Achaiah
Absurder Narr
Registriert seit: Feb 2006
Wohnort:
Beiträge: 471
|
erstellt am 25-04-2006 um 08:35
|
@judgedredd: mit der idee was nach dem tod ist, hat sich zumindest satre in "das spiel ist aus" mal beschäftigt. auch wenns bloß der rahmen für andere überlegungen war. das buch ist übrigens klasse, finde ich.
generell ist dieses thema schon richtig hier.
immerhin kann man es mit vielen verschiedenen denkweisen angehen.
zum einen kann ich sagen, das ein organismus der noch irgendwie selbstständig arbeitet lebt. pflanzen haben auch keine gefühle oder gedanken, und trotzdem sagen wir, das sie leben. wenn nun das herz eines menschen noch von allein arbeitet und der organismuss nähstoffe aufnehmen kann, könnte ich sagen das er noch lebt. und somit würde der hypokratische eid die ärzte verpflichten, diesen organismus am leben zu halten.
aber auch die sichtweise, das ein mensch ohne (feststellbare?) gefühle, gedanken usw nicht mehr lebt, ist nicht ganz verkehrt. immerhin deffiniert sich der mensch zumeist über sich selbst. und wenn "das ich" in diesem sinne nicht mehr besteht, ist in diesem kontext auch der mensch tod.
das entscheidende bei der frage, ob das "nicht mehr länger am leben erhalten" (ich will nicht sagen töten) eines hirntoten vertretbar ist oder nicht, ist die deffinition von leben.
wann lebt ein mensch?
lebt der mensch, so darf man ihn nicht töten.
lebt er nicht, kann man ihn nicht töten, da er schon tod ist.
soviel dazu, was das ganze mit philosophie zu tun hat.
ich bin der auffassung, das es zumindest human ist, wenn der mensch nicht künstlich am leben erhalten wird. sowohl dem menschen gegenüber, als auch dessen verwanten.
selbst die entscheidnung, das jmd nicht mehr wiederbelebt werden soll, finde ich ok. zumindest wenn der betreffende die möglichkeit hatte, diesen wunsch zu formulieren und er ansonsten nur noch leiden müsste.
(die größte freiheit eines menschen besteht für mich darin, das er selbst entscheiden darf, wann er nicht mehr leben will)
und wenn dann noch die organe andere menschen retten können, dann war der tod zumindest nicht umsonst.
wirklich ehrenvoll ist es dann natürlich, wenn jmd sagt, das er nicht wiederbelebt werden möchte und seine organe freigibt.
was die entscheidnung der angehörigen angeht... schwierig.
aber ich schätze mal, das wenn der betreffende selbst nichts mehr sagen kann, sie die entscheidnung treffen sollten, da sie am nächsten an der person dran sind.
Gruß, Achaiah
IP: Gespeichert
|