rosenkind
Grinsegruftie
Registriert seit: Nov 2003
Wohnort: im schönsten Land des Universums: Franken
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erstellt am 17-05-2006 um 22:51
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Zitat: Dann erklär mir bitte was sich "eure" neue Subkultur so zum Ziel gesetzt hat, würd mich echt interessieren, wenn von mir oben beschriebenes nicht mehr "eures" ist. wie lautet die thematik die euch alle zusammenhält?
was soll das eure?
ich hab in keinem Satz behauptet, dass ich jedes WE in pinken klamotten aufdie nächste Schwarztechnoparty renne. Im Gegensatz, habe ich den Versuch gewagt in der Region einen Stammtisch aufzubauen, dessen auptinhalt philosophische Diskussionen sind und der in den Sommermonat sich beim Mitternachtspik-nik trifft. Auf einer Party war ich das letzte mal Silver 04/05 und 99% meines Kleiderschranks stammt aus Second Hand Shops/Flohmärkte oder der guten alten Nähmaschine.
Zum Rest habe ich mich schon genug geäußert. ich kann dieses Rumgejammere einfach nicht mehr hören! ja schön, die Leute auf dem WGT sahen vor 10 Jahren vielleicht mal so aus:

und auf den Bildern der letzten Jahre schauen sie mehr und mehr so aus:
man gehtin schwarze Clubs um zu feiern, hört Schwarztechno und weiß der Henker was. ist ja alles recht, darf man auch gerne kritiseren, wenn man lustig ist.
Aber das Geschrei danach, dass diese Szene geänert werden muss, halte ich in dem Maße wirklich für fehl am Platze. Die meisten dort, tun genau das, was alle irgendwo tun: etwas ausleben, was ihnen gefällt und zu ihnen passt. Und solange sie das tun, ohne die Rechte eines anderen zu beschneiden, ist das ihr gutes recht. Für wie sinnlos man es auch hält. Das ganze zu fluten mit einem "die brauchen mal wieder einen, der ihnen zeigt, was schwarz sein bedeutet" kommt einem "kannst du nichtmal bunt tragen und aufhören Friedhöfe zu besuchen" wenn es um den alten Schlag geht gleich.
Ich habe geschrieben, dass es okay ist, wenn man sich beschwert, wenn konkret was passiert ist, z.B. eben wenn man in seinem ehemaligen Stammclub aufeinmal nicht mehr erwünscht ist. Aber sonst?
Derjenige, der vor einem Jahr diese Clubszene entdeckt hat und fand, es macht ihm Spaß, der ist sicher nicht dran schuld, dass es für den "alten Schlag" keine Veranstaltungen mehr gibt. Er nutzt nur ein Angebot, dass ihm gefällt. Und das ist sein gutes Recht. Und da sollte jemand anderes auch nicht sagen: diese Partylandschaft... die zerstört alles, die muss abgeschafft werden. Das gilt selbstverständlich auch umgekehrt, nach dem Motto lagerfeuer und tiefsinnige Gespräche, pah, das ist Klischee und gehört abgeschafft.
Was soll das eigentlich alles? Die "pinke" Generation (und Generation meine ich von der zeitlichen Entstehung der Sparte her) will von den Samt- und Rüchengrufties nichts wissen und die alte Fraktion ebenfalls nichts von dieser Sparte. Das logischste wäre dann wohl, dass man sich trennt und jeder geht seinen eigenen Weg, anstatt zuversuchen, sich gegenseitig seinen Lebenstil aufzudrängen.
Ein verhalten wie es hier gezeigt wird, hat dann vielleicht Sinn, wenn alles noch im Kern schlummert, es eine kleine Ströumung ist, dann kann man noch um die Subkultur in dieser Art kämpfen und klare Grenzen und Definitionen einfordern. (Und das auch ohne eine Anfeindung, sollte dazu gesagt werden!)
Aber wacht mal auf: wir schreiben das Jahr 2006! Die meisten Gothicdiskotheken spielen Schwarztechno und pink ist DIE Trendfarbe schlechthin. Die Ströumng ist nicht mehr klein, sondern inzwischen gleichgroß oder gar die Mehrheit. Und in dieser Mehrheit werdet ihr sicher nicht nur die Schuldigen finden, die diese Subkultur als "Tendenz" einst unterwanderten, sondern auch viele, die einfach Angebote nutzten und Gothic schon als was völlig anderes sehen, als ihr.
Als Minderheit dann noch den "Rauswurf" zu verlangen erscheint mir fast noch sinnloser als diese neue Kultur. Stattdessen sollte man es endlich mal begreifen und anfangen, sichzu distanzieren, wieder eine eigene Welt finden. Dann braucht man auch nicht mehr über "die Neuen" zu meckern, die die eigene Subkultur verderben, weil man begreift, dass diese "Neuen" eben auch eine völlig neue Subkultur sind.
Jede Generation (auch Gruppierungen) wird irgendwann durch etwas Neues abgelöst. Das war vor +/- 15 Jahren auch nicht anders.
Dass die abgelöste Generation dann ausstirbt, liegt aber nicht (nur) daran, dass etwas neues nachrückt, sondern die abgelöste Generation, zu unflexibel geworden ist, sich daraufeinzustellen und ihren Platz nicht hergebit, um sich an anderer Stelle neu zu formatieren. 99% steigen aus, "weil es keinen Sinn mehr macht". Die erkennen die Zeichen der Zeit, sind aber zu festgefahren, um was neues zu beginnen (Gewöhnungseffekt) und tun dann eben einfach gar nichts. Und die restlichen 1%, was passiert mit denen?
Das sind dann in 5 - 10 Jahren die Leute, die im als einziger im schwarzen Samtmantel auf der "pinken Veranstaltung"die früher mal eine schwarze war, bis mehr schwarztechno Bands als die alten da waren und irgendwann nur noch, stehen, die sie nur noch aus Gewohnheit besuchen, weil sie vor 15 Jahren mal angefangen haben, jedes Jahr dort hinzugehen, zwischen ca 500 hauptsächlich wesentlich jüngeren Personen, die lauter pinke Sachen tragen und nur Partymachen wollen und zu einem nicht vorhanden Begleiter (weil der schon vor 5 Jahren ausgestigen ist, murmeln: diese Jugend, die haben ja alle keine Ahnung mehr, was schwarz sein beudetet, was diese Subkultur bedeutet. (moderner ausgedrückt: sind alles poser). Und dabei nicht merken, dass "diese" Subkutlur, die die 500 anderen hegen, nicht die ist, der sie mal angehörten, sondern sich längst losgelöst haben, um etwas eigenes zu werden, während seine Subkultur starb, weil sie nicht loslassen wollten und dass eigentlich er selbst die Person ist, die hier ziemlich deplatziert wirkt. Wer so enden will, bitteschön, ich will es jedenfalls nicht.
Wo ist das Problem? wenn diese Parties so schlimm sind, gehe ich halt nicht hin und wenn es keine Veranstaltungen für mich und meine Freunde gibt, dann kann ich immernoch selbstwas auf die Beine stellen, was ihm gefällt.
seltsamerweise komme ich mit diesem "Partyvolk" ganz gut zurecht, ich gehe alt nicht hin und meide die Leute. Ein Problem sehe ich da nicht.
Und grade die Aussage, dass eine subkultur sich durch Gemeinsamkeiten auszeichnet, in deiner Argumentation durch Abkehr von der Spaßgesellschaft, zeigt doch an, wie dringend eine Treunnung vollzogen werden sollte. Denn die Partykids werdet ihr nicht überzeugen, genau, wie sie euch nicht überzeugen können.
Der entscheidende Denkfehler ist:
"Die Subkultur wird übernommen". falsch! Sie wurde es längst. Was heute passiert, ist nicht mehr als eine Ausdehnung. so als ob man irgendwann mal angefangen hätte, sich für ein bestimmtes Thema zu interessieren und dieses Wissen nun halt nur mehr vertieft.
Und da du "erst" 21 Jahre alt bist, glaube ich kaum, dass dein Einsteig in eine Zeit fällt, in der eben das nicht schon längst in großem Maße zugange war.
Zitat: Unser auftritt in der öffentlichkeit erfolgt nämlich immer noch als kollektiv, und nicht als einzelperson.
ich stelle die Frage mal andersherum (und bewusst provokant):
Warum redest du überhaupt von UNS ? ein uns setzt man sich vorraus, dass man sich als Teil von etwas sieht. Nach deinen Ausführungen kann ich dir nicht ernsthaft abnehmen, dass du dich als Teil einer Grupperiung siehst, die das genau Gegenteil von dem lebt, was dir wichtig ist! Ich kann mich schon lange nicht mehr als Mitglied einer Subkultur sehen, die sich so benimmt. Wenn ich so einem "Partymäuschen" begegne, empfinde ich da kein "uns". folglich kann ich mich auch nicht darüber aufregen, dass sie die Ideale meiner Subkultur verrät, denn ich kann diese Gruppierung nicht mehr als Teil meiner Subkultur begreifen, es ist eine andere Welt, eben eine andere Subkultur.
...
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der EG-Gothminister: Diese Signatur ist zu bunt
Die Lebenseinstellung der schwarzen Szene, besteht darin, auszudiskutieren, was die Lebenseinstellung der schwarzen Szene ist, ohne zu einem Ergebnis zu kommen
Die wahnsinnige Erkenntnis nach 8 Jahren Nachtwelten: es gibt auch ein reales Leben!
"20-jährige Schönheiten, attraktiv, jung und gebildet, Traumfrauen die eigentlich fast jeden Mann haben könnten, klassische Alpha-Weibchen die sich ihren Lebenspartner heraussuchen können, finden Männer wie Dieter Bohlen unwiderstehlich"
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