: German Gothic Board : - Globalisierung
: German Gothic Board :
German Gothic Board > > Des Kaisers Bart > Globalisierung


Seiten (2): « 1 [2]   Vorheriges Thema   Nächstes Thema
Thema Neues Thema erstellen    Antworten
Suicide-Smurf
Senior Member


Registriert seit: Nov 2002
Wohnort:
Beiträge: 233

Old Post erstellt am 15-09-2004 um 03:58 Füge Suicide-Smurf zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Suicide-Smurf anzeigen Suicide-Smurf eine eMail schicken Mehr Beiträge von Suicide-Smurf finden Suicide-Smurf eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Tiberon
Im Bereich der Grundversorgungen kann es nichts Gutes bringen.
Trinkwasser, Strom usw. sollte in einer vernünftigen Gesellschaft so günstig wie nur irgend möglich zur Verfügung stehen. Einem Anspruch, dem private Unternehmen einfach nicht gerecht werden können.

LaChatte, das ist ein Argument ..


Ok ich stimm dir zu.
Im Bereich Grundwasserversorgung ists vlt besser, wenn die Regierung es übernimmt. Das garantiert dann auch das alle angeshclossen werden und nicht ein paar ausgelassen werden da es zu teuer wäre.
Aber in einem vollständigen Konkurrenzmarkt mit Gewinnmaximierung als Ziel produzert ein Unternhemen immer preisgünstiger als ein staatliches.

Zitat:

LaChatte
ein bisschen Menschenliebe.

Wenn sie es nicht von sich aus tun, so sollten wir als Konsumenten sie dazu zwingen. Denn ein Markt besteht nur, wo auch eine Nachfrage ist.


Menschen lieben sich aber nicht. Sie lieben nur sich selber. Bestenfalls ein paar wenige Freunde, Verwandte.
Solange man mit egoistischem Verhalten besser davon kommt als mit Gemeinschaftsdenken wird das niemand tun. Warum auch?

Zitat:
aber was gibts Besseres als einen frisch geschnittenen Salat aus dem eigenen Garten?


Vlt ein Salat aus dem Supermarkt
So ein eigener Salat ist verdammt zeitaufwendig: Salat setzen, Salat giessen, Wutannfall wegen Läuse, Wutanfall wegen Schnecken vs 1 euro irgendwas
Beim Geschmack hab ich bis jetzt kein grossen Unterschied festgestellt :/

IP: Gespeichert

gekitsu
disruptive pattern


Registriert seit: Nov 2003
Wohnort: bavaria
Beiträge: 996

Old Post erstellt am 15-09-2004 um 09:41 Füge gekitsu zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von gekitsu anzeigen gekitsu eine eMail schicken Besuche gekitsu's Homepage! Mehr Beiträge von gekitsu finden gekitsu eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

naja... also ueber die geschmacksfrage koennten wir streiten
ich hatte neulich von ner bekannten nen salat ausm garten bekommen und das war doch was ganz was anderes als das supermarkt-labberzeugs.
ist ein aehnlicher unterschied wie abgepackte pilze vom supermarkt contra frisch gesammelte steinpilze aus dem wald oder steaks von der fleischtheke contra steaks vom bauernhof.

aber solange man noch nebenher fuer ein geregeltes einkommen sorgen muss ist der eigenanbau wohl wirklich zu zeitaufwendig - eben deswegen haben sich ja andere drauf spezialisiert damit jeder seinen salat gemuetlich einkaufen kann.

und ja.. das mit der menschenliebe stimmt. menschenliebe tritt destenfalls da zutage wo man sie sich leisten kann (sprich: es einem selbst gut genug geht). im zweifelsfall tritt der selbsterhaltungstrieb an diese stelle - und der ist wie der name sagt sehr egozentrisch.

__________________
sollte es mich nachdenklich stimmen, wenn ich sehe, dass Robbie Williams mehr Stil hat als dieser pseudogotische Rueschenfasching?

IP: Gespeichert

Amygdala
yes i will yes


Registriert seit: Aug 2004
Wohnort:
Beiträge: 72

Old Post erstellt am 15-09-2004 um 22:29 Füge Amygdala zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Amygdala anzeigen Mehr Beiträge von Amygdala finden Amygdala eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von ange gardien

Außerdem muss man inzwischen von zwei Globalisierungsbewegungen reden. Der westlich geprägten wirtschaftlichen Globalisierung, und der Ausbreitung des Islam, die inzwischen eine Form annimmt die man durchaus auch als Globalisierung bezeichnen kann. Bemerkenswert ist das zweitere in den Ländern Erfolg hat die hauptsächlich zu den Verlieren der wirtschaftlichen Globalisierung gehören.



Gerade in Afrika, aber auch in anderen Ländern der sogenannten Dritten Welt versucht das Christentum noch aggressiver, Mitglieder anzuwerben, das sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden...

Papstbesuch, anyone?

__________________
There is in essence both insight and blindness within the observation

IP: Gespeichert

TheTurningPoint
Not every pain hurts


Registriert seit: Jun 2002
Wohnort: Thueringen
Beiträge: 4303

Old Post erstellt am 15-09-2004 um 23:52 Füge TheTurningPoint zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von TheTurningPoint anzeigen TheTurningPoint eine eMail schicken Mehr Beiträge von TheTurningPoint finden TheTurningPoint eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
Aber in einem vollständigen Konkurrenzmarkt mit Gewinnmaximierung als Ziel produzert ein Unternhemen immer preisgünstiger als ein staatliches.
Nur dann, wenn es schon mehr Ressourcen vereinnahmt hat als der Staat selbst, und so in der Lage ist, den Staat (z.B. durch militärische Bedrohung) zu erpressen.

Zitat:
Menschen lieben sich aber nicht. Sie lieben nur sich selber. ... Solange man mit egoistischem Verhalten besser davon kommt als mit Gemeinschaftsdenken wird das niemand tun. Warum auch?
Das Hauptproblem ist, dass sich die Menschen NICHT selbst lieben, sondern sich durch Werbung und Propaganda dazu verleiten lassen, gegen ihr eigenes Wohlergehen und gegen ihre eigenen Bedürfnisse zu handeln. Oft erkennen sie erst, wenn sie dem Tod schon ins Auge blicken, dass sie gegen sich selbst gehandelt haben. Denken an sich selbst und daraus resultierendes Gemeinschaftsdenken, wie in Wörgl oder nach dem Ende des 2. Weltkrieges praktiziert, lebt leider meist erst dann wieder auf, wenn anders kein (Über-)Leben mehr möglich ist.

Zitat:
So ein eigener Salat ist verdammt zeitaufwendig: ... Beim Geschmack hab ich bis jetzt kein grossen Unterschied festgestellt :/
Versuch's mal mit selbst gepflanzten und geernteten Tomaten ...

__________________
Du allein kannst strahlen in der Welt.

IP: Gespeichert

Sanna I.S.P.
Spinner, diesmal anders


Registriert seit: Mar 2004
Wohnort:
Beiträge: 959

Old Post erstellt am 16-09-2004 um 07:39 Füge Sanna I.S.P. zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Sanna I.S.P. anzeigen Sanna I.S.P. eine eMail schicken Mehr Beiträge von Sanna I.S.P. finden Sanna I.S.P. eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
Aber in einem vollständigen Konkurrenzmarkt mit Gewinnmaximierung als Ziel produzert ein Unternhemen immer preisgünstiger als ein staatliches.


nicht preisgünstiger; staatliche unternehmen bieten oft dinge viel billiger an, als dies einem privaten unternehmen je möglich wäre.
zum einen erhält der staat viele rohstoffe billiger, und kann sie auch wesentlich günstiger an seine betriebe weitergeben, als dies an private geschieht.
des weiteren hat der staat die möglichkeit, gerade soche grundversorgungen billig anzubieten, die aber unmöglich wirklich gewinnorientiert geführt werden können, wie zum beispiel infrastruktur.
bei den lebenswichtigen versorgungen wie wasser wäre es auf dauer gesehen nicht klug, diese zu privatisieren - wie schon erwähnt, müssen die unternehmen ja gewinnorientiert handeln, und fordern daher preise ein, die sich nicht danach richten können, ob sie auch durch den schlechtverdienendsten entrichtet werden können, geschweige denn von denen, die gar nichts verdienen.

Zitat:
Original geschrieben von gekitsu
aber solange man noch nebenher fuer ein geregeltes einkommen sorgen muss ist der eigenanbau wohl wirklich zu zeitaufwendig - eben deswegen haben sich ja andere drauf spezialisiert damit jeder seinen salat gemuetlich einkaufen kann.


ja, der eigenanbau im sinne von vollversorgung bestimmt, da gebe ich dir recht.
aber das eine oder andere gemüse im garten zu ziehen, sollte bei geringer beschneidung der freizeit durchaus möglich sein.

und man muss ja nicht unbedingt die anspruchsvollsten sorten anbauen - es gibt viele gemüsearten, die sehr resistent sind, und wenig pflege bedürfen.

doch im grunde ist es wahrscheinlich genauso befriedigend, sein gemüse beim bauern um die ecke zu kaufen, den hat nur leider nicht jeder, besonders nicht in er stadt.


zur globalisierung allgemein:

im sinne von LaChattes ausführungen, und der globalisierung die sie meint, nämlich diejenige, die einen gegenseitigen austausch fördert, oder sogar erst wirklich ermöglicht, ist es eine tolle sache.

hingegen die globalisierung, welche nur den konzernen hilft, ihre gierigen hände weiter in andere gefilde auszustrecken, kann ich wenig positives abgewinnen.

aber ist es nicht so, dass beide formen unzertrennlich miteinander verbunden sind?
es ist die möglichkeit auf eine weltweite zusammenkunft, eine globale zusammenarbeit, die für beides erst die vorassetzungen schafft - ob positv oder negativ. eines davon ist nicht ohne das andere auszuschließen, nicht wenn sich die menschen dahinter nicht zu anderen werten besinnen wollen.

IP: Gespeichert

Suicide-Smurf
Senior Member


Registriert seit: Nov 2002
Wohnort:
Beiträge: 233

Old Post erstellt am 17-09-2004 um 01:40 Füge Suicide-Smurf zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Suicide-Smurf anzeigen Suicide-Smurf eine eMail schicken Mehr Beiträge von Suicide-Smurf finden Suicide-Smurf eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

TheTurningPoint

Zitat:
Nur dann, wenn es schon mehr Ressourcen vereinnahmt hat als der Staat selbst, und so in der Lage ist, den Staat (z.B. durch militärische Bedrohung) zu erpressen.

Wie meinst du das? Wenn Firmen Reosurcen besetzen und dann die Regierung damit erpressen?
Zitat:
Das Hauptproblem ist, dass sich die Menschen NICHT selbst lieben, sondern sich durch Werbung und Propaganda dazu verleiten lassen, gegen ihr eigenes Wohlergehen und gegen ihre eigenen Bedürfnisse zu handeln. Oft erkennen sie erst, wenn sie dem Tod schon ins Auge blicken, dass sie gegen sich selbst gehandelt haben. Denken an sich selbst und daraus resultierendes Gemeinschaftsdenken, wie in Wörgl oder nach dem Ende des 2. Weltkrieges praktiziert, lebt leider meist erst dann wieder auf, wenn anders kein (Über-)Leben mehr möglich ist.
Ich glaube es ist eher die Situation. Es gibt tausend Situationen bei denen das denken an sich selbst (unabhängig davon was die anderen machen...) Vorteile bringt- auch wenn sie gemeinsam besser davon gekommen wären. Es ist wohl das Riskio das niemand eingehen möchte...
Zitat:
Versuch's mal mit selbst gepflanzten und geernteten Tomaten ...

Tomaten. Neee. Ich mag keine Tomaten. Auch wenn mich meine Mutter immer mit eigenen beglücken will. Dann lieber Gurken oder gar Kartoffeln *g..
Dort spürt man auch einen Unterschied. Trotzdem ist der Zeitaufwand zu gross...

Sanna I.S.P.
Zitat:
nicht preisgünstiger; staatliche unternehmen bieten oft dinge viel billiger an, als dies einem privaten unternehmen je möglich wäre.
zum einen erhält der staat viele rohstoffe billiger, und kann sie auch wesentlich günstiger an seine betriebe weitergeben, als dies an private geschieht.
des weiteren hat der staat die möglichkeit, gerade soche grundversorgungen billig anzubieten, die aber unmöglich wirklich gewinnorientiert geführt werden können, wie zum beispiel infrastruktur.
bei den lebenswichtigen versorgungen wie wasser wäre es auf dauer gesehen nicht klug, diese zu privatisieren - wie schon erwähnt, müssen die unternehmen ja gewinnorientiert handeln, und fordern daher preise ein, die sich nicht danach richten können, ob sie auch durch den schlechtverdienendsten entrichtet werden können, geschweige denn von denen, die gar nichts verdienen.


No Way!
Ich hab geschrieben Konkurrenzmarkt und Tiberion zugestimmt, dass es bei Grundwasser die Regierung übernehmen sollte.
Ansonsten:
Bei einem Konkurrenzmarkt hat jeder einzelne Anbieter keine wirkliche Auswirkung. Folglich wird das Produkt zu Herstellungskosten verkauft.
Ferner besteht bei diesen Unternehmen zwang kosten zu senken um die Gewinne erzielen zu können. Ein staatliches Unternehmen muss nichts senken ? Warum auch´? Gibt ja sonst niemanden

Zitat:

hingegen die globalisierung, welche nur den konzernen hilft, ihre gierigen hände weiter in andere gefilde auszustrecken, kann ich wenig positives abgewinnen.
Was ist daran verwerflich im AUsland zu prdouzieren? Mal abgesehen von Kinderarbeit und Zwangsarbeit
Klar ist es gierig und bringt Gewinne! Aber solange die Leute sidch dort freiwillig zur Arbeit melden können oder auch nicht ist die Sache doch in Ordnung..?

IP: Gespeichert

LaChatte
unicum


Registriert seit: Jan 2003
Wohnort: multidimensional
Beiträge: 7320

Old Post erstellt am 17-09-2004 um 07:55 Füge LaChatte zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von LaChatte anzeigen Besuche LaChatte's Homepage! Mehr Beiträge von LaChatte finden LaChatte eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Es gibt tausend Situationen bei denen das denken an sich selbst (unabhängig davon was die anderen machen...) Vorteile bringt


Wenn es die Leute doch tatsächlich tun würden... aufhören zu rauchen, aufhören, Alkohol zu konsumieren, sich ein bisschen bewegen, darauf achten, unbelastete Nahrung zu sich zu nehmen - mit dieser Sorte Egoismus ginge es der Welt bald deutlich besser. Aber es gibt hier eine breite Palette an selbstzerstörerischem Verhalten, das durch Werbung noch gefördert wird.

Zitat:
Bei einem Konkurrenzmarkt hat jeder einzelne Anbieter keine wirkliche Auswirkung. Folglich wird das Produkt zu Herstellungskosten verkauft.


Wenns bei der Konkurrenz bleibt, OK. Faktisch gibts aber oft Kartelle oder sogar Monopole, sobald mal ein Anbieter die andern aus dem Feld geschlagen hat. Und dünn besiedelte Gebiete werden von marktwirtschaftlich organisierten Unternehmen selten berücksichtigt, oder wenn, dann zu Höchstpreisen.

Zitat:
Was ist daran verwerflich im AUsland zu prdouzieren? Mal abgesehen von Kinderarbeit und Zwangsarbeit


Mal abgesehen von Kinderarbeit und Ausbeutung, nein, es ist nicht verwerflich... aber offenbar ist es oft nicht einmal lohnenswert. Oft würde es sich für europäische Firmen lohnen, hierzulande eine hoch automatisierte Produktion aufzubauen, die wenig hoch qualifiziertes Personal zur Wartung und Überwachung braucht (und eine hohe Qualität garantiert), als im Ausland zu produzieren, wo zwar die Löhne billig sind, die Qualität aber auch nicht unbedingt gehalten werden kann.

__________________
ora et labora

IP: Gespeichert

Sanna I.S.P.
Spinner, diesmal anders


Registriert seit: Mar 2004
Wohnort:
Beiträge: 959

Old Post erstellt am 17-09-2004 um 08:12 Füge Sanna I.S.P. zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Sanna I.S.P. anzeigen Sanna I.S.P. eine eMail schicken Mehr Beiträge von Sanna I.S.P. finden Sanna I.S.P. eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Ferner besteht bei diesen Unternehmen zwang kosten zu senken um die Gewinne erzielen zu können.


jep, und wenn das nicht reicht, oder man einfach andere wege einschlägt, wird das, was man anbietet auch an weniger menschen, aber dafür mit umso höheren preisen verkauft, ergo ein wohl nicht gering einzuschätzender anteil der bevölkerung (abhängig von der art der leistung, die erbracht wird) kann durch seine finger schauen.

oder man lagert die produktion aus, in länder, in denen billiger produziert werden kann, was eine schwächung der heimischen wirtschaft zur folge hat.

Zitat:
Was ist daran verwerflich im AUsland zu prdouzieren? Mal abgesehen von Kinderarbeit und Zwangsarbeit
Klar ist es gierig und bringt Gewinne! Aber solange die Leute sidch dort freiwillig zur Arbeit melden können oder auch nicht ist die Sache doch in Ordnung..?


die tatsache ist die, dass wenn ein unternehmen in ein land "auswandert", dass vom entwicklungsstand und den einkommen weit hinter solchen wie deutschland oder österreich liegt, es oft aufgrund der schlimmen lage von arbeitern in diesem land in der lage ist, wochenstunden von den arbeitern zu verlangen, die bei uns niemand leisten würde (weil diese es einfach unbedingt brauchen), und ihnen weit weniger geld zu zahlen, als innländischen heimischen angestellten.
denn in ländern wie rumänien zb. sieht es mit gewerkschaft nicht besonders rosig aus, und die arbeiter müssen die arbeit nehmen, die sie kriegen können.

in ordnung, naja ... wirtschaftlich betrachtet ist das eigentlich nicht so toll, da durch fehlende löhne von heimischen arbeitskräften de facto auch die kaufkraft gesteigert wird, von der ja schließlich und endlich auch die gesamtwirtschaftliche situation abhängig ist.
das geld, das diese firmen und unternehmen im ausland ausgeben und dann im innland zum zigfachen wieder einnehmen, steht oft in keinem realen bezugsverhältniss.
und ihre gewinne werden dann auch nicht im stammland ausgegeben (was der wirtschaft sicher gut tun würde), sondern vielfach wieder dazu eingesetzt, in noch ärmeren regionen, mit noch schlechteren arbeitsplatzverhältnissen neue werke zu errichten, und werkstoffe wie auch anderes ebenso möglichst günstig aus möglichst armen ländern zu beschaffen.

und das ist in ordnung?
unsere wirtschaft geht auf diese weise zu grunde! der staat verarmt zusehends, weil die steigenden arbeitslosen auch auf der tasche liegen (noch, wer weiß wie lange das noch so bleiben wird...).
die einzigen, die davon profitieren sind die konzerne - unsere wirtschaft, der staat, oder die bevölkerung sieht davon so gut wie nichts.

IP: Gespeichert

Trigant
Minä Vihaan Valo


Registriert seit: Aug 2002
Wohnort: Bad Homburg
Beiträge: 77

Old Post erstellt am 17-09-2004 um 15:54 Füge Trigant zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Trigant anzeigen Trigant eine eMail schicken Besuche Trigant's Homepage! Mehr Beiträge von Trigant finden Trigant eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen, also reißt mir nicht den kopf ab

hab nur ienen standpunkt den ich bisher hier noch niht entdeckt hatte und mal zum besten geben wollte:

ICh sage die Globalisierung is ein Produkt des Westens für modernen Kolonialismus. Die Produkte, die um die welt gehen bevor sie fertig sind sowie die herstellung bzw förderung von rohstoffen werden größtenteils in billiglohnländern gemacht und dann in den westen FERTIG" verschifft. das wurde schon einmal so gemacht, nur ist es 400 jahre her und wurde damals kolonialisierung genannt.. was hat sich denn großartig von damals bis heute geändert, abgesehen von der Propaganda?
etwas kontrovers, aber ich will provozieren

__________________
cogito ergo sum mortua

Mitglied im Anti-Sido-Club

"Quäl dich nicht mein Liebling, überlaß das mir!"

IP: Gespeichert

Sanna I.S.P.
Spinner, diesmal anders


Registriert seit: Mar 2004
Wohnort:
Beiträge: 959

Old Post erstellt am 17-09-2004 um 22:51 Füge Sanna I.S.P. zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Sanna I.S.P. anzeigen Sanna I.S.P. eine eMail schicken Mehr Beiträge von Sanna I.S.P. finden Sanna I.S.P. eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
... dann in den westen FERTIG" verschifft ...


also fertig war damals überhaupt gar nichts; gerade das war es ja, was die wirtschaft und entwicklung dieser staaten bis heute negativ beeinflußte (und immer noch tut). sie wurden der möglichkeit beraubt, eigene produkte fertig zu produzieren - stattdessen ließ man sie eben rohstoffe scheffeln, die anschließend nach europa transportiert wurden, und auch in europa verarbeitet wurden.

damals war es vor allem der rohstoffreichtum, der ausgenutzt wurde, heute ist es hauptsächlich die billige arbeitsleistung, die gefordert wird.
aber das prinzip ist recht ähnlich, das stimmt schon, abgesehen von der tatsache, dass es damals eher darum ging, die ungeheuren mengen an rohstoffen auszunutzen (und natürlich auch darum, diese billigst zu beschaffen), während heutzutage dies NUR noch darauf basiert, möglichst viel geld zu scheffeln, denn arbeitskräfte und potenzial gäbe es hier auch zu hauf.

IP: Gespeichert

Tiberon
ein Stein


Registriert seit: Dec 2002
Wohnort: im Tal der Saale
Beiträge: 1948

Old Post erstellt am 22-09-2004 um 09:23 Füge Tiberon zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Tiberon anzeigen Tiberon eine eMail schicken Mehr Beiträge von Tiberon finden Tiberon eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Suicide-Smurf
... Aber in einem vollständigen Konkurrenzmarkt mit Gewinnmaximierung als Ziel produziert ein Unternhemen immer preisgünstiger als ein staatliches. ...

Auch das könnte man in Frage stellen, denn Gewinnmaximierung heißt nicht nur, daß ein Produkt so günstig wie möglich erzeugt, sondern auch so teuer wie möglich verkauft wird. Und seit wann kümmert es die 'Marktwirtschaft', wenn die unteren 5 oder 10 oder 15% nach der Gewinnmaximierung nicht mehr zur Zielgruppe gehören ...

__________________
"Man kann jemand auch lieb haben, ohne das man ihn versteht."
"Anstalten für Dumme wären natürlich eine schöne Sache, aber stellen Sie sich vor, wie groß die Gebäude sein müssten ..."

IP: Gespeichert

decay73
Das Leben ruft!


Registriert seit: Jan 2002
Wohnort: Gegenüber dem Himmel
Beiträge: 5694

Old Post erstellt am 15-11-2004 um 12:00 Füge decay73 zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von decay73 anzeigen decay73 eine eMail schicken Mehr Beiträge von decay73 finden decay73 eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Heiner Geissler
"In der globalen Wirtschaft herrscht die pure Anarchie. Die Gier zerfrisst den Herrschern ihre Gehirne.“


In der Zeit Nr. 47/2004 bekommt Heiner Geissler einen Wutanfall. Sein Text beginnt mit einem Zitat von Karl Marx/Friedrich Engels aus dem „Manifest der Kommunistischen Partei“ von 1848:
Zitat:
»Das Kapital hat die Bevölkerung agglomeriert, die Produktionsmittel zentralisiert und das Eigentum in wenigen Händen konzentriert. Die Arbeiter, die sich stückweise verkaufen müssen, sind eine Ware wie jeder andere Handelsartikel und daher gleichmäßig allen Wechselfällen der Konkurrenz, allen Schwankungen des Marktes ausgesetzt.«


Und was haben wir jetzt, 146 Jahre später?

Die Großkonzerne können machen was sie wollen, die Arbeitnehmervertretung steht mit dem Rücken zur Wand und hat eigentlich schon verloren, es gibt „100 Millionen von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen in Europa und den USA und 3 Milliarden Arme, die zusammen ein geringeres Einkommen haben als die 400 reichsten Familien der Erde“ und immer mehr sind der Meinung, daß die Gesellschaft funktionieren muß wie DaimlerCrysler.

Zitat:
Original geschrieben von Heiner Geissler
Die Kommunisten wollten den Konflikt lösen, indem sie das Kapital eliminierten und die Kapitaleigner liquidierten. Bekanntlich sind sie daran gescheitert. Heute eliminiert das Kapital die Arbeit. Der Kapitalismus liegt derzeit genauso falsch wie einst der Kommunismus.

Der Tanz ums goldene Kalb ist schon einmal schief gegangen.



Wo bleibt der Aufschrei?

__________________


"Während der Ebbe schrieb ich eine Zeile auf den Sand,
in die ich alles legte, was mein Verstand und Geist enthält.
Während der Flut kehrte ich zurück, um die Worte zu lesen,
und ich fand am Ufer nichts als meine Unwissenheit."
(Khalil Gibran, Sämtliche Werke)

IP: Gespeichert

Tiberon
ein Stein


Registriert seit: Dec 2002
Wohnort: im Tal der Saale
Beiträge: 1948

Old Post erstellt am 15-11-2004 um 16:51 Füge Tiberon zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Tiberon anzeigen Tiberon eine eMail schicken Mehr Beiträge von Tiberon finden Tiberon eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Wie soll der Aufschrei denn aussehen?


Tiberon
Hure der Finanzoligarchie

__________________
"Man kann jemand auch lieb haben, ohne das man ihn versteht."
"Anstalten für Dumme wären natürlich eine schöne Sache, aber stellen Sie sich vor, wie groß die Gebäude sein müssten ..."

IP: Gespeichert

decay73
Das Leben ruft!


Registriert seit: Jan 2002
Wohnort: Gegenüber dem Himmel
Beiträge: 5694

Old Post erstellt am 15-11-2004 um 17:36 Füge decay73 zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von decay73 anzeigen decay73 eine eMail schicken Mehr Beiträge von decay73 finden decay73 eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Tiberon
Wie soll der Aufschrei denn aussehen?



Na wie üblich halt. Attac zum Beispiel gibt sich ja schon einige Mühe, nur kommt das in den einzelnen Ländern nicht wirklich an und der Protest setzt sich dort nicht fort.
Natürlich muß eine Protestbewegung ebenso agieren wie die sog. Global-Player der weltumspannenden Wirtschafts-"elite". Aber irgendwie funktioniert das noch nicht wirklich. Attac und andere Gruppen sind dafür noch zu klein und finden vergleichsweise wenig Gehör, was m.E. auch daran liegt, daß sich kaum jemand wirklich dafür interessiert, was woanders passiert - außer wenn er ein paar vereinzelte Proteste im Fernsehen sehen kann. Daß ihn das dann auch betrifft, schnallt er (bzw. sie) dummerweise nicht (Genua läßt grüßen).

__________________


"Während der Ebbe schrieb ich eine Zeile auf den Sand,
in die ich alles legte, was mein Verstand und Geist enthält.
Während der Flut kehrte ich zurück, um die Worte zu lesen,
und ich fand am Ufer nichts als meine Unwissenheit."
(Khalil Gibran, Sämtliche Werke)

IP: Gespeichert

TheTurningPoint
Not every pain hurts


Registriert seit: Jun 2002
Wohnort: Thueringen
Beiträge: 4303

Old Post erstellt am 16-11-2004 um 01:12 Füge TheTurningPoint zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von TheTurningPoint anzeigen TheTurningPoint eine eMail schicken Mehr Beiträge von TheTurningPoint finden TheTurningPoint eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von decay73
In der Zeit Nr. 47/2004 bekommt Heiner Geissler einen Wutanfall. Sein Text beginnt mit einem Zitat von Karl Marx/Friedrich Engels aus dem „Manifest der Kommunistischen Partei“ von 1848
Ein guter Anlass, in das Manifest mal wieder reinzuschauen. Noch interessanter finde ich aber diesen Entwurf von F.Engels, der die Zusammenhänge m.E. besser verständlich macht als die erstgenannte Schrift.

Zitat:
Und was haben wir jetzt, 146 Jahre später?
Offenbar hat sich an den Verhältnissen seit 156 Jahren kaum etwas verändert.

Zitat:
Die Großkonzerne können machen was sie wollen ... und 3 Milliarden Arme, die zusammen ein geringeres Einkommen haben als die 400 reichsten Familien der Erde
Und warum ist das so? Wieso können die Großkonzerne machen was sie wollen?

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------
Original geschrieben von Heiner Geissler
Die Kommunisten wollten den Konflikt lösen, indem sie das Kapital eliminierten und die Kapitaleigner liquidierten ...
--------------------------------------------------------------------------------

So sehr ich den Heiner Geissler schätze, aber hier liegt er etwas falsch. Die Kommunisten wollten nicht das Kapital und dessen Besitzer eliminieren, sondern nur das vorhandene Kapital aus dem Eigentum der 400 reichsten Familien in das Eigentum der 3 Milliarden Armen überführen, also mit anderen Worten das Privateigentum an Kapital abschaffen.

Dazu ein Auszug aus dem Entwurf von F.Engels :

15. Frage: Die Abschaffung des Privateigentums war also früher nicht möglich?
Antwort: Nein. ... Für die Manufaktur und für die erste Entwicklungsstufe der großen Industrie war aber keine andere Eigentumsform möglich als das Privateigentum, keine andre Gesellschaftsordnung als die auf dem Privateigentum beruhende. Solange nicht so viel produziert werden kann, daß nicht nur für alle genug vorhanden ist, sondern auch noch ein Überschuß von Produkten zur Vermehrung des gesellschaftlichen Kapitals und zur weiteren Ausbildung der Produktivkräfte bleibt, solange muß es immer eine herrschende, über die Produktivkräfte der Gesellschaft verfügende und eine arme, unterdrückte Klasse geben.
... Jetzt aber, wo durch die Entwicklung der großen Industrie erstens Kapitalien und Produktivkräfte in einem nie vorher gekannten Maße erzeugt und die Mittel vorhanden sind, diese Produktivkräfte in kurzer Zeit ins unendliche zu vermehren; wo zweitens diese Produktivkräfte in den Händen weniger Bourgeois zusammengedrängt sind, während die große Masse des Volks immer mehr zu Proletariern wird, während ihre Lage in demselben Maße elender und unerträglicher wird, in welchem die Reichtümer der Bourgeois sich vermehren; wo drittens diese gewaltigen und leicht zu vermehrenden Produktivkräfte so sehr dem Privateigentum und den Bourgeois über den Kopf gewachsen sind, daß sie jeden Augenblick die gewaltsamsten Störungen in der gesellschaftlichen Ordnung hervorrufen, jetzt erst ist die Aufhebung des Privateigentums nicht nur möglich, sondern sogar durchaus notwendig geworden.

16. Frage: Wird die Aufhebung des Privateigentums auf friedlichem Wege möglich sein?
Antwort: Es wäre zu wünschen, daß dies geschehen könnte, und die Kommunisten wären gewiß die letzten, die sich dagegen auflehnen würden. Die Kommunisten wissen zu gut, daß alle Verschwörungen nicht nur nutzlos, sondern sogar schädlich sind. Sie wissen zu gut, daß Revolutionen nicht absichtlich und willkürlich gemacht werden, sondern daß sie überall und zu jeder Zeit die notwendige Folge von Umständen waren, welche von dem Willen und der Leitung einzelner Parteien und ganzer Klassen durchaus unabhängig sind.
Sie sehen aber auch, daß die Entwicklung des Proletariats in fast allen zivilisierten Ländern gewaltsam unterdrückt und daß hierdurch von den Gegnern der Kommunisten auf eine Revolution mit aller Macht hingearbeitet wird.

Wenn man sich die aktuelle Entwicklung in Venezuela anschaut, wirken diese Worte ziemlich gegenwartsnah ...

Andererseits muss ich nach dem Lesen des Engels-Textes Noam Chomsky zustimmen, dass sich der größte Feind des Kommunismus hinter dem Pseudonym LENIN versteckte.

IP: Gespeichert

Alle Zeitangaben in MEZ. Es ist 12:19 Uhr.
Haftungsausschluss | Boardarchive | Datenschutzerklärung
Neues Thema erstellen    Antworten
Seiten (2): « 1 [2]   Vorheriges Thema   Nächstes Thema
Druckbare Version zeigen | Diese Seite per eMail verschicken | Dieses Thema abonnieren

Gehe zu:
 



Dir ist not erlaubt, neue Beiträge zu schreiben.
Dir ist not erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Dir ist not erlaubt, Anhänge anzufügen.
Dir ist not erlaubt, Beiträge zu bearbeiten.
HTML Code ist Aus
vB Code ist An
Smilies sind An
[IMG] Code ist An
 

Powered by: vBulletin Version 2.3.0
Copyright ©2000 - 2005, Jelsoft Enterprises Limited.

Startseite Chat Bild Datenbank Gothic Board Startseite