Phalène
Member
Registriert seit: Apr 2001
Wohnort: Deutschland,Wolfsburg
Beiträge: 30
|
erstellt am 04-08-2001 um 13:09
|
Sanfte Grüße
Dein Gedicht gefällt mir sehr
und es passt doch irgendwie zu meinem, nicht?
Phalène
Die Wünsche der Schlafenden 03.08.2001
Der Moment ihrer Geburt
Als Helios,
Strahlender Sonnengott, wiedergeborener Apollon, Gott der Götter
Sich ergibt,
Versinkt am Horizont in roter Glut.
In flatternden Gewändern
Stürmen die Reiter der Nacht
Über die einsamen Felder,
Hüllen die Welt in ihren schwarzen Umhang.
Schweigend liegen sie da, verloren.
Doch die Musik der rauschenden Blätter im Wind
Lockt sie.
Sie erscheinen
Leise und unwirklich.
Beschworen durch die Träume tausender Träumender,
Erdacht und gemalt
Auf das Papyrus der Gedanken.
So werden sie geboren,
Im Herzen, in der Seele.
Streben sie mit goldenen Schwingen.
Hinauf, hinauf
Zum funkelnden Meer der Sterne,
Die an das Himmelszelt geheftet
Mit Ruhe und Sorgfalt.
Reisen,
So weit die Sehnsucht in den Adern sie trägt.
Dunkles Blut.
Zum unerreichbaren Ziel.
Bis leise kriechende Lichtfinger sie in Ferne vertreiben,
Ihnen Verbannung gebieten,
Sie sterben lassen.
Ertrunken in einem Strom aus Ängsten.
So versteifen sich ihre Flügel.
Sie fallen hernieder,
Geschwächt, ihr Atem rinnt.
Verwischt ist ihr Antlitz
Mit dem ersten Augenaufschlag
Mit dem ersten Lichtstrahl, der die Iris liebkost.
Vergangen die Wünsche der Schlafenden...
------------------
Wandere umher, sehe kein Licht, suche Dich so sehr und finde Dich nicht. Wo bist Du nur, Du Sonne meines Lebens...wo bist Du nur...wo?
[Dieser Beitrag wurde von Phalène am 14. August 2001 editiert.]
__________________
Wandere umher, sehe kein Licht, suche Dich so sehr und finde Dich nicht. Wo bist Du nur, Du Sonne meines Lebens...wo bist Du nur...wo?
IP: Gespeichert
|