: German Gothic Board : - Eifersucht in Beziehungen ist Erziehungssache und keine Charaktereigenschaft
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~RAINBOW~
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Old Post erstellt am 12-12-2011 um 08:34 Füge ~RAINBOW~ zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von ~RAINBOW~ anzeigen ~RAINBOW~ eine eMail schicken Mehr Beiträge von ~RAINBOW~ finden ~RAINBOW~ eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Ich stelle folgende Behauptungen auf:

Eifersucht in Beziehungen ist reine Erziehungssache bzw Konditionierung, und gezielt vom System initiiert
-------------------------------------------------------------------------------


1) Was in unseren Kreisen überwiegt ist Egoismus und nicht Liebe:

In unserer Gesellschaft wird seit eh und jeh, in allen Medien, Filmen usw gezeigt, dass wahre Liebe absolut Eifersucht beinhaltet.
(Eifersucht wenn der Partner mal mit jemand anderem ... was auch immer)

Kein Wunder dass wir überzeugt sind das das wirklich so ist.
Kein Wunder das wir glauben: Liebe = Eifersucht.
Kein Wunder, dass wir uns nur geliebt fühlen wenn der Partner eifersüchtig ist.

Wir haben somit ein vollkommen falsches Verständniss von Liebe.
Echte/Wahre Liebe will das beste für den Partner und schenkt Freiheit und es ist ihr egal was der Partner wann wo mit wem noch tut.


2) Was in unseren Kreisen überwiegt ist Besitzenwollen und nicht Liebe:

Das liegt daran das wir es gewohnt sind alles zu besitzen, vom Handy bis zum Auto.
Mein Haus, mein Auto, mein Ebay, alles meins!
Kein Wunder, dass wir den Partner also auch besitzen und nicht teilen wollen.

------------------------------------------------------------------------------

Diese beiden, vom System gezielt gesteuerten "Scheinwahrheiten" lassen uns nie wirklich glücklich sein in unseren Beziehungen.

__________________
Licht

Geändert von ~RAINBOW~ am 12-12-2011 um 08:37

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Scheol
Trottel im Endstadium


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Old Post erstellt am 12-12-2011 um 13:30 Füge Scheol zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Scheol anzeigen Scheol eine eMail schicken Besuche Scheol's Homepage! Mehr Beiträge von Scheol finden Scheol eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Ich stelle folgende Behauptungen auf:

Zitat:
Eifersucht in Beziehungen ist reine Erziehungssache bzw Konditionierung, und gezielt vom System initiiert


...ist totaler Unsinn.


Eifersucht entsteht in erster Linie aus irrationalen und/oder rationalen Ängsten, einem schlechten Selbstwertgefühl und absoluter Abhängigkeit.
Das Besitzergreifende ist ein Symptom, mehr auch nicht.

Konditionierung: Möglicherweise
Teil des Systems: lol

__________________
Man sagte mir immer: "Jeder Mensch hat etwas Interessantes, du musst ihn nur kennenlernen". Ich lernte ihn kennen und langeweilte mich zu Tode.

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Elementarsatz
Größter König unserer Zeit


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Old Post erstellt am 12-12-2011 um 18:15 Füge Elementarsatz zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Elementarsatz anzeigen Elementarsatz eine eMail schicken Mehr Beiträge von Elementarsatz finden Elementarsatz eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von ~RAINBOW~
Ich stelle folgende Behauptungen auf:

Eifersucht in Beziehungen ist reine Erziehungssache bzw Konditionierung, und gezielt vom System initiiert
-------------------------------------------------------------------------------


1) Was in unseren Kreisen überwiegt ist Egoismus und nicht Liebe:



Das hat nichts mit unseren Kreisen zu tun. Der Mensch ist von Natur aus ein egoistisches Wesen.

Und nichts ist alberner als einen Gegensatz Egoismus <-> Liebe aufzumachen. In Wirklichkeit ist Liebe ein besonders gutes Beispiel für Egoismus. Wäre es nicht so, dann wären wir ja nicht bestrebt, uns einen möglichst tollen, schönen, großartigen Partner zu suchen, sondern dann würden wir irgendeinen hässlichen, einsamen Penner nehmen, der unsere Liebe besonders nötig hat.

In Wirklichkeit hat Liebe eben nichts mit Mutter Theresa-Affekten zu tun. Liebe ist kein selbstloses Geben, sondern ein selbstisches Nehmen. Liebe ist ein Gebräu egoistischer Emotionen, und in diesem Gebräu findet sich auch Besitz- und Statusdenken. Wäre es anders... ja, dann gäbe es tatäschlich keine Eifersucht, und vermutlich auch kein Beharren auf Monogamie. Aber selbst bei Affen findet man eifersüchtiges Verhalten.

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Odessa
Kalkofes böse Schwester


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Old Post erstellt am 12-12-2011 um 19:28 Füge Odessa zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Odessa anzeigen Mehr Beiträge von Odessa finden Odessa eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Wäre es anders... ja, dann gäbe es tatäschlich keine Eifersucht, und vermutlich auch kein Beharren auf Monogamie.
------

Auf Monogamie beharren kann man m. M. nach nicht, und wer es tut, macht mir Angst, denn ich kann doch Treue und Liebe nicht per Zwang, Druck oder gar Trauschein/Garantiekarte "einfordern" wie eine Serviceleistung. Es ist ein Geschenk, das man offenen Herzens macht und das entweder aus sich selbst heraus kommt und so angenommen wird oder halt nicht. Oder, an einem Beispiel festgemacht weil ich mir dann deutschsprachlich leichter tu: wenn ich das ultimative, für mich absolut perfekte Traumhaus gefunden habe, an dem alles paßt vom Dach bis zum Keller, und es ist auch noch in der perfekten Lage und erfüllt alles, was ich mir je von einem Traumhaus erwartete - dann interessiert mich die 2-Zimmer-Wohnung nebenan ohne Garten doch sowas von nicht mehr, und auch andere tolle Traumhäuser sind dann zwar weiterhin toll, aber können mir nichts bieten was ich doch nicht schon selbst habe in meinem Haus. Whirlpool bleibt Whirlpool, und 50-qm-Empfangshalle bleibt 50qm-Empfangshalle... ich muß nicht durch alle "durchgehen", um zu wissen daß 50 qm immer 50 qm sind, wenn Du verstehst was ich meine ;-).

"Liebe = immer nur Egoismus": sehe ich ein bisserl anders bzw. mit gewissen Einschränkungen. Schau doch mal nur wer mit wem so around the globe, in jeder Nation, in jeder Schicht, in jeder Kultur, zusammen ist. Es sind eben nicht nur "tolle schöne erfolgreiche" Menschen, die einander zwangsläufig "lieben", sondern es lieben sich ganz normale, unscheinbare, kleine dünne große dicke pickelige Menschen, es lieben sich Arbeitslose und Aussteiger die nichts haben außer einer Matratze, und es werden sogar manch Kriminelle geliebt.

Echte Liebe - im Gegensatz zum narzisstischen "Besitzenwollen" eines Partners als "Statussymbol" und zur Eigenaufwertung - wäre allerdings, da stimme ich Dir und Rainbow zu, in der Tat schon ihrer Natur nach selbstlos. Man betrachte eine Mutter und ihr Kind - die Mutter würde immer das eigene Leben geben, ohne zu Zögern, um ihr geliebtes Kind zu retten. Selbstloser kann Liebe nicht sein, denke ich. Auf eine Paarbeziehung bezogen heißt das für mich, daß mir das Glück meines Partners über alles geht und ich seinem Glück niemals im Wege stünde, mit z. B. meinen egoistischen (und wir alle sind unserer Natur nach natürlich irgendwo Egoisten, wir könnten anders gar nicht überleben) Ansprüchen.

Das war mit das Erste, was mein Mann und ich besprachen und als "1. Gebot" für unsere Ehe festhielten: sollte sich jemand von uns in jemand anderen verlieben oder auch "nur" Bock darauf haben, mit jemand Anderen zu schlafen (und weil man nie nie sagen sollte, haben wir dies auch trotz unserer innigen Symbiose und bisher monogamen Ehe nie für uns "ausgeschlossen" daß es morgen oder in 50 Jahren nicht doch mal passieren könnte) - dann ist der Partner der Erste, der das sofort und offen erfährt, und es wird darüber geredet ohne Tabus oder gar Hintenrumgedruckse. Und dann schauen wir gemeinsam und in Verantwortung füreinander, wie wir damit umgehen (können, wollen). Sehr sicher ist für uns beide eben aufgrund unserer Liebe, daß wir auch dann, wenn es sich stellen sollte, deswegen nicht unsere Beziehung beenden würden, sondern es beispielsweise eine - temporäre - Dreiecksbeziehung geben könnte, natürlich zwingend die Sympathie beim anderen Partner für den 3. Beteiligten und umgekehrt vorausgesetzt. Also wie soll ich es sagen ohne auf eine mir nicht genehme "schmierig-vulgäre" Schiene zu kommen: wir würden nur, für einen evtl. Dritten, "als Paar" zu haben sein, sowohl emotional als auch in erotischer Hinsicht. Wir teilen alles miteinander, es gibt keine Geheimnisse, und jeder weiß ehrlich woran er ist. Und weil damit dann für unsere Liebe das von uns umgesetzt werden würde im "Fall der Fälle", was für uns beide das elementarste Grundbedürfnis unserer Liebe zueinander ist: dem Partner alles nur erdenkliche Glück zu gönnen und es ihm nach Möglichkeit immer auch selbst zu schenken. Auch wenn das Glück für ihn vielleicht einmal darin bestehen kann/wird, daß er in Phasen seines Lebens einen anderen Partner braucht, er sich von jemand Anderen kurzzeitig sexuell angezogen fühlt oder er vielleicht erotische Grenzüberschreitungen ausprobieren möchte, dies aber ohne die "Liebe des Lebens" und damit den stabilen, oft schon über Jahrzehnte bestehenden schützenden Rahmen dieser tiefen geistigen Beziehung zu verlieren.

Wäre es jedoch so, daß mein Mann sich in eine andere Frau verliebt, er diese Frau mehr als mich liebt und sie ihm wichtiger wäre in auch nur einer der drei für mich untrennbaren Ebenen unserer Liebe (geistig, seelisch, körperlich), es sich also NICHT um eine von uns beiden zusammen ausgelebte temporäre "Dreiecksbeziehung" handelt - dann würde ich ihn gehen lassen. Und ihm, auch wenn es mir natürlich das Herz bräche und ich mir die Augen ausweinen würde, von Herzen alles Glück der Welt auch weiterhin wünschen... denn es ändert ja doch nichts an MEINER Liebe zu ihm, wenn er mich nicht mehr liebt. Liebe ist schließlich kein Tauschgeschäft, das der Art funktioniert daß man nur denjenigen liebt, der einen "so wie es ins eigene Muster paßt" zurückliebt. Wer so liebt, also nur auf "Gegenleistung Liebe" ausseiend, handelt auch für mich sehr egoistisch. Mit Liebe hat das dann aber auch, in meinen Augen, nichts zu tun, also nicht mit einer Liebe die ich selbst "haben" oder "geben" möchte/könnte.

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Liebe ist kein selbstloses Geben, sondern ein selbstisches Nehmen
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Liebe ist Geben und Nehmen, und wenn das Geben genauso erfüllt oder gar noch erfüllter und glücklicher macht als das Nehmen, ist es die für mich wahre reine Liebe. So definiere ich es, so definieren es, lese ich allein hier auf NW so manche Geschichte, in seit Jahrzehnten glücklich bestehenden Beziehungen lebende Menschen, und ja, dafür lasse ich mich gerne und was sicher erfolgen wird, bepöbeln, beschimpfen oder als für geistig minderbemittelt erklären


Nix: Dich z. B. liebe ich total selbstischgeberisch. Egal was zurückkommt von Dir, "isch lieb Dir ewiglich". So, nimm das, und mach mir dann nochmal den Affen

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Geändert von Odessa am 12-12-2011 um 19:39

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Odessa
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Old Post erstellt am 12-12-2011 um 20:44 Füge Odessa zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Odessa anzeigen Mehr Beiträge von Odessa finden Odessa eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Irgendwann wird Marinus mir nicht mehr glauben, daß wir uns noch nie gesehen, ja noch nicht mal gehört haben. Aber im Ernst, das paßt ja irgendwie zum Thema - er ist z. B. kein Stück auf Dich eifersüchtig, weil er 1. weiß daß ich einfach für mein Leben gerne mit Zynikern wie Dir harmlos rumflirte und 2. das völlig offen vonstatten geht, was ja allein schon die Harmlosigkeit zeigt. Würden wir jedoch hinter seinem Rücken in mails auch nur ein "küsschenküsschen" austauschen ohne daß er es wüßte, würde er sich, imho zu Recht, Sorgen machen. Denn sobald ich ihm etwas verheimlichen würde, würde ich schon etwas an unserer Liebe verraten - unser Vertrauen, und unsere uns versprochene Offenheit.


edit: wieso hast Du das mit dem Bier im Bauchnabel editiert? Aber gut, die Fotos nehm ich natürlich auch, Mylord (Pandabären - Fight Club, remember?)

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Old Post erstellt am 12-12-2011 um 20:50 Füge Odessa zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Odessa anzeigen Mehr Beiträge von Odessa finden Odessa eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Ich kann Dir gerade nicht folgen... TrueZombie? Aber das ist doch "Rainbow" als Threadersteller/in hier? Und das IST doch der Eifersuchtsthread?

Hilf einer alten blinden Frau über die (Foren-)Straße...

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Odessa
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Old Post erstellt am 12-12-2011 um 20:56 Füge Odessa zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Odessa anzeigen Mehr Beiträge von Odessa finden Odessa eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Tja habibi... wenn ich in etwas gut bin, dann darin. Und im schnell tippen.

Du bist sehr tolerant, jaa ich glaube mich zu erinnern... Wieder im Ernst: Du bist nicht die Spur eifersüchtig, wenn Du liebst?

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Old Post erstellt am 12-12-2011 um 21:48 Füge Odessa zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Odessa anzeigen Mehr Beiträge von Odessa finden Odessa eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Jetzt wirst Du mich für verrückt erklären - aber doch, ich bin es auch da. Ich habe einfach tatsächlich noch nie, auch nicht im Traum, an einen anderen Mann gedacht als meinen (jeweiligen) eigenen in erotischer Hinsicht. Vielleicht habe ich es unbewußt, also daß ich mich gar nicht erinnern kann an so einen Traum, aber im Sinne von wirklich eindeutig "sexuell Fantasieren" von jemand Anderen - nein, echt nicht. Vor einigen Wochen witzelte ich mit Marinus, weil ich eine Traumsequenz hatte in der ein von uns beiden sehr geliebhabter Mann-Mensch vorkam. Und das einzige was geschah war, daß ich ihm in dieser Traumsequenz über sein Gesicht fuhr und meinen Kopf an seine - bekleidete! - Brust legte, während Marinus natürlich neben uns lag und mich dabei im Arm hielt. Liegt vielleicht daran, daß ich - was Marinus genauso geht und weswegen es ja so phänomenal paßt bei uns - nur dann sexuelles Interesse verspüre, WENN ich jemanden bereits liebe. Zuerst ist die Liebe da und erst mit ihr stellt sich dann das erotische Begehren dieses Menschen ein. Ich liebe also auch erotisch immer nur den ganzen Menschen, und einen Mann liebhaben ist halt doch noch ein klitzekleiner Ticken "unter" tief und innig als Mann im Partner-Sinne lieben, wie ich es mit Marinus mache. In dem Moment, wo ich von diesem geliebhabten Mann fantasieren oder träumen würde der Art, daß ich mit ihm die Dinge machen möchte die ich nur mit Marinus mache, würde das "was wäre wenn"-Szenario greifen wie im Vorbeitrag geschildert.

Und das ist es dann auch, jetzt wieder auf Rainbows Eifersuchts-These bezogen, was für den Partner, auch den noch so eifersuchtsbefreiten, das Problem sein könnte - denn stelle ich wie im geschilderten "was wäre wenn"-Szenario fest: ich liebe diesen Menschen als Freund oder Vertrauten, aber es ist zufälligerweise auch noch ein für mich vom Aussehen her attraktiver Mann... dann könnte es passieren, daß sich dazu eine erotische angefärbte Komponente gesellt. Und schon hast Du, zu der Liebe zu diesem Mann "nur" als Menschen, diesen gefährlichen Hauch von "was wäre denn nun, wenn ich NICHT schon die Liebe meines Lebens gefunden hätte?"

Sich dann einzugestehen, daß - wäre man alleine und hätte seine "große Liebe" noch nicht gefunden - man dann durchaus mit diesem Mann weit mehr täte als nur Köpfchen an Schulter legen oder platonisch-zärtlich über Augenlider und Gesicht streicheln.... das erfordert sehr viel Ehrlichkeit und Vertrauen in die Beziehung und den Partner, auch in sich selbst. Dann im Partner eine zuverlässige Stütze zu haben, jemand der das versteht und wie mein Marinus dann sagt und ich es umgekehrt bei ihm/einer anderen Frau täte: "Ich würde Dich, hätte ich es zu entscheiden, niemals mit jemand teilen auch nur für einen Handschlag. Ich mag nicht, daß jemand Anderer Dich berührt. Aber da ich Dich liebe und nur möchte, daß es Dir gut geht, würde ich es in Erwägung ziehen, mit Dir mit diesem Mann ein Bett zu teilen für eine Nacht und zu schauen was passiert, und ob es wirklich das ist was Du denkst oder gar befürchtest (bezogen auf die "erotische Komponente"). Und was immer passiert, hab keine Angst und kein schlechtes Gefühl, denn ich bin bei Dir und mit Dir in Allem denn ich könnte es niemals ertragen, würdest Du wegen mir auf etwas verzichten oder Dich schlecht und zweifelnd fühlen" - das ist wunderbar, und der größte (selbstlose) Liebesbeweis den ich mir vorstellen kann.


Konnte ich so halbwegs rüberbringen, wie wir das leben und fühlen? Und würdest Du es auch so handhaben (können), wärst Du z. B. mein Mann?

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Geändert von Odessa am 12-12-2011 um 22:12

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Odessa
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Old Post erstellt am 13-12-2011 um 01:01 Füge Odessa zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Odessa anzeigen Mehr Beiträge von Odessa finden Odessa eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Eigentlich hatte ich gehofft, Du würdest mich auf (vermeintliche) Widersprüche in meinem 1. und dem letzten Beitrag hinweisen... aber nachdem wir uns so gut kennen bzw. Du meine verwinkelten grammatischen "Bogen-Schläge" nach all den Jahren auswendig kennst, braucht es das eigentlich nicht ;-)

Denn es ist genau das: es sind "was wäre wenn"-Bögen/Szenarien, sind Utopien, sozusagen der vorstellbare "worst case" unserer Liebe: "wenn" ich irgendwann tatsächlich irgendjemand neben Marinus so stark lieben würde, daß ich (die Frau, die bisher mit jedem der Männer, mit denen sie auch nur eine innige Umarmung austauschte, rituell oder standesamtlich verheiratet war) mir ausmalen könnte, mit diesem Mann sexuelle Aktivitäten auszutauschen; "wenn" zudem dieser Mann das Gleiche für mich empfände, also auch mich zur Gänze als Mensch lieben würde plus er akzeptieren würde, daß er mich nur "haben" könnte für sehr begrenzte erotische Aktivitäten (Klartext: nichts unterhalb der Gürtellinie ist gemeint, wenn ich vom evtl. Vorhandensein bzw. in der Utopie vorstellbarem Ausleben von erotischen Gefühlen mit einem 3. rede) und dies auch nur mit Marinus dabei was heißt: der Mann müßte ansatzweise bi sein und Marinus auch, was er aber unseres aktuellen Wissens nach nicht ist; und "wenn" dann zudem Marinus es tatsächlich könnte, seine sowas von vorhandene und für mich btw. legitime Eifersucht (das Fehlen jeglicher "normaler" Eifersucht betrachte ich als Gleichgültigkeit am Partner) NICHT auszuleben durch Erschießen des Nebenbuhlers *g* sondern so zu reagieren, wie wir es uns in unseren erwähnten Gesprächen und "Was wäre wenn"-Szenarien vorgenommen haben.... Wenn also all das irgendwann mal passieren sollte - dann würde sich all das real stellen, von dem ich schrieb. Das einander vertrauensvoll und offen dies alles sagen können und den Weg gemeinsam gehen.

Es steht auf einem gänzlich anderen Blatt, ob wir es tatsächlich schaffen würden. Oder ob nicht doch Eifersucht, Verletztheit, Enttäuschung und ähnliches die Oberhand gewinnen würden. Ich kann nur hoffen, daß wir nie in diese Situation kommen und daß nach wie vor - und was ich eingangs eben deutlich klarmachte - Marinus mein perfektes Traumhaus bleibt und ich seines, und uns deswegen gar niemand Anderer interessiert auf sexueller Basis. Und ich trotzdem weiterhin 1-2 geliebhabte Mannmenschen "lieben" darf auf eine Art, die ein Gesichtsstreicheln und ein sich liebevoll wie unter Geschwistern in den Arm nehmen in einem Bett zu dritt beinhaltet, ohne daß es erotisch der Art wird, daß der betreffende Mann mich als Frau "haben" will oder ich ihn als Mann. Es ist aber gut zu wissen, daß wir uns auch dieser Situation ohne Angst, "Lug und Betrug" und Mißtrauen stellen werden. Denn so wie ich Marinus zitierte im letzten Beitrag, so bedingt sich zwangsläufig meine Antwort darauf: Da auch ich Dich über alles liebe und mir Dein Glück und Wohlbefinden am wichtigsten ist, ist es gar keine Frage, daß ich Dir nie weh tun würde. Also nie mit einem anderen Mann schlafen würde, selbst WENN Du es "für mich und mein Glück" ertragen würdest. Und ich würde mich damit weder beschneiden in meiner Freiheit noch würde ich ein Opfer bringen, denn allein die Tatsache, daß mir wiederum DEIN Glück und die Exklusivität unserer Paar-"Intimitäten" viel wichtiger ist als alles Andere, zeigt mir, daß es richtig ist, nur darauf zu achten...

Verstehst Du? Ja, tust Du. Ich weiß es. Was wäre wenns sind uns wichtig, sie schaffen Sicherheit, Vertrauen und Tiefe. Und wenn die was wäre wenns mal wirklich eintreten und was ich generell bei nichts im Leben ausschließen würde, denn es kann niemand in die Zukunft sehen - dann ist es gut, einen Plan B zu haben. B wie "Bereit, für Dich und unsere Liebe Grenzen zu überschreiten wenn es uns BEIDEN das wert ist und wir beide uns damit immer noch gut fühlen". Und selbst wenn dabei dann doch das oben noch explizit "aktuell" Ausgeschlossene passieren würde, nämlich daß ich doch mit einem anderen Mann würde schlafen wollen/können oder daß Marinus sich für eine andere Frau auch nur ansatzweise in der Art interessieren würde, daß er sie "begehrlich anblickt" - dann fallen wir zumindest nicht, und da bin ich mir sehr sicher, nicht panisch vom Glauben an unsere Liebe ab oder ergehen uns in erbärmlich entwürdigenden Vorwürfen gegeneinander, sondern haben zumindest schon mal Trockenübungen dahingehend gedanklich durchgespielt (und wehe, Du benutzt dieTrockenübungen als schmutzige Steilvorlage) ;-)

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TheTurningPoint
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Zitat:
Original geschrieben von Odessa
Liebe ist Geben und Nehmen, und wenn das Geben genauso erfüllt oder gar noch erfüllter und glücklicher macht als das Nehmen, ist es die für mich wahre reine Liebe. So definiere ich es, so definieren es, lese ich allein hier auf NW so manche Geschichte, in seit Jahrzehnten glücklich bestehenden Beziehungen lebende Menschen, und ja, dafür lasse ich mich gerne und was sicher erfolgen wird, bepöbeln, beschimpfen oder als für geistig minderbemittelt erklären
Besser hätte ich es nicht sagen können, was ich als "wahre reine Liebe" verstehe!

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Du allein kannst strahlen in der Welt.

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Odessa
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Danke. So ähnlich bzw. fast wortgleich hatte es vor langen Monaten fxsend in einem thread zum Thema offene Beziehungen und vor wenigen Wochen ein anderer Mann in einem Gespräch ausgedrückt. Daß Du es auch so siehst, zeigt mir, daß wir nicht ganz "gaga" zu sein scheinen oder zumindest nicht allein damit sind;-)

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Kampfsau
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Ja, wenn man es aus einem rein logischen Blickwinkel betrachtet, dann ist Eifersucht ein hochgradig egoistisches Gefühl, das mag schon sein.

Und das Ideal eines wahrhaft guten, althruistischen Menschens beruht auf der Eigenschaft, Opfer zu bringen ohne Belohnung und Anerkennung zu erwarten.

Nur im Nachhinein frage ich mich ehrlich gesagt schon, ob das überhaupt auf diese Art und Weise funktionieren kann. Wenn man nicht Bestätigung durch andere erfährt, kann es dann nicht auch vor einem selbst eine Bestätigung sein?

Folgen nicht viele ihrer persönlichen Idee von Liebe? Verlieben sich manche nicht gar in ihre eigene Idee von Liebe? Wird der Schmerz nicht zum Selbstzweck, um sich der Reinheit der eigenen Liebe zu vergewissern?

Man kann das so handhaben wie man das will, wer krankhaft eifersüchtig ist, der kann das Leben eines anderen Menschens in der Tat vereinnahmen.

Die Frage ist nur, wollen wir manchmal nicht auch etwas vereinnahmt werden? Facht ein bischen Eifersucht hier und da eine Beziehung nicht auch ein wenig an?

Ich meine ich kann die Logik die hinter dem Eingangsgedanken steckt durchaus verstehen. Schließlich kann ich wenn ich ehrlich bin, nicht sagen dass mich immer nur eine Frau sexuell interessiert. Es gibt soviele charmante, wunderschöne Damen auf der Welt. Es kostet schon Überwindung zu verzichten. Das was mich abhält ist, dass ich für ein kurzes Vergnügen, etwas viel Wertvolleres verlieren würde.

Die Vorstellung man könnte beliebig mit jedem Menschen schlafen der einem gefällt, ohne Angst haben müssen seinen Partner zu verletzen ist schon angenehm. Weniger Gewissenskonflikte, sexuelle Bedürfnisse hängen dann nicht nur von der Situation des einen Partners ab und trotzdem hat man die Sicherheit und Geborgenheit einer festen Beziehung. Mit anderen Worten man hätte nur Vorteile und keinerlei Nachteile.

Aber ich sehe Eifersucht nicht nur als Fehler, Eifersucht ist für mich in gewisser Weise auch eine Art Zugeständnis der Bindung. Man darf es ja nicht nur auf Sex beziehen. Für manche kann es genauso verletzend sein, wenn der Partner viel Zeit und Nähe mit jemand anderen verlebt.

Natürlich ist es auch "Besitzdenken", wenn man an etwas festhält aber hält man nicht an allem "fest" was einem wichtig ist?

An seinem Leben, an seiner Freiheit, seiner Heimat, seinen geliebten Menschen? Was ändert es, wenn das Hirn verstanden hat, dass es oberflächlich und egoistisch ist aber das Herz eben trotzdem noch blutet?

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Elementarsatz
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Old Post erstellt am 13-12-2011 um 22:09 Füge Elementarsatz zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Elementarsatz anzeigen Elementarsatz eine eMail schicken Mehr Beiträge von Elementarsatz finden Elementarsatz eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Kampfsau

Ich meine ich kann die Logik die hinter dem Eingangsgedanken steckt durchaus verstehen. Schließlich kann ich wenn ich ehrlich bin, nicht sagen dass mich immer nur eine Frau sexuell interessiert. Es gibt soviele charmante, wunderschöne Damen auf der Welt. Es kostet schon Überwindung zu verzichten.



Vor allem kostet es den Mann viel mehr Überwindung als die Frau. Denn der männliche Geschlechtstrieb ist, wie jeder weiß, heftiger als der weibliche und stärker auf Polygamie ausgerichtet, wovon schon die Tatsache zeugt, dass Prostitution und Pornographie sich zu 95% an Männer richten.

Eigentlich unfair. Die Frau, die ja aus evolutionär leicht verständlichen Gründen eher darauf programmiert ist, den bleibenden Beschützer und Familienvater zu finden, ist für eine monogame Bindung inklusive Treuepflicht viel besser geeignet als der Mann, der aus biologischen Gründen mehrere hundert Kinder zeugen kann und daher mit einem entsprechend starken und "pluralistischen" Geschlechtstrieb leben muss.

Vielleicht sollten wir uns hier ausnahmsweise den arabische Kulturkreis zum Vorbild nehmen?

Geändert von Elementarsatz am 13-12-2011 um 22:12

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hagzissa13
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Zudem zeigen die Studien, dass Frauen nicht wirklich weniger fremdgehen. Während die Männer ihr Erbgut möglichst breit streuen wollen, sucht sich die Frau zwar einen festen Partner, der ihr das Nest baut und als langfristiger Versorger geeignet erscheint, sucht sich aber für den Nachwuchs immer das aktuell attraktivste/ lukrativste Männchen. Sie will ja ihr Erbgut auch nur mit dem möglichst besten auf dem Markt zu erstehende kombinieren. Nix da mit "Frauen haben es ja vieeel einfacher"! Das hättet ihr wohl gerne! Blöde Ausrede als Legitimation zum fremdpoppen!

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Seneca
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Zitat:
Original geschrieben von hagzissa13
Zudem zeigen die Studien, dass Frauen nicht wirklich weniger fremdgehen. Während die Männer ihr Erbgut möglichst breit streuen wollen, sucht sich die Frau zwar einen festen Partner, der ihr das Nest baut und als langfristiger Versorger geeignet erscheint, sucht sich aber für den Nachwuchs immer das aktuell attraktivste/ lukrativste Männchen. Sie will ja ihr Erbgut auch nur mit dem möglichst besten auf dem Markt zu erstehende kombinieren. Nix da mit "Frauen haben es ja vieeel einfacher"! Das hättet ihr wohl gerne! Blöde Ausrede als Legitimation zum fremdpoppen!
Womit ja dann auch alle Legitimation für Eifersucht gegeben, umd Herkunft selbiger erklärt wäre.

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Wer kritisiert gilt in unserer Gesellschaft als wacher, freier Geist. Oftmals verbirgt sich hinter dieser reflexartigen Kritikhaltung jedoch nur die Unzufriedenheit mit sich Selbst. Selten ist die Kritik vorher wirklich wohl durchdacht. Darin zeigt sich auch wie wenig Achtung heute der Lob erfährt, gilt er doch nur noch als Mittel des Opportunisten. Von sich aus darf kein Tun lobenswert sein. Daher bleibt es auch bei der Kritik, bar jeglicher daraus resultierender Handlung denn wer handelt wird sofort kritisiert

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