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geschrieben von: Eloandra

Gut, Ich wollte zum erstem Mal ein paar Gedankennetze von mir frei geben zum Lesen.
Habe ich noch nie gebracht.
Kritik gerne hier: http://www.nachtwelten.de/vB/showth...&threadid=82485


Die Nacht

Die Nacht ist grausam,
ist grausam,
mordet das Licht,
das Licht und den Tag.

Dunkel
und Schwarz

Die kohle-farbene Seele
Flügel
Flügel aus Feuer
und ein Herz
aus Stein

Jagt den Frieden

Mein Herz pulsiert
schmerzt
denn die Nacht

Die Nacht
Hat mich gefangen.


Geschrieben an einem Todestag 2011



geschrieben von: Eloandra

Das Buch, der Wind, die Farben

Bunte Farben,
bringen das Leuchten,
verdecken die Narben.

Wirbeln umher,
ziehen mich mit,
aus dem finsteren Raum,
einst farblos und leer.

Erinnerungen fliegen,
werde ich sie kriegen?

Fange sie ein,
trage sie heim',
das Leuchten,
das Glänzen.

Die Zeit vergeht,
der Wind,
er weht.

Öffne das Buch,
lichte das staubige Tuch,
sehe das Lachen.

Es steckt mich an,
zieht mich in seinen Bann.

Die Bilder,
die Dinge,
die Sachen,
sie fliegen so hoch,
wie im Wind ein Drachen.

Öffne das Buch,
sehe vertraute Gesichter,
die dunklen Wolken werden lichter.

Ein lautes Lachen,
klingt durch die Nacht,

Der Moment,
die Farben,
sind längst erwacht.


Wer ist der Wind,
wer ist der Drachen,
wer ist das Kind,
wer lacht das Lachen?

Das seid ihr.
Dort und hier.

Geschrieben am 12.12.2011



geschrieben von: Eloandra

Der Vogel

Ich segle hinfort,
weit weg,
an einen fremden Ort.

Breite die Flügel aus,
fliege hoch hinaus,
lache,
über das,
was ich mache.

Sonne, Sterne, Mond,
begleiten mich,
mich,
die nun hoch am Himmel wohnt.

Das Rote weckt,
das Schwarze deckt,
deckt zu,
für die tiefe, nächtliche Ruh'.

Ich segle hinfort,
an einen weiten, fremden Ort?

Wohin gehöre ich,
ich,
der Vogel,
der mir bis auf die Federn glich?

Breite die Flügel aus,
fliege hinaus,
lache und erwache.

Es war doch nur ein kleiner Vogel,
den ich sah.

Falsch oder Wahr?
Geschrieben am 12.12.2011



geschrieben von: Eloandra

Erwachen

Lege mich ins Laub,
schließe die Augen,
werde bedeckt von Staub.

Sehe Blätter langsam fallen,
die Wolken zu riesigen Heeren ballen.

Beobachte den Wind beim Tanz,
fange ein den Sternenglanz.

Lausche dem Gesang,
dem zarten Regentropfenklang.

Strecke die Hand zum silbernen Mond,
bin den hellen Schein schon lange nicht mehr gewohnt.

Verstecke mich im dichten Moos,
gleite weich in einen Traum.

Sitze zwischen hohen Bäumen,
verstecke mich,
wie ein Kind in alten Räumen.

Segle durch die warme Luft,
atme tief,
rieche den vertrauten Duft.

Lege mich ins Laub,
schließe die Augen,
werde zugedeckt von Staub.

Am Ende der Nacht
werde ich schlafen,
dann,
wenn die Sonne erwacht



geschrieben von: Eloandra

Labyrinth

Laufe,
den Wind im Gesicht,
den Mond als helles Licht.

Tiefer in den großen Wald,
das Labyrinth,
es endet sicher bald.

Taste mich entlang,
enge Wände, kalte Luft,
atme ein den alten Duft,
meiner Seele wird so bang,
immer schmaler wird der Gang.

Einsamkeit mein einz'ger Gefährte,
silberne Schwärze stützt,
das Alles mich die Sonne lehrte,
welche mich niemals hat geschützt.

Laufe schneller,
stolpere schon fast voran,
wie ein einem finst'ren Keller,
ohne Treppe,
nur mir Gang.

Tiefer in den großen Wald,
das Labyrinth,
es endet bald.

Falle!
Es gibt kein Zurück,
das Rätsel,
in der schwarzen Kralle.

Höre zarte, lockende Musik,
renne, fliege,
bis ich erneut am Boden liege.

Weinend auf den Knien,
kann von hier nicht mehr fliehen.

Denn das Labyrinth,
immer gegen mich gewinnt.

Das Labyrinth,
welches mich für immer gefangen nimmt.



geschrieben von: Eloandra

Brennendes Band



Eine Hand,
Dein Blick,
die Musik,
ein Schritt,
ein durchsichtiges Band?

Weg, so weit weg.
sehe ich mich selbst,
nach den Minuten,
in welchen Du,
Alles verbranntest.

Dein Lächeln,
flackernd, lichterloh.

Eine Hand,
ein Blick,
die Musik,
ein Schritt,
Kein Band.

Weit weg,
trägt mich,
jemand,
den du nicht besitzen kannst.

Dein Lächeln,
flackernd lichterloh.

Eine Hand,
ein Blick,
die Musik,
ein Schritt,

Du bist es nicht.

Dein Lächeln wütend verglüht,
mit dem Du mich einst,
blendend heiß verbrühst.



geschrieben von: Eloandra

Gedankennetz

Es ist ein Gedanke,
und ein Moment.

Ein altes Bild,
verborgen in einer staubigen Schicht.
Wann sehe ich Dein Gesicht?

Es ist ein Gefühl,
und ein Gedanke.

Die gelesenen Zeilen
schwirrend in meinem Kopf
verweilen

Fragen und Antworten
lassen wir fliegen

Der eine verweilt hier,
der andere dort
Jeder an seinem eigenen Ort

Kenne ich Dich?
Vielleicht nicht.

Doch weiß ich
Das etwas lebt
und in meine Gedanken webt:

Ich kenne Dich.

Geschrieben am 23.04.2012



geschrieben von: Eloandra

Kuss der Nacht

Dunkle Schatten tanzen
sanft über hügeliges Grau

Singende Winde fliegen
weit über den Morgentau

Eine schweigende Leere
füllt den Ort nun ganz
gegangen ist der der Lichtertanz

Langsam kam sie näher
ein Mädchen in schwarz

So dunkel wie die Farbe
so war die Seele ganz
von all den alten Zeiten
Geschichten und Märchen
sie immer begleiten

Flatternd flog ihr düstres' Kleid
Die Haare das Segel für den Wind
tanzend bauscht es knisternd weit
Fröhlich wie bei einem Kind

Vorsichtig kniet' sie sich nieder
auf dem Grabe blüht
schwarzer Flieder

Ein grauer Stein
verfallen alt
Sie spach:
„Folgen
werde ich Dir bald.“

Zarte Tropfen perlten hinab
landeten traurig
auf einem Blütenblatt

Schwerer Duft
von verfallen' Blumen einst
erfüllt flüsternd die Luft

Und wie die glitzernden Eiskristalle
Fing das Grab die Perlen auf
Hielt sie sicher dort verborgen
Gefangen in des Todes' Kralle


Alleine ist das Mädchen dort
an dem düstren' und gestorb'nen Ort

Geschmeidig bewegt sie sich
über das wogende Tal
graue Zähne
verschlingen sie ganz
Bald wird sie lernen
den Todes' wirbelnden Tanz

Lächelnd begrüßt sie die bleiche Hand
es ist als spürte sie
ein altes, warmes Band

Drehend über den Friedhof
schwebte sie nun

Wispernde Stimmen sangen
die Melodien
noch lange
klangen

Ein Hauch auf ihren Lippen nur
sanft und leicht
Ihr Leben sich dem Ende neigt

Doch als er sie alleine ließ
wie eine zarte Blume
düster fein
keimte in ihr der Wunsch
wie er zu sein


Mit seiner kalten Hand
wob er ihr
in das Herz sein Band

Schreiend bat sie
um die Erlösung jetzt
doch der Tod
lachend
sie mit Blut benetzt


Das warme Schwarz umfing
das Mädchen sacht
sobald das verletzte Herz
erwacht

Wie ein Sturm
zog sie nun übers Land
flog durch die Nacht
den Kuss des Todes
eingebrannt



geschrieben von: Eloandra

Du

Blaues Wasser
Dunkler Wald
Der helle Mond

Das alles in Deinem Auge wohnt

Deine Stimme
streicht über meine Haut
Mein Blick sofort
dem Deinen traut

Ein Lächeln auf deinem Mund
ein Hauch ist es nur
und dennoch
reibt es mir die Seele wund

Du bist bei mir
und doch so fern
als sähe ich weinend
am Himmel
einen Stern

Sag siehst Du mich?

Ich jage den Mond
und lächle
wenn ich ihn fange
denn es ist mir unmöglich
weil er in Deinem Auge wohnt

Wenn Dein Blick
in meinen taucht,
Deine Augen
Wogen bauscht

Reißt Du mich mit
doch wissen
tust Du es nicht



geschrieben von: Eloandra

Vielleicht ein Ende, vielleicht auch nicht

Mit einem letzten Lachen
sehe ich
die Sonne sich zur
Erde neigen

Mit einem letzten Winken
verabschiede ich
den Mond
Er wird
im schwarzen Meer
versinken

Mit einem letzten Rufen
sage ich Freunden Lebewohl
schwinge mich auf mein Pferd
reite hinfort
mit lautlosen Hufen

Mit einem letzten Gruß
lass ich es zum Himmel steigen
das freie Tier

Die weiße Taube schwebt
sorglos über den Horizont
und das obwohl
sie nur
von Papier
und Tinte lebt

Geflügelter Gefährte
begleitet mich
bis an das Ende



geschrieben von: Eloandra

Der Suche' Ende

Menschen ringsum mich
ich bin auf der Suche nach dem Gesicht
Niemand weiß die Antwort
auf meine Fragen
sie alle nur das gleiche sagen

Wut greift lodernd nach meinem Verstand
wo war der Sinn
in diesem wirbelnden Menschenband

Ein warmer Griff hält
die lodernde Glut fest
mein Bangen von mir fällt

Wärme strich flüsternd
über die Wunden
Kühlendes Meer
heilt das Brennen
Ich würde den Tod begrüßen
für mehr Zeit, mehr Stunden

Auge in Auge
standen wir dort
an diesem lebendigen
bebenden
brennenden Ort

Floh ich manchmal
vor diesem klaren Blick
zu viel konnte er sehen
womöglich den stürmischen Wind
in meinem Geiste wehen

Doch von des anderen' Seite
wollte mein Wille nicht mehr weichen
Du könntest verschwinden
ich Dich nicht wiederfinden

Tiefe Nacht
der Sichelmond war erwacht
umgeben von des Irrlichtern' Schein
die Vollkommenheit würde nun
lange Zeit
nicht mehr sein

Ein weißer schwarzer Vogel ist nun frei
und fliegt davon
der andere träumt

So wartet er
ein Stück fehlt
auf eine noch ferne Wiederkehr

Die Momente stillen die Leere
und nehmen der Angst die Schwere

So will ich Dir danken
edler Gefährte.



geschrieben von: Eloandra

Mea Maxima Culpa

Ich sehe
weinend
lachend
die Vergangenheit an
sie ist wie ein Fluch
ein trauriger Bann

Zerbrochene Splitter
liegen vor mir
Ich knie mich nieder
und sehe
die Freundschaft
die Liebe

Ich erschrecke
als ich sehe
was es wirklich ist

Mein Gesicht
mit dem einzigen Satz
dass die Schuld meine ist
ich allein es war



geschrieben von: Eloandra

Fieber Illusion

Ich laufe
schlafe
der Wind streicht meine Haut
flüstert
erzählt
dass die Sonne
taut

So wandle ich
geschüttelt von Eis
durch meinen Sommernachtstraum
und bemerke
die Kälte kaum

Ich folge
einem Teil
des Sonnenlichts
warm zart irrend
durch die Nacht

Ein tanzendes Irrlicht
wohin es mich bringt
weiß ich nicht

Ich erwache
aus meinem Fiebertraum
und hauche nur die eine Bitte
in den dunklen Raum

Flatternd schwebt es
vor meinem Gesicht
fand den Weg
zu mir zurück

Nun verschwindet es
in eiligem Flug
nimmt seinen Lauf

Ich weine
lächele
schlafe ein
warte auf des Irrlichts'
Wiederkehr



geschrieben von: Eloandra

Traumlos

Taub und schlafend
liege ich in meinem Sarg
versuche zu träumen
von meinem Todes Tanz
versuche zu sterben
schaffe es nie
bin nie ganz
aus dieser Welt verschwunden
Singe ein einziges Liede nur
höre nicht damit auf
ihr nennt es stur
Es sind keine Klänge
keine Tanzschritte
Nein
Es ist meine Bitte
nicht wie andere
zu sein



geschrieben von: Eloandra

Sandiger Weg

Stolpernd blind
und einsam
streiche ich
die sandigen Hügel entlang
es ist kalt
der warme Sommer verging

Höre den Wind
singen
suche nach der einen Stimme
weine
wie ein kleines Kind
denn hier ist sie nicht.

Gischt weht
mir ins Gesicht
ich kannte Schmerz-
diesen nicht.

Erinnerungen
Momente
hauchen mir ihr Leben
lachend ins Gesicht
Wie soll ich sie beschreiben?
Ich kann es nicht.

Schmecke Salz
auf meinen Lippen
Schließe die Augen
Atme?
Vielleicht.

Meilen entfernt
sitzt mein Herz
sicher gefangen
pulsierend lebend

Hier trage ich Dich
überall mit hin
Du bist bei mir
ich vergesse Dich nicht

Wütend streiche ich
die salzigen Tropfen
davon
ich erhebe mich
traurig stolz
Laufe schleichend weiter
Die Angst erreicht mich vielleicht nicht.



geschrieben von: Eloandra

Himmelsflug

Lachend
sehen wir uns an

Du nimmst meine Hand
wir rennen
wir rennen
wir fliegen

Ich atme
den Duft
der Freiheit ein
Sie ist vielleicht
für immer
dein'

Wissen wir stets
dass es nichts
zu verlieren gibt?

Der Himmel ist nah
und der Wind weint
Wir fangen die Tränen
tanzen dabei
Der Mond lachte
wenn er uns sah'


Die Zeit ist kurz
Doch die Wärme ist hier
bewahrt uns
Vor dem Sturz?

Wir landen
fliegen nicht mehr
die Federn verbrannt
doch die Erinnerung bleibt
Eine Wiederkehr

Strauchelnd lande ich
in meiner Welt
Du in Deiner
So trafen sich Sonne und Mond
Der nun für mich
fern am Himmel wohnt



geschrieben von: Eloandra

Spazierfahrt

Fahre
langsam die Straße entlang
Bäume fliegen
Gräser tanzen

Mein Kopf
ist schwer
Gedanken schwirren
ich blicke in die Landschaft

Fahre
schnell die Straße entlang
Bäume stehen
Gräser wehen

Mein Hand
krallt sich an das Gas
ich werde schneller
komme näher an den
schwarzen Rand

Die Landschaft
verschwimmt
ich fliege
habe keine Kraft

Die nächste Kurve
sie kommt näher
Hand vom Gas!

Nein
ich halte mich fest
und schließe die Augen.

Es ist nur mein Motorrad.
Und ich.



geschrieben von: Eloandra

Nachtflüstern

Lausche der Nacht
und höre
ein Klagen
ein Märchen
ein Sturm
eine Geschichte
welche erwacht.

Es ist die Dunkelheit
umfängt sacht
das flackernde
weinende Licht
Es jammert
es weint
Lauf!Lauf! Lauf!
Wehren?
Kann es sich nicht.

Lausche der Nacht
und höre
das Schlagen
das Klopfen
das Streben
das Pulsieren
das Flattern
das Beben
vom Leben

Es ist das Herz
Klopf! Klopf! Klopf!
Singt
für den Moment
Kennt keinen Schmerz

Lausche der Nacht
und höre
das Flüstern
das Wispern
das Lesen
das Summen
das Seufzen
von einem Seelenwesen

Es ist der Klange
einer Stimme
sie erzählt
sie zischt
sie grollt
sie bebt
ich folge ihr
bis ich bin
ihr Fang

Lausche der Nacht
Will
mein Seelenwesen
sehen
Es ist da draußen
habe es
gehen
gesehen

Es sind Tränen
Tropf! Tropf! Tropf!
Beuge mein Haupt
und hauche einen Kuss
in die Nacht
der Schmerz
hat noch keine Macht!

Lausche der Nacht
und höre nichts
ich sehe nur den Mond.
Er lacht.



geschrieben von: Eloandra

Fort

Schmerz
quält meinen Geist
meinen Kopf
Das Gift
ist zurück

All meine Erinnerungen
verschwinden
im Nebel
nur das brennende Gefühl
bleibt

Ich verschwinde
Gleite davon

Es wird nie dasselbe sein
nie dasselbe
Bitte
Rufe nicht meinen Namen

Die Blätter
fallen sacht
Die goldene Sonne
scheint weit davon
Ein versteckter Platz



geschrieben von: Eloandra

Bitte

Gib mir mein Gefühl
Es kümmert mich nicht
Wenn ich falle

Lass mich einfach fallen
Es kümmert mich nicht
Wenn ich aufschlage

Gib mir meine Sonne
Es kümmert mich nicht
Wenn ich verbrenne

Lass mich verbrennen
Es kümmert mich nicht
in Flammen zu tanzen

Gib mir meinen Tanz
Es kümmert mich nicht
Ob ich stürze

Lass mich stürzen
Es kümmert mich nicht
Wenn ich liegen bleibe



geschrieben von: Eloandra

Eiszeit

Und wieder einmal
sitzt sie
unter Himmel
Sterne Mond

Kälte
Wind
und Einsamkeit
machen sich
im Herzen breit

Schleier
sieht man
in ihren Augen treiben
Sie lebt nicht hier
ist weit weit fort
Ihre Hände
dies von selber schreiben

Alleine
sitzt sie
unter Himmel
Sterne Mond

Wartet
friert
und zittert
Eine Schneeflocke am Straßenrand

Langsam
streift der Frost
die Glieder
schließt ihr
die nassen Augenlider

Erfroren
sitzt sie
unter Himmel
Sterne Mond

Träumt
von ihrer Sonne
Starr sind ihre Augenlichter
Stumpf verblasst
Der Mond lachend
nach ihren Händen fasst

Gestorben
liegt sie
unter Himmel
Sterne Mond

Wer ist der Mensch
von Eis bedeckt?
Ich bin es. Ein weißer, frostiger Fleck.



geschrieben von: Eloandra

Ein Gemälde

Langsam
sickert
blutrot
tropft
vom Tisch herab

Glänzend
lebend
dunkel

Tanzt über das Holz
Das Auge der Nacht
den Weg bewacht

Rote Heere ziehen
über den toten Himmel
davon
Glänzend ihre Schwerter
gefärbt sind
vielleicht von einem unschuldigen Kind
Die Wolkenvölker fliehen

Es Regnet
Tropf tropf tropf
blutige Perlen
auf ein fremdes Gesicht
Ungeschickt wischt man sie weg
sehen tut man sie nicht

Wellen weben
Rot schäumend
dunkelrote Hände ziehen
flackernd wild
Träume hinab ins funkelnde Grab
Mit Blut gemalt mein Bild.



geschrieben von: Eloandra

Kinderzeit

Zeile für Zeile
entsteht die Geschichte
Moment für Moment
Wort für Wort
Mein Kind
Ruhe eine Weile!

Jahr um Jahr
schreibt weint
lebt es
in der Märchenwelt
Kann nicht mehr unterscheiden
was falsch
was wa(h)r

Figuren tanzten
lebten
fielen
Das Kind allein bestimmt
wer vermag zu bleiben
wer vermag zu scheiden

Ein Netz
aus Momenten
hielt es fest
Konnte nicht mehr fliehen
fiel als Küken aus seinem Nest

Eines Tages
war das Ende nah
Es legte die Feder nieder
man das Kind nie mehr
glücklich sah

Es war zurück
in der wahren Welt
Zurückgekehrt aus Papier
und
Zeit



geschrieben von: Eloandra

Himmels-Träne

Ein kleines Kind steht im Regen
Der Tag endet, die Nacht beginnt
Das Weinen
Erfüllt die Tropfen.



geschrieben von: Eloandra

Gehen lassen

Der Mond
spendet mir sein Licht
doch ich nehme es nicht wahr
blicke weit fort
verdiene seine Aufmerksamkeit nicht

Keine Wärme
streift mich
ich bin allein
zweifle weine
sehe Dich nicht

Du bist nicht bei mir
tanzt übers Himmelszelt
Gegangen verschwunden
in eine andere Welt

Warum nahmst Du
mich nicht mit ?

Die Erinnerung ist quälend
ich sehe deinen Blick
deinen Schmerz und deine Angst

Glaube mir,
ich nie von Deiner Seite wich
Blieb bei dir bis dein Licht erlosch
Lauschte deinem letzten Atemzug

Wiegte Dich
in einen tiefen Schlaf
Gab dir ein Stück Seele
mit auf Deinen Weg
Verlor in dem Schmerz
selbst mich

Wenn Du das liest,
Mein Freund, ich vermisse Dich.

Wenn Du singst,
so lausche ich
Wenn Du weinst,
so fange ich Deine Tränen,
Wenn Du tanzt,
so tanze ich mit

Heute sitze ich
unter deiner Welt
und blicke in den Himmel

Wenn Du mich siehst
so bitte ich Dich
Steige die dunkle Treppe
hinab
und hole mich.



geschrieben von: Eloandra

La Tignola

Flatternd
fliegt sie
auf
und nieder
Ihre Flügel
zart und blass

Sie ist der Nacht eine liebe Gesellin,
ermuntert sie mit ihrem Reigen,
bis die Sonne kommt,
der Mond muss sich zur Erde neigen

Flatternd
fliegt Sie
auf und nieder
die Nachtigall stimmt dazu Lieder

Sie kennt nur Dunkelheit
hat nie was anderes auch nur gesehen
eines Nachts, fliegt sie hoch, fliegt sie zu weit

Sie sieht
das helle Licht von drüben
will zu ihm,
will tanzen um den hellen Schein

Immer schneller wird ihr Flug
flatternd
auf und nieder
Bis sie gegen das Glase schlug

Vergessen ist der helle Schein,
Gebrochen sind die zarten Flügel,
gefärbt das Fenster wie roter Wein,
Und wispernd ihre Seele spricht:
„Leb wohl, mein liebes Licht.“
als ihr kleiner Körper bricht.



geschrieben von: Eloandra

Windmärchen

Leise säuselnd weht der Wind
Mond, Himmel, Sterne fort
Schwalben ziehen sanft vorbei
Fliegen davon
entgegen der Richtung Nord

Leise säuselnd weht der Wind
Kälte, Frost und Winter nun her
Die kalten Hände greifen taub
an das Fensterglas, das kalte
malt mit Fingern Muster zart
und wünscht' das es der Sommer wär'

Leise flüsternd erzählt der Wind
weinend vor der weißen Tür
Töchter Sterne benetzen das Holz
weben ihre Bilder fein
erfüllen das Väterchen mit Stolz
vergehen doch traurig im Feuerschein

Leise flüsternd erzählt der Wind
Die Zeit sie ruht, steht gänzlich still
eine Feder im Gefieder leis' verblasst
Die grünen Blätter ein ferner Gast
Ein Jahr ist gegangen
wenn man so will


Leise öffne ich die Tür
und lausche den Geschichten kalt
schweig' in Ruhe
Tröste mit Wärme den alten Wind
wie ein kleines, weinendes Kind



geschrieben von: Eloandra

Straßengraben

Erde steigt
in Wolken auf
Wind verführt
und die Zeit geneigt
Haare fliegen
ein Lachen leicht
die Freiheit grüßt
sie erscheint nicht bitter
nur viel zu süß
Wir segeln
durch das helle Dunkel
Ich lasse los
Nichts hält mich mehr
Meine Augen werden schwer
Zerbrochen
Liegt alles am Straßenrand
Sanfter Regen
Der mein Gesicht nicht fand
Kühlt die Wunde
Den lodernden Brand
Purpurner Glanz
Tropfen sickern still ins Gras
Ein endloser Tanz
Blau der Himmel meine Seele fraß
Ich lachte leise
und starb dort unten
auf meine Weise.



geschrieben von: Eloandra

Ein unwichtiger Scherbenberg

Lächelnd strahlt sie
im Sonnenlicht
Sonne bricht sich
in gläserner Haut
Das Mädchen trägt die Klarheit
in ihrem Gesicht

Sie leuchtet
in der Dunkelheit
ihre Augen
Gold und Silber
sind des Reichtums
Ebenbild


Bedenkt sie Dich
mit ihrem Blick
Willst Du sie berühren
ihre leichte durchsichtige Haut
unter deinen Fingern spüren
Ihr Stimme singen hören
Verfallen in einem Moment
Bist du diesem gläsernen Kind

Jedes Glas kann brechen
so stark es zu scheinen mag
splitternd fällt es leis' zu Boden
bricht sich in tausend einzl'ne Stücke
Der Laut lässt uns erschaudern
erschrecken
vor dieser Kräfte-Lücke


So stürzte einst
unser feines Geschöpf
stolperte über ihre Füße klein
und würde nie mehr wie früher sein

Risse zierten ihre Körper
Sprünge verzerrten ihr Gesicht
Die Augen starr
gegangen ihr Seelenlicht
Die Beine gebrochen
ihre Finger bewegten sich nicht

So liegt das gläserne Mädchen
dort draußen kalt
Ihr Lächeln fort
Tränen aus Perlen zart
rinnen schwarz die Wangen hinab

Sie versteht das Gescheh'ne nicht
nicht gekommen ihre Zeit
Das Kind liegt stumm
kein Herzlein schlägt
hohl senkt sich ihre Brust herab

Rasselnd atmet sie nie mehr ein
Scherben klirren in ihrem Kopf
Das gläserne Kind wundert sich
noch immer versteht sie nicht
das längst ihre kleine Seele
aus dem Geiste wich

So brach ihr Torso krachend entzwei
ihr gläsernes, durchsichtiges Leben vorbei
Der Tod kam schnell
man verstand es kaum
Glänzende Bruchstücke leuchten
am Boden hell.



geschrieben von: Eloandra

Endlos


Eine kleine Rabenfeder
segelt langsam seidig
auf und ab

Überquert so leicht
das schwarze Meer
tanzt kreisend Sterne
lachend ein

Den Mond begrüßt sie
mit einem Flattern
milchig Licht verhüllt
die Feder seicht

Übermütig fliegt sie weiter
segelt glücklich hier und da
Wellen dunkel, Winde hell
Goldene Strahlen zum Greifen nah

Sehnsuchts Hauch trägt sie zu weit
über düstr'e Himmelskuppeln
Glühend Funken nach ihr fassen
versengen zischend ihr schwarzes Kleid
Verschlingen eilig den leuchtend Glanz

Eine kleine Rabenfeder
vergeht glücklich lächelnd
im Sonnenschein
Ihr Traum erfüllt
Im Himmel würde sie für immer sein.



geschrieben von: Eloandra

Verstecktes Kind

Schwarze Wolken
andere Welten
leicht zieht das Leben
stumm vorüber
Gewitter Grollen
vor dem Fenster
müde schweift der Blick
überall umher
Bleiche Hände
in dem Traum
eisern fest der Griff
angsterfüllte Augen



geschrieben von: Eloandra

Schwarzer Abgrund

Säuselnd Stimmen rufen mich
flüstern mir Geschichten ein
ziehen mich mit dunklen Händen
näher zu dem Schlund heran
eisig Todesatem meinem glich

Halt verzweifelt mich an Erde fest
Lachend gibt sie einfach nach
Fingernägel brechen morsch
Onyx Augen blinzeln sacht
Ewiger Schlaf zum Greifen nah

Schwarzer Rachen öffnet sich
Verschlingt die Schatten seltsam still
Pulsierende Herzen nähern sich
eines meinem blutrot glich
Warum flieh ich vor dem Ende?

Angst vergeht in dem Moment
neige mich dem Dunklen zu
tauche in die schwarze Nacht
Schwarzer Abgrund mich verschlingt
Mein lebend Herz
es bebt und stirbt, es brennt.



geschrieben von: Eloandra

Glühfliegenherzlinie

Springen
Tanzen
auf und ab
Funken sprühen
Flammen sacht
Einmal hin
und einmal her
verrückt zu sein
ist niemals schwer
Töne klingen durchs
ganze Schloss
Feuerfliegen drehen
ohne Anstoß, Macht und Sinn
Leben strömt die Nebelschwaden
Grau wird Rot, Orange und Blau
Grün trägt nur der Morgentau
Farbensturm weckt sanft das Herz
Einmal hin und einmal her
Glühwürmchen's lachende Wiederkehr.



geschrieben von: Eloandra

Verstoßen aus der Welt

Aufrecht steht sie
gestreckt das Haupt
der Kampf ist nah
Hände zittern nie

Frei flattert das Haar
geballt die blassen Fäuste
keine Furcht im Geist
die Gefühle kühl und starr

Silbern und Grün
strahlen Augenlichter grell
langsam zieht die Nacht heran
Der Klingenglanz ist kühn

Silbern faucht das Schwert
Rubine regnen schwer herab
sie lacht, sie fliegt
vor niemanden macht sie kehrt

Messertänzerin blüht auf im Licht
flüssig rot benetzt ihr Herz
Schmuck, den sie mit Ehre trägt
rotes Meer, roter Wind, so rot die Pflicht.



geschrieben von: Eloandra

Gestohlener Traum


~Müde schließt das Auge sich~
~~Der Kopf gebettet weich und ruhig~
~~~die Lippen schweigen genügsam rot~
~~~~Der Wunsch, der sich aus Gedanken schlich~
~~~~~segelt hoch, segelt weit davon~
~~~~~~hinüber am goldenen Traumfängernetz~
~~~~~~~bis er ganz aus dem Zimmer wich.~



geschrieben von: Eloandra

Sternenzählen

Heute verliert der Himmel seine Sterne,
ich stehe unter ihm,
die Zeit küsst mein Gesicht,
so viel Wärme, so viel Kälte
Ich lächle Dich an,
wenn auch aus weiter Ferne.

Heute verliert der Himmel seine Sterne,
ich tanze unter ihm,
die Vergangenheit streicht mich sanft
so viel Glück, so viel Schmerz
Ich sehe Dich an,
ich lebe mit, ich lerne ?

Heute verliert der Himmel seine Sterne,
ich ruhe unter ihm,
fange jedes Licht für Dich,
meine Hände leuchten hell
verbrennen in dem dunklen Glanz
ich lache, drehe, wirble wild
Für Dich ertrage ich das Feuer gerne

Heute verliert der Himmel alle Sterne,
ich vergehe unter ihm,
jeder Stern für Dich gefangen,
verbrannt die Haut und das Gesicht
Ich lächle zufrieden,

Schicke Dir einen letzten Kuss in die Ferne.
Heute
verliert
der Himmel
alle
seine
Sterne.





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