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Geschrieben von Hybrid Andante am 21-07-2011 um 11:05:

Zitat:
Original geschrieben von bradóg

Beweisen ... es wird immer wieder erwartet, beweisen zu müssen, sofern jemand - ob ich oder wer auch immer - etwas thematisiert hat.


Eigentlich nicht, es wird lediglich erwartet, dass Thesen die aufgestellt werden auch begründet werden, eben um zu zeigen, dass man sich Gedanken gemacht hatz und nicht einfach hirnlos etwas vor sich hinbrabbelt Und um dem Gesprächspartner zu ermöglichen mitzureden und auf die Argumente einzugehen


Zitat:
Wie gesagt, "Nachdenken" ist das Lösungswort


Dann schlage ich vor, du fängst endlich mal damit an

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15 Mann auf des toten Manns Kiste, yo ho ho, und 'ne Buddel voll Rum!


Geschrieben von Demon17 am 21-07-2011 um 11:22:

Was für ein Eiertanz.

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Archiv der Lüge



*********************prayers on fire**********************

Verhüllendes Schweigen an silbernen Wassern der Schwermut.
Ein kriechendes Wesen aus Kälte verstorbener Seelen,
im klammen Gefängnis erloschener Asche der Glut.
Befreit sind vergessene Ängste und gierig; sie stehlen
dem Leben die Hoffnung auf bessere Zeiten im Tod.


Geschrieben von bradóg am 21-07-2011 um 11:30:

Hier werden hauptsächlich Beweise erwartet. Was ist schon ein Beweis? Nichts in Stein gemeiseltes, wie aber oft angenommen, bzw. davon ausgegangen wird. Ein Beweis wird gemeinhin als ein " so ist es und nicht anders" gesehen und genau darin steckt das eigentliche Problem. Denn von einer anderen Perspektive aus betrachtet, ist ein Beweis nicht unbedingt ein Beweis und darum geht es m. E. nicht darum zu beweisen, sondern sich in andere Ansichten einzudenken, einzufühlen usw. Das wurde hier aber auch schon mehrfach erläutert.

Was das Begründen angeht, sieht es m. E. so aus, daß es nicht unbedingt relevant ist, wie gut und verständlich die geäußerten Gründe sein mögen, sondern Gründe u. a. deshalb abgelehnt werden, weil man User X ist und gegen User X eine Aversion besteht. Andere User können sich dagegen sonstwas erlauben, ihnen wird jenes nachgesehen, was anderen angekreidet wird. Ganz nüchtern betrachtet, das ist eine Feststellung, nicht mehr und nicht weniger, von Opferrolle keine Spur. Manche können somit begründen, wie se wollen, die Gründe werden u. a. aus diesem Grund nicht gelten gelassen. Zudem sind hier auch viele Gründe genannt worden, die nicht gesehen oder auch beabsichtigter Weise übersehen wurden. Denn wenn man die Texte gründlich liest, wird man auch Begründungen finden. Da sich hier ja auch Erwachsene befinden, die sich für intelligent halten, ist es m. E. nicht notwendig, bei Punkt 0 zu beginnen, sondern es ist voraussetzbar, daß das Gehirn für das benutzt wird, für was es u. a. vorgesehen ist.

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~ Wann war eigentlich heute? ~


Geschrieben von bradóg am 21-07-2011 um 11:47:

Zitat:
Original geschrieben von Christian220
Streitet Euch bitte nicht!


Du, ich streite mich nicht, ich bin völlig ruhig und äußere das ohne jegliche Wut.

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Geschrieben von Christian220 am 21-07-2011 um 12:46:

Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Und gerade Letztere werden mit einer solchen Argumentation abgestoßen.
Was hältst Du von "Empört Euch!" von Stéphane Hessel? Glaubst Du, Empörung ist niemals angebracht?

Click!


Geschrieben von bradóg am 21-07-2011 um 13:23:

Bin zwar nicht TTP, hab' das Lied aber auch angehört und finde den Text klasse und zutreffend. Allerdings meine ich auch- wie in einem Kommentar darunter steht - daß Krieg im herkömmlichen Sinne nicht die Lösung ist, das gab es schon zur Genüge, sondern nur ein neues, globales Gesellschaftskonzept die Lösung sein kann und darum werde auch ich mich weiter über Mißstände empören.

Auch u. a. diesen Beitrag über bzw. mit Stéphane Hessel bringt es auf den Punkt ...

Nochmal "click"

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Geschrieben von Demon17 am 21-07-2011 um 13:55:

Jau, dann leg dich bitte mit dem Kapital an. An diesem Board gehört nicht viel Mut dazu. Ich habe sowieso manchmal den Eindruck, das das hier für manchen Leute ein Ersatzkriegsschauplatz ist, die sich besser an die gesellschaftlichen Institutionen halten sollten.

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Ein kriechendes Wesen aus Kälte verstorbener Seelen,
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Befreit sind vergessene Ängste und gierig; sie stehlen
dem Leben die Hoffnung auf bessere Zeiten im Tod.


Geschrieben von bradóg am 21-07-2011 um 14:19:

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Jau, dann leg dich bitte mit dem Kapital an. An diesem Board gehört nicht viel Mut dazu. Ich habe sowieso manchmal den Eindruck, das das hier für manchen Leute ein Ersatzkriegsschauplatz ist, die sich besser an die gesellschaftlichen Institutionen halten sollten.


Es gibt noch weit mehr als nur Kapital, wo m. E. Empörung angebracht ist. Ich mache nicht nur hier den Mund auf, wie manch anderer, sondern praktiziere dies auch an zuständiger Stelle und zwar von Angesicht zu Angesicht, u. a. auch bei der Geschäftleitung meiner bisherigen Brötchengeber oder wem auch immer.

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Geschrieben von Demon17 am 21-07-2011 um 14:35:

Wichtig dabei ist, dass man gewinnt und das es sich für einen selbst und andere auszahlt.

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Ein kriechendes Wesen aus Kälte verstorbener Seelen,
im klammen Gefängnis erloschener Asche der Glut.
Befreit sind vergessene Ängste und gierig; sie stehlen
dem Leben die Hoffnung auf bessere Zeiten im Tod.


Geschrieben von Christian220 am 21-07-2011 um 14:40:

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
An diesem Board gehört nicht viel Mut dazu.
Eigenschaften und Verhaltensweisen von Menschen, die in der Gesellschaft zu empörenden Zuständen führen, richten auch in Foren Unheil an. Warum sollte ziviler Ungehorsam in Foren ausgeschlossen sein? Menschlich kann man überall sein, auch in Foren. Ziviler Ungehorsam bzw. Zivilcourage gehören zur Menschlichkeit. Respekt und Kritik schließen einander nicht aus.

"Bürgerlicher Ungehorsam ist das angeborene Recht jeden Bürgers. Gibt er es auf, hört er auf, ein Mensch zu sein." (Mahatma Gandhi)


Geschrieben von Christian220 am 21-07-2011 um 14:42:

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Wichtig dabei ist, dass man gewinnt und das es sich für einen selbst und andere auszahlt.
Wichtig ist die Menschlichkeit, egal ob man gewinnt oder es sich auszahlt. (anderes Szenario)

Z.B. war es menschlich, dass sich John Rabe schützend vor die Chinesen gestellt hat, auch wenn die Japaner alle erschossen hätten. (Film "John Rabe")


Geschrieben von bradóg am 21-07-2011 um 14:48:

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Wichtig dabei ist, dass man gewinnt und das es sich für einen selbst und andere auszahlt.


Ob man gewinnt, weiß man vorher nie sicher, doch wer nix wagt, der nix gewinnt und weil eben viele Angst vor den möglichen Folgen haben, wenn sie sich wehren - was durchaus auch verständlich ist - wird erst garnix gewagt. Doch die Folgen des nix gewagt habens holen einen auch irgendwann ein. Und darum meine ich, daß es wichtig ist, kritisch zu sein, alles zu hinterfragen und wenn nötig, bereits den Anfängen zu wehren.

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Geschrieben von Hybrid Andante am 21-07-2011 um 15:25:

Zitat:
Original geschrieben von bradóg

Und darum meine ich, daß es wichtig ist, kritisch zu sein, alles zu hinterfragen und wenn nötig, bereits den Anfängen zu wehren.


Na dann bin ich jetzt mal kritisch und hinterfrage, warum ich alles hinterfragen sollte und am besten damit anfänge das Rad neu zu erfinden? Schließlich kostet mich das sehr viel Zeit und Energie!

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15 Mann auf des toten Manns Kiste, yo ho ho, und 'ne Buddel voll Rum!


Geschrieben von bradóg am 21-07-2011 um 15:35:

Zitat:
Original geschrieben von Christian220
Eigenschaften und Verhaltensweisen von Menschen, die in der Gesellschaft zu empörenden Zuständen führen, richten auch in Foren Unheil an. Warum sollte ziviler Ungehorsam in Foren ausgeschlossen sein? Menschlich kann man überall sein, auch in Foren. Ziviler Ungehorsam bzw. Zivilcourage gehören zur Menschlichkeit. Respekt und Kritik schließen einander nicht aus.

"Bürgerlicher Ungehorsam ist das angeborene Recht jeden Bürgers. Gibt er es auf, hört er auf, ein Mensch zu sein." (Mahatma Gandhi)



Bürgerlichen Ungehorsam sehe ich nicht nur als Recht jeden Bürgers, sondern wenn angebracht, auch mehr oder weniger als Pflicht, im Sinne von Verantwortung. Überall wo sich Unheil anbahnt oder bereits seinen Lauf genommen hat, ist Zivilcourage und Mut wichtig. Die da oben sind nur so groß und vereinnahmend, weil die da unten Verantwortung abgegeben haben und die da oben machen ließen. Und so ist es nicht nur in der Politik. Auch im Privaten ist Mut und Zivilcourage m. E. wichtig.

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Geschrieben von bradóg am 21-07-2011 um 16:58:

Zitat:
Original geschrieben von Hybrid Andante
Na dann bin ich jetzt mal kritisch und hinterfrage, warum ich alles hinterfragen sollte und am besten damit anfänge das Rad neu zu erfinden? Schließlich kostet mich das sehr viel Zeit und Energie!


Es wird Dich vielleicht noch viel mehr Zeit, Energie oder im krassesten Fall gar Dein Leben oder das vieler anderer kosten, wenn Du nicht hinterfragst. Ich meinte damit nicht, daß Du das Rad neu erfinden sollst, doch lassen wir uns sehr viel erzählen, sind leichtgläubig, naiv oder bequem etc. und enttäuscht oder nehmen sogar Schaden, wenn wir nicht hinterfragen. Du machst Dich dadurch auch zum Spielball. Nicht überall, wo etwas Bestimmtes draufsteht, ist dies auch drinnen und nicht überall, wo was versprochen wird, wird es auch gehalten. Simples Beispiel dieses Board hier. Es steht GGB darauf und ist wenig Gothic drinnen (ohne das jetzt wertend zu meinen). Zudem kann auch sein, daß das Rad zwar existiert und man akzeptiert es so, weil es schon immer so beschaffen war, doch kann das Rad auch weiterentwickelt werden. Klar, es ist rund, hat Speichen, Felgen oder was auch immer, doch die Laufeigenschaften können möglicherweise verbessert werden, die Qualität oder was auch immer (im übertragenen Sinne). Wenn man Dinge hinterfragt, versteht man sie möglicherweise besser, im Sinne dessen, daß man zwar gewußt hat, daß etwas so gemacht wird, doch nicht warum. Hinterfragen kann bilden und ermöglicht auch, Zusammenhänge zu erkennen oder besser zu verstehen usw. usf. Das schafft Fundament.

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