weisskreutz
Höchstmarschall unseres geliebten Kaisers
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erstellt am 23-05-2012 um 23:46
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Zitat: Original geschrieben von Shredder
[B]Du vergisst die vielen, vielen Faktoren, die es dem Arbeitgeber ermöglichen, aus dem Profit zu schlagen, was er produzieren lässt.
Das darf er ja auch.
Zitat: Dann nenn mir mal einen Arbeitgeber, der seine Produktionsmittel einfach aus dem Nichts erschaffen hat. Der gemeine Arbeitgeber lässt erschaffen. Das unterscheidet übrigens auch den Kleinunternehmer vom Großkapitalisten.
Er hat die Produktionsmittel gekauft- es sind seine. Seine Arbeiter bezahlt er für die Arbeit die sie bei ihm leisten. Heutzutage- und schon lange- sind auch niedrige Gehälter groß genug, dass sich der Arbeitnehmer "reproduzieren" kann, um mal ein Wort aus der höchst fehlerhaften marxistischen ideologie zu bemühen.
Meißt ist es genug auch für Luxus, während die Arbeitszeiten im historischen Vergleich sehr kurz sind.
Zitat: Sie gehören ihm nicht, weil es auf Enteignung beruht.
Die Meinung "Alles gehört Allen und deshalb ist es Enteignung" ist nur deine Meinung, und daher nur eine Behauptung.
Zitat: Wäre er Miteigentümer, dann sehr wohl.
Würde er sich nicht ausbezahlen lassen, sondern hätte einen Vertrag, dass er unentgeldlich arbeitet, und dafür Miteigentum erwirbt, dann wäre dem so. Er kann, wenn er für eine AG arbeitet, sein Gehalt auch in Aktien seines Unternehmens investieren. Die gibt es oft genug für Mitarbeiter erheblich günstiger, unter der Auflage, sie über mehrere Jahre nicht zu veräußern- aber das viel der sozialistische Miteigentümer ja auch garnicht
Zitat: Die durch den Kapitalismus bedingte Entfremdung ist wahrlich ein Problem. Schön, dass auch Du das erkannt hast.
Vor allem wieder viel blabla...
Marx meinte mit "Entfremdung", dass der Arbeiter oft nicht mehr weiß, was er da überhaupt produziert bzw dass er keine "persönliche Note" in dem Produkt hinterlässt.
Das hat allerdings wenig mit Kapitalismus, sondern vielmehr mit Massenproduktion zu tun.
Daraus soll dann, warum auch immer, eine Entfremdung zu den Mitmenschen resultieren, was natürlich absoluter Humbug ist. Der philosophische Begriff der "Entfremdung" ist schon von vielen (echten) Philosophen verwendet worden- vor allem im Bezug auf die Beziehung zu Gott. Dass Marx dem Materiellen bzw dem Produkt aus diesem Kontext eine Art Gottgleichheit zumisst, zeigt, dass es Marx und seine Anhänger sind, die einem Warenfetischismus nachhängen.
Dass ausgerechnet ich dir das erklären muss...
Zitat: Sehr konfus. Wenn die Arbeitskraft der Maschinen ihrem Erschaffer und Entwickler gehören, so gehören sie in erster Linie den Arbeitnehmern. Wie recht Du hast. Da sind wir sogar einer Meinung, denn für die Erschaffung und Entwicklung stellt der vermeintliche "Eigentümer" in der Regel Personal ein.
Der Erschaffer und der Entwickler sind als Spezialisten in einer starken Position. Sie müssen nicht produzieren, sondern erstellen einmalig die Produktionsanlage, mit welcher der Käufer dann seine Produktion aufnimmt. Sie sind daher hoch bezahlt. Der spätere Eigentümer ist abhängig von denen, die ihm dieses wertvolle Gerät erstellen. Dies lassen sie sich teuer bezahlen.
Vor allem musst du das umfangreiche Wissen des Entwickler als Produktionsmittel verstehhen, da das Konzept der Anlage geistig erstellt wird. Da der Marxist aber den Geist so gering schätzt, wundert mich die fast religiöse Anbetung der fehlerhaften, und allein schon empirisch widerlegten marx'schen Lehre, und damit auch die Unfähigkeit den Stellenwert und Status geistiger Arbeit zu erkennen, nicht.
Zitat: In der Produktions- und Absatzkette ist der Entwickler, Maschinenbenutzer oder Büroangestellte sprich, der Mensch, das entscheidende Glied, weshalb der Kapitalist nie gänzlich ohne ihn auskommen wird.
Und ohne die Maschine gibt es die große Produktionszahl nicht, was wiederum bedeutet, dass auch einfachste Dinge wieder zur seltenen Einzelstücken würden, wenn es diese nicht mehr gäbe.
Ich verstehe die Begeisterung mancher Steinzeitmarxisten für handbemalte und handgetöpferte Rührschüsseln, denoch ist es mir lieber wenn das Zerbrechen dieses Utensils mich nicht dazu verdammt, wochenlang keinen Brotteig mehr herstellen zu können, weil es so schwer ist, an Ersatz zu kommen.
Zitat: Deswegen ist der Marxismus zeitlos. Dienstleistungen haben körperliche Arbeit zunehmend ersetzt, na und? An den feudalen Verhältnissen hingegen hat sich bis heute nichts geändert. Ob das Proletariat heute aus Fabrikarbeitern und Bauern besteht, oder aus Angestellten und Sesselpupsern ist doch vollkommen irrelevant. Relevant ist: Marx hat recht und ist in Zeiten zunehmend prekärer Beschäftigung aktueller denn je.
Ach wirklich? Warum ist denn die angeblich zwangsläufige "Verelendung" der von Marx willkürlich definierten Klasse des Proletariats dann nicht eingetreten??
Marx hat eine abgehobene, weltfremde Weltsicht entwickelt, die eine höchst lückenhafte innere Konsistenz besitzt. Marx hat daher ungefähr so recht, wie L. Ron Hubbard 
Zitat: Der Lebensstandard von heute ist in der westlichen Welt nicht wegen dem Kapitalismus besser als vor 100 Jahren, sondern ausschließlich, weil sich in den letzten 100 Jahren so viel Widerstand gegen den damaligen Manchester-Kapitalismus geregt hat.
Und? Das hat doch nichts mit Marx zu tun, sondern lediglich mit einer vernünftigeren Ausgestaltung der Marktwirtschaft.
Zitat: Jede Verbesserung eines Arbeitsverhältnis und jedes Arbeitnehmerrecht, welches uns heute selbstverständlich erscheint, wurde hart umkämpft.
Ich nenne den Namen des Mannes nicht, der die Konturen unseres umlagefinanzierten Rentensystems legte (ohne Riestern, natürlich). Es war der selbe Politiker der unsere umfassende Familienförderung, den Mieterschutz und die im internationalen Vergleich stark gewichteten (und erst von Gerhard Schröder aufgeweichten) Arbeitnehmerrechte etablierte.
Ich nenne den Namen nicht. Ich mache nur darauf aufmerksam, dass diese Heiligen Grale der Gewerkschaften und Linksparteien in Deutschland 1933 noch nicht existierten, jedoch bei Gründung der BRD 1949 irgendwie schon wie selbstverständlich vorlagen. Man hat das mal einfach so hingenommen... Die Sozialisten späterer Jahre sprachen davon, wie du gerade, dass sie hart erkämpft wurden- die älteren, die die Kriegs- und Nachkriegszeit noch erlebt haben, widersprechen dem zumindest nicht, und hüllen sich vornehm in Schweigen.
Was sie wohl empfinden mögen, wenn sie daran denken, wer sie in "Seinem Kampf" so hart erkämpft hat?
Nun, ich halte es wie sie: Ich nenne den Namen nicht... 
Zitat: Der eigentliche Skandal ist doch, dass der Lebensstandard viel besser sein könnte, nein müsste, da im Gegensatz zu vor 100 Jahren doch alle Mittel dafür gegeben sind. Das einzige Hindernis für globalen Wohlstand: der Kapitalismus.
Glücklicherweise hat es parallel gerade genug marxistische Experimente gegeben, und die hätten (selbst wenn ich dir die haltlose Behauptung durchgehen lassen würde, es habe nie einen Kommunismus oder Sozialismus gegeben, was ich nicht tue- vielmehr finde ich diese neue und äußerst feige Anwandlung mancher Linker, zur eigenen Vergangenheit nicht zu stehen, äußerst jämmerlich!!) zumindest bessere Ergebnisse liefern müssen- war aber nicht!!
Insofern
Zitat: Man könnte fast behaupten der Kapitalismus sei grandios gescheitert, weil er es eben nicht vollbracht hat
Also, wenn der Kapitalismus Versprechen, die nicht er, sondern der Marxismus gegeben hat, erfüllt, obwohl es nicht die eigenen Versprechungen waren, dann ist er gescheitert, weil er diese- nicht eigenen- Versprechen, aus der Sicht von ein paar Marxisten mit maßloser Anspruchshaltung, nicht erfüllt hat? Wow!
Ich meine doch, dass der Marxismus seine Versprechen selbst hätte halten sollen... Kambodscha, ahoi!!
Zitat: Bezeichnend ist z.B. dass die ärmsten 20 % der Weltbevölkerung vor 20 Jahren noch einen Anteil von 2,3% am Welteinkommen besaß, heute nur noch 1,4%,
Was daran liegt, dass das Gesamtvolumen der Welt per se erheblich gestiegen ist, und in den letzten 20 Jahren vor allem die BSP der Schwellenländer unglaublich gestiegen sind (in China fast immer im zweistelligen %-Bereich, überrleg mal was das für eine Erhöhung des Gesamtvolumens bedeutet!). Da aber nicht alle Wirtschaften der Welt gewachsen sind, heißt das, dass selbstverständlich das Nicht- oder Geringwachstum der ärmsten Länder, zu einem geringeren Anteil des größeren Kuchens führt- das heißt aber nicht das jemand ärmer wird.
Oder damit du es auch verstehst: Wenn zwei Leute zusammen 8000 € verdienen- der eine (Anton) 6000 € und der andere (Bruno) nur 2000€- so hat der Anton 75% des Gesamtvolumens und der Bruno 25%.
Wenn nun Anton (weil er so kreativ und fleißig war) eine Gehaltserhöhung von 2000 € erhält, so bekommen beide zusammen 10000€.
Prozentual bekommt Anton nun plötzlich 80% des Geldes, und Bruno nur noch 20%.
Bruno ist nach Shredder-Logik nun plötzlich ärmer geworden, und ins Elend gestürzt, während er sich vorher noch in bescheidenem Wohlstand befand. Nach Menschheits-Logik geht es Bruno aber immernoch gleich gut, wie vor Antons Gehaltserhöhung.
Die zunehmende Verelendung, die sich Otto-normal-Linker herbeiphantasiert, ist nichts, als das nun einsetzende Nachziehen der Schwellenländer im Vergleich zu den Industrienationen.
Zitat: Pervers!!
Und ich steh dazu. Wer nur Blümchensex will, verdient auch nur Blümchensex 
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Wehr Rächdschraipfeeler findett, daf sie behalden.
Geändert von weisskreutz am 24-05-2012 um 15:06
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