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Original geschrieben von aurora borealis
diskutierbare Thesenstellungen gibt es hier wirklich nicht.
Schon allein Formulierungen wie "Sollte Stammzellforschung erlaubt werden" zeigen das. Sie IST doch bereits erlaubt. USW.
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Original geschrieben von hagzissa13
Die Frage ist doch, wo uns diese Forschung hinführen wird. Das Schaf "Dolly" war doch nur der Anfang. Werden menschliche "Ersatzteillager" gezüchtet werden, wenn Klonen am Menschen möglich ist? Werden die Menschen "Eliten" züchten, wenn dies möglich ist? Und die zentrale Frage: Wollen wir dies alles überhaupt? Und: Können wir es überhaupt verhindern - trotz restriktiver Gesetze?
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Original geschrieben von Lady Armitage
Fernerhin sind sehr viel mehr Wissenschaftler sich sicher, dass es möglich ist, die gleichen Erkenntnisse auch aus adulten Zellen zu gewinnen, da diese ja die gleiche Information beinhalten, es sind nur adere Gene aktiv.
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Original geschrieben von aurora borealis
* die Akzeptanz von Schwäche, Krankheit und Unvollkommenheit sollte gerade in der heutigen Gesellschaft verstärkt beworben werden
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Aber wenn es die Möglichkeit einer Linderung oder Heilung für Patienten die Leiden geben würde (vorausgesetzt, die Ethik wäre für alle gewahrt), warum sollte man darauf verzichten?
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Original geschrieben von LaChatte
mir ist es mal passiert, dass ich mir von einer Ärztin sehr klar zu verstehen gegeben würde, ich brauche nicht mehr zu kommen, weil ich nicht mein Leben lang Schilddrüsenhormone schlucken wollte. Das Problem erledigte sich dann auch tatsächlich mit Hilfe alternativer Medizin, der Hormonspiegel wurde wieder normal... Es gibt da schon einige VertreterInnen deiner Zunft, die es gar nicht mögen, wenn man ihnen widerspricht. ;)
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Aber das mit der Ethik ist tatsächlich ein Problem. Wenn die Stammzellenforschung freigegeben würde, und das in grossem Massstab, wird sich mit grosser Sicherheit auch bald ein Markt dazu entwickeln - und es wird ziemlich sicher passieren, dass Frauen in armen Ländern dafür bezahlt werden, im Akkord schwanger zu werden und abzutreiben, um an diese Zellen zu kommen. So wie es heute in armen Ländern Menschen gibt, die ihre Organe verkaufen.
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Original geschrieben von Ikara
@impermanence: man hat doch noch nicht mal ein recht drauf sterben zu wollen, siehe sterbehilfe und dass diese in deutschland verboten ist.
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Original von aurora borealis
Wer ein bekanntes Risiko in der Familie hat, kann sich doch jetzt schon beraten lassen und sich überlegen, was er macht, wenn es so wäre. Ein Papierausdruck mit Prozentsätzen hilft da weiter? Ich glaube nicht. Außerdem gibt es dann auch keine Garantie auf ein gesundes Kind. Das fängt schon bei unzureichenden Durchimpfungsraten für potentielle Mütter. Wer eines bekommen will, sollte sich auf alle Eventualitäten einstellen. Das nennt man Verantwortung.
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Ich kann Stammzellenforschung nicht verteufeln und gleichzeitig Schwangerschaftsabbrüchhe billigen.
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Im vergangenen Jahr kam es nach Angaben des Statistischen Bundesamts zu 229 Abbrüchen nach der 23. Schwangerschaftswoche.
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Original geschrieben von Razielim
Jap, ich sehe schon alle Weltenmüttern Behindertenläden vor ihrer Entbindung stürmen.
Ja, naja. Egal.
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Original geschrieben von DarkLutz
Meine Meinung dazu wäre, sich doch bitte komplett auf eine Seite zu stellen.
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Original geschrieben von DarkLutz
Entweder lehne ich es ab abgetrieben Kinder zum experimentieren aus dem Müll zu holen und verbiete gleichzeitig den Schwangerschaftsabbruch an sich, da dies auch eine Form von MOrd ist und dieser Erfahrungsgemäß in unserem schönen Land doch ziemlich schwer bestraft wird [...] Oder ich bekenne mich zur zweiten Möglichkeit, einer Befürwortung der Forschung, welche ich dann allerdings auch rigoros unterstütze, d.h. es darf geforscht werden und zwar in allen Aspekten.
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Original geschrieben von Mondsilbertaufe
Was die wenigsten wissen:
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Im vergangenen Jahr kam es nach Angaben des Statistischen Bundesamts zu 229 Abbrüchen nach der 23. Schwangerschaftswoche.
Und die Abbrüche waren völlig legal.
In der 23. Schwangerschaftswoche ist das Baby etwa 30 cm groß.
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Die Frage ist doch nur, ob man die Forschung und die Anwendung des Wissens überhaupt noch kontrollieren kann durch ein paar poplige Gesetze in einem Staat so groß wie Fliegendreck auf der Weltkarte (Deutschland).
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Meines erachtens können wir uns nämlich hier den Mund fusselig reden: Die Forschung wird gemacht werden und die Anwendung werden wir nicht verhindern können und wenn wir uns auf den Kopf stellen und mit dem Hintern "Hurra" schreien!
Es wird kommen, wie mit - z.B. - dem Gesetz der Leihmutter: Was in Deutschland nicht geht, wird im Ausland auch für Deutsche "gehbar" gemacht.
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Original geschrieben von LaChatte
Andere Staaten stellen sich diese Fragen ja auch... es ist ja nicht so, dass der Rest der Welt findet "Hurra, Stammzellen, los gehts!" Und da es im Moment noch keine globale Politik gibt, muss sich eben jedes Land selbst damit auseinander setzen und Lösungen finden.
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Die Essenz - und wiederum verweise ich auf Dürrenmatts Physiker - ist doch die, daß Du es nicht aufhalten kannst, solange auch nur irgendwo auf der Erde die Möglichkeit besteht, die Forschungen durchzuführen und umzusetzen, selbst wenn dies illegal geschieht.
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Und genau da ist ja das Problem: Man kann nicht jeden Winkel der Welt kontrollieren.
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Original von hagzissa13
Oh, mein Goth...
Ohne Worte...
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Original geschrieben von athara
Leider ist es nunmal so, dass viele Techniken der biologisch-medizinischen Forschung lediglich als eine Art Heilversprechen verkauft werden, um eine höhere Akzeptanz in der Gesellschaft für best. Innovationen zu erreichen. In den meisten Fällen steht jedoch das wirtschaftliche Interesse von Pharmaforschung und Industrie bzw. von "Lifescience"-Unternehemen dahinter. Wenn ein Hohes Maß an gesellschaftlichen Ansprüchen und Hoffnungen in der Gesellschaft geweckt wird, fließt dementsprechend auch eine Menge Geld in genau diese Forschungsbereiche, ohne dass irgendein wirklicher, in Relation zu den immensen Risiken - angemesser Nutzen aus der Forschung resultiert. Man konnte das z.B. ganz deutlich an dem Humangenomforschungsprojekt zur "Entschlüsselung" der menschlichen DNA erkennen. Was hats zur Krankheitsprävention und -behandlung gebracht? Nix. Dann kam das Heilsversprechen zur Gentherapie. Was hats gebracht? (außer ca. 30 Todefällen) nix. Jetzt ist das Thema Stammzellenforschung ganz oben auf der Agenda. Was wirds bringen außer der langfristigen Gefahr von Designerbabies und der Angstpolitik bzgl. genetisch prädisponierter "Krankheiten"? Wahrscheinlich nix.
Lockert man die Gesetzeslage zur Stammzellenforschung, öffnet man Türen und Tore zur Möglichkeiten, die ICH nicht tragen möchte.
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Original geschrieben von Lady Armitage
Aus den Zellklumpen, die dafür sterben, würden einmal Menschen werden.
Ab wann ist der Mensch ein Mensch?
Bist du auch konsequent? Ich kann Stammzellenforschung nicht verteufeln und gleichzeitig Schwangerschaftsabbrüchhe billigen.
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Original geschrieben von hagzissa13
Wieso sollte man dies tun? Das Leben besteht nun mal nicht nur aus schwarz und weiß, sondern aus verschiedenen Grautönen.
Über die Frage, ob Abtreibung Mord ist, wurde hier im Forum in einem speziellen Thread mit viel Herzblut diskutiert - ohne Ergebnis. Die einen sind eben der Meinung, daß Abtreibung Mord ist, egal in welchem Stadium der Abtreibung, während andere der Meinung sind, daß es kein Mord sein kann, einen "Zellhaufen" zu töten und wieder andere liegen in der Meinung dazwischen.
Ginge der Gesetzgeber von Mord aus, wäre Abtreibung illegal.
Aber dies ist ein anderes Thema
Nicht falsch verstehen: Ich sage nichts dagegen, daß Du dieses Tun verurteilst, bitte lediglich um die kompletten Fakten, damit sich auch andere ein objektiveres Bild machen können. ;)
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Jetzt frag mal eine Mutter hier, ob sie vielleicht ethische Bedenken hätte wenn wegen ihrem Krebskranken Kindes ein gesundes Ungeborenes sterben müsste?