CaligoCavus
~ Cupitor ~
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erstellt am 21-11-2003 um 16:37
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Zur Geisterstund, da liebt ich sie,
kuesst ihre Lippen, sanft und weich,
strich schwarzes Haar bei Vollmondschein,
liebkoste Haut so schoen und bleich.
Sie liebte mich, wie nie zuvor,
erfuellte Traeume, liess mich schweben,
Ertranken wir in Leidenschaft,
die Stimmen zittern, Koerper beben.
Bedeckt mit Kuessen ihren Nacken,
liess sich verfuehren, immer wieder.
Meine Haende wanderten,
genussvoll senkten sich die Lider.
Ein stummer Seufzer entwich den Lippen,
ein Laecheln folgte, wunderbar,
ich blickt hinauf, sah tausend Lichter,
die Nacht ward hell, der Himmel klar.
Ein Baechlein floss zu unseren Fuessen,
da wir nun lagen, nackt und fein,
im warmen Sommerregen, liebend,
mag dieses Spiel doch endlos sein.
Ich hielt sie fest, das Liebste mir,
sah schlummernd sie in meinem Arm.
Frohlockt mein Herz, erfuellt mit Liebe,
spuert Ihren Leib so nah, so warm.
Bis ploetzlich kalt die Nacht mich packt,
und meine Haende griffen leer,
mit einem Mal lag ich allein,
einsam im Wald, ganz ohne Begehr.
Und Sehnsucht stach mich in die Brust,
Erinnerung bricht mir das Herz.
Ganz langsam, qualvoll, denk ich zurueck,
und jedes Bild bringt neuen Schmerz.
Denn was ich in dieser Nacht geliebt,
den Geist, vom Koerper laengst befreit,
nahm sich der Tod an diesem Ort,
bereits vor ewig langer Zeit.
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Geändert von CaligoCavus am 06-04-2004 um 23:20
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