: German Gothic Board : - Frage zur Moral
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Nix
fort


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Old Post erstellt am 13-03-2010 um 20:09 Füge Nix zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Nix anzeigen Nix eine eMail schicken Besuche Nix's Homepage! Mehr Beiträge von Nix finden Nix eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Hellscream
Womit du einen zweischneidigen Begriff durch zwei ersetzt.


Ja. Mindestens.

Zitat:
Original geschrieben von Hellscream
Wille? Wille zur Unterdrückung oder Wille zur Befreiung? Wille des Schöpfens oder Wille der Zerstörung?


Irgendeiner. Soviel Wille, wie erforderlich ist, einen Furz im Fahrstuhl zu unterdrücken, wenn andere anwesend sind und man gerade daran denkt.

__________________


Das Chaos besiegt die Ordnung, weil es besser organisiert ist.
(Terry Pratchett)

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La noirceur
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Old Post erstellt am 02-04-2010 um 22:55 Füge La noirceur zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von La noirceur anzeigen Mehr Beiträge von La noirceur finden La noirceur eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Hellscream
Womit du einen zweischneidigen Begriff durch zwei ersetzt.
Wille? Wille zur Unterdrückung oder Wille zur Befreiung? Wille des Schöpfens oder Wille der Zerstörung? Letztlich kommt es dann doch auf die gängige Moral an ob sie zum eigenen Willen passt oder nicht.

Und Leidenschaft? Leidenschaft geht genau so in viele Richtungen. Wo des einen Leidenschaft beim abfeuern einer Automatikwaffe angefacht wird, geht es dem anderen so mit dem Pflanzen eines Baumes. Die Richtung ist nicht klar.



Ich rede vom ursprünglichsten Willen.Dem Willen zu leben aus dem ergibt sich schließlich jeder andere Wille.

Ist es nicht schon Moralisch verwerflich eine Automatikwaffe abfeuern zu wollen?
Eine Leidenschaft ist eine Obsession die für einen an oberster stelle steht und wenn es zum wichtigsten wird,einen Baum zu pflanzen.Ist das dann nicht auch moralisch verwerflich.

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Hellscream
Tu fui, ego eris


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Old Post erstellt am 03-04-2010 um 12:17 Füge Hellscream zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Hellscream anzeigen Mehr Beiträge von Hellscream finden Hellscream eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
geschrieben von La noirceur
Ist es nicht schon Moralisch verwerflich eine Automatikwaffe abfeuern zu wollen?


Kann sogar Moralisch geboten sein. Religiöse Krieger auf der ganzen Welt lassen sich von solch einer Moral leiten. Nicht zu Letzt auch jeder Soldaten, wobei mir die Unterschiede hier fließend verlaufen zu scheinen, zum Beispiel beim US Militär.

Zitat:
geschrieben von La noirceur
Eine Leidenschaft ist eine Obsession die für einen an oberster stelle steht und wenn es zum wichtigsten wird,einen Baum zu pflanzen.Ist das dann nicht auch moralisch verwerflich.



Zwischen diesen Begriffen würde ich differenzieren. Nicht jede Leidenschaft erwächst zur Besessenheit. Und auch ob Besessenheit moralisch verwerflich wäre, ist eine kulturell subjektive Übereinkunft. Und vor allem, wo diese Besessenheit aufhört und wo sie endet. So werden bestimmte Formen von Besessenheit in einigen Kreisen sogar zum Moralischen Tugend stilisiert. Ob man dies dann auch so sieht ist meist aber zweifelhaft, was des einen Besessenheit ist des anderen Tugend. Der zwanghaft Ordnung erhaltende Bürokrat ist so ein Beispiel, der Schamane der sich einer Besessenheit gezielt durch Rituale ausliefert, der Priester der vor lauer Besessenheit von seinem Gott sogar seine Sexualität aufgibt, oder der Kapitalist für den sich sein Leben fast nur um sein Kapital dreht. Diese Charaktere und ihre Haltung werden in bestimmten Kreisen nicht als moralisch verwerflich gesehen werden, von anderen wiederum durch aus.

Zitat:
geschrieben von La noirceur
Ich rede vom ursprünglichsten Willen.Dem Willen zu leben aus dem ergibt sich schließlich jeder andere Wille.


Meinst du nicht das es auch so etwas wie den Willen zur Selbstvernichtung gibt? Die Lust an der Zerstörung des eigenen Lebens? Wie viel Wille benötigt es sich selbst das Leben zu nehmen? Nein, ich denke nicht das man von irgend einer Form des Willens als Ursprüngliche Form reden kann. Das Phänomen des Willens sollte man erst einmal getrennt vom Ziel betrachten, dass sind für mich erstmal zwei verschiedene Dinge.

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„Wir wissen nichts, solange wir nicht wissen, ob wir das Recht haben, den anderen vor uns zu töten oder zuzustimmen, daß er getötet werde. Da jede Handlung heute direkt oder indirekt in einen Mord einmündet, können wir nicht handeln, bevor wir nicht wissen, ob und warum wir töten sollen.“ „Der Mensch in der Revolte“ von Albert Camus

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