Phalène
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erstellt am 24-08-2001 um 17:55
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Verführung der Engel copyright and written by Phalène 24.08.2001
Stille. Schweigende Stille. Dunkele Nacht ohne Sterne.
Ein silbernfarbener Schein umhüllte seine Gestalt.
So saß er verlassen, als ich ihn im Friedhofsgarten fand.
Seine Hoffnung gebrochen; seine Aura kalt.
Verletzt und gedemütigt von der versagenden Welt
bot er sich meinen Blicken.
Glänzende Flügel von goldenem Engelsstaub,
unwirkliche Schönheit und Stärke,
eine Haut wie Elfenbein.
Das anmutig langsame Schlagen seiner Schwingen raschelte im Laub.
Nur seine göttliche Berufung war bei ihm, sonst war er allein.
Die Beine baumelnd über dem Grabstein,
liefen Tränen aus seinen meerblauen Augen,
wurden auf seinem Gesicht zu Perlen und fielen auf den nassen Grund.
Ich ging auf ihn zu,
sanft, mit gesenktem Haupt,
als sich mein Blick hob und den seinen traf.
Seine Augen waren gefesselt
von dem ersten menschlichen Wesen, das ihn sah, das ihn fühlte.
Seine Hände berührten mein Gesicht, hinterließen goldene Spuren.
Ich schwieg.
Seine Finger liebkosten meine Lippen. Ich schloss meine Augen,
und sie begannen ihre Reise...
Was sie berührten verging in Lust, starb tausende, sehnsüchtige Tode,
wo sie meine Hände hinführten endete die Wirklichkeit.
Er drang in meinen Körper, in meine Seele,
erfüllte mich bis alles Irdische erlosch,
trug mich in den Himmel,
hinweg über die elysischen Felder, an das Ende des Olymp.
Stille. Schweigende Stille. Dunkele Nacht der funkelnden Sterne.
Ein silbernfarbener Schein umhüllte mich,
so saß ich bewusstlos, als man mich unter den alten Friedhofseichen fand
In meinem Schoß eine goldene Feder.
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Wandere umher, sehe kein Licht, suche Dich so sehr und finde Dich nicht. Wo bist Du nur, Du Sonne meines Lebens...wo bist Du nur...wo?
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Wandere umher, sehe kein Licht, suche Dich so sehr und finde Dich nicht. Wo bist Du nur, Du Sonne meines Lebens...wo bist Du nur...wo?
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