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Seneca
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Old Post erstellt am 17-05-2006 um 01:51 Füge Seneca zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Seneca anzeigen Seneca eine eMail schicken Mehr Beiträge von Seneca finden Seneca eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Hat sich dieser Thread somit nun erledigt...?

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Wer kritisiert gilt in unserer Gesellschaft als wacher, freier Geist. Oftmals verbirgt sich hinter dieser reflexartigen Kritikhaltung jedoch nur die Unzufriedenheit mit sich Selbst. Selten ist die Kritik vorher wirklich wohl durchdacht. Darin zeigt sich auch wie wenig Achtung heute der Lob erfährt, gilt er doch nur noch als Mittel des Opportunisten. Von sich aus darf kein Tun lobenswert sein. Daher bleibt es auch bei der Kritik, bar jeglicher daraus resultierender Handlung denn wer handelt wird sofort kritisiert

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lacrimae_bx
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Old Post erstellt am 17-05-2006 um 15:20 Füge lacrimae_bx zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von lacrimae_bx anzeigen lacrimae_bx eine eMail schicken Mehr Beiträge von lacrimae_bx finden lacrimae_bx eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

@rose:

du beschreibst genau die feindliche übernahme durch die junge generation die ich meinte als ich sagte: von sich selbst rausgeekelt werden. und ich denke genau dies ist der grund weswegen viele "alten" sich nicht mehr als gothic bezeichnen wollen.

es kommen jedes jahr tausende an leuten neu hinzu die irgendwann so lange dabei sind dass sie von sich selbst denken sie hätten es geschnallt. bei einigen mag das stimmen. bei den restlichen verblendeten spassindividuen aber hat dies zur folge dass diese trotzdem mitquatschen bei themen die sie dezent ausgedrückt gar nichts anzugehen hätten. da besagte individuen in letzter zeit aber nicht unbedingt eine minderheit innerhalb der "szene" darstellen drückt dieses verhalten die "szene" in eine richtung, in der der kern eigentlich nie hätte sein wollen. eben eine feindliche übernahme von innen. eine feindliche übernahme durch die spassgesellschaft.
und genau DAS ist der punkt. die essenz des daseins eines goth's, seine daseinsberechtigung (aus meiner sicht, also meine persönliche daseinsberechtigung), ist es nämlich, durch ihr auftreten und ihre handlungen gegen die sogenannte spassgesellschaft und ihre verblendete einstellung zum leben zu demonstrieren. gothics mit deren wurzeln im punk haben sich dabei für eine stille form des protests entschieden.
Sich als goth zu bezeichnen müsste also beinhalten, dass man eine tiefe, begründete Abneigung gegenüber dieser spassgesellschaft hegt. Nun frage ich dich: wenn man diese abneigung empfindet, vielleicht genau aus diesem grund sich der „szene“ zugewandt hat, wie kann man dann ruhigen gewissens dabei zusehen wie seine eigene daseinsberechtigung von genau dieser spassgesellschaft vernichtet wird? Unser auftritt in der öffentlichkeit erfolgt nämlich immer noch als kollektiv, und nicht als einzelperson.
Es handelt sich dabei übrigens nicht um einen Generationenkonflikt und es entspricht nicht der wahrheit dass jegliche neugestaltung innerhalb der „szene“ von den „alten“ nicht erwünscht wäre. Es ist aber nun mal fakt dass sich viele neuerungen im bereich der oberflächlichkeit und der ablenkung stattfinden, anstatt auf ideologischer basis.
Mein alter beträgt übrigens 21 und bin dementsprechend kein dinosaurier, aber auch kein neuling mehr.
Wie heißt es so schön: „Das einzige was zählt, ist die Maske wenn sie fällt.“

und du sagtest noch sowas wie: "es ist eine subkultur die aus "der alten" entstanden ist, es ist nicht mehr die alte subkultur"
Dann erklär mir bitte was sich "eure" neue Subkultur so zum Ziel gesetzt hat, würd mich echt interessieren, wenn von mir oben beschriebenes nicht mehr "eures" ist. wie lautet die thematik die euch alle zusammenhält? wenns keine neue gibt dann nennt man das nicht subkultur, sondern Maskendiebstahl.

im übrigen: der einzige der die spass- und konsumgesellschaft nicht vom rest differenzieren kann ist die spassgesellschaft selbst.


da wir grad in dem thread sind:
außerdem kotzt mich an mit welch grausamer kapitalistischer effektivität einschlägig bekannte firmen daran arbeiten, die ausbreitung von gothkonsummonstern noch zu fördern.

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Geändert von lacrimae_bx am 17-05-2006 um 15:43

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Demon17
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Hört! Hört!


Gibs ihr lacrimae_bx

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belladonna
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Zusammengeführt: Mir geht die Szene auf den Geist & Was nervt euch an der Szene ?

Schonmal Fragen wie diese

Ständige Diskussion darüber, ob die Szene überhaupt noch das ist was sie mal war.

Und "ich kleide mich zwar, höre die gleiche Musik wie ein Gothic und erfülle auch sonst alle Klischees, aber ich gehöre überhaupt nicht zur Szene - ich bin sooo individuell"-Leute. Die gehen mir auch auf den Sack - ups - hab ich ja gar nicht. Naja, jedenfalls nervt mich sowas.

Früher wollte keiner Gruftie genannt werden (was für ein Schimpfwort!) "Ihr unwürdigen Normalsterblichen, damit ihr es wißt wir sind schwarz, wir sind gothic!" Jetzt werden einige der "Alten" lieber Gruftie als Gothic genannt - wer soll da noch durchsteigen.

Dieses ewige Rumkokketieren mit der angeblichen Individualität. Brrrr!

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Demon17
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Old Post erstellt am 17-05-2006 um 19:22 Füge Demon17 zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Demon17 anzeigen Demon17 eine eMail schicken Mehr Beiträge von Demon17 finden Demon17 eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Ständige Diskussion darüber, ob die Szene überhaupt noch das ist was sie mal war.
Genau füher gabs gar keine Boards, da wurde nicht lamentiert sondern still gelitten

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belladonna
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Zitat:
Original geschrieben von Demon17
Genau füher gabs gar keine Boards, da wurde nicht lamentiert sondern still gelitten


Da kann wahrhaftig was dran sein

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rosenkind
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Old Post erstellt am 17-05-2006 um 22:51 Füge rosenkind zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von rosenkind anzeigen Besuche rosenkind's Homepage! Mehr Beiträge von rosenkind finden rosenkind eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Dann erklär mir bitte was sich "eure" neue Subkultur so zum Ziel gesetzt hat, würd mich echt interessieren, wenn von mir oben beschriebenes nicht mehr "eures" ist. wie lautet die thematik die euch alle zusammenhält?


was soll das eure?
ich hab in keinem Satz behauptet, dass ich jedes WE in pinken klamotten aufdie nächste Schwarztechnoparty renne. Im Gegensatz, habe ich den Versuch gewagt in der Region einen Stammtisch aufzubauen, dessen auptinhalt philosophische Diskussionen sind und der in den Sommermonat sich beim Mitternachtspik-nik trifft. Auf einer Party war ich das letzte mal Silver 04/05 und 99% meines Kleiderschranks stammt aus Second Hand Shops/Flohmärkte oder der guten alten Nähmaschine.

Zum Rest habe ich mich schon genug geäußert. ich kann dieses Rumgejammere einfach nicht mehr hören! ja schön, die Leute auf dem WGT sahen vor 10 Jahren vielleicht mal so aus:

und auf den Bildern der letzten Jahre schauen sie mehr und mehr so aus:


man gehtin schwarze Clubs um zu feiern, hört Schwarztechno und weiß der Henker was. ist ja alles recht, darf man auch gerne kritiseren, wenn man lustig ist.

Aber das Geschrei danach, dass diese Szene geänert werden muss, halte ich in dem Maße wirklich für fehl am Platze. Die meisten dort, tun genau das, was alle irgendwo tun: etwas ausleben, was ihnen gefällt und zu ihnen passt. Und solange sie das tun, ohne die Rechte eines anderen zu beschneiden, ist das ihr gutes recht. Für wie sinnlos man es auch hält. Das ganze zu fluten mit einem "die brauchen mal wieder einen, der ihnen zeigt, was schwarz sein bedeutet" kommt einem "kannst du nichtmal bunt tragen und aufhören Friedhöfe zu besuchen" wenn es um den alten Schlag geht gleich.

Ich habe geschrieben, dass es okay ist, wenn man sich beschwert, wenn konkret was passiert ist, z.B. eben wenn man in seinem ehemaligen Stammclub aufeinmal nicht mehr erwünscht ist. Aber sonst?

Derjenige, der vor einem Jahr diese Clubszene entdeckt hat und fand, es macht ihm Spaß, der ist sicher nicht dran schuld, dass es für den "alten Schlag" keine Veranstaltungen mehr gibt. Er nutzt nur ein Angebot, dass ihm gefällt. Und das ist sein gutes Recht. Und da sollte jemand anderes auch nicht sagen: diese Partylandschaft... die zerstört alles, die muss abgeschafft werden. Das gilt selbstverständlich auch umgekehrt, nach dem Motto lagerfeuer und tiefsinnige Gespräche, pah, das ist Klischee und gehört abgeschafft.

Was soll das eigentlich alles? Die "pinke" Generation (und Generation meine ich von der zeitlichen Entstehung der Sparte her) will von den Samt- und Rüchengrufties nichts wissen und die alte Fraktion ebenfalls nichts von dieser Sparte. Das logischste wäre dann wohl, dass man sich trennt und jeder geht seinen eigenen Weg, anstatt zuversuchen, sich gegenseitig seinen Lebenstil aufzudrängen.

Ein verhalten wie es hier gezeigt wird, hat dann vielleicht Sinn, wenn alles noch im Kern schlummert, es eine kleine Ströumung ist, dann kann man noch um die Subkultur in dieser Art kämpfen und klare Grenzen und Definitionen einfordern. (Und das auch ohne eine Anfeindung, sollte dazu gesagt werden!)

Aber wacht mal auf: wir schreiben das Jahr 2006! Die meisten Gothicdiskotheken spielen Schwarztechno und pink ist DIE Trendfarbe schlechthin. Die Ströumng ist nicht mehr klein, sondern inzwischen gleichgroß oder gar die Mehrheit. Und in dieser Mehrheit werdet ihr sicher nicht nur die Schuldigen finden, die diese Subkultur als "Tendenz" einst unterwanderten, sondern auch viele, die einfach Angebote nutzten und Gothic schon als was völlig anderes sehen, als ihr.

Als Minderheit dann noch den "Rauswurf" zu verlangen erscheint mir fast noch sinnloser als diese neue Kultur. Stattdessen sollte man es endlich mal begreifen und anfangen, sichzu distanzieren, wieder eine eigene Welt finden. Dann braucht man auch nicht mehr über "die Neuen" zu meckern, die die eigene Subkultur verderben, weil man begreift, dass diese "Neuen" eben auch eine völlig neue Subkultur sind.

Jede Generation (auch Gruppierungen) wird irgendwann durch etwas Neues abgelöst. Das war vor +/- 15 Jahren auch nicht anders.

Dass die abgelöste Generation dann ausstirbt, liegt aber nicht (nur) daran, dass etwas neues nachrückt, sondern die abgelöste Generation, zu unflexibel geworden ist, sich daraufeinzustellen und ihren Platz nicht hergebit, um sich an anderer Stelle neu zu formatieren. 99% steigen aus, "weil es keinen Sinn mehr macht". Die erkennen die Zeichen der Zeit, sind aber zu festgefahren, um was neues zu beginnen (Gewöhnungseffekt) und tun dann eben einfach gar nichts. Und die restlichen 1%, was passiert mit denen?

Das sind dann in 5 - 10 Jahren die Leute, die im als einziger im schwarzen Samtmantel auf der "pinken Veranstaltung"die früher mal eine schwarze war, bis mehr schwarztechno Bands als die alten da waren und irgendwann nur noch, stehen, die sie nur noch aus Gewohnheit besuchen, weil sie vor 15 Jahren mal angefangen haben, jedes Jahr dort hinzugehen, zwischen ca 500 hauptsächlich wesentlich jüngeren Personen, die lauter pinke Sachen tragen und nur Partymachen wollen und zu einem nicht vorhanden Begleiter (weil der schon vor 5 Jahren ausgestigen ist, murmeln: diese Jugend, die haben ja alle keine Ahnung mehr, was schwarz sein beudetet, was diese Subkultur bedeutet. (moderner ausgedrückt: sind alles poser). Und dabei nicht merken, dass "diese" Subkutlur, die die 500 anderen hegen, nicht die ist, der sie mal angehörten, sondern sich längst losgelöst haben, um etwas eigenes zu werden, während seine Subkultur starb, weil sie nicht loslassen wollten und dass eigentlich er selbst die Person ist, die hier ziemlich deplatziert wirkt. Wer so enden will, bitteschön, ich will es jedenfalls nicht.

Wo ist das Problem? wenn diese Parties so schlimm sind, gehe ich halt nicht hin und wenn es keine Veranstaltungen für mich und meine Freunde gibt, dann kann ich immernoch selbstwas auf die Beine stellen, was ihm gefällt.

seltsamerweise komme ich mit diesem "Partyvolk" ganz gut zurecht, ich gehe alt nicht hin und meide die Leute. Ein Problem sehe ich da nicht.

Und grade die Aussage, dass eine subkultur sich durch Gemeinsamkeiten auszeichnet, in deiner Argumentation durch Abkehr von der Spaßgesellschaft, zeigt doch an, wie dringend eine Treunnung vollzogen werden sollte. Denn die Partykids werdet ihr nicht überzeugen, genau, wie sie euch nicht überzeugen können.

Der entscheidende Denkfehler ist:
"Die Subkultur wird übernommen". falsch! Sie wurde es längst. Was heute passiert, ist nicht mehr als eine Ausdehnung. so als ob man irgendwann mal angefangen hätte, sich für ein bestimmtes Thema zu interessieren und dieses Wissen nun halt nur mehr vertieft.

Und da du "erst" 21 Jahre alt bist, glaube ich kaum, dass dein Einsteig in eine Zeit fällt, in der eben das nicht schon längst in großem Maße zugange war.

Zitat:
Unser auftritt in der öffentlichkeit erfolgt nämlich immer noch als kollektiv, und nicht als einzelperson.


ich stelle die Frage mal andersherum (und bewusst provokant):

Warum redest du überhaupt von UNS ? ein uns setzt man sich vorraus, dass man sich als Teil von etwas sieht. Nach deinen Ausführungen kann ich dir nicht ernsthaft abnehmen, dass du dich als Teil einer Grupperiung siehst, die das genau Gegenteil von dem lebt, was dir wichtig ist! Ich kann mich schon lange nicht mehr als Mitglied einer Subkultur sehen, die sich so benimmt. Wenn ich so einem "Partymäuschen" begegne, empfinde ich da kein "uns". folglich kann ich mich auch nicht darüber aufregen, dass sie die Ideale meiner Subkultur verrät, denn ich kann diese Gruppierung nicht mehr als Teil meiner Subkultur begreifen, es ist eine andere Welt, eben eine andere Subkultur.

...

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Die Lebenseinstellung der schwarzen Szene, besteht darin, auszudiskutieren, was die Lebenseinstellung der schwarzen Szene ist, ohne zu einem Ergebnis zu kommen

Die wahnsinnige Erkenntnis nach 8 Jahren Nachtwelten: es gibt auch ein reales Leben!

"20-jährige Schönheiten, attraktiv, jung und gebildet, Traumfrauen die eigentlich fast jeden Mann haben könnten, klassische Alpha-Weibchen die sich ihren Lebenspartner heraussuchen können, finden Männer wie Dieter Bohlen unwiderstehlich"
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rosenkind
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Old Post erstellt am 17-05-2006 um 22:52 Füge rosenkind zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von rosenkind anzeigen Besuche rosenkind's Homepage! Mehr Beiträge von rosenkind finden rosenkind eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

...
Davon mal abgesehen, finde ich es immer recht merkwürdig, wenn so junge Personen von "früher" und "alten Werten" und "die Szene ist nicht mehr, wie sie mal war" reden. Ich weiß ja nicht, wie es bei dir war. Aber ich hab als 0 - 9jährige (1986 - 95) keine schwarzen Samtsachen getragen, mich nachts auf Friedhöfen getroffen, bei Rotwein philosophiert, Goethes Erben gehört und mich als Teil einer Subkultur gesehen. ich hab ehr mit anderen Kindern draußen gespielt, bina uf Bäume geklettert, hab Baumhäuser gebaut, fünffreundekassetten gehört und ähnliches. Auf den Friedhof bin ich nur gegangen, weil die Bande, in die ich kommen wollte, das als Mutprobe stellte und ein uralter Grabstein mich faszinierte. nachts war ich eh nie dort. Rotwein durfte ich nicht trinken, die Gaderobe, die meine Eltern für mich auswählten, stammte nunmal nicht aus der Kinderabetilung von x-tra-x, das philosophieren hab ich erst mit 8 langsam angefangen, Musik war "Hänschen klein, ging allein..." und das Wort Subkultur kannte ich nicht. Erst recht nicht Gothic, Gruftie, Schwarz/Endzeit/Neoromantiker, Waver.

Was ich damit sagen will: alles Gerede "wie es früher war" aus dieser Altersklasse, beurht doch einzig und allein auf den Aussagen derer, die damals dabei waren, sprich dem Hörensagen. Und das ist in meinen Augen auch wieder irgendwo falsch. Wer weiß, ob es einem damals wirklich gefallen hätte, wenn man dabei gewesen wäre? jede dieser Einschätzung ist doch auch durchdrungen von subjektiven Empfindungen. Ichhab auch schon viele Sachen gehört, bei denen ich mir dachte: warum war ich damals nicht dabei. Und dann wieder Dinge, wo ich denke: gottseidank lebe ich heute.

mal agnz abgesehen davon, dass man entgegen mancher Meinung nicht als "Schwarzer" geboren wird, sondern nur als Mensch, der sich aufgrund persönlicher Interessen und Wesenszüge für diese Subkutltur eignen würde. Und die gibt es heute wie damals, in udn außerhalb der Subkultur. Man muss nur einfach mal den Mut haben, wieder zu Pionieren zu werden.

ich verweise damit mal auf auf Wind:

Zitat:
Ihr meint alle irgendetwas altes suchen zu müssen, aber die Zeit kann man nicht zurückdrehen.. Man kann nur neue Schritte gehen und neues, vielleicht auch ganz nettes entstehen lassen..



diese Chance ist meiner Ansicht nach aber verloren, wenn schon die Jungen dieses Schlags in die Lethargie der alten verfallen. Aus einem "ja, früher, da war das alles anderes..." ist noch nie etwas neues entstanden.
im übrigen sprecheich da aus Erfahrung, vor einem Jahr saß ich auch noch im Boot der "alten".

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Zerbrochener
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Old Post erstellt am 17-05-2006 um 23:28 Füge Zerbrochener zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Zerbrochener anzeigen Zerbrochener eine eMail schicken Mehr Beiträge von Zerbrochener finden Zerbrochener eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von rosenkind
.... denn ich kann diese Gruppierung nicht mehr als Teil meiner Subkultur begreifen, es ist eine andere Welt, eben eine andere Subkultur


Das ist ja gerade das Problem. Von den Wesensmerkmalen und den Inhalten ist dies der Fall, aber auf dem Papier reden wir immer noch über ein und die selbe Subkultur. Das war bei den vorangehenden Generationen anders, von Punk zu Wave zu Gothic etc ...

Dies hat für mich zur Folge dass ich, wenn ich meine Kultur ausleben möchte bzw. mit anderen teilen will, automatisch mit dem konfrontiert werde, vor dem ich eigentlich flüchte

Und wie soll man dann noch eine Anlaufstelle finden, wenn man sich nicht zufällig auf den Nachtwelten registriert und noch zufälliger von einem - natürlich weit entfernten - schwarzen Stammtisch erfährt, welcher somit eine ersehnte Alternative zur Techno-Disko bietet ?

Kein Wunder, dass so viele Enttäuschte verzweifeln und das vorgefundene kontinuierlich schlecht reden. Nein, gut finde ich das auch nicht, aber ist dies nicht eine normale menschliche Reaktion oder einfach nur Hilflosigkeit ?

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rosenkind
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Old Post erstellt am 17-05-2006 um 23:44 Füge rosenkind zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von rosenkind anzeigen Besuche rosenkind's Homepage! Mehr Beiträge von rosenkind finden rosenkind eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

an MAL Jammern ist ja nichts auszusetzen. Aber beobachte dieses Forum mal, das ist ja fast schon Hauptinhalt. davon spreche ich mich nicht frei, hab das ja auch mal für eine Weile mit gemacht.

Eben weil es nur noch eine Papiergeminschaft ist (ebenso wie viele Katholiken auch nur Katholischen sind, weil sie als Kind irgendwnan mal getauft wurden), ist es doch bitternötig, endlich mal die Sache anzugehen, die Trennungzu vollziehen. Dass das Zeit in Anspruch nimmt, ist auch klar.

Zitat:
Dies hat für mich zur Folge dass ich, wenn ich meine Kultur ausleben möchte bzw. mit anderen teilen will, automatisch mit dem konfrontiert werde, vor dem ich eigentlich flüchte


aber das passiert in anderer Hinsicht doch auch ständig. Oder wurde dir nie Satan hinterhergerufen?

Zitat:
Und wie soll man dann noch eine Anlaufstelle finden, wenn man sich nicht zufällig auf den Nachtwelten registriert und noch zufälliger von einem - natürlich weit entfernten - schwarzen Stammtisch erfährt, welcher somit eine ersehnte Alternative zur Techno-Disko bietet ?


nun ja, aber ich frage mich, ob es früher einfacher war. ich meine hier schon viele gehört zu haben, die sagten: ja damals, sah man viellciht einmal im Monat einen, der auch so aussah, wie man selbst. Damals war es dann nach den Erzählungen wohl einfach, sich am Äußeren zu erkennen, man wusste: der is so wie ich (oder so). Dafür musste man den Faktor eit und eingeschränkte Begegnungsmöglichkeiten akzeptieren.
Heute sieht man dauernd welche, die so aussehen und begegnet ihnen, nur muss man filtert, weil so vieles so unterschiedlich ist.
In meinen Augen ist das nur eine Verschiebungder Problematik jemanden zu finden auf andere Faktoren.

Aber auch diesen muss man sich anpassen lernen. in Bekanntschaften eine Kontaktanzeige aufzugeben, dass man einen "Scharzen" sucht, fürdte wenig erfolgreich sein, man sollte konkret sagen, welche Inhalte man will, was auch der Grund war, weswegen mein Projekt einen Hinweis auf themenschwerpunkt enthält und nicht einfach nur als "schwarzer Stammtisch" ausgegeben ist.

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Old Post erstellt am 18-05-2006 um 00:19 Füge Zerbrochener zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Zerbrochener anzeigen Zerbrochener eine eMail schicken Mehr Beiträge von Zerbrochener finden Zerbrochener eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
Original geschrieben von rosenkind
an [B]MAL Jammern ist ja nichts auszusetzen. Aber beobachte dieses Forum mal, das ist ja fast schon Hauptinhalt. davon spreche ich mich nicht frei, hab das ja auch mal für eine Weile mit gemacht. ... ist es doch bitternötig, endlich mal die Sache anzugehen


Den Kern dieser Aussage unterstütze ich voll und ganz!

Wie gesagt, ich kann beide Seiten verstehen, sowohl Demon17 und lacrimae_bx als auch Dich... und Du, Rosie, wärest eigentlich in einer sehr guten Position, um zu jammern, denn Du hast ja mit Deinem Stammtisch etwas aktiv auf die Beine gestellt und Dich somit gegen den Mißstand bereits engagiert, folglich könntest Du diesen auch nach Lust und Laune kritisieren ... ich finde es schön, dass Du Dich dembezüglich inzwischen zurückhälst, vorbildlich!

Zitat:
aber das passiert in anderer Hinsicht doch auch ständig. Oder wurde dir nie Satan hinterhergerufen?


Oh doch, sogar noch viel schlimmere Wörter, welche ich Euch lieber vorenthalte *hust*

Zitat:
nun ja, aber ich frage mich, ob es früher einfacher war. ich meine hier schon viele gehört zu haben, die sagten: ja damals, sah man viellciht einmal im Monat einen, der auch so aussah, wie man selbst. Damals war es dann nach den Erzählungen wohl einfach, sich am Äußeren zu erkennen, man wusste: der is so wie ich (oder so). Dafür musste man den Faktor eit und eingeschränkte Begegnungsmöglichkeiten akzeptieren.


Also ich bevorzuge klar ersteres. Heute gibt es zwar mehr Möglichkeiten und natürlich das Internet, aber was sind diese noch wert ? Treffpunkte gab es schließlich schon immer, mit einem Unterschied: Wenn ich das WGT Anfang der 90er besucht hätte, hätte ich eher Erwartetes vorgefunden. Wie Du schon sagst, nach etwas zu suchen, was den Begriff "Gothic" beinhaltet bringt heute nichts mehr, man muss es schon näher umschreiben, sonst kann man gleich die Stecknadel im Heuhaufen suchen ...

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rosenkind
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Old Post erstellt am 18-05-2006 um 00:26 Füge rosenkind zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von rosenkind anzeigen Besuche rosenkind's Homepage! Mehr Beiträge von rosenkind finden rosenkind eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

es kommt aber nunmal leider nicht draufan, was einem lieber wäre. Fakt ist nunmal, dass gewisse Dinge einfach so sind und sich auch nicht ändern lassen, man muss sich damit arrangieren und das beste drauß machen. Mal abgesehen davon, dass alles immer 2 Seiten hat und die Vorteile sollte man sichzunutze machen.

Den Stammtisch gäbe es ohne Internet sicher auch nicht. ohnehin wäre ich ohne das Netz ein einsamer Gruftie, der gar keinen anderen kennt. Geschweige denn einen, der ähnliche Intersssen und Gedanken hat.

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Goat93
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Old Post erstellt am 18-05-2006 um 10:37 Füge Goat93 zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von Goat93 anzeigen Mehr Beiträge von Goat93 finden Goat93 eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zerbrochener:

Zitat:
Dies hat für mich zur Folge dass ich, wenn ich meine Kultur ausleben möchte bzw. mit anderen teilen will, automatisch mit dem konfrontiert werde, vor dem ich eigentlich flüchte


Absolute Zustimmung

Aber das ist überall so, nicht nur im Goth Bereich

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lacrimae_bx
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Old Post erstellt am 18-05-2006 um 11:54 Füge lacrimae_bx zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von lacrimae_bx anzeigen lacrimae_bx eine eMail schicken Mehr Beiträge von lacrimae_bx finden lacrimae_bx eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

es ist ein gewisses maß an hilflosigkeit ja, und das sehe ich auch ein. zudem sehe ich ein dass Gothic wie es heute existiert nun mal etwas "neues" ist, und im grunde nichts mehr damit zu tun hat mit dem was ich darunter verstehe. klar ist mir auch, dass ich mit 21 jahren nicht wissen kann, ob es früher besser war. jedoch weis ich, dass früher die warscheinlichkeit kleiner war auf völlig inhaltslose maskengruftis zu treffen. dass muss so sein schließlich waren es in den anfangszeiten noch ideale die die leute dazu bewegten sich gegen die gesellschaft zu stellen, sich durch ihr aussehen bewusst dem hohn der spassgesellschaft auszusetzen, um darauf hinzuweisen dass es einen missstand zu beheben galt.
wenn ich von "uns" spreche dann meine ich das "uns" wie es von außen her wahrgenommen wird, also von normalos. von buntis werden wir immer noch als eine einheit gesehen was mich ehrlich gesagt bedrückt und wofür ich mich dann auch öfter mal schämen muss, wenn ich mit "gleichgesinnten" diskutieren möchte und merke dass sie noch nicht mal die definition von hedonismus kennen.
du sprichst immer davon dass man sich zurückziehen sollte und die partygesellschaft party machen lassen soll. das geht nicht. besonders nicht wenn man etwas auf sich hält. schließlich ist man ursprünglich zu einem "goth" geworden weil man eben, wie bereits ausführlich beschrieben, gegen eine bestimmte art von gesellschaft demonstrieren wollte. ich werde mich dann doch nicht ernsthaft zurückziehen wollen, wenn genau das wogegen ich etwas auszusetzen habe das meine überfällt und wie ein krebsgeschwür zu grunde richtet. jetzt wo es erst recht zu kämpfen gilt werde ich doch nicht plötzlich den kampf aufgeben und das feld räumen. das entspricht nicht meiner natur, ansonsten wäre ich nicht hier.
etwas neues gründen... schön und gut. aber warscheinlich bin ich tot bis sich das neue bewehrt hat und man die zeichen erkennt, die gleichgesinnte tragen. und wie beschissen muss die musik, kleidung und das ganze oberflächliche drumherum eigentlich sein damit es nicht irgendwann kopiert wird und der ganze spass wieder von vorne anfängt?

ich kann nicht aufhören damit, ich hab n splitter im kopf der tut weh. auf dem splitter steht klipp und klar "dagegen"

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Geändert von lacrimae_bx am 18-05-2006 um 12:02

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ancient
Böser alter Mann...ursprung allen übels


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Old Post erstellt am 18-05-2006 um 12:30 Füge ancient zu Deiner Buddy-Liste hinzu Profil von ancient anzeigen ancient eine eMail schicken Mehr Beiträge von ancient finden ancient eine Private Nachricht schicken Beitrag bearbeiten/löschen Zitieren

Zitat:
dass früher die warscheinlichkeit kleiner war auf völlig inhaltslose maskengruftis zu treffen. dass muss so sein schließlich waren es in den anfangszeiten noch ideale die die leute dazu bewegten sich gegen die gesellschaft zu stellen


wie kommst du darauf ? ich mein...was für eine idee legst du zugrunde ?
vor allem aber: wann genau sind die anfangszeiten ? meinst du das die leute sich damals überhaupt bewußt waren und sich sagten: hey...heute gründen wir eine neue subkultur die sich "new romantic"..."waver" oder "gothic" nennt ?

deine gedanken setzt eines zugrunde was gothic eben nicht hat: eine gemeinsame basis !
jeder definiert für sich den begriff "gothic" völlig anders ! genau das ist der schlüssel zum Gothic-tor.
ich hab dir hier im forum in dem thread "Gothic vs. Punk II " schon einiges dazu geschrieben.
es gibt und gab mitglieder der schwarzen subkultur die sich ausschließlich über musik definieren.für sie z.b. gibt es gar keinen unbedingten bruch mit der gesellschaft.sie sind nicht mehr als andere menschen unzufrieden mit der derzeitigen weltpolitischen lage.das hat aber nicht wirklich was mit ihrer schwarzen seite zu tun...
nein...es war nie anders als jetzt ! eher im gegenteil.ich erinner mich noch sehr gut an die 80ziger. "gruft" war genauso eine modeerscheinung wie jetzt.nur das es halt neu war ! das vergessen einfach die meisten leute...

heute geht man davon aus das die anfänge besser waren...das jeder der dabei war einen plan hatte von dem was er macht.gothic verinnerlicht hat...ohne kommerz einfach nur so vor sich hin lebte. styling und klamotten nicht wichtig waren...nur die inneren werte zählten.
ein ammenmärchen ! ein wunschdenken welchen nix mit der realität zu tun hat.ich kann heute noch genau das gleiche finden wie vor 20 jahren.die gleichen dumpfbacken hinter masken wie es immer welche gab.

die mode und das styling wurde angepaßt...die musik ist verändert...all das sind aber ganz normale entwicklungen...wie man sie überall beobachten kann.

gehabt euch wohl
ancient

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