Daydreamer
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erstellt am 05-04-2004 um 16:52
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und wieder stehe ich vor der macht
und grüße sie auf meine weise
ich steh davor und sehe sie
und ihre ew`gen kreise.
die wiederkehr, sie geht mir nah
und mischt sich in mein denken
eine jede scheint mir einzig gar
ich möchte mich ihr schenken.
ich möchte teil des ganzen sein,
mich ständig neu drapieren
und auf des grundes strudel dann
zu neuer schönheit reparieren.
ich wäre dann so klar und rein
und voll von inn`rem frieden,
zum ganzen würde ich gehörn
und energie verströmen.
doch statt dessen steh ich hier
als mensch mit meinen schwächen;
die fehler sind zum greifen nah,
die stärken fast vergessen.
ach,könnt`ich doch die welle sein,
die in dem meer nun mündet!
das leben verstehen und erkennen,
worauf jedes geheimnis sich gründet.
der wind, er schwindet, das segel flieht,
ich kann mich nicht mehr halten!
ich stürze fast und falle gar
in die arme der gewalten.
ich kann nicht sein, was ich gewünscht,
weil ich es nicht ertrage
ich schwimm zurück zum fernen strand,
vielleicht am nächsten tage...
(02.april 2004)
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ein gänsekiel
ein tintenfass
ich hör der feder
sanfte stimme
sie spricht mich an
und trägt den geist
hinauf zu neuer höhe.
sie spricht zu mir
von großen kriegen,
von ehre, ruhm
und altem glanz,
von starken männern,
weisen frauen
und von ball und tanz.
von königen erzählt sie mir
und von deren reichen,
vom heldentod,
vom liebesglück
und von guten zeichen.
doch auch das böse zeigt sie mir
und spricht von untergängen,
von krieg und schlachten
und vom tod,
den viele seelen fanden.
von mord, intrige,neid und hass
weiß sie zu berichten;
das schlechte am menschen,immer da,
es gibt genug geschichten.
und auch die zukunft
ist nicht fremd,
es sind ja alles kreise.
sie spricht unermüdlich,
flüstert nur,
lenkt auf ihre weise.
denn meine hand
führt sich von selbst
über weiße seiten,
ohne zögern
schaffe ich
meine eignen welten.
doch des lehrers stimme
ruft mich zurück
in grelle,helle räume...
realität ohne zuversicht,
dahin sind alle träume...
(05.april 2004)
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ich gebe zu,ich habe mich
in deinem licht verloren.
der schimmer deiner augen
- er hat mich neu geboren.
deine nähe tat mir gut,
ich konnte neu erblühen,
und die hitze deiner haut
sie wollte mich verglühen...
deine stimme,sanft wie je,
heilte meine wunden,
und unter deinen fingerspitzen
hab ich mich selbst gefunden...
ich dachte schon
wir wären freunde
die das leben eng vereint,
ich irrte mich,
das hattest du
anders wohl gemeint.
was blieb mir da
als schnell zu fliehen
vor der wärme deiner haut?
ich gebe zu, ich habe nur
ein neues luftschloss mir gebaut...
(*?*)
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Wenn nur beide, das Poetische und das Politische, eins sein könnten.
Das wäre das Ende der Sehnsucht und das Ende der Welt.
(Peter Handke)
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