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Daydreamer
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Old Post erstellt am 01-04-2004 um 14:40 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

willkommen in meinem labyrinth...
...folge der roten spur...

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an einen ort
den du nicht kennst
verschlägt mich heut
mein erster flug

das gräserland
es wogt im wind
die wellen singen
ihre lieder

ich lausche dem
und fühl mich gut
der wind trägt mich
von allem fort...

die wolken lass ich unter mir
die sterne sind zum greifen nah
die sonne wärmt und brennt sogar
doch schmerz ist unbedeutend

und plötzlich stoppt der jähe stieg
die welt steht für sekunden
ich dreh mich um und falle gar
es zieht mich schnell nach unten

und durch die wolken rase ich
die sterne,sie verblassen
ich hör der wellen jubelschrei
sie werden mich nun fassen

der aufprall raubte mir die luft
ich bin kaum noch am leben
der leim der schwingen schmolz zu früh
nun gut,dann sterb ich eben

und in der wellen sanfter hand
sinke ich nun nieder
die welt ist blau,zum letzten mal
das meer,es hat mich wieder...

(1.april 2004)

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Wenn nur beide, das Poetische und das Politische, eins sein könnten.
Das wäre das Ende der Sehnsucht und das Ende der Welt.
(Peter Handke)

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Old Post erstellt am 03-04-2004 um 01:03 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

ich sitze davor
unbemerkt
von meinem gegenüber
und mir selbst.
doch verstohlen
werfe ich
immer
wieder
einen blick darauf.
ich hoffe,
dass das display leuchtet
und das bekannte
klingeln
endlich
ertönt
doch jedes klingeln
ist das falsche
jedes leuchten
bist nicht du
ich möchte doch nur
von dir
hören
lesen
wissen
was du
tust
sagst
liest
hörst
fühlst
...
nur ein einziges zeichen
denn ich fühle mich
schuldig
verantwortlich
für dein
abruptes
nicht-melden
ohne grund
ohne gefühl
?

und wieder
leuchtet das display auf...
vielleicht jetzt?
vielleicht du?

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Daydreamer
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Old Post erstellt am 04-04-2004 um 17:00 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

rauchschwaden
bedecken den boden
die wände
hüllen alles
in ein gespenstisches licht

dazwischen
die schemen
einer tanzenden menge
bewegen sich zuckend
im grün-roten licht

musik ist in allem,
in jedem
und mir
die bässe vibrieren
das blut rauscht ...
...ich frier...

der leichte schweißfilm
auf allen leibern
wird immer wieder
neu verrührt
ich spüre die rhythmen
bin zum tanzen verführt

die musik pulsiert
und schwappt durch die gänge
ich zwänge mich vorbei
verfluche die enge

und doch kann ich frei sein
in diesem gedräng`
ich kann endlich fühlen
an was ich denk`

es gibt keine richtung
jede zeit ist hier still
nichts ist mehr wichtig
keiner weiß,was er will

doch jeder will jeden
und sex liegt im raum
so wandelt sich plötzlich
alles zum alptraum

ich will nur noch fliehen
und dem hier entkommen
ich sinke zu boden
sehe nur noch verschwommen

ich ahne die szenen
sage kein wort
die menge sie tobt
man amusiert sich dort

es ist wieder samstag
und die woche vorbei
die üblichen feiern
ich zähle bis drei

dann richt`ich mich auf
verlasse den saal
hole die jacke
das wars wiedermal

der alptraum er endet
und ich tus mit ihm
ich falle ins bett
will nie wieder hin

doch nächste woche
beginnt der tanz von vorn`
die zeit wird verschwendet
genau wie mein zorn...

(03. april 2004)

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Old Post erstellt am 05-04-2004 um 16:52 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

und wieder stehe ich vor der macht
und grüße sie auf meine weise
ich steh davor und sehe sie
und ihre ew`gen kreise.

die wiederkehr, sie geht mir nah
und mischt sich in mein denken
eine jede scheint mir einzig gar
ich möchte mich ihr schenken.

ich möchte teil des ganzen sein,
mich ständig neu drapieren
und auf des grundes strudel dann
zu neuer schönheit reparieren.

ich wäre dann so klar und rein
und voll von inn`rem frieden,
zum ganzen würde ich gehörn
und energie verströmen.

doch statt dessen steh ich hier
als mensch mit meinen schwächen;
die fehler sind zum greifen nah,
die stärken fast vergessen.

ach,könnt`ich doch die welle sein,
die in dem meer nun mündet!
das leben verstehen und erkennen,
worauf jedes geheimnis sich gründet.

der wind, er schwindet, das segel flieht,
ich kann mich nicht mehr halten!
ich stürze fast und falle gar
in die arme der gewalten.

ich kann nicht sein, was ich gewünscht,
weil ich es nicht ertrage
ich schwimm zurück zum fernen strand,
vielleicht am nächsten tage...

(02.april 2004)
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ein gänsekiel
ein tintenfass
ich hör der feder
sanfte stimme
sie spricht mich an
und trägt den geist
hinauf zu neuer höhe.
sie spricht zu mir
von großen kriegen,
von ehre, ruhm
und altem glanz,
von starken männern,
weisen frauen
und von ball und tanz.
von königen erzählt sie mir
und von deren reichen,
vom heldentod,
vom liebesglück
und von guten zeichen.
doch auch das böse zeigt sie mir
und spricht von untergängen,
von krieg und schlachten
und vom tod,
den viele seelen fanden.
von mord, intrige,neid und hass
weiß sie zu berichten;
das schlechte am menschen,immer da,
es gibt genug geschichten.
und auch die zukunft
ist nicht fremd,
es sind ja alles kreise.
sie spricht unermüdlich,
flüstert nur,
lenkt auf ihre weise.
denn meine hand
führt sich von selbst
über weiße seiten,
ohne zögern
schaffe ich
meine eignen welten.
doch des lehrers stimme
ruft mich zurück
in grelle,helle räume...
realität ohne zuversicht,
dahin sind alle träume...

(05.april 2004)

----------------------------------------------------------------
----------------------------------------------------------------
ich gebe zu,ich habe mich
in deinem licht verloren.
der schimmer deiner augen
- er hat mich neu geboren.
deine nähe tat mir gut,
ich konnte neu erblühen,
und die hitze deiner haut
sie wollte mich verglühen...
deine stimme,sanft wie je,
heilte meine wunden,
und unter deinen fingerspitzen
hab ich mich selbst gefunden...
ich dachte schon
wir wären freunde
die das leben eng vereint,
ich irrte mich,
das hattest du
anders wohl gemeint.
was blieb mir da
als schnell zu fliehen
vor der wärme deiner haut?
ich gebe zu, ich habe nur
ein neues luftschloss mir gebaut...

(*?*)

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Old Post erstellt am 05-04-2004 um 17:05 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

komm schon,kühler glitzernder schnee,
bedecke meine tränen
reinige mein herz
lasse gedanken erfrieren...
einzelne flocken
reichen nicht
ich brauche mehr...
warte darauf
und die zeit verrinnt
wie honig süß...
als die kerze erlischt
ist es zeit zu gehen
doch der weg ist so weit
und das aufstehen so schwer...
ach,könnte ich doch liegen bleiben
in der weißen pracht
für länger...
für immer...?

(januar 2003)
-------------------------------------------------
-------------------------------------------------

"verräter!"
brüllst du mir entgegen.
"heuchler! Lügner!"
so schreist du mich an.
jeden morgen...
jeden abend...
tag für tag.
es fällt mir immer schwerer,
dich anzusehen...
deine hässliche fratze,
die armselige grimasse...
es ist zeit,dich zu zerstören!

als die scherben fallen
ist deine höhnisch lachende miene
in jeder einzelnen zu sehen.
ich weiß,ich kann dir nicht entkommen...
dir,meinem spiegelbild...

(februar 2003)

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Geändert von Daydreamer am 05-04-2004 um 17:34

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Old Post erstellt am 11-04-2004 um 14:36 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

"man ist ist für seine Rose verantwortlich", sprachst du
und deine dornen bohrten sich durch meine haut.
"du musst mir nur vertrauen", sagtest du
während die schmerzen mich betäubten...

nach einiger zeit wußte ich den schmerz zu schätzen...

doch wie jede rose,
so welktest auch du dahin...

jetzt bist du nur noch ein schemen,
ein glanzloses abbild deiner selbst.

unfähig zu verletzten...

...und damit all deiner stärke beraubt...

(21.02.2003)
______________________________________

>>>ein kleiner tod<<<

zwischen deine schulterblätter
passt ein messer
und ein kuss
doch es tut mir leid zu sagen,
dass ich dich nun töten muss.

lästig ist mir deine nähe
und die wärme deiner haut.
viel zu lange,liebster freund,
hab ich dir zu sehr vertraut.

zwischen deine linken rippen,
die ich viel zu oft liebkost`,
bohre ich den silber schimmer,
den ich lange bei mir trug.

deiner augen sanften blick
durchbohrt der helle stahl;
um deine schreie zu erdrücken,
küss ich dich ein letztes mal.

du schaffst mir nun nicht länger schmerzen.
meine augen glänzen matt.
und es tut mir leid zu sagen,
dass ich dich getötet hab`....

(*?*)

(anmerkung: die erste strophe ist von deine_lakeien geklaut,ich gebs ja zu...titel:wer feige ist...)

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Geändert von Daydreamer am 21-04-2004 um 18:15

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Old Post erstellt am 21-04-2004 um 18:26 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

der zug des lebens hält vor mir
-ich stehe stumm daneben.
die reisenden-sie winken mir,
die taschentücher schweben...

noch immer sind die fenster offen,
hände und köpfe klar zu sehen.
fast scheint es mir ich könnte hoffen,
endlich vielmehr zu verstehen...

doch abschiedsworte klingen schwach
durch die leere halle,
das echo schwingt dem traurig nach
denn wer soll ihnen lauschen?

sie meinen mich und sehen nicht
das, was ich wohl heute bin:
ein trübes lächeln, ein stumpfer blick,
ein blasses schemen, ein dummer wicht...

sie alle schloss ich in mein herz
sie alle liebt`ich mal,
vertrieben von dumpfem schmerz
und meiner inn`ren qual...

die gesichter verschwimmen in meinem hirn
doch ein jedes hat seine geschichte,
ich wünschte, von ihnen bliebe mehr
als eines dieser gedichte...

doch der zug des lebens rollt nun an
und die fenster werden zugemacht.
die stimmen verstummen auf einen schlag
und ich hab das letzte mal gelacht...

zaghaft heb ich noch den arm
und winke fernen geistern...
der zug des lebens ließ mich da.
ich muss mein leben meistern.

der letzte signalton vergeht im wind,
der zug löst sich im nichts nun auf...
ich erwache wieder als scheues kind
und ein neuer tag nimmt seinen lauf...

(21. april 2004)

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Geändert von Daydreamer am 12-05-2004 um 00:15

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Old Post erstellt am 14-05-2004 um 11:38 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

>>> Schwimmbewegungen<<<

Wieder gleite ich durch schwarze Meere
die Hitze durchdringt jedes Fühlen in mir...
Das Denken betäubt vom ziellosen Schwimmen
und vom Geruch, den alles verströmt...
Lautlos dreh ich meine Runden
Gedanken fließen wirr umher,
sie bilden Kriese, bilden Blasen,
platzen - existieren nicht mehr...
Ein dunkler Schatten fällt auf mich
ich tauche tief hinab
doch etwas trifft mit leisem Platschen
ich sinke in mein heißes Grab...
Die Last beginnt nun doch zu schwinden,
langsam wird die Luft mir knapp,
mühsam gelangt nach oben zurück,
alle Glieder sind warm und schlapp...
Doch die Gefahr ist nicht vorüber,
etwas Weißes nähert sich schon mir...
ein Entkommen ist nicht möglich,
wieder geht es viel zu schnell...
Der Strudel zieht mich bald nach unten
ich falle, schwebe, sinke tief...
Die Luft entweicht aus meinen Lungen,
das Meer verschwimmt zu sanftem Braun,
die Hitze ist nun nur noch Wärme,
und alle Furcht verliert sich gar...
Ich möchte ewig weiterschweben...
auf dem Boden - eng gezwängt
und Gedanken voller Weite
und Gefühle - dicht gedrängt...
Ein Lächeln kräuselt meine Lippen
alles ist so schön im Hier,
da bohrt sich Schmerz in meine Rippen,
das Leben weicht hinfort von mir...
Das Meer zerbricht in dunkle Scherben´,
die Umwelt ist nun wieder klar...
Ich schau noch immer in die Tasse,
der Kaffee ist noch immer da.....

(27. April 2004)

__________________________________________
__________________________________________

>>>Reingefallen<<<

Herzensbrecher brechen Herzen,
sprechen Worte nur zum Scherzen.
Naive Wesen wie du und ich
machen sich schnell lächerlich.

Glauben schnell gesagten Worten,
folgen zu den fernen Orten,
die der Mensch uns präsentiert,
mit Berechnung hat kreiert.

Besichtigen schon Raum um Raum
in dem Schloß aus uns`rem Traum,
Böses scheint so völlig fremd,
Euphorie herrscht ungehemmt.

Doch ein Blick durchs Fenster zeigt,
was der Mensch uns da verschweigt:
In der Luft hängt alles gar,
nichts ist wirklich wunderbar!

Die Seifenblase zerplatzt erneut,
wiedermal zu früh gefreut!
wiedermal zu früh gelacht,
wiedermal nicht nachgedacht...

(12. Mai 2004)

(ich hätte es besser wissen müssen...und im grunde wußte ich es auch..."es gibt keine liebe auf dieser welt!"...nicht bei dir...und erst recht nicht für mich...und ich habe es doch gewußt)

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Geändert von Daydreamer am 17-07-2004 um 15:20

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Old Post erstellt am 20-05-2004 um 00:29 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

von den nächten wieder eine
die ich ganz allein beweine
gelesen nur ein einzges wort
gedanken eilen zu dem ort

zu dem ort, den ich kurz sah
an dem ich nur ein paarmal war...
zu dem ort, der dir gehört
dort, wo ich dich hab gestört...

deine stimme klingt in meinen ohren
so vertraut,bevor verloren...
so geliebt, bevor die sprache
zerstörte unsre kleine arche...

oh könnte ich doch spüren heute,
dass ich dir noch viel bedeute!

doch unsere beiden verschiedenen welten
werden nicht länger als eine gelten,
und alles, was wir wichtig fanden,
wir vergehen, wird versanden...

noch einmal deine nähe spüren,
noch einmal deine haut berühren...
nur einmal noch so bei dir sein,
doch ich bin hier und ganz allein...

(verbotene gedanken...und doch dringen sie zu mir durch...von zeit zu zeit...in nächten wie dieser...wenn ich mich erinnere und sehe, was ich vermasselt habe, weil ich zu viel wollte und dir die freiheit nahm, zu tun, was dir gefällt...ich engte dich ein...verzeih mir..nur noch dieses eine mal..bitte...doch es ist bereits zu spät...leider....)

(20. mai 2004)

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Geändert von Daydreamer am 15-07-2004 um 00:14

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Old Post erstellt am 15-06-2004 um 13:49 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

"sei fröhlich", raunen sie
die eiswürfel in meinem glas
ich halte es gegen das licht
wie ein glitzernder kristall
bricht sich die sonne
im crushed ice
des mojito
der abend
bricht an
es wird kühler
das wievielte glas?
ich habe aufgehört zu zählen...
der rusty nail windet sich
zwischen meinen magenwänden
wie glühendes metall
und der velvet hammer
pulsiert in meinem hirn
wiederholt den einen satz:
"sei fröhlich"
sei
fröh
lich
!
das lachen
um mich her
tönt leise
müde
ohne tiefe
oder höre ich es nur so,
weil ich selbst genauso lache?
die antwort ertrinkt in einem neuen schluck...
der elephant ist pink geworden
diesmal keinen blauen schlümpfe an der kreuzung
und meine doch die männchen in grün
wir sind aufgebrochen
ziehen immer richtung sonne
die längst unterging
vom mond abgelöst
nächtliche irrwanderer
ziehen durch die straßen
wer seid ihr?
woher kommt ihr?
wir sind es...
wen ich auch frage, was wir tun
die antwort verhallt ungehört
wir ziehen einfach weiter...
bis der morgen beginnt
oder der alkoholfluß endet...
was auch immer passiert...
ich wünscht,
ich wäre
nicht
dabei...

(15. Juni 2004)

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aus den wänden meiner mauer
bildet sich ein labyrinth in mir
ich bin schuld-der wirre erbauer
schließe mich so aus vor mir

der putz der mauern blättert da
alles wirkt so öd und alt
die tapete nimmt man nicht mehr wahr
und der wind pfeift kalt

doch auf den mauern sieht man worte
gedankenfetzen, schnell verwischt
wechseln immer ihre orte
auch wenn nachts das licht erlischt

noch immer suche ich den hebel
um sie einmal auszublenden
finde weder schalter, knebel
sie huschen weiter an den wänden...

schneller, seit ich wieder mit dir rede
drehen sie nun ihre kreise
vorher waren sie sanft und träge
friedlich war gar ihre reise

doch nun schäumen sie auf
wie gischt im rauhen meer
ich nehme es gerne in kauf
die zeit ohne dich war so leer

doch sie bilden worte
die ich nicht lesen will
ich flehe sie an-diese sorte:
"seid doch bitte still!!!"

doch sie lachen nur
über meine verzweiflungstat
verfolgen weiter stur
ihren weg und bleiben hart

was soll ich tun
wenn sie nicht aufhören sich zu drehn?
wie kann ich ruhn
wenn sie nicht endlich stille stehn?

(15. Juli 2004)

(die gedanken hören nicht auf sich zu drehen...schreiben deinen namen...zeichnen dein gesicht...und ich weiß nicht warum...warum bist du so wichtig?...zu viele fragen...zu viele gedanken...zu viel müll im kopf...zeit zum schlafen...wenn ich es denn könnte...gute nacht)

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die steinerne fassade
wie ein fels im meer
gefühle unterdrücken
nie fiel es mir schwer

im inneren der mauern
zeichnet kreide an die wand.
und jedes wort von unseren lippen
wird geheimnisvoll gebannt

doch viele worte
die von dir kamen
befinden sich längst dort
unter anderem namen

die kreide setzt nur noch haken
schreibt kaum ein wort noch hin
nur ich steh allein davor
und suche nach dem sinn

warum präsentiert sich mir
die zeit in endlosschleifen?
ein neuer namen, ein neues gesicht
so vieles gleich, wer kanns begreifen?

suche ich nach menschen
die mir solches sagen?
oder suchen sie nach mir
muss ich mich fragen?

ist es gar schicksal,
mit wem man in kontakt gerät?
kann ich es noch ändern?
ist es längst zu spät?????


(17. Juli 2004)

(die endlosschleife dreht sich weiter...was ist überhaupt echt in dieser welt?wenn gefühle es nicht sind...wenn menschen es nicht sind...was ist es dann? ist alles nur illusion? ein immer wiederkehrender alptraum? wann werde ich mich zum aufwachen zwingen können? und wann werde ich endlich begreifen...?)

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wiedermal nur einsamkeit statt geborgenheit
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täglich seh ich menschen gehen,
rennen, laufen, hasten, stehen
vor mir oder an mir vorbei,
im grunde ist es einerlei...

die stimmen sind oft laut und munter,
manchmal auch leise oder still,
zu mir schaut kaum einer hinunter,
denn jeder weiß wohl, was er will.

und wer sollt mich schon wollen?
sie sehen mich im rinnstein liegen,
wenn um mich rum nur blätter tollen
und manchmal ein paar Fliegen...

einst wurde ich geliebt von einem mann
doch die erinnerung schmeckt schal
schließlich war er es auch dann
der mich fortwarf, er brachte die qual.

danach wurde ich noch so manches mal
vom dreckig-kalten boden aufgelesen.
doch nie war ich erneut die erste wahl
bin schnell wieder am boden gewesen.

auch jüngst war ich wieder in einem bett
und dachte es könnte von dauer sein...
doch er sagte nur: du bist ganz nett
und warf mich zurück, nun bin ich allein.

ein trostpreis bin ich, nicht viel mehr
doch niemand findet trost bei mir.
bin ein einsamer, schwarzer teddybär,
so traurig und leer-nur ein weitres zotteltier...

mir fehlt ein knopf, zerzaust der pelz
und auch das futter ist zu sehen...
regen umspült mich wie brandung den fels
noch werde ich nicht untergehen!

(18. Juli 2004, 6:00 - 6:25)

(der trostpreis, der im müll landet...der kaputte teddybär...egal welches bild: immer zweite wahl...man gewöhnt sich ja an alles *seufz*)

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Geändert von Daydreamer am 18-07-2004 um 17:08

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Old Post erstellt am 20-07-2004 um 23:54 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

die nacht hüllt beide schützend ein
während die worte versiegen...
und eine träne-glitzernd doch klein
bleibt in ihren wimpern liegen.

jedes wort zerstört bloß das
was zwischen ihnen einst war
nicht weit entfernt von blankem hass
die freundschaft macht sich rar...

wie kann sie auch bleiben bei diesen beiden
die sich hier so sinnlos aufs ärgste streiten?
sind die beiden es wert so zu leiden?
kann er nicht einfach weiterreiten

immer richtung abendsonne
und gönnen den zwei menschenkindern
ihre langersehnte wonne?
muss er es denn so verhindern?

doch der streit, er ist kein richter,
er kann nichts dagegen...
er ist aber auch kein schlichter,
wenn sich die gefühle bewegen...

diese zwei menschen mit ihrer not
sind es die sich fürchten voreinander...
sie bringen einander den schmerzenden tod
sind zwei ängstliche sternenwandrer...

sie sehnten sich so nach liebe, nach glück,
doch als sie es beieinander fanden
zogen sie sich schnell wieder in sich zurück
nahmen sich vor, woanders zu landen...

die traurigste geschichte, die die welt je sah
ist diese von dem beschriebenen pseudo-paar...

(20. Juli 2004)

(rennen wir nicht alle vor etwas davon? doch wenn wir vor der liebe davonlaufen, was bleibt dann noch? wenn keine liebe im herzen entsteht, wie trist und grau wirkt die welt dann? wie kann man leben, ohne das leben zu lieben? wie kann man weitermachen, wenn die liebe nicht in einem wohnt?...was machen wir bloß ohne liebe?)

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Old Post erstellt am 02-08-2004 um 16:12 Füge Daydreamer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Daydreamer anzeigen Mehr Beiträge von Daydreamer finden Daydreamer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

meinen musen
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lasst mich von den beiden erzählen,
die ich in mein herz geschlossen,
die mich nun mit schmerzen quälen,
doch einst mit küssen übergossen...

die beiden kennen einander nicht,
sind verschieden wie tag und nacht...
doch beide erstrahlen in hellem licht,
sind glänzend, schillernd in ihrer pracht...

in worte fassen kann ich keinen von beiden,
weder charakter, noch äußeres,noch der stimmen klang...
ich hab zwar unter ihnen beiden zu leiden,
doch der schmerz ist auch für sie ein zwang...

denn dadurch, dass sie mich kennen,
zerbrechen sie selbst immer mehr...
kann ich`s da verübeln, dass sie rennen?
der schmerz ist auch hinter ihnen her...

wir drei, wir sind doch alle voller sorgen,
suchen abstand...nähe...es ist verrückt...
fürchten einander, fürchten das morgen,
laufen davon, ohne einen blick zurück...

denn ein blick zurück zerstört die welt,
in der zu leben wir uns nur erträumen...
sieh nur einmal zurück: nichts, was dich hält,
nur ein einsames kind in leeren räumen...

tief in mein herz hatte ich euch gesperrt,
euch mit liebe, hoffnung und träumen genährt,
euch damit unter druck gesetzt und unter zwang...
bis ihr ausgebrochen seid aus mir...irgendwann...

ohne euch ist`s schwer weiterzumachen...
ihr seid mein traum, mein lenkender stern...
ihr seid mein leben, seid mein lachen...
doch wir sind uns längst viel zu fern...

ihr seid meine musen, ihr ward mein glück,
weil ich euch so liebte, bleibt nur der schmerz zurück...

(...so vieles falsch gemacht...und nie dazugelernt...angst zu verletzten...angst, verletzt zu werden...angst vor enttäuschung...oder zu enttäuschen...angst davor, angst zu haben...und noch immer völlig verwirrt...)

__________________
Wenn nur beide, das Poetische und das Politische, eins sein könnten.
Das wäre das Ende der Sehnsucht und das Ende der Welt.
(Peter Handke)

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