Demon17
Adora quod incendisti, incende quod adorasti.
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erstellt am 12-02-2011 um 09:16
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Zitat: Original geschrieben von Anna Drown
@ demon17
Du schreibst, dass beide bessere Gedichte geschrieben haben.
Könntest du mir vielleicht Beispiele nennen?
Vielleicht auch längere Gedichte....
Danke im voraus, und natürlich auch Danke an alle anderen!
Mein Lieblingsgedicht von Georg Heym ist "Der Gott der Stadt"
1. Auf einem Häuserblocke sitzt er breit.
2. Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.
3. Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit
4. Die letzten Häuser in das Land verirrn.
5. Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal,
6. Die großen Städte knien um ihn her.
7. Der Kirchenglocken ungeheure Zahl
8. Wogt auf zu ihm aus schwarzer Türme Meer.
9. Wie Korybanten - Tanz dröhnt die Musik
10. Der Millionen durch die Straßen laut.
11. Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik
12. Ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.
13. Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.
14. Der dunkle Abend wird in Nacht betäubt.
15. Die Stürme flattern, die wie Geier schauen
16. Von seinem Haupthaar, das im Zorne sträubt.
17. Er streckt ins Dunkel seine Fleischerfaust.
18. Er schüttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt
19. Durch eine Straße. Und der Glutqualm braust
20. Und frisst sie auf, bis spät der Morgen tagt.
zu seinen bekanntesten zählen auch "Berlin I-III". Trakl hat viele interessante Gedichte geschrieben, an besten du schaust selbst mal: hier. Das Projekt Gutenberg ist wegen Wartungsarbeiten leider offline.
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Archiv der Lüge
Verhüllendes Schweigen an silbernen Wassern der Schwermut.
Ein kriechendes Wesen aus Kälte verstorbener Seelen,
im klammen Gefängnis erloschener Asche der Glut.
Befreit sind vergessene Ängste und gierig; sie stehlen
dem Leben die Hoffnung auf bessere Zeiten im Tod.
Geändert von Demon17 am 12-02-2011 um 09:21
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