[Das Gefängnis der Freiheit] - German Gothic Board

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Das Gefängnis der Freiheit

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geschrieben von: tenshi_chan

Also, ich würde gern mal wissen wollen ob jemand die Kurzgeschichtensammlung "Das Gefängnis der Freiheit" von Michael Ende gelesen hat. Darin finden sich so viele Thesen zum Leben an sich und zu unserer Entstehung...naja, und manche davon sind so unglaublich...wie die, dass wir erst vor wenigen Stunden auf die Welt gekommen sind und da schon eine ganze Reihe von Erinnerungen mitbekommen haben ohne je etwas davon wirklich erlebt zu haben...und dass Erinnerungen auch Erinnerungen an die Zukunft sein können...ich meinerseits könnte mir sowas sehr gut vorstellen, aber was haltet ihr davon?:p



geschrieben von: Cheshire Cat

klingt überaus interessant du nuss
irgendwie kommt mir die von dir beschriebene these bekannt vor obwohl ich mir sicher bin keine der kurzgeschichten je gelesen zu haben
gott allein weiss warum ich was gegen michael ende hab
....aber ich bin mir sicher mit deiner hilfe werde ich auch diese aversion loswerden :p

berserk ist so fantastiggerisch ^---^


-die dicke teekanne-



geschrieben von: tenshi_chan

Das frage ich mich auch...er bringt einen nämlich echt zum Nachdenken...über das Leben, über seine Geburt...er bringt so viele Denkansätze, die ich mir nicht traue laut auszusprechen...man könnte mich ja für verrückt halten...also, lies es! Das empfehle ich echt allen...ein echt wunderschönes Buch!



geschrieben von: bloodymina

die these klingt sehr interessant, ich glaub da muss ich mal etwas länger drüber nachdenken......
wird diese these auch näher erläutert? würde misch schon mal interessieren, wie er sich das näher vorstellt, aber irgendwie ist diese these beängstigend. jetzt mal ganz rational gedacht, den moment in dem ich lebe spüre ich, es ist keine erinnerung, er ist da und wird zur erinnerung, was ist mit der zukunft, ich kann mir das jetzt gerade noch nicht wirklich vorstellen, was ist dann zum beispiel die geburt eines kindes, die wir mitbekommen, nur illusion? würde mich wirklich interessieren.
bloodymina



geschrieben von: Dark Satura

diese these klingt echt überaus interessant !
Doch, wie soll man sich an etwas erinnern,das noch nicht geschehen ist,das müsste man mal näher erläutern !

Gruß, Satura



geschrieben von: Namayah

Was ist mit Déjà- vues? (schreibt man das so?) Sind das nicht in gewisser Weise auch Erinnerungen an die Zukunft? Wenn man einen Moment erlebt und sich gleichzeitig sicher ist, ihn schon einmal durchlebt zu haben? Nur so könnte ich mir den Begriff "Erinnerungen an die Zukunft" erklären.
tenshi-chan, kannst du mir erklären, was du meinst (oder was Ende meint) mit "...erst vor wenige Stunden geboren und schon eine ganze Reihe von Erinnerungen..."? Wie hat er das gemeint? Das würde mich jetzt auch mal interessieren.



geschrieben von: Dark Satura

@ Namayah

keine ahnung,ob man das so schreibt.
das wäre eine möglichkeit,da ich (glaubs,oder glaubs nicht) solche momente zu genüge kenne und dann auch genau sagen kann, was passieren wird, aber da mir das normalerweiße eh keiner abkauft, behalt ich es meist für mich.
Mich würde jedoch interessieren,wie der autor das erklärt

schwarze Grüße,Satura



geschrieben von: tenshi_chan

@Namayah

Naja, ich denke Ende meit dasso, dass man die Erinnerungen nicht selbst erlebt hat...es kann sein, dass es Erinnerunge aus enen früheren leben sind. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er meint die Erinnerungen sind einfach da. Man hat kein Leben vor diesem jetzigen Moment...diese These kann einem schon Angst machen und ich glaube auch, dass Ende in seinen Kurzgeschicten diese ngste aufgreiftund sie bildlich darstellt.



geschrieben von: Namayah

Nur damit ich richtig verstehe.... tenshi_chan, wenn du sagst, man hat kein Leben vor diesem jetzigen Moment, meinst du damit, dass man sich nur an sein Leben, das man gerade lebt erinnern kann, aber diese "Erinnerungen" aus einem anderen sind. Stimmt das so?
Wenn ja, sehe ich das etwas anders. Wenn man nun ein Déjà- vue (weiß immer noch nicht, ob das so richtig ist) Erlebnis hat, kann das doch nicht aus einem anderen Leben stammen, weil die Situation dann eine vollkommen andere wäre. Ich meine damit, dass jeder Mensch nur ein Leben zu einer bestimmten Zeit hat und wenn man einen Moment erlebt, dann nur einmal und nicht im möglichen anderen Leben ein weiteres Mal. Das kann nicht identisch sein!



geschrieben von: tenshi_chan

Das sage ich ja gar nicht grundsätzlich. Ich habe diese These, die ja eigentlich von Michael Ende stammt, nur zur Diskussion gestellt...und in gewisser Weise kann ich sie schon verstehen diese These...
Mal davon abgesehen, dass du mich anscheinend falsch verstanden hast. Ich habe nie gesagt, man könne sich nur an sein eben ablaufendes Leben erinnern, aber diese Erinnerungen stammten aus einem anderen...Vielmehr glaubt man, man habe Erinnerungen an sein ganzes bisheriges Leben, aber das ist eben nur Einbildung. Endes Theorie besagt, dass man gerade erst geboren ist und alle Erinnerungen an die ganzen Jahre, die man angeblich schon gelebt hat, wurden einem bei seiner Erschaffung (Wie auch immer man dieses Wort bewerten mag...) vorgegeben.
Hm...nunja...also die Erinnerungen könnten schon aus einem anderen Leben stammen. Aber nicht aus einem, das ICH vorher geführt habe, sondern es sind Erlebnisse, Gedanken oder eben Erinnerungen aus dem Leben dessen, der uns vor wenigen Stunden "gemacht" hat.

PS: Sorry übrigens für meine gar schröcklichen
Vertipper im letzten Beitrag, aber ich war in
Eile ^^°



geschrieben von: saviourmachine

Zitat:
Original geschrieben von tenshi_chan
@Namayah

.es kann sein, dass es Erinnerunge aus enen früheren leben sind. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er meint die Erinnerungen sind einfach da. Man hat kein Leben vor diesem jetzigen Moment...diese These kann einem schon Angst aufgreiftund sie .



Eins vorweg: Ich kenne die Kurzgeschichten nur aus den Beschreibungen und Stellungnahmen auf dieser Seite. Die These könnte doch aber auch zu einem Ausruf: "Na prima" führen. Verletzungen an die man sich erinnert, wären nicht die eigenen. Verantwortung für sein eigenes Handeln braucht man auch nicht zu tragen. Wenn man sich an sein "Werk" erinnert ist es ja das eines anderen, da man sich ja im Gegenwärtigen befindet.
Etwas nachteilig anzusehen (wenigstens für mich) wäre allerdings die Tatsache, dass man eigentlich nicht existiert. Zumnindest nicht als das, was gemeinhin als Mensch definiert wird.
Oder ist diese Definition, an die ich mich gerade bruchstückhaft erinnere auch gar nicht meine Erinnerung. Dann wärs ja aber nach der These die Erinnerung desjanigen, der mich erschaffen hat und der wird sich bei der Definition "Mensch" schliesslich was gedacht haben. ^.^

Das wäre dann zumindest ein kleiner positiver Aspekt. Zumindest versucht irgendjemand so etwas wie Bewusstsein zu schaffen.

Saviour Machine



geschrieben von: tenshi_chan

Ja, diese Theorie oder Gedanke von Michael Ende macht mir eigentlich nur Angst, denn ich habe an sich schon einige wundernare Sachen erlebt ohne die ich nicht das wäre was ich heute bin aber als ich das gelesen habe, fand ich sie so überaus logisch...und trotzdem angsteinflößend zugleich. Und es sagt ja auch niemand, dass es tatsächlich so ist...es kann sein. Ausserdem wer sagt denn, dass wir erst seit 19 (in meinem Fall...) Jahren auf der Welt sind? Es könnten genausogut 190 Jahre sein...die Erinnerung kann auchj nur eine Täuschung sein, oder nicht? Sie macht das Leben kürzer obwohl es das nicht ist. Wer sagt, dass das nicht auch der Fall sein kann? Okay, schon wieder eine neue These...
Naja, wie hat er denn den menschen definiert, der Erschaffer? Vielleicht hat er es auch nur als Experiment gesehen? Was versteht man unter dem Wort "Mensch"?

Bye, Tenshi-chan *.*



geschrieben von: Namayah

Wieder eine Menge neuer Ideen.... unsere Erinnerung trügt uns? Wir sind schon länger auf der Welt, als wir glauben? Für mich schwer vorzustellen. Macht uns unsere Erinnerung nicht zu dem Menschen, der wir sind (an dieser Stelle sollte man "Mensch" definieren, aber das soll mal ein anderer tun :) ) ? Sind es nicht gerade die Erinnerungen an die einzelnen Menschen, die unser handeln beeinflussen? Sollte uns diese Erinnerung trügen, müsste in unserem Leben wesentlich mehr geschehen sein, als uns unsere Erinnerung sagt. Wäre unser leben dann in gewisser Weise nicht eine Lüge? Oder verkompliziere ich jetzt einiges?



geschrieben von: tenshi_chan

Naja, vielleicht ist es aber auch die Zeit die uns betrügt? Es muss ja nicht die Erinnerung sein, die uns betrügt. Denn was ist, wenn 1 Jahr eigentlich 10 sind? Dann ist es die Zeit...aber vielleicht betrügen wir uns auch selbst und vergessen einfach ...oho, ich glaube ich lese zu viele Fantasy-Romane...trotzdem, was ist wenn wir uns selbst betrügen? Und nur die wichtigen Erinnerungen verändern unser Leben in irgendeiner Weise? Ich weiß, ich schreibe wieder mal sehr verwirrend aber anders kann ich es nicht ausdrücken *sorry* :(

- Tenshi-chan -



geschrieben von: tenshi_chan

Ups, hab was vergessen! "Mensch" definieren? Geht das? Naja, für mich ist der Mensch ein Wesen, dass bewusst fühlt. Er tut Sachen, die gut oder böse sind...und er weiß das...*ähem* Namayah, wie würdest du es definieren? :)



geschrieben von: Namayah

.......jetzt hast du mir doch den schwarzen Peter zugeschoben ;) . Allerdings erhebe ich keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit, es ist nur ein Versuch. Ich denke, im Großen und ganzen ist der Mensch wie ein Tier zu definieren, was die Lebensgewohnheiten betrifft (Essen, schlafen, Verständigung, Gruppenzugehörigkeit, Ver- und Umsorgung usw.) Eigentlich ja alles in allem Grundbedürfnisse, die jeder von uns braucht und verlangt (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Dann kommt der Teil mit dem "sich-bewusst-sein" dazu, also das wir für unser Handeln verantwortlich sind, planen und nicht "nur" nach Reflexen agieren und reagieren. Wir lernen (wie Tiere) dazu, aber wir können unsere Umgebung beeinflussen, zumindest stärker, als jedes Tier das könnte (ich rede von Straßen usw). Außerdem leben wir in unserer Welt, machen unsere eigenen Gesetze und halten uns mehr oder weniger daran.
Ich kann deiner Definition also zustimmen.





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