ShainaMartel
Sakralromantikerin & verträumte Waldelbin ^_^
Registriert seit: May 2009
Wohnort: Velbert
Beiträge: 112
|
erstellt am 03-02-2010 um 19:57
|
Och, wenn mir diese Szene nicht egal wäre, würde ich sicherlich mehr mit ihr zu tun haben, aber dafür verkehren mir in ihr zu viele extravertierte Gestalten, die oberflächlich und nur auf Party aus sind; Im Grunde jedem das Seine, aber es nutzt mir in keinster Weise, mich in Kreisen aufzuhalten, in denen ich keine ähnlich Denkenden finden kann. 
Aber da du wohl eher darauf hinaus wolltest, dass ich mich einem vermeintlich einheitlichen Lebensgefühl anpasse - anstatt einer Szene -, muss ich sagen, dass die Tatsache, dass ich mich, wie es scheint, durch das Lebensgefühl dieser Szene definiere, nichts damit zu tun hat, dass ich mich an die Szene angepasst habe, sondern umgekehrt; Ich habe zu dieser Szene gefunden und dann herausbekommen, dass sich in dem Rahmen, in dem sich dieses Lebensgefühl - oder zumindest das der älteren Szene, soweit ich das in meinem Alter zu beurteilen wagen kann - zu bewegen scheint, auch meines befindet.
Die Sachen, die dieses Lebensgefühl für mich ausmachen, habe ich schon geliebt, als ich noch gar nicht wusste, dass es eine Schwarze Szene gibt und wie Gothic geschrieben wird.
Immerhin habe ich, wie erwähnt, recht spät zu dieser Szene gefunden. Das ist nun mal meine Persönlichkeit. Aber ich kann da auch nur für mich sprechen.
Ganz ungeachtet dessen, dass diese aufbrausende Reaktion meinerseits, bei der du denkst, dass sie dadurch hervorgerufen wäre, dass ich meinte, meine "Stellung" innerhalb dieser Szene beweisen zu müssen, ebenfalls ein Teil meines Charakters und Temperaments ist, den mir keine Szene vordiktiert. Ich verweise dadurch, dass ich die Schwarzromantik auf mich selbst bezogen als Lebensgefühl definiere, lediglich auf einen sehr wichtigen Teilaspekt meines Charakters - was Thalamus, der nun zehn Jahre älter ist als ich, ganz nebenbei erwähnt, ebenfalls tut. 
Ich denke nicht, dass ich mich in eine Schublade stopfe, 'desindividualisiere' oder mich in irgendeiner Weise an eine Szene oder ein scheinbar vorgeschriebenes Lebensgefühl anpasse, wenn ich mein Gemüt sowie einen erheblichen Teil meines Charakters als schwarzromantisch bezeichne, meinen Gefühlen und Gedanken somit eine Bezeichnung verpasse, die es schon immer gegeben hat und die keiner Szene unterliegt.
Szene ist Mode, eine Szene wird von den Menschen geformt, die ihr angehören. Schwarze Romantik hat damit nix am Hut, nur scheint es für die, die nicht hinter die Fassade blicken, vielleicht nach außen so.
Leute, die sich an etwas, was einer Mode - sprich, einem stetigen Wandel - unterliegt, anpassen, sei es Subkultur, Szene oder sonst etwas, sind Mitläufer, basta. 
Aber was streiten wir eigentlich, gnar, ich fürchte, ich habe zu viel Kaffee getrunken *sigh* >.<
Btw, dass ich das alles so vehement verteidige, liegt, wie gesagt, an meinem Temperament (oder auch an dem übermäßigen Kaffee-Konsum? ), definitiv nicht daran, dass es mir wichtig ist, mich zu profilieren und mir die Bestätigung dafür zu holen, dass ich mich als Teil einer Szene sehen darf, denn diese ist mir wurscht. 
Aaaahja, vielleicht wäre, bevor ich es vergesse, auch noch zu erwähnen, dass ich genauso auch diverse Metal-Richtungen, Mittelalter, Synthie, Electro, Medieval, Goth Rock, EBM und Soundtracks von Filmen und Games höre. Nur dass der Anteil dieser Musik in meiner Auswahl doch recht gering ist *g*
Und seltsamerweise muss ich Thalamus auch hierbei zustimmen, so seltsam es klingen mag; Die Schwarze Szene bietet viel mehr Platz für diverse Interessen, Hobbies, Denkweisen etc. als der gesamte, "bunte" Rest der Gesellschaft. Zumindest erscheint mir persönlich das alles viel zu eintönig, weil es alles gleich scheint, aber wie gesagt, jedem das Seine. Und durch dieses Lebensgefühl, speziell dadurch, dass ich mich darüber informiert habe, habe ich noch ein paar Seiten (Interessen etc.) an mir kennen gelernt, die ich bis dato gar nicht kannte. 
Geändert von ShainaMartel am 03-02-2010 um 20:23
IP: Gespeichert
|