decay73
Das Leben ruft!
Registriert seit: Jan 2002
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erstellt am 23-07-2011 um 15:30
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Zitat: Original geschrieben von Christian220
Es geht mir nicht darum, gute oder bessere Karten (Erfolg, Anerkennung) zu haben, sondern es geht um den Einsatz (das Richtige tun). Die Menschen bereuen es irgendwann, nicht auf Kritik gehört zu haben. Sie merken dann, dass sie manipuliert worden sind und sich haben manipulieren lassen: mit viel Zuckerbrot. Und sie erleben dann, dass sie sich letztlich selbst betrogen haben.
Die Frage ich doch, wer kritisiert und warum? Erwartet er, daß der Kritisierte sofort die andere Meinung unbesehen übernimmt?
So funktioniert das nicht und führt schnell ins Gegenteil: Der Kritisierte überdenkt seine Meinung, weil er kritisiert worden ist und wird seine Argumentation in dem Sinne überdenken, daß er mehr Argumente für seine Position findet und dies zementiert nur weiter seine Meinung.
Wenn man erreichen möchte, daß jemand seine Position ändert, ist lange Überzeugungsarbeit notwendig, flankiert von gutem, persönlichem Beispiel. Jemand, der schneller seine Meinung ändert, wäre für alles empfänglich. Auch für billige Propaganda, denn er denkt nicht selbst.
Von daher denke ich, daß alle Kritik (alle Kritiksucht!) nichts bringt. Besser ist, das vorzuleben, was man vertritt. Das färbt dann eher ab... 
Zitat: Und dann wird ihnen auch bewusst, dass so manche Kritik gut gemeint war. Doch sie haben immer nur schlechte Absichten darin gesehen und sich als Opfer gefühlt, anstatt sich mal ihrer Charaktermängel bewusst zu werden.
Dem anderen Charaktermängel zu unterstellen, weil er gewisse Dinge anders sieht, ist imho grundsätzlich der falsche Ansatz. Damit wird man wohl kaum mehr erreichen, als eine grundsätzliche Abwehrhaltung.
Zitat: Der Tag kommt, an denen ihnen bewusst wird, dass sie nicht nur anderen vieles kaputt gemacht haben, sondern vor allem sich selbst. Diejenigen, die ihre Gehässigkeiten jahrelang erduldet haben, werden frei sein, während jene die Rechnung für ihre Rücksichtslosigkeit und Niedertracht erhalten werden.
Vielleicht kommt ja auch der Tag, an dem der Kritisierende merkt, daß er die falsche Fährte eingeschlagen hat. Ich habe es noch nicht erlebt, daß ein solcher dann angekrochen kam und gesagt hat: "Vergiss alles, was ich gesagt habe. Es war falsch - sorry".
Zitat: Trägt jeder nur für sich selbst Verantwortung? Hältst Du Dich immer 'raus, wenn andere einen Konflikt austragen?
Ich würde meinen, jeder ist für sich selbst verantwortlich, denn dieser ist der Einzige, der sich ändern kann. Kritik sollte dazu führen, dem Kritisierten alternative Meinungen anzudienen, um sein Wissen zu erweitern, mit dem er selbst vielleicht zu einer anderen Meinung kommt...
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"Während der Ebbe schrieb ich eine Zeile auf den Sand,
in die ich alles legte, was mein Verstand und Geist enthält.
Während der Flut kehrte ich zurück, um die Worte zu lesen,
und ich fand am Ufer nichts als meine Unwissenheit."
(Khalil Gibran, Sämtliche Werke)
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