Grimm
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erstellt am 26-03-2004 um 03:47
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Zitat: Original geschrieben von LaChatte:
Nein, aber Schüler sollten durch die Schule kritisches Denken lernen, und entscheidungsfähig werden, und urteilsfähig. Da ist es besser, in einem sinnvollen schulischen Rahmen ein oder zwei Muster solcher Texte zu analysieren, anstatt einfach nichts zu sagen - und so zu riskieren, dass der eine oder andere prompt auf solche Propaganda hineinfällt.
Zitat: Kommentar von Selian:
Die Diskussion entstand aber aus der Frage ob man solch einen Text über das Web verbreiten sollte und nicht daraus ihn in der Schule mit dem Lehrer zu besprechen. Darüberhinaus gibt es besser geeignete Texte um kritisches Denken zu fördern. Das Schüler nicht auf solche Propaganda hereinfallen, dafür sollte in erster Linie der Geschichtsunterricht dasein.
Hier würde ich auf jeden Fall LaChatte Recht geben. Die Frage ob solche Texte über Internet verbreitet werden sollten, vor allem unkommentiert sollte eindeutig "NEIN" lauten, aber weiter aufgefaßt kann man es durchaus so sehen, daß eigentlich nicht zugelassen werden sollte, daß junge Menschen mit sochen Texten unvorbereitet konfrontiert werden sollten. egal ob im Web oder sonstwo.
Da müsste jetzt eigentlich angesetzt werden und diese Texte Schritt für Schritt analysiert und jede Lüge und Halbwahrheit aufgedeckt und den Menschen vor Augen geführt werden. Anstatt diese nur zu ignorieren bzw. tot zu schweigen könnte man ihnen so quasi aktiv den Wind aus den Segeln nehmen. Denn seien wir mal ehrlich: Wie viele Berichte, Sendungen, Magazine oder ähnliches beschäftigten sich mit diesem Thema? Ich kann mich nur an ganz kurze Randnotizen dazu erinnern.
Ich stelle mir das so vor, daß z.B. in einer Fernsehsendung (ich weiß: nicht besonders einfallsreich, aber wirksam auf Grund der erreichbaren Menschenmenge) absolut jede dieser Pseudowissenschaftlichen Thesen / Behauptungen dieser faschistischen Wirrköpfe und ihre angeblichen Beweise nach und nach entkräftet und somit für nichtig erklärt würden, was bei der niedrigen "Qualität" der vermeintlichen Fakten nun sehr leicht ist. Das sollte die Öffentlichkeit auf jeden Fall mitbekommen, damit jeder sehen kann, auf welchen Luftblasen sich die ganze Nazi-Propaganda stützt und daß sie nicht wirklich ernst zu nehmen ist und nur relativ beschränkte und geistig retardierte Gestalten drauf hereinfallen können. Ähnliches lässt sich übrigens mit fast allen übrigen Behauptungen der Nazis machen, mit denen sie auf Sympathisanten Fang gehen.
Im Fall Revisionismus ginge es im Endeffekt darum den, durchaus geschickt geschrieben und den Anschein von wissenschaftlicher Seriösität vorgaukelnden Texten (wie auch schon Darket bemerkte :-)), jegliche Macht zu nehmen, daß Leute drauf hereinfallen. Nicht jeder ist gebildet genug, um vin alleine solch einem Text zu wiederstehen und die Lügen zu erkennen und grade für diese Menschen wäre es von Bedeutung nicht völlig unvorbereitet mit solchen Texten konfrontiert zu werden, denn dann wäre die Gefahr größer, daß diese ihre unheilvolle Wirkung entfalten können. Mir ist dabei durchaus bewusst, daß man damit auch nicht jeden erreichen kann, aber es tot zu schweigen kann keinesfalls die Lösung sein und hierbei sollten wir aus der Geschichte schon eines besseren belehrt worden sein.
Zitat: Original geschrieben von TheTurningPoint:
Die Rechte Szene hat ja eben mE gerade deshalb so viel Zulauf, weil das eben NICHT getan wird.
Die Forschungsarbeiten zum obengenannten Buch stammen hauptsächlich aus der DDR, wo die Rechte Szene bei weitem nicht so ausgeprägt war. Ich will nicht bestreiten, daß aus diversen Gründen (siehe hier) dem Forscherdrang auch in der DDR Grenzen gesetzt waren.
Und was das Bildungsniveau anbetrifft, das war auch in der DDR unterschiedlich. Zu solchen Forschungen kann aber jeder nach seinen Fähigkeiten beitragen - Arbeitsteilung ist angesagt. Wer keine Fremdsprachen beherrscht, um mit ausländischen Augenzeugen (z.B. ehemaligen Häftlingen und Zwangsarbeitern) sprechen zu können, der arbeitet eben als "Schatzsucher" oder Modellbauer (für Museums-Modelle) oder ähnliches. An mangelndem Interesse sollte es nicht liegen, Kinder sind immer neugierig.
Zitat: Kommentar von Selian:
Einverstanden aber trotzdem kann es nicht Sinn der Sache sein rechtswidrige Texte als Diskussionsgrundlage herzunehmen. Schon aus rechtlichen Gründen.
Es sollte auch weniger eine Diskussion mit allen Charakteristika einer solchen sein, sondern eine systematische Demontage des wackligen Gerüstet der Nazi-Propaganda und hier als Beispiel des Revisionismus sein (siehe oben). zu der rechtlichen Seite möchte ich soviel anführen, daß ich mir, als kritisch-skeptisch-hinterfragend denkender und entsprechend handelnder Mensch, weder durch den Staat, noch von irgendjemand anderen verbieten lasse worüber ich zu diskutieren habe und worüber nicht. Ich glaube aber auch, daß strafrechtlich die Unterstützung der These der Ausschwitzlüge verfolgt wird.
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