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shiphrah
shifra


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Old Post erstellt am 28-11-2003 um 22:37 Füge shiphrah zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von shiphrah anzeigen Mehr Beiträge von shiphrah finden shiphrah eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Kastanienblüten im Wind

mein Körper an deinen geschmiegt
mein Gesäß an deiner Scham
dein Atem in meinem Nacken
deine Lippen in meinem Haar

der Duft deiner Lust lockt
die Wärme meiner Erwartung

die Laken umschmeicheln
beschützend unsere glänzenden Körper
- Moment der Vollkommenheit

unsere Küsse die Sterne
unter dem gleichgültigen Himmel
in der Nacht der Unendlichkeit

__________________
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Geändert von shiphrah am 09-02-2004 um 20:50

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Old Post erstellt am 28-11-2003 um 23:06 Füge shiphrah zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von shiphrah anzeigen Mehr Beiträge von shiphrah finden shiphrah eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Geschafft !

Paradebeispiel der Gesellschaft
Mustersohn jeder Schwiegermutter
Funktionalität in Fleisch und Blut,

bestehst nur noch aus
unüberlegten Gewohnheiten
gesellschaftlichen Standards
längst akzeptierten Widerständen

Verleugnung der Gefühle
Verdrängung der Schmerzen
Verzicht auf Liebe

dafür vertraust du jetzt
der Anerkennung deines
trainierten Körpers
beschmückt mit Piercing und Tattoo

Dein Sein geschliffen
zur universalen Persönlichkeit
gebettet in die Rolle der Souveränität

Infiziert vom Konsumvirus
den du mit Strahlenkonsum
aus der TV Röhre behandelst


Wo hast du dich verloren
du Ruine Mensch?

Geändert von shiphrah am 30-01-2004 um 01:07

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Fenster der Seele

Leuchtende Augen hatte
ich als Kind
sagte man.
Angst in den Augen hatte
ich als Kind
Verschwieg man

Spiegel waren mein Feind
sie offenbarten die Angst
in meinen Kinderaugen
die ich nicht sehen durfte
damit ich ich nicht weinen musste
denn die Angst in meinen Augen
machten mich traurig.
und traurige Kinder weinen

ich durfte nicht weinen!

Angst in den Augen
vor dem Hass in seinen Augen
Angst vor der Kraft seiner Hände
Angst vor dem Schrei seiner Stimme
Angst vor ihrer Hilflosigkeit
Wut auf ihrer Angst vor seiner Wut
Wut auf ihre Hilflosigkeit vor meiner Angst

Meine Kinderaugen hörten auf zu leuchten
aber sie versagten auch die Tränen
um auch gar nie mehr zu leuchten

Dann kamst du
und mit dir und durch deine Liebe
meine leuchtenden Augen
und meine Tränen
zurück

jetzt bist du gegangen

und ich bleibe zurück ohne leuchtende Augen

aber meine Tränen gehören wieder zu mir

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Geändert von shiphrah am 30-01-2004 um 01:08

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Gedanken sind frei

Wenn ich an deinen Mund denke
wie du mir etwas erzählst
dann denke ich
an deine Worte
unsere Gespräche
an deine und meine
Gedanken
an den Ausdruck deiner
Augen
beim Sprechen

Aber ich an deinen Mund denke
wie er meinen berührt
dann denke ich
an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Mund
und an deinen Schoß
und an deine Augen

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Geändert von shiphrah am 30-01-2004 um 01:09

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Tagtraum

hi
ein Blick,
ein Gedanke
ein Gefühl
kein Wort
alles fallen lassen
was man hält
alles ausziehen
was man trägt
sich Hals über Kopf
in die Arme stürzen
Mund, Lippen, Zunge
.....
und denken, fühlen
- wissen -

ja!

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Old Post erstellt am 02-12-2003 um 14:37 Füge shiphrah zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von shiphrah anzeigen Mehr Beiträge von shiphrah finden shiphrah eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Ich glaube an die Liebe.
Die Liebe ist
Anfang und Sinn alles Lebens.
Ich glaube
an die zerstörerisch-schöpferische Kraft,
die den Verstand ausrottet,
um in seinem Lebensraum Gefühle zu säen.

Ich glaube an ihre Gegenwart.
An ihre gesetzlose Einzigartigkeit,
an die hoffnungslos-biederen Versuche,
sie greifbar zu machen,
wenn sie in uns ist.

Ich glaube an ihre Macht.
Und an unsere Machtlosigkeit
gegen alle schmerzenden, blutenden Wunden,
die sie wie Wunder spielerisch
durch sich selbst heilt.

Ich glaube an ihren Sieg.
An die oft verdammte Hoffnung,
an die quälende Sehnsucht
nach dem Unnachahmlichen..

An ihren Tod,
Auferstehung und Wiedergeburt

Ich glaube an ihren Wahn.
An die Spinnerei, die uns vernetzt,
an alle irrationalen Unerklärbarkeiten.

Ich glaube an MEINE Liebe.
Daran, dass sie mich niemals verlässt.

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Old Post erstellt am 02-12-2003 um 15:21 Füge shiphrah zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von shiphrah anzeigen Mehr Beiträge von shiphrah finden shiphrah eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Du Meer

in dir habe ich schwimmen gelernt
in dir habe ich mich groß und stark
gefühlt, als mich alle nur klein sahen
vor dir hatte ich Respekt, nie Angst,
du hast mich getragen und gewarnt

Meer wer bist du?
Meer, warum ziehst du mich so an?
Meer, woher kenne ich dich?
Meer, warum liebe ich dich?
Meer, ich vermisse dich.

Du trennst die Menschen in zwei Welten
die, die Angst vor dir haben, und
die, die eine Beziehung zu dir empfinden
wie ich...

Du bist Schrecken und Anziehung
Wie ich fremde Menschen empfinde,
seit ich denke, fühle. Du bist Leben.
Du bist Tod.

An deinem Ufer erlebe ich mich so klein
angesichts deiner überwältigenden
Größe. Du bist so schön, so stark.
Du bist der Himmel, aber greifbar.

Nirgendwo spüre ich meine Endlichkeit
so deutlich
und nirgendwo habe ich so wenig Angst
vor
und so große Sehnsucht
nach
dem Tod...

Ich fühle mich zu deiner Mitte hingezogen
dies würde das Ende meines Lebens bedeuten
du bist nur am Rand betretbar
in deiner Tiefe unerreichbar
das bewundere ich.

ich tagträume von dir
voller Sehnsucht nach deiner Tiefe
deiner Ruhe, deiner überwältigenden Größe
alles, was du bist.

Der Wind ist deine Seele
du bist das Leben
von ihm regiert, fügst du dich
vielleicht deshalb
fühle ich mich so angezogen
meine Seele bleibt mir fremd
und doch bestimmt sie mich.
nur IHR vertraue ich.

du bist nirgendwo und überall
verteilst dich wo du willst
bist in ständigem Fluss
nichts beherrscht dich
nichts ändert dich
du bist du
unendlich
Anfang und Ende alles Lebens.

In dir fühle ich mich geborgen, bin ich ich
In dir bewege ich mich wie neu geboren
In dir ist mein Körper in seinem liebsten Element
du gibst mir Kraft und streichelst mich
meine Haut und flatternden Haare
umspülst du mit deinem Salz
das in der Sonne glitzert.
die schönsten Brillianten für mich.

du bist der Trost meiner schwarzen Stunden.
Mein Tod in dir.

Noch spiele ich nur gerne mit den Gedanken
voller Vorfreude und auch Angst
doch eines Tages
werde ich kommen von mir zu dir
in Ewigkeit.
wann weißt nur du und das ist gut.

kein Sarg, keine Urne wird mich
in der Welt zurücklassen
ich werde aufgehoben sein
in deiner tiefen Mitte
wie nirgendwo auf dieser Welt
wenn alle mich vergessen haben -
dort werde ich in Frieden ruhen
und für immer angekommen sein.

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Geändert von shiphrah am 30-01-2004 um 01:10

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Old Post erstellt am 02-12-2003 um 18:32 Füge shiphrah zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von shiphrah anzeigen Mehr Beiträge von shiphrah finden shiphrah eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Je tiefer ich werde
je mehr ich mich von der
Gesellschaft zurückziehe
meist aus Kummer
im Moment aus Erschöpfung
emotional, seelisch, körperlich
umso klarer sehe ich die Welt
in ihrer ganzen Verzerrtheit
sodass ich mich frage, warum
ich sie nur aus dieser Ferne
so wahrhaftig erlebe.
Vielleicht, weil ich sie
sonst inmitten des Lebens
nicht ertragen könnte?

Je tiefer ich in mich gehe
um so einsamer komme ich
mir manchmal vor.
umso ruhiger werde ich,
umso mehr in Ruhe gelassen fühle ich.

Aber nicht nur das.
auch meine engsten Mitmenschen
lassen mich dann gerne allein
oder ziehen sich ebenso von
mir zurück.

warum fragte ich mich lange Zeit.

falsche Liebe?
Ehrfurcht?
Verlegenheit?
Schamgefühl?
Hochachtung?
Scheu?

Also fragte ich.
Die Antwort hat mich überrascht.
Niemand hat mich vergessen.

Viele handeln aus den
vielleicht edelsten Gründen

Takt und Mitgefühl.

Ihre Liebe ist mir gewiss.

Je mehr ich mich zurückziehe
um so mehr beginne ich mich
zu lieben.
heute
seit ich gefragt habe...

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Geändert von shiphrah am 30-01-2004 um 01:12

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Old Post erstellt am 07-12-2003 um 18:18 Füge shiphrah zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von shiphrah anzeigen Mehr Beiträge von shiphrah finden shiphrah eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren


feuerwasser

immer wieder träumte ich
dass ich halb sterbe
verbrenne
und dass du kommst
um mich aus den flammen
zu retten

dass du halb stirbst
ertrinkst
und ich zu dir schwimme
um dich aus den wellen
zu retten

dann verließ mich dieser traum...
ohne dass es mir gedanken machte

und gestern fragte ich mich
zum ersten mal, warum?

heute denke ich, weil ich
befürchtete, dass ich
dich aus den wogen rette
und
dann verbrenne
und du
die glut mit deinen nassen schuhen
löschst.

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Old Post erstellt am 07-12-2003 um 18:48 Füge shiphrah zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von shiphrah anzeigen Mehr Beiträge von shiphrah finden shiphrah eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Ende der Unendlichkeit

Ich bäumte mich auf
gegen meine Endlichkeit in deinem Leben.

Ich wollte nicht sehen das
unüberwindbare Vergessenwerden.

Und du schriebst mir wage und zögernd
über den Sinn und die Not deines Lebensweges
und führtest mir meine Angst
von der Bedeutungslosigkeit meiner Person
im Heute und Später deines Lebens
schwarz auf weiß vor Augen...

...und schweigst.

Dein Schweigen zerwütet meine Gedanken
die Gedanken quälen meine Seele
die Seele zerbricht mein Herz

Etwas in mir beginnt zu sterben.
Sterben schmerzt,
Sterben macht krank,
zu langsam Sterben tötet - irgendwann.

du schweigst.

Wie lange warten, wie lange hoffen
wie langsam sterben?

du schweigst.

Was ist die Alternative?
auf dich warten, auf uns hoffen
und weiter langsam sterben?
oder dich verlieren und leben?

du schweigst.

was will ICH ?
eindeutig
leben.
und
mit dir leben
irgendwann...

wann ist irgendwann?

du schweigst.

ich sterbe langsam...
oder nur die Hoffnung?

Der Drang nach Leben
hat gesiegt.

Ich beschloss
weiterzugehen.

Ohne dich.

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Geändert von shiphrah am 30-01-2004 um 01:13

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Old Post erstellt am 08-12-2003 um 20:43 Füge shiphrah zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von shiphrah anzeigen Mehr Beiträge von shiphrah finden shiphrah eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Happy Hour in Mainhattan

Einladung spontan modern per sms
Wortlaut ganz dynamisch
„Wenn du Lust hast, komm’ vorbei,
tut dir gut, sind viele Singles dabei"
Lust? Worauf denn nun genau?
Tut mir gut? wobei?
....

Also los mit neuem Duft, dezent gestylt
Verschwendung denke ich insgeheim
Mein Lächeln ist nicht echt.
Doch wen wird’s interessieren?
und wenn, dann deren Pech.

Runde Stehtische,
wie mich ihr Anblick schon langweilt.
Und da stehen sie nun alle
wie aus dem Ei gepellt
betonte Lässigkeit in Designerkleidern
Männer eine Hand in der Hosentasche
Frauen die Haare aus dem Gesicht sich werfend

Aber es wird ja auch gesprochen
.....

Auswendig gelernte Sprüche
Aufgesetzt wirkende Weisheiten
Für mich nur Peinlichkeiten.
Bin ich die Peindlichkeit?

Grauenhaftes Bemühen um Komplimente
Öde Mayonnaise-Schnittchen wandern
in den Mund des coolen Flittchens
mit Glitzersternchen auf der Haut

Gut gelaunte Gastgeber grüßen
Hektisch um Aufmerksamkeit bemüht
Stets zum Nachschenken parat
Alkohol geschwängerte Luft
Vermischt mit hölzernem Herrenduft
Designer kompatibel selbstverständlich

Pseudointellektuelles Geschwafel
Vollgefressene Bäuche
Glänzend rote Gesichter
Austauschbare Minen
Festgefahrene Antipathien

Geheuchelte Freundlichkeiten
Unverholen nette Lügen
Spießige Schleimer gemischt
mit jungdynamischen Yuppies
mit Einheitshaarschnitte und
Standard-Glanz im Haar
Jeder den Blick eines Rivalen erhaschend und
Mit falschem Lächeln überbieten

Lippenstiftränder an Gläsern und Kippen
Zigaretten und Essensmief sich an
den Dunst der Fensterscheiben kleben

Türen geschlossen
Fenster gekippt
Schweißränder an Männerhemden
Müde Maskararänder unter Frauenaugen
Die Uhr hat jeder im Blick und
Niemand scheint zu verstehen
warum ich noch immer meinen
Mantel trage, und
- höflich mich entschuldigend natürlich -
bereit, schon wieder zu gehen.

Fragende, missgefällige Blicke,
Schon?
Gerade erst gekommen!
Wie schade!
....

Ich – modern gesellschaftsunfähig -
den neuen Duft noch in der Nase...

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Hunger – Einkaufen – Supermarkt

Genervte Mutter
mit alltagstauglicher,
deutsch-praktischer Föhnfrisur
schreit ihre nörgelnden Kinder an.
Gehetzte Gesichter.
Unlebendige Gesichter
Fratzen.

Jeder das Signal aussendend:
Nicht ansprechen!
Bitte wegsehen!
Auf keinen Fall lächeln!
(Das wäre verdächtig…)

Ich lächele gerne, hey….!
Und wieder frage ich mich:
Ich - Inkompatibel für diese Gesellschaft?
===
Nein. Ich bin nur (noch) zu lebendig!
Beruhigt.

Bleiche Gesichter
verärgert, vergrämt
ohne Leuchten in den Augen
keine Neugier, keine Freude
trotz (oder wegen?) des
supertollen Warensortiments.

Frau begutachtet streng
die ca. 80 Käsesorten
Ehemann im 49 Euro
4-Jahreszeiten-Trenchcoat
Komm schon…!
Wir haben noch genug!
Gleich nebenan Fischgestank
Und überall drängelnde Kinder
Wen wundert’s in diesem toten Neonlicht.

Einkaufen im Supermarkt…
Das fröhlichste sind die Reklametafeln
Beschämend für den deutschen Kunden
der doch ach so kritisch und immun
gegen jede Manipulation sich glaubt

Einkaufswagen versperren die Gänge,
Menschen schieben sie beiseite, als wären
sie herrenlos oder übrig geblieben
Adrenalinspiegel steigt.

Kein Lächeln, kein freundliches „darf ich mal vorbei?“
Fast als wäre es nicht erlaubt
Lieber drängelt man sich den Weg durch die
Unfreundlichkeit, angepasst mit derselben

Einkaufen im Supermarkt –
Eine Nebensache im Leben
eines Jeden in diesem Lande
in dieser Zeit

Und doch so bezeichnend für
fast alles und viel wichtigeres
dem ich in meinem Leben immer
öfter begegne:

Lieblosigkeit und (oder durch?) Überdruss

Geändert von shiphrah am 30-01-2004 um 01:14

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shiphrah
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Der Lärm der Stille

Sehnsucht,
die immer größer wird
und sich gleichzeitig verliert
und erstarrt zu einem Zustand
durchdrungen von Hoffnung auf
Hilfe von irgendwoher,
diese Liebe zu verstehen,
sie zu ertragen
sie ausleben zu dürfen.

Was passiert in mir?
Ist es Entfremdung
durch Entzug?
Methode der Seele
sich an jeden Schmerz zu gewöhnen,
bis man glaubt er wäre gegangen?
und verlässt einen damit dann
auch der Wunsch nach Erfüllung?
Ist Liebe am Ende Selbsttäuschung?

Betrügt sich die ganze Welt
um das Leben zu ertragen
und nicht allein zu sein?
Fragen, Zweifel, Gedanken...

Das Leben so bunt und leuchtend
wirkt auf mich ohne dich
blass und uninteressant
meine Sinne betäubt von dem Gefühl
der Leere, der Trauer, die ich
noch immer nicht annehmen kann.

Die Leere wird größer
die Müdikgkeit lähmender
die Hoffnung kleiner
der Wunsch zögerlicher
die Kraft täglich weniger

Aber die Sehnsucht...,
die Stille...,
sie bleiben
und rufen
nach dir
als wollten sie mich
bestärken, den Weg
nicht zu verlassen,
den ich mich nicht
mehr getraue zu gehen
ohne deine Erlaubnis.

Diese Stille,
die in meinen Ohren schmerzt
und meine Seele traurig stimmt
hat es auf meinen Verstand abgesehen.

Diese Stille
die ich bekämpfe mit Musik
mit Simmen mich langweilender Menschen
Telefonaten mir unwichtiger Bekannten
manchmal auch mit meinem Schrei
oder meinem eigenen Lachen,
das so lebendig und frisch
erklingt, als hätte es nie
einen traurigen Tag gegeben

Doch das einzige,
das diese Stille,
die niemals wirklich still ist,
noch wirklich vertreiben könnte,
ist das Schlagen deines Herzens
dicht an meinem Ohr
das ich höre
wenn ich meine Wange
auf deine Brust lege
und den Duft deiner Haut einatme.

Dann wäre die Stille wieder still...

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Geändert von shiphrah am 20-12-2003 um 00:45

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Pur

Kantige, maskuline Schwünge
Eingetaucht in Dunkelheit
Nur vom Laternenlicht bestrahlt.
Steigern sie für mich
deine göttliche Schönheit

du lächelst mich an
mit erweiterten Pupillen
verführerisch und lüsternd
geheimnisvoll
versprechend

Überall deine Wärme,
die mich einhüllt in Liebeslust,
und wie immer in diesem Moment
schlägt mein Herz wie wild
Ich atme deinen Duft
Den ich so gut kenne
Vermischt mit dem Schweiß
Deiner Haut

Mein Schoß will endlich spüren
was meine Auge sehen
doch viel zu kostbar die Erwartung
die mich zwingt mich nur
langsam dir hinzugeben

Wie ich deine Augen liebe,
mit ihrem sanften Blick
durch die ich deine Zärtlichkeit
spüre, die du mir in deiner
Lust noch entgegenbringst.
Dein Atem lockt meine Erwartung
Bis ich fast schreie vor Ungeduld
Alles ist in Bewegung und
Erfüllt den Raum um uns mit Leben.

Alles an dir
weckt in mir
diese Hilflosigkeit,
manchmal auch Tränen
vor Glück
die wahre, tiefe Liebe
nur mit sich bringt.
In meinem Schoß ganz tief
Diese Quelle der Lust
so labend nach dir
deinem starken Pfahl
am liebsten jeden Tag

Deine Haut
auf meiner Haut,
glänzend heiß
deine Lippen
auf meinen
Wo ist mein Verstand?

Wenn meine Beine umschlingen
deinen Körper
sie zum Himmel hoch sich strecken
und du deine Lust in der meinen
stillst
bin ich verloren in Liebe für immer
und kann den Moment dieses Glücks
kaum fassen
Dein Körper auf mich gepresst
deine Haare in meinem Mund
mich an der Decke mich fest
beißend
spürend dass sich unsere Seelen
in unseren Körpern finden
und wir uns beschützen vor
der Welt
und uns selbst.

Ich wache auf,
und du bist
schon lange nicht mehr da.


für Christoph

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Entweder Oder?

Gedanken, Gefühle...
ich schreibe sie auf.
Warum?
hoffend, Erkenntnis zu finden?
wenn meine Seele weint,
schreibe ich Fragen
und
bin ich glücklich,
die Antworten.

Warum fragt man sich,
...warum?
wenn man traurig ist
und selten,
wenn man glücklich ist?

warum?

Meine Kinder-Frage
schon war stets: warum...?
an alle und jeden
um mich herum.
wenn ich weinte,
ich nichts verstand
mir die Augen verband
vor Scham und Angst

ich fragte, weil ich
ganz schnell,
ganz viel,
am liebsten alles
wissen wollte -
kein Kind mehr
sein sollte.
und glaubte, wenn ich
die Antwort nur wüsste
auf ...Warum?
der Schmerz verginge

Antwort kam so schnell
wie meine Frage ich gestellt
und war genauso dieselbe:
...warum?
Darum!
Das wirst du im Leben noch lernen...

Ich glaubte das nicht,
doch ich verstand
zu fragen ...Warum?
macht andere böse,
oder war es nur die Frage?
oder war nur ich böse,
weil ich böse fragte ...warum?
...

Heute frage ich
nur noch mich
- wenn ich traurig bin -
warum....?
Und wünschte,
mir sagte jemand
darum!
Und es wäre gut.

Warum es nie
eine Antwort gab auf meine
Frage,
ahnte ich vielleicht schon damals.
Nur heute weiß ich,
dass ...WARUM ?
zu fragen, böse ist:
weil die Antwort
...Darum!
eine Lüge ist.

Die Lüge, die ein Kind
nicht glaubt
und man erst erwachsen
sich zu denken traut:

das Leben ohne ...warum? zu leben lernen....
denn ohne ...warum? bleibt man zwar dumm
doch mit ....warum ? geht man zugrund'

Also heißt lernen zu leben
lernen, die Lüge zu ertragen?
oder die Lüge des Lebens zu leben?

Leben um zu lernen,
die Gefühle mit dem Verstand zu unterdrücken
und zu glauben
dass es Reife ist?

Es bleibt die Lüge
und nur ein Kinderherz traut
sich fragen ...warum?

und ich schreibe
heute immer noch

warum...?

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