurteile und Sadismus sind zwar nichtig, aber machen Spaß!
______________________________________________



geschrieben von: Seneca

Rezepte und Smalltalk mussten leider gelöscht werden. Bei Wiederholung hagelt es 2 Wochen Schreibverbot. Desweiteren weise ich noch einmal darauf hin daß das Recht auf freie Meinungsäußerung auch das Recht beinhaltet zu einem Thema mal NICHTS zu sagen wenn man dem Thema NICHTS abgewinnen kann.



geschrieben von: weisskreutz

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Rezepte und Smalltalk mussten leider gelöscht werden. Bei Wiederholung hagelt es 2 Wochen Schreibverbot. Desweiteren weise ich noch einmal darauf hin daß das Recht auf freie Meinungsäußerung auch das Recht beinhaltet zu einem Thema mal NICHTS zu sagen wenn man dem Thema NICHTS abgewinnen kann.


Wenn ich ganz vorsichtig fragen darf (um mir kein Schreibverbot einzuheimsen):
Warum hast du denn dann den ganzen Thread gelöscht?? :(
Da war (auch von mir) Smalltalk, aber eben auch durchaus ernszhafte Beiträge.



geschrieben von: Seneca

Ich bezeichne das einfach als kompletten Neustart. Ich bitte dabei auch zu bedenke dass der Threadersteller, dessen Hilferuf mich per PN ereilte neu im Forum ist und sich erst aklimatisieren muss. Einen Thread dann gleich gegen die Forenregel derart vollgespamt zu bekommen ist wohl kein guter erster Eindruck!



geschrieben von: ArrogantNick

Ich entschuldige mich hiermit. Ich hielt das tatsächlich für einen Scherz, da ich, wie weisskreutz (nun gelöscht) schon anmerkte, diese Denkungsart nicht für ideologisierbar halte (was an sich ja gar nicht schlecht sein muss). Die (ebenfalls gelöschte) Anmerkung jedoch, nämlich, dass man ja die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen auch nicht zur Fastenzeit erklären müsse, implizierte mAn nach schon den größten Knackpunkt an der ganzen Sache, respektive, Selbstverständlichkeiten so zu kostümieren, dass sie sich zwar irgendwie hochtrabend anhören mögen, rein faktisch betrachtet jedoch Luftnummern sind. NICHTS eben - womit wir wieder beim Ausgangspunkt wären - was jedoch eh irgendwie EGAL zu sein scheint. ;-)

Grüßle
Mischa



geschrieben von: weisskreutz

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Ich bezeichne das einfach als kompletten Neustart. Ich bitte dabei auch zu bedenke dass der Threadersteller, dessen Hilferuf mich per PN ereilte neu im Forum ist und sich erst aklimatisieren muss. Einen Thread dann gleich gegen die Forenregel derart vollgespamt zu bekommen ist wohl kein guter erster Eindruck!


Ah, okay. Ich entschuldige mich auch... :)

@ Meph

Das ist ein gutes Forum hier, und macht riesen Spass. Niemand wollte die intelektuell "vernichten". Es ist vielmehr eine Herausforderung an dich gewesen. Nimm sie an! In der Diskussion findet man am besten tiefergehende Argumente für die eigene Sache, und man kann anhand der Gegenargumente die eigene Idee verfeinern- quasi "alltagstauglich" machen.



geschrieben von: MephistoX

Danke. ;)

Vielleicht hätte ich noch dazuschreiben sollen, dass das Modell für die Verwendung innerhalb der Szene nicht geeignet ist, sondern eher als Schild gegen Konformistenkonglomeration und Volksverblödung. Die Allgemeinheit hat eine Vorstellung vom ''Normalbürger'' die mir höchst zuwider ist. Dazu muss man auch sagen, dass ich auf eine dieser christlichen Privatschulen gezwungen wurde, deren Oberstufen-Durchschnittsschüler einen Film schon als 'übermäßig brutal' bezeichneten wenn mal einer eine gepfiffen bekam.

Des weiteren distanziere ich mich von der Aussage, ich würde das wirklich alles ganz ernst praktizieren, denn dann könnte ich euch auch einfach so die Zähne raushauen und dafür nen paar Monate einsitzen oder blechen, weil mir das dann ja egal wäre.



geschrieben von: JohnSteed

Die Szene setzt sich aus vielerlei Menschen zusammen, die du quasi einzeln ansprechen kannst und im Grunde ist es dir schon gelungen.
Jetzt "Drucksachen" für alle erstellen zu wollen ist vielleicht zu hoch gegriffen.
Aber es steckt viel Ambivalenz in deinen Worten.
Wenn dir wirklich alles egal wäre, würdest du dann komplexe Verhältnisse durch deine Postings kommentieren?

Wohl kaum.
Aber das ist dein gutes Recht.
Manchmal müsste ich mir Listen schreiben, über alles, was mir egal geworden ist und das hat sicher nichts mit dem Forum zu tun.
Es plagt mich auch kein veritabler Nihilismus, sondern die Erkenntnis hat mich gestreift, dass mind. die Hälfte aller Dinge kaum der Rede wert ist und auch der Umstand, dass Menschen und Dinge, die man für belebt hielt, weitaus weniger belebt sind, als man denkt.

Wie soll man auf die Tendenz zur Unbelebtheit von Menschen und Dingen reagieren?

Gleichgültigkeit hilft manchmal enorm, dabei.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
Rezepte und Smalltalk mussten leider gelöscht werden. Bei Wiederholung hagelt es 2 Wochen Schreibverbot.


Interessant. Mein (ernst gemeinter) Thread über die Weiber und ein anderer Thread wurden wegen Smalltalk gesperrt, ohne dass einzelne Mitglieder verwarnt wurden. Dieser Nonsens-Threads wird mit Löschung von einzelnen Smalltalkbeiträgen und Verwarnungen medizinisch gepflegt.

Mein Eindruck erhärtet sich: Die Moderation hier ist willkürlich und inkompetent.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von Seneca
[B]Ich bezeichne das einfach als kompletten Neustart. Ich bitte dabei auch zu bedenke dass der Threadersteller, dessen Hilferuf mich per PN /B]

Als ernst gemeinter Nihilist hat der TE sich damit jedenfalls schon disqualifiziert. Wie kann alles EGAL und NICHTS sein, wenn nicht mal ein bisschen off-topic egal ist?



geschrieben von: MephistoX

Zitat:
Original geschrieben von MephistoX
-distanziert vom Nihilismus a' Nietzsche etc.-



Noch fragen?



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von MephistoX
Noch fragen?


MephistoX:
"
2) Alle Menschgemachten Werte, Grenzen und Regeln sind NICHTS!"

Bis auf die Regeln in diesem Forum, wie man sieht.

Sehr überzeugende Position.:D



geschrieben von: weisskreutz

Ach, Elementarsatz, jetzt reg dich doch nicht so auf... :)

Das ist übrigens schon wieder Smalltalk :D



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Ach, Elementarsatz, jetzt reg dich doch nicht so auf... :)

Das ist übrigens schon wieder Smalltalk :D


Ich finde es halt inkonsequent. Wie soll ich jemanden ernst nehmen, der so inkonsequent ist? Erst sagen, dass alle Regeln und Grenzen NICHTS sind, und dann wegen etwas Smalltalk petzen gehen? Hallo?



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von MephistoX

1) Alles ist NICHTS!
...
4) Der Geist steht über allem anderen, da alles andere ja NICHTS und EGAL ist.



Wenn alles Nichts ist, gibt es keinen Geist.
Das macht alle anderen Schlüsse obsolet.

Wenn gemeint ist, dass der Geist nicht alles ist, aber alles andere nichts ist, stünde der Geist über nichts, weil es außer ihm nichts gäbe.

Nichts nichtet.



geschrieben von: weisskreutz

Von Nichts kommt Nichts. Da Alles Nichts ist, aus Allem aber Etwas entstehen kann, kann aber auch aus Nichts Etwas entstehen.
Das Nichts kann also nicht ewig Nichts bleiben, da es das Etwas gebiert. So wird aus dem Nichts ein Wir!

So konnte mit dem Urknall aus Nichts Alles entstehen.



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von MephistoX
(....)

Des weiteren distanziere ich mich von der Aussage, ich würde das wirklich alles ganz ernst praktizieren, denn dann könnte ich euch auch einfach so die Zähne raushauen und dafür nen paar Monate einsitzen oder blechen, weil mir das dann ja egal wäre.



Also ist dieser Thread hier doch eher scherzhaft gemeint? Ich frage das, weil ich generell den Eindruck habe, dass Du Deine Postings eher mit einem Dauergrinsen verfasst (oder wahlweise mit Schaum vor dem Mund, siehe D&L).

Sei mir bitte nicht böse, aber dann noch einen Mod an zu schreiben, er möge für ernsthafte Diskussion sorgen, während Du selbst dies ziemlich offensichtlich gar nicht anstrebst, wirkt auf mich schon sehr manipulativ und das nicht in positivem Sinne.

.



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz

Das Nichts kann also nicht ewig Nichts bleiben, da es das Etwas gebiert.



Dazu muss es aber erst mit einem anderen Nichts keinen Sex haben.



geschrieben von: weisskreutz

Zitat:
Original geschrieben von Nix
Dazu muss es aber erst mit einem anderen Nichts keinen Sex haben.


Wir sollten diesbezüglich erörtern, ob das Nichts ein selbstbefruchtender Zwitter ist, oder aber ein Selbstteiler- wie Einzeller- ist, der dann mit seinem Teilprodukt "verkehrt" bzw "nichtverkehrt". Dies hätte zur Folge, dass Alles- also auch Wir- ein Produkt von Inzest wäre...

:q

Gott, ist das Shyce!



geschrieben von: Elementarsatz

Vielleicht sollten wir auch mal über die Semantik des Nichts reden. Es gibt Sprachphilosophen, die meinen, das Wort "Nichts" hätte (fast passenderweise möchte ich sagen) gar keinen Sinn. Wenn wir sagen "In dem Raum ist nichts", dann meinen wir nicht, dass sich in dem Raum ein komisches Ding namens "Nichts" befindet, sondern wir meinen: Es gibt kein Ding, das sich in dem Raum befindet.

Wenn diese Philosophen recht haben, kann man Heidegger nur gebrauchen, damit der Küchentisch weniger kippelt. Vom Threadersteller rede ich gar nicht.



geschrieben von: decay73

Nichts ist die Grundlage von allem. Aus Nichts kann alles entstehen - wie z.B. dieser Thread. Nichts ist die Potentialität, aus der die (alle) Möglichkeiten entstehen (können).

Man hat es selbst in der Hand! Ständig sind doch die Wesen dabei, als dem nichts ETWAS zu machen, und zwar so, wie es ihnen gefällt. Daraus folgt eine gewisse Verantwortung. Eine Verantwortung für das, was ist, weil sie selbst es sind, die aus dem NICHTS ein ETWAS kreieren.

Natürlich kann man wie ein Zombie durch die Welt laufen, aber das hilft niemandem und am wenigsten einem selbst.


'Die Welt ist frei von Dauerhaftigkeit und Nichtexistenz!' :)



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Vielleicht sollten wir auch mal über die Semantik des Nichts reden. Es gibt Sprachphilosophen, die meinen, das Wort "Nichts" hätte (fast passenderweise möchte ich sagen) gar keinen Sinn. Wenn wir sagen "In dem Raum ist nichts", dann meinen wir nicht, dass sich in dem Raum ein komisches Ding namens "Nichts" befindet, sondern wir meinen: Es gibt kein Ding, das sich in dem Raum befindet.


Ic denke, dass 'nichts' in dem Zusammenhang sehr praktisch ist, weil es die Sache doch erheblich abkürzt. ;-)

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Wenn diese Philosophen recht haben, kann man Heidegger nur gebrauchen, damit der Küchentisch weniger kippelt. Vom Threadersteller rede ich gar nicht.


:D

....



geschrieben von: weisskreutz

@ decay

Wenn es also Wir sind, die aus dem Nichts Etwas machen, könnte man doch annehmen, dass wir nicht AUS dem Nichts Etwas machen, sondern Es mit dem Nichts machen, woraus dann Etwas entsteht.
Das Nichts hat also keinen Sex mit einem anderen Nichts, oder mit seinem eigenen Spaltprodukt, sondern mit Uns! Wir "befruchten" das Nichts quasi, und dieses gebiert das Etwas.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Ic denke, dass 'nichts' in dem Zusammenhang sehr praktisch ist, weil es die Sache doch erheblich abkürzt. ;-)





Gegen "nichts" als Wort ist ja nichts einzuwenden. Aber die Substantivierung "das Nichts" ist sinnlos.



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz


Wenn es also Wir sind, die aus dem Nichts Etwas machen, könnte man doch annehmen, dass wir nicht AUS dem Nichts Etwas machen, sondern Es mit dem Nichts machen, woraus dann Etwas entsteht.
Das Nichts hat also keinen Sex mit einem anderen Nichts, oder mit seinem eigenen Spaltprodukt, sondern mit Uns! Wir "befruchten" das Nichts quasi, und dieses gebiert das Etwas.



Klingt irgendwie schwer nach 'unbefleckter Empfängnis'. Das meine ich btw. vollkommen ernst. Es gab schon wesentlich unsinnigere Exegese.

....



geschrieben von: decay73

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Das Nichts hat also keinen Sex mit einem anderen Nichts, oder mit seinem eigenen Spaltprodukt, sondern mit Uns! Wir "befruchten" das Nichts quasi, und dieses gebiert das Etwas.


Nunja, so könnte man das auch sagen, auch wenn Sex wieder so ein Konzept ist.

Wir befruchten in dem Sinne das Nichts nicht. Wir schaffen oder kreieren es aber. Nicht alleine natürlich, sondern zusammen mit den anderen. Wir einigen uns dann auf etwas, was dann IST.



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Gegen "nichts" als Wort ist ja nichts einzuwenden. Aber die Substantivierung "das Nichts" ist sinnlos.


Hm.... 'das Nichts' habe ich bisher eher metaphorisch betrachtet.

....



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von decay73
Nichts ist die Grundlage von allem. Aus Nichts kann alles entstehen - wie z.B. dieser Thread.


Dieser Thread ist nicht aus Nichts entstanden.
Ich tippe auf eine Mischung aus Langeweile und Naivität.

Weil ich nett bin.

@AN:
ES meint vermutlich, dass das Nichts nicht beschreibbar ist, weil es keine Attribute enthält. Es ist - genau genommen - auch nicht vorstellbar. Obwohl er damit recht hat, wollte Heidegger mit "nichts nichtet" nur ausdrücken, dass das Nichts kein (sprachlich) sinnvolles Mittel der Verneinung im Sinne der Logik ist. Damit ist ES nicht einverstanden und hat den Satz auf seine semantische Shitlist gesetzt, wo er heute neben "Wir sind Papst" und "Das Runde muss ins Eckige" ein ungeliebtes Dasein fristet. Das verkennt freilich, dass der Urheber dieses Ausspruches, der dafür bekannt war, eine Renaissance der Zipfelmützen eingeleitet, das Skifahren auch für Philosophen attraktiv gemacht und das Abhalten frühmorgendlicher Philosophielektionen (!) an Universitäten (!!) erfunden zu haben, davon ausging, dass Logik und Sprachanalyse die einzig brauchbaren philosophischen Methoden seien. Vulgo: Philosophie als Abfallprodukt menschlichen Sprachirrsinns, philosophische Probleme, die aus unzureichender Beherrschung der Sprache oder dem sinnlosen Versuch, Unnennbares zu benennen, resultieren. Und Heidegger die fette Made im Kompost. Lieblingsspeisen: Logik und Sprache. Dass den Lieblingsgerichten das Salz (in Gestalt des "Nichts") fehlte, nervte ihn: Weil Logik und Sprache Teil des menschlichen Daseins seien, aber zugleich nicht das Nichts thematisierten, könnten die Wissenschaften, die für sich in Anspruch nahmen, auf logischen Prinzipien zu beruhen, die Welt nur unzureichend erkennen (s. Existentialontologie Heiddegers). Das, was diese Wissenschaften schlössen, sei zwar an sich richtig, aber da sie sich nur mit dem Seienden (und eben nicht mit dem Nichts - Heidegger: "Das Sein wohl west ohne das Seiende") beschäftigten, könnten sie über das Nichts (als Phänomen) gar keine Aussagen treffen. Sie stellten sich also das Nichts vom Standpunkt des Seienden her vor (vielleicht so wie sich ein Lebender den Tod vorstellt). Das Nichts, so der Zipfelmützenliebhaber, reduzierten sie lediglich auf die Negation des Seienden (funktional), was aber dem Charakter des Nichts als Phänomen nicht gerecht werde.

Die Mehrzahl der Philosophen meinte dann offenbar, zuviel Salz sei nicht gesund. Heidegger auch nicht.



geschrieben von: weisskreutz

Zitat:
Original geschrieben von decay73
Nunja, so könnte man das auch sagen, auch wenn Sex wieder so ein Konzept ist.

Wir befruchten in dem Sinne das Nichts nicht. Wir schaffen oder kreieren es aber. Nicht alleine natürlich, sondern zusammen mit den anderen. Wir einigen uns dann auf etwas, was dann IST.



Achso, das "Sex"-Konzept hab ich von Nix (also dem Nick) genommen.
Habe quasi deinen, seinen und meinen Ansatz zusammengeführt :)

Aber das "befruchten" ist garnicht so unsinnig. Man muss ja auch etwas in Nichts hineingeben/investieren z.B. eine Idee, damit dann Etwas daraus hervorgeht.



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Hm.... 'das Nichts' habe ich bisher eher metaphorisch betrachtet.

....



Dann lies mal Heidegger.

"Erforscht werden soll das Seiende nur und sonst - nichts; das Seiende allein und weiter - nichts; das Seiende einzig und darüber hinaus - nichts. Wie steht es um dieses Nichts? Ist es Zufall, daß wir ganz von selbst so sprechen? Ist es nur so eine Art zu reden - und sonst nichts? Allein was kümmern wir uns um dieses Nichts? Das Nichts wird ja gerade von der Wissenschaft abgelehnt und preisgegeben als das Nichtige. Doch wenn wir das Nichts dergestalt preisgeben, geben wir es dann nicht gerade zu ? "



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Dann lies mal Heidegger.

"Erforscht werden soll das Seiende nur und sonst - nichts; das Seiende allein und weiter - nichts; das Seiende einzig und darüber hinaus - nichts. Wie steht es um dieses Nichts? Ist es Zufall, daß wir ganz von selbst so sprechen? Ist es nur so eine Art zu reden - und sonst nichts? Allein was kümmern wir uns um dieses Nichts? Das Nichts wird ja gerade von der Wissenschaft abgelehnt und preisgegeben als das Nichtige. Doch wenn wir das Nichts dergestalt preisgeben, geben wir es dann nicht gerade zu ? "



Oh mein Gott! Ich lieg hier gerade im Eck und bin mir nicht mehr schlüssig, ob durch meine bisherige Leseverweigerung, bezüglich des Gutesten, mir nicht jede Menge Amüsement entgeht. Das ist irgendwie so verwirrt, dass es schon wieder zum Schießen ist. Wobei ich mir vorstellen kann, dass das schnell anstrengend wird.

Wie gesagt, für mich war das 'Nichts' beispielsweise eine Kurzform für 'die große Leere' (ob nun in einem selbst oder im All) oder auch für Einöden (mitten im Nichts). Wobei das natürlich nicht wörtlich zu nehmen ist. Ich dachte bisher immer, dass das eigentlich selbstverständlich sei.

....



geschrieben von: Davy Crockett

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Von Nichts kommt Nichts. Da Alles Nichts ist, aus Allem aber Etwas entstehen kann, kann aber auch aus Nichts Etwas entstehen.
Das Nichts kann also nicht ewig Nichts bleiben, da es das Etwas gebiert. So wird aus dem Nichts ein Wir!

So konnte mit dem Urknall aus Nichts Alles entstehen.



...die Frage ist nicht die, ob aus dem "Nichts" ein "Etwas" werden kann...da dies offenkundig bereits geschehen ist, beantwortet sie sich von selbst und ist somit von vornherein hinfällig...die Frage lautet vielmehr, ob ein "Etwas" ein mehr Bedeutung, mehr "Sinn" ergibt als das "Nichts"...

...ich würde diese Frage mit Nein beantworten...



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick

Wie gesagt, für mich war das 'Nichts' beispielsweise eine Kurzform für 'die große Leere' (ob nun in einem selbst oder im All) oder auch für Einöden (mitten im Nichts). Wobei das natürlich nicht wörtlich zu nehmen ist. Ich dachte bisher immer, dass das eigentlich selbstverständlich sei.

....



Leere würde implizieren, dass sie gefüllt sein sollte/müsste/wollte.
- Womit?

(Das) Nichts ist selbstverständlich.
;)


Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Wobei ich mir vorstellen kann, dass das schnell anstrengend wird.



Wie kommst Du denn darauf?

Zitat:
Im Gegensatz zur Negation [...], löst sich die Negativität nicht auf in der Dichotomie von Affirmation und Negation, von Sein und Nichts, sondern bringt eine ganz andere Ebene ins Spiel: Die Heteronomie. Dort wird die Produktion des logischen Bedeutungssystems des unären Subjekts zu einem von vielen Momenten, ausgehend von den objektiven Gesetzen einer Materie, die sie produziert."

E. Meyer: Zählen und Erzählen. Für eine Semiotik des Weiblichen. Wien Berlin 1983, S.53.


So geht das, Gutti.
:cool:



geschrieben von: weisskreutz

Zitat:
Original geschrieben von Davy Crockett
...die Frage ist nicht die, ob aus dem "Nichts" ein "Etwas" werden kann...da dies offenkundig bereits geschehen ist, beantwortet sie sich von selbst und ist somit von vornherein hinfällig...


Es ist nicht offenkundig geschehen. Schließlich gibt es auch die Theorie des "Immer wieder kollabierenden Universums". Diese Theorie geht davon aus, dass das Universum urknallt - expandiert - kollabiert - und wieder urknallt. Demnach entsteht das Etwas aus dem Etwas- und zwar seit und für unendlich...



geschrieben von: Nix

Richtig.
Das Nichts wäre auch nicht das Nichts, wenn es so produktiv sein könnte, etwas hervorzubringen.
Wir müssten dann auch permanent Angst haben, dass es das wieder tut. Noch dazu, ohne uns zu fragen.



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Interessant. Mein (ernst gemeinter) Thread über die Weiber und ein anderer Thread wurden wegen Smalltalk gesperrt, ohne dass einzelne Mitglieder verwarnt wurden. Dieser Nonsens-Threads wird mit Löschung von einzelnen Smalltalkbeiträgen und Verwarnungen medizinisch gepflegt.

Mein Eindruck erhärtet sich: Die Moderation hier ist willkürlich und inkompetent.



Das Auge des Orkans.
Naja,ich finde es putzig, wenn user, die für nicht alle, aber viele andere sichtbar ziemlichen Unsinn posten,
aber um eine Bratwurst nicht erkennen, dass genaus sie es sind, auf die gezeigt wird...........
ernst genommen werden wollen.

Aufgrund der mangelnden philosophischen Dynamik,
ist diese Haltung selten als Sachbeitrag erkennbar, da es ja scheinbar um verletzte Eitelkeit geht, nicht um Platon oder Ptolemäus.
So manch anderer stellt aber, ohne eine philosophische (angelernte?) Infrastruktur "zufällig" die richtigen Fragen zur richtigen Zeit.
Ergo: warum soll man also diesen Thread einstampfen?

Nun, ich gehe selten davon aus, dass meine Beiträge allzuernst genommen werden.
Aber du schiesst wirklich den Vogel ab.
Du nimmst dich selbst ernst?
Wahnsinn.


Das "grosse Nichts" ist durchaus ein Standpunkt.
Und man kann dies auch ganz nicht-emotional betrachten, d.h. Nietzsche fällt dafür als Deutungsmuster aus, da er ausschliesslich abgeschrammte und nichterlöste Emotionen einsetzte, um seine Theorien zu belegen.
Völlig unsachlich und zynisch.

Dass du diesen Unterschied nicht siehst, verwundert mich in Teilbereichen etwas.



geschrieben von: ArrogantNick

Ich liebe dieses Board! :D

Zitat:
dass das Universum urknallt


Das ist eine so unfassbar geile Aussage .... sorry - ich kann nicht mehr! Es urknallt - oh no, dass ich das noch erleben darf! *Tränen abwischt*

Wobei, was war denn vor dem allerersten Urknall? Nichts?

****

Nix,

Zitat:
Im Gegensatz zur Negation [...], löst sich die Negativität nicht auf in der Dichotomie von Affirmation und Negation, von Sein und Nichts, sondern bringt eine ganz andere Ebene ins Spiel: Die Heteronomie. Dort wird die Produktion des logischen Bedeutungssystems des unären Subjekts zu einem von vielen Momenten, ausgehend von den objektiven Gesetzen einer Materie, die sie produziert."


...sorry, da bekomme ich ein synaptisches Error.

Und btw. schrieb ich doch, dass ich die Assoziation Leere/Nichts nur im Kontext der Bildersprache sehe. ;-)

So - ich geh' jetzt urknallen. Mit meinem Kissen, der Bettdecke und dem dicken Plüschbär.

Gute Nacht.

:)



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von JohnSteed
Das Auge des Orkans.

Oder ein Kaninchenbau. As you like it.

Zitat:
Original geschrieben von JohnSteed
Vielleicht sollte ich mal einen Thread über die Philosophie der Blockschockolade eröffnen.


Schockierend.



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick

Und btw. schrieb ich doch, dass ich die Assoziation Leere/Nichts nur im Kontext der Bildersprache sehe. ;-)



Und wie sieht die Leere aus?
- Gute Nacht und träume... etwas.

:D



geschrieben von: Nix

Zitat:
Original geschrieben von JohnSteed

Das "grosse Nichts" ist durchaus ein Standpunkt.



Und warum das kleine oder die vielen kleinen Nichts nicht? Und welche Emotionen wären dem Nichts gegenüber auch angebracht?
(Nietzsche lebte übrigens lange vor Heidegger. Und der hat das Nichts erfunden.)

Aber gut, wenn jemand - ganz sachlich und emotionslos - den Überblick behält.
Das machst Du echt gut, John.

Ich begebe mich dann mal auch zu Bette.
Gute Nacht allerseits.



geschrieben von: Davy Crockett

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Es ist nicht offenkundig geschehen. Schließlich gibt es auch die Theorie des "Immer wieder kollabierenden Universums". Diese Theorie geht davon aus, dass das Universum urknallt - expandiert - kollabiert - und wieder urknallt. Demnach entsteht das Etwas aus dem Etwas- und zwar seit und für unendlich...


...gut, kann ja sein, doch das ändert am Prinzip als solchen überhaupt nichts - selbst wenn es vor "unserem" Universum schon etliche andere gab, die kollabierten/sich selbst zerstörten...und selbst dann, wenn vor unserem schon unendlich viele da waren - und nach unserem Untergang noch ebensoviele "Wiedergeburten" folgen werden...so hätte das auf unser "hier und jetzt" insofern keinen Einfluss - da es für die "Sinnfrage" überhaupt nicht relevant wäre....



geschrieben von: Seidenspinner

Ich schließe mich Elementarsatz immer noch an.

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
MephistoX:
"
2) Alle Menschgemachten Werte, Grenzen und Regeln sind NICHTS!"

Bis auf die Regeln in diesem Forum, wie man sieht.

Sehr überzeugende Position.:D


Jetzt erst recht.



geschrieben von: MephistoX

:eek: Unglaublich was hier so diskutiert wird...

Im Grunde sehe ich das so:
NICHTS ~ 0 (false)- im booleanischen System
Das Nichts = unglaublich große Leere, aber ein schöner Ort um mal Urlaub zu machen, leider ist das Nichts auch NICHTS, da ja das Irgendetwas (zb. das Universum) existiert. (und kommt mir jetzt nicht mit Descartes oder Kant)

und @ Seidenspinner:
Hier werden Worte verdreht und Sachen aus dem Zusammenhang gerissen.
Wie ich bereits erwähnt habe ist dieses Modell inerhalb der Szene nicht anwendbar, was auch eigenlich nicht der Zweck davon ist.



geschrieben von: bradóg

@ MephistoX

Es ist die totale Abwesenheit von allem, von Gegenständlichem und Räumlichem und allem Glauben, mir fällt dazu der Satz ein "von nix kommt nix", der drückt es m. E. relativ passend aus.

Oder aber auch ... alles hat den Sinn, den man ihm gibt.

Vorurteile, Werte, alles für uns scheinbar Existierende existiert, weil wir ihm Sinn geben und Wert beimessen oder anders ausgedrückt ... glauben. Somit könnte alles Glaube sein. Und die Abwesenheit allen Glaubens ist das Nichts. Ich finde, man kommt diesem Thema ganz gut dadurch näher, so man beispielsweise Interesse an anderen Kulturen hat, denn das, was u. a. hier in Deutschland als sinn- und wertvoll erachtet wird, spielt in manch anderen Teilen der Welt keine Rolle, ist nicht existent, sinnlos. Auch die Sprache ist ein gutes Hilfsmittel. So komme ich u. a. in Diskussionen oft an den Punkt, wo ich feststelle, daß die Beteiligten den Worten unterschiedliche Bedeutungen beimessen und sich dadurch mißverstehen. Sprache ist ein typischer Indikator.

Man könnte auch sagen, Bewußtsein oder Sinngebung schafft Existenz.

Desweiteren ist die Frage, in wie weit man als sogenanntes menschliches Individuum die Welt so sieht, wie man sie sieht. Möglicherweise existiert Vieles nur, weil wir es als Menschen so sehen, selbst unser Menschsein und damit Sinn darin sehen. Streicht man das Menschsein weg - wobei das auch wieder aus menschlicher Sicht passiert - was bleibt dann übrig? Vielleicht das Nichts ... ?

Ich finde das Thema sehr interessant, da es dazu verhilft, alles grundsätzlich zu hinterfragen und auch dem eigenen Glauben und den eigenen Wertvorstellungen auf die Schliche zu kommen. Diese Thematik beschäftigt mich schon seit zig Jahren.



geschrieben von: weisskreutz

Zitat:
Original geschrieben von bradóg
@ MephistoX

Desweiteren ist die Frage, in wie weit man als sogenanntes menschliches Individuum die Welt so sieht, wie man sie sieht. Möglicherweise existiert Vieles nur, weil wir es als Menschen so sehen, selbst unser Menschsein und damit Sinn darin sehen. Streicht man das Menschsein weg - wobei das auch wieder aus menschlicher Sicht passiert - was bleibt dann übrig? Vielleicht das Nichts ... ?



Vielleicht ja auch die Matrix...

Das erinnert mich an die alte philosophische Frage: Wenn im Wald ein Baum umfällt, aber niemand da ist, um es zu hören, war da dann überhaupt ein Geräusch??

Man könnte Nichts also definieren, als Etwas das nicht wahrgenommen wird- Ein "hominizentrisches" Weltbild also.



geschrieben von: weisskreutz

Zitat:
Original geschrieben von Davy Crockett
...gut, kann ja sein, doch das ändert am Prinzip als solchen überhaupt nichts - selbst wenn es vor "unserem" Universum schon etliche andere gab, die kollabierten/sich selbst zerstörten...und selbst dann, wenn vor unserem schon unendlich viele da waren - und nach unserem Untergang noch ebensoviele "Wiedergeburten" folgen werden...so hätte das auf unser "hier und jetzt" insofern keinen Einfluss - da es für die "Sinnfrage" überhaupt nicht relevant wäre....


Der Plot lief aber darauf hinaus, ob und wie das Nichts das Etwas gebiert.
Auch da hatten wir die Sinnfrage im weiteren Sinne schon verlassen. Jedoch näherte man sich damit der Nichts selbst, und seinem Wesen.

Und ein gewisser unterschwelliger Humor hatte sich da auch schon eingeschlichen... ;)



geschrieben von: Elementarsatz

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Vielleicht ja auch die Matrix...

Das erinnert mich an die alte philosophische Frage: Wenn im Wald ein Baum umfällt, aber niemand da ist, um es zu hören, war da dann überhaupt ein Geräusch??


Das kann man durch eine einfache Begriffsklärung beantworten. Man kann unter "Geräusch" die Schallwellen verstehen, oder die Geräuschempfindung, die ein normaler, nicht tauber-Mensch hat, wenn er den Schallwellen ausgesetzt ist. Die Geräuschempfindung kann es ohne Beobachter trivialerweise nicht gegeben, die Schallwellen schon.

Zitat:

Man könnte Nichts also definieren, als Etwas das nicht wahrgenommen wird- Ein "hominizentrisches" Weltbild also.

Das ist doch eher geschwafelt. Ich glaube z.b. nicht, dass in einer Apfelsinenschale NICHTS ist, solange ich sie nicht aufmache. Nein, da ist eine Apfelsine drin.



geschrieben von: weisskreutz

Habe nur Bradogs Beitrag aufgegriffen:

Zitat:
Möglicherweise existiert Vieles nur, weil wir es als Menschen so sehen, selbst unser Menschsein und damit Sinn darin sehen. Streicht man das Menschsein weg - wobei das auch wieder aus menschlicher Sicht passiert - was bleibt dann übrig? Vielleicht das Nichts ... ?


Geschwafelt finde ich das nicht, denn: Wenn ich Etwas, ob nun direkt oder indirekt, nicht registriere, erhält es aus meiner Perspektive den Status Nichts.

Der Ansatz ist also ein rezeptiver.

Wenn man nun das ganze nicht auf einen, sondern alle Menschen anwendet, dann wäre die Summe des von der Menschheit Registrierten das Etwas, und alles nicht Registrierte wäre Nichts.

Streicht man das Menschsein/die Menschheit, bleibt folglich Nichts übrig.



geschrieben von: ArrogantNick

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
(...)

Wenn man nun das ganze nicht auf einen, sondern alle Menschen anwendet, dann wäre die Summe des von der Menschheit Registrierten das Etwas, und alles nicht Registrierte wäre Nichts.

Streicht man das Menschsein/die Menschheit, bleibt folglich Nichts übrig.



Das ist nicht richtig. Es gibt da z. B. das Wissen, dass das Universum Bereiche aufweist, die wir nicht wahrnehmen/beschreiben/unmittelbar registrieren können. Aber dieses Wissen ist nicht nichts. ;-)

edit: Eli bekommt bei Matrixphantasien eh den Beißreflex, was ich ihm jedoch nicht verdenken kann. Du wirst vermutlich auch noch erleben warum.

....



geschrieben von: weisskreutz

Zitat:
Original geschrieben von ArrogantNick
Das ist nicht richtig. Es gibt da z. B. das Wissen, dass das Universum Bereiche aufweist, die wir nicht wahrnehmen/beschreiben/unmittelbar registrieren können. Aber dieses Wissen ist nicht nichts. ;-)


DAS nenn ich jetzt mal ne richtige Problematik.

Wenn wir es nicht wahrnehmen/beschreiben/unmittelbar registrieren können, heißt das lediglich, dass wir glauben da sei etwas. Glaube fällt ja nicht vom Himmel, sondern speist sich aus der Unerklärlichkeit von Hinweisen, die wir erhalten.

Die Frage ist jetzt natürlich, ob der Glaube bereits aus Nichts Etwas macht.

Zitat:
edit: Eli bekommt bei Matrixphantasien eh den Beißreflex, was ich ihm jedoch nicht verdenken kann. Du wirst vermutlich auch noch erleben warum.


Muss er nicht. Für mich ist Matrix ein Film, und nicht mehr. Allerdings verwende ich die Wendung "die Matrix sehen können" gerne für "den Durchblick haben" bzw. "das große Ganze verstehen".

Hier im Thread hatte das allerdings keine tiefere Bedeutung.





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