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-- linientreue und sturheit (http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?threadid=55944)


Geschrieben von Kinch am 15-07-2011 um 21:47:

Zumindest wird offensichtlich, dass du in missionarischer Tätigkeit unterwegs
ist und nicht in mediatorischer wie du es vorgibt zu sein, Christian220.

Enttäuschend, aber nicht überraschend. In der Vergangenheit hat sich öfters
gezeigt, dass Menschen die vorgeben kommunikative Defizite hier angehen zu
wollen, lediglich darum bemüht waren, ihr eigenes Weltbild zu pushen. Deine
völlig einseitigen Schuldzuweisungen und deine Versuche irgendwelche absurden
Motivationskomplexe einigen Diskutanten hier zu unterstellen, um sie zu
diskreditieren, sprachen ehrlich gesagt von Anfang eine deutliche Sprache.

Ich gebe dir den unverbindlichen Rat: Wenn du nicht möchtest, dass deine
Meinungen mit Sachargumenten konfrontiert werden, dann solltest du auch nicht
versuchen sie mit Sachargumenten zu untermauern. Derartiges geht in der Regel
nach hinten los, wie man an der Homöopathie-Diskussion sehen kann. Jedenfalls
kannst du davon ausgehen dass, wenn du objektiv Falsches oder
Unwahrscheinliches behauptest, sich jemand finden wird, der dagegen
argumentiert.

Deine Metaphern und Analogien kannst du gerne weiter bringen, aber ich
befürchte, dauerhaft wirst du nur bei sehr wenigen Menschen damit Interesse
wecken, weil sie insgesamt doch sehr substanzlos sind.

Aber versuche in Zukunft darauf zu verzichten, den Mediator zu spielen, wenn du
es nicht vorhast zu sein. Ich finde das leicht anmaßend.

Das Thema ist dann für mich vorerst erledigt.

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Neu, neu, neu, neu: Kinch jetzt mit geschlossenem PN-Fach. (Emails sind leider noch möglich, aber daran wird gearbeitet)

Haftungsauschluss: Beiträge können Spuren von Sarkasmus enthalten. Außer Reichweite von Kinder, Schwangeren und Menschen mit sensiblem Gemüt aufbewahren. Gerüchte, dass Kinch auf freundliche und sachliche Worte entsprechend reagiert, entbehren jeder Grundlage. Kommentieren auf eigene Gefahr. Psychiater haften für ihre Patienten.


Geschrieben von Philon am 16-07-2011 um 02:53:

Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Ich bin Der gutmütige Realist.

Das trifft es so dermaßen (vor allem das mit dem "menschlich und emotional" bleiben bei allen Dingen, die Abneigung gegen Menschenmassen, Lärm und Trubel, die Detailverliebtheit und der Perfektionismus, sich alten Werten verpflichtet fühlen, der Loyalität usw.), daß ich selbst überrascht bin. Für einen quasi Allerweltstest so mal in zwei Minuten nebenbei aus Spaß gemacht - echt in Ordnung ;-).


Es gab vier Profile, Idealist, Macher, Realist und Denker...fand ich voll interesant. Also ich bin:
Der engagierte Idealist
Der zielstrebige Realist
Innovative Denker
Der energische Macher

__________________
Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren. - Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)


Geschrieben von Philon am 16-07-2011 um 03:11:

Zitat:
Original geschrieben von Kinch

Ich gebe dir den unverbindlichen Rat: Wenn du nicht möchtest, dass deine
Meinungen mit Sachargumenten konfrontiert werden, dann solltest du auch nicht
versuchen sie mit Sachargumenten zu untermauern. Derartiges geht in der Regel
nach hinten los, wie man an der Homöopathie-Diskussion sehen kann. Jedenfalls
kannst du davon ausgehen dass, wenn du objektiv Falsches oder
Unwahrscheinliches behauptest, sich jemand finden wird, der dagegen
argumentiert.


Stimme ich dir in allem zu, aber das hier hat mir richtig gefallen!

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Das schönste Glück des denkenden Menschen ist, das Erforschliche erforscht zu haben und das Unerforschliche zu verehren. - Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)


Geschrieben von bradóg am 16-07-2011 um 07:37:

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Da müsstest Du mal meine Auseinandersetzungen mit LaChatte über Esoterik lesen. Das zieht sich über hunderte von Beiträgen hin und wir haben uns immer gut verstanden. Ich finde Dein Urteil viel zu pauschal. Irgendwie habe ich auch den Eindruck dass die Aussätzigen längst den Ton angeben.


Ich habe nicht behauptet, daß es immer so ist, ich schrieb "in gewisser Weise". Wenn man mal den Verlauf vieler Threads anguckt, zeigt sich oft der gleiche Verlauf. Sobald jemand Ansichten äußert, die nicht dem Üblichen entsprechen, wird die verbale Keule ausgepackt oder ignoriert oder dessen Aussagen ins Lächerliche gezogen. Auch manch neuem User - der anders tickte, als man es sich vorstellte - wurde von vorneherein der Garaus gemacht und das verstehe ich unter "Massengrab abgeschlachteter Gedanken".

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~ Wann war eigentlich heute? ~


Geschrieben von bradóg am 16-07-2011 um 08:51:

Zitat:
Bringt man Menschen dadurch zur Vernunft,dass man sie heruntertransformiert? Denn der Ideenreichtum, ganz gleich welche davon realistisch einschätzbar ist, ist der Gradmesser dafür, ob jemand sozusagen ein gewisses Leben im Oberstübchen hat.


Sehe ich auch so.

Es stellt sich zudem die Frage, was ist denn Vernunft, wo fängt sie an und wo hört sie auf. Es gibt m. E. keine klaren Grenzen. Was den Ideenreichtum, bzw. das Leben im Oberstübchen angeht, muß ich in dem Zusammenhang an eine Aussage von R. Dahlke denken ... "mit 30 gestorben, mit 80 begraben" oder an "sie sind schon tot, sie wissen es nur nicht". Was ist ein Leben ohne Kreativität und ohne eine gewisse geistige Flexibilität und Neugierde? Stagnation, Starre, Tod ... finde ich. Bildlich gesprochen entspricht das m. E. einer geistigen Haltung, die einer geradlinigen Autobahn ohne Abfahrt gleicht, auf der es nichts zu entdecken gibt.

Zitat:
Mit bevormundenden Elementen gelingt es nicht, den Menschen neugierig zu machen, im Gegenteil, er leistet Widerstand.


Da ist was dran. Bevormunden = Besserwisserei, Verschlossenheit / Neugierde = Begeisterung, Motivation, Offenheit.

So finde ich z. B. den Beitrag von Christian 220 - nicht wie Du Kinch - missionarisch oder bevormundend, sondern viel mehr motivierend und offen. "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier" ... so heißt es nicht umsonst und wie gesagt, er trampelt hauptsächlich auf ausgelatschten Pfaden, weil er die kennt, da weiß er, was er hat. Die Möglichkeiten, die er zu haben meint, entsprechen zumeist wenigen, oft nur "entweder - oder, schwarz - weiß". Dazwischen gibt es jedoch zig Möglichkeiten bzw. eine Palette an Farben, die nicht erkannt und somit nicht genutzt werden.

Zitat:
Dieses Abenteuer beginnt damit, dass wir das Vertraute in Frage stellen und uns dem Verrückten zuwenden. Es beginnt nicht damit, dass wir das Verrückte für noch verrückter erklären, das noch schwache Neue argumentativ zerschießen (was ein Kinderspiel ist, auf das wir uns nichts einbilden müssen!) ...


Es wird oft auch davon ausgegangen, daß das Vertraute das Richtige ist ... doch ist es das? "Ver-rückt" bedeutet eigentlich nichts anderes, als vom Üblichen abzuweichen. Meistens wird Verrücktsein mit Irrsinn in Verbindung gebracht. Wenn ich einen Schrank verrückte, dann ist der Schrank nicht irr, sondern steht nicht mehr am vorherigen, gewohnten Platz ... nicht mehr und nicht weniger. Ansonsten stellt sich bezüglich der ewigen Argumentiererei m. E. auch die Frage, ob diese Herangehensweise das Gelbe vom Ei, bzw. die Lösung darstellt. Vielleicht ist ein schlichtes Betrachten und Beobachten sehr viel aufschluß- und hilfreicher?!

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~ Wann war eigentlich heute? ~


Geschrieben von Demon17 am 16-07-2011 um 10:49:

Ich würde gerne mal einige dieser "neuen" Ideen kennen lernen bradóg. Sind es Verschwörungsrheorien nach dem Motto, die Amerikaner waren gar nicht auf dem Mond, oder haben 9/11 selbst inszeniert, oder eher naive Utopien, die ohne jeden Realitätsbezug kleine Theorien produziren, die leicht mit einigen Beispielen zu wiederlegen sind. Mein Lieblingssport als ich noch Geschichte studierte. Sidney Pollard stellte zwei pro Seminareinheit vor und ich durfte sie dann abschießen. Es hat uns beiden Spaß gemacht. Wir haben es nicht als Blutbad begriffen. Eher als Tontaubenschießen.

Im Grunde geht es in der Philosophie ja um Wahrheit. Wir halten für wahr, was unserem Wissen, das heißt den bereits sinnvoll integrierten Informationen entspricht, die wir im Laufe unseres Lebens gespeichert haben. Naive Utopien widersprechen dann bei vielen Leuten ganz einfach der Lebenserfahrung. Trotzdem halten sie sich an der Uni manchmal ziemlich lange, da ja sie ja in der Regel einer postulierten Moral entsprechen. So hat derjenige, der widerspricht natürlich auch die Begründungslast zu tragen und muss erst aufwendig darstellen warum das vordergründig moralische im Grunde unmpralisch ist, nicht nur weil es in der Realität zu kostspieligen Fehlentwicklungen in der Gesellschaft führen kann, sondern einfach auch, weil es den Leuten die Zeit stiehlt mit der sie sozial anerkanntes Wissen gewinnen könnten um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. (Ein ernstes Problem in der Soziologie.) Kommen wir auf meine Definition von Wahrheit zurück, (Wir halten für wahr, was unserem Wissen, das heißt den bereits sinnvoll integrierten Informationen entspricht, die wir im Laufe unseres Lebens gespeichert haben.) Je mehr Informationern ein Mensch bereits sinnwoll integriert hat, desdo anspruchsvoller und aufwendiger wird die Prüfung neuer Informationen, desdo unwahrscheinlicher wird es, das bereits vielfach geprüfte Überzeugungen und Theorien ohne großen empirischen Aufwand zugunsten der neuen Ideen von Leuten aufgegeben werden, die sich meistens nicht die Mühe machen, empirischen Support für den Wahrheitsgehalt ihrer Hypothesen vorzustellen. Häufig ist es so, das gerade Menschen, die im Grunde sehr wenig wissen, diesen Utopien besonders zugänglich sind. Insofern sind Utopien und Moral oft auch die geistigen Waffen der Dümmeren, denen nicht klar ist, was sie tun, wenn sie die gesellschaftlichen Geltungskriterien für Wahrheit und gesichertes Wissen einfach außer Kraft setzen. Ist ja auch wesentlich einfacher als selber Kompetenz zu erwerben.

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Archiv der Lüge



*********************prayers on fire**********************

Verhüllendes Schweigen an silbernen Wassern der Schwermut.
Ein kriechendes Wesen aus Kälte verstorbener Seelen,
im klammen Gefängnis erloschener Asche der Glut.
Befreit sind vergessene Ängste und gierig; sie stehlen
dem Leben die Hoffnung auf bessere Zeiten im Tod.


Geschrieben von Kinch am 16-07-2011 um 11:25:

Zitat:
Zitat von bradóg
So finde ich z. B. den Beitrag von Christian 220 - nicht wie Du Kinch -
missionarisch oder bevormundend, sondern viel mehr motivierend und offen.
"Der Mensch ist ein Gewohnheitstier" ... so heißt es nicht umsonst und wie
gesagt, er trampelt hauptsächlich auf ausgelatschten Pfaden, weil er die
kennt, da weiß er, was er hat. Die Möglichkeiten, die er zu haben meint,
entsprechen zumeist wenigen, oft nur "entweder - oder, schwarz - weiß".
Dazwischen gibt es jedoch zig Möglichkeiten bzw. eine Palette an Farben, die
nicht erkannt und somit nicht genutzt werden.



Ist deine Ausführung über menschliche Gewohnheit eine Begründung dafür, warum
du ihn motivierend und offen findest, oder eher eine textuelle Koinzidenz?

Ich kann nachvollziehen, warum du ihn motivierend findest; immerhin redet er
dir ja mehr oder weniger nach dem Mund; falls das der Grund für deine Bewertung
ist.

Ich möchte vielleicht noch kurz darlegen, was mich an Christians Ausführungen
stört: Es fängt damit an, dass er sich als ungefragter Mediator präsentiert,
wie man im Thread Kommunikationsproblem nachlesen kann.

Er hat sich selbst nicht als „Mediator“ bezeichnet, obgleich er vorgab, es
ginge ihm um die Qualität und Effektivität der Kommunikation. Er beklagt, ein
Riss durch die Reihen der Diskutanten und allgemeine kommunikative Defizite.

Möchte ich, dass mehrere Parteien zueinander finden, dann muss ich als
objektiver dritter, versuchen beide Positionen nachzuvollziehen und sie
bewertungsfrei zur Kommunikation bewegen, damit sie ihre Interessen und
Positionen wertneutral artikulieren können und sich gemäß ihrer gegenseitigen
Interessen auf einen Kompromiss zu bewegen können. Durch Christian ist nichts
davon passiert: Er war nicht neutral, sondern bezog eine eindeutige Position.
Damit forciert er gerade den Riss, den er zuvor beklagte, weil er eine
eindeutige Distinktion zwischen „Täter” (Analytische Menschen) und „Opfer“
(Menschen die nicht mit Sachargumenten diskutieren wollen) zog. Darüber hinaus
war er auch nicht bewertungsfrei, sondern assoziierte die eine Gruppe mit
Mördern und Menschenschlächtern und unterstelle ihnen geistige Inflexibilität,
Asozialität, vorurteilsbehaftete Diskussionsverhalten und weitere charakterliche
und ethische Defizite.

Natürlich begnügte er sich auch damit, sich selbst zu befruchten und seine
Unterstellungen im Wesentlichen durch sich selbst zu belegen. Jedenfalls habe
ich ihn ihm keinerlei Ambition wahrgenommen auch nur einmal zu versuchen, die
Positionen der anderen und ihre Motivation nachzuvollziehen. Er fragte nicht
ein einziges mal jemanden, warum derjenige ausgerechnet so argumentierte wie er
es tat oder wie derjenige zu seinem Weltbild kommt; es ist ihm schlicht nicht
wichtig andere Menschen zu verstehen, weil er glaubt sie und ihre Motivationen
schon genauestens zu kennen und entsprechend aburteilen zu können.

Dass das natürlich diametral zu seinem Selbstanspruch steht und er damit quasi
als Prototyp des von ihm angeblich kritisierten Verhalten dient, nimmt er
selbst natürlich nicht wahr, oder es scheint ihn nicht zu stören.

Man muss meiner Meinung nach schon, eine besondere Auffassung von „Offenheit”
haben, um ihn offen zu finden. Er geht in der Regel nur pro forma aber nicht
mit Mühe oder aufrichtigem Interesse auf die Beiträge anderer User ein. Zähl
doch bitte mal selbst die Sätze die er so von sich gibt und die sich auch
tatsächlich mit einem Diskutanten befassen.

Das alles ist mir nicht wirklich neu; ich habe ja schon eine gewisse
Diskussionserfahrung und kenne derartiges Diskussionsverhalten wirklich im
ausreichenden Maße. Ich persönlich kann mir aber nicht vorwerfen, es nicht
aufrichtig versucht zu haben. Ich habe versucht Christian meine Motivation für
die Diskussion näher zu bringen und war bereit durchaus auch mit ihm über mein
Diskussionsverhalten zu reden; leider zeigte er sich darin natürlich völlig
desinteressiert, weshalb ich es letztendlich aufgab.

Was hier außerdem obligatorisch ist und worin du dich auch gerne badest, ist
natürlich der Opfer-Status. Das ist eine rhetorische (oder psychologischer)
Masche, die man im Grunde in jeder Diskussion mit gutem Gewissen erwarten kann.
Neben dem bewussten Falsch-Verstehen von Aussagen oder dem unzusammenhängenden
Paraphrasieren ist es eine der beliebtesten Verfahren, um Diskussionen schnell
in seinem Sinne zu beeinflussen. Das geschieht in etwa so, dass man seine
Meinung selbst als tabuisierte und meistens auch revolutionär-originelle
Minderheiten-Meinungen darstellt. Danach spielt es natürlich keine Rolle mehr,
was „die Anderen“ sagen, weil klar ist: Jedes Argument, dass gegen einen
gebracht wird ist natürlich nur Zeugnis ihrer Ressentiments und blinder
Aversion, weil ihr kristalliner Geist sich nichts Neuem öffnen kann oder es
unsichtbare normative Doktrinen geben würde, die die affektive Mehrheit dazu
bringt, die scheue, arme Minderheiten-Meinungs-Menschen fertig zu machen.

Die Masche funktioniert deswegen auch so gut, weil sich sehr viele Menschen mit
ihr identifizieren können (weil ja jeder etwas ganz einzigartig Einzigartiges ist
und die Anderen nur nicht fähig sind einen zu verstehen) und deswegen auch
sofort darauf einspringen, wenn jemand erstmal damit angefangen hat; dass sehe
ich zum Beispiel bei Christian und dir auch wieder bestätigt.

Die Realität ist meistens eine andere: In meiner Erinnerungen warst du es,
der versuchte meine Ansicht ins Lächerliche zu; falls du dich noch ans
grinsende „Das ist eine "logische" Schlussfolgerung” erinnerst. Ich für meinen
Teil, war sehr darum bemüht dir (oder Odessa) nicht das Gefühl zu vermitteln,
ich würde dich für deinen Glauben für minderintelligent oder ähnliches halten.
Ich habe dargelegt, dass ich es für in Ordnung halte, wenn jemand daran glaubt,
dass das kein „Humbug” sei — was du mir unrichtigerweise unterstelltest
aussagen zu wollen — und das der Glaube an Placebos-Therapien eine völlig
normale Konsequenz der menschlichen Wahrnehmung ist. In meiner Wahrnehmung,
bist du es, der nicht tolerieren kann, dass ich es für wissenschaftlich
erwiesenes Placebo halte.

Es ist daher meiner Wahrnehmung nach, mehr als ironisch aber leider auch
äußerst typisch, wenn ausgerechnet du dich jetzt als Opfer verschlossener
Geister, die alles was nicht ihrem Weltbild entspricht, als „Verrückt” oder
„Irrsinnig” bezeichnen, präsentierst. Es ist typisch, weil es, meiner Erfahrung
nach, genau der Wahrnehmungsstruktur der Opfer-Darsteller entspricht. Sie
zeichnen sich durch einen beeindruckenden Mangel an Willen oder Können zur
Selbstreflexion aus; würden sich sich selbst reflektieren, hätten sie es
vermutlich gar nicht nötig, sich als Opfer darzustellen, weil sie
konstruktivere Möglichkeiten des Diskursen entdecken würden.

Das ist übrigens nicht die einzige Diskrepanz zwischen deiner Selbstwahrnehmung
und deinem Verhalten. Ich erinnere nur mal an:

Zitat:
Zitat von bradóg
Kinch hat z. B. keinen Bock auf meine Art des diskutierens und mag mit
solchen Leutchen wie meinereiner nicht mehr abgeben, für mich ist es eher ein
Anreitz, diese scheinbare Hürde zu überwinden, das Problem zu klären und
einen Weg zu finden.



Ach ja? Wo hast du das denn bitte versucht? Du hast, als ich zu diesem
Schluss gekommen bin, gar nichts mehr gesagt. Das Problem wäre für mich schon
dann geklärt gewesen, wenn du dich schlicht von deinen Unterstellungen
distanziert hättest und mir begreiflich gemacht hättest, wo ich dir jene
Aussagen, die du mir andichtete, vermittelt hätte.

Ich jedenfalls bin schon seit Längerem bemüht meine soziale Kompetenz etwas zu
kultivieren, weshalb ich mich auch über Gelegenheiten freue, meine soziale
Interaktion objektiv(er) bewerten zu können. Ich hatte also Christians
Engagement durchaus begrüßt, wurde aber bedauerlicherweise schon durch seinen
zweiten Beitrag in diesem Thread ernüchtert.

Zum Schluss möchte ich hier noch etwas wenigstens einmal öffentlich
klargestellt haben: Die Ganze „Opfer-Rhetorik” könnte ich mir durchaus auch
selbst leisten. Ich vermute, genauso wie mein äußerst differenziertes
Verhältnis zur Religiösität und Spiritualität, passt es nicht in dein oder
Christians impermeables Weltbild, aber als „rationaler” Mensch, erfährt man
durchaus auch oft sehr viel Ablehnung. Ich weiß nicht, ob ich dazu in der Lage
bin meine Aversion gegen jene Mechanismen in der Gesellschaft von meiner
Aversion gegen eure Rhetorik zu trennen, weshalb ich dazu nicht viel sagen
möchte. Ich verbleibe lediglich mit dem Hinweis, dass es allein auf diesem
Board (und natürlich auch sonst) genug Menschen gibt, die mir zu verstehen
geben (wollen), dass meine Art zu diskutieren, zu argumentieren und zu denken,
eine falsche oder minderwertige ist. Ich kann das allerdings sehr gut
akzeptieren und von meinen Diskussionen trennen.

Aufgrund meiner Erfahrungswelt gehe ich davon, dass weder du noch Christian
irgendetwas davon zur Selbstreflexion benutzen werden. Auch das kann ich
akzeptieren. Wenngleich ich darum bitten möchte, dass ihr Verständnis dafür
habt, mich in Zukunft nicht intensiver mit euresgleichen zu befassen werde; und
du kannst natürlich gerne das als Anreiz auffassen, das Problem durch weitere
Mutmaßungen, Polemik und Unterstellungen oder schlicht Schweigen zu klären und
einen Weg zu finden.

Das Thema hat sich dann für mich vorerst erledigt; was bedeutet, dass ich
eventuell nicht auf Antworten eingehen werde. (Ich möchte dir, unabhängig
von meiner menschlichen Position zu dir, aber dennoch danken, dass du mir den
Anreiz gabst meine Aversion gegen deine und Christians Rhetorik zu artikulieren
und daher auch selbst besser nachvollziehen zu können)

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Geschrieben von Synergie am 16-07-2011 um 11:44:

Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Je mehr Informationern ein Mensch bereits sinnwoll integriert hat, desdo anspruchsvoller und aufwendiger wird die Prüfung neuer Informationen, desdo unwahrscheinlicher wird es, das bereits vielfach geprüfte Überzeugungen und Theorien ohne großen empirischen Aufwand zugunsten der neuen Ideen von Leuten aufgegeben werden, die sich meistens nicht die Mühe machen, empirischen Support für den Wahrheitsgehalt ihrer Hypothesen vorzustellen. Häufig ist es so, das gerade Menschen, die im Grunde sehr wenig wissen, diesen Utopien besonders zugänglich sind. Insofern sind Utopien und Moral oft auch die geistigen Waffen der Dümmeren, denen nicht klar ist, was sie tun, wenn sie die gesellschaftlichen Geltungskriterien für Wahrheit und gesichertes Wissen einfach außer Kraft setzen. Ist ja auch wesentlich einfacher als selber Kompetenz zu erwerben.


Das entspricht zu 100% meiner 53 jährigen Lebenserfahrung. Hinterfragt man all diese weitschweifigen Phantastereien, bleibt nichts als heiße Luft. Und, speziell im Internet, die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit und Gruppenkuscheln. Substanz hat all das nicht. Ich überfliege das meist nur noch und finde dabei u. U. Perlen wie das Zitierte, was mich für die aufgewandte Lesezeit entschädigt.

MfG


Geschrieben von Nix am 16-07-2011 um 11:58:

Zitat:
Original geschrieben von bradóg
Auch manch neuem User - der anders tickte, als man es sich vorstellte - wurde von vorneherein der Garaus gemacht und das verstehe ich unter "Massengrab abgeschlachteter Gedanken".


Was heißt Massengrab? Holocaust der Gedanken! Vielleicht gibt es noch ein stärkeres Wort für dieses himmelschreiende grausame Unrecht, das Du wieder und wieder (offenbar so gern) erleidest. Noch dazu auf einem Board, auf welchem die Vorliebe, Gräber aufzusuchen, geradezu optimal ausgeprägt ist.

In Wahrheit ging es Dir nie darum, Deine aufgeblähten und möglichst kuriosen Thesen zu diskutieren. Es ging und geht Dir immer nur um Dich und um Deine vermeintliche Opferrolle, die Du mit wirklich respektablem Aufwand immer wieder zu inszenieren versuchst. Ein Setting, das ermüdet.

Abgestandenes, lauwarmes, alkoholfreies Bier.
Wenn Du Deine Weltsicht aus dem Kuriositätenkabinett nicht diskutieren willst, stelle sie doch in den Nebelpfaden vor. Oder hast Du Angst, dass sie dort keine angemessene Beachtung fände?


Zitat:
Original geschrieben von Kinch
Ich möchte dir, unabhängig
von meiner menschlichen Position zu dir, aber dennoch danken, dass du mir den
Anreiz gabst meine Aversion gegen deine [=bradógs] und Christians Rhetorik zu artikulieren
und daher auch selbst besser nachvollziehen zu können.



Sehr nachvollziehbar. Auch Dir danke für denselben Anreiz.

Zitat:
Original geschrieben von Elementarsatz
Diskussionen, wie sie z.B. hier stattfinden, sollte man nur als sophistische Spielerei und rhetorische Fingerübung betrachten, ohne große Erwartung, etwas neues zu erfahren oder Menschen zur Vernunft zu bringen.


Ja.

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Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.
(Terry Pratchett)


Geschrieben von Demon17 am 16-07-2011 um 12:47:

Arme bradóg,

aber die Nachtwelten als ein Massengrab an innovativen und kreativen Ideen darzustellen, in dem die zarte Pflanze der Kreativität und Innovation mutwillig zertrampelt wird, ist ein typisches Beispiel für die Bildung einer Theorie ohne jeden empirischen Beleg und für die Strategie der moralischen Diffamierung Andersdenkender. Ich bin ja mal gespannt, wie Du aus der Geschichte wieder rauskommst.

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Verhüllendes Schweigen an silbernen Wassern der Schwermut.
Ein kriechendes Wesen aus Kälte verstorbener Seelen,
im klammen Gefängnis erloschener Asche der Glut.
Befreit sind vergessene Ängste und gierig; sie stehlen
dem Leben die Hoffnung auf bessere Zeiten im Tod.


Geschrieben von Christian220 am 16-07-2011 um 12:57:

Zitat:
Original geschrieben von Kinch
Es fängt damit an, dass er sich als ungefragter Mediator präsentiert,
wie man im Thread Kommunikationsproblem nachlesen kann.
Diese Behauptung weise ich entschieden zurück. Ich hatte nie im Sinn, mich als Mediator zu präsentieren. Ganz im Gegenteil! Darum habe ich ja auch einen Thread in den Auswegen gestartet. Weil ich selbst ein Problem habe mit dem, was speziell hier, aber bei weitem nicht nur hier, abgeht.

Meine bisherigen Beiträge stellen lediglich Versuche dar, mich an die Thematik anzunähern. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie man das Problem anpacken kann, denn es ist riesig! Die größte Sch… ist, dass die meisten es nicht einmal zu sehen scheinen oder besser ausgedrückt: es existiert gar nicht für sie – noch nicht! Ich (und einige andere auch) sehe es dafür um so deutlicher und bedrückender vor mir!

Im übrigen stimmt es, dass ich noch nicht auf alle Antworten bzw. nicht gründlich genug darauf eingegangen bin. Das ist weniger eine Frage des Interesses, als vielmehr der Zeit. Ich sehe mir die Antworten genau an und freue mich über jede ehrliche, wenn möglicherweise auch kritische Meinung dazu. Besonders wichtig sind mir allerdings Interesse und Vertrauen, weil ich es wirklich ernst meine.

Sicherlich stecken auch hinter Deinem Verhalten in diesem Thread, Philon, ernstzunehmende Gedanken. Leichter würde es mir allerdings fallen, Deine Position zu verstehen, wenn Du Deine Meinung, z.B. Kritik, offen und ehrlich zum Ausdruck bringst. Ich verstehe momentan nicht, weshalb Du mitten in der Diskussion mit Persönlichkeitstests anfängst. Und ich verstehe auch nicht, dass einige das mitmachen. Soll das eine Verulkung sein, mit der Du Deine Abneigung (wogegen?) zum Ausdruck bringst? Damit würde sich eben das bestätigen, was ich als Problem empfinde, nämlich dass hier Feindschaft herrscht bzw. bestimmte Gedanken massiv unterdrückt werden.


Geschrieben von Synergie am 16-07-2011 um 13:18:

Ich verstehe das ganze Getue nicht.

Zitat:
Original geschrieben von Christian220
Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie man das Problem anpacken kann, denn es ist riesig! Die größte Sch… ist, dass die meisten es nicht einmal zu sehen scheinen oder besser ausgedrückt: es existiert gar nicht für sie – noch nicht! Ich (und einige andere auch) sehe es dafür um so deutlicher und bedrückender vor mir!


Das Nächstliegende wäre, dass diejenigen die ein Problem haben, sich fragen, warum SIE es haben und was SIE selbst daran ändern könnten, denn es ist IHR Problem. Die Leute die keines haben oder sehen, müssen dazu nicht bekehrt oder verunglimpft werden, die sind nur einfach zufrieden. Mir scheint, dass das ein Grundproblem zu sein scheint, dass nämlich einige Leute es nicht ertragen können, wenn andere zufrieden sind und sie dann mit Vorwürfen und Diffamierungen überziehen, frei nach dem Motto, dass, wer zufrieden ist, gleichzeitig nur verblödet sein kann und alles Neue in einem Gedankengenozid niedermähen würde, nur weil geschwiegen wird dazu.

Auf die Idee, dass dem Zufriedenen das ganze verwirrte Theater schlicht egal ist oder er einfach nur just for fun sich die Zeit vertreibt, auf die Idee kommen die selbsternannten Weltretter nicht. Und so dreht sich dieses Karussell der Schuldzuweisungen und der Unzufriedenen ewig weiter. Und das nur, weil sie einfach nicht zufrieden sein können.

Aber das ist deren Problem, konkret also Deines (u. a.).

MfG


Geschrieben von Nix am 16-07-2011 um 13:26:

Zitat:
Original geschrieben von Christian220
Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie man das Problem anpacken kann, denn es ist riesig! Die größte Sch… ist, dass die meisten es nicht einmal zu sehen scheinen oder besser ausgedrückt: es existiert gar nicht für sie – noch nicht!


Ich habe nochmal genau hingesehen.
Es gibt kein Problem, wirklich nicht.
Ich meine es ernst.

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(Terry Pratchett)


Geschrieben von Philon am 16-07-2011 um 13:40:

Ich stelle gerade fest........ich bin glücklich! Dass ich das hier endlich erlebe!...So viele vernünftigen Denker, naja, eine Handvoll, aber immerhin, das gab noch nie.

Meine Buddyliste war noch nie so lang, guckstDU hier:

Creobotra
Cthugha
DarkHaze
Demon17
Elementarsatz
Kinch
Odessa
Randy
Seidenspinner
Synergie

Demon, den Satz der von Synergie hervorgehoben wurde....einfach klasse!

Ansonsten sorry Leute, zu Zeit befindet ich mich in einem "Schreibloch", bin total unmotiviert...jo...typisch Grieche halt!

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Geschrieben von bradóg am 16-07-2011 um 14:03:

Zitat:
Original geschrieben von Demon17 Ich würde gerne mal einige dieser "neuen" Ideen kennen lernen bradóg. Sind es Verschwörungsrheorien nach dem Motto, die Amerikaner waren gar nicht auf dem Mond, oder haben 9/11 selbst inszeniert, oder eher naive Utopien …


Mir geht es ganz allgemein um bestimmte Verhaltensweisen. Verschwörungstheorien schau ich mir sowohl kritisch, als auch mit Neugierde an. Weder befürworte ich sie, noch sage ich, daß diese Lüge oder utopisch sind. Ich sehe sie als ein … "es könnte sein" und lasse es offen. Neugierde hat was von Unvoreingenommenheit, die Kindern zueigen ist und die die meisten Erwachsenen abgelegt haben …

Zitat:
Im Grunde geht es in der Philosophie ja um Wahrheit. Wir halten für wahr, was unserem Wissen, das heißt den bereits sinnvoll integrierten Informationen entspricht, die wir im Laufe unseres Lebens gespeichert haben.


Nicht vielmehr um Weisheit? Du sagst es … wir halten es für wahr. Doch ist es denn DIE (absolute) Wahrheit??? Weise ist vielleicht anzuerkennen, daß wir im Grunde nichts wissen und uns mehr oder weniger darum bemühen, weise zu werden, indem wir forschen. Zumeist wird jedoch gesprochen, als wenn die absolute Wahrheit gefunden wurde und nur so oder so sei es und nicht anders. Ich halte jenes, was im allgemeinen als Wahrheit und Realität verkündet wird, eher als eine Art Momentaufnahme oder ein vorläufiges Ergebnis.
Ich finde, in Deiner Aussage zeigt sich deutlich, daß das Gewohnte befürwortet und was darüber hinausgeht, als utopisch, hirnrissig oder was auch immer abgetan und somit auch abgelehnt wird. Sinnvoll, was ist sinnvoll? Doch das, was man als sinnvoll erachtet. Stichworte: ausgelatschte Trampelpfade, Autobahnen ohne Abfahrten. Wie war das gleich noch, als geglaubt wurde, die Erde sei eine Scheibe und einer kam und meinte, nein, die Erde sei eine Kugel? Sehr viele der Dinge, die wir heute als selbstverständlich sehen, wurden zunächst als utopisch eingestuft und abgelehnt. Auch das, was wir heute als die absolute Wahrheit sehen, wird durch unsere Nachfahren überholt werden und sie werden eine andere Wahrheit haben.
Am Anfang ist immer eine geistige Geburt … ein Gedanke. Jede Erfindung, jede Veränderung hat so begonnen. Argumente wachsen mit den Gedanken. Und manchmal kann man nicht präzise argumentieren, vor allem wird es dann schwierig, wenn es um Immaterielles geht oder man aus dem Bauchgefühl heraus entscheidet. Warum soll man der Möglichkeit nicht genauso Raum lassen?

Zitat:
Naive Utopien widersprechen dann bei vielen Leuten ganz einfach der Lebenserfahrung.


S. o. Desweiteren ... nur weil etwas der Lebenserfahrung entspricht, heißt das nicht gleichzeitig, daß etwas Außergewöhnliches nicht grundsätzlich machbar ist. Wie man etwas in seinem Leben erfährt, hängt doch vor allem von der eigenen Beschaffenheit ab.

Zitat:
... Begründungslast zu tragen und muss erst aufwendig darstellen warum das vordergründig moralische im Grunde unmpralisch ist, nicht nur weil es in der Realität zu kostspieligen Fehlentwicklungen in der Gesellschaft führen kann


Alles kann zu Fehlentwicklungen in der Gesellschaft führen, da eine entscheidende Rolle spielt, was aus etwas gemacht wird.

Zitat:
... sondern einfach auch, weil es den Leuten die Zeit stiehlt mit der sie sozial anerkanntes Wissen gewinnen könnten um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.


Sozial anerkanntes Wissen … na ja. Das ist dann wohl das einzig gutes Wissen, nur weil es sozial anerkannt ist? Vielleicht stiehlt manches Wissen was sozial anerkannt ist, den Leuten die Zeit und hindert sie daran, sich weiter zu entwickeln.

Zitat:
Kommen wir auf meine Definition von Wahrheit zurück, (Wir halten für wahr, was unserem Wissen, das heißt den bereits sinnvoll integrierten Informationen entspricht, die wir im Laufe unseres Lebens gespeichert haben.)


Die Frage ist, ob die Informationen, die man gespeichert hat, sinnvoll sind. Merkst Du, wie wenig hinterfragt wird und wieviele Glaubenssätze in all dem stecken?

Zitat:
Je mehr Informationern ein Mensch bereits sinnwoll integriert hat, desdo anspruchsvoller und aufwendiger wird die Prüfung neuer Informationen, desdo unwahrscheinlicher wird es, das bereits vielfach geprüfte Überzeugungen und Theorien ohne großen empirischen Aufwand zugunsten der neuen Ideen von Leuten aufgegeben werden, die sich meistens nicht die Mühe machen, empirischen Support für den Wahrheitsgehalt ihrer Hypothesen vorzustellen.


Ich sehe es als eine Sache der Offenheit. Auch erwarte ich keineswegs, daß jemand Hypothesen beweisen muß, also Vorgaben macht. Vielmehr guck ich mir lieber selbst Behauptungen näher an und mach mir Gedanken dazu und wenn ich's nicht nachvollziehen kann oder nicht weiter weiß, dann frage ich nach.

Zitat:
Insofern sind Utopien und Moral oft auch die geistigen Waffen der Dümmeren, denen nicht klar ist, was sie tun, wenn sie die gesellschaftlichen Geltungskriterien für Wahrheit und gesichertes Wissen einfach außer Kraft setzen. Ist ja auch wesentlich einfacher als selber Kompetenz zu erwerben.


Und wenn man meint Kompetenz erworben zu haben, darf man sich auf Basis dessen für jemand Besseren, Klügeren halten? Nur weil man Wissen anhäuft, bedeutet das noch lange nicht, daß man Weise ist. Die Welt ist verdammt groß und das Universum und die Möglichkeiten schier unendlich und Mensch meint, mit dem bißchen, was er Wissen nennt, sich auszukennen?!

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