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devotion
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Old Post erstellt am 16-05-2003 um 18:33 Füge devotion zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von devotion anzeigen devotion eine eMail schicken Mehr Beiträge von devotion finden devotion eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Manchmal schreibe ich Briefe, ohne sie abzusenden. Gelegentlich, weil der Empfänger nicht mehr in der Lage ist, diese zu lesen, oft auch, weil er oder sie nicht mehr in Kontakt mit mir steht oder meistens einfach, weil ich nicht möchte, dass der Empfänger sie erhält. Klingt seltsam, oder? Doch es ist gar nicht so abwegig, seine Gedanken und Gefühle erst einmal auf Papier (oder Monitor) zu bannen, bevor man sich selbst darüber klar wird, ob man sie dem anderen gegenüber wirklich äußern kann und will. Manchmal kann das nämlich ein riesengroßer Fehler sein. Manchmal aber auch genau das Gegenteil. Deshalb liegen bei mir jede Menge unabgeschickte Briefe herum, wo ich mich einfach nicht getraut habe, mich zu offenbaren. In einigen Fällen ist es heute zu spät dafür. In anderen Fällen war es richtig. Vielleicht habt Ihr ja auch unversandte Briefe ... die hier einen Platz finden könnten.

devotion

Mein geliebter Panther,

diese Mail wird Dich nie erreichen, genauso wie die Gedichte, die ich Dir schrieb. Oder vielleicht doch, irgendwann, nicht heute und nicht die nächsten Tage. Warum das so ist? Ich habe Angst vor Dir. Nein, nicht ganz, nicht vor Dir, sondern vor uns. Und selbst das ist missverständlich, denn offiziell gibt es gar kein "uns", nicht mal wir selbst gestehen es "uns" ein. Verwirrend, wahrhaftig. Wie die stundenlangen Telefonate, die sich manchmal ganze Nächte hinziehen, obwohl es einfacher wäre, ich würde mich in den nächsten Zug setzen und zu Dir fahren. Zwischen uns liegen keine Welten, zumindest nicht im räumlichen Sinne, jedoch in anderem schon.

Bist ein Großstadtindianer. Seh das Bild noch deutlich vor mir. Wie wir da auf den klammen schwarzen Steinen saßen, eingehüllt in eine Decke, die den Nieselregen abwehren sollte, was sie nicht tat. Ich mit meinen hohen Stiefeln, Du barfuß, wie fast immer. Der Met, der uns von innen wärmte. Das Schmunzeln der anderen, als wir uns dann endlich trennten und aus der Decke sich zwei so verschiedene Geschöpfe schälten, die kleine Gothica und der große Wildfang. Ja, Welten liegen zwischen uns. Und doch sind wir uns ähnlich. Fühlen ähnlich, denken ähnlich. Zu ähnlich manchmal.

Und schon steigt meine Angst wieder hoch. Machst mich zu Deiner Vertrauten. Ja, das freut mich, doch bin ich das wert? Hab auch Angst, Dir weh zu tun. Weiss sehr wohl, wie verletzlich Du hinter Deinen Masken bist. Suchst Nähe, suchst meine Stärke, wünschst Dir, dass auch ich mich öffne, Dir meine schwachen Seiten zeige. Und alle meine Selbstschutzmechanismen springen an. Ich konnte so lange gut mit Dir umgehen, so lange ich wusste, was Du von mir willst. So lange es nur "das Eine" war, war es Okay. Doch das war es eben nicht, niemals. Welch eine Überraschung.

Was soll ich Dir sagen? Dass ich Dir traue und misstraue gleichermaßen? Dass ich Dich liebe und mich vor Dir fürchte auch? Dass ich Dich begehre und gleichzeitig wünschte, Du hättest mir nicht gesagt, was Du empfindest für mich? Dabei hat sich ein Teil von mir so wahnsinnig darüber gefreut .. und freut sich noch, und weiss, dass wir uns die nächsten Tage irgendwann sehen werden, und ist begeistert darüber, während sich irgendwo eine zarte Stimme zu Wort meldet: "Ich habe Angst."

Und ich drehe mich im Kreis. Wieder mal. Und doch ist es auch wieder anders. Ich weiss, Du siehst mich manchmal klarer als ich mich selbst. Und das gibt mir Hoffnung, Hoffnung, dass Du in mir lesen kannst, wenn mir die Worte fehlen, wenn mich die Angst hindert, sie auszusprechen. Du bist geduldig, so lass mir Zeit, lass einem "Wir" Zeit. Ich werd versuchen, die Gräben zu überbrücken, die ich selbst gezogen habe, um mich zu schützen. Und doch kann ich nicht versprechen, dass ich es schaffe, dass ich Dich nicht zurückstoßen werde, Dich nicht so erfolgreich vergraulen, wie ich das bisher bei fast jedem geschafft habe.

Weisst Du, hier liegen Dutzende von Briefen, die meine vorige Beziehung nie erhalten hat. Ich bin mir nicht sicher, ob es etwas genützt hätte. Ich glaube nicht. Aber ich denke, es würde nützen, mit Dir darüber zu reden, was mich bewegt. Irgendwann. Wenn ich mir sicherer bin. Wenn diese zarte Stimme in meinem Innern schweigt. Oder ich stark genug bin, mich über sie hinwegzusetzen.

Ich glaub, Du bist es wert, diesen Kampf mit mir selbst. Ich habe zwar nicht die geringste Ahnung, wo das enden wird, doch ich freue mich darauf, Dich wiederzusehen. In Deiner Nähe gibt es keine Fragen, keine Zweifel, nur den Rausch des Augenblicks, durchbrochen nur selten von jenem Kind, das in mir verzweifelt um Gehör schreit: "Ich hab Angst!" Du weisst, dass es existiert, nimm ihm die Angst, bitte.

Deine Tigerin

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Die Erde ist eine Hölle, in der nur die Träume der Menschen Paradiese zu schaffen imstande sind.

Geändert von devotion am 16-05-2003 um 18:36

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devotion
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Old Post erstellt am 18-05-2003 um 11:06 Füge devotion zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von devotion anzeigen devotion eine eMail schicken Mehr Beiträge von devotion finden devotion eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

An einen "Freund",

meine Wut ist fast verraucht, obwohl es immerhin zwei Tage dafür gebraucht hat. Diesmal hat Du Dich fast selbst übertroffen. Weisst Du eigentlich, wie nah ich dran war, Dich endgültig aufzugeben? Dabei hast Du mich gerufen, mehr oder minder "zu Dir befohlen", wissend, ich würde dem Ruf folgen. Du warst Dir - wie immer - so sicher ... Und so sicher warst Du Dir, mich nicht vergraulen zu können, egal wie mies Du mich behandelst. Doch diesmal tat es weh, diesmal hast Du einige Grenzen überschritten, die Du nicht hättest überschreiten sollen. Und doch ... werde ich heute wohl wieder nach Dir sehen.

Ein Eisberg ist manchmal echt keine Konkurrenz für Dich, so kalt und abweisend kannst Du sein, warst Du auch. Selbst ich, die Flamme, das Feuer, fror in Deiner Wohnung. Du hast mich erschreckt, Dein Zustand hat mich erschreckt. Hätte fast den Mann nicht wiedererkannt, dessen Blick vor doch nun fast zwei Jahren den meinen das erste Mal kreuzte. Es schien, als würde Dich nur noch Dein Wille, nicht aufzugeben, am Leben erhalten.

Ich schreib Dir hier, was ich Dir real nie sagen würde. Du bist nicht Schuld am Tode Deiner Mutter, Du hättest es nicht verhindern können. So, wie Du viele Dinge nicht verhindern konntest, weil sie nicht in Deiner Macht lagen! Ich kenne Deine Abstürze in die Vergangenheit, weiss, was es heisst, wenn Du mich rufst und nicht mal ansiehst, so ich das Haus betrete. Wenn Dein herrliches Haar seit Tagen ungekämmt ist, und so ungepflegt wie Du selbst die ganze Wohnung aussieht.

Kennst mich, weisst, dass ich nicht lockerlasse, die Beleidigungen überhör, mit denen Du mich dazu bewegen willst, wieder zu gehen. Ich riskiere jedes Mal aufs Neue eine ganze Menge, wenn ich Dich berühr, den Kamm durch Dein zerzaustes Haar ziehe und Du mich bitterböse dabei anknurrst. Ohja, Du magst es nicht, in diesem Zustand angefasst zu werden, nicht mal festhalten kann ich Dich. Noch nicht. Irgendwann wirst Du den Kampf aufgeben, irgenwann nach vielen Stunden. Hast Du eine Ahnung, wie das schmerzt? Erstens, Dich so zu sehen, zweitens, gegen Dich auch noch zu "kämpfen" müssen? Und Du bist wahrlich kein zimperlicher Gegner!

Erinnere mich an die Zeiten, die wir glücklich uns teilten. Manche Nächte holtest Du mir die Sterne vom Himmel. Deine Nähe bedeutete immer Sicherheit, Geborgenheit. Derzeit bist Du unberechenbar. Hab keine Angst vor Dir, dennoch nicht. Ich werd den Blick nie vergessen, den Du mir zugeworfen hast, mich endlich wahrnehmend, endlich realisierend, dass ich nicht Dein Feind bin. Und dann kam der Zusammenbruch.

Und ich kann so wenig Dir nur helfen. Weil selbst dann Du noch in der Lage bist, mich auf Abstand zu halten. Hab Deinen Schlaf bewacht, wenigstens soweit hast Du mir vertraut. Und hast Dich entschuldigt - welch Novum! Und bedankt - welch Erstaunlichkeit! Wirst Du jetzt wieder Wochen oder Monate schweigen, um mich dann zu Dir zu zitieren, wenn Du mich brauchst? Ich bin keine Sklavin, mein "fast guter Freund"! Ich bin nicht Dein Eigentum, über das Du verfügen kannst. Und ich bin nicht aus Holz!

Warum ich Dir diesen Brief nicht schicke? Weil Du genau das weisst! Ich brauch Dir nichts zu erklären, so wie Du mir nicht, wir haben uns immer blind verstanden. Und natürlich hast Du in meinen Augen die Wut kochen sehen, die mit der Sorge um Dich Kriege führte. Diesmal hat die Sorge noch gewonnen. Doch ich habe es Dir gesagt, sie gewann sehr knapp. Stand da Erschrecken in Deinen schönen grünen Augen? Ich denke schon.

Nimm ein bisschen Rücksicht. Du weisst genau, ich werde auch dem nächsten Ruf folgen. Nur würde ich es begrüßen, wenn er als Bitte und nicht als Befehl formuliert wäre. Tu mir nicht mehr gar so weh. Denn ich bin für Dich da, weil mir was an Dir liegt und nicht aus anderen Gründen. Ich kann eine Menge ertragen, versuch nicht rauszufinden, wieviel, ich bitte Dich. Ich möchte Dich so in Erinnerung behalten, wie ich Dich in meinem Herzen trage, stolz, wild und frei, loyal den Deinen gegenüber, zuverlässig und stark, sich nie unterkriegen lassend. Das warst Du und das bist Du auch jetzt noch unter dem Mantel von Bösartigkeit, den Du um Dich geschlungen hast.

Mein "Freund", reiz mich nicht noch mehr. Und ... hör auf, vom Sterben zu sprechen. Letzendlich werde ich es nicht zulassen, egal, was Dir noch alles einfällt ....

die Jägerin

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Halbmondfee
Dienerin des Mondes


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Old Post erstellt am 18-05-2003 um 17:20 Füge Halbmondfee zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Halbmondfee anzeigen Halbmondfee eine eMail schicken Mehr Beiträge von Halbmondfee finden Halbmondfee eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

An den, den ich liebe,

ich möchte dir heute sagen was du mir bedeutest und dir dafür danken für das was du für mich getan hast.

In der letzten Zeit wo es mir schlecht ging, wo ich mich einsam und verloren fühle und manchmal so unglaublich klein und hilflos hast du mir gezeit das es einen anderen Weg als den letzten Schritt gibt. Du warst und bist mein Engel der bei mir ist und der mich hält wenn ich falle. Ich kann kaum in Worte fassen was du für mich getan hast und wie sehr ich dir für die wundervollen Stunden danke die ich mit der verbracht habe.

Immer noch bist du der einzige bei dem ich Ruhe und etwas zuflucht finde vor dem was mich solange Zeit kaputt gemacht hat. Es kann nicht mehr für mich geben als in deinen Armen einzuschlafen und dort wieder aufzuwachen. Schon alleine der Gedanken wieder einmal ein paar Stundne mit dir zu verbringen lässt mich Kraft schöpfen bis ich dich das nächste mal wieder sehe. Leider sind die Stunde die ich bei dir sein kann so selten da uns soviele km trennen doch auch wenn du am Süd- und ich am Norpool leben würde könnte es nichts an meinen Gefühlen zu dir ändern. Jede Nacht wenn ich schlafe träume ich von dir und davon das ich wieder bei dir sein kann. Durch jeden Abgrund würde ich gehen, auf den höchsten Berg steigen und alles aufgeben nur für einen einzigen moment mit dir.

Was ich dir damit sagen möchte ist, ich liebe dich und das ich möchte das ich an deiner Seite sein kann und das so das es jeder weiß.

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~*Wo der Angfang sein Ende nimmt und die Ewigkeit beginnt geboren. Im Schutz der Nacht gelebt und unter dem Mond gedient. Gestorben in den Nebelfeldern die sich am Morgen über die Wiesen legten*~

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Niemandsland
träumend


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Old Post erstellt am 18-05-2003 um 22:58 Füge Niemandsland zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Niemandsland anzeigen Niemandsland eine eMail schicken Mehr Beiträge von Niemandsland finden Niemandsland eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Meine Pik-Dame,
nein, es war nicht so, wie ich gedacht habe. Es war kein Zufall, was geschehen ist. Es musste geschehen. Ich habe es gespürt von jenem Augenblick an, in dem Du mich berührtest. Und jetzt gehst Du mir nicht mehr aus dem Kopf, dem Herzen, den Knochen und dem Fleisch. Das Rad dreht sich und ich weiß nicht, wo es anhalten wird.

Ich höre Deine Musik und sie ist wie ein Tor zu Dir. Ich spüre Schmerz und Lust und beides ist unendlich schön. Ich habe Deinen Schmerz gespürt, in meinem Schmerz. Als Du mir die Haare zerwühlt hast, unsere Münder sich fanden und verloren und wieder fanden, als ich Deinen Geruch tief in mich gesogen habe, BIN ICH ZERBORSTEN!

Einige der eisernen Bänder, die ich um mein Herz gelegt habe, über lange Jahre geschmiedet aus Schmerz und Dunkelheit, sind zerbrochen (noch nicht alle). Jetzt drängt es hervor und ich weiß nicht, wie mir geschieht. Ich bin neugierig auf Deine Welt. Wie sieht sie aus? Wer bist Du? Willst Du mich mitnehmen, in Deine Welt? Welcher Schmerz ist es, der Dich umtreibt? Du bist mir nahe gekommen, sehr nahe. Zu nahe, um Dich zu vergessen. Auch wenn die Vernunft schreit und jammernd hin und her läuft, ich muss Dich wiedersehen, Deinen Atem spüren, Deine Haare zerwühlen, Deinen Mund und Deinen Leib küssen und Deine Lust und Deinen Schmerz spüren.

"Ach was ist mit mir geschehen, seit mein Auge Dich gesehen. Allezeit verfluch' ich jede volle Stunde." Deine Musik fährt mir wie ein Messer ins Herz. Genau hinein in jene Wunde, die Du mir geschlagen hast. Du bist schrecklich und schön, wie der Schatten auf einer Festung im hellen Sonnenlicht. Deine Welt scheint mir so verheißungsvoll, ein ganzer Kontinent, ein unentdecktes Land. Ich frage mich, was mich dort erwarten könnte. Ich zittere, denn ich vermute, das was dort ist, wird mir Angst machen, aber vielleicht auch große Lust bereiten. Gedanken, die mir noch nie gekommen sind. Ich träume davon, mit Dir zu tanzen, zu wirbeln, mit Dir zu ertrinken und zu fliegen zugleich. Ich hungere nach Morgen, ich träume von Dir.

__________________
~ How fortunate the man with none ~

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Lord Pyrus
wanders at the Abyss


Registriert seit: Mar 2002
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Beiträge: 132

Old Post erstellt am 18-05-2003 um 23:58 Füge Lord Pyrus zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Lord Pyrus anzeigen Mehr Beiträge von Lord Pyrus finden Lord Pyrus eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren


An dich...

Butschi-Butschi-Bu. So schwachsinnig es für viele erscheint, so sehr hallt es in meinem Kopf. Und die Knochenresonanz ist beeindruckend. Mir ging schon lange nichts mehr bis auf die Knochen - und nach so kurzer Zeit tust du es bereits. Damit hast du eine Macht über mich, die dir nicht viele Möglichkeiten lässt. Ich habe keine Angst VOR dir, sondern eher um dich.

Viele haben mir in letzter Zeit gesagt, ich würde so klingen. Ob ich so klinge, nun... ich weiss es nicht (nicht unbewusst). Ich weiss das das mehr als nur eine Aneinanderreihung von Fakten ist, dennoch... wenn ich mir allein anschaue, das du innerhalb kurzer Zeit mit deiner Art so einige Blockaden umgangen hast und dennoch zulässt das ich dich auf Distanz halte. Du wartest, habe ich den Eindruck. Ich gebe zu, das du in einem Winkel lauerst, der für mich tödlich und heilend zugleich ist. Ich hoffe du machst nicht denselben Fehler wie die vor dir, das du zu selbstsicher wirst. In dir liegt ein Potentzial, das dennoch weit darüber hinaus gehen kann. Deswegen baut sich alles in mir für den Kampf auf - nur eine Vorbereitung. Wenn du dennoch angreiffst, obwohl meine Verteidigung steht... weiss ich nicht, wer von uns beiden gewinnen wird. Du lässt meine Knochen singen, also traue ich dir auch zu, das du meine Verteidigung überwindest. Ja, ich rechne gegen mich selbst. Das hast du ausgelöst, und ich weiss noch nicht mal wie. Es ist schon soweit, das meine Verteidigung sich stellenweise gegen mich stellt - die Ergebnisse? Erstaunen mich selbst ...

Wenn es soweit kommt das unsere Welten sich berühren, wirst du die erste seit langer Zeit sein, der ich mich nicht blindlinks unterwerfe. Nein. Du bist doch selbst so lebhaft... wild, wenn man es so sagen möchte. Noch hast du den Schutz meiner Schüchternheit nicht überwunden - das war aber bisher immer nur eine Sache der richtigen Worte.

Ob es soweit kommt, ist die Frage. Ich gestehe dir ein, das wenn meine Welt deine berührt, ich auf absolutem Neuland gerate. Und es wäre wahres Neuland, kein gelogenes. Doch war ich noch nie auf diesem Neuland, nicht auf einer anderen Welt. Noch nie hat meine Welt in diesem Sinne eine andere berührt. Das Ergebniss - das weiss ich schon jetzt - hat apokalyptische Ausmasse. Wie beim Weltuntergang, wie sich die anderen ihn vorstellen. Nur für uns beide ist das ein lauer Sommerregen, habe ich den Eindruck.

Ich habe Angst vor dir. Viel zu viel. Meine Träume richten sich bereits gegen jedes einzelne Wort von dir, gegen die kurze Zeit, die wir näher aneinander verbringen können als es jetzt der Fall ist. Dennoch werde ich nicht fliehen. Das habe ich viel zu lange getan. Klar, es gibt so viele weltliche Probleme, die mich doch zum fliehen bewegen könnten oder mir sogar die Reise zu dir verwehren könnten. Dennoch werde ich nicht zu lassen, das zwischen uns beiden der Kontakt abbricht. Das ist noch nicht mal in dem Sinne, unter dem wir uns kennen gelernt haben. Du bist die Erste, die mich nicht nervt auf diesem Level. Die Erste, die mich in diesem Jahr... fasziniert, fesselt... mich zu etwas bewegt, das doch für mein von anderen geschätztes Alter so ... atypisch (?) ist. Und du bist die Erste, bei der es mir egal ist, ob es nun typisch oder nicht ist. Das war meine Freiheit eh nie, meine ganze Person war es nie. Und du kannst und wirst in noch sehr viel mehr Dingen die erste sein.

Es ist umso klarer, das ich mir an dir die Zähne ausbeissen werde. Du wirst diese Zeilen wahrscheinlich auch irgendwann lesen. Aber genau wie alle anderen wirst du nur die Mehrdeutigkeiten erkennen, und sie in nur eine Richtung deuten.
Denke gut nach. Du hast bereits erfahren, das ich in offensichtliche Mehrdeutigkeiten Rätsel einbringen kann, die selbst du nicht verstehst. Und das ist auch an diesem Text hier so.

Ich werde mir die Zähne an dir ausbeissen, ob es wirklich so ist, ist etwas anderes. Aber selbst wenn es so ist, hast du mir gezeigt, das ich Zähne habe. Und soviel Stein kann niemand aufbringen, als das ich mir alle Zähne daran ausbeissen könnte.

Ich setze so einige Hoffnung auf dich. Doch ist es egal, wie du handelst, denn ich bin auf alles vorbereitet. Im negativen Sinne kannst du mich nicht überraschen. Nur im positiven. Also sitze ich hier und harre der Dinge, die da kommen mögen.

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- Lord Pyrus


Totgesagte leben länger


Neue Welten - Das Wandern am Abgrund (Lyrics)

Das Wandern am Abgrund - Neue Welten (Kritik)

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Halbmondfee
Dienerin des Mondes


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Old Post erstellt am 19-05-2003 um 00:23 Füge Halbmondfee zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Halbmondfee anzeigen Halbmondfee eine eMail schicken Mehr Beiträge von Halbmondfee finden Halbmondfee eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Liebe Mama,

ich habe versucht zu verstehen was du denkst und wie du fühlst du ich begreife nicht was du damit erreichen willst. So viele gedanken habe ich über dich und michnach gedacht, viele Stundne alleine verbracht um zu verstehen was du über mich denkst. Doch keine Antwort habe ich von dir bekommen, nichts hat sich geändert und keine meiner Ansichten, ich mag nicht das Traumind sein doch so schlecht bin ich auch nicht. Versuch du doch einmal zu sehen was ich denke, vielleicht verstehst du ja dann mich wenigstens.

Immer habe ich es versucht dir Recht zu machen, jeden verdammten Tag habe ich nur das gemacht was du zu mir gesagt hast. Du wolltest so ein dummes Blondie das seine guten Noten schreibt und das vond em schicken Typen in einem 5er BMW abgeholt wird. Der Fehler in deiner Rechung war nur das ich irgendwann angefangen habe aus der WElt auszubrechen die du mir vorgeschrieben hast weil du immer so eien haben wolltest. Genau ich bin nicht mehr bereit deine Traumwelt zu lebne du nie hattest. Mag sein das es dir eh nicht passt wie rum laufe und wie ich denke und was ich in meiner Freizeit mache doch jetzt erst werde ich mit dem beginnen was mal mein Leben sein wird. Du hast mich vielleicht geboren und mir was zu essen gegeben doch das ändert nichts daran das ich nicht dien Spielzeig bin und du nicht alles mit mir machen kannst.

ein jahr muss ich noch mit dir verbringen und dann werde ich gehen ohne mich noch einmal umzudrehen. Keinen einzigen Fuß werde ich mehr in deine nähe setzten weder eine Telefonnummer noch eine Adresse werde ich zurück lassen. Keinen einzgien Blick ist es wetr was du mir gegeben hast, denn es war nichts. Nur für eines Danke du hast mich mit der Zeit so herzlos und Stumpf gemacht das ich keine Probleme haben werde mir das zu nehmen was mir gehört.

Deine Tochter

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devotion
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Old Post erstellt am 19-05-2003 um 09:27 Füge devotion zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von devotion anzeigen devotion eine eMail schicken Mehr Beiträge von devotion finden devotion eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

*nickt* Also geht es mit den Briefen doch nicht nur mir so. Schön. Und danke für Eure gefühlvollen Worte. Auch wenn sie den Adressaten nie erreichen, sie zeigen, was Ihr fühlt und das ist viel.

An den "Freund",

nun, es geht Dir wieder besser. So interpretiere ich jetzt einfach mal die Show, die Du mir geliefert hast. Imagepflege? Den harten Kerl rauskehren? Du müsstest wissen, dass ich solche Spielchen durchschaue, aber ich glaube auch, dass Du Dich zusammengerissen hast, weil Du auch weisst, dass ich mich ehrlich sorge.

Die Haare gekämmt und frisch gewaschen, der Stoppelbart wieder auf ein erträgliches Maß gekürzt, die Schlabberklamotten gegen Dein unaufdringliches Alltagsschwarz eingetauscht. Und Du hast Dich aus Deiner Bude getraut. Immerhin. Nur Deine Augen verbargst Du geschickt hinter der Sonnenbrille. Ich weiss, Dir geht es immer noch viel zu schlecht. Wenigstens hast Du mich bei der Begrüßung umarmt.

Dein Körper macht nicht mehr mit, was Du ihm antust. Der Alkohol, die Zigaretten - trotz der dringenden Empfehlung des Arztes, damit aufzuhören - die schwere Arbeit, Dein exzessives Privatleben. Kaum Schlaf, viel Stress und dazu noch der Fakt, dass Du seit Monaten in einer deppressiven Phase steckst. Muss Dir das nicht sagen, Schöner. Du weisst es selbst, aber Du bist ja derzeit gar nicht so traurig darüber, dass Du eine Option hast, diese Welt zu verlassen, nicht wahr?

Ein Hauch Deines einstigen Stolzes streift mich. Noch kämpft er, noch gesteht er sich die Niederlage nicht ein. Noch habe ich Hoffnung, noch glaube ich nicht, dass Du verloren bist. Hab schon zu oft erlebt, mit welcher imensen Kraft Du Dich selbst wieder rausziehen kannst aus dem Sumpf Deiner Schmerzen. Bitte, schaff es auch diesmal! Möchte wieder mit Dir um die Häuser ziehen im Schein des Mondes, die Blicke schmunzelnd zur Kenntnis nehmen, den die Frauen Dir nachwerfen, Schöner. Deine aufgesetzte Arroganz ... immer wieder herrlich anzusehen.

Bleib hier. Ich möchte Dich nicht auf dieses Art verlieren. Nicht so.

die Jägerin

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Old Post erstellt am 19-05-2003 um 09:48 Füge devotion zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von devotion anzeigen devotion eine eMail schicken Mehr Beiträge von devotion finden devotion eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Engel,

auch auf Dich bin ich wütend, so wütend wie ich nur einmal auf einen Menschen war, der mir so nahe stand wie Du. Ich habe weder die Kraft noch den Nerv, mich mit Dir auseinanderzusetzen, den Kampf mitzumachen, den Du wohl Deinen überholten Prinzipien schuldest.

Du weichst meinen Blicken aus, gerade, dass Du mir die Hand reichst, wenn wir uns sehen, gehen wir zusammen spazieren, trennt uns ein Abstand von mindestens 2 Metern. Sag, habe ich eine ansteckende Krankheit, außer die, die man gemeinhin Begierde nennt? Hast Du solche Angst, "schwach" zu werden? Erinnere Dich, Du warst es, der den Korb austeilte. Und Du warst es auch, der mich als Freundin nicht verlieren wollte. Dann behandle mich auch als Freundin und nicht als Aussätzige!

Ich kann nichts dafür, dass Du immer noch in meinen Augen versinkst, kann es nicht ändern, dass meine Nähe Dich nervös macht, kann auch die Wut nicht ändern, die in mir hochschwappt, wenn Du zurückzuckst, wenn zufällig meine Hand auch nur Deinen Arm streift.

Weisst Du, ich habe derzeit anderes zu tun, als mich um Deine Probleme mit menschlicher Nähe zu kümmern. Ich brauche meine Kraft für jemanden anders. Für jemanden, der mindestens genauso stur ist wie Du, aber der diese Hilfe dringender nötig hat. Denn er ist wenigstens ehrlich zu sich selbst.

Ändere Dich oder Du wirst mich ganz verlieren. Ich kann damit nicht umgehen. Ich hab Dich anders kennengelernt, gefühlvoll. Der rationale Klotz, der Du jetzt bist, ist mir unsympathisch und hätte nie auch nur einen halben Schritt in meine Welt geschafft. Ihn möchte ich darin nicht haben. Denn er tut mir weh und ich habe es satt, dass Ihr ständig auf meinen Gefühlen rumtrampelt, Ihr Männer. Ich weiss, ich bin unfair, aber das seid Ihr mir gegenüber auch oft genug.

Entscheide Dich Engel und tu es bald. Ich kann nicht mehr.

die Frau, die Du so oft Hexe genannt hast

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anima nata lacrimans
schlicht schwarz


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Ich weiß nicht genau, wie ich beginnen soll...


Eigentlich könnte es mir ganz egal sein, denn diese Zeilen werdet Ihr nie erhalten. Ja, ich habe darüber nachgedacht, mich einmal zusammenzunehmen und all diese Gedanken auszusprechen, aber zu sehr fürchte ich wohl die Veränderung, die dies bewirken könnte...
Vielleicht ist es Feigheit, dass ich dies hier niederschreibe, will ich mich dafür rechtfertigen, so könnte ich hinzufügen, dass Ihr mit meinen Gedanken vielleicht nur belastet würdet; und nochmehr Belastung als ohnehin schon vorhanden sollt ihr nicht durch mich erfahren!

Das ist, worum es mir geht: ich hatte nie die Absicht, Euch zur Last zu fallen, dennoch habe ich es immer wieder leichtfertig in Kauf genommen, meine egozentrische Ader ist wohl doch stärker ausgeprägt, als ich immer behaupte.
Glaubt mir, gerade in der letzten zeit ist es schmerzlich, mich daran zu erinnern, was ich gesgt und getan habe, was ich noch vor wenigen minuten dachte...das habt Ihr nicht verdient!
Ihr habt es nicht verdient, dass ich aus Machtlosigkeit meinen eigenen Gefühlen gegenüber Euch unschuldig zur Zielscheibe mache, nicht, dass ich mich bemühe, Hass und Wut auf Euch zu entwickeln, um vor dieser Schuld zu fliehen.
Nein, das habt Ihr nicht verdient und das habe ich auch nie so gewollt!
Viel lieber hätte ich uch ein Stück von dem zurückgegeben, was Ihr mir gegeben habt! Ich wäe gern so glücklich gewesen, wie Ihr es mir gewünscht habt, hätte gern Glück statt soviel Traurigkeit mit Euch geteilt. Ja, ich wäre gern gewesen, was Ihr Euch erwünscht habt, doch es tut mir leid, das bin ich einfach nicht!

Ich bin nicht glücklich, im Gegenteil, ich weiß nicht, wie es mit mir weitergehen soll; ich bin auch nicht diejenige, die Euch ein Stück glücklich machen könnte, ebenso bin ich zu schwach, Euch offen zu sagen, was ich hier gerade niederschreibe!

Genau in diesem Moment würde ich doch viel lieber sagen, wie ich mich fühle, dass ich Euch brauche, eben weil Ihr mir so viel bedeutet...aber ich fürchte mich zu sehr, vielleicht hat es einmal die Zeit gegeben, vielleicht nur einen Moment, in dem ich hätte aussprechen können, was ich fühle, ungeachtet der Konsequenzen...hat es ihn gegeben, so habe ich ihn versäumt.
Für niemanden bleibt die Zeit stehen, die Zeit für das offene Wort scheint mir vorrüber zu sein und so harre ich aus hinter der Fassade, die ich mir und Euch zum Schein nun wiedererbaue, vielleicht das letzte Stück Kälte, dass ich mir bewahrt habe.

Meine Worte an Euch sollten warm klingen, doch würden si nun wohl allzu verletzend ausfallen...und doch brennen sie so auf meiner Zunge!

Soviel kann ich mir nicht verzeihen, ob um Euret- oder meinetwillen, werde ich mir verzeihen können, diese Worte hier begraben zu lassen von der Anonymität?

Ihr solltet doch wissen, wie sehr ich Euch für all das Schöne danke, für die Momente, in denen ich gern gelebt habe, für Eure Bemühungen, wenn sie auch gescheitert scheinen...Ihr tragt keine Schuld daran, wenn ich es auch manchmal denke und mich gleichzeitig dafür zurechtweise.
Und ich wünschte, es gäbe keinen grund zur Sorge mehr!

Zuletzt wünsche ich Euch, doch Euer Glück zu finden, denn das habt ihr erdient!

Ich hoffe, ich werde dieses schweigen nicht genauso bereuen wie soviele Worte zuvor...


Ihr wisst, dass ich Euch lieb habe,
zumindest das wisst ihr ganz sicher!


Ich wünschte, ich hätte ein Leben bereichern können,
statt soviel daraus aufzusaugen und vergehen zu lassen!


Ich wünschte, Ihr wüsstet darum,

Eure Kleine


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An meinen geliebten Panther,

ich wünschte, es gäbe Worte für das, was ich jetzt empfinde, doch alle wären nur ein Nachhall dessen, was in mir tobt. Es sind so viele verschiedene Gefühle, dass ich selbst den Überblick verliere.

Weisst Du, dass Du selbst im Schlaf manchmal schnurrst und knurrst wie eine große Katze? Ich fühl mich so geborgen bei Dir und doch ... bin ich auch immer auf der Suche nach Fußangeln. Meine Unsicherheit macht mich mißtrauisch. Ich weiss, es gibt andere in Deinem Leben und dies wird auch immer der Fall sein, und doch will ich, dass ich etwas Besonders für Dich bin. Ich weiss auch, dass es so ist, doch ... ich glaube es nicht. Verstehst Du das? Ich zweifle nicht an Deinen Worten, an Deinen Blicken, Deinen Berührungen, sondern an mir, einem meinem eigenen Wert für Dich. .. Das alte Leiden.

Es ist auch schwer, keine Parallelen zu ziehen. Dein Nest kommt mir auf schreckliche Art und Weise vertraut vor. Wenn ich aufwache und sehe die Rilke-Gedichte neben dem Bett stehen, überall mit Merkzetteln versehen, wird mir anders.

Ich weiss, Ihr seid unterschiedlich bis ins Mark. Und doch beobachte ich Dich allzu oft und stelle mir Fragen. Zum Beispiel die, ob Ihr Euch je getroffen habt und wenn ja, ob Ihr Euch wahrgenommen hättet. Ich weiss, Ihr seid teilweise an den selben Orten gewesen zur selben Zeit. Eine interessante Vorstellung. Ihr hättet Euch nicht gemocht, dessen bin ich mir sicher.

Mir macht diese ganze Entwicklung Sorgen. Du bist mir die letzten Tage wieder einmal so verflucht nah gekommen, näher, als ich Dich lassen wollte, viel näher. Es war nicht das, was wir erwartet hatten. Diese Verbindlichkeit, Verbindung, Bande machen mir ein wenig Furcht, denn de facto sind wir bereits irgendwie miteinander verbunden. Sagtest Du nicht, Du seiest nicht besitzergreifend? Und wie sehr Du das bist! Hast mir so viel gegeben, damit Du sicher sein konntest/kannst, ich werde zurückkehren, weil Du mich brauchst, ja und - nein, ich habe es nicht vergessen - weil du mich liebst.

Und diese Liebe ist trotz ihrer - für andere Augen merkwürdigen - Definition verzehrend, verlangend, brennend und kann für uns beide in einem absoluten Desaster enden. Du hast es mir gesagt. Doch ich wusste es eh vorher, weiss es schon seit langem und dennoch überrascht mich jedes Mal die schiere Stärke unserer Emotionen füreinander, wenn sich nur unsere Fingerspitzen berühren.

Ich sollte mich zurückziehen, jetzt und hier. Rennen, vor Dir, vor uns wegrennen. Weil Du mir trotz allem nicht geben kannst, was ich brauche. Und weil es eben deshalb im Desaster enden wird. Ja, ich weiss, vielleicht ja auch nicht ... doch sind wir beide nicht zu desillusioniert, um noch an Wunder zu glauben? Und doch hast Du Deine Einladung wiederholt, Deine Einladung für mich, in Dein Leben zu treten und mich dort zu Hause zu fühlen, und Du hast sie mit Deinem wahren Namen unterschrieben und - ich musste es mehrmals lesen, bevor ich es einmal glaubte - ein "Dein" davor gesetzt.

"Mein". Ja, das warst Du die letzten Tage, mit Haut und Haaren. Hab meine Krallen in Deinen Leib und Deine Seele geschlagen, aber bedauerlicherweise Du auch Deine in mich. Ich kann nicht mehr wegrennen, denn ich bin - trotz unserer so wohl zelebrierten Freiheit - Dein. Die Erkenntnis macht mich so müde, mein Panther. Bin des Leids, des Kampfs, den eine solche Verbindung darstellt, so müde. Aber sind das solche Tage wie die vergangenen nicht wert? Ich weiss es nicht mehr.

Fühl mich so leer und ausgebrannt. Hab zu viel bei Dir zurückgelassen. Zu viel von mir. Und nur den leisen Hunger nahm ich wieder mit, den Hunger, der mich irgendwann wieder zu Dir treiben wird, ich vermute, sehr bald schon. Der Hunger nach Deiner Nähe. Obwohl ... Du nicht das bist, was ich mir selbst für mich ausgesucht hätte. So überhaupt nicht.

Miss you.

Deine Tigerin

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Lord Pyrus
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Old Post erstellt am 29-05-2003 um 18:32 Füge Lord Pyrus zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Lord Pyrus anzeigen Mehr Beiträge von Lord Pyrus finden Lord Pyrus eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren



Für und an dich...

nun gut. du hast es geschafft. glaub mir, du hast meine hochachtung dafür, was du getan hast. bis zu einem gewissen grad kann man sogar von stolz reden. wenn ich jemand brauche, die mich subtil mental auf den boden reisst und in stücke schiesst, werde ich dich fragen. Ich war schon fast soweit, dich zu fragen, fast so weit, mehr zu zulassen, als es gut wäre. Ich danke dir, das du mir diese Entscheidung abgenommen hast. Danke für alles. Das meine Verteidigung nicht mehr gegen mich arbeitet, das der Eisberg tagelang meine treibende Kraft war. Das du mich zurück geschmissen hast, in das altbekannte Element - MEIN Element.
Die Wunden, die du mir zugefügt hast, bluten immer noch - und verhindern auf diese Weise zum Glück etwas anderes.

Ich bin ehrlich, ich habe noch mehr Angst vor dir und unserem eventuellen Gespräch heute. Warum? Ich überlege ernsthaft, dich auf eine Wand zu steuern zu lassen. Dir eine Maske zu zeigen. Aber wahrscheinlich werde ich das wieder im letzten Moment zurück ziehen, so das du dann den perfekten Hinweis hast, das mit mir was nicht stimmt. Und der Hinweis ist gar nicht mal so abwegig.

Wenn ich nur wüsste, wie ich im Moment mit dir umgehen soll. Du warst stellenweise mein grösster Funken Hoffnung, und nun ist aus dir die tödliche Nova geworden, die zwar selbst freudig anfängt zu glänzen, jedoch (auch durch diese Freude) meine Welt "bedroht".
Wie es weiter geht? Ganz normal. Für einige Zeit wird sich unser Kontakt - natürlich nur rein zufällig - etwas verringern; ja sogar zeitweise ganz wegfallen. Ich hoffe, das die Zeit die ich noch habe reicht, um diese Wunde zu schliessen. Du hast gesagt, du willst meine ersten Schritte dort begleiten. Davor habe ich am meisten Angst, denn ich wäre ehrlich gesagt gerne etwas mehr vorbereitet. Es gibt da nur diese dumme Sache, das ich schon auf alles vorbereitet war und immernoch bin. Das was du getan hast, habe ich Wochen davor schon gewusst. Also ist Angst auch wieder nur eine Sache der Perspektive - wie immer.

Weisst du, ich habe mir so sehr gewünscht, das es dieses mal anders kommt. Das tu ich immer noch, doch der erste Schritt ist mal wieder ganz der alte.

Er... wird dabei sein, wann genau - keine ahnung. aber besonders an diesem einen Tag, der der eigentliche Grund des Ganzen ist. Ich wusste schon seit der Vorschlag zum ersten mal ausgesprochen wurde, das dieser Tag etwas besonderes an sich haben wird. Besonders schmerzhaft... besonders merkwürdig vielleicht. Denn im Moment gibt es nur noch eine Sache: Du bist anders. Irgendetwas an dir. Nur was?

Doch eins ist sicher: Ich werde die Reise antreten. Du kannst mich verschrecken, entsetzen, schockieren, mir weh tun. Doch werde ich deswegen nicht alles hinschmeissen und aufgeben. Du freust dich also auf meine Anwesenheit - dann freu dich weiter. Wenn es denn wirklich eine ehrliche Freude ist, habe wenigstens ich sie dir bereitet. Auch wenn dies hier nur rethorische Floskeln sind. Als Gegenleistung werde ich Schmerzen kriegen, doch ist es für mich nichts neues, im Regen zu stehen und anderen dabei zu zusehen, wie sie unter der Sonne tanzen. Nur bei diesem Mal wird die Situation eine nahezu göttliche Ironie beherbergen - und wer wäre ich, würde ich mir so eine Gala meines Galgenhumors entgehen lassen? Auf jeden Fall nicht mehr der, den einige seiner Freunde für den mehr als schwarzen Humor schätzen. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Gnade bringt uns nicht weiter, und genug ist und bleibt zu wenig, nicht wahr?

Und du, meine Liebe, wirst diesen Humor noch kennen lernen. Vielleicht wirst du ja dann irgendwann in diesem Brief den Humor erkennen. Vielleicht. Aber bisher gibt es nur eine Person, die meinen Humor in aller Bandbreite versteht und drüber lachen kann. Wirst du die nächste sein, oder wirst auch du ein erschrockenes Gesicht machen?

Ich wünsche mir, das du dennoch soweit kommst, das sich vielleicht eine gute Freundschaft - oder die manchmal von mir erhoffte Seelenverwandtschaft - offenbart. Mir reicht eine Freundschaft, das ist das realistischste. Klar, eben beschrieb ich noch wieviel mir "genug" bedeutet. Doch ist es mein "genug" - bei diesem thema hast du aber ein Wörtchen mit zu reden. Oder eher ein ganzes Telefonbuch. Hier stelle ich die Frage in der Hoffnung, du erkennst die wichtige Frage hier im verborgenen. Ob du den Brief lesen wirst, oder gar die subtile Frage lesen kannst, weiss ich nicht. Also warte ich gespannt.

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- Lord Pyrus


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Neue Welten - Das Wandern am Abgrund (Lyrics)

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devotion
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Old Post erstellt am 25-06-2003 um 12:41 Füge devotion zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von devotion anzeigen devotion eine eMail schicken Mehr Beiträge von devotion finden devotion eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

An "Tränen"

Weisst Du, diesen Brief würde ich Dir nie zu lesen geben, eher würde ich sterben. Es ist nun Jahre her, nicht viele, nur ein paar und doch kommt es mir wie ein ganzes Leben vor. Und doch, als ich Dich gestern online sah, hat es mir einen Stich versetzt. Tief und viel zu schmerzhaft nach allem, was geschehen ist.

Ich habe Dir gesagt, ich würde nichts mehr fühlen für Dich. Das war gelogen. Weiss ich jetzt, weiss ich viel zu gut. Es tut weh. Die anderen erzählen mir immer, wie es Dir geht, was Du machst ... ich selbst erfahre nichts mehr von Dir. Dabei warst Du die Liebe meines Lebens. Vielleicht nicht die einzige, aber jene, die mich am meisten getroffen hat, die mir bis heute unter die Haut ging und geht.

Wenn Du wenigstens wieder mit mir reden würdest, aber ich habe nicht die geringste Ahnung, was ich noch dafür tun könnte. Du warst nicht nur meine Liebe, Du bist mir auch seelenverwandt. Somit vermisse ich Dich jeden Tag meines Lebens. Die Wunde, die ich mir damals selbst geschlagen habe, wird nie wieder heilen.

Ich habe so oft überlegt, ob ich Dich nicht einfach treffen soll. So unauffindbar, wie Du Dich immer gibst, bist Du nicht. Nicht für mich. Doch was würde geschehen, wenn ich irgendwann auf unsrer beider Heimat Boden in einem der Lager Dir gegenüber stände? Wäre ich eine Fremde für Dich? Eine Erinnerung aus längst vergangnen Tagen? Ein böser Spuk? Oder jemand, vor dem Du 2 Jahre davonläufst, weil Du selbst nicht weisst, wie Du mit mir umgehen sollst?

Vielleicht würdest Du mich nicht mal erkennen. Ich habe mich verändert, sehr sogar. Und ich befürchte fast, die Veränderungen würden Dir nicht alle gefallen. Mein Wesen ist nicht mehr die Lichtgestalt von damals. Keineswegs. Ich bin dunkler geworden, reifer, härter. Ich wüsste gerne, was ich in Deinen Augen lesen könnte, jetzt, in diesem Moment. Deine wunderschönen Augen, in denen ich so oft ertrunken bin.

Mag der Kontakt auch wieder einmal abgerissen sein, mögen sich erneut Welten zwischen uns schieben, ich weiss, Du trägst den Stein noch, den ich Dir gab. Und Du weisst, dass ein Teil von mir immer über Dich wachen wird, bis ans Ende meiner Tage. Ob Du es willst oder nicht, sogar: ob ich es will oder nicht. Ein Teil meiner Seele ist Dein, nein, nicht meines so vor Liebe überschäumenden Herzens, sondern meiner Seele, meines Ichs.

Wir sind verbunden in diesem Leben, in den vergangnen und in den folgenden. Und deshalb muss es weh tun ... Dich nicht sehen zu können, Dich nicht sprechen zu können, außerhalb sämtlicher Deiner Mauern zu stehen und nicht zu wissen, was Du denkst und was Du fühlst.

Du fehlst mir, teardrop, und vielleicht ahnst Du nicht mal, wie oft ich um Dich geweint habe in den letzten 2 Jahren, wie oft ich an Dich gedacht habe und wie oft mich nach Dir gesehnt. Es fällt mir ja schwer, es mir selbst einzugestehen, wie sehr ich noch an Dir hänge. Und ich kann es Dir nicht mal sagen, ohne Gefahr zu laufen, dass Du mir dann auf Ewig aus dem Weg gehst.

Und so werde ich wohl weiter warten, Dich aus der Ferne beobachten, Dir so nahe sein, wie es mir möglich ist, ohne Deine Kreise wirklich zu berühren. Und hoffen ... dass es irgendwann wieder möglich sein wird, Dir unbefangen in die Augen zu sehen. Das ist alles, was mir bleibt.

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NARRator
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Old Post erstellt am 25-06-2003 um 21:22 Füge NARRator zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von NARRator anzeigen NARRator eine eMail schicken Mehr Beiträge von NARRator finden NARRator eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

tip:hier kann man seine briefe veröffentlichen und natürlich die ungeschickten von anderen lesen...

bin im moment etwas faul, werde aber bestimmt noch mal hier reinschauhen und meine seele erleichtern

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EA80

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devotion
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Old Post erstellt am 05-07-2003 um 13:23 Füge devotion zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von devotion anzeigen devotion eine eMail schicken Mehr Beiträge von devotion finden devotion eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

"Kleines Mäh",

immer, wenn ich Dich so nenne, muss ich schmunzeln. Und doch passt dieser Name zu Dir. Ich weiss nicht, ob ich Dir diesen Brief schicke, wahrscheinlich nicht, weil es Dir weh tun würde. Wie ich Dir weh tat, ohne es wirklich zu wollen.

Wir haben wohl ein absolut perfektes Timing. Sagen meine Freunde, sagen Deine Freunde. Mein Entschluss, wegzuziehen, stand schon, als sich unsere Wege kreuzten. Und nun sitze ich hier, die Nacht durchgetanzt, mit Gedanken an Dich verbracht und frage mich wieder einmal, ob es irgendwas geändert hätte, wären die Umstände anders. Nein, ich frage mich sogar, ob ich die Umstände ändern soll, damit wir eine reale Chance hätten, rauszufinden, wie weit uns diese beidseitige Schwärmerei bringen könnte ....

Ohne dass wir es wollten, hatten wir plötzlich innerhalb weniger Tage ein "Wir", so natürlich, als wäre es immer schon dagewesen. Beängstigend, und schön. Viel zu schön. Ich versteh Dich ja, dass Du mit dem Fakt, mich so schnell wieder zu verlieren, nicht klarkommst. Erstaunt hat mich aber, dass es mir auch selber weh tut.

Einfach zu perfekt passt Du in meine Welt und doch wieder so gar nicht. "Schafe und Wölfe, das funktioniert nie." Sagtest Du, als Du den Schmuck an meinem Halse sahst. Und jetzt? Neben dem Wolfsemblem hängt friedlich Deine Indianerkette. Als gehörte sie dorthin.

Kleines Mäh, es tut mir so verdammt leid, in Deine halbwegs heile Welt eingebrochen zu sein. Ich sehe Deinen Schmerz, spüre ihn und fühle mich so dermaßen hilflos. Ja, ich verstehe Dich, doch ich bin nun mal anders. Ich kämpfe um Dinge, die ich haben will, bis zum Letzten. Auch und gerade um Menschen. Doch um Dich kann ich nicht kämpfen, werd somit meine Pläne nicht ändern. Ich kann Dich nicht mal bitten, mir zu folgen. Will Dir nicht noch mehr weh tun, denn Dir fehlt das nötige Rückrat für eine solche Entscheidung. Nein, das ist kein Vorwurf, nicht jeder besitzt meine Stärke und meinen unbeugsamen Willen. Du bist ein sanfter Mensch, kein Krieger wie ich.

Ausgerechnet jetzt finde ich Dich. Jetzt, wo ich die Hoffnung schon aufgegeben hatte, einmal eine Seele zu finden, die nur mir zugetan ist. Vielleicht hätte es nicht die Ewigkeit gedauert, vielleicht nur ein paar Jahre oder Monate, wer weiss ... bedauerlich, dass wir das nie rausfinden werden. Mein schwarzes Schaf, auf jeden Fall werden Dich die gelben Augen einer Wölfin begleiten, wenn Du Deiner Wege gehst. Und wann immer Du Dich im Schutz scharfer Zähne und Klauen ausruhen willst, wirst Du wissen, wo Du mich findest.

Danke für alles, danke für Dich und danke .... dass Du Dich so ohne Netz und doppelten Boden in mich verliebt hast.

die Wölfin

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Lóminóre
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Old Post erstellt am 09-07-2003 um 22:40 Füge Lóminóre zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Lóminóre anzeigen Mehr Beiträge von Lóminóre finden Lóminóre eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

An eine Freundin


Eine wahrhaft schmerzliche Tatsache ist es, sich dem Wert des Gehabten erst bewusst zu werden, verlor man es. Entsinnen tue ich mich noch gut der stundenlangen Konversationen und ellenlangen, schriftlichen Bekundungen, an welchen ich mitunter ganze Nachmittage zubrachte. Wehklagen möchte ich darüber, mich dessen selbst beraubt zu haben. So waren die von mir an dich gerichteten Worte – das abgeschlossene Kapitel – Erzeugnis eines verhängnisvollen Trugschlusses.
Seit diesem Ausspruch habe ich auf dich gewartet. Ich erblickte dich, doch du schienst mich zu missachten - verachten?
Ich hatte nicht vor das Kapitel abzuschließen, diese teils verzwickte Geschichte ein Ende finden zu lassen. Doch vorsetzlich hatte ich dich verletzen wollen, nur um dich endlich aus der Reserve zu locken. Ich hoffte du würdest erschüttert reagieren, auf mich zukommen und das längst fällige Streitgespräch könne endlich stattfinden. Ich wollte, du zeigtest, dass dir viel an meiner Person liegt. Ich wollte, du weintest - meinetwegen. Denn die Worte von einst, als ich dir die Lüge offenbarte, haften mir im Gedächtnis und es ist der alleinige Augenblick an den ich mich bewusst erinnere, für jemanden von spürbarer Wichtigkeit gewesen zu sein. Doch dein jetziges Befinden war das einzige mit dem ich nicht rechnete und versetzte mir dementsprechend einen Stich. Gratulation, ich spielte mich selbst ins Abseits.
Spuren von Egoismus birgen alleine schon obrige Zeilen in sich, so lasse mich um Nachsicht bitten – für Vergangenes.
Mit riesigen Klauen griff ich nach Umstehenden, nicht zuletzt nach dir. Halt erbat ich nicht mehr, ich verlangte danach. Ich wollte dich einnehmen. Und letzten Endes, in all der Hast, griff ich ins Leere.
Von Bitterkeit durchtränkt ist die Erkenntnis, dass ich selbst dich fortstieß und du mittlerweilen nicht mehr auf diese Freundschaft angewiesen bist.
Mir scheint dies alles sind bedeutungsschwere Worte, in einer bedeutungslosen Welt. Eine weitere Überzeugung dessen, die einzige Sinnigkeit sei zwischenmenschliches Miteinander.




Meine Wenigkeit

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