decay73
Das Leben ruft!
Registriert seit: Jan 2002
Wohnort: Gegenüber dem Himmel
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erstellt am 07-11-2010 um 12:05
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Ich finde es ja interessant. Früher bekam man die Nachrichten mindestens einen Tag später (wenn überhaupt) über die Zeitung mit. Oft bereits gefiltert, wie das halt so ist.
Dann kam das (staatliche) Fernsehen mit eine teil doch gelenkten Berichterstattung.
Und nun? Live per twitter & Co.
Das ist für den Staat ein Kontrollverlust, den er nur schwer hinnehmen vermag. Bilder per Handycam, elektronisch übermittelt, quasi in Realtime und sicher subjektiv gefärbt. Aber das subjektive Erleben ist das, was interessiert. Wie mag es einem Menschen gehen, der gerade Pfefferspray in die Augen bekommen hat? Das ist nun live nachvollziehbar und das schockt. Das schürt Emotionen auch bei denen, die nicht dabei sind.
Es ist ein Machtfaktor und die Frage ist, wie lange die Verantwortlichen noch gewillt sind, dies hinzunehmen.
Noch ist dies ein neues Medium und ich frage mich, wie lange es noch dauert, bis es von verschiedenen institutionellen Seiten zur Propaganda genutzt wird, also nicht mehr einfach eine Live- Berichterstattung ist, sondern Meinungsmanipulation und wie lange das die Demokratie aushält...
Warten wird es ab.
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"Während der Ebbe schrieb ich eine Zeile auf den Sand,
in die ich alles legte, was mein Verstand und Geist enthält.
Während der Flut kehrte ich zurück, um die Worte zu lesen,
und ich fand am Ufer nichts als meine Unwissenheit."
(Khalil Gibran, Sämtliche Werke)
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