TheTurningPoint
Not every pain hurts
Registriert seit: Jun 2002
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erstellt am 09-11-2006 um 22:40
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Zitat: Original geschrieben von Apex
Wie außerordentlich zynisch...
Etwas viel anderes fällt mir dazu leider kaum noch ein.
Goat93 hat die Situation gut beschrieben:
du wirst im Endeffekt mit allerlei lächerlichen Mitteln zu einer Ansicht gewzungen. Nämlich mit allen Mitteln gegen Rechts zu sein. Ob dich das wirklich interessiert oder ob das "rechte" überhaupt etwas mit den eigentlichen Problemen zu tun hat ist völlig egal.
Genauso lief das in der DDR. Die Menschen wurden dazu genötigt, irgendwelche politisch korrekten Parolen zu plappern, aber wie es in ihrem Inneren aussieht, das hat nie jemanden von den "Führern" interessiert.
Zitat: Hat man vor 1939 versucht, hat nicht funktioniert...
Das mit den Blumen war auf "ein Volk in die Steinzeit zurückbomben" bezogen. Was du da aufgezählt hast, sind Geschenke an diejenigen, die das Volk immer und immer wieder in den Dreck treten, wenn es mal versucht, nur ein wenig den Kopf zu heben. Blumen für das Volk hat es bisher so gut wie nie gegeben, außer in ein paar kleinen Enklaven wie Paris 1871 oder Wörgl 1933, die aber umgehend niedergeknüppelt wurden.
Aber wer immer und immer wieder niedergeknüppelt wird, wenn er sich ein wenig bewegt, dem erscheint irgendwann sogar ein brüllender Schnauzbart als das kleinere Übel.
Das Gleiche passiert im Moment wieder massiv. Wer sowieso schon ein armes Schwein ist, dem steht eben nicht mal eine 1-Zimmer-Wohnung zu, wenn sie einen Quadratmeter größer ist als die von den Funktionären festgelegte Maximalgröße für Arbeitslosen-Käfige. Und wie unschwer zu erkennen ist, erscheint auch heute nicht wenigen Menschen eine Diktatur als das kleinere Übel ...
Zitat: Ich glaube nicht, dass es die Aufgabe der Studie war hier einen eindeutigen Lösungskatalog zum abarbeiten vorzulegen
Wenn sie nicht wenigstens ein paar vernünftige Lösungsansätze liefert, dann ist das rausgeschmissenes Geld - verschwendetes Steuergeld.
Zitat: und wo du das mit den diktatorischen Maßnahmen rausliest ist mir schleierhaft...eine der momentanen Maßnahmen gegen Rechtsextremismus ist unter anderem ein Breakdance-Kurs in einer Kleinstadt ohne sonstige Jugendbetreuung...aber gut...sowas ist sicher diktatorisch...irgendwie...
Und wie hilft der Breakdance-Kurs den Jugendlichen gegen Rechtsextremismus, vor allem "ohne sonstige Jugendbetreuung"? Wie hilft er ihnen dabei, ihren Horizont zu erweitern? Das ist so ein richtig typisches Beispiel, wo sich irgendwelche "Höherstehenden" etwas ausdenken und es Anderen aufdrücken, und wenn diese dann genervt sind und vielleicht sogar aggressiv reagieren, statt Begeisterung zu heucheln und vor Dankbarkeit auf die Knie zu sinken, dann sind sie wenigstens "undankbar", wenn nicht "schwer-erziehbar" oder "rechtsradikal".
Die Einzigen, die sich in diesem Land noch ein wenig um Heranwachsende kümmern, sind Grufties und ein paar wenige idealistische Straßen-Arbeiter und Diakone. Aber wehe, bei denen klappt die Sozialisierung mal nicht wie am Schnürchen, und es ist ein wenig zu laut oder ein paar Minuten zu lange Betrieb, dann wird "der Laden dichtgemacht", da ist es egal wie viel Herzblut in die Sachen hineingesteckt wurde und wie vielen Menschen die Einrichtung zu einer Heimat geworden ist.
Was mich an diesen ganzen "Gegen-Rechts"-Aktionen aufregt ist, dass die Menschen behandelt werden, als ob sie Roboter wären, die man durch das Kippen von ein paar Schalterchen neu programmieren kann. Aber das sind Menschen, die Träume und Ideale haben, und die Ängste haben. Und wenn sie mit ihren Ängsten, z.B. dass ihnen Ausländer "den Arbeitsplatz (und damit ihre wirtschaftliche Existenz) wegnehmen" könnten, allein gelassen werden, dann entwickeln sich daraus Aggressionen. Das sind Fakten, die eigentlich jedem Biologen bekannt sein sollten, und die haben überhaupt nichts mit "Gut" oder "Böse" zu tun, und noch viel weniger mit "Rechts" oder "Links".
Zitat: [Fußball-WM vs. antidemokratische Gesetze]
Ich denke nicht, dass dies große Auswirkungen auf die Studien hat,
Warst du da gerade im Ausland? Also wenn die Fußball-WM nicht den Nationalismus angeheizt hat, was denn dann?
Zitat: zumindest bestätigt sie, was mir subjektiv schon seit vielen Jahren auffällt, gerade diese latente Ausländerfeindlichkeit, die man sicher durchaus als "Einstiegsdroge" in den Rechtsextremismus bezeichnen kann, grassiert in Deutschland ja wie eine Volkskrankheit.
Wie ich schon schrieb, ist diese Ausländerfeindlichkeit auch nur ein Symptom, nämlich Ausdruck unbewältigter Angst vor allem Fremden. Diese Angst wiederum ist nichts Krankes, sondern etwas ganz Normales. Nur wie hier in Deutschland (und zunehmend in ganz Europa) mit dieser Angst umgegangen wird, das ist krank.
Der vernünftigste Weg wäre doch, zu versuchen das Unbekannte kennenzulernen und herauszufinden, inwieweit die Ängste berechtigt sind, sprich: Miteinander reden auf allen Ebenen und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Aber genau das Gegenteil passiert: Das Miteinander-Reden wird sabotiert, wo immer es nur geht, mit teilweise hanebüchenen Begründungen, und stattdessen wird die Angst vor einander noch geschürt: die bösen islamistischen Terroristen auf der einen Seite, und die bösen gottlosen und grabschändenden Amis und Europäer auf der anderen Seite. Und aus Angst entstehen eben Aggressionen ...
Zitat: Und dass das Volk sich für Gesetzesvorlagen interessiert wäre mir auch neu...
Diejenigen, die merken, dass sie davon betroffen sind, interessieren sich schon dafür, z.B. Studiengebühren oder GEZ auf Computer und Handys. Darum werden eben Gesetze, die das ganze Volk betreffen, möglichst dann durchgeboxt, wenn das Volk gerade abgelenkt ist, z.B. durch die Fußball-WM - das hat Adi damals mit der Olympiade auch so gemacht (die Leni hat einen Film drüber gedreht, und heute haben wir "Deutschland. Ein Sommermärchen").
Weil, wenn das Volk die Schweinerei mitbekommt, dann landen die Gesetzes-Verfasser auch mal ganz schnell an Laternenpfählen, wie am 17. Juni 1953 in der DDR oder 1956 in Ungarn.
Mir liegt es fern, solche Gewalt-Exzesse gutzuheißen. Ich will nur zeigen, wie sie entstehen.
Wie man ihnen entgegenwirken kann, da wurde schon Einiges genannt, z.B.:
Zitat: Original geschrieben von Goat93
Was wirklich etwas gegen Rechts hilft ist z.B allgemeiner
Humor (kein Einseitiger). Sich selbst und alles andere
locker auf die Schippe nehmen ... Wenn alle etwas lockerer wären, würde vieles einfacher und logischer werden, aber die meisten gehen so verbissen in ihrem "Endkampf" rein, das von keiner Seite eine annäherung oder Lösung ausser der "endlösung" erwünscht bleibt.
Das Dumme ist, dass der Humor oft von Leuten bekämpft wird, die es gar nicht betrifft. Wenn die "Geister Bremens" mal etwas genauer hinschauen würden, dann würden sie z.B. sehen, dass auf den Adler-Abzeichen von Kirlian Camera eine pummelige Eule an den Adlerflügeln hängt ...
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Du allein kannst strahlen in der Welt.
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