SchlafenderMond
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erstellt am 31-08-2005 um 20:23
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Ich denke jeder kann die Angst vor Einsamkeit verstehen, aber diese Angst sollte man vorbehaltlos akzeptieren als einen Teil des Schicksals des Menschsein, um so ihren Schrecken zu nehmen und nicht ständig davor zu flüchten und sich wie ein Tier von dieser Angst jagen zu lassen.
Die Angst vor Einsamkeit würde dann meine Handlungen bestimmen, welche ich als falsch ansehe und nicht der Wahrhaftigkeit meines Herzens entsprechen.
Wer kann schon wahrhaftig Leben, geschweige denn überhaupt Lieben, wenn man ständig auf der Flucht ist ?
Ich denke, wir sollten es als unsere Pflicht als Menschen dieser Angst gegenüber zu treten und sie durch Vertrauen auf die eigene Schönheit zu besiegen versuchen.
Ich glaube, erst dann wird die Liebe zum Leben in Einsamkeit entstehen und erst dann werden Menschliche Beziehungen zu dem, was sie eigentlich sein sollten.
Es wären wahrhaftige Beziehungen (nicht nur Liebesbeziehugen), welche aus einem reinen Willen entstehen und nicht aus der Angst vor Einsamkeit.
Statt die Liebe zum Leben in Einsamkeit zu entwickeln, klammert man sich an Menschen, die genauso unsicher und lebensunfähig sind, wie man selber.
Ich will keine Rettungsboje für jemanden anderen auf dem Ozean des Lebens sein, genauso wenig möchte ich mich an einer festhalten, lieber lasse ich los und drohe im Meer zu versinken, als dass ich mich ein Lebenlang festhalte.
Dennoch kann ich Soulpath verstehen, sogar die von mir geschriebenen Worte wirken mir manchmal fremd und zweifelhaft.
Irgendwann meldet sich doch wieder so ein starker Wille nach Gesellschaft.
z.B. Wenn jede kleinste Sinneswahrnehmung durch die völlige Einsamkeit des Moments zu grösster Schönheit wächst und man nur noch einen Bruchteil davon entfernt ist, die Schönheit in ihrer höchsten Form zu erfahren, durchkreuzt und vernichtet der Gedanke an jemand anderen den Moment.
Es ist der Gedanke diese Schönheit doch Teilen zu können, jemandem diesen Teil seiner Welt zu zeigen...
Wieso haben wir überhaupt diesen Mitteilungsdrang, ich will ihn nicht... Man wäre so viel freier, zeichnen würde man schlussendlich nur noch für sich aus reiner Freude und genauso wie alles andere und das Mitteilen wäre dann nur noch ein überflüssiger Affekt von irgendwas, das ich noch nicht erkannt habe.
edit:
Ich weiss nicht genau, wahrscheinlich sind diese Gedanken schon ziemlich radikal, aber lernt man erst das Leben in Einsmakeit zu Lieben, hat man eine gewisse Sichrheit, auf die man sich immer stützen kann und wird wahrscheinlich auch unbefangener und freier neue Bekanntschaften knüpfen und Menschen auch besser wieder gehenlassen können.
Auf der anderen Seite, könnte diese Sicherheit auch dazu führen, dass man den Umgang mit Menschen völlig verlernt und überhaupt keine zwischenmenschlichen Beziehungen zu knüpfen schafft... vielleicht könnte diese Sicherheit sogar zur neuen Angst führen, nähmlich zur Sozialphopie oder etwas Ähnlichem.
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Just I and the poetry of the night, now forever one,
The ensemble of silence plays so beautiful for me...
Geändert von SchlafenderMond am 31-08-2005 um 21:13
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