Wir waren gefallene Engel
auf der Suche nach dem Himmel
gebrochen vom Leben
ohne Richtung und Ziele
Irrlichter auf dem Weg durch
das Dunkel des Lebens
noch nicht halbwegs verglomm
vieleicht schon müde des Strebens
auf der Suche nach dem Licht
das dem dunkel ein Sinn gibt
vieleicht ohne zu wissen
wem oder was man sich hingibt
Du kamst mir endgegen
wie ein Vogel der Erde
Endstiegst den Wolken
wie der Wind in der Ferne
Du berührtest meine Seele
um mich wurd es still
bevor ich zu Asche verglüht
herabfiel
Der Tag nach dem Erwachen
ich hatte dich längst verlorn
denn ich wurde zu spät
neu aus der Asche geboren
Wir warn uns nie wirklich nah
weil ich zu viel an mir hing
bis du die andre Seite berühtest
als ich durch den Spiegel ging
Vieleicht waren wir Engel
doch mit gebrochenen Schwingen
vieleicht war unser Leben nicht geschaffen
zum siegen
denn ohne unsere Flügel
konnten wir nicht mehr fliegen
Vieleicht zerbech ich wie ein Berg
der seine Stunden gezählt hat
weil ich die Probe nicht bestand
die mir das Leben gestellt hat
Der tag nach dem Erw
geschrieben von: arcangel3
Einst ging ich des Weges
da hab ich geseh´n
ein baum
am rande des weges steh´n
Und an diesem Baum
da hing ein blatt
so eines
wie er viele hat
lebend- doch arbeitend ohne rast
und doch
gefangen
an des baumes ast
Es sagte sich
"Nein- frei will ich sein
frei wie der wind
ohne schmerz und pein
niemand weis
wohin er geht
woher er kommt
wohin er weht"
So fasste es nun diesen Entschluss
und gab dem baum
den abschiedskuss
Nun war es frei
und fiel hernieder
getragen vom wind
flog es auf und nieder
"Heureka, so ist es gut"
da fiel herab
der übermut
"wer wird mich beschützen
wovon soll ich leben
wer hält mich fest
bei sturm und bei regen?"
Und sterbend
ward ihm plötzlich klar
das der preis der freiheit
das leben war
Ich frage dich
ich kann dir trau´n
ich bin das blatt
was ist der baum?