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Seeliger als ein Weiser träumt der Narr?

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geschrieben von: magus mortuus

Charles Baudelaire schrieb einmal " Seeliger als ein Weiser träumt der Narr",
und ich musste erkennen das er recht hat. Ein Mensch der sich in seinem Leben keine Gedanken macht, einfach nur sein Leben lebt, oder sein Leben nur aus festen Prinzipien besteht, von denen er niemals abweicht, ist nach meiner Meinung, der glücklichere Mensch. Aber was, oder wer ist ein Narr, träumt er wirklich glücklicher, lebt er ein zufriedeneres Leben als jemand der den Sinn seines Dasein hinterfragt?



geschrieben von: Lord Pyrus

Vielleicht mag der Narr der glücklichere Mensch sein, doch ist ein Narr, wie du es beschreibst, ein Mensch der dumm und starr vor sich hinlebt, nicht am Ende der unglücklichere der beiden?

Der Weise kann sagen:
"Ich habe vieles erlebt und vielen Menschen geholfen, mein Leben hatte einen Sinn"

aber was sagt dann der Narr?
"eija, ich hab halt gelebt"?

Ich denke aber auch, das eine so genaue Einteilung in Narr und Weiser nicht gerade sehr viel weiterhelfen würde. In meinen Augen wäre das nur die Projektion der Person, die das tut, auf andere, und somit ein Spiegel der Person die es sagte selbst.

Jeder Mensch hat seine Erfahrungen, die einen - zu denen wohl auch ich gehöre - sind erfahrener, die anderen noch am "rumprobieren", gut mag sein, das es auch solche Narren - wie du es sagst - gibt, jedoch...
Ist nicht jeder von uns irgendwo das kleine Kind, der Narr, ein Weiser, ein erfahrener Mensch?



geschrieben von: decay73

wer sagt denn, dass ein narr dumm ist?

zunächst mal wird er sein leben nicht allzu ernst nehmen. er ist frei von konventionen und starren regeln und vorschriften und macht letztendlich das, wozu er gerade lust hat.

der weise hingegen macht sich viele gedanken über das, was er macht und über dessen sinn. er muss ständig darüber reflektieren, was gut und was schlecht ist. er wird sich seine eigenen regeln aufstellen, an denen er sein leben ausrichtet.

was jetzt dümmer ist, mag ich nicht zu beurteilen. und wer am ende seines lebens sagen kann, das leben war schön und ich es hat mir (und anderen) was gebracht, auch nicht.

beide können durch ihre verschiedene art zu leben durchaus ein gutes und auch anderen hilfreiches leben geführt haben.

nur seliger träumen wird der narr schon...

~decay~



geschrieben von: magus mortuus

meine Frage betrifft nicht ob einer dumm oder intelligent ist. Und ich setze voraus des es für jeden ansichtsache ist wer der "weise" oder wer der "narr" ist. Die frage die sich mir stellt ist wer von den beiden arten mensch "träumt glücklicher"



geschrieben von: Lord Pyrus

Verzeiht,

aber ich setze nicht voraus, das der Weise auch gleichzeitig intelligent ist. Auch ein "Dummer" kann durchaus sehr weise sein... Weisheit und Intelligenz sind für mich nun mal 2 unterschiedliche Begriffe, von daher sprach ich auch nicht wirklich darum wer der dumme und wer der intelligente ist. Ich kann mir auch durchaus vorstellen das es "intelligente" Narren gibt...

Ich möchte einfach nicht beurteilen wer der "dumme" und wer der "intelligente" ist, da wohl auch dies - wie der Weise und der Narr - Ansichtssache ist...

Und auch das beurteilen wer der glücklichere ist... nun ich würde sagen das kommt auf die eigentliche Lebenseinstellung an...



geschrieben von: magus mortuus

Bin der gleichen meinung



geschrieben von: merA

...manchmal hasse ich das, ich hasse das wirklich..manchmal wünschte ich echt, ich wär impotent am ganzen körper, und vor allem im geist.dann wärs einfacher. denn ich denke, das diese art von menschen , die ihre probleme nicht verstehen (geschweige denn überhaubt bemerken) am gücklichsten sind.



geschrieben von: vagant

so nach dem motto, selig sind die geistig armen ?
nenene, langweilig. da ist mir doch lieber: was dich nicht umbringt macht dich härter :D
verliebte sind auch narren, befreit von jeglicher rationaler denkweise, und dennoch schlafen sie unruhig.

oder frei nach therapy?: happy people have no stories....



geschrieben von: merA

'selig sind die geistig armen' find ich eher nicht so passend..
und damit hab ich jetzt auch nicht das gefühl mit einbezogen..sonder einfach ums kurz zu sagen:dummheit.
das ist hard, aber wer seine eigenen probleme nicht sieht und alles happy emfindet...wenn man mal länger über eine sache nachdenkt, kommste immer auf ein negatives ergebnis (außer seeeehr geringe ausnahmen)..und wer darin die probleme nicht sieht, kann sich glücklich schätzen.
und liebe macht vielleicht blind, aber nicht blöd ;)



geschrieben von: Mahsheed

Was ist weise?

Heißt es viel zu wissen?
Wenn es auch zu wissen heißt,
wie man seelig ist,
ist man wohl auch glücklich.


Ein Weiser,

der nicht weise genug ist,
glücklich sein zu können,
dem nutzt sein ganzes Wissen nicht,
seelig zu werden.

Vielleicht ist er kein Weiser
aber ein Wissender.
Vielleicht ist er um seines Wissens Umfang glücklich,
jedoch reicht es nicht,
es für das Entscheidende
- das Seeligsein -
zu verwenden.

Vielleicht ist erst weise,
wer sich als Narr begreift?


Andere Frage:


Kann ein Weiser (noch oder erst) glücklich sein,
wenn er alles menschenverfügbare Wissen
dieser Welt hätte?

Ist Weisheit der Moment,

von dem aus an
Wissen gerade dann keine Rolle mehr spielt,

(Möglicherweise führt dieses Wissen
ja zu der Erkenntnis
der Unbedeutsamkeit von Wissen.)

sondern nur noch das Vermögen,
sich des Unvollkommenen zwar
auch bewusst zu sein,
dieses Wissen darum aber als unbedeutsam
zurück zu stellen.

Und die Einsicht zu erreichen,
mit dem zufrieden sein zu können,
was man besitzt
ob materiell oder ideell?

Und aus dieser Zufriedenheit heraus
denen zu Rate zu helfen,
die nach Rate suchen?

(Denn wie anders sollte man sonst einen Weisen
als solchen erkennen?)


Und der Narr,

der kann glücklich sein,
ohne weise zu sein?

(Wenn er denn glücklich ist;
oft ist ja die Rede vom traurigen Narren).

Wenn ein Narr das auch vermag,
sich seines Unvermögens,
nicht alles zu wissen,
bewusst zu sein
und doch mit Gelassenheit zu reagieren,
glücklich und zufrieden mit dem zu sein,
was da ist,
und es mit anderen zu teilen,

(Tut das nicht ein Narr?
Wozu setzt er seine Narrenkappe auf?)

dann ist er wohlmöglich
ein weiser Narr.

Leidet er allerding unter dem
gestellten Spiel,
darunter mit seiner Kappe
in eine fröhliche Rolle zu schlüpfen,
mit der er einen anderen Gemütszustand
immer verleugnen muss,
ist er wohl nicht weise genug,
sich aus der Dienstschaft anderer
befreit zu haben.

Oder aber er ist glücklich
in seiner Rolle,
dann ist er wohl weise.



Wenn Weisheit denn bedeutet,
seelig zu sein
und anderen zu Glück zu verhelfen,
Situationen zu entschärfen,
diplomatisch gewitzt zu sein.


Hm ...
aber ohne weise zu sein,
lässt sich diese Frage wohl nicht beantworten.



geschrieben von: Lysmea

Hmm - stellt sich nciht eher die Frage nach dem Glücklichsein an sich? Wie definiert man Glück? Man muss doch wissen, was Glück ist, bevor man entscheiden kann, ob nun der Narr oder der Weise der Glücklichere von beiden ist...



geschrieben von: seelenmord

Nochmal zurückkommend auf den Ausgangsspruch "Seeliger als ein Weiser träumt der Narr" ... so sehe ich den Narren als einen "Weisen", der weiß, daß er 'närrisches Treiben' vollführt, aber es trotz der Weisheit betreibt ...

DlG, sm



geschrieben von: Seneca

Dazu fällt mir nur noch eines ein:

"zum Weisen als auch zum Narren muß man geboren sein"

Ob man weise oder ein Narr ist, kann man schlecht selbst definieren, weil man es eben in den Augen der anderen auch sein muß.
Was nutzt es die Weisheit gefressen zu haben, wenn es doch keiner annerkennt.
Auch ist es fruchtlos, darüber zu sinnieren, wer nun das bessere Los gezogen hat.



geschrieben von: Reimewicht

Ich möchte sagen, dass keiner der beiden besser träumt, als der andere. Dass ein „Weiser“ nicht gut schlafen kann, weil er immer soviel denkt oder irgend so etwas, halte ich für ein Vorurteil. Warum sollte Sokrates Schlafstörungen gehabt haben?
Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass der Narr besser schlafen soll, als ein anderer Mensch. Wir halten ihn (jetzt nicht geschlechtsspezifisch!) doch nur für anders, das heißt nicht, dass er keine Probleme hat wie wir zuweilen haben. Er denkt nur anders und hat aufgrund dessen auch andere Probleme, die uns nur nicht als Probleme gewahr werden, weil wir sie nicht erkennen können, da wir anders sind als der Narr.

Träumst du etwa aufgrund dieser Frage schlecht?


Der Reimewicht



geschrieben von: Rigu

im prinzip läßt sich die frage leicht als reine ansichtssache abntun

doch ich wage mal zu behaupten das der "wirklich" weise schneller einschlafen kann als ein narr, dabei kann darf sich nun jeder selbst denken was wirklich weise ist ;) , nein so ja nun auch nicht, einen wirklich komplett weisen menschen wird es wohl nie geben aber nehmen wir mal die idial figur, ein weiser der sich seiner weisheit bewusst ist und gleichzeitig auch weise genug ist diese weisheit dann einzusetzten wenn es nötig ist und ein wirklich weiser wird wissen das es nötig ist zu schlafen weil er danach vermutlich wieder besser nachdenken kann also wird er das problem beiseite stellen und am nächsten tag erneut aufgreifen. wie gesagt so einen menschen gibt es vermutlich nicht aber so wäre eigentlich die zumindest aus meiner sicht korrekte antwort



geschrieben von: magus mortuus

dann möchte ich noch mal versuchen das thema in richtigen bahnen zu lenken. seeliger als der weise träumt der narr ist als metpher gemeint. ein lebensgefühl, welches man empfindet, wenn man der narr oder der weise ist. wohingegen die persönlichkeiten von euch ja schon von jeglichen gesichtspunkten assoziiert worden ist. die frage wer besser schläft sollte man als gesamtheit betrachten, da man im schlaf alles gelebte und erlebte verarbeitet
und ob sokrates gut geschlafen hat? kurz vor seiner hinrichtung bestimmt nicht



geschrieben von: Gothtigma

Wer sagt den das jeder nicht beides ist?
Ein Weiser und ein Narr?
Vielleicht von jedem etwas !

Träumt man den auch nicht beides?
sowohl positives wie auch negatives?

Ist es nicht so das jeder so lebt wie er leben möchte?
Also werden
beide so zufrieden sein wie sie leben!..und wer von den beiden besser dran ist !....das kan man so überhaupt nicht sagen !



geschrieben von: Pydacor

Dark Greetings,

@ magus mortuus
Zitat:

... oder sein Leben nur aus festen Prinzipien besteht, von denen er niemals abweicht, ist nach meiner Meinung, der glücklichere Mensch.


hmmm... wie siehst du es denn, wenn genau dieser Mensch, der nur nach seinen festen Prinzipien lebt, auf einmal durch eine Situation mit den Prinzipien so konfrontiert wird, das wenn er nach dem einen handelt, er das andere außer acht läßt oder sogar hintergeht. Die darauf folgenden Träume können doch unangenehmer werden wenn er aus dieser Miseere keine Lösung findet.

Pydacor
Thal last Dragonlord



geschrieben von: Reimewicht

Aufwas möchtest du hinaus, Magus, wenn du uns an die Metapher und an unsere festen Vorstellungen erinnerst?


Der Reimewicht



geschrieben von: magus mortuus

das ich nicht den "schlaf" im eigendlichen sinne meine, sondern der weg den du im leben wählst. in der tat ist es ansichtssache wer am ende des lebens das glücklichere leben hatte.
Ich habe aber, als ich noch jünger war, mit menschen gearbeitet die meines erachtens stumpf waren, langweilige gespräche führten (autos, fussball, pamela) und eine einzige denkweise vertreten und damit vollkommen zufrieden waren. Ihre argumente waren platt und vom fernsehen vorgekaut. Talkshows ihre nachrichten und sie ließen sich nichtmal ansatzweise von ihren festen prinzipien abringen. Da war für micht der zeitpunkt gekommen um zu sagen, ich muss aus mein leben etwas anderes machen. Hier gehe ich ein, und habe erkannt das ich mit so einer art mensch nicht klar komme. Und diese art mensch gibt es zu genüge und heute weiß ich, sie gibt es überall, und habe den menschen unrecht getan sie als dumpf abzustempeln, und es auf ihrer niedrigeren schulbildung zu schieben. Sie sind nur einfacher gestrickt. Ihr gedankenwelt leicht zu verstehen, und ihr grundprinzio standhaft. Die welt ist für diese menschen so wie sie ist schön, das elend weit entfernt, die hände für die arbeit, und danach gibt es andere probleme die einfach nur alltäglich sind, die man meistern muss. Und andere gedanken werden erst gar nicht gemacht. Doch sehe ich nur allzu oft, das ist gerade dass, was ich simpel nenne, aber einen menschen glücklicherer machen kann, wenn man probleme die einen nicht persöhnlich betreffen nicht erkennt oder sie nur einfach beiseite schiebt. Wenn das leben einen festen rythmus hat, und wenn man weiß wo man steht, und sich damit zufrieden gibt. In der tat habe ich menschen kennengelernt die das letzte buch in der schule gelesen haben, über 30 sind, und auch nicht das bedürfnis besitzen je eins anzupacken, in ihrer allgemeinbildung auch nicht so fit sind, aber mit ihren händen wahre wunder vollbringen können. Nie einen gedanken über politik, einen krieg, den hunger in der welt, kunst, poesie, religion u.s.w. gemacht haben. Es werden die traditionen der familie übernommen. Der vater wählte spd werde ich also auch tun. Weihnachten geht es in die kirche, auf die frage warum, gibt es die antwort, weil es sich so gehört, und dann auf die frage wieso, weil es mein vater auch schon getan hat. Glaubst du an gott, ich weiß nicht, aber den gibt es bestimmt. Bist du dir sicher, und das´war es. Nein, aber man hat sich nie gedanken gemacht. "Seeliger als der weise träumt der narr" ist eine zeile aus einem gedicht. Und bedeutet einfach nur, das die menschen die sich nicht selber als individium erkennen, mit dem strom fahren geschützt sind, von der gesellschaft, kirche ect. Keine fragen stellt, und nichts in frage stellt. Was natürlich auch gefährlich werden kann, da sich genügend menschen manipulieren lassen. Dies aufzuzählen würde aber den rahmen sprengen. Ich hoffe ich konnte dir einen kurzen einblick geben



geschrieben von: Reimewicht

Es gibt zwei Fragen, die sich mir stellen:

1) Denkst du wirklich mit so einem einfachen Leben, wenn man es denn so nennen möchte, lebt man besser? (Dein Text legt diese Unterstellung nahe., weil er die Leichtigkeit dieser Art zu leben sehr deutlich unterstreicht.)
2) Findest du es ungerecht oder sagen wir nicht gerechtfertigt, dass solche Leute unter dem Schutz der Gesellschaft stehen, wo hingegen ein kritischer Geist doch eher mit Argwohn betrachtet wird?

Ich weiß, mir steht es eigentlich nicht zu solch private Dinge zu fragen, aber ich möchte verstehen, warum sich dir diese Frage nach dem Leben stellt. Ich verstehe auch sehr gut, wenn du nicht darauf antwortest, weil es ja auch eigentlich nicht so wichtig ist, um das Gleichnis zu verstehen.
....

Der Reimewicht



geschrieben von: epona666

ich glaube leute, die sich nicht über alles gedanken machen und die einfach so vor sich hinleben, manipuliert von andern, schon glücklicher sind als diejenigen, die über viele dinge nach denken.
denn diese leute wissen ja gar nicht so genau was um sie herum eigentlich so alles geschieht, worüber sie unglücklich sein könnten.
es ist sicherlich einfacher dumm zu sein und blind durchs leben zu rennen, zwar wird man dann von andern in bestimmte richtungen gelenkt, aber das weiss man dann ja auch gar nicht.



geschrieben von: Reimewicht

Meinst du nicht, epona, dass das etwas voreilig ist? – Ich denke nicht, dass du dich freiwillig in diese Kategorie einfügen wirst, also wie möchtest du wissen, wie so ein Mensch denkt? Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch so einfach sein kann, wie „Der Narr“ hier dargestellt wird.
Außerdem kann man denn davon ausgehen, dass ein Leben glücklich sein kann? Schließlich hat alles seine Vor- und Nachteile, also würde ich es mehr gut durchwachsen nennen. ...

Der Reimewicht



geschrieben von: epona666

ich kenne ziemlich viele menschen die "so einfach" sind,natürlich haben solche menschen auch probleme, aber andere probleme, die denjenigen nicht in seiner existenz gefährden.
und ich bin wirklich nicht der meinung, dass das leben überhaupt glücklich sein kann, aber es gibt auch leute die meinen glücklich zu sein und es ja vielleicht auch sind.



geschrieben von: Pydacor

Dark Greetings,

Zitat:
denn diese leute wissen ja gar nicht so genau was um sie herum eigentlich so alles geschieht, worüber sie unglücklich sein könnten.


Wenn du auf der einen Seite sagst, die manipulierten etc. waren glücklicher weil sie alles anders wahr nehmen, und die die über alles nachdenken, wissen nicht genau worüber sie unglücklich sein KÖNNTEN! KÖNNTEN zeigt dann doch im Grunde, das sie garnicht unglücklich sind sondern glücklich, und das sie nur unglücklich sein könnten!

Pydacor



geschrieben von: Holger

Hat sich der Mensch enge Grenzen auferlegt oder ergibt sich unbewußt jenem stumpfen seichten Bottich der Nichtigkeit, ist ihm in unseren Augen das Glück des Seligen beschieden. Doch vergessen wir dabei, mit anderem Maß zu messen. Dann würden geringer Probleme in ihrer Wertigkeit steigen und so nehmen sie auch für diesen Menschen bedrohende Gestalt an, lassen Ängste und Zweifel entstehen. Glücklich wird er sich nie nennen können.

Und der andere Menschenschlag? Traktiert von Fragen und Gedanken, die sich durch seinen Körper wir fremde Stoffe ihren Weg bahnen. Nie wird er sagen, er sei glücklich, solange ihm der Erfolg auf seiner Suche nach (zumindest teilweiser) geistiger Reglosigkeit nicht beschieden ist. Aber sind es nicht jene Momente der Erkenntnis und des Lustgewinns, die einen auf dem trockenen langen Weg des Lebens den Geruch des Zieles schnuppern lassen? Sind es nicht diese winzig kurzen Blitze, an denen man spürt, um etwas bereichert seinen Weg weitergehen zu können – nachdem man diese Momente einem blattreichen Baume gleich zum verweilen und genießen verwenden konnte?

Liebe Grüße in die fragende Runde....





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