: German Gothic Board : - Ist die "Linke" wieder zurück?(seit den Tagen der RAF)
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TheTurningPoint
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Old Post erstellt am 10-05-2012 um 11:28 Füge TheTurningPoint zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von TheTurningPoint anzeigen TheTurningPoint eine eMail schicken Mehr Beiträge von TheTurningPoint finden TheTurningPoint eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Naja, da scheint mir eher das Gespenst des Faschismus umzugehen...
...also zumindest wenn man dir und manch anderem hier zuhört bzw zuliest...

Wenn überall die Faschisten sitzen, wie ihr behauptet, dann erzwingt das folglich die Erkenntnis, dass es der Menschheit unter diesem angeblichen Faschismus besser geht, als jemals zuvor.
Wohlstand und Reichtum der Einen schließt Versklavung und Vernichtung der Anderen nicht aus.
Siehe "Hitlers Volksstaat" von Götz Aly.

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weisskreutz
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Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Wohlstand und Reichtum der Einen schließt Versklavung und Vernichtung der Anderen nicht aus.


Sie implizieren es aber auch nicht. Was für jeden, der nicht aufs totalste ideologisch verblendet ist, offensichtlich sein muss.

Allerdings weiß ich natürlich, dass Logik und Realität selten in marxistische Diallelen passt, da sie idR zur Perforation oder gar der Durchbrechung des Zirkels führen, was zwingend den Zusammenbruch dieses abgehobenen Weltbildes zur Folge haben muss. Das fürchtest du natürlich, den wer hängt schon gerne in der Luft

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Geändert von weisskreutz am 10-05-2012 um 12:44

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TheTurningPoint
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Old Post erstellt am 10-05-2012 um 13:01 Füge TheTurningPoint zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von TheTurningPoint anzeigen TheTurningPoint eine eMail schicken Mehr Beiträge von TheTurningPoint finden TheTurningPoint eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Mainzlweibchen
ich finde ja das Gewalt und Links irgendwie nicht zusammen passt. Das ist ein Verrat an der Sache selbst!
Dann google mal nach Lenin, Stalin, Mao oder Che Guevara ...

Zitat:
Eine sehr gute Freundin von mir ist bei den Linken und das ist der netteste Mensch den ich kenne! Niemand ist so sehr am Allgemeinwohl interessiert wie sie. Und sie hat bestimmt nichts mit Gewalt oder gewalttätigen Menschen zu tun, da sie diese verachtet... natürlich kann man auch nicht von einer Person auf alle schließen.
Das glaube ich dir gern. Leider ist manchmal Gewalt notwendig, um das Allgemeinwohl zu schützen, wie z.B. gegen Anders Breivik, den Täter der Anschläge in Norwegen 2011.

Zitat:
Ich finde die Ideen der Linken immer ganz nett (wohl gemerkt der Linken nicht der Links-Extremen) aber irgendwie nicht so wirklich tauglich um sie umzusetzen.
Ich sehe das Problem der meisten Linken darin, dass sie sich zu sehr an das Sozialismus-Prinzip "Jedem nach seiner Leistung" klammern. Die Wirtschaft ist heute so komplex, dass es unmöglich ist, die Leistung eines Einzelnen angemessen zu bewerten. Andererseits ist die Produktivität der Wirtschaft heute so hoch, dass das Prinzip "Jedem nach seinen Bedürfnissen" ohne große Probleme machbar ist. Was spricht dagegen, sie so umzusetzen, wie von Marx und Engels angedacht (siehe Antworten zur 20.Frage) ?

Zitat:
Extremissmus egal ob Rechts oder Links kann von mir aus gern Verboten werden. Wobei es das für die Jugend die sich unbedingt einem Kollektiv anschliesen will nur um irgendwo dagegen zu sein oder sich auf die Mütze zu hauen noch interessanter machen könnte...
Ich glaube, die Jugend will gar nicht immer irgendwo dagegen sein. Ich finde, die Jugend sollte stattdessen genug Möglichkeiten haben irgendwo dafür zu sein. Dazu sehe ich im Moment mehr und bessere Ansätze bei den Piraten, als bei den Linken.

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Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Sie implizieren es aber auch nicht. Was für jeden, der nicht aufs totalste ideologisch verblendet ist, offensichtlich sein muss.
Wenn ich mich in der Welt umsehe, dann drängt sich mir immer aufs Neue der Gedanke auf, dass die Gier der Einen nach Macht und Reichtum und die Armut der Anderen zusammenhängen.

Zitat:
Allerdings weiß ich natürlich, dass Logik und Realität selten in marxistische Diallelen passt, da sie idR zur Perforation oder gar der Durchbrechung des Zirkels führen, was zwingend den Zusammenbruch dieses abgehobenen Weltbildes zur Folge haben muss. Das fürchtest du natürlich, den wer hängt schon gerne in der Luft
Gerade Marx und Engels waren (so wie du und ich) der Ansicht, dass Wohlstand von Menschen nicht notwendig Versklavung und Vernichtung von anderen Menschen implizieren muss, und dass man mit Logik und Realitätssinn den Teufelskreis der Ausbeutung von Menschen durch andere Menschen durchbrechen kann. Von daher habe ich keine Furcht, dass mein Weltbild irgendwann in der Luft hängt.

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Ronin76
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Old Post erstellt am 10-05-2012 um 15:21 Füge Ronin76 zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Ronin76 anzeigen Mehr Beiträge von Ronin76 finden Ronin76 eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Linke zu definieren ist ungefähr so schwierig wie Goths zu definieren. Letztendlich werden solche Begriffe für Gruppenidentität aber auch zur Diffamierung verwendet und sind selten an der Wahrheit orientiert.

Den staatlichen Kampf gegen Euro-Anarchisten und vermeintlich Linke verstehe ich als weiteren Schritt in Richtung Überwachung und Kontrolle. Ob dieser Anschlag überhaupt stattgefunden hat, und von der Federazione Anarchica Informale ausgeführt wurde, ist unbewiesen. Es wurde ja auch behauptet daß Bin Laden das WTC angegriffen habe, obwohl er zu dem Zeitpunkt bereits tot war. al-Qaida wurde als CIA-Einheit entlarvt. Bin Ladens angebliche Ermordung in Pakistan wurde vom Pentagon inzwischen auch dementiert. Eine Leiche hatte dort natürlich nicht gefunden werden können, da die schon längst anderstwo unter der Erde liegt und verwest sein dürfte. Wir Leben im einem Zeitalter der gezielten Desinformation, wo Regierungen und Staaten permanent die Bevölkerung belügen, um an der Macht zu bleiben und noch mehr Macht zu erlangen.

Zitat:
ich finde ja das Gewalt und Links irgendwie nicht zusammen passt. Das ist ein Verrat an der Sache selbst!
....
Dann google mal nach Lenin, Stalin, Mao oder Che Guevara ...

Siehe oben.

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"Those who make peaceful revolution impossible, make violent revolution inevitable."

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Arbeitsplätze sind für uns die schönsten Plätze in Deutschland (SPD) - Brüder, durch Sonne zur Arbeit (Die Grünen)
Sozial ist, was Arbeit schafft (Union) - Arbeit muss sich wieder lohnen (FDP)
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Das was heute Demokratie genannt wird, ist eine vom Volk legitimierte Diktatur.

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weisskreutz
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Old Post erstellt am 19-05-2012 um 13:21 Füge weisskreutz zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von weisskreutz anzeigen Mehr Beiträge von weisskreutz finden weisskreutz eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von TheTurningPoint
Wenn ich mich in der Welt umsehe, dann drängt sich mir immer aufs Neue der Gedanke auf, dass die Gier der Einen nach Macht und Reichtum und die Armut der Anderen zusammenhängen.


In der Relativität, ja. Schließlich gibt es das Viele nicht ohne das Wenige, und das Große nicht ohne das Kleine, das Schöne nicht ohne das Hässliche und das Dunkle nicht ohne das Helle.

Wenn du damit aussagen willst, dass Reichtum vor allem dadurch entsteht, dass dem Armen etwas weggenommen wird: eher nein.
Es ist das Schwaflerische an den Marxisten, dass sie meinen, wer reich ist, habe dem Armen etwas weggenommen. Nein. Vielmehr hatte der Arme nichts, und der Reiche ist durch die Akkumulation geschaffener werte relativ wohlhabender geworden. Das ist das was ich mit maßloser Anspruchshaltung meine: da geht der Linke-Wähler im H4-Bezug mit dem roten Fähnchen durch die Fussgängerzone, und reklamiert, man habe ihn bestohlen.

Zitat:
Gerade Marx und Engels waren (so wie du und ich) der Ansicht, dass Wohlstand von Menschen nicht notwendig Versklavung und Vernichtung von anderen Menschen implizieren muss, und dass man mit Logik und Realitätssinn den Teufelskreis der Ausbeutung von Menschen durch andere Menschen durchbrechen kann. Von daher habe ich keine Furcht, dass mein Weltbild irgendwann in der Luft hängt.


Zunächst verbitte ich mir, mit diesen Menschenfeinden in einen Topf geworfen zu werden.
Desweiteren: Diese "Versklavung" findet auch nur in deinem Kopf statt- sehr abstrakt. Die Unmenschlichkeit des marx'schen Denkens hingegen ist konkret, den sie lässt das Wesen des Menschen per se außer acht, und reduziert ihn auf die Ebene einer frei programmierbaren Maschine, die, wenn sie nur richtig programmiert wird, kollektiv mit den anderen Mensch-Maschinen, zur ewigen Glückseligkeit geführt werden kann.

Mit Logik und Realitätssinn hat das nichts zu tun, sondern vielmehr mit Menschenverachtung. Sobald du diese einmal abgelegt hast, hängt dein Weltbild in der Luft, und du mussnochmal von vorne anfangen...

Wenn das kein Grund für Furcht ist, weiß ich auch nicht, denn schau dir doch mal die Situation des Marxisten an:
Er wähnt sich als über allem stehend, gesegnet mit der großen Erkenntnis bezüglich der Schaffung der perfekten Weltordnung. Er schaut herab auf all die "dummen Michel" und das "Wahlvieh", schmunzelt über ihre Hochschulabschlüsse und Doktortitel, und schüttelt mit jovialem Lächeln sein kluges Köpflein, angesichts der Unvernunft dieser Menschlein, die sich an lächerlichen Tand klammern.
Manchmal wird er- der Linke- auch ein bischen wütend, ja sogar zornig. Er nimmt diese Unvernunft persönlich, schließlich hat er der Welt das Geschenk der Erkenntnis angeboten- und zwar umsonst, und absolut selbstlos! Da kann man schonmal empört auf den Putz hauen. Wenn er dann von der Polizei abgeführt wird, schwankt er zwischen gerecht empfundenem Hass und väterlicher Nachsicht dieser Gesellschaft gegenüber. Man könnte verzweifeln, ob der Dummheit dieser Welt! Aber Geduld ist eine Tugend, und die selbstverfasste Moral auf der eigenen Seite.

Ein schönes Gefühl, so über allen anderen zu stehen. Selbstgerecht und stolz...

Aber was, wenn die Erkenntnis dämmert, dass es alles nur eine Lüge war? Was, wenn man erkennt, dass man bei all dem hehren Getue genau das außer acht gelassen hat, was eigentlich im Zentrum aller Überlegung stehen müsste, und dessen Wesen das unverrückbare Axiom in jeder Gleichung sein muss: der Mensch?!

Dann schaust du dich um, und siehst, dass du nicht mehr oben, sondern ganz unten stehst, und dass du nichts, rein garnichts hast. Ein Alptraum namens Realität. In ihm zu erwachen ist die Hölle, das Fegefeuer für Marxisten, durch ihn zu gehen, lange und mühsam. Und deshalb schläfst du weiter, damit sich das In-der-Luft-Hängen, weiterhin anfühlt, als sei es ein moralingeboosteter Höhenflug.

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Geändert von weisskreutz am 19-05-2012 um 13:37

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Shredder
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Old Post erstellt am 20-05-2012 um 22:20 Füge Shredder zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Shredder anzeigen Shredder eine eMail schicken Mehr Beiträge von Shredder finden Shredder eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Wenn du damit aussagen willst, dass Reichtum vor allem dadurch entsteht, dass dem Armen etwas weggenommen wird: eher nein.
Es ist das Schwaflerische an den Marxisten, dass sie meinen, wer reich ist, habe dem Armen etwas weggenommen. Nein.


Doch. Genau dadurch entsteht Reichtum, so funktioniert Kapitalismus und nicht anders, in dem ein Mehrwert angeeignet wird, und derjenige, der mit seiner Arbeitskraft den Warenwert erschuf zum Konsum des selbigen absurder Weise auch noch drauflegen muss. Wenn das keine Enteignung gleich in doppelten Ausmaß ist was dann?

Zitat:
Vielmehr hatte der Arme nichts, und der Reiche ist durch die Akkumulation geschaffener werte relativ wohlhabender geworden.


Und wer hat die Werte akkumuliert ? Richtig.

Wer baute das siebentorige Theben?
In den Büchern stehen die Namen von Königen.
Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
Und das mehrmals zerstörte Babylon -
Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern
Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
Wohin gingen an dem Abend, wo die Chinesische Mauer fertig war Die Maurer? Das große Rom ist voll von Triumphbögen.
Wer errichtete sie? Über wen Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz nur Paläste für seine Bewohner?
Selbst in dem sagenhaften Atlantis brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang die Ersaufenden nach ihren Sklaven.
Der junge Alexander eroberte Indien. Er allein?
Cäsar schlug die Gallier. Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich? Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte untergegangen war.
Weinte sonst niemand? Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer Siegte außer ihm? Jede Seite ein Sieg.
Wer kochte den Siegesschmaus? Alle zehn Jahre ein großer Mann.
Wer bezahlte die Spesen? So viele Berichte. So viele Fragen.

Bertolt Brecht - Fragen eines lesenden Arbeiters

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weisskreutz
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Old Post erstellt am 21-05-2012 um 14:29 Füge weisskreutz zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von weisskreutz anzeigen Mehr Beiträge von weisskreutz finden weisskreutz eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Marxismus: Ein einfaches Weltbild, für einfache Geister...

Du vergisst die vielen, vielen Faktoren, die es die es dem Arbeiter ermöglichen das zu "erschaffen" (wie du es so pathetisch ausdrückst) was er produziert. Vor allem will ich einmal sehen, wie der Arbeiter etwas aus "seiner eigenen Hände Arbeit" einfach aus dem Nichts erschafft- nichts. Der Arbeiter nutzt Ideen, Rohstoffe und Produktionsmittel, die ihm nicht gehören. Gleichzeitig trägt er die Risiken nicht. Er bekommt sein Geld, ob das Produkt auch angenommen wird, kann ihm wurschd sein. Die meißte Arbeitskraft erbringt die Maschine, nicht er. Er bedient sie lediglich.
Der wahre Sklave heißt Maschine. Und wir, auch der Arbeiter, profitieren von ihr. Die Arbeitskraft der Maschine gehört damit ihrem Erschaffer, ihrem Entwickler und ihrem Eigentümer. Ihr Benutzer trägt am wenigsten bei.

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Geändert von weisskreutz am 21-05-2012 um 14:40

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Ronin76
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Old Post erstellt am 21-05-2012 um 20:09 Füge Ronin76 zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Ronin76 anzeigen Mehr Beiträge von Ronin76 finden Ronin76 eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Dannn gründe doch einen Betriebsrat für die armen Maschinen.

Zitat:
Die Arbeitskraft der Maschine gehört damit ihrem Erschaffer, ihrem Entwickler und ihrem Eigentümer. Ihr Benutzer trägt am wenigsten bei.

Eine typisch kapitalistische Denkweise. Wer baut denn die Maschinen ? Als Arbeiter sind in weiterem Sinne auch Ingenieure, Konstrukteure und Monteure zu verstehen. Eben das Proletariat welches sich nicht nur auf Stereotypen wie Stahlarbeiter und Bauern beschränkt. Sollen doch die Eigentümer ihre Maschinen selbst konstruieren und bedienen...

Ein großes Problem ist die fehlende Besteuerung von Maschinen, weshalb Maschinen in unverhältnismäßig hoher Konkurrenz zu Arbeitern stehen und denen die Existenzgrundlage entziehen, welche bis in die heutige Zeit nun mal für den Großteil der Bevölkerung Erwerbsarbeit ist. Maschinen- und Produktionsmittelbesitzer können dadurch den hohen Mehrwert aus äußerst produktiver Maschinenarbeit in die eigene Tasche wandern lassen, was ja schon Shredder genannt hatte. Die Mehrwertsteuer deckt dies bei weitem nicht ab. Glücklich ist daher wer über Kapital und Maschinen verfügt, jedoch stehen diese auch untereinander in Konkurrenz. Maschinen sind daher in einem konkurrierenden Umfeld wie es im Kapitalismus besteht, auch als Waffen zu verstehen.

Zitat:

Wenn du damit aussagen willst, dass Reichtum vor allem dadurch entsteht, dass dem Armen etwas weggenommen wird: eher nein.
Es ist das Schwaflerische an den Marxisten, dass sie meinen, wer reich ist, habe dem Armen etwas weggenommen. Nein.


Es reicht schon wenn Dinge vorenthalten und verboten, und Menschen zu Maßnahmen wie der Schulpflicht und der Abgabe von Steuern gezwungen werden. Dazu gehört als einer der Hauptfaktoren Privatbesitz, welcher das wesentliche Merkmal des Kapitalismus ist. Wir leben nun mal nicht im Schlaraffenland sondern in einer Welt mit begrenzten Ressourcen.

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Arbeit soll das Land regieren (PDS) - Arbeit macht frei (NSDAP)


Das was heute Demokratie genannt wird, ist eine vom Volk legitimierte Diktatur.

Geändert von Ronin76 am 22-05-2012 um 07:09

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weisskreutz
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Old Post erstellt am 22-05-2012 um 13:37 Füge weisskreutz zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von weisskreutz anzeigen Mehr Beiträge von weisskreutz finden weisskreutz eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Ronin76
Eine typisch kapitalistische Denkweise. Wer baut denn die Maschinen ? Als Arbeiter sind in weiterem Sinne auch Ingenieure, Konstrukteure und Monteure zu verstehen. Eben das Proletariat welches sich nicht nur auf Stereotypen wie Stahlarbeiter und Bauern beschränkt. Sollen doch die Eigentümer ihre Maschinen selbst konstruieren und bedienen...


Letztendlich ist doch genau das gemacht worden. Es gab findige Leute, die haben Maschinen selbst konstruiert. Diese waren so gut, dass diese Erschaffer sich dann darauf verlegt haben, diese Maschinen zu verkaufen, anstatt sie selbst zu nutzen. Legitim, oder?
Wenn die Käufer dieser Maschinen dann zu jemandem sagen "Hey, mach du doch für mich alles das, was meine Maschine nicht kann, und ich gebe dir dafür Geld", weiß ich nicht, was das Problem ist. Der Maschineninhaber behält für sich, was seine Maschine leistet, und der Arbeiter bekommt, was er beigetragen hat. Die Ansicht der Marxisten, die Leistung der Maschine, sei die des Arbeiters, ist nicht schlüssig.

Weiterhin erfüllen die Produzenten deine Forderung ja: sie ersetzen den Arbeiter zunehmend durch Automaten. Ich hab in meinen Semesterferien stehts in irgendwelchen Produktionen gearbeitet, und ich habe nie eine Halle, ohne Vollautomaten gesehn

Übrigens: Da das Hauptproduktionsmittel heutzutage der Geist und durch (Aus-)bildung erworbene Fähigkeiten sind, kannst du schlecht von einem weit ausgedehnten Proletariat sprechen. Allein schon, wenn ein Mitarbeiter seinen PC im Homeoffice nutzt, hat er auch schon ein eigenes Produktionsmittel zuhause.

Das sind alles Dinge, die Marx nicht berücksichtigt hat. Wen wunderts? Der hat ja selbst nicht gearbeitet, sondern nur von der Erbschaft seiner armen, treuen Frau gelebt. Heutzutage hätte eine selbstbewusste Frau, so eine Type zum Teufel gejagt.

Zitat:
Ein großes Problem ist die fehlende Besteuerung von Maschinen, weshalb Maschinen in unverhältnismäßig hoher Konkurrenz zu Arbeitern stehen und denen die Existenzgrundlage entziehen, welche bis in die heutige Zeit nun mal für den Großteil der Bevölkerung Erwerbsarbeit ist.


Witzbold! Eben forderst du noch, die Produzenten sollen sich doch selbst an ihre Maschinen stellen, und wenn sie das indirekt tun, indem sie immer mehr automatisieren, ist dir das auch nicht recht, und du willst Strafsteuern erheben. Ist doch nur ne Neidideologie, hm?

Zitat:
Maschinen- und Produktionsmittelbesitzer können dadurch den hohen Mehrwert aus äußerst produktiver Maschinenarbeit in die eigene Tasche wandern lassen, was ja schon Shredder genannt hatte.


Eigentlich werden Produkte dadurch billiger, und damit für weite Teile der Bevölkerung zugänglich. Es sei immer wieder darauf verwiesen, wieviel höher der Lebensstandard eines H4lers im Vergleich zu einem Arbeiter vor einigen Jahrzehnten, oder zu einem Besserverdiener vor 100 Jahren ist.

Zitat:
Die Mehrwertsteuer deckt dies bei weitem nicht ab.


Warum auch? Es entsteht ja unterm Strich kein Schaden, sondern auch für den Geringsten eine Hebung des Lebensstandards.

Zitat:
Glücklich ist daher wer über Kapital und Maschinen verfügt, jedoch stehen diese auch untereinander in Konkurrenz. Maschinen sind daher in einem konkurrierenden Umfeld wie es im Kapitalismus besteht, auch als Waffen zu verstehen.


Konkurrenz ist, wie wir ja schon vor langer Zeit festgestellt haben, die Triebfeder menschlicher Kultur, aber auch des Lebens an sich. Es ist das was Nietzsche den "Willen zur Macht" nannte.

Zitat:
Es reicht schon wenn Dinge vorenthalten und verboten, und Menschen zu Maßnahmen wie der Schulpflicht und der Abgabe von Steuern gezwungen werden. Dazu gehört als einer der Hauptfaktoren Privatbesitz, welcher das wesentliche Merkmal des Kapitalismus ist. Wir leben nun mal nicht im Schlaraffenland sondern in einer Welt mit begrenzten Ressourcen.


Die Schulpflicht besteht, um Eltern dazu zu zwingen, ihren Kindern die Chance auf einen egenen Lebensweg nicht zu verbauen.
Die "Weisheit", dass Ressourcen begrenzt sind, bringt dir trotzdem nichts. Was ist mit dem marx'schen Versprechen, Bedürfnisse zu befriedigen und neue Bedürfnisse zu erzeugen, die dann wieder erfüllt werden? Der Kapitalismus hat dieses Versprechen erfüllt, ohne es gegeben zu haben. Der Marxismus hat es gegeben, aber nicht erfüllt. Letztendlich macht er dem Kapitalismus den Vorwurf, der bessere Marxismus zu sein. Das ist doch wohl ein Witz!

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Shredder
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Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Du vergisst die vielen, vielen Faktoren, die es die es dem Arbeiter ermöglichen das zu "erschaffen" (wie du es so pathetisch ausdrückst) was er produziert.


Du vergisst die vielen, vielen Faktoren, die es dem Arbeitgeber ermöglichen, aus dem Profit zu schlagen, was er produzieren lässt.

Zitat:
Vor allem will ich einmal sehen, wie der Arbeiter etwas aus "seiner eigenen Hände Arbeit" einfach aus dem Nichts erschafft- nichts.


Dann nenn mir mal einen Arbeitgeber, der seine Produktionsmittel einfach aus dem Nichts erschaffen hat. Der gemeine Arbeitgeber lässt erschaffen. Das unterscheidet übrigens auch den Kleinunternehmer vom Großkapitalisten.

Zitat:
Der Arbeiter nutzt Ideen, Rohstoffe und Produktionsmittel, die ihm nicht gehören.


Sie gehören ihm nicht, weil es auf Enteignung beruht.

Zitat:
Gleichzeitig trägt er die Risiken nicht.


Wäre er Miteigentümer, dann sehr wohl.

Zitat:
Er bekommt sein Geld, ob das Produkt auch angenommen wird, kann ihm wurschd sein.


Die durch den Kapitalismus bedingte Entfremdung ist wahrlich ein Problem. Schön, dass auch Du das erkannt hast.

Zitat:
Die Arbeitskraft der Maschine gehört damit ihrem Erschaffer, ihrem Entwickler und ihrem Eigentümer.


Sehr konfus. Wenn die Arbeitskraft der Maschinen ihrem Erschaffer und Entwickler gehören, so gehören sie in erster Linie den Arbeitnehmern. Wie recht Du hast. Da sind wir sogar einer Meinung, denn für die Erschaffung und Entwicklung stellt der vermeintliche "Eigentümer" in der Regel Personal ein.

Zitat:
Ihr Benutzer trägt am wenigsten bei.


In der Produktions- und Absatzkette ist der Entwickler, Maschinenbenutzer oder Büroangestellte sprich, der Mensch, das entscheidende Glied, weshalb der Kapitalist nie gänzlich ohne ihn auskommen wird.

Zitat:
Da das Hauptproduktionsmittel heutzutage der Geist und durch (Aus-)bildung erworbene Fähigkeiten sind, kannst du schlecht von einem weit ausgedehnten Proletariat sprechen.


Deswegen ist der Marxismus zeitlos. Dienstleistungen haben körperliche Arbeit zunehmend ersetzt, na und? An den feudalen Verhältnissen hingegen hat sich bis heute nichts geändert. Ob das Proletariat heute aus Fabrikarbeitern und Bauern besteht, oder aus Angestellten und Sesselpupsern ist doch vollkommen irrelevant. Relevant ist: Marx hat recht und ist in Zeiten zunehmend prekärer Beschäftigung aktueller denn je.

Zitat:
Es sei immer wieder darauf verwiesen, wieviel höher der Lebensstandard eines H4lers im Vergleich zu einem Arbeiter vor einigen Jahrzehnten, oder zu einem Besserverdiener vor 100 Jahren ist.


Der Lebensstandard von heute ist in der westlichen Welt nicht wegen dem Kapitalismus besser als vor 100 Jahren, sondern ausschließlich, weil sich in den letzten 100 Jahren so viel Widerstand gegen den damaligen Manchester-Kapitalismus geregt hat. Jede Verbesserung eines Arbeitsverhältnis und jedes Arbeitnehmerrecht, welches uns heute selbstverständlich erscheint, wurde hart umkämpft. Der eigentliche Skandal ist doch, dass der Lebensstandard viel besser sein könnte, nein müsste, da im Gegensatz zu vor 100 Jahren doch alle Mittel dafür gegeben sind. Das einzige Hindernis für globalen Wohlstand: der Kapitalismus.

Man könnte fast behaupten der Kapitalismus sei grandios gescheitert, weil er es eben nicht vollbracht hat

Zitat:
Bedürfnisse zu befriedigen und neue Bedürfnisse zu erzeugen


Eine solche Schlussfolgerung wäre jedoch grundlegend falsch und geschmeichelt, weil es zum einen nie in seiner Intention lag Bedürfnisse zu befriedigen, sondern lediglich als Mittel zum Zweck, sich an den Bedürfnissen der Menschen zu bereichern, zum anderen immer mehr Menschen, die durch Kriege oder wirtschaftlich nicht mehr gebraucht werden, durch Verarmung von der Befriedigung ihrer Bedürfnisse ausgeschlossen werden. Bezeichnend ist z.B. dass die ärmsten 20 % der Weltbevölkerung vor 20 Jahren noch einen Anteil von 2,3% am Welteinkommen besaß, heute nur noch 1,4%, gerade in den ländlichen Regionen sogenannter "Entwicklungsländer" fällt der Lebensstandard stetig, während eine kleine Oberschicht wie z.B. in Indien immer wohlhabender wird. Die Globalisierung hat nicht zu mehr Wohlstand geführt, sondern zu zunehmender Verelendung, Abhängigkeit und einhergehende Zerstörung der Lebensgrundlage von Milliarden Menschen, während dessen Spekulanten an Hungernöten goldene Nasen verdienen. Pervers!!

Geändert von Shredder am 22-05-2012 um 17:52

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JohnSteed
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@Shredder

der einzige, der dank seiner "Standesorganisationen" immer noch(!) an den Fetisch Arbeit glaubt, ist ja nur der Arbeiter.
Ein Wesen, hilflos gefangen in seiner Ideologie.
Es gibt um ihn herum überhaupt keine Klassen mehr. Dennoch glaubt er an den "Klassenkampf" (den es so gar nicht mehr gibt!) Seine Kinder dürfen/können studieren und tun dies auch.
Er hat für seine selbstverschuldete Verdummung kein Argument mehr.
Er ist der Verlierer des Wassermannzeitalters.

Die Tendenz geht dahin, dass jeder Mensch sich individuell Gedanken macht, alle Kollektive haben sich langsam aber sicher vertschüsst.
Sie sind unbrauchbar geworden.

Für eine individuelle (nicht zwangsläufig egoistische) Sozialisation brauche ich kaum Geld, nicht zwingend ein Haus und auch kein Auto.
Der amerikanoid-europäische Traum ist ein rein materieller und zieht natürlich schlichte Geister an.
Ist es Folklore der Arbeiter schlicht und beratungsresistent zu sein?
Hoffentlich nicht.

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"Herr Berger!....... da stimmt etwas mit Hasi nicht!".......
"Egal, ich hab ja die Quittung!"

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weisskreutz
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Zitat:
Original geschrieben von Shredder
[B]Du vergisst die vielen, vielen Faktoren, die es dem Arbeitgeber ermöglichen, aus dem Profit zu schlagen, was er produzieren lässt.


Das darf er ja auch.

Zitat:
Dann nenn mir mal einen Arbeitgeber, der seine Produktionsmittel einfach aus dem Nichts erschaffen hat. Der gemeine Arbeitgeber lässt erschaffen. Das unterscheidet übrigens auch den Kleinunternehmer vom Großkapitalisten.


Er hat die Produktionsmittel gekauft- es sind seine. Seine Arbeiter bezahlt er für die Arbeit die sie bei ihm leisten. Heutzutage- und schon lange- sind auch niedrige Gehälter groß genug, dass sich der Arbeitnehmer "reproduzieren" kann, um mal ein Wort aus der höchst fehlerhaften marxistischen ideologie zu bemühen.
Meißt ist es genug auch für Luxus, während die Arbeitszeiten im historischen Vergleich sehr kurz sind.

Zitat:
Sie gehören ihm nicht, weil es auf Enteignung beruht.


Die Meinung "Alles gehört Allen und deshalb ist es Enteignung" ist nur deine Meinung, und daher nur eine Behauptung.

Zitat:
Wäre er Miteigentümer, dann sehr wohl.


Würde er sich nicht ausbezahlen lassen, sondern hätte einen Vertrag, dass er unentgeldlich arbeitet, und dafür Miteigentum erwirbt, dann wäre dem so. Er kann, wenn er für eine AG arbeitet, sein Gehalt auch in Aktien seines Unternehmens investieren. Die gibt es oft genug für Mitarbeiter erheblich günstiger, unter der Auflage, sie über mehrere Jahre nicht zu veräußern- aber das viel der sozialistische Miteigentümer ja auch garnicht

Zitat:
Die durch den Kapitalismus bedingte Entfremdung ist wahrlich ein Problem. Schön, dass auch Du das erkannt hast.


Vor allem wieder viel blabla...

Marx meinte mit "Entfremdung", dass der Arbeiter oft nicht mehr weiß, was er da überhaupt produziert bzw dass er keine "persönliche Note" in dem Produkt hinterlässt.
Das hat allerdings wenig mit Kapitalismus, sondern vielmehr mit Massenproduktion zu tun.
Daraus soll dann, warum auch immer, eine Entfremdung zu den Mitmenschen resultieren, was natürlich absoluter Humbug ist. Der philosophische Begriff der "Entfremdung" ist schon von vielen (echten) Philosophen verwendet worden- vor allem im Bezug auf die Beziehung zu Gott. Dass Marx dem Materiellen bzw dem Produkt aus diesem Kontext eine Art Gottgleichheit zumisst, zeigt, dass es Marx und seine Anhänger sind, die einem Warenfetischismus nachhängen.

Dass ausgerechnet ich dir das erklären muss...

Zitat:
Sehr konfus. Wenn die Arbeitskraft der Maschinen ihrem Erschaffer und Entwickler gehören, so gehören sie in erster Linie den Arbeitnehmern. Wie recht Du hast. Da sind wir sogar einer Meinung, denn für die Erschaffung und Entwicklung stellt der vermeintliche "Eigentümer" in der Regel Personal ein.


Der Erschaffer und der Entwickler sind als Spezialisten in einer starken Position. Sie müssen nicht produzieren, sondern erstellen einmalig die Produktionsanlage, mit welcher der Käufer dann seine Produktion aufnimmt. Sie sind daher hoch bezahlt. Der spätere Eigentümer ist abhängig von denen, die ihm dieses wertvolle Gerät erstellen. Dies lassen sie sich teuer bezahlen.

Vor allem musst du das umfangreiche Wissen des Entwickler als Produktionsmittel verstehhen, da das Konzept der Anlage geistig erstellt wird. Da der Marxist aber den Geist so gering schätzt, wundert mich die fast religiöse Anbetung der fehlerhaften, und allein schon empirisch widerlegten marx'schen Lehre, und damit auch die Unfähigkeit den Stellenwert und Status geistiger Arbeit zu erkennen, nicht.

Zitat:
In der Produktions- und Absatzkette ist der Entwickler, Maschinenbenutzer oder Büroangestellte sprich, der Mensch, das entscheidende Glied, weshalb der Kapitalist nie gänzlich ohne ihn auskommen wird.


Und ohne die Maschine gibt es die große Produktionszahl nicht, was wiederum bedeutet, dass auch einfachste Dinge wieder zur seltenen Einzelstücken würden, wenn es diese nicht mehr gäbe.

Ich verstehe die Begeisterung mancher Steinzeitmarxisten für handbemalte und handgetöpferte Rührschüsseln, denoch ist es mir lieber wenn das Zerbrechen dieses Utensils mich nicht dazu verdammt, wochenlang keinen Brotteig mehr herstellen zu können, weil es so schwer ist, an Ersatz zu kommen.



Zitat:
Deswegen ist der Marxismus zeitlos. Dienstleistungen haben körperliche Arbeit zunehmend ersetzt, na und? An den feudalen Verhältnissen hingegen hat sich bis heute nichts geändert. Ob das Proletariat heute aus Fabrikarbeitern und Bauern besteht, oder aus Angestellten und Sesselpupsern ist doch vollkommen irrelevant. Relevant ist: Marx hat recht und ist in Zeiten zunehmend prekärer Beschäftigung aktueller denn je.


Ach wirklich? Warum ist denn die angeblich zwangsläufige "Verelendung" der von Marx willkürlich definierten Klasse des Proletariats dann nicht eingetreten??
Marx hat eine abgehobene, weltfremde Weltsicht entwickelt, die eine höchst lückenhafte innere Konsistenz besitzt. Marx hat daher ungefähr so recht, wie L. Ron Hubbard

Zitat:
Der Lebensstandard von heute ist in der westlichen Welt nicht wegen dem Kapitalismus besser als vor 100 Jahren, sondern ausschließlich, weil sich in den letzten 100 Jahren so viel Widerstand gegen den damaligen Manchester-Kapitalismus geregt hat.


Und? Das hat doch nichts mit Marx zu tun, sondern lediglich mit einer vernünftigeren Ausgestaltung der Marktwirtschaft.

Zitat:
Jede Verbesserung eines Arbeitsverhältnis und jedes Arbeitnehmerrecht, welches uns heute selbstverständlich erscheint, wurde hart umkämpft.


Ich nenne den Namen des Mannes nicht, der die Konturen unseres umlagefinanzierten Rentensystems legte (ohne Riestern, natürlich). Es war der selbe Politiker der unsere umfassende Familienförderung, den Mieterschutz und die im internationalen Vergleich stark gewichteten (und erst von Gerhard Schröder aufgeweichten) Arbeitnehmerrechte etablierte.

Ich nenne den Namen nicht. Ich mache nur darauf aufmerksam, dass diese Heiligen Grale der Gewerkschaften und Linksparteien in Deutschland 1933 noch nicht existierten, jedoch bei Gründung der BRD 1949 irgendwie schon wie selbstverständlich vorlagen. Man hat das mal einfach so hingenommen... Die Sozialisten späterer Jahre sprachen davon, wie du gerade, dass sie hart erkämpft wurden- die älteren, die die Kriegs- und Nachkriegszeit noch erlebt haben, widersprechen dem zumindest nicht, und hüllen sich vornehm in Schweigen.
Was sie wohl empfinden mögen, wenn sie daran denken, wer sie in "Seinem Kampf" so hart erkämpft hat?

Nun, ich halte es wie sie: Ich nenne den Namen nicht...

Zitat:
Der eigentliche Skandal ist doch, dass der Lebensstandard viel besser sein könnte, nein müsste, da im Gegensatz zu vor 100 Jahren doch alle Mittel dafür gegeben sind. Das einzige Hindernis für globalen Wohlstand: der Kapitalismus.


Glücklicherweise hat es parallel gerade genug marxistische Experimente gegeben, und die hätten (selbst wenn ich dir die haltlose Behauptung durchgehen lassen würde, es habe nie einen Kommunismus oder Sozialismus gegeben, was ich nicht tue- vielmehr finde ich diese neue und äußerst feige Anwandlung mancher Linker, zur eigenen Vergangenheit nicht zu stehen, äußerst jämmerlich!!) zumindest bessere Ergebnisse liefern müssen- war aber nicht!!

Insofern

Zitat:
Man könnte fast behaupten der Kapitalismus sei grandios gescheitert, weil er es eben nicht vollbracht hat


Also, wenn der Kapitalismus Versprechen, die nicht er, sondern der Marxismus gegeben hat, erfüllt, obwohl es nicht die eigenen Versprechungen waren, dann ist er gescheitert, weil er diese- nicht eigenen- Versprechen, aus der Sicht von ein paar Marxisten mit maßloser Anspruchshaltung, nicht erfüllt hat? Wow!

Ich meine doch, dass der Marxismus seine Versprechen selbst hätte halten sollen... Kambodscha, ahoi!!

Zitat:
Bezeichnend ist z.B. dass die ärmsten 20 % der Weltbevölkerung vor 20 Jahren noch einen Anteil von 2,3% am Welteinkommen besaß, heute nur noch 1,4%,


Was daran liegt, dass das Gesamtvolumen der Welt per se erheblich gestiegen ist, und in den letzten 20 Jahren vor allem die BSP der Schwellenländer unglaublich gestiegen sind (in China fast immer im zweistelligen %-Bereich, überrleg mal was das für eine Erhöhung des Gesamtvolumens bedeutet!). Da aber nicht alle Wirtschaften der Welt gewachsen sind, heißt das, dass selbstverständlich das Nicht- oder Geringwachstum der ärmsten Länder, zu einem geringeren Anteil des größeren Kuchens führt- das heißt aber nicht das jemand ärmer wird.

Oder damit du es auch verstehst: Wenn zwei Leute zusammen 8000 € verdienen- der eine (Anton) 6000 € und der andere (Bruno) nur 2000€- so hat der Anton 75% des Gesamtvolumens und der Bruno 25%.
Wenn nun Anton (weil er so kreativ und fleißig war) eine Gehaltserhöhung von 2000 € erhält, so bekommen beide zusammen 10000€.
Prozentual bekommt Anton nun plötzlich 80% des Geldes, und Bruno nur noch 20%.
Bruno ist nach Shredder-Logik nun plötzlich ärmer geworden, und ins Elend gestürzt, während er sich vorher noch in bescheidenem Wohlstand befand. Nach Menschheits-Logik geht es Bruno aber immernoch gleich gut, wie vor Antons Gehaltserhöhung.


Die zunehmende Verelendung, die sich Otto-normal-Linker herbeiphantasiert, ist nichts, als das nun einsetzende Nachziehen der Schwellenländer im Vergleich zu den Industrienationen.


Zitat:
Pervers!!


Und ich steh dazu. Wer nur Blümchensex will, verdient auch nur Blümchensex

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Zitat:
Original geschrieben von weisskreutz
Die Meinung "Alles gehört Allen und deshalb ist es Enteignung" ist nur deine Meinung, und daher nur eine Behauptung.


Genau, das ist Ansichtssache. Auch Deine Meinung, die vorherrschende Meinung, ist nur eine Behauptung, Besitzverhältnisse sind nicht gottgegeben, sondern wurden von den denjenigen, die sich Besitz angeeignet haben, so etabliert. Und wenn ich von Gemeinschaftseigentum rede, dann meine ich damit nicht Omas Häuschen.

Zitat:
Dass Marx dem Materiellen bzw dem Produkt aus diesem Kontext eine Art Gottgleichheit zumisst, zeigt, dass es Marx und seine Anhänger sind, die einem Warenfetischismus nachhängen.


Marx analysierte die Verhältnisse seiner Zeit, dass dies unter sehr materialistischer Bedrachtungsweise geschehen ist liegt auf der Hand, denn zu keiner anderen Zeit war das Maß der Freiheit so sehr an materielle Faktoren geknüpft. Der Kommunismus ist im Gegensatz dazu postmaterialistisch, da materielle Abhängingkeitsverhältnisse überwunden und eine Befriedigung menschlicher Bedürfnisse Voraussetzung ist.

Zitat:
Ach wirklich? Warum ist denn die angeblich zwangsläufige "Verelendung" der von Marx willkürlich definierten Klasse des Proletariats dann nicht eingetreten??


Ist sie doch, sie hat sich lediglich in andere Kontinente verlagert. So recht Marx in all seinen weitsichtigen Analysen hatte, die Globalisierung konnte auch ein Marx nicht voraussagen.

Zitat:
Ich nenne den Namen des Mannes nicht, der die Konturen unseres umlagefinanzierten Rentensystems legte (ohne Riestern, natürlich). Es war der selbe Politiker der unsere umfassende Familienförderung, den Mieterschutz und die im internationalen Vergleich stark gewichteten (und erst von Gerhard Schröder aufgeweichten) Arbeitnehmerrechte etablierte.

Ich nenne den Namen nicht. Ich mache nur darauf aufmerksam, dass diese Heiligen Grale der Gewerkschaften und Linksparteien in Deutschland 1933 noch nicht existierten, jedoch bei Gründung der BRD 1949 irgendwie schon wie selbstverständlich vorlagen. Man hat das mal einfach so hingenommen... Die Sozialisten späterer Jahre sprachen davon, wie du gerade, dass sie hart erkämpft wurden- die älteren, die die Kriegs- und Nachkriegszeit noch erlebt haben, widersprechen dem zumindest nicht, und hüllen sich vornehm in Schweigen.
Was sie wohl empfinden mögen, wenn sie daran denken, wer sie in "Seinem Kampf" so hart erkämpft hat?


Ich zitiere mich aus dem Piraten-Thread:

Zitat:
Original geschrieben von Shredder
[...] dir ist aber schon bewusst, dass die antikommunistische NSDAP genau so wenig an einer sozialistischen Gesellschaft interessiert war, wie Bismack sich mich um das Wohlergehen der Arbeiter scherte, als er das Sozialversicherungswesen einführte, um an der Macht zu bleiben.

„Mein Gedanke war, die arbeitenden Klassen zu gewinnen, oder soll ich sagen zu bestechen, den Staat als soziale Einrichtung anzusehen, die ihretwegen besteht und für ihr Wohl sorgen möchte“

– Otto von Bismarck: Gesammelte Werke (Friedrichsruher Ausgabe) 1924/1935, Band 9, S.195/196

Damit sollte einerseits sozialen Unruhen und dem Sozialismus begegnet werden, andererseits sollte bereits bestehenden, freiwilligen Sozialversicherungen der Gewerkschaften und der kirchlichen Arbeiterverbände die wirtschaftliche Grundlage entzogen werden.


Bei der NSDAP war es nicht die Machterhaltung, sondern die Machterlangung, die durch die Schwächung der kommunistischen Kräfte und beabsichtigte Spaltung der Arbeiterbewegung erreicht wurde. Wenn die NSDAP mit sozial anmutenden Phrasen "Brechung der Zinsknechtschaft" oder "Gewinnbeteiligung an Großbetrieben" Nebelkerzen zündete, dann meinte sie damit nichts anderes als eine Enteignung von Juden [...]


Zitat:
Glücklicherweise hat es parallel gerade genug marxistische Experimente gegeben, und die hätten (selbst wenn ich dir die haltlose Behauptung durchgehen lassen würde, es habe nie einen Kommunismus oder Sozialismus gegeben, was ich nicht tue- vielmehr finde ich diese neue und äußerst feige Anwandlung mancher Linker, zur eigenen Vergangenheit nicht zu stehen, äußerst jämmerlich!!) zumindest bessere Ergebnisse liefern müssen- war aber nicht!!


Sich auf den Sozialismus zu berufen heißt, Irrwege, welche eine humanistische Idee denunziert haben, nicht zu verharmlosen, sondern klar zu verurteilen. Aber im gleichen Maße zu differenzieren. Soso, man steht also nur zur Vergangenheit, wenn man dumpfen Antikommunismus betreibt? Was ist das denn bitte schön für ein Blödsinn? Die sozialistische Utopie ist so alt wie die Menschheit. Sogar in der Bibel finden sich Grundgedanken. Nenn mir doch nur einen einzigen Grund, warum man als Sozialist den Stalinismus/stalinismusähnliche Systeme gutheißen sollte, wenn er doch all das ad absurdum führte, wofür sich Sozialisten heute einsetzen und Generationen vor ihnen sich eingesetzt haben (und in entsprechenden Systemen dafür im gleichen Maße verfolgt wurden wie angebliche "Klassenfeinde"). Deine Stalinismus-Keule ist einmal mehr völlig absurd und abgedroschen. Statt Stammtischpolemik könntest Du Dich ja auch mal damit auseinandersetzen, wie Sozialisten tatsächlich darüber denken:

http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,373,7.html

Zitat:
Oder damit du es auch verstehst: Wenn zwei Leute zusammen 8000 € verdienen- der eine (Anton) 7999 € und der andere (Bruno) nur 100€- so hat der Anton 75% des Gesamtvolumens und der Bruno 25%.
Wenn nun Anton (weil er so kreativ und fleißig war) eine Gehaltserhöhung von 2000 € erhält, so bekommen beide zusammen 10000€.
Prozentual bekommt Anton nun plötzlich 80% des Geldes, und Bruno nur noch 20%.

Bruno ist nach Shredder-Logik nun plötzlich ärmer geworden, und ins Elend gestürzt, während er sich vorher noch in bescheidenem Wohlstand befand. Nach Menschheits-Logik geht es Bruno aber immernoch gleich gut, wie vor Antons Gehaltserhöhung.


Dass ein prozentualer Verlust mit keinem absoluten Wohlstandsverlust einhergeht und das Ärmere lediglich nicht von Wirtschaftswachstum profitieren entspricht aber leider nicht nicht der Realität. Nach kapitalistischer Markt-Logik würde Bruno nämlich an Stelle der 25% keine 20% mehr besitzen, sondern z.B. nur noch 15 % d.h. trotz wachsenden Kuchen stünden ihm 500 € weniger zur Verfügung. Kapitalismus basiert nicht nur auf Vermehrung von Kapital z.B. aus Kapitalerträgen, sondern immer auch auf Umverteilung von unten nach oben. Jeder Euro, der einem Hartz IV-Empfänger durch einen "nach Kassenlage" heruntergerchneten Regelsatz vorenthalten wird, muss ein Spitzenverdiener z.B. durch Steuerbegünstigung weniger zahlen, alles unter dem Deckmantel der Haushaltskonsolidierung versteht sich - und demensprechend ist es um den Staatshaushalt bestellt. Die ganze Agenda 2010 basiert auf diesem gezielten Umverteilungs- und Verarmungsprinzip, das Privatvermögen (einiger weniger) und die Unternehmengewinne steigen, die Reallöhne (vieler) fallen etc.

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