rosenkind
Grinsegruftie
Registriert seit: Nov 2003
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erstellt am 18-05-2006 um 21:06
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Zitat: Es kommt mir mit der Zeit so vor, als ob es den Leuten wichtiger ist beim olympischen Szene-bashing ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, als still und leise zu versuchen etwas zu verändern oder sich damit abzufinden.
nicht nur dir
Zitat: Meckert man weil es einem die Altgruftis so vorgelebt haben und man ja dazugehören will?
zumindest im Bezug auf mich, muss ich dieses wohl bestätigen. Wobei ich seit meinem "Zusammenburch" im März (konnte an nichts anderes mehr als an die Augen denken) versuche, mich davon allmählich wieder freizuschaufeln.
Zitat: Ich habe das Gefühl, die wenigsten der um die 20jährigen hat so viel in diese Kultur "investiert" (durchaus auch im monetären Sinne zu verstehen) als das jetzt das große heulen und zähneklappern gerechtfertigt wäre.
das ist ja im Prinzip das, worauf ich schon hinwies. damals war keiner dabei, weil wir selbst noch Kinder waren. Welchen Grund haben wir also über Dekadenz zu klagen? Immerhin sah es vor 3 Jahren (wie erwähnt, meine Einsteigszeit) nicht sehr viel anders aus, als heute. die ersten Schwarzen, die ich kennenlernte, war ein Grüppchen an meiner Schule, für die es einfach nur "cool" war, so rumzulaufen und nightwish zu hörenund sich evil zu fühlen. Philosophie hielten sie für langweilig und Gedichte war verstaubter alter Mist. Die Party am nächsten Samstag war ohnehin ebenfalls einem Spaziergang im mondlicht vorzuziehen. Und ritzen kein Zeichen einer psychischen Störung, sondern etwas, was dazugehört, um cool zu sein (und nein, ich kann mir nicht vorstellen, dass in einer Klasse von 30 Personen 20 Leute ernsthafte Probleme mit SVV haben). Und die fingen mit dem schwarz rumlaufen schon ein paar Monate vor mir an...
Zitat: Ich meine es sollte einem doch schon der gesunde Menschenverstand sagen: wenn ich mich als Teil einer Subkultur empfinde informiere ich mich vorher über den Stand der Dinge und überlege mir dann ob das wirklich die Richtung ist in die ich mich weiterentwickeln will.
nun, diesbezüglich kann ich nun jetzt nur für mich antworten, weil meine Einstiegsgeschichte eine sehr seltsame war. Die meisten finden diesen Weg in die subkultur, über Musik, Kleidung, persönliche Kontakte oder dem nächstbesten Bravoartikel .
All das war bei mir nichtder Fall. Schuld an allem war das Musical Tanzder vampire, in dem wir im November 2002 waren. dieses Musical faszinierte mich, weil das, was ich da sah Gefühle ausdrückte, die ich zu der Zeit hatte. kurzum, ich identifizierte mich damit und assozierte es mit "gothic". (Was ja, zumindest, was die Kostüme angeht auch gar nicht mal so fern liegt). Die drauffolgenden Monate beruhten dann größtenteils auf einem "Erahnen". ich kann es heute nur schwer beschreiben, mit der schwarzen Subkultur verabdn ich irgendwas, ich spürte irgendwas, was mich dort hin zog. und die ersten Ansätze der vielbeschworenen Lebenseinstellung entwickelte ich aus mir selbst. "ich glaube, dass. für mich fühlt es sich so an, wie". Erst ein paar Monate später kam ein Kontakt hinzu, von dem ich ein bisschen was erfuhr, aber sie selbst war auch nicht "drin", nur ihr Ex-freund. wieder etwas später folgten Diskussionen mit anderen und irgendwann kam Mama an, die sich im Internet informiert hatte, weil frau sich jaschon Sorgen macht, wenn das Kind plötzlich schwarz rumläuft. Diese Artikel las ich dann, lernte manches neue, aber vieles hatte ich auch schon "erahnt", was dort drin stand. Was ich zu dem Zeitpunkt aber nicht wusste, war, dass diese Artikel schon ein paar Järchen alt waren und sich auf eine Subkultur bezogen, wie es sie gar nicht mehr gibt.
Leider war das Kind da schon ins Wasser gefallen und klein Rosie hatte sich so stark mit ihrer "erahnten" Welt indentifiziert, dass sies nicht mehr bleiben lassen konnte.
Bevor es Nachtwelten gab, hatte ich keine schwarzen Freunde im realen Leben, okay, 2, die sich zum Dunstkreis zählten, aber eben nur Dunstkreis, sich als Interessierte bezeichneten, mehr auch nicht. Ich waralso nie Teil einer Teenieclique, die mich da hätte prägen können. Stattdessen war ich mehr und mehr enttäuscht, je mehr Jugendliche ich kennenlernte, die so garnichtdas drin sahen, was ich sah. Der Ofen war dann endgültig aus, als ich auf einer Praktikumsstelle eine Person kennenlernte, für die schwarzsein nur beudeutete, welche Musik man hört und die obendrein mit ihren 21 Jahren unglaublich stolz darauf war, schon mit 40 Männern geschlafen zu haben und das jedem direkt auf die Nase band. Das war eigentlich der Beginn, wo ich aufgehört habe, das in irgendeiner Weise verstehen zu wollen.
Das Problem, das mich von anfang an begleitete, ist nunmal das, dass ich selbst etwas darin sah, was mir unglaublich wichtig ist, bzw dachte, für Dinge eine Plattform gefunden zu haben, mit denen ich von Kindheit an, alleine da war. Und: man trifft ja nicht nur auf die anderen, sondern auch ab und an doch auf einen Menschen, der das teilt. grade manche Sachen hier in den Nebelpfaden, sind so schön poetisch geschrieben, wie ich das sonst nie kenne. Und das macht es einfach unglaublich schwer, zu sagen: okay Leute, das wars, ich verkauf meine Sachen, kehre zurück zu blue Jeans, lösche meinen Nick hier und tausche meine Goethes Erben Platten gegen [instert aktuelle Chartplatzierung nr 1]. Das wäre auch keine Lösung, sondern nur ein Rückschritt.
Immoment glaube ich, dass jede Subkultur Suizid beginnt, sobald die Frage, wer dazugehört, wer nicht und was man eigentlich darstellt, die Überhand gewinnt. Vielleicht sollte man einfach mal den PC ausschalten und sich keine Gedanken mehr darüber machen, was die anderen tun, dass die Subkultur zerfällt, wie man sich nennt, wo man hingehört, ect.
Sondern einfach das Fenster öffnen, die Nachtluft hereinströmen lassen, sich ein paar Kerzen anzünden, die LieblingsCD (oder Platte) auflegen, vielleicht ein Räucherstäbchen anzünden und ein gutes Buch lesen
oder andere Dinge tun, die einem Gefallen und sie mit den Freunden teilen, die man jhat, die genauso denken und den Rest einfach mal vergessen.
Dann wird das ganze auch wieder menschlich und nicht gezwungen und in erster Linie steht die Frage der persönlichen Begegnung, denken wir ähnlich?
Denn was nützt schon eine Subkultur, in der man nur Mitglied und kein Mensch mehr ist und in der die Form mehr zählt, als der Inhalt?
und wenn ich diese Kirtik ausspreche, so trifft sie auch mich sehr stark (man durchwühle das Forum und stelle fest, wie oft ich hier über die Form diskutiert habe!
Etwas sinnvoll erleben kann man ohnehin nur dann, wenn es zu einem selbst passt. und auch schwarz sein macht nur Sinn, wenn man sein eigenes lebt.
Wenn man sein Augenmerk immer auf die anderen legt, dann bleibt man doch ewig auf der Suche, nach einem Platz, wo man hingehört, weil es in jeder Strömung immer wieder welche gibt, die eigentlich völlig gegensätzlichsind.
Und Gemeinschaftsgefühl wird sicher auch nicht durch solche Diskussionen geschaffen, sondern dadurch, dass man gemeinsam etwas erlebt.
keine Kritik, nur ein Denkanstoß.
und sollte ich widersprüchlich klingen, liegt das daran, dass ich selbst noch am lernen bin.
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der EG-Gothminister: Diese Signatur ist zu bunt
Die Lebenseinstellung der schwarzen Szene, besteht darin, auszudiskutieren, was die Lebenseinstellung der schwarzen Szene ist, ohne zu einem Ergebnis zu kommen
Die wahnsinnige Erkenntnis nach 8 Jahren Nachtwelten: es gibt auch ein reales Leben!
"20-jährige Schönheiten, attraktiv, jung und gebildet, Traumfrauen die eigentlich fast jeden Mann haben könnten, klassische Alpha-Weibchen die sich ihren Lebenspartner heraussuchen können, finden Männer wie Dieter Bohlen unwiderstehlich"
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