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Turrican
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Old Post erstellt am 26-01-2006 um 20:29 Füge Turrican zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Turrican anzeigen Turrican eine eMail schicken Besuche Turrican's Homepage! Mehr Beiträge von Turrican finden Turrican eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Der neueste Streifen von Regie-Legende Steven Spielberg heißt "München". Ein Polit-Thriller, der es in sich hat, hat er doch als Thematik, die Olympischen Spiele von 1972 in München. Damals, als jenes grausame Attentat verübt wurde und die ganze Welt auf München/Deutschland schaute.

Wer wird reingehen? Ich auf jeden Fall, denn was man so seitens der Kritiker hört, hat Spielberg mal wieder einen Meilenstein geschaffen, den man sehen muss. Wie denkt ihr über eine Verfilmung des ganzen und vor allem, wie denkt ihr darüber, das Hollywood/Spielberg, das Thema auf Zelluloid gebannt hat/haben?

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DBT
Jester's Haushaltsschlampe :)


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Old Post erstellt am 26-01-2006 um 20:34 Füge DBT zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von DBT anzeigen DBT eine eMail schicken Mehr Beiträge von DBT finden DBT eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Gestern habe ich den Bericht dazu in SternTV gesehen und bei Gelegenheit werd ich ihn mir auch ansehen, schon krass wie das damals war. Die Polizisten in Zivil wurden gefilmt und keiner hat es gemerkt...

Man darf gespannt sein was Hollywood daraus gemacht hat

DBT

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~die Welt ist bunt und schön~

Kleines Herz muss fliegen lernen, sonst frisst das Leben es noch auf... (ExNnord)

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Beowulf
fortgegangen


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Old Post erstellt am 26-01-2006 um 21:36 Füge Beowulf zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Beowulf anzeigen Beowulf eine eMail schicken Mehr Beiträge von Beowulf finden Beowulf eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Was bei Spielbergs Historien-Filmen oftmals vergessen wird: Es sind keine Dokumentationen.
Der Hauptteil des Filmes dreht sich ja um die Vergältungsaktionen gegen Palästinenser. Dazu werden Menschen als Mossad Agenten rekrutiert die gezielt Terroristen töten sollen, die dann aber plötzlich Gewissensfragen beantworten müssen. Das ist so vermutlich rein fiktional. Sowohl was die einzelnen Aktionen angeht, als auch was das Verhalten der Agenten betrifft. Ich glaube nämlich nicht, auch wenn man Zeitzeugen befragt, dass die großartige Gewissensbisse bei der Tötung von Terroristen hatten.
Spielberg, bzw. der Drehbuchautor des Filmes hat nur sehr lapidar recherchiert. Das soll kein Vorwurf sein, den ich denke Intention dieses Filmes war es auch nicht möglich faktisch zu sein, sondern wie eben alle Spielbergfilme: Sie sollen unterhalten. Unterhalten auf etwas höherem Niveau vielleicht - ich habe den Film noch nicht gesehen - aber es geht dennoch primär um Unterhaltung. Deshalb darf man nicht aus dem Film gehen und sich sagen: So wars.
Positiv ist wohl, dass der Film versucht die Palästinser auch zu Wort kommen zu lassen. Auch wenn das wohl manchmal eher gut gemeint, als gut gemacht ist. (Was ich so an Vorabinformationen habe)

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Kappabani
Banned


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Old Post erstellt am 27-01-2006 um 03:06 Füge Kappabani zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Kappabani anzeigen Kappabani eine eMail schicken Besuche Kappabani's Homepage! Mehr Beiträge von Kappabani finden Kappabani eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Der wird wohl an mir vorbeigehen.
Hollywood hat sich in der letzten Zeit zuviele Brecher erlaubt die total daneben waren - das gilt ganz besonder für alles was mit Historie zu tun hat.
Hollywood ist das "Minesterium für Geschichte". Vor allem nervt das Hollywood natürlich zur Bewerbungszeit für die Oly-Spiele das Ding rausbringt, da doch Germany sich stark beworben hat. Ne, danke! Politik aus den USA brauch ich nicht, weder als Unterhaltung noch sonst wie! Wenn ich allein an Gladiator, Pearl Harbor oder James Ryan denke wird mir schon wieder schlecht von dem Rotz der da Produziert wurde!
Die können doch mal einen Film über den Kinderporno Ring der russischen Juden drehen der kürzlich hops genommen wurde, hmm?

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Bloody Angel
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Old Post erstellt am 27-01-2006 um 10:42 Füge Bloody Angel zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Bloody Angel anzeigen Bloody Angel eine eMail schicken Mehr Beiträge von Bloody Angel finden Bloody Angel eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Ich hab den Film zwar auch noch nicht gesehen, habe aber jetzt schon einige Berichterstattungen darüber gesehen/gelesen.
Ich finde wenn ein Film wirbt das er das Attentat der Olympischen Spiele nachstellt, sollte es auch den Fakten entsprechen, schliesslich war das Attentat ein reales Ereigniss. Der Film soll mehr ein Aktionkino sein und weniger eine Dokumentation dieses Ereignisses.

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Trinity Goth
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Old Post erstellt am 27-01-2006 um 18:00 Füge Trinity Goth zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Trinity Goth anzeigen Trinity Goth eine eMail schicken Besuche Trinity Goth's Homepage! Mehr Beiträge von Trinity Goth finden Trinity Goth eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Regie-Legende *prust*

Neugierig macht mich das Thema schon, allerdings bin ich jetzt so oft von Spielberg enttäuscht worden, das ich mir überlegen muß ob ich wirklich dafür ins Kino renne.

Gruß
Trin

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Trauerwesen
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Old Post erstellt am 27-01-2006 um 20:00 Füge Trauerwesen zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Trauerwesen anzeigen Mehr Beiträge von Trauerwesen finden Trauerwesen eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von Trinity Goth
Regie-Legende *prust*

Neugierig macht mich das Thema schon, allerdings bin ich jetzt so oft von Spielberg enttäuscht worden, das ich mir überlegen muß ob ich wirklich dafür ins Kino renne.

Gruß
Trin



Geht mir ähnlich. entweder er macht selbst aus Klassikerverfilmungen einen Familienfilm (Krieg der Welten u. alles andere auch irgendwie), der einen nur noch anödet, weil er dann doch zu glatt ist, oder es ist von vornherein ein Kinderfilm. Gut, bei der thematik und der FSK kann man hoffen, thematisch reizt es mich auch sehr und auf der anderen seite bewies er dann doch einige Male, dass er es doch eigentlich kann (siehe schindlers Liste).

Naja, werde es mir wohl mal zu Gemüte führen, die Neugierde eben

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The Archer
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Old Post erstellt am 16-02-2006 um 12:04 Füge The Archer zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von The Archer anzeigen Mehr Beiträge von The Archer finden The Archer eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Noch keiner hier, der den Film gesehen hat? Dann will ich mal den Anfang machen. „München“ ist absolut sehenswert, aber keine seichte Kost.



Ob man Filme von Steven Spielberg mag, sei jedem selbst überlassen. „München“ ist ganz sicher kein typischer Spielberg-Film, weder leichte Familienkost noch Kinderfilm. Der im Vorfeld unterstellte Unterhaltungswert bleibt gehörig im Halse stecken und der Film ist teilweise so brutal, dass ich ein paar Mal versucht war, das Kino zu verlassen.
Obwohl die Geschichte auf reale wie tragische Fakten fußt, ist er keinesfalls eine Dokumentation oder ein Historienfilm – will es auch nicht sein, nur hätten die Unterschiede zwischen Realität und Fiktion besser deutlich gemacht werden können.
Gewalt erzeugt Gegengewalt ist die im Grunde recht platte Aussage von „München“. Dazwischen stellt der Film eine Reihe von Fragen, vor allem nach der moralischen Rechtmäßigkeit von Rache und Vergeltung. Ist ein Mensch deshalb ein Terrorist, weil der Geheimdienst behauptet, er sei einer? Rechtfertigt das die Tötung eines Menschen? Ist eine Liquidierung ohne jeden Prozess, ohne die Möglichkeit zur Verteidigung nichts anderes als ein Mord? In diesem Film werden Täter zu Opfern, Opfer zu Tätern. Es gibt keine für Spielberg sonst so klare Trennung zwischen Gut und Böse. Hinzu kommt eine für Spielberg-Verhältnisse extreme Darstellung der Gewalt. Keiner der Getöteten fällt einfach so um, weder die Opfer des Münchener Attentats, noch die Terroristen. Körper tanzen grotesk im Kugelhagel, abgerissene Körperteile baumeln nach einem Bombenanschlag im Deckenventilator, ein Mann mit zerschossenem Gesicht versucht zu sprechen, Blut gluckert aus einer Schusswunde über einen makellosen Körper.
Bei einigen Zielpersonen kann sich Hauptfigur Avner sicher sein, dass es sich um einen Terroristen handelt, bei anderen bleibt es offen. Ganz bewusst erfährt der Zuschauer nicht, warum genau diese Menschen sterben sollen. Es heißt nur, sie seien die Drahtzieher von München. Manche von ihnen wirken gefährlich, andere nicht. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass es sich angeblich um einen Terroristen handelt, erlebt der Zuschauer jede der Zielpersonen auch als Mensch: als alten Schriftsteller, der in einem Straßencafé wehmütig, doch ohne Hass von seiner Heimat in Palästina erzählt, als Diplomat und Familienvater, als freundlichen Herren auf dem Balkon, als verblendeten Jugendlichen. Nur eine einzige Zielperson wirkt wirklich wie ein Terrorist, doch er bleibt hinter einer Sonnenbrille versteckt. Als die erste Zielperson stirbt, vermischt sich sein Blut mit dem Inhalt einer zerschossenen Milchflasche. Blut und Milch, Symbole für Schuld und Unschuld, fließen zu einer grotesken Lache zusammen.
Avner ist kein Mörder, doch regt sich in ihm der Konflikt. Das Betätigen des Lichtschalters ist Signal für eine Bombe, mit der eine weitere Zielperson getötet werden soll. Als er das Licht ausknipst besiegelt er damit ganz bewusst den Tod des Mannes, mit dem er kurz zuvor noch freundlich geplaudert hat.
Überhaupt besteht Avners „Spezialeinheit“ nicht aus Profikillern, sondern aus Menschen, die im Grunde ebenso unerfahren sind wie er selbst. Keiner von ihnen hat zuvor einen Menschen getötet. Beinahe dilettantisch erscheint die Auswahl: Der Dokumentenfälscher verkauft eigentlich Antiquitäten, der nächste ist erst seit 10 Minuten beim Mossad, der Spielzeugbauer weiß Bomben zu entschärfen, kann aber keine konstruieren. Alle fünf sind überzeugt, richtig zu handeln, doch es ist zu leicht, alle Verantwortung auf den Auftraggeber abzuwälzen, dem man zuvor schriftlich bestätigt hat, überhaupt nicht in dessen Auftrag zu handeln und von dem man im Zweifelsfall keinerlei Schutz erfahren wird. Während sich die kleine Einheit von Ziel zu Ziel bombt, ist auch die Gegenseite nicht untätig, wie beim abgeschlagenen Haupt der Medusa wachsen neue, noch gefährlichere Köpfe heran und bald werden die Jäger zu Gejagten. Manchmal kommt der Tod mit einem Knall, manchmal banal und manchmal voller Schönheit.
Im Laufe des Films entwickelt sich Avner vom Patrioten, der überzeugt ist, das richtige zu tun, zu einem von Entwurzelung, Zweifeln und Paranoia geprägten Wrack.
Entwurzelung und Heimat sind weitere zentrale Themen in „München“. Avners Mutter steht für ein Israel, das sein Land bis auf jeden Zentimeter verteidigt. Der junge Terrorist Ali kann indes nur von einer Heimat träumen und will darum kämpfen. Avner sagt „Heimat ist, wo meine Familie ist“, doch sein Auftrag zwingt seine Familie ins Exil und auch er selbst wird keinen Frieden finden.
Der Film endet auf einem verlassenen Spiellatz vor der anonymen Skyline von New York. Die letzte, unkommentierte Einstellung zeigt die damals just fertig gestellten Türme des World Trade Centers. Die Geschichte ist nicht zu Ende.


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Lisuf
...


Registriert seit: May 2003
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Beiträge: 583

Old Post erstellt am 16-02-2006 um 13:26 Füge Lisuf zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Lisuf anzeigen Lisuf eine eMail schicken Besuche Lisuf's Homepage! Mehr Beiträge von Lisuf finden Lisuf eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Jetzt ist der Film für mich wirklich interessant...


Li

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Riskiert mal einen Blick: www.mindbreed.de,
eventuell auch hier: www.tim-burton.de

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Montrose
Banned


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Wohnort: Schloß im See
Beiträge: 5042

Old Post erstellt am 20-02-2006 um 13:24 Füge Montrose zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Montrose anzeigen Mehr Beiträge von Montrose finden Montrose eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Ich habe den Film vor zwei Wochen gesehen.

Der Film ist sehr eindrucksvoll: sowohl die Kameraführung, als auch die Erzählweise, als auch die recht harte action machen den Film sehenswert.
Der Film ist nicht kitschig, er ist reif erzählt, etwas, das bei Spielberg nicht immer vorausgesetzt werden kann.

Tatsache ist aber auch, daß der Film keine Dokumentation ist sondern Wunschdenken Spielbergs. Wie im SPIEGEL berichtet wurde, haben die damals beteiligten Agenten eben gerade nicht so empfunden, wie Spielberg uns das Glauben machen will.

Der Schluß des Filmes, Avner in New York, sein symbolisches Judentum ("Brot brechen") im Gegensatz zur Landesverbundeheit seiner Vorgesetzen wirft eine primär jüdische Fragestellung auf. Ich könnte mir vorstellen, daß der Punkt, worauf der Film hinausläuft, bei nichtjüdischen Zauschauern nicht verstanden wird.

Spielberg ist ein ich-bezogener Regisseur. Er nudelt seine Bilder im Kopf ab, macht sie im Stil eines Walt-Disney gefällig, und hinterläßt ein paar Minuten jene Benommenheit, während man das Kino verläßt, die sonst einen guten Film auszeichnet.

Bei Spielberg ist diese Benommenheit meist scheinbar, der hohle Budenzauber einer JAPPY.

Und so könnte ich jetzt, wenn ich mir nochmals über den Film Gedanken mache, auch nicht sagen, was eigentlich seine Botschaft war. Klar, man soll nicht unnötig töten, Pflicht und Familie, die üblichen Plattitüden, mit denen Spielberg glaubt, große Probleme mit privater Rührseligkeit lösen zu können.


Nochmals: als Popcorn-Kino klasse. Als Nostalgie für die älteren ("so war das damals") ist es schön, die alten Frisuren, Klamotten und eine Art Tagesschau früherer Zeiten zu sehen. Kindheitserinnerungen.

Zur politischen Aufklärung taugt der Film hingegen wenig. Das, was dargestellt werden müßte (die Verhältnisse in den Palästinenser-Siedlungen zum Beispiel), erscheinen nur in Worten, aber nicht in Bildern.

Ach, irgendwie doch ein recht blöder Film.

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Trauerwesen
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Old Post erstellt am 20-02-2006 um 16:03 Füge Trauerwesen zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Trauerwesen anzeigen Mehr Beiträge von Trauerwesen finden Trauerwesen eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Ich fand den Film gut, aber eben auch, weil er reif wirkte, wie Montrose schrieb, und Spielberg gerne Kinderkitsch auftischt, der oberflächlicher nmicht sein kann. Interessant war auch, dass cinematographische Techniken der 70er Jahre verwendet wurden (Zoom etc), was das ganze authentischer wirken lässt.

Zur Story kann ich soweit wenig sagen, inwiefern das alles so stimmt oder eben nicht, da ich mich historisch noch nie damit auseinandergesetzt habe.

Dennoch kann ich zumindest behaupten, einen Anti-Terror-Film gesehen zu haben, für mich war dies genau die Aussage des Films. Die Aussage, dass Töten von Feinden nicht dazu führt, dass diese Feinde weniger werden und dass sich Dinge dann eben zuspitzen, kam für mich deutlich heraus. Den Fokus aufs WTC zum Ende des Films untermauert diese Aussage erneut.

Wie gesagt, zum Konflikt direkt kann ich nur das sagen, was ich dort sah, aber eben weil auch RAF, IRA ETA etc angesprochen wurden, differenziert dieser Film für mich nicht und kritisiert Terrorismus in jeder Form und auch Rache an jenen (eben keine Propaganda für War against terror und so, wie man nun evtl raushören könnte).

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Beowulf
fortgegangen


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Old Post erstellt am 20-02-2006 um 17:50 Füge Beowulf zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Beowulf anzeigen Beowulf eine eMail schicken Mehr Beiträge von Beowulf finden Beowulf eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Achja: SPOILER
Der Film ist ganz ok, stellenweise aber zu stark konstruiert, und naiv. Die Aussage: Gewalt erzeugt Gewalt, ist doch recht simpel geraten.
Sehr unglaubwürdig fand ich die Szene mit der Doppelbelegung des Zimmers, von Mossad und PLO, die sich dann symbolisch auf einen Radiosender einigen konnten. Oberflächlich fand ich auch die Dialogszene zwischen Avner und dem PLO Jungen, die dann auch abrupt beendet wurde. Was damit aussgesagt werden sollte ist mir nicht klar. Verstanden habe ich auch nicht was die Rückblenden sollten, während Avner mit seiner Frau schläft und an fiktive Bilder der Geiselnahme denkt.
Unglaubwürig finde ich auch, dass der Mossad absolute Laien als Killterkommandos einsetzen soll.
Was mir sehr missfallen hat, war die Szene in der per Telefonbombe die zweite Zielperson liquidiert werden sollte, die Sprengung aber verzögert wurde, um die Tochter zu retten. Die Szene wurde glaube ich nur wegen des Unterhaltungswert eingeführt. Terror - auch staatlicher Terror - tötet auch unschuldige Menschen, wenn man die Nachrichten verfolgt sogar mehr unschuldige als Schuldige. Daher fände ich es viel realistischer wenn das Kind auch mit draufgegangen wäre, statt zu suggerieren dass Kinder vom Terror verschont werden würden.

Wie Montrose sagte, fehlt dem Film die Hintergründe. Es werden zwar Dinge erwähnt, wie 200 Tote Palästinenser bei isrealischen Vergeltungschläge, aber gezeigt wird es nicht. Aber ich weiß nicht, ob man dass wirklich dem Film vorwerfen kann; die Ursachen dieses Konfliktes in seiner Gänze zu zeigen wäre zu umfangreich. Man müsste erwähnen, dass die PLO gar nicht von Palästinser gegründet wurde, man müsste die Untaten der israelischen Armee während der Vertreibungen zeigen, und vieles vieles mehr.
Ich denke es ist bewusst so gehalten, dass man von den Hintergründen nicht viel sieht, wie eben auch die Mossad Agenten, die die Hintergründe und Entwicklungen auch nur aus dem Fernsehen erfahren können. Man sieht von dem ganzen Konflikt nur einen Ausschnitt. Man weiß nicht was die Zielpersonen wirklich konkret getan haben, ob sie den Tod verdient haben, ob sie etwas mit dem schwarzen September zu tun haben, welche Wirkung die Attentate haben etc pp.

Wo ich zwiegespalten stehe ist die absolute Relativierung die der Film bietet. Einerseits ist es natürlich positiv, keine Schwarz-Weiß Malerei zu betreiben, andereseits zeigt der Film eben nicht die Ursachen, die einen Menschen dazu treiben Terrorist zu werden, so kann eine Relativierung des "Schlechten" nur durch die Terroristen selbst geschehen, und dass ist eben keine Realität. Sowohl die Mossad-Agenten als auch dir Terroristen hatten sicherlich auch Vergnüngen oder Genugtuung mit ihrem Tun. Die Palästinenser hatten ihre Geißeln schließlich auch gefoltert, verbluten lassen, oder kastriert. Dinge übrigens die der Drehbuchautor des Filmes erst später erfahren hat, was auch ganz klar zeigt: Der Film wurde so gut wie gar nicht richtig rechechiert.

Der Film ist sicher absolut sehenswert, jedoch stellenweise einfach zu oberflächlich.

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