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Wer ist der größere Narr?

(Klicke hier, um das Thema mit vollen Farben / Abbildungen zu betrachten)



geschrieben von: Mahsheed

Wer ist der größere Narr?

Der Narr

oder

derjenige, der dem Narren folgt?



geschrieben von: Alyander

würde spontan sagen: letzteres...



geschrieben von: Black Crypt

Im Tarot steht der Narr für Unabhängigkeit und Kreativität



geschrieben von: Lord Pyrus

...allerdings auch für kindliche Blindheit, ein Stück Intolleranz...

Im Tarot mag er zwar so dastehen, aber einen kreativen Narren habe ich noch nicht wirklich gesehn. Wohl auch weil ich Pauschalisierungen nicht mag. Von daher würde ich nie sagen "Du bist ein Narr" - und wenn, dann nur Themenbezogen. Es mag wohl Narren geben, doch - finde ich- sind auch Narren irgendwo Weise, Erfahren und auch Intelligent...



Trotz allem würde auch ich sagen, das der grössere Narr derjenige ist, der dem Narren folgt...



geschrieben von: Curzon

Der Narr ist Individualist, er tut was er will und folgt niemandem.
Aber der, der dem Narren folgt, ist nicht so, wie der Narr.

Jetzt haben wir nur ein Wortproblem.
Der größere Narr ist der, der dem Narren folgt.
Aber der bessere "Narr" ist der, der niemandem folgt.



geschrieben von: Basilius

Und Gott setzte sich die Narrenkappe auf, und sprach zu sich: Manchmal mag ich es, diesen Gesichtsausdruck der Leute, wenn sie zu sich sagen: Irgendwie habe ich es doch schon immer gewußt... ;.)



geschrieben von: Hirogen

aloha!

nein, so kann ich das partout nicht beantworten, ich brauche noch zusatzinfos um das rätsel eindeutig lösen zu können...



ist der verfolger weiblich, also eine närrin?


wer von den beiden ist narrisch, beide oder keiner, vielleicht einer oder eine?


oder sind die vernarrt, ineinander , oder einer in den anderen, oder keiner?


spielt ein käfig auch eine rolle?


bezieht sich das "grössere" auf die körpergrösse oder das aussmass der narrheit?



mfG


Hirohito - Chatphilosoph



geschrieben von: tenshi_chan

Ich würde auch sagen, dass man nicht sagen kann wer der größere Narr ist. Wer sagt denn, dass der der dem Narren folgt, weiß dass der Narr ein Narr ist? Vielleicht glaubt der "Verfolger" auch daran und folgt somit nur seinem eigenen Weg?



geschrieben von: darksoul

ich denke, ein Narr ist ein Narr, weil wir ihn so sehen.
In seiner Welt ist er kein Narr. Vielleicht weiss der Narr auch nur mehr als wir und hält uns zum Narren.



geschrieben von: Mahsheed

Einige von euch überlegen,
was ein Narr ist ...

Bestimmt kein schlechter Ansatz,
denn wo soll man überhaupt ansetzen,
um eine solche Frage zu beantworten?

Den Begriff des Narren habe ich in meinem Lexikon
nicht gefunden,
wohl aber im Duden;
dort ohne jegliche Schilderung seiner Bedeutung.

Der Begriff fällt immer wieder,
ist im Volksmund sehr gebräuchlich ...

Dennoch gibt es verschieden Bedeutungen,
die einem Narren zugeschrieben werden.

Neben der Bedeutung des Narren im Tarot
wie sie oben notiert wurde,
habe ich noch einen Text
über die ehemalige Bedeutung des Narren,
wie sie im Mittelalter bestanden hat,
gefunden.

Ich möchte ihn gern ergänzend einfügen:



"Ein Narr im religiösen Sinn war Teil der Gegenwelt , er hatte sich von Gott abgewandt, war unbußfertig.

Er diente der "Frau Welt", deren Antlitz und Gestalt verlockend waren, deren Körper aber von Fäulnis gezeichnet war, wie mittelalterliche Darstellungen verraten.

Der Narr lief den Engeln des Bösen nach, den "Scheinboten". Sie wurden mit den sieben Todsünden gleichgesetzt: Geiz, Neid, Hoffart, Völlerei, Wollust, Zorn, Trägheit.

Natürlich mußte ein Sünder für derlei Laster im Jenseits drakonische Strafen erwarten.

In einer Zeit der Wundergläubigkeit, der Mystik, der Prophetie und des Aberglaubens war es leicht, Naturkatastrophen, Mißernten, Kriege und Seuchen bereits als irdische Strafen für die Sündhaftigkeit der Menschen darzustellen. Kein Wunder, daß dieselben Menschen eifrig nach den Verursachern solcher Heimsuchungen Ausschau hielten.

" Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

In der Mißdeutung dieses Pauluszitats wurde Sünde mit Tod gleichgesetzt .

War es für das "gesunde Volksempfinden" da nicht naheliegend, daß lasterhafte Menschen bereits zu Lebzeiten ein Todeszeichen trugen? So konnten Menschen mit körperlichen oder geistigen Gebrechen schnell zu den Sündern, den von Gott abgewandten Narren gerechnet werden.

Besonders gut paßten Andersgläubige in dieses Feindbild, vor allem die Juden. Sie galten in ihrer "Verstocktheit" als Narren die sich nicht bekehren ließen.
Über Narren durfte man doch lachen! Wenn Volk und Obrigkeit das Bedürfnis nach derber Unterhaltung verspürten, so auch in der Fastnacht, mußten oft genug Juden dazu herhalten. Zu den Narren zählten auch Menschen, die in Aussehen oder Kleidung nicht der Norm entsprachen, z. B. Schwarze, Muslime oder Asiaten sowie Außenseiter der Gesellschaft ohne festen Wohnsitz: Zigeuner, Gaukler, Schausteller, Komödianten. "


Auch im hebräischem Alphabet spielt der Narr eine Rolle.
Dieses aus Konsonanten bestehende Alphabet teilt jedem Buchstaben neben einem Zahlenwert eine Sachbedeutung zu.

Über den Buchstaben namens Cheth (="Zaun") wird folgendes gesagt:



"Ein Narr, wer hierbei Übles denkt,
Auf dem ZAUN sitzt, der den Wagen lenkt.

Muß man nicht ein Narr sein, um in vermeindlichen Übeln das Notwendige zu entdecken?
Cheth=Zaun; Hagazussa; Atu VII der Wagen. Der Wagenlenker "sitzt auf dem Zaun" und verrichtet sein Werk."


Immer wieder beschäftigen die Fragen,
ob der Narr weise sei,
ob der Weise ein Narr sei

oder

wer von beiden seeliger ist, Weiser oder Narr
(dazu gibt es hier auch noch einen Thread)

Interessante Gedanken, diese Frage auch streifend,
zur Bedeutung des Narren und zu seiner Geschichte fand ich in folgendem Text.



"Der Narr gehört zu den Leitfiguren der anhebenden Neuzeit um 1500.

So gibt es beispielsweise den christlichen Tölpel des Cusanus.

Dem gesicherten Wissen des Scholastikers um die Existenz Gottes tritt Unwissenheit im Gewand einfacher Mönchskutte gegenüber.

Grundgedanke ist, daß die Spitzfindigkeit des Scholastikers nicht mehr über die Existenz Gottes beweist als der Laienglaube des Mönchs.

Nur: Der Laie zieht sich aus dem Wissen um seine Unkenntnis auf eine bescheidene Position zurück.


Zu dieser Figur [des Tölpels des Cusanus] gesellt sich jene des 'Niemand' von Jörg Schau um 1500.

Der Niemand, weil es ihn nicht gibt, ist Gegenstand der Projektion für alle Kritik an Mißständen. Im 18. Jahrhundert taucht er anonym wieder auf. Er sitzt, eingekleidet in kostbarem Pelz, in einem lederbezogenen Holzstuhl, als Herr des Hauses mitten in größter Unordnung und Verwahrlosung. Sein Mund ist ebenfalls mit einem Schloß behängt.

Sein Schweigen und sein Streichen der linken Hand durch den Bart täuschen Weisheit vor, um Chaos zu vertuschen.
Schein und Sein sind vertauscht,
so daß ein rechter Narr im Bild thront
.

Gleichzeitig wird mit der ständigen Beweglichkeit des Narren, der nie zum Stillstand kommt, Unruhe dargestellt.
Das ganze Welttreiben [...] ist ein unberechenbar absurder Ablauf, über dessen Glücks- wie Unglücksfälle sich nur Narren erregen können.

Demgegenüber hält sich der Weise von allem Welttreiben fern und zieht sich in die Einsamkeit zurück, in der er wiederum melancholisch wird.

"Bereits der Antike galt der lachende Demokrit, der über den Weltlauf spottend, sich in die Einsamkeit zurückzog, als ein Melancholiker, den die Narrheit überkommen habe. Gerade der Melancholiker, der vor dem tückischen Weltlauf sich zurückzieht und damit zum eigentlichen Gegenspieler des Narren wird, bezahlt diese Flucht mit dem weit gravierenderen Vorwurf des Wahnsinns.

Die Zeit um 1500, die erstmals den Narren ernst nahm und zugleich den Melancholiker zum ernsten Denker und zum künstlerischen genialen Ausnahmemenschen nobilitierte, hat in ihm das Närrische, gleichsam als Bürde des Genialen, zur Dimension des Wahnsinns vertieft.
Weit gravierender - und höchst folgenreich für die Künstlergeschichte - war damit die Flucht des Melancholikers aus dem Kreislauf des Alltäglichen und Gewöhnlichen wieder vom Narrenvorwurf eingeholt." (Peter Klaus Schuster).

1737 wurde die Narrenfigur von der Bühne verbannt. Von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts wich derbe Heiterkeit in fortschreitendem Maß einer Komik, die reine Possen und derbe Zoten stetig zurückdrängte. Moralische Prinzipien wie Besserung des Menschen und Belehrung rückten an ihre Stelle, schließlich zielte man auf Gemütsbewegungen beim Zuschauer ab. Der ursprüngliche Sinn, das befreiende Lachen beim Anblick des Narren als Spiegel eigener Unzulänglichkeiten, wurde als unzulässig markiert [...].

Dennoch war man sich über die Einschätzung des Narren nie ganz klar, denn die leichtfertig scheinende, oberflächlich lustige Person, verbirgt mehr Tiefsinn als sie wissen läßt. Wer ist der Narr? Jürgen Keimer hat hier interessante Überlegungen angestellt. "Nach Herkunft und Bedeutung ist der Narr aber gefallene Gottheit oder verkleideter Teufel - ein Mensch wie alle anderen, der nur etwas komischer wäre, ist er nicht." Es gibt bildnerische Darstellungen von der Geburt des Narren. Ihnen ist gemeinsam, daß der Narr außerhalb der gesellschaftlichen Ordnung steht. Die ältesten Narrendarstellungen finden sich in Bibel-Handschriften. So wird der Anfang des 53. Psalm im 15. Jahrhundert oft mit einem Narren, einem regelrechten Hofnarren illustriert, der mit eselsohriger Kappe oder Hahnenkamm und Narren-Zepter ausgestattet ist und ein zwei- oder mehrfarbiges Gewand trägt. Der zugehörige Psalmtext läßt keinen Zweifel: Der Narr ist hier nicht als harmloser Spaßmacher gemeint, sondern als der gottlose Tor, der gegen Gott selbst anzugehen wagt.

In diesem Zusammenhang ist beispielsweise ein Blatt aus Dürers Apokalypse 'Johannes erblickt die sieben Leuchter' aus dem Jahr 1498 noch erwähnenswert:

Christus thront auf dem Regenbogen.
Der Narr als Herr der Gegenwelt erhält schon kompositorisch den gleichen Platz wie Christus als Weltenrichter.
So erscheint der Narr alles in allem als Gegenfigur zu anerkannten Ordnungen. Allein sein Auftreten bündelt alles, was am gesellschaftlichen Gefüge fragwürdig ist. Was so reibungslos in der Welt abzulaufen scheint, ist eigentlich eine verkehrte Welt.

[...]

Und Johannes Häfner zeigt die Figur in all ihren Ambivalenzen und Ausformungen, die geradezu als Metapher deformierten modernen gesellschaftlichen Lebens gelten kann. Der Ursprung des Archaischen, der Lebenslust, des Ungebärdigen und Wilden wird ebenso sichtbar gemacht wie seine Kehrseite: die tiefe Melancholie, das Schweigen und schmerzhafte Aushalten des Bewußtseins über unwiederbringliche Verluste unserer Zeit.

Alle Neuschöpfungen, die sich um die Figur des Königskasper gruppieren, [...] sind Variationen, künstlerische Weiterentwicklungen zu den großen und bedrückenden Themen unserer schnellebigen Zeit,
wie die Isolierung des Menschen,
Verödung des Denkens,
Vereinsamung der Seele,
der Gefahr des Identitätsverlustes
und der damit verbundenen Lebensangst.

Der Kasper oder der Narr hält die Ambivalenz von Ausgelassenheit und Lebenslust einerseits
und Melancholie und tiefempfundener Einsamkeit und Traurigkeit exakt in der Schwebe."




Diese Ergänzungen könnten vielleicht etwas zu einer näheren Beschreibung des Narren beitragen.

Wer und was ist ein Narr überhaupt?
Kann es falsch sein, einem Narren zu folgen,
oder ist es gar besonders weise?
Ist vielleicht nur weise, wer einem Narren folgt?

Nur als (weitere) Anregung nicht als Erschlagung gedacht ...
(Ist viel, ich ahne.)




geschrieben von: Mahsheed

Zitat:
Original geschrieben von Hirogen

nein, so kann ich das partout nicht beantworten, ich brauche noch zusatzinfos um das rätsel eindeutig lösen zu können...



ist der verfolger weiblich, also eine närrin?


wer von den beiden ist narrisch, beide oder keiner, vielleicht einer oder eine?


oder sind die vernarrt, ineinander , oder einer in den anderen, oder keiner?


spielt ein käfig auch eine rolle?


bezieht sich das "grössere" auf die körpergrösse oder das aussmass der narrheit?





:-) Ich hoffe,
ich habe schon mal den Ansatz
der Beantwortung deiner Fragen geleistet ...

Und werde sicherlich deine Fragen an späterer Stelle
erneut aufgreifen,
sofern mir die Ehre dazu überhaupt obliegt ;-)

*knicksend*



geschrieben von: Der kleine Tod

Zu unterscheiden, dass es einen Narren und einen Folgenden gibt, bedeutet dass es hier nur einen Narren gibt. Und einer alleine kann nicht grösser oder kleiner als er selber sein.



geschrieben von: Mahsheed

Ja, klar bin ich Narr ...
Und sogar gern, frag mich nicht, weshalb ;-)

Und jetzt bitte weiter im Thema :-P



geschrieben von: Adson

Ein Narr war doch immer jemand der sich zum Affen macht. um andere zum lachen zu bringen. So ist jemand der einem Narren folgt ja nicht zwangsläufig ein Idiot, sondern vieleicht nur jemand
der gerne über andere lacht.



geschrieben von: Der kleine Tod

@Mahsheed mit dem einzigen Narren meinte ich auch nicht dich sondern den Narren in dem Rätsel

denn wenn der Hund seinem Herrn folgt, so geht er zwar den gleichen Weg, doch dazurch wird er nicht zu einem Herrn.
Und umgekehrt ist es genauso.

Ergo dessen, Narr und Folgender sind nicht zu vergleichen, da sie zwar auf dem gleichen Pfad wandeln, doch auf einer absolut anderen Ebene



geschrieben von: Asfaloth

warum wird der "narr" überhaupt als narr bezeichnet ? könnte es denn nicht sein, das der "narr" nicht davon ausgeht dass er einer ist und das der verfolger den "narren" nur als das sieht was er will ? passt vielleicht nicht so ganz, aber wollt ich trotzdem losgeworden haben.
mfg asfaloth



geschrieben von: Désenchantée

... ich muß mich hier mal positiv für die Figur des Narren aussprechen, der Narr ist nämlich meiner Meinung nach weder der, der sich für andere zum Idioten macht, wie es hier behauptet wurde, noch ist er der Clown, der so dumm ist, daß er über seine eigenen Füße fällt!!!

Geschichtlich, wie auch mythisch gesehen, hat der Narr seit ehedem vor allem die Funktion, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten! Bei Hofe ist er der einzige, der die Wahrheit sagen darf, ohne dafür in den Kerker geworfen zu werden. Der Narr ist unantastbar und kann für das was er sagt oder tut nicht bestraft werden: man spricht ja auch von "Narrenfreiheit".

Nimmt man eine moderne Narrenfigur aus dem Theater, z.B. Goethes Mephisto, oder Büchners Valerio, so zeichnen diese sich stehts durch List und geistige Überlegenheit aus. Der Narr ist geistig frei, - denn er kann alle Rollen annehmen (wir kennen ihn z.B. in der Variation des Jokers) und er ist äußerlich frei, denn er ist jenseits von Stand, Klasse oder Konventionen!

Im Gegensatz zu vielen, spricht man dem Narren zudem die Fähigkeit zu, sich selbst kritisch zu betrachten und über sich selbst zu lachen.

Flexibilität, List, Wahrheit/Direktheit, Überlegenheit, Kreativität etc. ... sind Eigenschaften, die dem Narr im Tarot nicht zu Unrecht zugesprochen werden, - und manchmal denke ich, gäbe es mehr Menschen auf der Welt, die ein derartiges Narren- oder auch Joker-potential besäßen, so ginge es hier aufrichtiger, vielfältiger und friedlicher zu ....

liebe Grüße,
Dé **



geschrieben von: Shiro

Der Mensch ist :

Was er selbst glaubt zu sein

Was die anderen glauben was er ist

Was er wirklich ist


Wir alle sind Narr , volgender Narr und aussenstehender zugleich



geschrieben von: Pydacor

Dark Greetings,

Also ich würde jedoch sagen, weder noch!!!

Der Narr wird nur von der Außenwelt als Narr gesehen, nur von der Norm, von einem großen Haufen, ist aber von seinem eingenen Handels sicherlich überzeugt, und handelt vielleicht einfach nur nach einen naiven aber solzen Werten!

Laufe ich dem Narren hinterher, nur weil ich seine Ansichten teile, und von seinem Handeln überzeugt bin, ich nicht der Allgemeinheit meine Treue schwöre und ihre Absichten verstehe oder gar vertrete, bin ich deshalb noch dümmer als der Narr selbst, wenn er nur von dieser Allgemeinheit als solcher gesehen wird??? Oder sind wir gar pioniere auf eine der Allgemeinheit grotesken Art udn Weise?!?!?!?

Pydacor
The last Dragonlord



geschrieben von: epona666

also der narr, wenn er wirklich einer sein sollte, merkt doch gar nicht das er einer ist,sieht sich selbst also gar nicht als solcher.
und wer entscheidet eigentlich ab wann jemand ein narr ist??
wenn ich jemandem folge und sei es das der jenige ein narr genannt wird, ist das meine eígene entscheidung, die ich natürliche für richtig halte (denn wer tut schon etwas das er selbst nicht für richtig hält..(ausnahmen bestätigen die regel))
und wenn man etwas selbst für richtig hält, denkt man doch in den seltensten fällen, dass dies närrisch wäre.und wenn ich wirklich von mir selbst überzeugt bin wäre es mir auch egal ob mich selbst dann auch jemand für einen narren halten würde.

(was soll eigentlich die blöde frage....die menschheit hat schon so viel blödsinn gemacht, da könnte man gleich alle für narren halten)



geschrieben von: Pydacor

Dark Greetings,

Zitat:
Original von Epona666 ... und wer entscheidet eigentlich ab wann jemand ein narr ist??


Die Allgemeinheit, die Leute die ohne Hinterfragen dem Strom Folgen, die die sich keine Meinung bilden, sondern bilden lassen, die Gesellschaft, der Staat, und genau diese sind auch die die schon seit Urzeiten festgelegt haben, das andere zu Randgruppen gehören.

Zitat:
Von Xarfai Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht


Nur weil sie etwas nicht verstehen oder kennen, werden wir von der Allgemeinheit ausgegrenzt, für viele Gothics vielleicht mit einem Lächeln auf den Lippen!

Pydacor



geschrieben von: John5

ich würd auch sagen das letztere!



geschrieben von: javid

Allah liebt die Kinder und die Narren...



geschrieben von: koumori

Da dieser Satz von Obi wan Kenobi stammt und der immer recht hat wird wohl der grössere Narr der sein, der dem Narren folgt :D

Auf der anderen Seite kommt es auch darauf an wohin oder in welchen Pinkten man dem "Narren" folgt, in wie weit man sich dessen bewusst ist, dass man seinem sicheren Untergang entgegengeht und darauf, wie man überhaupt "Narr"definiert...



geschrieben von: Abs

na in so ziemlich jedem märchen (und co) sieht man doch, dass narren keineswegs dumm sind, sondern doch zumeist die gewitzten (wie doppeldeutig) berater. dank der narrenfreiheit können sie aber selbst den könig veralbern, können einen jeden durch ihre späße seine eigene dummheit vor augen führen.

deswegen: der größere narr ist der narr. wer dem narren folgt beweist nur einsicht und humor. :D



geschrieben von: LaChatte

Einspruch!

Der Narr ist wenigstens noch originell und kreativ - der im folgt, einfach ein Mitläufer, ein dummes Herdenvieh...



geschrieben von: Abs

wieso? der narr vertritt nur selten die ansicht der allgemeinheit. ergo folgt der, der dem narren folgt einer minderheit. also nichts mit herdentrieb.

und das ein narr der größere narr ist liegt in der natur der sache. ein schaf ist auch ein größeres schaf als der elefant. :)



geschrieben von: LaChatte

Wer immer ein "Folgender" ist, hat auf alle Fälle nicht selbst etwas entwickelt... und schon zwei Personen geben eine kleine Herde mit Alpha- und Beta-Tieren...

Und ein Mensch, der einem Narren folgt, hat offenbar nicht genügend intellektuelle/moralische/emotionale Kapazitäten, um die Narrheit des Narren einzusehen - verdient dieser nicht auch seine Narrenkappe?



geschrieben von: Abs

leider gibt es nicht genügend richtungen um allen menschen eine eigene zum gehen zu gewährleisten. :)
und, wie gesagt, die narrheit des narren muss nicht dummheit sein. :q

(gnihi, dem leser meines profils und meiner gedichte fällt gewiss auf, wie ich zum herdentrieb stehe ;) )



geschrieben von: LaChatte

Hm, nein, Richtungen gibts genug für alle... vom Mittelpunkt eines Kreises aus gibt es unendlich viele mögliche Radien...

Und ein Narr muss nicht dumm sein, aber alltagstauglich ist er bestimmt nicht... nun, jedem wies gefällt;)



geschrieben von: Abs

leider gibts prinzipiell auch unendlich viele menschen. :)
außerdem - wer nur seinen eigenen weg geht ist sehr sehr einsam. aber wie du so richtig sagst: jedem das seine. :D



geschrieben von: BioMartin

Zitat:
Original geschrieben von epona666
also der narr, wenn er wirklich einer sein sollte, merkt doch gar nicht das er einer ist,sieht sich selbst also gar nicht als solcher.
und wer entscheidet eigentlich ab wann jemand ein narr ist??



Aber sicher gibt es Leute die von anderen als Narren, "verrückt" oder sogar schlimer genannt werden und sich dessen voll bewußt sind. Ich für meinen Teil mache über fast alles Scherze, oft so viele und schlechte, das es den Leuten zu den Ohren raus kommt... Das liegt wohl daran, das die Leute nicht verstehen, das ich mit offnene Augen durch die Welt gehe und bei den Sachen die ich so sehe nur zwei Alternativen habe: Wegschaun und insgeheim flennen wie es um die Menscheit oder einzelexemplare steht... Oder es zu verarbeiten in dem ich mich drüber lustig mache.
Sehr viel von dem was ich Leuten sage ist toternst gemeint und doch lachen sie drüber...

Narren sind Leute über die andere lachen weil sie zu dumm sind sie zu verstehen.

*Narrenkappe schüttelt und Narrenrassel auf den Kopf setzt*

Bis denn,

Bio



geschrieben von: LaChatte

Zitat:
leider gibts prinzipiell auch unendlich viele menschen.


Aber praktisch nur etwa sechs Milliarden - das ist von unendlich noch sehr weit entfernt.;)

Zitat:
außerdem - wer nur seinen eigenen weg geht ist sehr sehr einsam.


Nein, es kann jeder sich mal einen Partner für ein Stück Weg suchen - und dann später vielleicht wieder jemand anders...



geschrieben von: Abs

na, ich will doch auch nicht dem weg der vergangenen menschen nachherden. wenn individuell dann richtig. also am besten auch ein weg, den kein zukünftiger gehen wird.
also doch unendlich. :D
rofl.



geschrieben von: Scheol

Der Narr, er ist der intelligente, kreative und kritische Teil der Gesellschaft.

Er wird nur ein Narr genannt weil die Gesellschaft mit der Masse zieht und die Gedankengänge und Handlungsweisen des Narr nicht versteht.
Er ist individuell, sucht seinen eigenen Weg was andere sich nicht mal trauen.
Somit ist der Narr der Weise.

Er lässt sich wunderbar auf Gothics übertragen, habt ihr's gemerkt?

Zu dem Folgenden. Der Narr grenzt sich ab, der der ihm "folgt" hat sich auch schon lange abgerenzt sonst würde er ihm nicht folgen. Genauso wie der Narr muß er überlegt haben, hinterfragt sonst würde er nie den selben Weg gehen.
Also beschreiten sie den Weg eigentlich gemeinsam, vereint.
Also ist keiner von beiden Dümmer.

@LaChatte
Du nennst den folgenden ein dummes Herdenieh.
Dann bist du auch eins (du bist nicht die erste die sich Gedanken macht, übernimmst auch Meinungen).....wer war der erste Gothic?
Ich will's nur wissen damit ich weiß wer mein Alpha-Tier ist.
Ist es denn wirklich so dumm, jemanden zu folgen, eher gemeinsam einen Weg zu gehen, der die gleichen Ansichten verfolgt?
Ich denke dumm ist der, der sich davon von vorneherein distanziert, lieber einen falschen Weg geht als hinterher zulaufen.

Es sind drei Brücken.

Eine ist ganz, eine Brüchig, und eine kaputt.

Die Masse geht über die ganze, wo jedoch ein starker Wind weht und einige fallen runter.

Der Narr geht die Brüchige, weiß das sie zerfällt, aber auch das sie ihn aushalten kann.

Welche nimmst du?

bb
Scheol



geschrieben von: LaChatte

Kritiklos folgen und folgen aus Überzeugung ist wohl nicht das Gleiche...

Zitat:
Es sind drei Brücken.


Ich nehme die, die am nächsten ist.
Auch etwas närrisch, oder?



geschrieben von: Scheol

@LaChatte

Niemand der einen Außenseiter folgt wird dies jemals Kritiklos tun.




Zitat:
Ich nehme die, die am nächsten ist.
Auch etwas närrisch, oder?


Närrisch ganz bestimmt nicht.
Ein närrischer Weg ist immer hinterfragend, der Wegn den du meintes ist aus Faulheit entschieden.

bb
Scheol



geschrieben von: LaChatte

"Immer die einfachste Lösung" ist eines meiner ehernen Prinzipien - das Leben ist schon kompliziert genug...;)



geschrieben von: Selian

Zitat:
Original geschrieben von Mahsheed
Wer ist der größere Narr?

Der Narr

oder

derjenige, der dem Narren folgt?



Der größere Narr ist immer der andere...



geschrieben von: Abs

der narr auf der anderen seite des zaunes ist immer grüner.



geschrieben von: Rosenfeuer

der narr weiß, dass er gaukelt und unwahrheiten erzählt. er setzt es bewusst ein um lächerlich zu machen und menschen zu erheitern.
der, der ihm folgt lässt sich auf ihn ein und tut es ihm gleich ohne zu denken. er ist der größere narr.
jemand der anderen leuten nachspricht ist immer dümmer als der vorgänger.



geschrieben von: Scheol

@LaChatte

:D

Nun, ich verlgleiche aber das Leben mit dem Weg und der Brücke....aber das ist wieder eine persönliche Metapher :)

bb
Scheol



geschrieben von: Haevion

Zitat:
Original geschrieben von Black Crypt
Im Tarot steht der Narr für Unabhängigkeit und Kreativität


Vielleicht, weil er sein Schicksal als einziger mit einer gewissen Selbstironie hinzunehmen vermag? Ich finde, ein Narr ist um einiges stolzer, als sein Herrscher. ;)



geschrieben von: SpiritAndSoul

Kann man nicht genau so fragen...

Wer ist gefährlicher?
Die Dummen, oder die, die Macht haben die Dummen zu lenken?

Auf diesem Prinzip baut doch z.B. die Hierarchie der gesamten rechten Szene auf.

Seid gesegnet!



geschrieben von: Abs

Zitat:
Original geschrieben von SpiritAndSoul
Kann man nicht genau so fragen...
Wer ist gefährlicher?
Die Dummen, oder die, die Macht haben die Dummen zu lenken?



nein, weil wir jetzt schon mehrere male dargelegt haben, dass der narr keineswegs dumm ist. :rolleyes:



geschrieben von: jahb

der, welcher sich nicht der narrheit bekennt ist der größte



geschrieben von: Faschingsprinz

Was ist den das hier für ein komischer Thread?

"Wer ist der größere Narr?". Ist doch völlig unwichtig! Was zählt ist nur, wer hier der größte Narr ist, und das ist immer noch der Faschingsprinz, hehehe!
Der ist kreativ, humorvoll, intelligent und kann über den König und Gott und die Welt ablästern und hat als Prinz sogar noch Autorität!:D

P. S.: Zugegeben, der größte Narr ist natürlich der, der diesen Thread liest, höhöhö! Und auch der, der in dem Thread "Der Sinn des Lebens" nichts postet.;)
Ach ja, und dann auch noch der..., und... ,sowie..., ferner... (uferlos!)



geschrieben von: Selian

Zitat:
Original geschrieben von Faschingsprinz
"Wer ist der größere Narr?". Ist doch völlig unwichtig! Was zählt ist nur, wer hier der größte Narr ist, und das ist immer noch der Faschingsprinz, hehehe!
Der ist kreativ, humorvoll, intelligent und kann über den König und Gott und die Welt ablästern und hat als Prinz sogar noch Autorität!:D


Dummerweise gilt das nur während der Session ;)

Hier ist glaub ich der Vollzeit Narr gesucht.



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Original geschrieben von Mahsheed
Wer ist der größere Narr?

Der Narr

oder

derjenige, der dem Narren folgt?



@Masheed,

mir ist grad aufgefallen, das läßt sich auch auf diesen Thread anwenden. Wer ist närrischer, der der diese Frage stellt oder jene die sie versuchen zu beantworten?;)

think twice its magic

demon17



geschrieben von: Abs

Zitat:
Original geschrieben von Nix
Inzwischen spielt es wohl tatsächlich keine Geige mehr...
[/B]


ähm ja. deshalb kramst du den thread auch nach über einem monat aus der versenkung? :D





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