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Back to the 80's!

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geschrieben von: Islafil

Hi Leute!
Ich reg mich seit dem M'era Luna 2010 richtig über die "Szene" auf...Mein Gott laufen da Gestalten rum, und sowas will sich zum Schluss noch Grufti nennen...*jaul*
Es war mein erstes Festival und ich hab nen ziemlich erschreckenden Eindruck bekommen...leider...Ich bin eher der Typ Mensch, der zur Schwarzromantik neigt und nicht zu "ich will Party machen"...Aber was da abging war eher party...
Was haben knallbunte Neon-Bonbons mit Gothik zu tun???
Oder diese ganzen Leute die meinen, dass se sich unbedingt Fetischklamotten anziehen oder sich tooooootal aufbrezeln müssen?
Früher ham se schwarz getragen und zwar nur schwarz ( außer vllt in den haaren )...
Die 80's hatten wenigstens noch Stil und das was heute so teilweise rumläuft is zum kotzen, auf Deutsch!
Ich weiß, ich fang grade wieder mit dem ewigen Thema an, dass alles wieder so sein soll wie früher und "du bist das und du bist das", aber es regt mich tierisch auf und früher ( obwohl ich es nur von älteren Bekannten weiß, wie es zu deren Zeit war ) war halt alles nu ma besser!!!



geschrieben von: Creobotra

ins richtigererere unterforum verschoben.

und ein persönliches wort: in den 80gern war es noch "subkultur", "underground". und das isses heut nicht mehr, geht auch gar nicht und damit erledigt. schade für alle jüngeren, but that´s life.

Zitat:
Früher ham se schwarz getragen und zwar nur schwarz ( außer vllt in den haaren )...
nope.



geschrieben von: TheSiren

Vielleicht ist es jugendliche Naivität, aber manchmal denke ich, dass die Subkultur in den 80ern nur bedingt besser war als heute.
Ich glaube diese Ideal/Wunschvorstellung der Kultur in den 80ern ist komplett überzogen.



geschrieben von: |Dunkelschön|

Zitat:
Original geschrieben von Islafil
Hi Leute! RhabarberRhabarber...


Wärst mal noch Bolkow gekommen, wäre das ideale Festival für dich gewesen.

Wobei das diesjährige Lineup vom Mera schon besser wahr als 2009 (nicht nur wegen dem ollen Eldritch ;) ).



geschrieben von: Ronin76

@Islafil

Wer sich vorher nicht ausreichend informiert, braucht hinterher auch nicht zu lästern. Material gibt es ja genügend. So macht das nur einen lächerlichen Eindruck auf mich, wenn Wunschvorstellung und Realität so weit auseinanderliegen. Über dich haben sie vielleicht gedacht "Was ist denn das für eine farblose Spaßbremse ?". Ich geh doch auch nicht aufs Oktoberfest oder den Kölner Karneval und erwarte dort Etikette nach Knigge und daß alle in Abendgarderobe gekleidet sind. Ein anständiger Schwarzromantiker hat gefälligst nachts auf den Friedhof zu gehen um im Schein der Grablichter eine Flasche Rotwein zu leeren.



geschrieben von: Seneca

...und zwar alleine, denn in den 80ern waren wir mit unserem Stil meist alleine und "unverstanden zwischen Punks (die mochten wir nicht wirklich) Poppern (die hassten wir natürlich) und Rockern (waren damals das was die Punks heute sind, rüpelige Alkoholvernichter) mangels richtiger Szeneinfrastruktur. In diesem Eigenbrödkertum sidn dann einige seltsame Stilblüten entstanden die von heutigen Apologeten der 80er als so eine Art Kultur missinterpretiert werden.

Aber das war auch egal, wer eines Tages als Gruftie, damals Waver, in der Klasse auftauchte sagete damit ja auch aus das er/sie in der Pause alleine im Regen stehen wollte, keine freunde haben wollte und sich jederzeit bereiterklärte verprügelt zu werden, aus Folge alles vorherigem.

Da sieht die Lage doch heute bedeutend besser aus, und aus 2000 wurden schnell 60.000



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

1.) M'era Luna ist KEIN Gothic-Event. War es nie und ist es heute bei dem dargebotenen Line-Up noch viel weniger (mal im Ernst: wieviele Gothic-Bands spielen da? Zwei? Fünf? Mehr werden da wohl kaum zusammenkommen).

2.) Gothic ließ sich nie an einer homogenen Mentalität festmachen. Das ist in keiner Szene möglich. Denn trotz einer gemeinsamen musikalischen Grundlage (ja, sowas gab es tatsächlich mal) sind die Geisteshaltungen heterogen gestaltet. Es gibt immer zwei oder mehrere Seiten. Neben Grüblern und destruktiven Personen gab es schon immer auch lebensfrohe Spaßgrufties. Daran ist nichts Verwerfliches. Bis sich aus dieser ganzen infantilen Scheiße etwas Gehaltvolles entwickelte, war es schon Mitte der 80er. Jugendkulturen werden immer von Jugendlichen und deren pubertärer Spinnerei geprägt. Sobald eine Szene altert, wird sie weiser (davon gehe ich jetzt einfach mal aus :D). Am düstersten waren die frühen 90er. So nehme ich das wahr. Was aber nicht heißt, dass es davor nicht auch schon Gothic war. In den 90ern hatte eben eine Facette der Bewegung überhand genommen, und das war die nachdenkliche/kontemplative Seite. Das ist nicht schlimm, bis zu dem Punkt, wenn die nachdenkliche Fraktion zu einem pathetischen Haufen Scheiße mutiert und ihre punkige Bissigkeit verliert. Und das war spätestens in der zweiten Hälfte der 90er der Fall.

Zitat:
Original geschrieben von Islafil
Die 80's hatten wenigstens noch Stil

Einen schöneren Haarstil vor allem (und ich rede hier nicht von Mullets). ;)



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Und nicht vergessen:

http://img9.abload.de/img/blackdaysglowing_intergrj1.jpg

;)



geschrieben von: Fatderda

Das muss ich jetzt einfach loswerden.
Also als erstes (damit ihr mich schonmal runtermachen könnt ;) ) ich war in den 80s noch garnicht geboren (94). Mit so 12 "wurde" ich dann zu nem Grufti(respektive was ich damals dachte was es sei). Später habe ich mich etwas mehr über die "Szene" (dies in meiner Umgebung nicht gab) informiert. (Vorher war ich halt so eher für mich alleine^^) Naja in den letzten Jahren wurde mir die "neue" Gothicszene immer unsympatischer. Mittlerweile gibt es hier so 2-3 die sich "Gothics" nennen. Nun wenn ich sie frage was den so typische "Gothic" Musik sei antworten sie mit "Metal" -.- .
Danach kam wieder eine Phase in der ich mich viel intensiver informiert hatte. Ich konnte einfach nicht glauben das die Sache, in die ich mich mit 12 verliebt hatte nur das ist nachdem es nun geschienen hat. Und erschreckenderweise erst dann kam ich so richtig auf die 80s Zeit. (Ich wusste nur so vorher das sie etwa dann entstanden ist und so..)
Nun hab ich wundervolle Bands von damals kennengelernt. "Damals" ist für mich komisch, da ich da noch garnicht existierte. Ich romantisiere oft mit der Zeit wie es "damals" wohl war.
Doch in der Realität finde ich hier nur ein paar wenige "Mainstream"-Gothics.
(Wenn jemand Lust hätte mir von der Zeit zu erzählen wie es damals war dann bitte bitte bitte!!):)



geschrieben von: Ronin76

Zitat:

Aber das war auch egal, wer eines Tages als Gruftie, damals Waver, in der Klasse auftauchte sagete damit ja auch aus das er/sie in der Pause alleine im Regen stehen wollte, keine freunde haben wollte und sich jederzeit bereiterklärte verprügelt zu werden, aus Folge alles vorherigem.


Oh je, da tun sich ja Abgründe auf. Heute sind das wohl die Emos. ;)



@Faterda

Obwohl ich jetzt auch nicht mehr der Jüngste bin, war ich in den 80ern ein Kind und nur wenig an Pop- und Alternativkultur interessiert. Da lief dann höchstens mal Kraftwerks "Roboter" oder "Da da da" von Trio im Kofferradio. Dann, ein bisschen später, von Kassetten aus der hiesigen Dorfbücherei: Die Toten Hosen, The Police und Iron Maiden. :D. Aber vielleicht wissen unsere Senioren und Senioras hier ein bisschen mehr zu erzählen. :p

Zitat:
Doch in der Realität finde ich hier nur ein paar wenige "Mainstream"-Gothics.

Sei froh.



geschrieben von: JohnSteed

Zitat:
[i] :D. Aber vielleicht wissen unsere Senioren und Senioras hier ein bisschen mehr zu erzählen. :p


Sei froh. [/B]


Ausser Depeche Mode und Duran Duran war auch wenig los.
Wie heute halt.
Der "erfolgreichste" act nach Geronimos Cadillac ist Unheilig, naja...
Toll!:D

Aber der neueste Trend im "sotosay"-Fetischbereich ist Burlesque........gefällt mir irgendwie:D



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Auf Teufel komm raus!

Die Sendung wurde damals auch in Frankreich ausgestrahlt. Falls jemand Französisch spricht, kann er sich den Inhalt selbst zusammenpuzzeln.


Au diable! (French TV 1992) - Part 1 (Das Ich mit ihrer Mini-Playback-Show. Ab 03:34 darf man Patricia Nigiani bewundern, wenn mich meine Augen nicht gerade betrügen. Die war mal bei Project Pitchfork Mitglied.)

Au diable! (French TV 1992) - Part 2

Au diable! (French TV 1992) - Part 3 (Das, was da aussieht wie 'ne Velvet-Underground-Session meets German Krautrock-Gezupfe, war irgend 'ne deutsche Wave-Band, deren Name ich nicht kenne. Bitte um Aufklärung, wenn möglich. *g*)

Au diable! (French TV 1992) - Part 4 (ein weiterer Auszug unserer Neubauten-Nachzügler Das Ich. Hinten dran klebt irgend 'ne 1994er Live-Show von The Eternal Afflict. Fragt mich nicht, was die da macht)



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Original geschrieben von Creobotra
ins richtigererere unterforum verschoben.

und ein persönliches wort: in den 80gern war es noch "subkultur", "underground". und das isses heut nicht mehr, geht auch gar nicht und damit erledigt. schade für alle jüngeren, but that´s life.

nope.



Ja Kunststück, da alle noch aus den 70ern auf Droge waren, waren wir sowieso kriminell und das RD war noch richtig heiß auf Haschisch. Es war nicht ungewöhnlich ab und an auf Beerdigung zu gehen und die Mentalität war selbstverständlich gesellschaftssfeindlich. Das heißt Subkultur. Jeder wäre ein paar Jahre in den Knast gegangen, wenn alles raus gekommen wäre. Andere Leute waren uninteressant. Grufties gab es doch noch gar nicht. Allerdings gab es jedes Jahr neue interessante schwarze Bands bis Ende der 80er, die selbsverständlich eigene Stilrichtungen hervorbrachten. Ist wirklich nicht mir heute zu verglleichen. Die Teenies kiffen vielleicht noch mehr als früher, aber mit einem anderen Bewusstsein. Ist halt auch bloß noch Mainstream, der die Verkehrspolizei interessiert. Ich meine solche Bretter wie dies hier wären völlig unmöglich gewesen.



geschrieben von: Aza

Sowas aber auch, da gehen Leute auf ein Festival und haben Spaß.
http://mccormicky.com/tiresome/wp-content/uploads/2008/04/homer-doh.jpg



geschrieben von: rosenkind

noch 3 Jahre, dann hab ich meine obligatorischen 10 Jahre Szene/Subkulturerfahrung voll und darf legalerweise auch meckern, dass nicht mehr alle so is wie in den guten alten Zeiten - damals vorm Krieeeeesch....



geschrieben von: Töggelie

Und in weiteren 10 Jahren schwärmen wir dann vom heutigen Szenestand. ;)



geschrieben von: rosenkind

Zitat:
Original geschrieben von Töggelie
Und in weiteren 10 Jahren schwärmen wir dann vom heutigen Szenestand. ;)


als truer old schhol gruftie, der ich dann sein werde, liege ich mit meinen dann 37 natürlich unter der Erde. Grufties werden nämlich nicht älter als 30 - ähm oder so. (fragt sich nur, wie ich dann 37 geworden bin... vielleicht werde ich ja untot sein ^^)



geschrieben von: Töggelie

*g* Ja, so einer war ich auch...nein halt! Besser! Ich wollte mit 27 unter der Erde sein. Genug Zeit hätte ich ja noch, aber so true muss ich nicht mehr sein. :rolleyes:
Untot mit Sicherheit, bzw. wirst du erst dann "des wahren Gruftitums" würdig sein. *g*



geschrieben von: Demon17

Ach ihr werdet mit 90 noch die Spinnweben von den Tasten wischen um an einem musealen Oldschoolboard aus der Frühzeit des Internet zu posten und wenn es nur sei um den virtuellen Friedhof zu pflegen.



geschrieben von: Nnordy

Zitat:
Oder diese ganzen Leute die meinen, dass se sich unbedingt Fetischklamotten anziehen oder sich tooooootal aufbrezeln müssen? Früher ham se schwarz getragen und zwar nur schwarz ( außer vllt in den haaren )...


FALSCH! Ich erinnere mich noch sehr genau an 1993, mein 1. Jahr als Grufti. Damals kam Lack und Leder gerade richtig in Mode und alle möglichen Gothics sind auf einmal mit sowas aufgetaucht. Und wir haben auch nicht nur schwarz getragen - ein dunkles Blutrot oder ein edles Dunkelblau waren durchaus auch drin.
Wo ich zustimme, sind die ganzen Glühwürmchen, die man wohl "Plastics" oder auch "Cybergoths" nennt. Was an Schläuchen in den Haaren, Neonknickstäben und neonpinken Plüschfellstulpen "goth" ist, weiß ich bis heute nicht.

Zitat:
Grufties werden nämlich nicht älter als 30 - ähm oder so.

Und was bin dann ich? Ein medizinisches Wunder??? :eek:

Im Ernst: Auch ich habe noch ein Zusammengehörigkeitsgefühl erlebt, das es heute so in diesem Sammelbecken "schwarze Szene" schlicht und ergreifend nicht mehr gibt. Das ist die logische Folge der immer weiter auseinander divergierenden Stilrichtungen, nicht zu vergessen, dass viele heute denken, "schwarz sein" sei ein Modetrend oder bestimmte Musik. Ich bin in Zeiten der Generation X groß geworden (Baujahr 75) und habe gewisse Einstellungen von dort bis heute mitgenommen. Die Welt von damals war einfach eine andere als heute und deswegen war auch unsere Einstellung eine völlig andere. Aber ich bin zu alt ;) um mich drüber zu beklagen, daß der "Nachwuchs" einfach keine Ahnung mehr hat. :) Stattdessen denke ich mir "leben und leben lassen" und mache einfach mein Ding. Aber ich werde nie verstehen, wie man als angeblicher Schwarzkittel ernsthaft eine Bankausbildung in Erwägung ziehen kann.

Um das Klischee zu vervollkommnen: Ja, früher war einiges besser, aber nicht alles. Die entscheidenden Dinge allerdings schon.

In diesem Sinne: Carpe noctem! :)



geschrieben von: poison

die 80iger waren sicher besondere jahre ... sogar für mich
allerdings verbrachte ich sie als absolut normaler jugendlicher, der halt die gängige musik hörte (dazu gehörten auch sisters of mercy, the cure etc. ... aber nicht als szenespezifisch) - "schwarzes volk" - bei uns eher selten und von mir nur aus der ferne fasziniert bewundert ...

selbst wenn schwarze kleidung irgendwie ein "markenzeichen" darstellt und ich mir wesentlich lieber eine dame in einem barocken outfit ansehe oder menschen in detailverliebter origeneller aufmachung, als ein "glühwürmchen" (das empfinde ich höchstens als lustig) - eine kleiderordnung gibt es auf solchen treffen nun einmal (glücklicherweise) nicht
die festivals, konzerte, clubs, die ich bisher besuchte, zogen mich vor allem durch die dort herrschende atmosphäre an - natürlich zum grossen teil auch durch die musik - einen respektvollen, harmonischen, freundlichen umgang miteinander, wie man es woanders leider kaum noch zu finden weiss
unabhängig von alter, kleidung oder was auch immer
ich rechne mich der szene nicht zu, möchte keine kontakte knüpfen ... einfach nur den abend für mich geniessen ...fühle mich in diesen kreisen bestens aufgehoben
sei es in lack, spitze, samt, satin .... lässt sich sogar bestens miteinander kombinieren ...
nicht einmal meinem gefährten, der einen jeans-t-shirt-normal ... stil bevorzugt, ist jemals etwas negatives - oder gar ablehnung - widerfahren
überhaupt, was sagt kleidung über einen menschen aus ... seine lebenseinstellung, seine fahigkeiten zu denken, zu fühlen ...



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von Nnordy
FALSCH! Ich erinnere mich noch sehr genau an 1993, mein 1. Jahr als Grufti. Damals kam Lack und Leder gerade richtig in Mode und alle möglichen Gothics sind auf einmal mit sowas aufgetaucht. Und wir haben auch nicht nur schwarz getragen - ein dunkles Blutrot oder ein edles Dunkelblau waren durchaus auch drin.

Richtig. Dezente Farben, auch Haarfarben, waren durchaus modisch im Wave-Bereich. Was mich viel mehr nervt, ist dieser eklektische Scheißdreck, der jegliche Subtilität und Erdigkeit vermissen lässt. Die meisten Leute haben einfach keinen Stil, sondern wirken wie Clowns vom letzten Karnevalsumzug in Köln. Kasperletheater, Piratenkapitänsfratzen, am besten noch mit Augenklappe und ähnlichem Blödsinn. Und dann diese halbgaren Möchtegern-Metaller. Pseudo-Black-Metal-Gesichtsfasching mit Pandabärenäuglein, dazu noch Ziegenbart und gegelte, kurze Haare, abgerundet durch den super-stylishen "The Crow"/Matrix-Leder/Latexmantel. Mein Gott, ich habe wieder diese wilden Momente vor Augen und gehe jetzt erst einmal ausgiebig kotzen. Tschüss.



geschrieben von: Ronin76

Na, na das war jetzt aber sehr untolerant. :D Da wären aber auch noch die Kindergruftis, zB im schwarzen Lolita- und Schulmädchenkleid. Und die Herren mittleren Alters im Bänker- oder Kellneranzug. ;) Oder die EBM-Bürsten mit ihren Armeeklamotten die ständig einen auf Harter Kerl machen müssen, weil sie einen kleinen Pimmel haben. :p



geschrieben von: *kRaNkHeIt*

oh ja, ich liebe die 80er (obwohl „erst“ 82 geboren). der 80er jahre bezug ist eigentlich das einzige, was mich an gothic überhaupt noch interessiert. wenn man mal über den tellerrand schaut, stellt man bald fest, dass die musik und die szenen in den 80ern generell besser waren, ob das nun goth, punk oder metal ist. und selbst die pop und rockmusik fand ich zum großteil besser (ja, ich weiß, es gibt auch genügend beispiele für miese musik in den 80ern).
ich hab' übrigens auch nie verstanden, wie jemand freiwillig auf's wgt und ähnliche veranstaltungen gehen kann. zugegeben, diese Jahr hab ich mir auch überlegt auf's mèra luna zu gehen, weil ich die sisters bisher noch nie live gesehen habe. aber soo wichtig war es mir dann doch nicht.



geschrieben von: rosenkind

Ich fand die 80ger auch klasse, schnullern, kein ABC pauken müssen, laufen und brabbeln lernen, mit Alete um sich schmeißen, die Wände mit Buntstiften anmalen ohne schlechtes Gewissen, die anderen Kindergartenkinder abknutschen. Ja, die 80ger waren super!



geschrieben von: TheSiren

Zitat:
Original geschrieben von *kRaNkHeIt*

ich hab' übrigens auch nie verstanden, wie jemand freiwillig auf's wgt und ähnliche veranstaltungen gehen kann. zugegeben, diese Jahr hab ich mir auch überlegt auf's mèra luna zu gehen, weil ich die sisters bisher noch nie live gesehen habe. aber soo wichtig war es mir dann doch nicht.


OT: Zumindest das WGT bietet viel mehr als nur Bands angucken.
Wobei ich sagen muss, dass das WGT gerade dieses Jahr sehr geil war. Faith & the Muse, Alien Sex Fiend, Brendan Perry, ChamelonsVox, Pink Turns Blue etc



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Das WGT besitzt zwei Seiten. Leider bekommt man in den Video-Dokumentationen immer die falsche zu sehen.



geschrieben von: Kampfsau

Ich mag die 80er auch, nicht zuletzt weil sie mich hervorgebracht haben ^^.

Zitat:
Richtig. Dezente Farben, auch Haarfarben, waren durchaus modisch im Wave-Bereich. Was mich viel mehr nervt, ist dieser eklektische Scheißdreck, der jegliche Subtilität und Erdigkeit vermissen lässt. Die meisten Leute haben einfach keinen Stil, sondern wirken wie Clowns vom letzten Karnevalsumzug in Köln. Kasperletheater, Piratenkapitänsfratzen, am besten noch mit Augenklappe und ähnlichem Blödsinn. Und dann diese halbgaren Möchtegern-Metaller. Pseudo-Black-Metal-Gesichtsfasching mit Pandabärenäuglein, dazu noch Ziegenbart und gegelte, kurze Haare, abgerundet durch den super-stylishen "The Crow"/Matrix-Leder/Latexmantel. Mein Gott, ich habe wieder diese wilden Momente vor Augen und gehe jetzt erst einmal ausgiebig kotzen. Tschüss.


Mal ehrlich, ich bin nicht so fest in dieser Szene verwurzelt, obwohl ich einige Dinge daran schon schätze. Aber das ist doch arg subjektiv was du da schreibst. Der Stil der Leute verändert sich halt einfach mit der Zeit irgendwie. Der Stil ist anders aber zu sagen es ist gar kein Stil?

Aber selbst wenn man die Szeneleute damals in den 80ern aus einer gewissen Distanz betrachtet hätte, hätte man genau das gleiche sagen können, was du grad gesagt hast. Du bist quasi ein alter Spießer auch nicht anders als jemand, der den Stil damals völlig albern fand.

Was hätte man als heute mitte 60 jähriger damals als 40 Jähriger über solche Leute denken sollen? Bleich angemalt, Haare bis auf einen schmalen, langen und kunterbunten Iro abgeschoren. Nur ein paar überlange Koteletten hängen über. Das Haar mit tonnenweise Haarspray gewaltsam zum stehen gebracht, bis es vollkommen verfilzt aussah. Hundehalsbänder mit Nieten um den Hals. löchrige Hosen und Oberteile. Häufig dunkle Kleidung, oft schwermütig.

Wenn jemand sagt, die 80er hatten Stil und man sieht dann solche ziemlich komischen Vögel, dann muss ich ganz klar sagen, stilvoll waren die 80er sicherlich nicht. Was ist an Punks und Goths bitte soviel stilvoller als an anderen Gruppierungen in anderen Jahrzehnten ?Was den Stil betrifft fand ich auch die 90er eher bescheiden. Da hat für mich das späte 19te Jhd zum Beispiel deutlich mehr Stil.



Darum finde ich die momentanen Aussagen doch recht müßig.Um interessante Dinge zu erleben, muss man nicht nur in der eigenen Szene abhängen. Es gibt viele interessante Menschen. Und wenn man sich darüber aufregt, dass ein Festival mit vielen tollen Bands nicht schwermütig genug ist oder Menschen zu bunt, zu fetisch zu was weiß ich nicht in einer Gothennorm sind, dann sollte man vielleicht mal etwas genauer über sich selbst nachdenken.

Wenn es einem stört, kann man ja selber eine Veranstaltung nach eigenen Vorstellungen abhalten, wenn man es soviel besser weiß.



geschrieben von: Ronin76

Die Achtziger waren eine sehr experimentelle und kreative Phase des 20. Jahrhunderts. Sowohl musikalisch, modisch, sexuell aber auch politisch. Von den Neunzigern spricht kaum jemand soviel. Was gab es da auch schon Tolles an Neuerungen: Rap, HipHop, Techno, Eurodisco und jede Menge neue Werbung und kommerzieller Schund. Interessanterweise alles sehr rhytmische Musik. Die 70er waren sehr rebellische und wütende Jahre, begleitet von Hardrock und dann des Punk. Davor in den 60ern gab es hauptsächlich Hippierock und Flower Power.



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Die Achtziger waren eine sehr experimentelle und kreative Phase des 20. Jahrhunderts. Sowohl musikalisch, modisch, sexuell aber auch politisch. Von den Neunzigern spricht kaum jemand soviel. Was gab es da auch schon Tolles an Neuerungen:


Naja, in dem großartigen Nostalgiealter sind viele Leute die in den 90ern großwurden ja nicht. Die 80er Shows liefen erst vor ein paar Jahren.

Heutzutage ist es auch eher so, dass man die Leute mit gar nichts mehr schocken kann. Das ist ja genauso wie die Idee, eine originelle Filmhandlung zu entwerfen, bei den Millionen von Filmen, die in über hundert Jahren Filmtradition gedreht wurden.

Und selbst wenn es noch nicht so da war, ist es wahrscheinlich wenig beeindruckend. Schocken kann man die Leute halt nicht mehr.

Den Jungen Menschen heutzutage wird ja nachgesagt, sie sind viel zu angepasst.

Nur die Frage ist halt, gegen wen man denn großartig rebellieren soll, wenn schon die eigenen Eltern völlig liberal großgeworden sind und Gruppensex und Flowerpower, Drogenexzesse usw hinter sich haben.

Vielleicht ist das halt die Freiheit der jungen Menschen, sie können sich schwarz kleiden mit Ledermänteln aber genausogut können sie auch ein BWL Studium machen.

Es gibt ja auch neue Jugendkulturen, die sich entwickelt haben. Visual Key kam über Japan zu uns und ich finde schon, dass diese Szene optisch einiges zu bieten hat.Mit Anime, Manga und diesen ganzen Japankram können viele, die bewusst in den 80ern groß wurden nicht wirklich viel anfangen. Dann gibt es noch die Emos.

Dort leben auch viele Menschen in einer Traumwelt. Vielleicht ist diese Welt nicht von sexuellen Experimenten geprägt oder durch finstere, tiefe Gedanken.

Aber wo liegt es denn an uns, sowas zu verurteilen?

Es gibt ja auch noch die Vorstellung von reiner Liebe, losgelöst von körperlicher Begierde, in der man Phantasieren kann, ohne alles auszuleben.

Und auch von Jugendkulturen in der Jungen miteinander kuscheln und knutschen und weinen dürfen, genauso wie die Frauen, hatten wir früher nicht viel gesehen.

Ich finde sowas ist doch schonmal ziemlich was Neues. Darum wird diese Jugendkultur ziemlich gehasst, dass "typisch männliche" hat dort halt keinen Platz. Für mich wäre eine Jugendkultur in der Frauen sich Männer wünschen, die quasi sind wie Frauen, nur mit Penis auch nicht wirklich etwas.Wobei die mit dem Penis oft genug auch nichts zu tun haben wollen.Darum frage ich mich oft, warum die nicht gleib lesbisch sein wollen

Es passiert schon sehr viel, es gibt die verrücktesten Subkulturen,weitaus mehr als noch vor 20-30 Jahren. Nur weil man so auf seine schwarze Kultur fixiert ist, heißt es ja nicht, dass es nicht anderswo andere veränderungen gibt.

Generell finde ich es albern, sich darüber aufzuregen, dass die Welt in der man lebt, sich verändert. Man muss immer nach vorne blicken. Wer sagt einem denn, dass man nicht idealisiert? Wahrscheinlich ist man doch noch recht weit entfernt von dem, der man glaubt gewesen zu sein.

Wahrscheinlich würden sich hier viele den Kopf halten, wenn sie sehen, wie sie damals wirklich waren.Wahrscheinlich würden einem, wenn man wieder in den 80ern leben müsste, auch diverse Fortschritte die in den letzten sagen wir mal 27 Jahren gemacht wurden, sehr sehr fehlen.

Ich finde diesen Nostalgieschwachsinn sowieso peinlich. Wenn ich die Musik von damals hören will, kann mich für gewöhnlich heutzutage auch nichts davon abhalten.

Viele Menschen sind ja schon mit 30 total rückwärtsgewandt.Ich kann mich auch nicht in eine Kissenburg verziehen und mich fühlen, wie mit 5. Genausowenig kann es heute so sein, wie in den 80ern. Selbst wenn objektiv alles gleich wäre, würde es sich wohl immer noch ein wenig anders anfühlen.Für mich wirkt sowas eher so, als wäre man von der Gegenwart überfordert. Ich hätte eher Angst davor, wenn die Dinge sich nicht weiterentwickeln würden.



geschrieben von: Demon17

Zitat:
Viele Menschen sind ja schon mit 30 total rückwärtsgewandt.
Das liegt an der Musik. Man hat alles was "neu" ist in der einen oder anderen Form schon mal gehört.



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau
Der Stil der Leute verändert sich halt einfach mit der Zeit irgendwie. Der Stil ist anders aber zu sagen es ist gar kein Stil?

Hier geht's um Qualität. 5-Minuten-Gesichtsgekritzel unterscheiden sich eben schon deutlich von einem ausgereiften Schminkstil. Wieviel Mühe sich jemand gegeben hat, sieht man frühestens an den Farbübergängen. Dasselbe gilt für die Kombination von Kleidungsstücken in Zusammenhang mit dem restlichen Erscheinungsbild. Ein Kleidungsstil kann auffällig sein, ohne peinlich, abstoßend und wie Kinderfasching zu wirken. Karnevalskostüme, Kätzenöhrchen, Augenklappen und ähnlicher Pups sollen deiner Ansicht nach also eine Fortentwicklung früherer Szenemode sein?

Zitat:
Original geschrieben von Ronin76
Oder die EBM-Bürsten mit ihren Armeeklamotten

Die kleideten sich nicht immer so. Traditionelle EBM-Fans trugen Leder oder zumindest Lederjacken, Jeans oder Lederhosen (nicht die bayerischen ;)). Die sahen meist aus wie Dave Gahan anno 1986, nur mit dem Unterschied, dass der Haarschnitt der EBM-Leute zum Brikett mutierte. Dieser ganze Tarn-Fashion-Kram ist ein Merkmal des EBM-Revivals, nicht der ursprünglichen EBM-Szene.

Zitat:
Original geschrieben von Ronin76
Von den Neunzigern spricht kaum jemand soviel. Was gab es da auch schon Tolles an Neuerungen: Rap, HipHop, Eurodisco und jede Menge neue Werbung und kommerzieller Schund.

Da liegst du zeitlich irgendwie ziemlich daneben. Das fällt alles in die 80er Jahre. Neuerungen der 90er waren Trip Hop, Drum & Bass, IDM, Goa etc. Stillstand herrscht eigentlich erst seit den 00ern. Die haben nun wirklich absolut NICHTS Neues hervorgebracht. Das war einzig ein Jahrzehnt der Revivals und Umetikettierungen.



geschrieben von: Seneca

Wir leben im Jahrzehnt das grünen Punktes...alles dreht sich ums Recycling. Das Kinoprogramm von heute hat auch wieder die gleichen Headliner wie 1986. Ich warte jetzt eigentlich nur noch auf das Remake von "zurück in die Zukunft".

Ich bin zwar erst 37 habe allerdings tatsächlich seit gut 10 Jahren das Gefühl nur noch Wiederholungen zu erleben.



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Hier geht's um Qualität. 5-Minuten-Gesichtsgekritzel unterscheiden sich eben schon deutlich von einem ausgereiften Schminkstil. Wieviel Mühe sich jemand gegeben hat, sieht man frühestens an den Farbübergängen


Ich bezweifel, dass die Leute sich in den 80er ausnahmslos alle soviel Mühe gegeben haben.Für mich wirkt eher der Gedanke eine Stunde oder mehr in das Schminken zu investieren sehr befremdlich.

Zitat:
Dasselbe gilt für die Kombination von Kleidungsstücken in Zusammenhang mit dem restlichen Erscheinungsbild. Ein Kleidungsstil kann auffällig sein, ohne peinlich, abstoßend und wie Kinderfasching zu wirken.


Was ist denn peinlich oder abstoßend? Das ist doch auch ziemlich subjektiv. Die Eltern vor 20-30 Jahren fanden es wahrscheinlich oft auch eher peinlich wenn die eigenen, fast erwachsenen Kinder anstelle von anständiger Kleidung und sauberen Kurzhaarfrisuren sich die Haare färbten, bleich schminkten und nur dieses finstere Lederzeugs trugen.

Zitat:
Karnevalskostüme, Kätzenöhrchen, Augenklappen und ähnlicher Pups sollen deiner Ansicht nach also eine Fortentwicklung früherer Szenemode sein?


Ja warum nicht, Auf Veranstaltung wie dem WGT oder dem Mera Luna wird man allein auch aufgrund der Größe immer auch Leute treffen, die das ganze vielleicht nicht ganz so ernst nehmen. Ich frage mich, warum man das denn auch so ernst nehmen soll.

Ich denke in den 80er haben sich auch die wenigsten derart umfangreich Mühe für ihr Erscheinungsbild gegeben. Und die Leute die sich Mühe geben gibt es auch heute noch.

Wie spießig muss man eigentlich sein?Mir ist es doch scheißegal ob die Leute ihre Ziegenbärtchen, gegelten Kurzhaarfrisuren, Ledermäntel oder Augenklappen tragen. Von mir aus können die Leute auch ihren Igel, Turnschuhe, blaue Jeans und Shirt tragen, ist mir lieber als dieser Optikfaschismus.


Zitat:
Wir leben im Jahrzehnt das grünen Punktes...alles dreht sich ums Recycling. Das Kinoprogramm von heute hat auch wieder die gleichen Headliner wie 1986. Ich warte jetzt eigentlich nur noch auf das Remake von "zurück in die Zukunft".


Daran ist aber auch nicht wirklich die Jugend schuld. Eher scheinen die Leute die damals in den 80ern 90ern großwurden relativ einfallslos zusein. Das sind ja die Leute, die dann heute in der Regie oder in der Produktion sitzen.

Die heutigen Jungen Menschen kennen die ganzen alten Klassiker nicht mehr. Wenn ich heute in meiner Klasse von Evil Dead Filmen oder Beavis und Butthead rede, haben viele auch keine Ahnung mehr, wovon ich da eigentlich rede. Das heißt die kann man mit den Remakes vielleicht sogar noch beeindrucken .

Zitat:
Ich bin zwar erst 37 habe allerdings tatsächlich seit gut 10 Jahren das Gefühl nur noch Wiederholungen zu erleben.


Mittlerweile ist deine Generation schon in den Mittelpunkt der Unterhaltungsindustrie gerutscht, weil sie halt endlich in einem Alter ist, in dem man für gewöhnlich nicht mehr studiert oder in der Ausbildung ist, sich beruflich schon etwas etabliert hat und auch etwas Kohle verdient.

Die Remakes sind ja dann trotz aller eventueller Enttäuschung immer noch eher etwas für die Leute, die das Original kennen und sei es auch nur um zu vergleichen und um zu sagen, wieviel besser doch das Original war.

So schlecht sind die Neuauflagen dann auch nicht unbedingt. Die neuen Ramboo und Rockyfilme fand ich richtig gut. Auch Transformers 1 fand ich recht unterhaltsam für das was es war.

Und Filme wie Butterfly Effect oder Donnie Darko bleiben mir wohl auch ein bischen länger im Gedächnis, es ist ja nicht so, dass gar nichts Neues mehr zu Tage getreten ist.

Vielleicht nimmt man das auch einfach nur nicht mehr so wahr wie früher, weil man eher dazu neigt, die Welt um einen herum möglichst kritisch zu betrachten, so dass man das Positive kaum noch wahr nimmt.



geschrieben von: Odessa

Donnie Darko
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Oh ja, Kultfilm für mich immer noch :). Mein Hasen-Faible wurde entscheidend durch diesen Film beeinflußt.

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Die heutigen Jungen Menschen kennen die ganzen alten Klassiker nicht mehr. Wenn ich heute in meiner Klasse von Evil Dead Filmen oder Beavis und Butthead rede, haben viele auch keine Ahnung mehr, wovon ich da eigentlich rede.
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Du nennst Beavis und Butthead Klassiker?? "Ich BIN alt" *g*. Frag mal wie ICH mich fühle, wenn ich von Marcello Mastroianni in "la dolce vita" rede. Einem Film, der für mich sowas von "gothic" wäre, dem Grundthema nach. Und als ich den Film sah WAR der schon längst ein Oldie. Gleiches gilt für zahllose andere Werke aus den 60ern und frühen 70ern. Serien wie "Unsere kleine Farm" oder "Der Mann in den Bergen" würde ich nach heutigem Denken auch in die Schiene "Ökos, die naturnah und autark leben und sich menschlichen Werten verpflichtet fühlen" einordnen - und die wären damit eigentlich auch sowas von "gothic-romantisch" ;-)



geschrieben von: Kampfsau

Zitat:
Du nennst Beavis und Butthead Klassiker?? "Ich BIN alt" *g*


Die Serie kam 1993 raus, das ist auch bald 20 Jahre her.Unglaublich oder? Trotzdem ist das nichtmal das Geburtsdatum der jüngeren aus meiner Klasse.

Zitat:
Frag mal wie ICH mich fühle, wenn ich von Marcello Mastroianni in "la dolce vita" rede. Einem Film, der für mich sowas von "gothic" wäre, dem Grundthema nach. Und als ich den Film sah WAR der schon längst ein Oldie. Gleiches gilt für zahllose andere Werke aus den 60ern und frühen 70ern.


Natürlich glaube ich dir das, darum finde ich die Diskussion auch so seltsam. Die Generationen hängen doch alle irgendwie aneinander dran . Vielleicht ändert sich der Ausdruck etwas aber das Wesen der Menschen ändert sich im großen und ganzen nicht.

Wenn Linkin Park in Crawling die Angst und Wut thematisiert, die mit Missbrauch und Gewalt einhergeht, ist das auch nur eine Form eines Sachverhaltes, die leider Millionenfach weltweit in irgendeiner Form von Menschen durchlebt wird und diese Angst und Schande gab es innerhalb der Menschheitsgeschichte durchgehend.

Nur bestimmt haben darüber auch schon genug Blues Musiker Lieder geschrieben.

Darum ist es doch seltsam, wenn man sich jetzt an gegelten Haaren oder Augenklappen so hochzieht.

Die Hair bzw Glam Metal Bands um David Bowie und Bands wie Kiss die ja teilweise auch mit extravagantem Auftreten auffielen, sollen sich angeblich auch an dem japanischem Kabukitheater orientiert haben.

Alles baut aufeinander auf, aus dem Blues ging Musik wie der Rock and Roll hervor. Aus Rock and Roll spaltete sich der Hard Rock ab, daraus entstand dann der Heavy Metal und Heavy Metal trug dann auch extrem viele Stilblüten. Vieles war auch die durchmischung althergebrachter Dinge, so sind moderne Symphonic Metalbands wie Epica oder wie es Nightwish besonders früher war, auch sehr stark an klassischer Musik orientiert.

Ich würde nicht über die Jugend meckern, junge Menschen werden durch ihr Umfeld geformt und wenn junge Menschen kaum manieren haben , wenig kreativ sind oder sonstwie Defizite aufweisen, dann wäre es doch fatal, den Fehler allein bei den Jungen zu suchen.

Verantwortlich ist eher die Elterngeneration, die ihren Kindern keine stabile Kindheit bieten konnte. Obwohl man das so ja auch nicht unbedingt sagen kann.

Das hängt ja alles zusammen. Ich würde auch niemals sagen "Die Jugend heutzutage", eher würde ich sagen, "eine bessere Erziehung und Kindheit konnten wir nicht bieten?"

Dabei stellt sich auch die Frage, ob alles wirklich so schlecht ist wie man es sich oft einredet. Ich finde es gibt nachwievor noch sehr gute Bands und Filme die viel Spaß machen und auch Konzerte und Festivals die ordentlich rocken.



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau
Für mich wirkt eher der Gedanke eine Stunde oder mehr in das Schminken zu investieren sehr befremdlich.

Wer schön sein will, muss eben Zeit investieren. Könner und Kenner brauchen dafür sicher keine Stunden. Aber auch nicht 5 Minuten, wie oben erwähnte Hampelmänner.

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau
Was ist denn peinlich oder abstoßend? Das ist doch auch ziemlich subjektiv.

Ach bitte. Ich muss dir jetzt nicht wirklich erst erklären, dass Szenen/Subszenen ein gewisses Ästhetikempfinden, in diesem Sinne das Charisma eines Idealbildes, teilen? Ist bei den Emos nicht anders als bei den Black Metallern. Wenn da ein Typ in Jogginghose, Reno-Tüte und Bio-Latschen zwischen rumspringt, kannst du kaum erwarten, dass das mit offenen Armen empfangen wird.

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau
Ja warum nicht, Auf Veranstaltung wie dem WGT oder dem Mera Luna wird man allein auch aufgrund der Größe immer auch Leute treffen, die das ganze vielleicht nicht ganz so ernst nehmen.

Ja, das sind die Schwachköpfe, die eh nicht wissen, wozu diese Veranstaltungen mal gedacht waren. Wenn nur einer dieser Leute etwas mit Gothic oder Wave am Hut hat, fress ich 'nen Besen.

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau
Mal ehrlich, ich bin nicht so fest in dieser Szene verwurzelt

Dann lass doch das Geschreibse, wenn dich das eh alles nicht juckt. Sowas geht mir vielleicht auf den Zwirn.



geschrieben von: Ronin76

Zitat:
Kätzenöhrchen, Augenklappen und ähnlicher Pups sollen deiner Ansicht nach also eine Fortentwicklung früherer Szenemode sein?

Modische Augenkappen gabs auch schon 1985.

http://idolator.com/assets/resources/2008/04/pete_burns_spinning_you_right_round.jpg

Video (ab Sek. 50 Augenkappe)


Hier gibts noch einen langen Früher/Heute Thread zu 80er Stars. Auf Seite 3 zB Gahan/Gore und Adam Ant.



@Hare-Krishna-Zwerg

Rap und Techno wurde zwar in den 80ern erfunden, große Popularität bekam das Zeug jedoch zumindest in Deutschland erst in den 90ern. Zwischen USA und Europa gabs auch immer noch ein paar Jahre Verzögerung. Nun, eigentlich waren sogar die 70er mit dem Hit "Rapper´s Delight " von 1979 der Startschuß für HipHop. Selbst Mitte der 90er mussten sich Hopper die überbreiten Hosen zT noch selbst basteln, indem sie sich ne XXL-Jeans gekauft und dann abgeschnitten hatten. Dazu gabs notwendigerweise noch einen engen Gürtel und das Hemd wurde über die Hose gehängt. :D



geschrieben von: Todessehnsucht

Zitat:
Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau Für mich wirkt eher der Gedanke eine Stunde oder mehr in das Schminken zu investieren sehr befremdlich.
Wer schön sein will, muss eben Zeit investieren. Könner und Kenner brauchen dafür sicher keine Stunden. Aber auch nicht 5 Minuten, wie oben erwähnte Hampelmänner.


Also ich will ja nix sagen einerseits Fasching kritisieren und andererseits sowas fordern .... sorry aber kann es sein das du nur dein Schönheitsideal durchdrücken willst und mehr gar nicht dahinter steckt oder weisst du was du willst?



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

War mir vollkommen klar, dass jetzt jemand mit dieser Disco-Scheiße ankommt. Dead or Alive sind wohl kaum repräsenativ für das Gothic-/Wave-Umfeld und Pete Burns auch kein Idol, an dem man sich großartig orientiert hätte (außer Thomas Anders vielleicht ;)).

Zitat:
Original geschrieben von Todessehnsucht
Also ich will ja nix sagen einerseits Fasching kritisieren und andererseits sowas fordern.


Wer fordert bitte Kinderfasching? Liest du eigentlich, was ich hier schreibe? Kunst kommt von Können. Und viele können's eben nicht.



geschrieben von: Ronin76

Zitat:

War mir vollkommen klar, dass jetzt jemand mit dieser Disco-Scheiße ankommt. Dead or Alive sind wohl kaum repräsenativ für das Gothic-/Wave-Umfeld und Pete Burns auch kein Idol, an dem man sich großartig orientiert hätte (außer Thomas Anders vielleicht ).


Das gehört aber auch zu den 80ern, oder stört das nun deinen ultragruftigen Egotrip ? Lautet der Titel des Themas etwa "Die schwarzen 80´s" ? Mir persönlich gefällt das Lied, auch wenn das nun eher Pop ist und Pete Burns ist nicht nur für Thomas Anders eine beeindruckende Persönlichkeit. Oh Scheiße, da kommt gerade Madonna im Radio, jetzt muß ich mir die Ohren zuheben ! :rolleyes: (isch abe aber gar kein Radio.. :D)



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Zitat:
Original geschrieben von Ronin76
Lautet der Titel des Themas etwa "Die schwarzen 80´s" ?

Ich fürchte, genau darum geht es hier, auch wenn der Titel nicht direkt darauf hinweist. Der Inhalt tut es jedenfalls. Guten Morgen. :rolleyes:



geschrieben von: poison

ich gebe es nur ungern zu, doch allmählich wäre ich wirklich neugierig, ein photo des herrn "FDJ" zu sehen, in Hinblick auf liebevoll gepflegte, originalgetreue optik (keine ironie !!)



geschrieben von: Ronin76

@poison

Such dir Einen aus:

http://www.religiousfashion.org/wp-content/uploads/2009/10/hare-krishna.jpg


Zitat:
Ich fürchte, genau darum geht es hier, auch wenn der Titel nicht direkt darauf hinweist





geschrieben von: Nix

FDJ hat recht.



geschrieben von: Vorwärts FDJ!

Und der Rest seine Ruhe oder was? ;)



geschrieben von: Ronin76

Zur Versöhnung gibts nun ein Industrial der Band Factual aus deren Album Psychotic Romance von 1983. Standing Alone..

http://www.youtube.com/watch?v=vOHyHSX5TD8

Ich hoffe es passt diesmal in die richtige Schublade.



geschrieben von: Nix

Genesis P. Orridge wird es danken.



geschrieben von: poison

hi Ronin
ich weiss deinen humor zu schätzen ... doch wirklich weiter hilft mir das nicht, denn meine anfrage war durchaus ernst gemeint ...

zugegebenermassen, mir imponiert, wie FDJ diese Bastion (auch im tonwerk) so vehement verteidigt .... sogar, wenn die wortwahl bisweilen arg ... federsträubend ... ausfällt ...



geschrieben von: JohnSteed

Naja OMD wollens ja nochmal versuchen....
Bin ja gespannt.





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